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Dschihad Calling von Christian Linker [Rezension]

Kennst du die Matrix?, hatte Adil mich neulich gefragt. Genau so sei es hier in dieser Gesellschaft, meinte er. Du hältst das alles für real, dabei ist es nur Schein und Verblendung. Narkose. Irgendwann kommt Allah und zieht den Stecker. Plötzlich siehst du alles klar. – S. 135

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Jakob ist seit Neuestem Student. Eigentlich auch nur, weil Plan A scheiterte. Nun wohnt er zusammen mit seiner Freundin in einer fremden Stadt und fühlt sich auch sich selbst gegenüber fremd. Ziellos lebt er vor sich hin, bis er einer jungen, verschleierten Frau in einer Unterführung zu Hilfe eilen will, die von Rechtsradikalen bedrängt wird. Doch sie befreit sich auch ohne seine Hilfe und prompt ist Jakob von ihr fasziniert. Zumindest von ihren Augen, denn die sind das Einzige, das er von ihr sehen kann. Er beginnt zu recherchieren und kann kurz darauf ihre Identität ausfindig machen. Ihr Name ist Samira und sie leitet die Frauenhotline in ihrer islamischen Gemeinde. Jakob weiß nicht genau warum, aber er kann nicht anders, als dorthin zu fahren und sie noch einmal zu sprechen. Jakob ahnt nicht, dass er damit den ersten Schritt für eine neue Zukunft und ein neues Leben geht…

»Der Wunsch nach einer freieren und friedlicheren Welt«

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Dein eines, wildes, kostbares Leben von Jessi Kirby [Rezension]

Doch manchmal bietet uns das Leben diese seltenen Momente, in denen wir das Schicksal wahrnehmen, während es uns widerfährt. In diesen Augenblicken haben wir die Wahl. Manchmal müssen wir ein Risiko eingehen und das ist beängstigend. Es macht uns verletzbar. Aber ich weiß jetzt, dass es das wert ist. – S. 284

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Parker Frost weiß, was sie will. Sie will in Stanford Medizin studieren. Die Zusage vom College hat sie bereits. Nun fehlt nur noch das Vollstipendium, für das sie nun in die engere Auswahl gekommen ist. Sie hat ihr ganzes Leben lang darauf hingearbeitet. Um Anerkennung von ihrer Mutter zu erfahren und ihre Ziele auszuleben. Doch dann entdeckt sie das Tagebuch einer ehemaligen Schülerin ihrer Highschool, die bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Nie hat sie etwas gewagt, immer alles richtig gemacht. Einmal muss sie etwas Verbotenes tun und so beginnt sie zu lesen. Und zu zweifeln, an ihren Plänen, an ihren Zielen und an der Nacht, die zwei Teenagern vor zehn Jahren das Leben nahm.

»Dein Leben leben«

‚Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden und kostbaren Leben?(S.43) zitiert der Englischlehrer Mr Kinney Mary Oliver jedes Jahr und gibt die Frage an seine Abschlussklasse weiter. es geht noch leselustig weiter…

Atemnot von Ilsa J. Bick [Rezension]

Und dann haben wir uns geküsst. Oder ich habe ihn geküsst. Oder er hat mich geküsst. Ich weiß es nicht. Aber ich hab ihn geküsst, und er hat mich geküsst, fest, sehr fest, so fest, als würde er mich aufsaugen, und dann war es, als wäre ein ins Wackeln geratener Damm endlich gebrochen, und wir konnten uns nicht nah genug sein. – S. 216

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Jenna weiß, was Schmerz bedeutet. Jenna weiß, dass es viele Arten von Schmerz gibt. Den Schmerz von physischen und von psychischen Verletzungen. Doch Jenna hat mit dem Schmerz aufgehört. Mit dem Ritzen, um zu spüren, dass sie noch lebt.

Obwohl sie davon nicht begeistert ist, hat ihr Vater sie nach ihrem Psychiatrieaufenthalt an einer neuen Schule angemeldet. An einer neuen Schule, an der ihr schnell klar wird, dass sie auch hier weiterhin Probleme haben wird, als ’normal‘ durchzugehen. So lebt sie immer an der Grenze zur Selbstverletzung und wird nur noch durch den Mailkontakt zu ihrem im Iran stationierten Bruder aufrechterhalten. Denn ihre Familie, die bricht schon seit Längerem auseinander.

Doch Jenna ist nicht alleine. Denn Mr Anderson kümmert sich um sie. Er will ihr helfen, sich richtig einzugliedern.

Aber warum eigentlich?

»Wenn dich die Atemnot packt!« Lies den Rest dieses Beitrags

Jeden Tag ein bisschen mehr von Louisa Reid [Rezension]

Ich hustete ein paar Brocken Wahrheit aus, glänzend und hart, wie Kieselsteine, und spuckte sie vor Leos Füße. All die Geheimnisse. Die Türen in meinem Geist knarzten und schwangen auf. Doch ich schlug jede einzelne von ihnen wieder zu. Dann ließ ich kurz den Kopf hängen, mir war schwindelig. Ich würde Leo niemals alles erzählen können, sonst würde er mich hassen. – S. 211

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Audrey ist krank. Sehr krank. Psychisch krank, wie ihre Mutter sagt, sich liebevoll um sie kümmert und alles tut, damit Audrey wieder gesund wird. Also wagen sie einen Neuanfang. Neue Stadt, neues Haus, neue Leute. Alles neu. Audrey soll schließlich wieder gesund werden. Doch im neuen Haus lauert wieder das Ding. Das Ding, dass Audrey wehtut und dafür sorgt, dass sie sich verletzt. Audrey weiß sich nicht zu helfen oder zu wehren. Da lernt sie Leo kennen. Leo, der hartnäckig daran interessiert zu sein scheint, sie kennenzulernen. Obwohl er merkt, dass sie krank ist und etwas mit ihr nicht stimmt. Jeder Tag in ihrem Leben ist ein Kampf und die Frage ist, wie lange wird sie ihn noch durchhalten?

»Dunkel und ungeheuerlich«

Jeden Tag ein bisschen mehr“ hat mich bewegt. Mit jeder Seite ein bisschen mehr. Ich bin der Protagonistin Audrey in einen sehr, sehr dunklen Sog gefolgt und konnte mich kaum noch retten. Hilflos habe ich die Worte in mich eingesaugt, die vielen Emotionen auf mich einprasseln lassen. Meinte manchmal zu ahnen, was in diesem Roman eigentlich abgeht und wollte und konnte es doch nicht so ganz fassen, weil es zu dunkel und zu ungeheuerlich schien. es geht noch leselustig weiter…

Selbst wenn du mich belügst von Jessica Alcott [Rezension]

Ich hatte schon vorher ab und an für jemanden geschwärmt, aber das hier stellte alles, was ich bislang empfunden hatte, in den Schatten. Es fing im Bauch an und war bald überall, breitete sich aus wie eine Infektion. Es raubte mir die Konzentration, überdeckte meine anderen Interessen, verschlang ganze Tage, die ich normalerweise mit Lesen verbracht hätte. Ich kam mir vor wie eine Stimmgabel, die ständig auf seiner Frequenz vibrierte. – S. 86.

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Charlotte, genannt Charlie fühlt sich unattraktiv. Bis auf Lila hat sie keine richtigen Freundinnen, was ihre Mutter sehr betrübt. Die immer wieder versucht, Charlie dazu zu überreden, etwas mehr aus sich zu machen. Aber Charlie will und kann nicht. Charlie liebt Bücher. Und als der neue Englischlehrer Mr Drummond an die Schule kommt, entfacht er eine nie gekannte Leidenschaft in Charlie. Nicht nur für die Literatur, sondern auch für seine Person. Doch er ist ihr Lehrer. Wie nett, sexy, charmant und witzig er ihr gegenüber auch sein mag. Für Charlie und Mr Drummond beginnt ein bewegender und gefährlicher Tanz aus Nähe und Distanz.

»Ekstatisches Fieber« es geht noch leselustig weiter…

5 Jahre Bloggen. Ein Leben zwischen den Seiten, Wörtern, Tasten und Bildschirmen. + Verlosung [Jubiläum]

bdHeute vor fünf Jahren erstellte ich einen Blog. Warum? Weil ich seit einer Weile Spaß daran gefunden hatte, kurze Rezensionen auf einem Leserportal einzustellen und weil ich auf LizzyNet.de einen Rezensionswettbewerb gewann und mir dachte: wenn ich mit einer Rezension einen Wettbewerb gewinnen kann, dann kann ich auch über meine Leidenschaft und das Lesen bloggen.

Von Anfang an hat es mir Spaß gemacht. Viel Spaß. Auch wenn ich mich in alles komplett neu einarbeiten musste. HTML, Widgets, Sidebar, Header. Heute benutze ich diese Begriffe, als hätte ich sie bereits im Kindergarten gelernt, aber vor fünf Jahren war das Neuland für mich.

Vor fünf Jahren stöberte ich auf anderen Blogs und fand sie allesamt unglaublich cool. Wie sie ihre Neuzugänge zeigten, wie sie tolle Aktionen mit Verlagen posteten, wie sie mit ihren Lesern – auch mit mir – im Austausch standen. Ich fand es so cool, dass ich dazugehören wollte.

Ich weiß noch, dass die Buchmesse kurz vor der Tür stand und ich den Blog noch unbedingt vorher erstellen wollte. Ich saß abends neben meiner Mutter auf der Couch, den Laptop auf dem Schoß und hatte mich durch mehrere Recherchen bereits für WordPress entschieden. es geht noch leselustig weiter…

Von wegen Liebe von Kody Keplinger [Rezension]

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Bianca wollte sich vom attraktiven und heiß begehrten Highschoolschwarm Weasley Rush eigentlich fern halten. Besonders seitdem er ihr eröffnet hat, sie sei die DUFF ihrer Freundinnen. Ein Designated Ugly Fat Friend.

Doch dann gibt sie ihm Nachhilfe in Chemie. Was dazu führt, dass sie sich immer häufiger zu ihm flüchtet, während ihr zu Hause zunehmend zerbricht.

Daraus entspinnt sich ein emotionaler Konflikt, bei dem es für Bianca heißt: Wagen und vielleicht alles verlieren oder kneifen und irgendwie durchkommen…

»Verschlungen«

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Blink of Time von Rainer Wekwerth [Rezension]

Und nun stand sie hier, an ihrem persönlichen Anfang, aber keine Sterne fielen vom Himmel. Stattdessen roch es nach Moder und Verfall. S. 93

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Als Sarah Layken den mysteriösen Josh Stiller kennenlernt, kann sie nicht so recht zuordnen, was an ihm anders ist. Doch zunächst ist das auch nicht so wichtig, denn sie mag ihn irgendwie. Als sie abends in einem Café ihrem Ex-Freund Patrick noch einmal erklärt, warum sie nicht mehr zusammen sind, vibriert um sie herum plötzlich alles. Sie kann dieses komische Gefühl nicht so recht einordnen. Ein Wasserglas fällt vom Café-Tisch und auf einmal sieht sie Josh Stiller. Wie aus einem Nebel heraus, rennt er auf sie zu und wird mit ihr zusammen verschlungen.

Als Sarah aufwacht, liegt sie alleine in ihrem Bett. Erschreckenderweise muss sie feststellen, dass dies nur scheinbar ihr zu Hause ist und sie sich inzwischen in einer anderen Realität befindet. In einer Realität, in der sie einen Amoklauf beging und unschuldige Kinder tötete. Sarah weiß nicht, wie sie dem entrinnen kann. Doch da ist Josh und er ist der Einzige, der ihr helfen kann.

»Eskalative Realitäten«

Rainer Wekwerths „Blink of Time“ beinhaltet eine fabulöse Idee. Eine Idee, die sich durchaus zu entdecken lohnt. Actionreich, sehr unerwartet und von vielen Emotionen geprägt, zieht sich der rote Faden durch die Handlung. es geht noch leselustig weiter…

#rausmitderdicken von Sophia Bennett [Rezension]

Sie hat gesagt, Rose wäre zu dick. Das war der Grund.“

Ich mustere ihre Gesichter, um zu sehen, ob sie auch so überrascht sind wie ich, aber das sind sie nicht. Sie sehen nicht im Entferntesten überrascht aus.

Wir dachten, das ist dir klar“, sagt Jodie und grinst mich schief an. „Ich meine, es war doch mehr als merkwürdig, dass Linus gesagt hat, Rose soll gehen, wo sie die beste Sängerin von uns ist. Findest du nicht?“

– S. 121

#rausmitderdicken»Inhalt«

Irgendwer hat ohne Sasha zu fragen von ihrem Handy ein privates Video bei einem Wettbewerb eingereicht. Sie und ihre Freundinnen sind geschockt, denn sie sind lächerlich verkleidet und albern herum, während sie einen selbst geschriebenen Song performen. Doch irgendwie scheinen den Leuten ihr Video zu gefallen, denn sie erhalten viele Klicks und Likes und plötzlich stehen sie im Rampenlicht und gehören zu denjenigen Bands, die vom Wettbewerbsveranstalter eingeladen werden, um sich im direkten Battle durchzusetzen. Was allerdings keine von ihnen ahnt: Plötzlich droht ihre Freundschaft zu zerreißen, denn das Geschäft ist hart, sie sind unerfahren und jung und so sind sie das perfekte Ziel für eine Katastrophe, die mit dem Hashtag #rausmitderdicken endet.   

»#rausmitderdicken stellt für mich eine totale Wucht dar!«

Ich habe mit einer von vielen Mobbing und „Das-Internet-ist-ja-so-böse“-Geschichte gerechnet. Erwartungen hatte ich keine hohen und dann hat Sophia Bennett mich von Anfang bis Ende in eine unsagbar spannende und wunderschön poetische Geschichte hineingezogen. es geht noch leselustig weiter…

Über uns das Meer von Sabine Giebken [Rezension]

Ozeanwasser tropfte aus seinen Haaren und perlte seine Wangen hinunter wie salzige Tränen. Er sah mich nur an und schüttelte ganz leicht den Kopf. Irgendwo hinter uns schlugen Wellen gegen die Plattform, aber ich hörte es kaum, alles verschwamm, alles, bis auf die Angst. – S. 458.

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Lou hat ihr Abi geschmissen und ist in das Haus ihrer Familie auf Elba geflüchtet. Sie will endlich ihr Leben leben, dass ihr keiner vorschreiben soll. Ohne wirklichen Plan, lebt sie nun auf der Insel vor sich hin, während ihre Familie nicht weiß, wo sie sich aufhält.

Lou schwimmt im Meer und lässt sich treiben. Doch kurz darauf begegnet sie Angel, einem Apnoetaucher, der sie schnell in die Welt unter dem Wasser hineinzieht. Der tiefer als alle anderen taucht, mehr Risiko als jeder andere eingeht und der dort unten für oder gegen – Lou weiß es nicht so genau – sein Leben schwimmt. Lou ist fasziniert und begibt sich mit Angel in die Welt unter der Meeresoberfläche, trainiert das Tauchen und stellt fest, dass sie in dieser Welt bleiben möchte. In der Welt, in der über ihnen das Meer liegt. Aber wie lange kann dieses Leben gut gehen?

»Ein Tanz auf Leben und Tod«

Über uns das Meer“ hat mich mit seinem Cover eingefangen. Bunt und wild und fröhlich und frei, das perfekte Buch zu meinem Blog LeseLust & LeseLiebe, dachte ich eigentlich. Äußerlich stimmt dies natürlich, doch inhaltlich nur bedingt. Inhaltlich stellt „Über uns das Meer“ einen Tanz auf Leben und Tod dar, der in der tiefen Dunkelheit der Meere ausgetragen wird – um es ganz grob herunterzubrechen. Dieser „Tanz auf Leben und Tod“ ist sehr vielfältig und facettenreich. Er behandelt spannende Themen wie die Identitätsfindung oder die Abnabelung von der Familie oder das Thema von Sehnsüchten im Allgemeinen. es geht noch leselustig weiter

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