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Soul Beach II – Schwarzer Sand von Kate Harrison [Rezension]

soul beach ii

soul beach ii»Inhalt«

Alice fürchtet jeden Tag aufs Neue, das ihr geliebter Strand mit ihren noch geliebteren Personen verschwinden könnte. Während sie sich in den virtuellen Weiten des Meeres und des endlosen Horizontes zu verlieren droht, überschlagen sich in ihrer näheren Umgebung die Ereignisse.

Doch nichts ist für Alice momentan schlimmer, als den Kontakt zum Strand und damit auch zu ihrer toten Schwester Maggie und ihrem Freund Danny, zu verlieren.

Ihre Mutter möchte natürlich nur das Beste für sie und glaubt, mit einem Laptop-Verbot Alice wieder ins normale Leben scheuchen zu können, nicht ahnend, was sie da tatsächlich auslöst. Denn Alice möchte nun umso stärker den Mord an ihrer Schwester rächen und kommt dabei dem Täter gefährlich nahe. Näher, als sie selber glaubt…

»Ist die Realität durch nichts zu ersetzen?«

Soul Beach II – Schwarzer Sand“ wartet trotz seines nahtlosen Übergangs an die Geschehnisse aus dem ersten Band mit einer neuen

Es geht leselustig weiter…

Dunkle Neuzugänge im Februar

Ja, ihr habt ganz recht gelesen. Wenn ich mir die Themen bzw. Titel der jeweiligen Bücher so ansehe, ist das alles doch ziemlich düster und stark mit der Nacht verknüpft. 🙂

Fortsetzungen haben sich da auch einige eingeschlichen, wie ich beim Schreiben der Neuzugänge feststellte…

Voilà, hier sind meine Neuzugänge!

(von unten nach oben)

 Neuzugänge

  • Wo die Nacht beginnt“ von Deborah Harkness ist die Fortsetzung von „Die Seelen der Nacht“. Ein Auftakt, der mich seinerzeit rund um die Vampir- und Hexenverwicklungen arg begeistern konnte! Ein äußerst niveauvolles Buch, das Intellekt und Romantik gekonnt mit vielen weiteren Elementen vereint. Ich hoffe, die Fortsetzung kann da mithalten!

  • Zersplittert“ von Teri Terry ist ebenfalls eine Fortsetzung. Und zwar von „Gelöscht“. Ein dystopischer Roman, der mit ganz perfiden Gedächtnis- und Erinnerungsmanipulationen arbeitet und gegen ein starkes System ankämpft, in dem ich nicht leben möchte. Spannung pur! Die Stimmen zur Fortsetzung sind bisher recht positiv, vielleicht werde ich mich ja einreihen? 😉

  • Vor uns die Nacht“ ist ein weiterer Roman aus der Feder von Bettina Belitz. Nach ihrer „Splitterherz“-Trilogie und „Linna singt“ bin ich von allem angetan, was sie so schreibt und denke, dass mich auch diese dunkel und leidenschaftlich klingende Geschichte in ihren Bann ziehen wird!

  • Soul Beach – Schwarzer Sand“ von Kim Harrison reiht sich in die Fortsetzungen ein. Den ersten Band fand ich durchwachsen, vor allen Dingen, da so viel offen bleibt. Natürlich muss ich nun weiterlesen und hoffe, in diesem Band mehr Aufklärung zu finden! 🙂

Ist für euch was dabei?

Was geben eure Neuzugänge so her?

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende,

Charlousie

Edit, 08.02.2014, 18:24 Uhr. 

Wow, ich habe das Buch „Traumstimmen“ von Jennifer Hauff leider komplett unterschlagen! Ich habe es bereits gelesen und bin ganz schön enttäuscht, was sehr schade ist, weil ich damals „Herzverwandt“ wirklich, WIRKLICH TOLL fand…

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Neuzugänge im neuen Jahr

Es ist an der Zeit, euch nach einer halben Ewigkeit mal wieder meine Neuzugänge vorzustellen. 

Einige von ihnen habe ich schon gelesen und auf die meisten bin ich einfach nur ziemlich, ziemlich heiß! 😉

Let the Show begin! 😀

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Ich bin Tess“ von Lottie Moggach setzt sich mit Suizid auf eine ganz neue Art und Weise auseinander, indem die Geschichte ganz stark mit dem Internet bzw. sozialen Netzwerken verknüpft ist… – Ich bin gespannt!

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Was ich dich träumen lasse“ von Franziska Moll ist ein beinahe schon zu intensives Leseerlebnis der allerhöchsten Art, dessen Faszination ich in meiner Rezension bereits Ausdruck verliehen habe.

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„Am Anfang war das Ende“ von Stefan Casta behandelt ein dystopisches Endzeitszenario! Inwiefern? – Das werde ich dann beim Lesen erfahren! 😀

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Der Babysitterprofi“ dürfte ein weiterer fröhlich, spritziger Roman, versetzt mit einem ernsten und tiefer gehendem Hintergrund aus der Feder von der grandiosen Autorin Marie-Aude Murail sein. „Simpel“ von ihr habe ich geliebt, ebenso wie „Über kurz oder lang“. 

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Half Bad“ von Sally Green verspricht eine fulminante Geschichte voller Zauberei in unserer modernen Zeit mit guten und bösen Hexen, in der sich die Kernfrage stellt, wie sich gut und böse jeweils definieren und für was es sich zu kämpfen lohnt. – Auf die Umsetzung bin ich sehr, sehr gespannt!

So weit, so gut.

Was sagen eure Bücherregale? Stöhnen und ächzen sie auch so viel? 😉

Welche neuen „Lasten“ sind bei euch hinzugekommen?

Alles Liebe,

Charlousie

Was ich dich träumen lasse von Franziska Moll [Rezension]

Das Morgenlicht sieht nirgends so schön aus wie auf seinem nackten Körper. Es formt Hügel und Täler. Er ist gemalt.

Vielleicht sollte ich zurückgehen, nur noch für einen Moment. […]

Ich gehe nicht zurück. Ich verschiebe es auf morgen. S.11

Was ich dich träumen lasse»Der Inhalt«

Als Elena und Rico sich vor der Schule voneinander verabschieden, fordert Elena nur noch einen letzten Kuss von ihm ein. Während er die Straße überquert, zieht sie ihre Hose ein Stück hinunter, weil sie weiß, dass er dann zu ihr zurückkommen wird.

Doch beim Umkehren erreicht Rico nie sein Ziel. Ein Auto erfasst ihn und er fällt ins Koma.

Rico, der immer lächelte, immer lustig war und so abgründig rein, dass sein Innerstes von innen nach außen leuchtete.

Rico, der für Elena schon immer viel zu gut gewesen war.

Elena erinnert sich und versucht alles, um ihn mit ihren gemeinsamen Erinnerungen zurück zu holen, allerdings wird sie dabei von ihrer Vergangenheit eingeholt und muss nun etwas verarbeiten, dass sie für immer vergessen wollte.

»Zu gut, zu schön und zu unglaublich, um wahr zu sein!«

Was ich dich träumen lasse“ ist eines jener Bücher, die zu schön sind, um die wahren Worte zu finden und die geschockt und sprachlos zurücklassen.

Franziska Molls Werk ist sogar zu gut, zu schön und zu unglaublich, um wahr zu sein.

Die Autorin gibt der Protagonistin Elena eine den ganzen Körper durchdringende Stimme, in einer Geschichte, die so zerbrechlich ist, dass ich fortwährend glaubte, der Roman würde in meinen Händen zu Staub zerfallen.

Dabei ist ihr Stil nicht nur poetisch. Er ist viel mehr. Aus der Ich-Perspektive schildert Elena ihr Leben in der Gegenwart. Dies ist durchwachsen von Rückblenden, die sie (überwiegend) mit Rico erlebt hat. Rückblenden, die einen Stil aufweisen, den ich nicht umschreiben kann und der so besonders ist, dass es mir eine Gänsehaut beschert hat.

»Von Gefühlen durchtränkt?«

So entsteht beim Lesen nach und nach ein buntes, sich automatisch (selbst) zusammen setzendes Bild.

Franziska Moll besitzt dabei die irre Gabe, dass sie das relativ nüchterne Wesen Elenas einfängt, dadurch wenig emotional schreibt, sich an die Fakten hält und dennoch dermaßen intensive Gefühle transportiert, dass ich glaubte, die Buchseiten würden mich komplett mit ihren Gefühlen durchtränken und auf alles abfärben, das ich in die Finger bekomme.

Sanfte Fäden, brutale Fakten, grausame Realität und eine Liebe, die mir schier das Herz zu zerreißen drohte, laufen alle unaufhaltsam zusammen. Ich wollte beben, zittern, weinen, lachen, glücklich und traurig zugleich sein.

Wie kann Franziska Moll es wagen, etwas beinahe unantastbar Schönes zu kreieren, dieses in eine realistische Schiene zu packen, bei der ich ahnte, wie es endete und dennoch wusste, dass es nicht anders ginge?

Franziska Moll war mutig, hat es gewagt, mit der Realität zu konfrontieren und mein Beeindruckt-Sein nimmt noch immer kein Ende.

»So kostbar, wie jeder einzelne Moment«

Die Grundlage von „Was ich dich träumen lasse“ ist erschreckend banal und zeigt einmal mehr auf, wie kostbar der Moment ist, wie wichtig es ist, jeden Augenblick zu leben und so viel wie möglich zu genießen;
das ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Moralpredigt oder dass es sich auch nur ansatzweise wie ein vorgehaltener Spiegel anfühlte.

Die Autorin hat mich mitträumen lassen, mir eine facettenreiche, mehrschichtige Welt gezeigt, die zwar schwarz ist und in die dennoch immer wieder tausend Lichtstrahlen einfallen.

Sie hat Kontraste aufgezeigt und ihren Figuren eine Seele eingehaucht, die ich immer mit mir herumtragen möchte.

»Mein Fazit«

Was ich dich träumen lasse“ ist ein moderner, pulsierender und unheimlich kraftvoller Roman über die Leichtigkeit, aber auch die Schwere des Lebens.

Über das Fliegen, über Träume, über Verlust, Trauer und Schmerz.

Über das, was im Leben wichtig ist und beweist nicht zuletzt, dass das Lesen eines der größten Schätze ist.

Ein Buch zum Leiden und Lieben, in dessen Virtuosität ich mich verloren habe.

Eine hammerharte Empfehlung. Für mehr reichen mir einfach nicht die Worte.

WölkchenMond(Favourite)

BibliografischeDaten

Franziska Moll
Was ich dich träumen lasse
ab 14 Jahren, erscheint am 20.01.2014
256 Seiten, 14.0 x 21.5 cm
ISBN 978-3-7855-7845-2
Hardcover mit Schutzumschlag
14,95 € (D)
15,40 € (A)
14.95 € (D)
Zu „Was ich dich träumen lasse“ bei Loewe

 

Lesestatistik TOP & FLOP des Monats [Juni 2013]

Lesestatistik_1

Rein lesetechnisch gesehen, war der Juni der SCHLIMMSTE Monat seitdem ich blogge o.O ! Wenn nicht sogar meines ganzen Lebens… 4 Bücher sind es gewesen. Nur 4! Ein bisschen Hörbuch habe ich immerhin auch gehört, dennoch bin ich extrem geschockt von dieser Bilanz. Da kann der Juli ja nur noch besser werden. 😉 Hoffentlich!!

Ansonsten (bis auf das Wetter vielleicht :P) war der Juni ziemlich klasse! 😀

Die mit * markierten Buchtitel sind Anwärter auf den Titel des TOP-Buchs!!

Zu allen Titeln findet ihr die Rezensionen im Rezensionsindex, sofern nicht mit x markiert! Die monatlichen Statistiken werde ich immer auf diese >Seite< verlinken und sammeln!

Bücher & Hörbücher:

01 Buch Enders von Lissa Price 4/5
02 Buch Assassino von Gerd Ruebenstrunk 2/5
03 Buch Soul Beach I – Frostiges Paradies von Kate Harrison 5/5
04 x Buch Liberty Bell – Das Mädchen aus den Wäldern von Johanna Rosen 4/5
05 x Hörbuch Crossfire 03. Erfüllung von Sylvia Day wird gehört

-Bilanz:

Gelesene Seiten: 1461
Gehörte Stunden: das kann ich an dem Hörbuch leider nicht einsehen 😦
Durchschnittliche Bewertung:
Ø 3,8 Wölkchen

-Fazit:

😦 Die wenigsten Bücher gelesen, die niedrigsten Bewertungen abgegeben und tatsächlich bei der durchschnittlichen Bewertung im 3er-Bereich gelandet! Ein purer Schock Monat, aber ich sage euch, das wird noch schlimmer für den TOP & FLOP des Monats…

TOP & FLOP Buch des Monats:

TOP_Des_Monats.

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Schwarzer Buchschnitt!

Jetzt müsst ihr tapfer sein, denn: ES GIBT KEIN TOP-BUCH im Juni! Ich konnte kein Buch mit diesen Wölkchen samt Mond krönen! Am Besten war zwar „Soul Beach I – Frostiges Paradies“ von Kate Harrison, allerdings kein TOP. Und KEIN TOP bleibt KEIN TOP!!

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FLOP_DES_MONATS

Gefloppt ist “Assassino” von Gerd Ruebenstrunk! Merkt euch entweder, dass das Buch nichts ist oder vergesst es gleich wieder und schaut immer hindurch, wenn ihr es seht. Ich fand es schrecklich und bin dadurch in ein richtiges Lesetief “gestürzt”! Assassino

An Rezensionen habe ich euch im Juni also wenig bieten können. Dafür gab es ein kleines Gewinnspiel (im Juli ist da auch wieder etwas geplant ;-)) !, ein Interview mit Rainer Wekwerth und ein bisschen privates Geplauder aus meinem “Nähkästchen” :D.

Auf das der Juli lesetechnisch erfolgreicher wird, wünsche ich euch einen tollen SOMMERMONAT,

Charlousie

 

Soul Beach I – Frostiges Paradies von Kate Harrison [Rezension]

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SoulBeach»Inhalt«

Alice hat ihre große Schwester Meggie immer geliebt. Obwohl Meggie immer die Schönere, die Begabtere und am Ende sogar ein berühmter Promi war. Doch wie wichtig ihre Schwester Alice gewesen ist, registriert sie erst, als es zu spät ist. Meggie wird tot aufgefunden. Ermordet. Erstickt.

Von diesem Moment an ist Alice‘ Welt zerstört. Ihre Eltern gehen auf zu verschiedene Art und Weisen mit ihrer Trauer um und geraten darüber ständig in Streit. Alice hat einfach nur Kummer und weiß nicht, wie sie ins Leben zurückfinden soll.

Dann erhält sie plötzlich komische E-Mails, die eine Einladung von Meggie versandte Einladung zum Strand beinhalten.

Alice betrachtet diese virtuellen Einladungen mit Skepsis. Doch irgendwie kann sie es auch nicht als totalen Unsinn abtun. Schließlich hat nur Meggie gewisse  Dinge gewusst und wer sonst hätte sie so einladen können? Also folgt Alice der Einladung und entdeckt eine Welt, von der sie nicht weiß, ob sie nicht lieber unentdeckt geblieben wäre.

»Ein idyllisches Strandparadies mit einigen Frostbeulen«

Endlich mal wieder ein Buch, bei dem der Einstieg auf Anhieb passte. Kurze Kapitel, spannende Gedankengänge und ein Inhalt, der sowohl ernst zu nehmen ist als auch Entwicklungspotenzial besitzt. Ich verspürte sofort einen Sog, dem ich mich bis zum Ende nicht widersetzen konnte. Kate Harrison überzeugt mit einer jungen Protagonistin, die zwischen Trauer und Gefühlschaos in etwas sehr Ungewöhnliches eingeführt wird. Ein virtuelles Strandparadies, an dem sie ihre ermordete Schwester Meggie wiedertreffen und sehen kann. Ein idyllisches und äußerst angenehmes Strandflair, das nach einigen Seiten die ersten Frostschauer garantiert, wird auf ca. 300 Seiten langsam entblättert. Dabei wird den LeserInnen so einiges Spanisch vorkommen, während sie auf mysteriösen Pfaden tiefer und tiefer geführt werden. Kate Harrison hat diese Idee prickelnd umgesetzt und einen guten Mix aus Fiktion in der virtuellen Strandwelt geschaffen und zugleich genug Realität hineingenommen, um den Strand nicht zu lächerlich wirken zu lassen. Beide “Welten” komplementieren das Gesamtbild der Protagonistin und steuern auf ein Ass im Ärmel zu, das uns hoffentlich spätestens im dritten Teil beglückt.

»Absichtliche Grenzverwischungen«

Soul Beach I – Frostiges Paradies” ist außerdem ein recht freakiges und abgefahrenes Buch. Alleine die ZWS2Idee dieses virtuellen Strandes, der in all seiner Farbenpracht und Schönheit beschrieben und ausgeführt wird. Da vergaß ich manchmal, dass er doch eigentlich ziemlich unrealistisch sein müsste. Genauso erging es auch der Protagonistin Alice, die sich immer wieder in Erinnerung rief, dass sie den Strand über den Bildschirm ihres Laptops sieht und dort jede ihrer Bewegungen mit der Maus steuert. Das hat Grenzverwischungen zur Folge, die sicherlich beabsichtigt sind und mich ebenfalls noch Großes hoffen lassen!

»Das i-Tüpfelchen«

Quasi aus dem “Off” ist immer wieder eine (noch) unbekannte Perspektive eingeschoben, die definitiv Meggies Mörder ist und kleine Motivationen für seinen Mord preisgibt, dabei jedoch genauso viele Fragen aufwirft, wie er durch seine Sichtweise soeben geklärt hat. Eine delikate, pikante und geniale Methode, die mich drängte, immerfort weiterzulesen. 

»Zu wenig Auswahlmöglichkeiten, zu wenig geklärte Hintergründe«

Weniger rund fand ich die Entwicklungen rund um den Mordfall dieses Buches. Bisher sind zu wenig Personen eingeführt worden, die in Frage kommen.

Schwarzer Buchschnitt!

Schwarzer Buchschnitt!

Das hat meine Neugierde verringert und meine aktiven Grübeleien rund um das Geschehen gedämpft. Bisher gibt es kaum Optionen und ich fürchte, dass der Mörder noch nicht einmal eingeführt wurde.

Auch die Hintergründe des Strandes hätte ich gerne schon etwas genauer erläutert bekommen. Zum jetzigen Zeitpunkt erscheint mir das Grundgerüst von “Soul Beach I – Frostiges Paradies” ziemlich suspekt. Obwohl Kate Harrison das Meiste bestens umsetzte, sind Enttäuschungen über die Hintergründe nicht auszuschließen.

»Mein Fazit«

Kate Harrison legt mit ihrem Auftakt zur “Soul Beach”-Trilogie einen gut Start hin, indem sie mit einem temporeichen Aufbau überzeugt und beständig das Gefühl sät, da würde später einmal DAS ganz Große folgen.

Ich habe die eher schwermütige Grundstimmung genossen, die von gelegentlichen Lichtstrahlen am Strand durchbrochen wird und dann direkt einem überaus frostigen Klima weicht.ZWS3

Mysterien, Spannung und Gruselheiten geben sich in einem ständigen Wechsel die Hand und werden viele LeserInnen einfangen, die Reihe fortzusetzen.

Keine schlechte Idee, denn auch ich bin begeistert!

Leseprobe

WölkchenMond

BibliografischeDaten

Kate Harrison
Soul Beach, Band 1
» Frostiges Paradies «
Sandra Knuffinke, Jessika Komina
ab 13, erscheint am 17. Juni 2013
352 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-7855-7386-0
Hardcover
17,95 € (D)
18,50 € (A)
Zu “Soul Beach I – Frostiges Paradies” bei Loewe

Neues Lesefutter im Buchregal

Stille?

– Ja, Stille. Auf LeseLust & LeseLiebe ist momentan ein bisschen Ruhe eingekehrt. Das wird auch noch einige Wochen so bleiben. Momentan ziehen bei mir (metaphorische) Stürme auf und da bin ich froh, wenn ich die überstehe und dabei noch die Aktionen sowie Rezensionen gebacken bekomme.

Ich bin zuversichtlich, dass für mich alles gut ausgeht, doch das kann letztlich nur die Zeit zeigen. Da ich mich aber weigere, komplette Stille hier Einzug halten zu lassen, präsentiere ich euch hier mal meine Neuzugänge! 🙂

Futter

Von links nach rechts:

  • Mein Sommer nebenan” von Huntley Fitzpatrick. Das hat mich vom ersten Augenblick an, als ich es in der Verlagsvorschau gesehen habe, fasziniert.
  • Ich fürchte mich nicht” von Tahereh Mafi ist ein Tauschbuch. Leider ist es dasselbe Cover wie von “Carrier of the Mark”. Ich mag das Cover, aber blöd finde ich diese Dopplung schon…
  • Soul Beach – Frostiges Paradies” von Kate Harrison ist der Auftakt einer Trilogie. Das wusste ich leider erst, als ich es schon hatte -.-. Ist aber ein tolles Buch, habe es gestern ausgelesen und die Rezension folgt… bald! 😉 Übrigens, unten am Buch seht ihr andeutungsweise den schwarzen Buchschnitt. Klasse, oder?!
  • Assassino” von Gerd Ruebenstrunk habe ich für eine Leserunde auf Lovelybooks gewonnen und mich riesig gefreut, denn “Rebellen der Ewigkeit” des Autors war richtig schööööön! Dabei lagen noch eine nette Karte und sogar ein AUTOGRAMM des Autors o.O Wow, meine Freude ist da immer noch ungetrübt und groß, groß, groß!!

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Das war es von mir, ich hoffe, ihr habt ein schönes Wochenende! In Kassel ist gerade Hessentag und ziemlich viel Trubel und Turbulenzen auf den Straßen! 😉

Ach ja, hier kommt ihr noch zu meinem kleinen und mega unkomplizierten Gewinnspiel 😀 !

Logo-Gewinnspiel

Liebste Grüße,

Charlousie

Ich blogg dich weg! von Agnes Hammer [Rezension]

Es kam mir so vor, als hätte ich keine Muskeln und Knochen mehr. Wie ein blasses Hühnerbrustfilet auf dem Schneidebrett saß ich auf dem Klodeckel. Ein bisschen schwabbelig. Mit einem scharfen Messer ganz leicht in Streifen zu schneiden. S. 59, “Ich blogg dich weg!” – Agnes Hammer © Loewe

Inhalt:

7706-01_ 210.psd.inddSeit Jahren schon ist Julie die Frontsängerin der Band Jase Noju und begeistert alle mit ihrer Stimme. Ihre beste Freundin Jasmina und deren Zwilling Sebastian kennen Julie und Julies Bruder Noah schon aus dem Sandkasten, weswegen es für alle schwer ist, als Noah ein Auslandsjahr macht. Sie müssen nun einen neuen Schlagzeuger suchen, um trotzdem auf ihrem alljährlichen Schulfest auftreten zu können. Doch dann erhält Julie Drohmails, von denen sie niemandem etwas erzählt. Bei den Drohmails bleibt es allerdings nicht. Es wird ein Fake-Account auf Julies Namen eingerichtet, auf dem “ihr wahres Gesicht” enthüllt wird. Was harmlos beginnt, entwickelt sich zu einer unkontrollierten Lawine, die auf ihrem Weg bergab Julies Persönlichkeit zum Einsturz zu bringen droht.

Fluch und Segen, Mobbing in neuen Dimensionen

Das Internet ist Fluch und Segen zugleich. Beziehen kann man dies auch auf das Mobbing, das in “Ich blogg dich weg!” thematisiert wird. Das Internet bzw. Cybermobbing eröffnet ganz neue Dimensionen, in welchen ein Mobbingopfer vor einer breiten Masse beleidigt, beschimpft und niedergemacht werden kann.

Die Autorin Agnes Hammer beschreibt die Entwicklung eines jungen, beliebten und talentierten Mädchens, das in einer Band singt und plötzlich von überall Neid, Hass und Beleidigungen erfährt. Julie, die Protagonisten, wird von einer liebenswerten jungen Frau, zu einem verschreckten und misstrauischen, abgekämpften Opfer, das nicht mehr weiß, wer Freund oder Feind ist. Die Nachzeichnung dieser Entwicklung hat mich erschreckt und ist Agnes Hammer somit bestens gelungen. “Ich blogg dich weg!” soll sicherlich aufrütteln, sensibilisieren und auch gerade für Kinder und Jugendliche ein anschauliches Beispiel bringen, um sich nach dem Lesen dieses Buches mit dem Thema weiterführend auseinanderzusetzen.

Teilweise etwas gekünstelt und konstruiert, dennoch lesenswert

Der Beginn des Romans hat für mich etwas gekünstelt gewirkt. Nach und nach werden für rund 160 Seiten recht viele Perspektiven eingeführt. Die Perspektiven selbst sind in der weiteren Handlung beinahe alle schlüssig und gut nachvollziehbar und ebenfalls erforderlich, um zu verstehen, wie sich die verschiedenen Parteien in solch einem “Mobbingprozess” fühlen. Es ist quasi notwendig, um sowohl den oder die Täter als auch das Opfer zu verstehen. Leider wirken ebenjene Perspektiven manchmal dann doch recht konstruiert, weil die Personen aus der Ich-Perspektive als Stereotypen auftreten und Rollen einnehmen, von denen ich oft schon wusste, wohin sie führen würden.

Agnes Hammer baut durch die Perspektivenvielfältigkeit und den damit einhergehenden Motiven außerdem einige, potenzielle Täter ein. In meinen Augen sind diese krampfhaft vielen Motive und Spuren etwas überflüssig gewesen. Sie besaßen zwar keinen Störfaktor, doch ohne sie wäre ich auch bestens ausgekommen.

Fehlender Bezug zum Buchtitel

Blöderweise erweist sich die Auflösung zwar nicht direkt als unlogisch, doch sehr viel Sinn ergibt sie in einigen Punkten nicht. Das Bild des Täters wird im Vorfeld ganz anders gezeichnet und plötzlich offenbart sich der “Wolf im Schafspelz” und kippt somit alles, wofür er/sie vorher gestanden hat.

Des Weiteren trifft der Titel “Ich blogg dich weg!” den Inhalt dieser Lektüre überhaupt nicht. Es wird kein Webblog erwähnt. Das Mobbing findet in einem sozialen Netzwerk statt, auf YouTube und innerhalb privater E-Mails, vom Bloggen also keine Spur. Andererseits hat mich der Titel als Vollblutbloggerin natürlich ordentlich angesprochen. Nur dass es bei solch einer hochbrisanten Thematik darum gar nicht geht. Somit ist der Titel recht reißerisch und lässt falsche Assoziationen entstehen.

Nichtsdestotrotz bin ich in vielen Teilen beeindruckt von Agnes Hammers Werk. Ich habe mitgefühlt und konnte manches selbst nicht begreifen. Teilweise ging es mir sogar so nahe, dass ich froh gewesen bin, jederzeit aus der Situation entfliehen zu können und im Gegensatz zu Julie nicht zwischen den Buchdeckeln festzustecken.

Mein Fazit:

Ich blogg dich weg!” ist trotz der kleinen Mängel eine angemessene Lektüre, um sich mit dem Thema Mobbing auseinander zu setzen. Agnes Hammer gelingt es, in die tiefen Gedankengänge des Opfers einzudringen und eine nahe Bindung zu den LeserInnen zu schaffen. Auf der anderen Seite wird auch der Part der Mobbing-Initiatoren größtenteils gut beleuchtet, so dass sich dieses Buch von der Einseitigkeit wegbewegt und sich als Grundlage für Diskussionen und Selbstreflexionen bestens eignet.

Meine Leseempfehlung für Genre-Interessierte, ansonsten eine bedrückende Lektüre, die schnell gelesen ist, aber noch eine Weile nachhallt.

–>Leseprobe

Ich schlich nach Hause, versuchte mir einzureden, dass ich da etwas falsch gesehen, falsch verstanden, falsch interpretiert oder falsch sonst was hatte. Aber in Wirklichkeit war ich falsch. Ich ganz allein. S. 122, “Ich blogg dich weg!” – Agnes Hammer © Loewe

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Allgemeine Buchinformationen:

Agnes Hammer
» Ich blogg dich weg! «
ab 12, 1. Auflage 2013
160 Seiten, 12.5 x 18.5 cm
ISBN 978-3-7855-7706-6
Taschenbuch
5,95 € (D)
6,20 € (A)
Zu “Ich blogg dich weg!” bei Loewe

Leselustige Neuzugänge im größten Glück

Da sich seit meinem letzten Artikel über meine Neuzugänge wieder so einiges bei mir eingefunden hat, habe ich mich entschlossen, dass ein erneuter Artikel an der Zeit ist!

Neuzugang

„Glückliche“ Neuzugänge im Januar

Von links nach rechts:

  • „Eve & Caleb – Wo Licht war“ von Anna Carey, das mir samt Karte von der lieben Damaris zugesandt wurde. Ich freue mich schon wahnsinnig aufs Lesen und habe es bereits in meinen „Leseplan“ eingebaut! 😉
  • Daneben steht „Sam & Emily: Kleine Geschichte vom Glück des Zufalls“ von Holly Goldberg Sloan. Dieses Buch ist auch für den Titel dieses Artikels verantwortlich ;-). Ich bin so dermaßen glücklich, dass ich es bald ENDLICH lesen darf!!
  • Daneben seht ihr „Fanny I – In der Hölle“ von Wolfgang Bellaire. Es soll ziemlich gruselig sein, ich bin gespannt…
  • Von „Buddha Boy“ von Jordan Sonnenblick verspreche ich mir eine dieser typischen amerikanischen Highschool-Geschichten, die ich seit jeher verschlungen habe, so dass ich hoffe, mit diesem Buch für einige Augenblicke in frühere Zeiten abtauchen zu können.
  • Als letztes seht ihr „Heartbeat Away“ von Laura Summers, das ich mit Reni gegen „Die Mondtänzerin“ getauscht habe, die die weltbeste Bucheinpackerin ist. Man sollte ihr ein Zertifikat dafür ausstellen. Eine so umsichtig und gut geschützte Büchersendung habe ich ja noch NIE bekommen! 😀 Vielen Dank liebe Reni. Bereits „Herzverwandt“ von Jennifer & Jessica Hauff hat mich mit der Thematik der Herztransplantationen sehr angesprochen. Mal sehen, ob Laura Summers etwas ähnlich Gutes geschrieben hat.

Mit diesen Neuzugängen bin ich neben dem Lernen fürs Abi und dem ganz normalen Leben eine Weile beschäftigt! 🙂

>>>Gab es bei euch tolle Neuzugänge in der letzten Zeit?<<<

Viele Grüße,

Charlousie

„Dreams ’n‘ Whispers – Lebe lieber übersinnlich“ von Kiersten White [Gastrezension]

~———Gastrezension von Jenny von Leseeinblicke:———~

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Autorin: Kiersten White
Titel: Dreams ’n‘ Whispers – Lebe lieber übersinnlich (Band 2)
Jahr: 2012
Verlag: Loewe
Seiten: 383
Preis: 17,95 €uro
ISBN: 978-3785572399
Hardcover mit Schutzumschlag
Zu „Dreams ’n‘ Whispers“ bei Loewe!

 

Inhalt

Evie kann endlich ein normales Leben führen, doch es ist nicht so, wie in ihrer Lieblingssoap. Sie muss feststellen, dass sie in der Schule nichts als Durchschnitt ist, kaum Anschluss findet, die Sportlehrerin sie hasst und die Arbeit im Dinner alles anderes als „cool“ ist. Lend verbringt die meiste Zeit am College und hat nur am Wochenende für sie Zeit. Als Raquel von der Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler auftaucht und sie um Hilfe bittet, kann sie nicht widerstehen. Evie kann wieder jagt auf Vampire, Poltergeister und Trolle machen. Doch etwas stimmt nicht. Sie wird angegriffen, überall tauchen Elfen auf, selbst Reth ist hier weiter auf den Versen. Aber warum?

Bewertung

Umgebung

Evie lebt in den USA, die Menschheit weiß nichts von den Paranormalen und in den Augen der IBKP soll das auch so bleiben. Durch eine Ich-Erzählerin und einer sehr jugendlichen Schreibweise gelingt es der Autorin dem Leser Evie näher zu bringen. Die Sätze sind oft kurz und flippig.

Personen

Evie wird bald siebzehn und träumt von der Liebe. Ein Leben ohne Lend kann es für sie einfach nicht geben. Gleichzeitig hat sie das Gefühl, dass sie niemand verstehen kann, da sie selbst unter den Paranormalen einzigartig ist. Evie zeichnet sich aus durch eine Mischung von Naivität, Mut, Selbstzweifel, Herkunftsängste und der Suche nach einer Familie.

Jack scheint zu sein wie Evie. Heimatlos und Suchend. Seine etwas verrückte und abgedrehte Art geht allerdings nicht nur Lend und Evie auf den Keks. So ganz zuverlässig scheint er auch nicht zu sein.

Cover

Der zweite Band greift das Layout vom ersten wieder auf. Was an sich schon super ist. Auch ist es wieder herrlich Pink und auch hier ist das Bild nicht direkt auf dem ersten Blick zu erkennen.

Meine Meinung

Im zweiten Band geht es weniger piepig und pink zu als im Ersten. Da mich die vielen „pieps“ und das ganze Pink im ersten Band nicht gestört haben, sehe ich das nun nicht als Verbesserung oder -schlechterung an. Ganz anders der Anfang von dem Buch, ich bin über viele Seiten nicht hinein gekommen in die Geschichte, da es wenige Rückblicke auf den ersten Band gab. Den habe ich aber vor über einem Jahr gelesen und habe nicht mehr alles präsent und so quälte ich mich durch die ersten Seiten und dachte immer „was war noch passiert“. Mit der Zeit wurde es dann aber besser. Doch dann störte mich Evie ein wenig, so naiv, wie sie teilweise war, kann doch nicht normal sein. In viele Schlamassel hat sie sich selber geführt, weil sie mit niemanden redet und meint sie weiß alles am Besten.

Es gab im Buch viele kleine spannende und auch lustige Szenen, doch habe ich mich immer wieder gefragt, wohin führt die Geschichte. Für mich war kein roter Faden erkennbar. Erst am Ende des Buches kann ich rückblickend den roten Faden erkennen. Doch insgesamt wirkte das Buch für mich als Überleitung zum letzten Band, auch wenn es am Ende noch eine große Enthüllung gab. Dennoch entwickelte sich kein Spannungsbogen, dass soll nun nicht falsch verstanden werden. Es war die meiste Zeit spannend, auch auf einer hohen Ebene, doch gab es für mich keine Highlights, die diese geraden Linien haben nach oben ausschlagen lassen.

Fazit

Der zweite Band ist wesentlich schwächer als der Erste. Auch kann ich für mich selber noch nicht sagen, ob ich den dritten Band lesen muss. Über Evie erfährt der Leser ein wenig mehr, doch sonst gibt es wenig neue Entwicklungen in dem Buch. Es ist mehr eine Hinleitung zum letzten Band.

Sterne

Bei der lieben Charlouise bedanke ich mich ganz ganz doll, dass sie mir das Buch zur Gastrezension gegeben hat.

 

–> Hier findet ihr meine Rezension zum 1. Band:  „Lebe lieber übersinnlich – Flames ’n‘ Roses

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