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Buddha Boy von Jordan Sonnenblick [Rezension]

Schüchtern und doch mit einer gewissen Intelligenz vor mich hin pfeifend verließ ich das Gebäude. Meine Zehen hatten ein Date mit grauem Matsch. S. 27, „Buddha Boy“ – Jordan Sonnenblick © Carlsen

Buddha BoyDer Inhalt:

San Lee ist mal wieder umgezogen und schon wieder der Neue. Er hat schon alles ausprobiert: Nerd, Skater, Intellektueller oder Sportskanone. Bisher waren alle Typen, die er vorgegeben hat zu sein, nie der durchschlagende Erfolg. Doch an seinem ersten Tag fehlen ihm die Ideen für eine neue Identität. Und zu versuchen er selbst zu sein?

Das geht gar nicht. Denn er, San Lee, ist nur ein 17-jähriger mit durchlaufenen Sandalen im Winter, einer wenig warmen Jacke und langweiligem Image. Als er im Unterricht, passend zum Thema, einige buddhistische Weisheiten nennt, merkt er, dass alle fasziniert von ihm sind und tatsächlich annehmen, er sei ein echter Buddhist. Schließlich ist er chinesischer Herkunft und dort entstand der Buddhismus schließlich doch, oder? – Dann kann er gleich so tun als ob und damit nebenbei das Herz seines Schwarms Woody erobern!

Interessante Fragen, die sich mit der eigenen Identität und dem Erwachsenwerden auseinandersetzen

Buddha Boy“ ist eine kurzweilige, dafür sehr interessante und facettenreiche Geschichte.

Jordan Sonnenblicks Roman beschäftigt sich mit den einhergehenden Schwierigkeiten des Erwachsenswerdens, die im Fall des Protagonisten San Lee mit extra Komplikationen verbunden sind:

Wer bin ich? Wo stehe ich? Wie muss ich sein, damit die anderen mich akzeptieren? Was hält das Leben für mich bereit?

Buddha Boy“ gibt keine einschlägigen Antworten, dafür demonstriert es anhand eines Einzelschicksals, wie so etwas aussehen,, welche Fragen und Konflikte auf einen zukommen könnten und dass nicht immer alles so schrecklich sein muss, wie es zunächst scheint. Hierfür verwendet der Autor den Buddhismus als Ausgangslage der Geschichte. San Lees Verbindung zum Buddhismus hat sich per Zufall entwickelt, bewirkt aber letztlich einen Großteil des Charmes und des Witzes.

Witz und Humor in Maßen oder doch zu viel?

Denn Witz und Humor lassen sich in „Buddha Boy“ auf beinahe jeder Seite finden. Vieles fand ich wirklich witzig, einiges hat mich die Augen verdrehen lassen. So wirkt San Lee vor allen Dingen durch seine ständige Ernstlosigkeit ziemlich oberflächlich. Selbst in seinen Gedankengängen zu extrem wichtigen Themen, tut er alles mit Sprüchen und Albernheiten ab. Im Laufe der Handlung werden jedoch einige Hintergründe zu seiner Person enthüllt, die sein Verhalten erklären und ebenfalls zeigen, dass er ein liebenswerter Charakter mit Ecken und Kanten ist. Doch die durchgängige Komik, muss man mögen. Wer sich damit nicht anfreunden kann, wird keinen Spaß an „Buddha Boy“ haben. Wer eher rätselhafte und vom ersten Moment an tiefsinnige Storys sucht, wird das in „Buddha Boy“ nicht finden.

Generell ist „Buddha Boy“ ein Roman, der anfangs ziemlich tief stapelt, dafür aber auf einem höheren Niveau endet. Man sollte niemals vorschnell urteilen, auch dieses unterstreicht Jordan Sonnenblick mit dem Aufbau seines Romans.

Zu wenig Figurenauswahl

Weitere Figuren in dieser Geschichte werden nicht viel näher beleuchtet, da San Lee ein recht raumeinnehmender Charakter ist. Sie werden zwar durch die subjektive Sichtweise dieses Teenagers charakterisiert, doch viel Abwechslung gibt es in dieser Hinsicht nicht. Dafür glorifiziert San Lee seine große Liebe, Woody. So steht sie zwar im Fokus und San Lees Begeisterung und Faszination von ihr sind durchaus verständlich und nachvollziehbar, doch ist die Geschichte insgesamt einfach zu kurz, um Woody vollständig beurteilen zu können.

Mit einigen Aspekten von „Buddha Boy“ kann man sich durchaus intensiver auseinandersetzen. Das sind primär die buddhistischen Seiten, die einem zwar als Denkanstoß angeboten, aber niemals aufgezwungen werden.

Mein endgültiges Urteil:

Buddha Boy“ ist ein unterhaltsames, witziges, aber auch tiefschürfenderes Buch, mit einer exzentrischen Hauptfigur, das ich empfehlen kann. Älteren und jüngeren Leserinnen lege ich es nur nah, nur wenn man auf Highschool Geschichten steht, sich mit dem Thematiken rund ums Erwachsenwerdens auseinandersetzen möchte oder Interesse daran hat, einen Blick in den Buddhismus zu riskieren.

Bewertung

Bewertung

Thematik:

Erwachsenwerden

Buddhismus

Identität

Identitätsprobleme

Identitätsfindung

Religion

Erste Liebe

Schwere Familiensituation

Allgemeine Buchinformationen:
Übersetzerin Gerda Bean
Jordan Sonnenblick
Einband
Softcover, Klappenbroschur
Größe 14,60 x 21,50 cm
Seiten 208
Alter ab 12 Jahren
ISBN 978-3-551-58251-5
12 €
Zu „Buddha Boy“ bei CARLSEN

Die Rose von Arabien von Christine Lehmann [Rezension]

Eine Welt zwischen Sand und Träumen

Rose_Arabien_Coverumschlag

Du bist die Kerze, Finja, und ich dein Nachtfalter“, S. 447

 Der Inhalt:

Rose_Arabien_CoverDie 16-jährige Finja lernt den 24-jährigen Chalil auf dem Weihnachtsmarkt kennen. Er ist der Auslandsstudent ihres Vaters und der Erstgeborene Sohn eines Scheichs aus Dubai. Ihre Kulturen könnten nicht unterschiedlicher sein und doch hat es zwischen ihnen gefunkt. Als Finja dann wenig später wie geplant ihren Vater rund um die Weihnachtszeit in Dubai besuchen fährt, trifft sie Chalil wieder und lernt seine ganze Familie kennen. Finjas Gefühle wachsen mit jedem Blick, jeder Berührung und jeder Begegnung. Doch fühlt Chalil überhaupt dasselbe? Chalil, der Unnahbare, dem die Frauen, genauso wie allen anderen Männern in Dubai, nie widersprechen. In Arabien prallen zwei Welten aufeinander, wie Finja zunehmend begreifen muss. Sie hat Schwierigkeiten sich den Gepflogenheiten unterzuordnen. Dennoch ist da dieses Band, das sie zu zerreißen droht, wenn sie ihm nicht nachgibt. Wird es eine Zukunft für Finja und Chalil geben?

Eine liebreizende, wie gefährliche Geschichte im fernen Orient

Christine Lehmanns Jugendroman handelt von der magischen Zeit der ersten Liebe, die gezwungen durch eine fremde Kultur und ein ganz anderes Verständnis des Zusammenlebens und der Familienbande, ihren Weg scheinbar nicht finden kann.

In “Die Rose von Arabien” liegt eine ganze Welt, die einen mitnimmt auf eine malerische, bunte, liebreizende und gleichzeitig gefährliche, bedrängende, und einfach nur unglaublich fantastische Reise. Wie ein Märchenbuch aus „Eintausendundeine Nacht“ vermengt Christine Lehmann die Rahmenhandlung mit weiteren Kurzgeschichten, die eine unerträgliche Süße und Vielfalt schaffen.

Ich habe selten ein wirkungsvolleres und fesselnderes Buch gelesen, das ohne Fantasy und mit scheinbar ganz wenig Zutaten solch eine große Wirkung ausübt.

Unvereinbare kulturelle Unterschiede verflochten mit einer packenden Liebesgeschichte

Ein Hauptaspekt sind die kulturellen Unterschiede der westlichen und der arabischen Welt. Spannend und wie selbstverständlich hat die Autorin unzählige Sachinformationen über die muslimische Religion, ihre Traditionen und Kultur eingestreut, dies aber so, dass diese Informationen stets mit einer bewundernswerten Leichtigkeit in der Handlung integriert waren. Ein ums andere Mal bekam ich große Angst aufgrund der Regeln dieses so fernen und schwer zu verstehenden Landes Arabien. Doch nicht alles, was einem dort fremd erscheint, ist zwingend schlecht. So hat Christine Lehmann nebenbei mit einigen

Innengestaltung

Innengestaltung

Vorurteilen aufgeräumt.

Ich würde mir nach dieser Lektüre niemals anmaßen zu behaupten, ich hätte diese Kultur verstanden oder könnte beispielsweise nachvollziehen, weshalb es den Männern erlaubt ist, 3 Ehefrauen gleichzeitig zu haben. Jedoch hat „Die Rose von Arabien“ mein Bewusstsein erweitert und mich gelehrt, dass man offen bleiben sollte. Denn in der morgenländischen Kultur steckt man nicht drin, solange man sich dort nicht länger aufhielt oder sogar mit ihr aufwuchs.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, was Christine Lehmann da alles recherchiert oder anderweitig getan haben muss, um so eindringlich, intensiv und sensationell die Liebesgeschichte zweier Individuen aufzugreifen, die aus unterschiedlichen Kulturen kommen und aus diesem Grund einander so fern bleiben müssen wie Tag und Nacht.

Ein authentisches Portrait zweier Charaktere, die sich selbst finden müssen

Christine Lehmann hat mit bösen Vorahnungen gespielt, indem die Protagonistin Andeutungen aus der Zukunft heraus abgab und so quasi eine Rückblende entstand. Manchmal erschien mir die Ausgangslage der Handlung ziemlich unrealistisch: Ein 16-jähriges Mädchen, dass schon nach weniger als 7 Tagen davon überzeugt ist, ihren Traummann gefunden zu haben und ihn heiraten zu müssen. Bar jeder Komplikationen, die da durch die arabische Kultur noch auf sie zukommen könnten und um die sie in vielen Aspekten schon weiß. Andererseits ist genau das wieder realistisch: Wenn nicht mit 16, wann glaubt man dann an eine so aussichtslos erscheinende Liebe für die man bereit ist, alles über Bord zu werfen?

Obwohl die Autorin in ihren Werken „Der Ruf des Kolibris“, „Eukalyptusmond“ und „Die Rose von Arabien“ immer dasselbe Schema zugrunde legt, gibt es dennoch nicht eine Wiederholung. Die Hauptfiguren sind jedes Mal verblüffend tiefgründig und authentisch ausgearbeitet, weisen aber nicht eine Parallele zu anderen Figuren ihrer Werke auf. Sich in seinen Geschichten jedes Mal aufs Neue so bravourös neu zu erfinden, ist eine Glanzleistung.

Mein endgültiges Urteil:

Die Rose von Arabien“ ist ein kaum zu toppender Pageturner, der trotz seines Umfangs schnell verschlungen ist. Die Geschichte ist unerträglich süß, schmerzhaft, abwechslungsreich und so hochbrisant wie aufregend. Für mich stellt dieses Werk den hellen Wahnsinn dar und ich bin überzeugt, dass man sie lesen muss. Sei es, weil man gute Lektüren schätzt, seinen Blick erweitern möchte oder sich gerne von Liebesgeschichten mitreißen lässt.

Bewertung

Bewertung

Wir Europäer haben die Uhren und die Araber haben Zeit,

S. 459

 

Leseprobe!

Alle Werke auf einen Blick:

  • Der Ruf des Kolibris”
  • Die Rose von Arabien”

Thematik:

Abendland

Morgenland

Kulturen

(Erste) Liebe

Wüstengefahren

Scheich

Religion

Tradition

Erwachsenwerden

Selbstbestimmung

Emanzipation

Allgemeine Buchinformationen:

Gebunden mit Schutzumschlag, mit Lesebändchen und UV-Spotlackierung
576 Seiten
Ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-522-50217-7
Preis: 19,90 €
Österreich: 20,50 €, Schweiz: 28,90 sFr
Erscheinungstermin: 20.10.2010
Zu „Die Rose von Arabien“ bei Planet-Girl

„Dreams ’n‘ Whispers – Lebe lieber übersinnlich“ von Kiersten White [Gastrezension]

~———Gastrezension von Jenny von Leseeinblicke:———~

White

Autorin: Kiersten White
Titel: Dreams ’n‘ Whispers – Lebe lieber übersinnlich (Band 2)
Jahr: 2012
Verlag: Loewe
Seiten: 383
Preis: 17,95 €uro
ISBN: 978-3785572399
Hardcover mit Schutzumschlag
Zu „Dreams ’n‘ Whispers“ bei Loewe!

 

Inhalt

Evie kann endlich ein normales Leben führen, doch es ist nicht so, wie in ihrer Lieblingssoap. Sie muss feststellen, dass sie in der Schule nichts als Durchschnitt ist, kaum Anschluss findet, die Sportlehrerin sie hasst und die Arbeit im Dinner alles anderes als „cool“ ist. Lend verbringt die meiste Zeit am College und hat nur am Wochenende für sie Zeit. Als Raquel von der Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler auftaucht und sie um Hilfe bittet, kann sie nicht widerstehen. Evie kann wieder jagt auf Vampire, Poltergeister und Trolle machen. Doch etwas stimmt nicht. Sie wird angegriffen, überall tauchen Elfen auf, selbst Reth ist hier weiter auf den Versen. Aber warum?

Bewertung

Umgebung

Evie lebt in den USA, die Menschheit weiß nichts von den Paranormalen und in den Augen der IBKP soll das auch so bleiben. Durch eine Ich-Erzählerin und einer sehr jugendlichen Schreibweise gelingt es der Autorin dem Leser Evie näher zu bringen. Die Sätze sind oft kurz und flippig.

Personen

Evie wird bald siebzehn und träumt von der Liebe. Ein Leben ohne Lend kann es für sie einfach nicht geben. Gleichzeitig hat sie das Gefühl, dass sie niemand verstehen kann, da sie selbst unter den Paranormalen einzigartig ist. Evie zeichnet sich aus durch eine Mischung von Naivität, Mut, Selbstzweifel, Herkunftsängste und der Suche nach einer Familie.

Jack scheint zu sein wie Evie. Heimatlos und Suchend. Seine etwas verrückte und abgedrehte Art geht allerdings nicht nur Lend und Evie auf den Keks. So ganz zuverlässig scheint er auch nicht zu sein.

Cover

Der zweite Band greift das Layout vom ersten wieder auf. Was an sich schon super ist. Auch ist es wieder herrlich Pink und auch hier ist das Bild nicht direkt auf dem ersten Blick zu erkennen.

Meine Meinung

Im zweiten Band geht es weniger piepig und pink zu als im Ersten. Da mich die vielen „pieps“ und das ganze Pink im ersten Band nicht gestört haben, sehe ich das nun nicht als Verbesserung oder -schlechterung an. Ganz anders der Anfang von dem Buch, ich bin über viele Seiten nicht hinein gekommen in die Geschichte, da es wenige Rückblicke auf den ersten Band gab. Den habe ich aber vor über einem Jahr gelesen und habe nicht mehr alles präsent und so quälte ich mich durch die ersten Seiten und dachte immer „was war noch passiert“. Mit der Zeit wurde es dann aber besser. Doch dann störte mich Evie ein wenig, so naiv, wie sie teilweise war, kann doch nicht normal sein. In viele Schlamassel hat sie sich selber geführt, weil sie mit niemanden redet und meint sie weiß alles am Besten.

Es gab im Buch viele kleine spannende und auch lustige Szenen, doch habe ich mich immer wieder gefragt, wohin führt die Geschichte. Für mich war kein roter Faden erkennbar. Erst am Ende des Buches kann ich rückblickend den roten Faden erkennen. Doch insgesamt wirkte das Buch für mich als Überleitung zum letzten Band, auch wenn es am Ende noch eine große Enthüllung gab. Dennoch entwickelte sich kein Spannungsbogen, dass soll nun nicht falsch verstanden werden. Es war die meiste Zeit spannend, auch auf einer hohen Ebene, doch gab es für mich keine Highlights, die diese geraden Linien haben nach oben ausschlagen lassen.

Fazit

Der zweite Band ist wesentlich schwächer als der Erste. Auch kann ich für mich selber noch nicht sagen, ob ich den dritten Band lesen muss. Über Evie erfährt der Leser ein wenig mehr, doch sonst gibt es wenig neue Entwicklungen in dem Buch. Es ist mehr eine Hinleitung zum letzten Band.

Sterne

Bei der lieben Charlouise bedanke ich mich ganz ganz doll, dass sie mir das Buch zur Gastrezension gegeben hat.

 

–> Hier findet ihr meine Rezension zum 1. Band:  „Lebe lieber übersinnlich – Flames ’n‘ Roses

Linna singt von Bettina Belitz [Rezension]

Fünf Jahre.

Fünf Freunde.

Kein Wort.

Der Augenblick ihres Todes ist genauso perfekt wie dieser hier, den ich gerade erlebe. […] Ich muss nicht abdrücken, ich brauche keine Waffe, ich muss nur meine Arme ausbreiten wie ein Engel und warten, bis der Schnee über mir zusammenschlägt und es dunkel wird, dunkel und weich und geborgen. S. 174

Der Inhalt:

0144_s5_dc.inddDie anderen wissen nicht, weshalb Linna vor fünf Jahren die Band „Linna singt“ auf dem Höhepunkt ihrer Karriere verlassen hat. Nach fünf Jahren trommelt Maggie sie wieder zusammen, um für einen Gig zu proben. Dafür müssen sie einige Tage in eine einsame Hütte in den Bergen fahren. Es ist ein Versuch des Neueinstiegs und der Vergangenheitsbewältigung. Was niemand ahnt ist, dass sie sich vollkommen entfremdet haben. Dennoch sind die alten Sehnsüchte, unerfüllten Begierden und festgewachsenen Gedanken über die anderen noch vorhanden und so wird Linna plötzlich zum Opfer der anderen. Schließlich hat sie die Band aufgelöst und immerhin gibt es über sie schon immer die fiesesten Gerüchte und schließlich ist sie undurchschaubar und unantastbar. Aus harmlosen Spielen und Stänkereien wird bitterer Ernst; als niemand mehr niemandem trauen kann und der Tod plötzlich zwischen ihnen steht…

Stetig neue Höhepunkte

Linna singt“ von Bettina Belitz ist das wohl ergreifendste Werk, das ich mir vorstellen kann. Neben den Elementen, die mir direkt ins Herz gingen, verstand sich Bettina Belitz darauf eine immerzu spannende Atmosphäre zu kreieren. Durch das Wechselbad der Gefühle der Protagonistin, allgemeinem Misstrauen, Vertrauen und regelmäßigen Tabubrüchen generieren sich stetig neue Höhepunkte, die zu einem unvergesslichen Roman verschmelzen.

Linna singt“ ist ein Werk, das ständig zwischen beinahe unerträglicher Schönheit – in Form von Poesie, Wahrheiten und Lebenserfahrung – und bodenloser Traurigkeit – in Form von leider zu wahren Tatsachen und Begebenheiten – schwankt. Beides ist umhüllt von einer ganz besonderen Intensität, welche Bettina Belitz alleine mit dem Werkzeug der Worte erschafft.

Selten habe ich solch ein eindringliches und mitreißendes Buch gelesen, indem jeder Satz entweder ins Herz schneidet, die Tränendrüsen anzapft oder ein Fass der Freude öffnet. Schreiben können viele Menschen, doch daraus ein so komplexes und lebendig erscheinendes Inhaltskonstrukt zu bilden, gelingt den wenigsten.

Vielschichtigkeit und emotionale Abgründe

Inhaltlich hat Bettina Belitz aus einer zunächst unspektakulären Begebenheit eine unaushaltbare Wendung geformt, deren Hintergründe, Einzelheiten und Zusammenhänge es um jeden Preis zu erforschen galt. „Linna singt“ nahm mich mit auf eine Achterbahnfahrt der höchsten Gefühle, emotionaler Abgründe, todesssehnsüchtigen Gedanken und moralfreien Räume. Die Vielschichtigkeit entsteht dabei durch den Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart. Als Leserin wurde ich unwissend in eine Geschichte geworfen, die im Prinzip schon vorher stattgefunden haben könnte, sich in „Linna singt“ aber durch Rückblicke der Protagonistin oder zurückliegende Erzählungen erklärt. Man erforscht also gemeinsam mit den Figuren eine Vergangenheit, die sie (die Figuren) selbst noch nicht verstehen.

Musik und Kopfkino vom Feinsten

LS

„Linna singt“ ohne Schutzumschlag!

Verschiedene Songs spielen in diesem Roman eine große Rolle und verlieren nie den Bezug zum Oberthema. Vielmehr scheinen sie die einzelnen Elemente noch näher aneinander zu schmieden. Die Musik ist eine Brücke zwischen den einzelnen Personen, schafft gleichzeitig ebenfalls Nähe zwischen den LeserInnen und dem geschriebenen Wort und vervollständigt das melancholisch Schöne, das Bettina Belitz in diesem Werk auferstehen lässt.

Bettina Belitz sieht von Klischees und Typisierungen ab, konkretisiert Tabus und beschreibt tiefgründig den Kampf mehrerer Individuuen, die gefangen zwischen ihren Sehnsüchten und dem, was sie glauben, dass die Gesellschaft es will, schwanken.

Mein endgültiges Urteil:

Linna singt“ erzählt von der Zerbrechlichkeit der Menschen, von den Problemen, die ein jeder mit sich herumträgt und von den Abgründen, zu denen es manche treibt. Bettina Belitz‘ Werk ist eine brillante Geschichte über Freundschaft, in deren Zentrum die Protagonistin Linna steht und singt, die verwoben mit der Musik, mehr als nur sich selbst überwinden muss, um zu einer wichtigen Erkenntnis zu gelangen. Spannend, düster, unvorhergesehen und weltklasse hat sich Bettina Belitz einmal mehr in mein Herz geschrieben!

Deswegen ist dies mehr als eine Weiterempfehlung. „Linna singt“ ist ein absolutes Muss und eine Lektüre, die so weh, wie gut getan hat und unaufhörlich mit hin- und hergerissenen Gefühlen spielt.

Manchmal ist die Schreckensherrschaft aus der Ferne erbarmungsloser als die in nächster Nähe. Denn sie lässt so unendlich viel Raum für Unausgesprochenes, ein unsichtbares Gespinst aus Vorwürfen und Schuldzuweisungen. […] Es hört nie auf. S. 280

Bewertung

Bewertung

Trailer:

Thematik:

Musik

Band

Leben

Liebe

Tabubruch

Moral

Entfremdung

Mutter-Tochter-Konflikt

Allgemeine Buchinformationen:

Bettina Belitz
» Linna singt «
1. Auflage 2012
512 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-8390-0139-4
Hardcover
18,95 € (D)
19,50 € (A)
Zu „Linna singt“ bei Script5 

Vielen Dank an den Script5-Verlag, Lovelybooks und die Autorin Bettina Belitz für diese wundervolle Leserunde!

Meine wahre erfundene Welt von Kaat Vrancken [Rezension]

Ich mach das alles nur, weil Sarah eine Fehlgeburt hatte. Das ist der einzige Grund. Eigentlich ist es wirklich dumm, dass ich mir so etwas habe aufschwatzen lassen! Ich muss jeden Tag tausend Wörter schreiben – und das einunddreißig Tage lang.

S. 9

U1_978-3-8415-0163-9.inddDer Inhalt:

Charlie Jansen ist 16 und steckt in einer Krise. Sie kann nicht schreiben und ist für 31 Tage dennoch verpflichtet, jeden Tag 1000 Wörter zu schreiben. Ihre Lehrerin sagt ihr, dass es egal sei, was sie schriebe, sie müsse nur in den Schreibfluss kommen und ihr Bestes geben. Also schreibt Charlie über das, was ihr jeden Tag passiert. Ob das ihr Bestes ist, kann sie nicht beurteilen, doch dass sie auf ihre depressiv gewordene Mutter ein Auge haben muss und ihr Freund Orhan sich langsam aber stetig verändert, hätte sie auch ohne das Schreiben bemerkt. Doch jetzt, so sagt sie, erlebt sie es durch das Schreiben gleich doppelt!

Ein jugendlicher Schreibstil für das richtige Maß an Authentizität

„Meine wahre erfundene Welt“ ist ein lieblicher Roman, der tiefer gehende Themen streift und seine Lesezeit wert ist. Im Tagebuchstil versucht die Protagonistin Charlie innerhalb eines Schreibmonats jeden Tag 1000 Wörter zu schreiben. Im Gegensatz zu ihrer Freundin hat sie keine Phantasie, weswegen sie über ihr wirkliches Leben schreibt, das in diesem Monat sehr turbulent verläuft. Beispielsweise ist ihre Mutter depressiv, ihr Freund Orhan wird immer eifersüchtiger und, und und…

Der Schreibstil der Autorin Kaat Vrancken ist sehr jugendlich und häufig mit Ausdrücken wie „so what“ versehen, die dieser Tagebuchform ein großes Maß an Authentizität verleihen. Manche dürften das beim Lesen als künstlich empfinden, mir hat es gefallen, denn zusätzlich hat es dieses Werk aufgepeppt. Beinahe bin ich geneigt anzunehmen, dieses Werk sei komplett autobiografisch und nicht nur erfunden, was für die glaubwürdige Qualität des Buches spricht.

Trotz seiner Kürze erfüllt „Meine wahre erfundene Welt“ alle für mich wichtigen Kriterien, die einen guten Roman ausmachen. Diese Kriterien beziehen sich auf glaubwürdige Charaktere, eine spannende Handlung und einen flüssig zu lesenden Schreibstil. Gegliedert ist Kaat Vranckens Werk in Tage, die je ein Kapitel darstellen und immer mit einem Schreibtipp von Charlies Lehrerin beginnen. Da Charlie sich selbst innerhalb dieses Schreibmarathons ausprobiert, wandeln sich die Stilformen gelegentlich und sowohl Charlie als auch die Autorin toben sich kreativ aus in ihrem sozusagen „Buch im Buch“.

Kein „Thrill“, dafür aber eine einprägsame und auf den Punkt gebrachte Geschichte

„Meine wahre erfundene Welt“ glänzt nicht vor hoher Kunstfertigkeit, atemberaubender Handlungsentwicklungen oder einem noch nie da gewesenen Plot. Es ist schlicht, auf den Punkt gebracht und somit in der Konsequenz einprägsam. Dennoch habe ich keine rege Intensität verspürt, wie es bei herausragenden und achterbahnfahrenden Handlungen manchmal der Fall ist, weswegen ich an dieser Stelle leichte Kritik üben muss. Die Gestaltung des Romans passt sich in gedeckten Tönen und einer schlichten Illustration dem Inhalt an und hat mir vor dem Lesen das Gefühl vermittelt, in ein großartiges Buch einzutauchen, was sich letztlich bewahrheitet hat.

Zum Abschluss bin ich der festen Überzeugung, dass dieses Buch so manche/n Leser/in zum Schreiben anregen wird. Neben den kleinen Schreibtipps erfahren die LeserInnen am eigenen Leib, mit welchen Schreibproblemen- und Blockaden man unter Umständen konfrontiert wird, wie man diese aber auch wieder lösen könnte. Unter diesem Aspekt bietet das Buch ganz am Ende zwei freie Seiten, die mit eigenen Gedanken gefüllt werden können; und wer weiß!- Vielleicht beginnt alles mit einer harmlosen Rezension?

Mein endgültiges Urteil:

„Meine wahre erfundene Geschichte“ überzeugt durch die glaubwürdige Stimme der 16-jährigen Protagonistin, die von ihrem alltäglichen Leben berichtet. Dieses normale Leben wird von dermaßen normalen, manchmal schon banalen, dann wiederum (selten) spektakulären Situationen beeinflusst, dass man glauben könnte, es sei dem Freund eines Freundes, einer Nachbarin, möglicherweise sogar in der eigenen Familie passiert. Ein Argument, das für den Charme dieses Werks spricht, und das durch seine würzige Kürze sicherlich keinen Staubfänger in den Buchläden darstellen wird.

Bewertung

Bewertung

Thematik:

Erwachsenwerden

Pubertät

Familie

Depressionen

Erste Liebe

Tagebuch

Schreibmarathon

Allgemeine Buchinformationen:

Kaat Vrancken
Oetinger Taschenbuch
Deutsche Erstausgabe
160 Seiten
Ab 12
ISBN 978-3-8415-0163-9
1. Auflage, Dezember 2012
Zu „Meine wahre erfundene Welt“ bei Oetinger Taschenbuch

Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern von Natalie Standiford [Rezension]

Kleine Sünden

Liebe Almighty,

ich bekenne mich schuldig.

Du weißt, was ich getan habe, und du weißt, warum – ich habe es aus wahrer Liebe getan. Warst du je verliebt, Almighty? Du warst fünfmal verheiratet – aber warst du je verliebt? Man kann nichts dagegen tun. Die Liebe ist stärker als man selbst.

Sie macht einen hilflos.

S. 17

Der Inhalt:

Die Familie Sullivan ist entsetzt, als sie sich bei ihrer stinkreichen Großmutter Lou Almighty einfinden müssen und diese verkündet, dass sie die ganze Familie enterbt hat. Sie stellt eine Bedingung, unter der sie sich überlegen könnte, das Testament wieder rückgängig zu machen. Sie fühlt sich von einem Familienmitglied betrogen, weil es sie schmerzlichst verletzt hätte und wünscht nun umfassende Bekenntnisse dieser Person. Dass dafür nur eine der drei Sullivan-Schwestern verantwortlich sein kann, darüber sind die Sullivans sich einig. Also beginnen Norrie, Jane und Sassy zu schreiben und erzählen jede ihre Geschichte…

Drei Bekenntnisse, die feschen Lesespaß mit Witz und Charme garantieren

„Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern“ ist ein frisches, fesches Buch, versehen mit allerlei Witz und Charme. Ich habe mich herrlich unterhalten gefühlt, jedoch auf einer niveauvollen Ebene, denn Natalie Standiford wirkt mit ihrer Geschichte unterschwellig auf ebenjenem höheren Niveau.
Der Aufbau dieses Romans ist etappenweise und ziemlich spannend angelegt. Eine alte und zugeknöpft scheinende Großmutter namens Lou Almighty (!) verlangt die Sünden-Bekenntnisse ihrer Enkelinnen, denn eine von ihnen soll etwas dermaßen Unerhörtes getan haben, dass Almighty die ganze Familie kurzerhand enterbt hat.
Folglich ist „Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern“ in drei Abschnitte oder auch Bekenntnisse eingeteilt, in der je eines der Mädchen zu Wort kommt. Dieser Aufbau ist ziemlich genial, denn sobald ich die eine Protagonistin lieb gewonnen hatte, „musste“ ich mich schon mit der nächsten anfreunden. Was sehr gut funktionierte, da ich besagte nachfolgende Protagonistinnen bereits im ersten Bekenntnis am Rande kennengelernt habe. Es war nämlich auch ziemlich interessant, von der Außeneinsicht der Schwestern in die Inneneinsicht zu wechseln und zuvor merkwürdig scheinende Verhaltensweisen auf diese Art und Weise nachvollziehbar erklärt zu bekommen.
Die Geschichte wird von den drei Schwestern aus der Ich-Perspektive erzählt und richtet sich dabei an ein „Du“, die Großmutter, wodurch ich mich dennoch direkter angesprochen fühlte.

Liebe, Philosophie, Traditionen, Religion und ein banales sowie geniales Ende

Inhaltlich sind die einzelnen Bekenntnisse nachvollziehbar, zumindest wenn man sich in die konservativen und verschrobenen Wert- und Traditionsvorstellungen einer älteren Dame hineinversetzt. Dass die Familie Sullivan katholisch orientiert ist, verbessert die Aussichten der Mädchen nicht gerade. Von Bekenntnis zu Bekenntnis ist eine atmosphärische Spannungssteigerung deutlich spürbar, die sich entweder darin äußert, dass die Protagonistin selbst ihre „Vergehen“ als unheimlich schlimm empfindet oder weiß, dass Almighty sie als solche definiert. So war ich während des Lesens komplett gefesselt und wollte ununterbrochen mehr von diesen Worten in mich aufsaugen.

Im Mittelpunkt stehen neben den Bekenntnissen die Sichtweisen der drei Mädchen auf die Welt und ihre eigenen Probleme mit dem Erwachsenwerden. Es fällt einem leicht, sich mit mindestens einer Figur zu identifizieren, denn Natalie Standiford kreiert durch ihre drei Charaktere einen ziemlich umfassenden Rundumblick. Dieser Rundumblick besticht durch ehrliche Gefühle, philosophische Gedankengänge und der Suche nach einem Sinn und selbstverständlich auch der ganz großen Liebe, die sich über alle Grenzen hinweg setzen muss.
Den Vogel schießt schließlich das Ende ab, von dem ich immerzu ahnte, dass es in seiner Banalität womöglich nicht zu übertreffen sei und genau so, aber dann doch ganz anders, kam es dann!

Mein endgültiges Urteil:

Es wird heiß hergehen in „Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern“. Ich möchte nichts verraten, außer, dass sogar Mord im Spiel sein wird. Das Cover ist ansprechend und der Geschichte angemessen gestaltet und lud mich unversehens zum Lesen ein! Diese quirlige Familiengeschichte kann ich uneingeschränkt empfehlen, denn sie birgt gute Laune, vielversprechende Ansätze zum Nachdenken und hat das gewisse Etwas, das diesen unbezahlbaren Unterhaltungswert ausmacht!

Bewertung

Thematik:
Testament

Erbe

Familienzusammenhalt

Religion

Glaube

Geld

Sünden(-Bekenntnisse)

Liebe

Erwachsenwerden

Freundschaft

Allgemeine Buchinformationen:
D: 16,90 €
A: 17,40 €
CH: 24,50 sFr
Gebunden mit Schutzumschlag
Größe 15,00 x 22,00 cm
Seiten 368
Alter ab 14 Jahren
ISBN 978-3-551-58274-4
Zu „Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern“ bei CARLSEN

Ein Lied aus der Vergangenheit von Aminatta Forna [Rezension]

Der Inhalt:

Sierra Leone,

Adrian Lockheart lässt ein komfortables Leben und eine Familie in England zurück, als er für eine zeitlich begrenzte Periode nach Afrika reist, um dort seiner Arbeit als Psychiater nachzugehen.
Sein Ziel ist es, den Menschen zu helfen und eine bessere Welt zu kreieren. Doch in Afrika prallen verschiedene Kulturen aufeinander und Adrian spürt, dass dieses Volk viele Schrecken hinter sich gelassen hat und noch immer in einem tiefen Sumpf lebt, den ein einzelner Mann nicht überbrücken kann.

Während er sich mit dem jungen afrikanischen Kai anfreundet, der bis an sein Limit kranke Menschen operiert, erzählt Elias Cole, ein im Sterben liegender Mann, Adrian seine Geschichte und es entsteht eine Verbindung zwischen den dreien, derer sie sich vielleicht zu spät bewusst werden…

Der Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Ein Lied aus der Vergangenheit“ ist ein Roman, der tief unter die Haut geht und sowohl durch poetische Beschreibungen eines Landes zu überzeugen weiß, als auch durch realistische und dunkle Betrachtungen desselben.

Sicherlich erwartete ich keinen rosaroten Unterhaltungsroman, doch der Inhalt war ein härterer Tobak als ich es mir je vorstellte.

So behandelt dieser Roman zwei gegensätzliche Seiten eines Landes und stellt verschiedene Positionen anhand unterschiedlicher Figuren gegenüber. Hässliches und Schönes beschreibt die afrikanische Autorin Aminatta Forna in ihrem Roman und nimmt ihre LeserInnen mit in eine Geschichte, auf der man die schwüle, dörrende Hitze Afrikas beim Lesen zu spüren glaubt und wunderschöne Momente genießen kann, während das Land gleichzeitig von vergangenen, militärischen Schrecken heimgesucht wird und in Grausamkeit versinkt.

Ein gigantisches „Puzzle-Bild“

Dieser Roman hat mich unglaublich beeindruckt. Drei Hauptfiguren erzählen ihre Geschichte und repräsentieren dabei sowohl jeweils eine andere Gesellschaftsschicht als auch ein anderes Alterssemester. Die Beziehungen der Figuren untereinander sind lange Zeit nicht klar, ebenso wenig der Zusammenhang, indem man als LeserIn etwas über ihre Erzählungen und Berichte erfährt. Nach und nach bastelt Aminatta Forna ein Bild, das sich aus unzähligen Puzzle-Teilchen zusammensetzt, die sich im Laufe der Handlung anfügen und immer neue Anknüpfungspunkte bieten. Aminatta Forna hat drei Individuen geschaffen, deren Leben sich um einen gemeinsamen Mittelpunkt dreht, von dem sie gegenseitig nicht wissen, dass dieser überhaupt existiert. Als LeserIn wusste ich, dass es ihn gibt, ansonsten war ich mit den Charakteren dieser Geschichte auf derselben Wissensstufe.

Durch diese Methodik entstand ein enormes Spannungsgefälle, das für sich genommen eine gewaltige Leseerfahrung bedeutet hätte. Doch diese Autorin schuf mehr interessante, lesenswerte und reichlich spannende Nebenhandlungen, große Schauplätze und vergangene Momente, die auf die Auflösung in der Gegenwart hinarbeiteten und jedes Mal aufs Neue in ihrem eigenem Höhepunkt gipfelten.

Realistische Schilderungen von Härte und Realität

Mir fehlen die Worte, denn die Härte, die diese Autorin ihren Personen andichtet, ist dermaßen schrecklich und überraschend, dass es seine Zeit braucht, um die beim Lesen heraufbeschworenen Gefühle und Bilder zu verdauen. Noch schrecklicher ist allerdings die Tatsache, dass die Inhalte dieses Romans nicht ausschließlich auf der Erfindungsgabe einer Schriftstellerin fußen, sondern durchaus der Realität entsprechen könnten und somit tiefe Betroffenheit auslösen.

Mein endgültiges Urteil:

Ich bin genauso zerrissen, wie es die Figuren in dieser Handlung sind. Es sind zu viele Eindrücke, die so eng miteinander verwoben wurden, dass sie nicht mehr auseinanderzuhalten sind.

Etwas Dichteres und Komplexeres aufeinander aufbauendes habe ich selten gelesen.

Die Schönheit, die diese Autorin in poetischem Stil mit den realen Grausamkeiten eines Landes vereint, sind gleichermaßen niveau- und stimmungsvoll, sowie abstoßend und schwer verdaulich.

Die Figuren erleben enorme Weiterentwicklungen, die sich wiederum nachvollziehbar gestalteten und den Eckpunkten des Romans Halt bieten.

Einige Stellen waren mir etwas zu langatmig und der letzte Teil der Handlung behandelte beinahe ohne Vorwarnung alle Gräueltaten, die diese Erzählung zu bieten hatte, so dass diese den Ausgang sehr dominierten und ich beim Gedanken an dieses Buch einen bitteren Geschmack auf der Zunge habe. Jedoch nicht, weil er so schlecht gewesen wäre, sondern weil er zu gut, zu traurig und zu „abgefahren“ war.

Bewertung

Thematik:

Afrika

Traditionen

Unterentwicklung

Schicksale

Liebe

Militärgewalt

Aufstände

Rebellionen

Erpressungen/Druck

Tagebuch

Allgemeine Buchinformationen:

Aminatta Forna
Ein Lied aus der Vergangenheit
Roman
Originaltitel: The Memory of Love
Originalverlag: Bloomsbury
Aus dem Englischen von Giovanni Bandini, Ditte Bandini
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
656 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-421-04522-5
€ 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 35,50
Verlag: DVA Belletristik
Zu: „Ein Lied aus der Vergangenheit“ bei DAV

Vielen Dank an DAV für dieses Leseexemplar innerhalb dieser aufschlussreichen und schön geleiteten Leserunde auf Lovelybooks!

Nathalie küsst von David Foenkinos [Rezension]

Der Inhalt:

Francois kann manchmal gar nicht glauben, welches große Glück ihm mit seiner Frau Nathalie beschieden worden ist. Sie ist mehr als er sich jemals erträumte. Doch ihr Glück wird nicht lange halten, denn Francois soll niemals vom sonntäglichen Joggen zurückkehren. Nathalies Welt bricht zusammen. Zwischen Instabilität, Schwermut, Liebe und Erinnerungen gefangen, versucht sie sich ihren Weg zurück ins Leben zu bahnen und ahnt nicht, dass ein eigentlich unbedeutender Kuss ihr Leben komplett auf den Kopf stellt. Was sie mit Francois besaß ist einmalig, doch diese neu aufkeimenden Gefühle sind es ebenfalls. Aber auch mit Charles hat sie nicht gerechnet. Als ihr jahrelanger heimlicher Verehrer, witterte er in Francois Tod endlich seine Chance. So treffen drei Menschen aufeinander, denen große Veränderungen bevorstehen.

Eine besonders feine Darbietung aus Autonomie, Gefühlschaos und dem leisen „filmischen Touch“

Nathalie küsst“ ist ein Roman der besonders feinen Art.

Abgesehen davon, dass das Cover der Filmausgabe massiv die eigene Vorstellung von der Protagonistin – sofern einem Audrey Tautou halbwegs vertraut ist – beeinflusst, ist diese Schauspielerin eine gute Wahl in ihrem Typ als Frau.

Ob es einem gefällt, dass die Handlungsstruktur sehr „filmisch“ aufgebaut ist und recht viel zwischen aus der Reihe tanzenden Inhalten gesprungen wird, muss jede/r für sich selbst entscheiden.

Mir gefiel diese Autonomie der einzelnen Kapitel meistens recht gut, da sie für Abwechslung und überraschende Momente sorgte, welche z.T mit „sinnfreiem“ Wissen zum Amüsement beitrugen, den Esprit der Geschichte unterstützend prägten und so die Handlungsgrenzen über Frankreich hinaus setzten. Zusätzlich unterfüttern auf diese Art und Weise die kleinen Randszenen die Haupthandlung, was dieser insgesamt beeindruckenden Gefühlsdarbietung den runden, um nicht zu sagen, den letzten Schliff verleiht.

Das gewisse Etwas und der lebendige Funken der Handlung

Es gibt Menschen, die besitzen es und es gibt Romane, die besitzen es. Das gewisse Etwas. Doch nicht nur die Figuren dieser Erzählung sprühen vor lebendigem Charme, auch das Buch für sich gesehen strahlt eine gewisse Erhabenheit aus. Fokussiert auf recht wenige „Spieler“ in der Handlung, reichen diese aus, um den LeserInnen ein reines Gefühl zu übermitteln und flüchtige Einblicke in die Momentaufnahmen eines Lebens zu geben.

Der Funke, der gleichzeitig für die Feinfühlig- und Zerbrechlichkeit verantwortlich war, zerstob zum Ende des Buches in den Weiten der Worte. Die Geschichte an sich recht kurzweilig, webt seine Gedanken über das Lesen hinaus, pflanzt sich in die Köpfe der LeserInnen. Aufgrund des erloschenen Funkens büßt „Nathalie küsst“ dennoch leider an Intensität ein, da der Konflikt der Charaktere auf der Stelle zu treten beginnt.

Hingegen der Ausgang konterte auf diese schwache Phase mit Stil und Klasse, die mir diesen schwachen Moment beinahe verzeihen lässt.

Mein endgültiges Urteil:

Eine elegante Geschichte, die sowohl schmerzt, ob es nun der schönen, poetischen Worte und Betrachtungen wegen ist oder wegen des Verlusts, den Nathalie tragischerweise erleiden muss. Gleichzeitig birgt sie eine niveauvolle Komik und hält beständig seine Balance.

Eine sich von der Masse abhebende Erzählung, die auf jeden Fall Lust auf den Film bereitet und mindestens zwei Blicke wert ist.

Bewertung

Thematik:

Liebe

Trauer(bewältigung)

Arbeitsplatz

Gefühle

Küsse

Literatur Kunst

Beziehungen

Interaktionen und Kommunikationen zwischen Menschen

Allgemeine Buchinformationen:

Foenkinos, David
Nathalie küsst
Roman
2012. 239 S.: Klappenbroschur
C.H.BECK ISBN 978-3-406-63547-2
Auch als E-Book lieferbar.
Von David Foenkinos. Aus dem Französischen von Christian Kolb
Erschienen: 08.03.2012
16,95 €
Zu „Nathalie küsst“ bei C.H. BECK

Vielen Dank an BloggDeinBuch und den C.H.BECK Verlag für dieses Leseexemplar!

Die Schattenträumerin von Janine Wilk [Rezension]

Der Inhalt:

Francesca die Medici ist die Einzige in ihrer Familie, die noch diesen Namen trägt, der von einer langen mächtigen Ahnenfolge erzählt. Als sie mal wieder für ein paar Wochen ihre Verwandten in Venedig besucht und sich auf einige schöne Tage mit ihrer Cousine freut, ahnt sie noch nicht, dass die finanziellen Probleme der Familie einige Umstrukturierungsmaßnahmen fordern und Venedig sie nicht mit so offenen Armen empfangen wird, wie sie es gewohnt ist.

Denn ein Fluch liegt schon seit vielen Jahrhunderten auf der Stadt und begehrt nun endlich das einzufordern, was ihm zusteht. Francesca leidet unter schlimmen Albträumen, die sich in Italien sogar noch verstärken und zu allem Übel auch noch mit diesem ominösen Fluch in Verbindung zu stehen scheinen. Aber wie soll sie sich, ihre Familie und die Stadt, die sie so liebt, retten, wenn das Böse ihr sowohl bei Tag, als auch bei Nacht auflauert und all ihre Geheimnisse gegen sie verwendet? – Francesca muss sich beinahe ganz alleine gegen unvorstellbare Gefahren wenden, doch eine Alternative bleibt nicht und so riskiert sie mehr als nur ihr Leben, um verschüttete Wahrheiten aufzudecken und die Lösung für all ihre Probleme herauszufinden. Ein Wettlauf gegen die Zeit, denn jede Nacht werden die Träume qualvoller…

Venedig vom Wasser verschluckt?

Die Schattenträumerin“ von Janine Wilk ist ein rundum stimmiges Werk. Jedes Detail sitzt, von der Gestaltung, die sich im Buchinneren fortsetzt, über die einzelnen Figuren, das Grundgerüst der Handlung, dem Ort des Geschehens und der Atmosphäre.

So findet man sich im märchenhaften wie gleichzeitig sehr gruseligen Venedig wieder und betrachtet es mehr aus den Augen der Einheimischen. Verwinkelte Gässchen, dunkle Plätze, rutschige Brücken und rundherum das Wasser sorgen für den ultimativen Gänsehautfaktor, wenn die gerade einmal dreizehnjährige Francesca di Medici einem uralten Fluch auf die Spur kommen muss, um ihre Familie und Venedig vorm Untergang zu bewahren.

Dafür verflechtet Janine Wilk historische Fakten mit unserer modernen Zeit und webt so eine intensive Lesereise, die bis in die verborgensten Winkel dringt. Die ehemals wirklich existente Familie „di Medici“ schmiegt sich perfekt in die Handlung und regt zu eigenen Recherchen über den Buchinhalt hinaus an.

Die Brücke zwischen Humor und Gänsehaut

Die Protagonistin ist ein sympathischer Charakter, der für das junge Alter einige Bedrohungen vielleicht zu souverän lösen kann, ansonsten aber authentisch auch die anderen Personen dieses Buches ansteckt und für allgemeine Heiterkeit sorgt. So entstehen trotz der Bedrohungen, die besonders im Schlaf wirken, helle Momente, die mich manches Mal zum Lachen brachten. Mit einer engelsgleichen Sogwirkung rauschte ich durch jede Seite und hatte mit dem bildhaften Schreibstil der Autorin keine Probleme. Die einzelnen Kapitel sind teilweise etwas lang, obwohl sie inhaltlich nicht langatmig, dafür aber „endlos“ scheinen.

Träum ich oder wach ich?“

Die Trennung von Traum und Realität, Fiktion und Non-Fiktion werden mit fortschreitender Handlung immer unklarer, so dass zunächst nicht immer sofort ersichtlich ist, ob die Figuren gegenwärtig tatsächlich Schaden nehmen können oder nicht. Solche Grenzverwischungen intensivieren die Spannung. Obgleich es weitaus brutalere Szenen in anderen Werken gibt und sich „Die Schattenträumerin“ in diesem Fall durch Zurückhaltung locker auch für Jüngere eignet, war die Spannung und Angst immer wieder beinahe unerträglich, weil Janine Wilk über das Lesen hinaus für atemlose Sekunden und rasantes Herzklopfen sorgt.

Mein endgültiges Urteil:

Venedig droht vom Wasser erobert zu werden und in den Fluten zu vergehen. Gleichzeitig kämpft eine junge Heldin aus der Ich-Perspektive um das Überleben ihrer Familie und das auf höchstem, energiegeladenem Niveau.

Holt die Taschenlampen, das Knabberzeug und eine Kuscheldecke heraus, denn wenn „Die Schattenträumerin“ ‚träumt‘ ist niemand vor ihr sicher und gute Vorbereitungen sollten unbedingt getroffen werden.

Ich habe Janine Wilks Werk über alle Maßen genossen und kann diesen Einzelband für alle Semester, die Realität vermischt mit Fiktion und mächtigen Flüchen mögen, dringlichst weiterempfehlen.

Bewertung

Thematik:

Venedig

Wasser

Fluch

Macht Geld

Familienclan

Dämon

Buch im Buch

Allgemeine Buchinformationen:

Gebunden, mit UV-Spotlackierung
384 Seiten
Ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-522-50270-2
Preis: 14,95 €
Österreich: 15,40 €, Schweiz: 21,90 sFr
Erscheinungstermin: 26.01.2012
Zu „Die Schattenträumerin“ bei Planet-Girl

Vielen Dank an die Autorin Janine Wilk, den Planet-Girl-Verlag und Lovelybooks für diese tolle und aufschlussreiche Leserunde!

Elfenblick von Katrin Lankers [Rezension]

Der Inhalt:

Mageli hat nur eine einzige Freundin. Doch die ist nie auf den Mund gefallen, wenn Mageli wie so oft von den Jungen in ihrer Klasse blöd angeraunzt wird. Angeblich würden die alle auf sie stehen, will Rosanna ihr weißmachen, aber Mageli weiß, dass das nicht stimmt.

Aber dann begegnet sie Erin. Wie aus dem Nichts taucht er auf und rettet sie vor zwei Angreifern. Doch so schnell wie er gekommen ist, ist er auch wieder verschwunden und Mageli weiß nichts, außer seinem Namen. Vergessen kann Mageli ihn nicht. Diesen Jungen mit den Zauberaugen…

Dann sieht sie ihn wieder, erneut unter diesen mysteriösen Bedingungen, bis Rosanna ihr klar macht, dass es sich bei Erin nur um einen Traum handeln kann. Mageli will ihr so gerne glauben, vor allen Dingen, als er beginnt etwas von Elfen zu erzählen, doch insgeheim spürt Mageli, dass Etwas wahres in seinen Worten steckt. Länger schon hegt sie den Verdacht, dass ihre Eltern gar nicht ihre eigenen sind und dass sie vielleicht selbst eine … sein könnte … ?

Geht schnell in Deckung, Mageli kommt!“- Oder eine typische, schon „tausendmal gelesene“ Geschichte

Wer kennt sie nicht, diese Geschichten über ein Mädchen, das sich seiner Fähigkeiten und Schönheit nicht bewusst ist? Sich in der Welt der Menschen überflüssig vorkommt und noch dazu von der Mutter wenig geliebt wird? Aber plötzlich stellt sich heraus, dass sie übernatürliche Fähigkeiten besitzt, dass sie vertauscht wurde und endlich findet sie gemeinsam mit ihren neuen Freunden zu der Stärke, die sie schon immer in sich trug.

Das in etwa passiert in „Elfenblick“. Nehmt noch ein paar weitere Variablen wie Liebe, Kitsch, Vorhersehbarkeit und Langeweile hinzu und ihr wisst, was euch erwarten wird. Bei einer guten Umsetzung, kann ich diesen grundlegenden „Fehler“ gerne übersehen, bzw. stört er mich erst gar nicht, aber bei „Elfenblick“ bezweifle ich, dass selbst eine „bessere“ Geschichte Spannung hätte erzeugen können.

Starr, unecht, unbeholfen, holprig und beinahe zum Einschlafen…

Ich wünschte mir wirklich, ich hätte keinen Blick in diese Geschichte werfen müssen. Die Protagonistin Mageli war mir von Beginn an unsympathisch. Der Schreibstil begann holprig und wirkte seltsam unnatürlich, sehr gezwungen. Leider blieb er konstant so. Die Geschichte selbst wurde dadurch sehr starr und dass ich absolut alles vorhersehen konnte, half dem Lesevergnügen auch nicht. Ich bin sogar ein paar Mal über dem Buch eingeschlafen und hätte mir ein paar ordentliche Kürzungen gewünscht. Die ausufernden Beschreibungen von Magelis Umgebung interessierten mich kein Stück und diese dramatisch schlecht entwickelte Geschichte zog sich unnötig in die Länge.

Ich bin maßlos enttäuscht, besonders da ich Großes von „Elfenblick“ erwartete. Denn nach Katrin Lankers „Der Zauber eines Augenblicks“ war ich begeistert wie selten und wenn ich auch keine Wiederholung erwartete, so doch eine lesenswerte und schöne Geschichte.

Die Figur Erin eine ausreichende Begründung „Elfenblick“ doch noch zu lesen?

– Nein!

Das Einzig halbwegs interessante waren ein paar Momente zwischen Mageli und Erin, denn Erin war die Einzige Person, die etwas Lebendigkeit versprühte, ohne künstlich oder falsch zu wirken.

Insgesamt fühlte sich das Lesen dieser Geschichte aber so an, als traute die Autorin ihren LeserInnen sehr wenig zu, so dass sie dementsprechend den Tonfall auf „kleines-naives-Mädchen“-Niveau anpasste.

Nach 100 Seiten hatte ich mich bereits mit dem unspektakulären Verlauf der Handlung abgefunden und die restlichen 300 Seiten irgendwie überstanden, indem ich mich von der Geschichte distanzierte, abschottete und dem Ganzen neutral entgegensah.

Mein endgültiges Urteil:

Was ursprünglich als entspannende Lesepause gedacht war, wurde zu einem Kampf, dieses Buch nicht abzubrechen. Eventuell ist „Elfenblick“ etwas für jüngere LeserInnen, die noch nicht viele Fantasy-Bücher gelesen haben, so dass sie nicht das Gefühl haben, in einer billigen Kopie abzutauchen. Andererseits könnte man ihnen mit solch einem Werk die Lust aufs Lesen aber auch ein für alle Mal nehmen.

Jede/r sollte das selbst entscheiden, ich rate nur, sich nicht von dem umwerfendem Cover und schönen Klappentext täuschen zu lassen, sondern einen Röntgenblick ins Buch zu werfen, um festzustellen, dass es Bücher gibt, die es sich lediglich zu meiden lohnt! Nur 1 Stern und die Freude über eine mögliche Fortsetzung wird ohne mich stattfinden müssen.

Thematik:

Wechselbalg

Elfen

Zwei Welten

Putsch

Falsche Berater

Selbstfindung

Liebe

(Übernatürliche) Fähigkeiten

Gefahren | Abenteuer

Allgemeine Buchinformationen:

Katrin Lankers
Elfenblick
Ab 12 Jahren / 448 S.
Folienprägung,
Leseband, Schutzumschlag
21,4 cm x 15,5 cm
19,99 € [D]
20,60 € [A]
ISBN 978-3-7607-7980-5
Zu „Elfenblick“ bei arsEdition

Vielen Dank an Bücherkinder für die freundliche Unterstützung!
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