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Tschick ein Film von Fatih Akin [Filmbesprechung] + Gewinnspiel

Als Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick“ 2010 erschien, hat es mein Interesse zwar geweckt, aber gelesen habe ich immer andere Bücher. Umso neugieriger war ich auf die Buchverfilmung, die gestern, am 09.03., endlich auf DVD, Blu-Ray und als Digitalisat erschien.

Ein guter Grund, euch jetzt die Verfilmung von „Tschick“ vorzustellen. Dran bleiben lohnt sich, am Ende wartet nämlich ein kleines Gewinnspiel auf euch. ❤

Auf dem Weg in die Walachai (c) Studiocanal

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Was ist bloß mit Mama los? Wenn Eltern in seelische Krisen geraten. Mit Kindern über Angst, Depression, Stress und Trauma sprechen von Karen Glistrup [Rezension]

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Als ich ein Kind war, war das Thema psychische Krankheiten, insbesondere Depressionen und Angststörungen mehr als verpönt. Man hat nicht mit anderen darüber gesprochen. Warum auch? Damit die Lehrer und die anderen Kinder bemerken würden, dass man schlecht ist? So schlecht, dass die eigene Mutter schon depressiv geworden sei? Denn irgendwas muss man schließlich verbrochen haben, wenn man so bestraft wird. Nein, darüber spricht man nicht. Und schon gar nicht mit den Freunden und den Lehrern. Manchmal redet man mit seiner Mutter darüber. An Tagen, die mal gut sind. Aber meistens ist man traurig und hilflos und fragt sich im Rückblick, warum nie jemand geholfen hat. Denn obwohl man nicht darüber sprach, haben es doch alle mitbekommen. Eine Tatsache, die man als Kind ausgeblendet hat. Denn als Kind wollte man nicht, dass die Welt diesen Mangel bemerkt. Bemerkt, dass man irgendwie schlecht ist.

»Fühlen Kinder sich schuldig?«

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Atemnot von Ilsa J. Bick [Rezension]

Und dann haben wir uns geküsst. Oder ich habe ihn geküsst. Oder er hat mich geküsst. Ich weiß es nicht. Aber ich hab ihn geküsst, und er hat mich geküsst, fest, sehr fest, so fest, als würde er mich aufsaugen, und dann war es, als wäre ein ins Wackeln geratener Damm endlich gebrochen, und wir konnten uns nicht nah genug sein. – S. 216

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Jenna weiß, was Schmerz bedeutet. Jenna weiß, dass es viele Arten von Schmerz gibt. Den Schmerz von physischen und von psychischen Verletzungen. Doch Jenna hat mit dem Schmerz aufgehört. Mit dem Ritzen, um zu spüren, dass sie noch lebt.

Obwohl sie davon nicht begeistert ist, hat ihr Vater sie nach ihrem Psychiatrieaufenthalt an einer neuen Schule angemeldet. An einer neuen Schule, an der ihr schnell klar wird, dass sie auch hier weiterhin Probleme haben wird, als ’normal‘ durchzugehen. So lebt sie immer an der Grenze zur Selbstverletzung und wird nur noch durch den Mailkontakt zu ihrem im Iran stationierten Bruder aufrechterhalten. Denn ihre Familie, die bricht schon seit Längerem auseinander.

Doch Jenna ist nicht alleine. Denn Mr Anderson kümmert sich um sie. Er will ihr helfen, sich richtig einzugliedern.

Aber warum eigentlich?

»Wenn dich die Atemnot packt!« Lies den Rest dieses Beitrags

Ich und die Menschen von Matt Haig [Rezension]

13. Eigentlich hättest du gar nicht zur Welt kommen sollen. Deine Existenz ist so unwahrscheinlich, dass sie ans Unmögliche grenzt. Am Unmöglichen zu zweifeln, heißt, an dir selbst zu zweifeln. – S. 324-325.

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Professor Andrew Martin hat die Riemannsche Vermutung gelöst. Ein mathematisches Problem, das als unbeweisbar galt. Doch damit hat er eine Lebensform außerhalb des menschlichen Sonnensystems auf den Plan gerufen. Sie kennen die Gier, die Gewalt und den Hass, den die Menschen in sich tragen und wissen, dass sie noch nicht bereit für bahnbrechende Fortschritte sind. So schicken sie einen ihrer Art, alle Beweise und vor allen Dingen die Erkenntnisse zu eliminieren. Der Außerirdische erledigt gewissenhaft seinen Job, allerdings erkennt er, dass die Menschen nicht nur aus Schatten bestehen. Er ist neugierig und so bleibt er noch ein wenig, um zu verstehen, was es heißt, menschlich zu sein.

»Die Existenz des Menschen ein Ding der Unmöglichkeit?« es geht noch leselustig weiter…

Jeden Tag ein bisschen mehr von Louisa Reid [Rezension]

Ich hustete ein paar Brocken Wahrheit aus, glänzend und hart, wie Kieselsteine, und spuckte sie vor Leos Füße. All die Geheimnisse. Die Türen in meinem Geist knarzten und schwangen auf. Doch ich schlug jede einzelne von ihnen wieder zu. Dann ließ ich kurz den Kopf hängen, mir war schwindelig. Ich würde Leo niemals alles erzählen können, sonst würde er mich hassen. – S. 211

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Audrey ist krank. Sehr krank. Psychisch krank, wie ihre Mutter sagt, sich liebevoll um sie kümmert und alles tut, damit Audrey wieder gesund wird. Also wagen sie einen Neuanfang. Neue Stadt, neues Haus, neue Leute. Alles neu. Audrey soll schließlich wieder gesund werden. Doch im neuen Haus lauert wieder das Ding. Das Ding, dass Audrey wehtut und dafür sorgt, dass sie sich verletzt. Audrey weiß sich nicht zu helfen oder zu wehren. Da lernt sie Leo kennen. Leo, der hartnäckig daran interessiert zu sein scheint, sie kennenzulernen. Obwohl er merkt, dass sie krank ist und etwas mit ihr nicht stimmt. Jeder Tag in ihrem Leben ist ein Kampf und die Frage ist, wie lange wird sie ihn noch durchhalten?

»Dunkel und ungeheuerlich«

Jeden Tag ein bisschen mehr“ hat mich bewegt. Mit jeder Seite ein bisschen mehr. Ich bin der Protagonistin Audrey in einen sehr, sehr dunklen Sog gefolgt und konnte mich kaum noch retten. Hilflos habe ich die Worte in mich eingesaugt, die vielen Emotionen auf mich einprasseln lassen. Meinte manchmal zu ahnen, was in diesem Roman eigentlich abgeht und wollte und konnte es doch nicht so ganz fassen, weil es zu dunkel und zu ungeheuerlich schien. es geht noch leselustig weiter…

Selbst wenn du mich belügst von Jessica Alcott [Rezension]

Ich hatte schon vorher ab und an für jemanden geschwärmt, aber das hier stellte alles, was ich bislang empfunden hatte, in den Schatten. Es fing im Bauch an und war bald überall, breitete sich aus wie eine Infektion. Es raubte mir die Konzentration, überdeckte meine anderen Interessen, verschlang ganze Tage, die ich normalerweise mit Lesen verbracht hätte. Ich kam mir vor wie eine Stimmgabel, die ständig auf seiner Frequenz vibrierte. – S. 86.

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Charlotte, genannt Charlie fühlt sich unattraktiv. Bis auf Lila hat sie keine richtigen Freundinnen, was ihre Mutter sehr betrübt. Die immer wieder versucht, Charlie dazu zu überreden, etwas mehr aus sich zu machen. Aber Charlie will und kann nicht. Charlie liebt Bücher. Und als der neue Englischlehrer Mr Drummond an die Schule kommt, entfacht er eine nie gekannte Leidenschaft in Charlie. Nicht nur für die Literatur, sondern auch für seine Person. Doch er ist ihr Lehrer. Wie nett, sexy, charmant und witzig er ihr gegenüber auch sein mag. Für Charlie und Mr Drummond beginnt ein bewegender und gefährlicher Tanz aus Nähe und Distanz.

»Ekstatisches Fieber« es geht noch leselustig weiter…

Caroline & West – Lass mich nie mehr los von Ruthie Knox [Rezension]

Es ist krank, weißt du das?“, frage ich. „Wie mein Herz an dir hängt. […] Ich will das nicht, okay? Ich glaube, es gibt Dinge, die so schwer sind, dass man sie nicht tun sollte, aber keiner kann sie einem abnehmen. Es gibt Gefühle, die so krank sind, so offensichtlich ungesund, dass man sie nicht fühlen sollte, aber sie sind trotzdem da. Ich liebe dich noch immer, obwohl ich dich nie wiedersehen werde, nie wieder. – S. 86

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Caroline könnte West zwar nie aufgeben, doch die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft hat sie beinahe verlassen, nachdem er sich monatelang nicht mehr gemeldet hat und zurück in seine Heimat Silt flog. Als er sich dann doch meldet, lässt sie alles stehen und liegen, um ihm beizustehen.

Zu wissen, wie er aufgewachsen ist, ist nicht damit zu vergleichen, es zu sehen. Während Caro weiß, dass sie ein mehr als behütetes Leben hatte, versucht sie ihr bestes, West im Kampf gegen seine Familie und sein eigenes Leben zu unterstützen. Sein einziger Weg ist der von zu Hause wegzugehen, doch ohne seine kleine Schwester Frankie würde er das niemals tun.

Caro versucht, West zu überzeugen, dass er es wert ist, sein eigenes Leben zu leben und dass es ihm erlaubt ist, Wünsche, Träume und Hoffnungen zu haben.

Allerdings wirkt das schier unmöglich, solange Wests Familie ihn in verschiedene Richtungen zerrt und jeder ihn nur für seine eigenen Zwecke instrumentalisieren möchte. Können Caro & West gemeinsam aus Wests Vergangenheit herausfinden?

»Direkt unter die Haut« es geht noch leselustig weiter…

Caroline & West – Überall bist du von Ruthie Knox [Rezension]

Wir küssen uns und küssen uns, und ich winde mich, bis mein nackter Bauch seinen berührt.

Spürst du das? Deine Haut und meine?

Denn ich spüre es überall.

Ich will es. Ich will dich. S. 227

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Caroline Piaseckis Ex-Freund hat obszöne Sexbilder von ihr ins Netz gestellt. Damit sieht Caroline ihre Zukunft als Anwältin zerstört. Sie versteckt sich, zieht sich immer mehr zurück und fühlt sich nicht nur gedemütigt, sondern einfach nur komplett zerstört.

Da passt es ihr ganz gut in den Kram, dass sie West, einem drogendealenden Kommilitonen, näherkommt. Ihr Leben ist sowieso schon ruiniert, da kann sie der Verbindung auch nachgeben, die sie seit ihrer ersten Begegnung spürte. Was sie nicht ahnt: mit West ist nichts harmlos. Mit West ist es Hitze und Feuer. Leidenschaft und Glut. Doch kann Caroline jemals wieder richtig vertrauen? – Und kann West die Schatten seiner Vergangenheit loswerden?

»Das Verlangen immer weiterzulesen« es geht noch leselustig weiter…

Eleanor & Park von Rainbow Rowell, gelesen von Julian Greis und Franziska Hartmann [HörBuchRezension]

Eleanor hatte Recht. Sie sah nie schön aus. Sie sah aus wie ein Kunstwerk. Und Kunst musste nicht schön sein, Kunst sollte etwas in einem auslösen.

CD 3, Track 12, Minute 4,26-4,37.

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Eleanor ist wieder zu Hause. Oder wenigstens ist sie dort, was einem zu Hause am nächsten ist. Sie lebt bei ihrer Mutter, ihren Geschwistern und bei ihrem Stiefvater. Der unberechenbar und cholerisch auf engstem Raum die Herrschaft über ihre Familie übernommen hat. Manchmal weiß Eleanor gar nicht, wie sie das überleben soll. Doch dann freut sie sich einfach wieder auf die Schule. Auf die Busfahrt neben Park. Dem komischen asiatischen Jungen, der ihr, für alle anderen verborgen, Comic-Hefte zusteckt und ihr auf seine eigene Art und Weise zu verstehen gibt, dass er sie nicht ausgrenzt. Nicht so, wie die anderen es tun.

Park hat Angst, dass die anderen bemerken könnten, dass er Eleanor eigentlich ganz nett findet. Gleichzeitig schämt er sich für diesen Gedanken sofort. Er findet sie sogar mehr als nett. Interessant irgendwie. Faszinierend.

Beinahe täglich sitzen die beiden im Bus nebeneinander und teilen kleine köstliche Geheimnisse. Sie reden nicht miteinander. Nie. Doch eines Tages soll sich das ändern…

»Hörbuch mit Seele«

Eleanor & Park“ ist eine einmalig tolle, süße und bezaubernde Geschichte. Obwohl sie sehr dunkle Schattenseiten besitzt, strahlt sie dennoch solch einen Optimismus aus, dass ich total hilflos und glücklich in ihr versunken bin. Am Liebsten hätte ich mich gänzlich in ihr aufgelöst. Dank der Performance der beiden Hörbuchsprecher Julian Greis und Franziska Hartmann konnte mir das zeitweise sogar fast gelingen. es geht noch leselustig weiter…

Waterfire Saga – Das erste Lied der Meere von Jennifer Donnelly [Rezension]

Waterfire Saga»Inhalt«

Serafina träumt einen Traum. Sie wird gerufen. Als eine von Merows fünf Töchtern ist sie angehalten die anderen zu suchen und mit vereinten Kräften die Talismane zu suchen.

Doch Serafina weiß nicht, ob sie den Traum für wahr halten soll oder nicht. Schließlich kann sie nicht einfach ins Blaue schwimmen und am Tag ihrer Krönung und Prüfung ihr Volk im Stich lassen.

Serafina wird nervös. Nervosität kann sie sich nicht erlauben. Schließlich hängt vom Bestehen der Prüfung ihr Leben ab.

Als ihr jedoch ihre beste Freundin beichtet, dass sie den gleichen Traum hatte, gerät Serafinas Welt aus den Fugen und sie ahnt nicht, dass schon sehr bald tödliche und katastrophale Ereignisse auf sie einstürmen werden.

»Niedrige Erwartungen«

Jennifer Donnellys Auftakt der „Waterfire-Saga“ hat mich restlos begeistern können.

Obwohl ich das Cover von Beginn an schön fand, der Klappentext nicht uninteressant klang und ich ein Fan der Autorin bin, habe ich keine großen Erwartungen gehegt.

Normalerweise stört mich an den meisten Unterwasserwelt/Meerjungfrauen Geschichten, dass sie zu sehr der Menschenwelt ähneln. Meist ist es so, als hätten die Erfinder die Welt der Menschen mit wenigen Änderungen ins Wasser verlegt. Das finde ich weder kreativ noch besonders gelungen. es geht noch leselustig weiter…

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