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Big Game – Die Jagd beginnt von Dan Smith [Rezension]

Noch nie hatte ich jemanden gesehen, dem die Angst so sehr ins Gesicht geschrieben stand. –S. 59

Big Game - Die Jagd beginnt»Der Inhalt«

Keiner glaubt an Oskari. Obwohl sein Vater während seines Rituals einen stattlichen Bären erlegt hat und ein Mann von imposanter Statur ist, scheint Oskari ihm nicht nacheifern zu können. Er ist schmächtig und vermag noch nicht einmal den traditionellen Jagdbogen zu spannen. Dennoch wird er in die Wildnis geschickt, wie es der Brauch verlangt, um innerhalb eines Tages und einer Nacht das Tier zu erlegen, das zeigen wird, was für eine Art von Mann er ist.

Obwohl Oskari von Selbstzweifeln befallen ist und versucht, das beste aus seiner Situation zu machen, gibt er nicht auf. Auch dann nicht als plötzlich merkwürdige Dinge in der Wildnis geschehen und er Zeuge eines brutalen Zwischenfalls wird.

Doch nicht nur das, plötzlich steht er dem Präsidenten gegenüber und ahnt, dass er nun die Verantwortung für das Leben dieses Mannes in der Wildnis trägt. Der wichtigste Mann Amerikas, der skrupellos gejagt wird.

»Inhaliert«

Big Game – Die Jagd beginnt“ von Dan Smith habe ich in all seiner facettenreichen Spannungskraft innerhalb weniger Augenblicke inhaliert. Das erste Kapitel überzeugte mich bereits, doch der gesamte Handlungsverlauf übertraf meine Erwartungen. es geht noch leselustig weiter…

AUSLOSUNG zur Postkartenaktion! – Süchtig nach Briefpost?!

Lange habt ihr gewartet und gezittert!

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es geht noch leselustig weiter…

Phantasmen von Kai Meyer [Rezension]

In meinem Kopf war nichts als Panik. Emma hatte eine Hand an ihre Brust gelegt, als wollte sie die Finger zwischen ihre Rippen stoßen, um sich das hämmernde Herz herauszureißen. In mir keimte der fatale Gedanke, dass es womöglich besser wäre, einfach stehen zu bleiben und jede Anstrengung zu vermeiden. -S. 41

Phantasmen»Der Inhalt«

Rain liebt ihre jüngere Schwester Emma mehr als alles andere auf der Welt. Umso größer sind die Selbstvorwürfe, dass sie Emma vor einiger Zeit nach dem Tod ihrer Eltern für einen Selbstfindungstrip nach Afrika im Stich gelassen hat. Wieder in der Heimat trägt sie ein Afrika-Trauma davon und leidet unter einer ausgewachsenen Phobie; die nicht gerade hilfreich ist, als sie sich in der spanischen Wüste befinden, um den Flugzeugabsturzort ihrer Eltern aufzusuchen und auf die Geister ihrer verstorbenen Eltern zu warten.

Die Geister sind für die Menschen inzwischen schon etwas Gewohntes geworden, doch als sie den Geistern ihrer Eltern gegenüber stehen und diese – so wie alle anderen auch – plötzlich zu lächeln beginnen, merken sie, dass nichts tödlicher sein kann, als das Lächeln dieser ansonsten nicht greifbaren Geister.

»Eine blinde Achterbahnfahrt«

Phantasmen“ wartet auf mit einer wilden Achterbahnfahrt. Einer Achterbahnfahrt, die ich als Leserin blind begehe.

Seicht fährt sie an in der trockenen und staubigen Wüste Almarías und gibt sich schon bald einem steilen Spannungsbogen hin, der kurvig (konstant die Spannung haltend !) nach unten fährt, nach rechts und links ausschert und nie weiß ich als Leserin, in welche todeslastigen Themen und Fahrwasser wir uns noch so hinbewegen.

Kai Meyer baut seine Story auf einem religiösen Grundgerüst auf, was sicherlich nicht von Anfang an klar ist. Klar ist am Anfang nur, dass zwei Schwestern mit interessanten Hintergrundgeschichten und herausstechenden Persönlichkeiten in Almaría den Absturzort des Flugzeuges besuchen, in dem ihre Eltern verunglückt sind.

Alles scheint normal, bis auf die Tatsache dieser Geister, die ich als normale Leserin schon leicht befremdlich fand. So langsam „Phantasmen“ auch anfährt, so rasant geht es weiter. Plötzlich sind da wilde Verfolgungsjagden und niemand weiß eigentlich genau, warum, wieso und weshalb. Jeder scheint auf vielen Seiten zu stehen oder am Ende doch nur auf der eigenen. Letztlich kämpfen aber doch wieder alle nur für ein Ziel, nämlich gegen die Geister, gegen die dennoch alle machtlos sind.

»Überraschender Handlungsverlauf«

Phantasmen“ ist in viele Abschnitte unterteilt, deren Überschriften jeweils auf das vorbereitet, was im Folgenden kommen könnte. Ich schreibe ‚könnte‘, weil ich teilweise andere Assoziationen hatte und dementsprechend überrascht war, wie sich der Handlungsverlauf gestaltete.

»Immer diese Religiosität?«

Mit detailliertem Einfallsreichtum setzt sich Kai Meyer durch seine Protagonisten mit der Thematik des Todes auseinander, welcher – wie zu Anfang bereits erwähnt – durchaus in einem religiösen Kontext gesehen werden kann.

Seine Interpretation vom Jenseits oder auch der eines Gottes fand ich durchaus interessant und äußerst vielversprechend sowie anregend und flüssig zu lesen in der Geschichte integriert. Auch die Hypnose spielt in diesem Zusammenhang eine nicht unerhebliche Rolle. Nichtsdestotrotz hätte ich mir von der Auflösung mit den Lichtern am Ende des Tunnels mehr Tiefgang gewünscht. Bzw. eine noch tiefgehendere Auflösung in der Verknüpfung zwischen den Probanden, den Experimenten, dem Tod, den Geistern, der Religion und der Hypnose. Ihr versteht nur Bahnhof? – Dann LEST „Phantasmen“ ! 😉

»Mein Fazit«

Kai Meyer greift in „Phantasmen“ eine im Jugendbuchsektor nicht oft anzutreffende Thematik auf. Mit Herzklopfen, Dramatik und kühler Logik habe ich mich in den Seiten festgebissen und kann diese rasante Road-Trip-Story trotz kleiner Mängel allen Kai Meyer Fans, solche, die es werden wollen und actionbegeisterten LeserInnen empfehlen.

Das wohl erste Mal in einer Geschichte, dass ein Lächeln nicht gerne gesehen wird…

Wölkchen4

BibliografischeDaten


Kai Meyer
Hardcover
Seiten 400
Alter ab 14 Jahren
ISBN 978-3-551-58292-8
D: 19,90 € inkl. MwSt.
A: 20,50 € CH: 28,50 sFr
Zu „Phantasmen“ bei Carlsen

Drowning – Tödliches Element von Rachel Ward [Rezension]

WolkeDrowning

Drowning_TödlichesElement_Cover»Inhalt«

Der fünfzehnjährige Carl Adams wacht auf und kann sich an nichts erinnern. Sie sagen, der Junge, der ertrunken ist, sei sein Bruder gewesen. Er sieht, wie sie den Leichensack über das schlammverschmierte Gesicht ziehen und kann sich darin nicht wiederfinden.

Zu Hause kommt er in eine schäbige Bruchbude mit einer Mutter, die todtraurig über den Verlust ihres Sohnes ist und darüber, dass Carl so wenig zu erkennen scheint.

Carl muss zu sich selbst zurückfinden und dabei erkennen, dass hinter dem tragischen Unfall seines Bruders, der im See ertrank, mehr steckt. Denn der Regen prasselt und plötzlich steht Rob vor ihm…

»Liebe, Intrige und Rache«

Drowning – Tödliches Element” wartet mit einer düsteren und permanent gänsehautfördernden Atmosphäre auf.

WolkeDrowning_2Rachel Ward erzählt in dem Auftakt ihrer hochprickelnden Trilogie die Geschichte zweier Jungen und eines Mädchens. Hierbei präsentiert sich nicht das typische Dreiecksmodell – da einer der beiden tot ist – sondern vielmehr ein vertracktes Spiel aus Liebe, Intrige, Rache und ganz wichtig: vielschichtigen “Dämonen”.

Jene düstere Stimmung wird hauptsächlich durch das Motiv des Wassers erzeugt, das sich konsequent durch die Romanhandlung zieht.

Rachel Ward greift dies manchmal beinahe beiläufig auf, oft genug setzt sie das Wasser gekonnt in Szene und manchmal ertappe ich mich nun dabei, wie ich beim Händewaschen argwöhne, mir würde nun auch etwas schlimmes passieren.

»Schnelles Erzähltempo«

In einem schnellen Erzähltempo schreitet Rachel Ward mit ihren LeserInnen durch die Geschichte. Kurze Sätze, teilweise – gewollt – unvollständige Sätze und eine leicht verständliche Sprache erzeugen zusätzlich einen regelrechten Gruselsog.

Wer genau darauf achtet, dass jeder Satz aus einem Subjekt und Verb besteht, dürfte sich an “Drowning – Tödliches Element” gelegentlich stören. Mir jedoch sagt dieser Stil äußerst zu.

»Carl Adams – ein harmloser Teenager mitten im Mordfall?«

Die Charaktere – allen voran der Protagonist Carl Adams – haben es allesamt in sich. Sie wissen zu überraschen, zu verblüffen und sich sowohl durch ihre Handlungsweisen als auch Gedankengänge nachvollziehbar zu gestalten.

Überhaupt hat mich Carls Leben sehr schockiert. Er lebt das, was viele als asozial bezeichnen würden. Ein Teenager im “Brennpunkt”, dessen Mutter gewissen Suchtmitteln zugesprochen hat, dessen Lebensumfeld verwahrlost und der nicht weiß, wohin mit sich. Eine Matratze mit Schlafsack auf dem Boden ist das, was Carl gewöhnt ist.

Gemeinsam mit ihm erkunden wir seine Erinnerungen, sein Leben, das ihm so fremd, neu und gleichzeitig vertraut erscheint und decken auf, dass im Mittelpunkt ein Mord stehen könnte.

»Stagnierende Handlung«

Manchmal scheint die Handlung leider ein wenig zu stagnieren. Obwohl Rachel Ward über alles einen unglaublich spannungsgeladenen Schleier legt, fehlt hin und wieder eine Weiterentwicklung. Es mag sein, dass es eine ausführlichere Vorstellung der Charaktere an der einen oder anderen Stelle bedarf, ich hätte mir jedoch mehr Handlungsfortschritt gewünscht.

Überragend gestaltet sich auch die Tatsache, dass Rachel Ward bisher nicht auflöst, wie es sein kann, dass ein Toter nicht komplett tot bleibt – sondern einem Geist ähnlich – weiter sein Unheil treibt. Dies ist ein Punkt, der mich beinahe zum Fingernägelkauen brachte und mich beständig antrieb, mich tiefer, tiefer und tiefer in die Welt von “Drowning – Tödliches Element” zu versenken.

»Mein Fazit«

Drowning – Tödliches Element” ist ein Roman, der zwar als abgeschlossen gesehen werden kann, sich jedoch noch fortsetzt und das ein oder andere Detail geschickt außen vor lässt.

Rachel Ward verarbeitet in ihrem Auftakt eine erfrischende, neue Idee, die sich zu 80% um Wasser dreht und mich mit Haut und Haaren regelrecht durchnässte. Etwas dunkleres habe ich bisher kaum gelesen und bin nun gespannt auf die Fortsetzung.

Obwohl die manchmal stagnierende Handlung noch verbessert werden könnte.

Dennoch: Sog, Liebe, Intrigen, Düsternis, Mord und Verrat stehen im spannenden Mittelpunkt und lassen mich “Drowning – Tödliches Element” bedenkenlos weiterempfehlen!Wölkchen4

BibliografischeDaten


von Rachel Ward
übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn
Softcover
Größe 13,40 x 19,80 cm
Seiten 336
Alter ab 14 Jahren
ISBN 978-3-551-52052-4
D: 14,99 € inkl. MwSt.
A: 15,50 €
CH: 21,90 sFr Zu
Zu “Drowning – Tödliches Element” bei Chicken House

Du oder das ganze Leben von Simone Elkeles – Eine Vier Gewinnt Kurzrezension

Vier gewinnt – Kurzrezension

In jeweils vier Punkten werde ich knapp meine Vor- und Nachteile zu einem Roman darstellen!

 

Klappentext:

Jeden anderen hätte Brittany Ellis, wohlbehütete Beauty Queen und unangefochtene Nr. 1 an der Schule, lieber als Chemiepartner gehabt als Alex Fuentes, den zugegebenermaßen attraktiven Leader einer Gang. Und auch Alex weiß: eine explosivere Mischung als ihn und die reiche »Miss Perfecta« kann es kaum geben. Dennoch wettet er mit seinen Freunden: Binnen 14 Tagen wird es ihm gelingen, die schöne Brittany zu verführen. Womit keiner gerechnet hat: Dass aus dem gefährlichen Spiel alsbald gefährlicher Ernst wird, denn Brittany und Alex verlieben sich mit Haut und Haaren ineinander. Das aber kann die Gang, der Alex angehört, nicht zulassen …

Negativ:

  1. Das Grundgerüst der Geschichte basiert wirklich auf sehr klischeehaften Mustern und erinnert an unzählig schon gesehene Filme oder gelesene Bücher in diesem Stil! – Beispiel: Sie (Brittany) ist das blonde reiche Mädchen und er (Alex) versucht sie wegen einer Wette herumzukriegen. Dabei kommen sie aus komplett unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Die Rollenverteilung war von Anfang an zu eingefroren und deutlich ersichtbar.

  2. Es wirkte teilweise sehr gestellt, als ob der Verlauf und die Entwicklung schon von Anfang an festgestanden hätte und dass sich meine Befürchtungen bestätigt haben, enttäuschte mich etwas.

  3. Das Ende scheint sehr zerstückelt und zu gewollt auf den „Endzustand“ fixiert, da innerhalb von Kapiteln plötzlich in Wochen und irgendwann in vielen Monaten zeitlich gesprungen wird, um nicht zu sagen, vorgespult

  4. Es gibt einige Druck – oder Tippfehler und manchmal erschien mir die Sprache zu Jugendlich, obwohl es nicht notwendig gewesen wäre, weil das auf die Reife, die die Protagonisten andererseits zeigen, nicht so recht passen will

Positiv:

  1. Mich hat ein wahnsinnig wütendes Feuer gepackt und ich habe nicht eher geruht, bis ich das Buch durchgelesen hatte, weil ich meine Augen einfach nicht vom Bildschirm lösen konnte!- Da ich es (irgendwie, wie auch immer?) während der Schule las und unterwegs in der Bahn, hätte ich so manches Mal fast meinen Ausstieg verpasst, weil ich so gebannt und abgelenkt war.

  2. Die Spannungen zwischen den beiden Protagonisten und diese zwei Charaktere selbst haben meine Gefühlswelt mächtig angefacht und mir rasendes Herzklopfen beschert, denn wenn Simone Elkeles eines kann, dann einem die Hoffnung geben, irgendwo auf der Welt gäbe es tatsächlich eine so tolle männliche Person wie Alex ;-).

  3. Der Konflikt zwischen der North- und Southside (Latein-Amerikaner und die „normale“ amerik. Bevölkerung) ist realistisch aufgegriffen und auf eine echt gelungene Art und Weise vertiefend herausgearbeitet worden, da dieser Punkt die Spannungen trägt, hält und dem Roman diesen „verruchten“ Reiz verleiht. Außerdem kommt durch spanische Ausdrücke die Kultur der Latinos hervorragend zur Geltung und Authentizität ist gegeben.

  4. Die wechselnden Perspektiven von Brittany und Alex waren in diesem Fall sehr hilfreich und bewusst gut gewählt worden, denn so konnte ich mich besser in die Personen einfinden und beide (Konflikt-)Seiten verstehen

Abschlusswort:

Ich habe „Du oder das ganze Leben“ sehr genossen und gemocht und bin froh, dass ich es trotz meiner Skepsis, was das Cover und den Titel betrifft, gelesen und mich von den ganzen Begeisterrungsstürmen habe mitreißen lassen! Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich weitere Bände aus dieser Reihe lesen werde, weil diese Gefühlsexplosion für mein Herz beinahe schon zu viel war und einmal sollte dann reichen.

(Wahrscheinlich kann ich es dann doch wieder nicht lassen…)

Bewertung

Zum eBook „Du oder das ganze Leben“ bei cbt!

Beim „?“-Gewinnspiel hat gewonnen…

…? Wer? Das verrate ich ein kleines bisschen später. Jetzt hattet ihr schon so viel Geduld, da wird es bestimmt noch für ein paar kleine Zeilen reichen! 😉

Begeistert und einmalig köstlich lies ich mir ihre Geschichte auf der Zunge zergehen und ersehne die Fortsetzung herbei, wobei ich die Gestaltung des Covers, sowie des Titels kaum noch abwarten kann und nicht glauben mag, noch mindestens ein Jahr warten zu müssen.

Das schrieb ich am Anfang des Jahres in meiner Rezension zu „Scherbenmond“, denn
„Splitterherz“ und „Scherbenmond“ waren so richtig klasse Bücher, die mich über alle Maßen überzeugt haben. Ich bin beinahe schon ein wenig traurig, dass es nach dem dritten Band schon wieder vorbei ist, aber ich hoffe sehr, dass „Dornenkuss“ das weiterführt, was in den Vorgängern auf so magische Art und Weise begann.
Ich hoffe, dass noch viele Menschen die Geschichte von Ellie und Colin begleiten werden und dass Bettina Belitz uns mit noch ganz vielen Abenteuern beglücken wird!

Zum Beispiel jetzt gleich wird irgendwer (hoffentlich) ganz, ganz glücklich über den Gewinn des dritten Bandes sein, für dessen Sponsering ich mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Script5-Verlag bedanken möchte!!

Teilgenommen haben recht viele (DANKE :D) und ich liste euch mal der Reihenfolge nach auf:
#1-5 Anette
#6-10 BuchFlüsterer
#11-15 Maschutka
#16-20 Kathi
#21 Anja
#22-26 Ginkgo
#27-31 Bianca
#32-36 Lisa (mupha)
#37-41 Mareike
#42-46 Kerstin Duncker
#47-51 sunny69
#52-56 Sabine
#57-61 Stephie
#62-66 Nina
#67-71 Lilli33
#72-76 Sabrina
#77-81 Katha
#82 Cambion
#83 cinemainmyhead
#84 Alina
#85 Christina Rolle

Random.org hat entschieden:


Hier die  Auslosung vom „Hauptpreis“ Dornenkuss:

Die Nummer 22 gehört zu…

Ginkgo, herzlichen Glückwunsch, du bekommst noch heute eine E-Mail von mir! 🙂

Der Überraschungspreis, der auch weiterhin einer bleiben wird (Bis er bei jemanden im Briefkasten landet) geht an…

SABINE! Auch du wirst heute noch per E-Mail benachrichtigt und

😉

GLÜCKWUNSCH auch dir!

Vielen Dank für eure rege Teilnahme. Vielleicht mache ich so etwas in dieser Art noch einmal, weil ich das irgendwie spannender und cooler als so ein „stupides“ Gewinnspiel finde. Allen, die nicht gewonnen haben, seid nicht traurig, denn im laufe der nächsten Woche gibt es eine neue Produktrezension zu einem echt coolen Produkt, was man im Anschluss direkt gewinnen kann!! 🙂 Ich sage nur, dass dies das perfekte Weihnachtsgeschenk ist!!

Bis zum nächsten Mal,
Charlousie

Angelfire – Meine Seele gehört dir von Courtney Allison Moulton [Rezension]

„Lass mich los!“ Verzweifelt versuchte ich seine Hand wegzureißen, mit der er meinen Hals umklammerte.
„Ich lass dich nicht los“, sagte er. „Du hast verloren. Du hast aufgehört zu kämpfen und mich aus den Augen gelassen.“
„Bitte, Will, bitte!“, keuchte ich mit gequetschter Stimme. Ich bekam kaum noch Luft und geriet in Panik.
„Du bringst mich um“, schluchzte ich.
„Dann mach was dagegen!“, brülte er mir ins Gesicht.
„Du hast die Kraft dazu! Wenn ich dich loslassen soll, zwing mich dazu!“

S. 95

Inhalt:
Ellie muss eine Wahrheit ertragen, die seit Jahrtausenden besteht. Sie ist kein normales Mädchen auf einer normalen Highschool mit normalen Freunden. Sie ist ein Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten, nicht von dieser Welt; von Gott gesandt ist es ihre Aufgabe, Dämonen und höllische Bewohner zu vernichten und menschliche Seelen zu schützen. Ellie ist die Preliatin. Will, ihr Beschützer seit einigen hundert Jahren, versucht ihr zu helfen und ihr die Erinnerungen an ihr altes Leben wieder einzuflößen, denn wenn sie stirbt, wird sie in einem neuen Körper wiedergeboren.
Doch dieses Mal ist etwas anders. Mit jeder Wiedergeburt verliert sie etwas von ihrer Unbarmherzigkeit und der Natur, die sie ursprünglich war. Mit jeder Wiedergeburt wird sie menschlicher und mit dieser Wiedergeburt hat sie endlich eines begriffen. Will ist nicht nur ihr Beschützer. Ellie mag zwar jung sein, doch ihre Seele ist alt und schon seit Jahrhunderten liebt sie Will. Es beginnt eine zarte Liebe zu wachsen, die nicht sein darf und der Bekämpfung der Apokalypse im Weg steht. Ein zweiter mächtiger Krieg zwischen Himmel und Hölle wird ausbrechen und da ist für Liebe kein Platz. Zumindest nicht zwischen Ellie und Will.

Meine Meinung:
Der Büchermarkt wird momentan überschwemmt von Mainstreamromanen. Darunter fallen Engelsromane, also auch „Angelfire – Meine Seele gehört dir“ von Courtney Allison Moulton.
Beim Lesen war ich sehr gespannt, ob dies eine Geschichte von vielen sein wird oder ob sich diese Autorin zu behaupten weiß. Ich möchte vorneweg nehmen, dass in „Angelfire – Meine Seele gehört dir“ bis auf wenige Ausnahmen, hauptsächlich auf bekannte Themengebiete zurückgegriffen wird und nichts wirklich neues dabei ist. Doch Courtney Allison Moulton hat einen insgesamt sehr lesenswerten Aufguss der bereits vorhandenen Elemente kreiert und dem ganzen durch ihre eigenen Gedanken eine individuelle Note verliehen.
Beim Lesen sind mir einige Aspekte aufgefallen, auf die ich nun näher eingehen möchte.
Da wären einmal die Verknüpfungspunkte zwischen Realität und Fiktion, die immer wieder erneut die Spannung hochkochen ließen. Ellie lebt als Individuum in der Gesellschaft, als sie mit siebzehn Jahren plötzlich mit ihrem eigentlichen Schicksal konfrontiert wird, muss sie die Balance zwischen Normalität und nächtlichen Dämonenjagden wahren.
Dasselbe gilt für die Überschneidungen von Vergangenheit und Gegenwart. Ellie erhält Stück für Stück Erinnerungen und Erfahrungen, die ihre Seele in anderen Leben bereits machte. Wer sich in dieser Materie ein wenig auskennt, wird die Parallelen zu Platons „Reich der Ideen“ ziehen können, was wiederum meinen Blickwinkel auf diesen Punkt positiv veränderte.
Ebenfalls in dieser Sparte einzuordnen, ist Ellie als Romanheldin. Mal muss sie als Preliatin, die starke Frauenfigur und Kriegerin verkörpern, obwohl sie als Durchschnittsmensch aufwuchs und auf dieses schwere Leben nie vorbereitet war, dann darf oder muss sie sogar wieder ihre ursprüngliche Rolle als verletzliches Menschenmädchen einnehmen.
Ich muss Courtney Allison Moulton die Verbesserung ihres Schreibstils innerhalb dieses Romans sehr zu gute halten. Anfangs wirkte dieser leicht unsauber, doch am Ende merkte ich ihr die anfänglichen Schwächen gar nicht mehr an.
Der Titel lässt zunächst auf eine seichte Liebesgeschichte schließen; Eine Liebesgeschichte wird in „Angelfire – Meine Seele gehört dir“ behandelt, jedoch nicht auf die herkömmliche Art und Weise. Die Autorin sparte nicht an blutigen Kampfszenen, detaillierten Schilderungen von Gräueltaten und setzt bei ihren LeserInnen stärkere Nerven voraus.
Normalerweise wird die Hölle oft und hauptsächlich mit dem Teufel Luzifer in Verbindung gebracht. Dies ist in dieser Geschichte nicht anders, nur dass der Teufel niemals selbst als Akteur aktiv wird. Courtney Allison Moulton hat sich mehr auf seine Handlanger und alle möglichen bösen Kreaturen verlegt, was mir sehr gefallen hat. In diesem Zuge bleibt einiges offen und ich ahne schon mögliche Spannungsverhältnisse für die Fortsetzung.
Es gibt aber auch einige Mängel, die ich nun aufführen möchte. Da wären die sehr sparsam gesäten Hintergründe über den Konflikt von Himmel und Hölle oder warum es überhaupt gefallene Engel gibt. Ich konnte das durch mein vorheriges Wissen sehr gut kompensieren, doch für Einsteiger in dieser Materie könnten einige Fragezeichen und Ungereimtheiten dadurch entstehen.
Ein Beispiel ist die Apokalypse. Die Definition solcher mag gleich sein, doch wie es dazu kommt, macht oft den Flair einer Geschichte aus und ich hätte mir da eine kreative Interpretation von der Autorin gewünscht, um in dieser Facette mehr Atmosphäre aufkommen zu lassen.
Außerdem ist der Fokus sehr stark auf die Protagonisten gelegt, die zwar im Sinne einer großen Sache kämpfen, doch die wirkt sehr weit von dem entfernt, mit dem Will und Ellie wirklich kämpfen.
Will soll vermutlich der geheimnisvolle und mysteriöse, nicht zu vergessen unwiderstehliche und gut aussehende „Boy“ sein, doch seine Gefühle und inneren Konflikte bleiben transparent. Da der Fokus aber eben auf ihn und Ellie gelegt ist, fehlt mir da die Ausarbeitung.
Ich habe bereits erwähnt, dass Courtney Allison Moulton ihren Schreibstil im Laufe des Romans deutlich anheben konnte, doch der Inhalt am Anfang litt darunter. So zogen sich die ersten hundert Seiten und manchmal wirkte der Plot zäh.

Mein Fazit:
„Angelfire – Meine Seele gehört dir“ ist ein spannender Engelsroman, der Altes enthält, jedoch auch neue, durchaus bestechende Seiten birgt, die zum Teil einen tieferen Hintergrund besitzen und dem Roman einen schönen Sinn verleihen.
Insgesamt empfand ich manchmal kribbelnde Hochspannung, arbeitete mich mit Euphorie durch den Plot und kann ihn sehr gut empfehlen. Sobald ich mich erst einmal eingefunden hatte, verflog die Zeit schneller als es mir lieb war und ich schwelgte in Courtney Allison Moultons Originellität.
Manchmal düster, dann wieder heiter, einfach abwechslungsreich und ein spektakuläres Fantasy-Spektakel, dass einen Versuch für den Auftakt dieser Trilogie im „Page & Turner“ Verlag wert ist.

Bewertung

Trailer:

Allgemeine Buchinformationen:
Courtney Allison Moulton
Angelfire. Meine Seele gehört dir
Roman
Originaltitel: Angelfire
Originalverlag: HarperCollins
Aus dem Amerikanischen von Inge Wehrmann
Deutsche Erstausgabe
Paperback, Klappenbroschur,
416 Seiten,
13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-20394-9
€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,90
Verlag: Page & Turner
Zum Buch: Klick!

Margos Spuren von John Green [Rezension]

Margo hat Rätsel immer geliebt. Und bei allem, was später passierte, wurde ich den Gedanken nicht los, dass sie Rätsel vielleicht so liebte, dass sie selbst zu einem wurde.

S. 13

Margos_SpurenInhalt:
Quentin ist seit seiner Kindheit in Margo verliebt. In Margo Roth Spiegelman, die seine Nachbarin ist und der viele verrückte Abenteuer nachgesagt werden. Abenteuer, die wahr sind und Margo für ihn zu einem magischen Wesen machen. Doch Margo ist rastlos wie ein Vogel. Als sie Quentin nach etlichen Jahren für die freakigste Nacht seines Lebens – gleichzeitig Rachefeldzug – auserwählt, spürt er nichts von ihrem Abschied. Margo ist volljährig und als sie zum wiederholten Male wegläuft, sind ihre Eltern sogar erleichtert.
Margo liebt Rätsel, weswegen sie immer Spuren zu ihrem Aufenthaltsort hinterlegt. Doch dieses Mal ist alles anders. Denn dieses Mal will sie nicht gefunden werden, nicht einmal von Quentin. Aber dieser bleibt hartnäckig und geht jeder Spur nach. Er befürchtet, dass es dieses Mal ein Abschied für immer gewesen sein könnte. Ein Abschied Margos von ihrer Familie, ihren Freunden und der ganzen Welt!
Quentin glaubt, dass sie sterben möchte und seine Suche ist mühsam, während die Zeit gegen ihn läuft.

Meine Meinung:
Dass zweite Buch von John Green kann ich mit seinem ersten absolut vergleichen. Beide sind einfach schön; in ihrer Sprache überzeugend und literarisch herausragend. In „Margos Spuren“ erzählt John Green eine anmutende, nachfühlbare Geschichte eines jungen Mannes, der auf dem Weg sich selbst zu finden, erst einmal seine Liebe Margo finden muss. Dieser Roman ist gespickt mit brillanten Dialogen, überraschenden Wendungen und einem absolut den Rahmen sprengenden Protagonisten.
Mir gefällt, dass dieser Autor in dieser `Brillanz´die Authentizität von „Margos Spuren“ wahrte.
Während er einerseits auf einer ernsten Ebene Probleme von amerikanischen Jugendlichen thematisierte, schwang doch immer wieder Humor in jedem Satz mit.
Da ich diese Geschichte während einer Zugfahrt las, war Lachen leider nicht angebracht, doch manchmal musste es einfach heraus und John Green hat selbst den banalsten Situationen etwas abgewinnen können.
„Margos Spuren“ ist zurecht für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden. John Green benötigt keine große Effekthascherei oder bemüht sich zu angestrengt, irgendetwas mit seinem Werk zu erreichen. Sein Werk 
ist einfach und das ist vollkommen genug. Mich überkam beim Lesen das Gefühl, dass diese Geschichte etwas Elementares bedeutet, einen tieferen Sinn besitzt und die Kraft hat, in unseren Köpfen etwas ganz Außergewöhnliches zu bewirken.

Mein Fazit:
„Margos Spuren“ ist reine Poesie, die ich wieder und wieder erleben möchte. Doch so etwas und in dieser Form ist nur mit John Green möglich, was nur für seine Qualität als Autor spricht.
Der beste Wegweiser sind wohl die Corine-Auszeichnung und die Jugendliteraturnominierung, doch wenn das noch nicht genug ist, ich hebe diesen Roman hoch in die Lüfte, damit ihr ihn alle sehen könnt, denn man muss ihn einfach gelesen haben.

WölkchenMond(Favourite)

papertownsEdit, 11.07.2015

am 30.07.15 erscheint endlich der Kinofilm Papertowns in Deutschland! Ich werde reingehen und vermutlich noch einmal einen Vergleich zwischen Buch und Film auf LeseLust & LeseLiebe veröffentlichen oder auch nur meine Meinung zum Film kundtun 😉 !

BibliografischeDaten

TASCHENBUCH AUSGABE
Euro 8,95 [D] 9,20 [A] SFR 12,90
Reihe Hanser
Aus dem Englischen von Sophie Zeitz
336 Seiten
Ab 14
ISBN 978-3-423-62499-2
1. Auflage, November 2011
Zum Buch: 
Klick!

  • Ausgezeichnet mit der Corine 2010

  • Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 (Jugendjury)

Unter dem Vampirmond – Versuchung von Amanda Hocking [Rezension]

Zwei Brüder.
Der eine will ihre Liebe.
Der andere ihr Blut.

Inhalt:
Immer wenn sie ihn sieht, fühlt sie eine schon beinahe schmerzhafte Gier ihm nahe zu kommen. Doch es ist unmöglich, denn er weist sie ab. Seine Vergangenheit ist so dunkel, dass er glaubt, sie würde sie beide in den Abgrund ziehen. So unternimmt die 17-jährige Alice weiterhin viel mit dem Bruder dieses unvergesslichen Wesens, allerdings nicht ohne Folgen. Jack hinterlässt in ihren Gedanken ganz eigene Spuren, die nichts mit diesem heftigen Verlangen zu tun haben, einer Verliebtheit jedoch gefährlich nahe kommen. Aber Alice ahnt, dass Peter und Jack anders sind und keine normalen Menschen wie sie vorgeben. Da spitzt sich die Situation unerwartet zu und Alice wird vor eine grausame Wahl gestellt. Bleibt sie bei Milo, ihrem jüngeren Bruder, den sie so unglaublich liebt und der sie so sehr braucht wie noch nie, will sie ein Leben mit Jack führen oder doch mit dem geheimnisvollen und schweigsamen Peter zusammen sein? Noch scheint Alice ewig Zeit zu haben eine Entscheidung zu treffen, doch am Ende entscheidet sie über Leben und Tod…

Meine Meinung:

Dieser Roman war genau das, was ich gerade gebraucht habe. Eine einfache, kurzweilige und unterhaltsame Liebesgeschichte, versetzt mit dem ultimativen Kick gefährlicher Vampire.
Es gibt schon genug Vampirgeschichten? Wer keine Vampire mehr sehen kann, sollte „Unter dem Vampirmond – Versuchung“ meiden, doch für alle anderen steht diesem Roman nichts entgegen.
Anfangs hielt ich dieses Buch für flach und einige Parallelen erinnerten mich dann doch zu extrem an ein gewisses Buch, doch spätestens ab der Mitte war ich rettungslos verloren.
Irgendwie hat Amanda Hocking ihren Figuren sehr viel Liebe eingehaucht und ich spürte, mit wieviel Leidenschaft sie ihre Worte zu Papier brachte. Normalerweise nerven mich alle Charaktere, die nicht unmittelbar etwas mit dem Konflikt zu tun haben. Sie sind in meinen Augen lediglich ein Hindernis, um das Ganze künstlich in die Länge zu ziehen und „Spannung“ aufzubauen. In diesem Fall war ich richtig erpicht darauf, mehr über Alice Bruder, Milo, zu erfahren.
Zum ersten Mal erschienen mir die ganzen Sorgen und Gedanken, die Alice sich über ihn machte, nicht überflüssig und ich fand es berauschend lesen, in welch inneren Zwiespalt sie gerät.
Wenn dieser (nicht unwichtige) Nebenakt schon berauschend war, wie um Himmels willen ist dann erst die Haupthandlung? Ganz ehrlich? Das kann ich nicht beschreiben. Sie hat zwar einige Makel, doch alles in allem konnte Amanda Hocking mein Herz zum Klopfen bringen, meine Gedanken zum Seufzen und ich habe mich wunderbar ablenken können.
Woraus bestehen eben erwähnte Makel? Die aus der Ich-Perspektive erzählende Alice erlebt so etwas wie die Geschichte eines Märchens. Ihre ständig arbeitende, alleinerziehende Mutter kümmert sich kaum um ihre Kinder und dennoch reicht das Geld gerade so zum Leben, da rettet sie ein charmanter und smarter junger Mann aus den Fängen von bösen Buben. Seitdem knistert es zwischen ihnen, natürlich ist er stinkreich, hat eine Familie, die sie sehr freudig aufnimmt und ihr Leben macht eine Wende um hundertachtzig Grad zum Positiven. Klar, da ist noch der Bruder des Retters, der sich von ihr abwendet, obwohl sie ein unerklärliches Verlangen zu ihm hinzieht. Aber ist es echt das Schlechteste, zwischen zwei tollen Kerlen wählen zu „müssen“ und der Frage, ob man ewig leben möchte oder nicht? Die Problematik hinter den einzelnen Punkten wurde im Verlauf schon sehr deutlich und macht diese Geschichte alles in allem einfach aus, doch beispielsweise eine Einstellung wie diese erschien mir dann doch zu flapsig: „Schule? Warum sollte ich zur Schule gehen, wenn ich in absehbarer Zeit als reiche Vampirin ende? Nö, keine Lust! Warum sollte ich nach Hause kommen, wenn ich so viel Zeit wie möglich mit ihnen verbringen kann?- Eben, gar nicht!“
Sehr schön wiederum finde ich den besonders am Ende immer stärker aufkommenden Denkanstoß über ewiges Leben. Auf eine unaufdringliche Art und Weise fühlte ich mich zum Nachdenken angeregt und was es wirklich bedeutet niemals zu sterben.
In manchen Szenen staunte ich über die Intensität, doch in anderen schien es mir, als sei Amanda Hocking nur so „drüber gehuscht“, um ihr Konzept abzuarbeiten.
Es fehlte also stellenweise an Balance. Einer Balance, die sowohl den Schreibstil, als auch den Inhalt betrifft. Denn einerseits ist es schön, dass die Autorin direkt auf den Punkt kommt, andererseits wirkt manches sehr plötzlich und unausgereift.

Mein Fazit:
Ich bin positiv von „Unter dem Vampirmond – Versuchung“ überrascht. Hier kommt die Fantasie zum Tragen und die Gefühlswelten der Charaktere konnte ich lebhaft nachvollziehen.
Insgesamt glaube ich, dass da noch einiges an Luft nach oben ist, denn es folgen noch einige Bände. Dieser Roman liest sich sehr schnell und wenn er aus intellektueller Sicht kein Highlight sein mag, hat er seinen Zweck auf ganz wunderbare Art und Weise erfüllt und mich gekonnt in eine andere, lohnenswerte Welt entführt.
Ich bin berauscht und von dem Potenzial Amanda Hockings, sowie von diesen „zu schön um wahr sein zu können“ Charakteren verzaubert.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Amanda Hocking
Unter dem Vampirmond – Versuchung
Band 1
Originaltitel: My Blood Approves
Originalverlag: lulu.com
Aus dem Amerikanischen von Ines Klöhn
Deutsche Erstausgabe
Ab 13 Jahren
Paperback, Klappenbroschur,
320 Seiten,
13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16135-7
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90
Verlag: cbt
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Firelight 01 – Brennender Kuss von Sophie Jordan [Rezension]

Eine lange Weile sagt er nichts, sondern blickt mich nur auf diese Art an, die ich so einschüchternd finde. Einen Augeblick lang scheint die Iris in seinen Augen zu glühen, während die Pupillen sich zu schmalen Schlitzen verziehen. Dann murmelt er: „Ein Jäger, der sich in seine Beute verliebt.“

S. 300-301

Inhalt:
Jacinda Jones ist die einzige Feuerdraki ihres Rudels seit Generationen und deswegen sehr wertvoll. Draki haben eine menschliche Gestalt, die sie abstreifen können, um sich in ihren Draki zu verwandeln. Ihre Bestimmung ist es, die Gefährtin von Cassian, dem Sohn des Anführers zu werden. Doch bevor es soweit kommen kann, flieht ihre Mutter mit Jacinda und ihrer Zwillingsschwester Tamra, deren Drakierbe nie zum Vorschein kam. Sich in der trockenen Wüste durchschlagend, baut ihre Familie darauf, dass Jacinda ihre Draki verliert. Das tritt auch ein, denn die Hitze erschwert ihr die Verwandlung. Nur wenn sie Will sieht, ihn berührt oder mit ihm spricht, meldet sich die Draki in ihr und Jacinda muss entscheiden, was ihr wichtiger ist. Möchte sie ihre Draki durch Will am Leben erhalten und riskiert ihr Geheimnis preiszugeben? – oder kehrt sie zu ihrem Rudel zurück? Dabei ist die Entscheidung eigentlich schon lange getroffen, denn ihr Herz weiß schon lange, was es von ihr fordert

Meine Meinung:
Bei „Firelight – Brennender Kuss“ kann ich gar nicht zu viel versprechen. Eine neue Idee, die mit Drachen zu tun hat, aber keine direkten Drachen sind, sondern Draki, die mich vom ersten Satz an verzauberte. Sophie Jordan hat wahrhaftig knisternde Elektrizität geschaffen. Jedes Mal wenn ich Szenen zwischen Jacinda und Will verfolgte, durchliefen mich ein Schauer nach dem anderen, da die Autorin alles so bildhaft schrieb. Ich war wie gefangen und bemerkte nicht, wie die Zeit verging und viel zu schnell war dieses pompöse Fantasy-Werk zu Ende. Leider endet es ziemlich spannend und jetzt giere ich nach der Fortsetzung.
Eine Liebe wider jeder Vernunft. Will ist ein Drakijäger und sie eine Draki, die vor ihrem Rudel geflohen ist und während sie weiß, dass sie sich von Will fernhalten sollte, kann sie nicht anders. Die Luft um mich herum schien wirklich zu beben, als ich diese Geschichte in einem rasanten Tempo in mich hineinzusaugen versuchte. Es war einfach nie genug, ich wollte mehr davon, alles wissen und war nicht zu bremsen. Dafür keimten in mir der eine oder andere Verdacht und ich hoffe, die Auflösung in der Fortsetzung zu finden.
Jacinda schildert alles, was geschieht aus der Ich-Perspektive und obwohl sie eine Draki ist, konnte ich mich vollkommen mit ihr identifizieren. Ein Mädchen, zerrissen zwischen zwei Wünschen und zwei Jungen, obwohl ihre Wahl in dieser Richtung von Anfang schon gefällt wurde.
Will ist der verruchte, heiße Typ, der an der Highschool als unnahbar gilt, was ihn für alle Mädchen nur noch interessanter macht und dass er nun ausgerechnet Jacinda auswählt, passt den meisten natürlich gar nicht.
Es ist wie verhext, dass Sophie Jordan mit diesem schlichten Hintergrundgebilde solch eine komplexe und raffinierte Geschichte ersann, die von Seite zu Seite mehr Windungen erhielt. Ich kann gar nicht all das benennen, was mich so voller Glückseligkeit zurückließ. Deswegen betone ich noch einmal, dass „Firelight – Brennender Kuss“ mein Herz entflammte und ich eine tolle Liebesgeschichte voller Fantasy-Elemente und unzähligen Überraschungen erhielt.

Mein Fazit:
Ihr wollt beim Lesen wieder einmal so richtig mitfiebern? Tolle Charaktere kennenlernen und von einem tollen Plot überrascht werden? Selbst wenn ihr nur ein schönes Cover suchen würdet, in „Firelight – Brennender Kuss“ findet ihr das alles! Denn als ob der Schutzumschlag spüren würde, welch glorreiche Geschichte er schmücken darf, schimmert und glänzt er wunderschön und fabelhaft.
Ich bin noch ganz atemlos und kann euch diese herrlich bittersüße Versuchung nur ans Herz legen, denn ich bin mir sicher, dass viele das Potential in diesem atemberaubenden Fantasy-Meisterwerk erkennen werden!!

Bewertung

Buchtrailer:

Allgemeine Buchinformationen:
Sophie Jordan
Firelight, Band 1
» Brennender Kuss «
Aus dem Amerikanischen von Julia Sroka
ab 13, 1. Auflage 2011
376 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-7855-7045-6
Hardcover
17,95 € (D)
18,50 € (A)
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