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Dangerous Deal von Andreas Schlüter [Rezension]

Der Typ war verschwunden.

Christoph taumelte zurück in sein Zimmer.

Drei Tage!, schwirrte ihm immer wieder durch den Kopf.

In drei Tagen war er Millionär.

Oder tot. S. 104, “Dangerous Deal” – Andreas Schlüter © Kosmos

Dangerous Deal

»Der Inhalt«

Christoph ist zutiefst erschrocken und betrübt als ihm eines unschuldigen Tages die Polizei eröffnet, sein Nachbar Sebastian König sei während eines Autounfalls gestorben. Sein Nachbar, bei dem er über Sky mit seinen Jungs Fußballspiele guckte. Sein Nachbar, der trotz des geschmiergelten Bankerberufes ein witziger und lockerer Kerl war.

Dass Sebastian König ihm seinen Laptop vermachen würde, damit hat Christoph am wenigsten gerechnet. Es ist ein schickes, modernes und recht neues Teil, woran Christoph sich aufgrund der Umstände kaum erfreuen kann. Die Hiobsbotschaft soll auch bald erfolgen. Jemand möchte mit allen Mitteln an die Daten, die auf dem Laptop installiert sind, herankommen. Der Unfall war nur inszeniert, tatsächlich war es Mord und Christoph muss sich nun gegen eine unbekannte Macht wehren, die bereit ist, über Leichen zu gehen. Nur gut, dass er seine Kumpels und die pfiffige Laura, auf die er heimlich steht, auf seiner Seite hat. Gemeinsam setzen sie alles daran, den Tätern zu entkommen und gleichzeitig die Daten zu sichern. Wird es ihnen gelingen?

»Charaktere nach Drehplan, primär für Jüngere?«

 Dangerous Deal” ist ein Jugendbuch, das mich den Glauben an das Gute in der Welt verlieren lässt. Andreas Schlüters Roman ist einerseits ziemlich irrsinnig und verrückt, da er ein Thema aus der “Erwachsenenwelt” aufgreift, das er mit Jugendlichen zusammenbringt, so dass sich die Zielgruppe wesentlich besser damit identifizieren dürfte.

Hierbei fiel mir die Identifikation mit den Figuren teilweise schwerer. Nicht, dass sie schlecht ausgearbeitet gewesen wären; allerdings wirkten sie auf mich zu aalglatt und handelten offensichtlich nach einem bereits vorgeschriebenen Drehplan. Sobald einmal die Rollen verteilt waren, bewegten sie sich innerhalb dieser Rollen und waren somit für keine Überraschung mehr gut. Es mag auch sein, dass mir die Figuren einfach nicht lagen. Ich habe sie weder nicht gemocht, noch interessierten sie mich brennend. Ich denke jedoch, dass jüngere LeserInnen sehr wohl von ihnen mitgerissen werden könnten. So besitzen die Figuren allesamt durchaus charakteristische und liebenswerte Merkmale, die für Witz, Abwechslung und Spannung sorgen. Ich habe diese Stellen manchmal mit einem Schmunzeln gelesen und manchmal mit Neutralität, weswegen ihr Charme nicht komplett von der Hand zu weisen ist. Andererseits ist der Realitätsgehalt nicht von der Hand zu weisen.

»Wie weit darf man gehen, um das eigene Leben zu schützen?«

 Spannend ist “Dangerous Deal” dennoch allemal. Andreas Schlüter warf mich ins kalte Wasser und verstand sich meisterhaft darauf, von der ersten Seite an ein Netz der Intrigen, Fallen und Bedrohungen zu spinnen. So abwegig die Idee einerseits scheinen mag, so authentisch und realistisch wirkte sie in diesem Roman auf mich. Vier Jugendliche sehen sich mit einer unbekannten “Erpresserbande” konfrontiert, die um jeden Preis wichtige Daten von den Jugendlichen haben will. Die Crux an der Sache: Den Jugendlichen ist nicht bewusst, was für Daten sie genau in den Händen halten und besitzen deshalb Skrupel, die Daten lapidar herauszugeben. Eine verschärfte Situation, die moralische Konflikte beinhaltet, während es gleichzeitig um das Überleben der Jugendlichen geht.

»Zu geplant wirkende Überraschungen«

Relativ kurze Kapitel erzeugten ein schnelles Tempo, dem ich mich gerne anschloss. Andreas Schlüter wurde nie zu ausführlich, noch zu knapp, sondern fand das rechte Maß, Szenen breitzutreten, wenn es passte und sie knapp zu halten, wenn sie nur der entfernteren Informationsbeschreibung galt.

Nichtsdestotrotz vermisste ich hierbei gelegentlich den natürlichen Fluss. Ähnlich wie bei den Rollenverteilungen der Charaktere, wirkten mir die Entwicklungen zu eingeplant und kalkuliert. Obwohl ich nie wusste, was als nächstes passieren würde und mich ständig überrascht sah, geschah dies nicht auf eine flüssige, sondern auf eine stockende Art und Weise. Oder besser noch: Man merkte der Handlung den zugrunde liegenden Plan an und rechnete nicht weiter mit großen Stolpersteinen oder Ähnlichem.

»Perfekt! – Für die richtige Zielgruppe«

Ich habe dennoch das Gefühl, dass “Dangerous Deal” gerade für Lesefaulere extrem spannend und kaum aus der Hand zu legen sein wird und geradezu zum Weiterlesen animiert. Die leichte und Jugendlichen angepasste Sprache, ein Plot, der einem Detektivroman oder Krimi gleicht und Charaktere, die einigen aus dem Herzen sprechen dürften, stellen da fast schon einen Selbstläufer dar. Eine perfekte Mischung, wenn man das richtige Lesealter erwischt. Besonders prickelnd ist hier auch die Thematik, die im Handlungsrahmen zwar rein fiktiv, aber gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Eine gute Möglichkeit, um Jugendliche an Korruption und Wirtschaftskriminalität heranzuführen.

»Mein Fazit«

Dangerous Deal” ist ein brisanter Roman über die Gier und die Machtbestrebungen der Menschen. Auf einem für Jugendliche angemessenem Niveau schildert er die Schwierigkeiten Unrecht aufzuklären und das Gesetz, das zum Schutz der BürgerInnen da ist, in Anspruch zu nehmen.

Andreas Schlüter hat zeitweise einen wahren Lesesog kreiert, der am bitteren, aber äußerst authentischen Ende der Lektüre nichts ändert. (Mit dem ich persönlich nur schwerlich klar komme.)

Wer für ein paar Stunden in eine spannende, haarsträubende und eine am aktuellen Puls unserer Zeit orientierte Geschichte versinken möchte, sollte mit “Dangerous Deal” gut bedient sein.

»Leseprobe«

Wer sein Leben verändern würde, wenn er eine Million Euro gewinnt, sollte es verändern. Auch ohne die Million.” S. 5, “Dangerous Deal” – Andreas Schlüter © Kosmos

Wölkchen4

»Trailer«

Allgemeine Buchinformationen:

Alter: ab 14 Jahren
304 Seiten
Breitklappenbroschur
215 x 137 mm (LxB)
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-440-12930-2
Art.-Nr.: 12930
Zu “Dangerous Deal” bei Kosmos

Christmas Stories (Paul Auster, Truman Capote & John Updike) – digital publishing [Rezension]

Besser Englisch lernen – Let’s get started

-Englisch lernen mit Bestsellerautoren

Christmas StoriesProduktbeschreibung © digital publishing

Englisch lernen mit Bestsellerautoren. Die wundersame Geschichte über die Herkunft einer Kamera und den fotografischen Versuch, die Zeit festzuhalten. Das alljährliche Ritual den Früchtekuchen für Weihnachten zuzubereiten, das Haus kunstvoll zu schmücken und die Geschenke für die Familie zu verpacken. Und das plötzliche Fehlen der beeindruckendsten Stimme im Chor. Liebevoll und nostalgisch erzählen Amerikas Starautoren über besondere Freundschaften in der Weihnachtszeit.

Paul Auster, Truman Capote und John Updike zählen zu den wichtigsten Autoren der amerikanischen Gegenwartsliteratur.
Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen, entführen sie auf eine literarische Reise durch die Weihnachtszeit.

 Für visuelle- und oder auditive-Lerntypen

 Das interaktive Englisch-Hörbuch “Christmas Stories” von digital publishing bietet allen Lerntypen die Möglichkeit, sich mit seiner bevorzugten Lernmethode mit dem Hörbuch auseinanderzusetzen. Die visuellen Lerntypen können das handliche Textbuch nehmen, in dem auf alt bewährte Art Vokabelhilfen, in Form von Fußnoten gegeben sind. Die auditiven Lerner sind mit der Hör-CD bedient und wer beides gleichzeitig oder auch abwechselnd braucht, legt die CD-ROM in den Computer und liest mit, während der jeweilige Sprecher die folgenden Weihnachtsgeschichten vorliest:

  • Auggie Wren’s Christmas Story” von Paul Auster,

  • A Christmas Memory” von Truman Capote und

  • The Carol Sing” von John Updike

Die Vorteile einer CD-ROM

Ich habe die CD-Rom bevorzugt, da die Bedienung simpel und durch tolle Funktionen auch noch sehr effizient ist. So werden die Wörter in der Geschwindigkeit des Vorlesers – welcher von Geschichte zu Geschichte übrigens variiert – markiert. Die Wörter mit Vokabelhilfen sind ebenfalls markiert und statt den Fußnoten des Textbuches, bedarf es hierbei lediglich eines Drübergleitens mit dem Mauszeiger, um die Vokabel übersetzt zu bekommen. Die Lesegeschwindigkeit kann verlangsamt oder beschleunigt werden, so dass jede/r sein Tempo herausfinden und auch verwenden kann. Lässt man sich eine Vokabel erklären, stoppt der Vorleser, damit man den Faden nicht verliert. Hierbei muss lediglich darauf geachtet werden, mit der Maus nicht versehentlich auf eine Vokabelhilfe zu stoßen, denn dabei wird natürlich auch unterbrochen, selbst wenn es unbeabsichtigt ist. Folglich lernt man das Geschriebene und das Gesprochene Wort in nur einem – sofern man denn möchte – was ich als großen Vorteil empfand.

 Für mich keine gelungene, literarische Reise durch die Weihnachtszeit

Inhaltlich haben mir die Weihnachtsgeschichten weniger zugesagt. Zum einen mag ich Weihnachtsgeschichten für Kinder einfach wesentlich lieber, weil sie für mich wärmer und trostvoller sind. Zum anderen lag mir bei den Weihnachtsgeschichten von “Christmas Stories” die Botschaft und die vermittelte nostalgische Atmosphäre weniger. Die Qualität und Gestaltung der Verpackung ist wiederum hochwertig und passend zur Weihnachtszeit umgesetzt.

 Kinderleicht ist die Benutzung der Medien und dabei meistens selbsterklärend. Es ist beispielsweise auch möglich, die Hör-CD in den CD-Player einzulegen und dabei mit dem Textbuch mitzulesen. Auf digitale Vokabelhilfen und einen stoppenden Sprecher muss man dabei zwar verzichten, doch manche können auf einem Computerbildschirm nicht so gut lesen und eher mit dieser Methode liebäugeln.

 Mein endgültiges Urteil:

Christmas Stories” selbst kann ich für fortgeschrittenere Englischkenntnisse empfehlen, um noch einmal einen Vokabelimpuls zum Lernen zu geben. Denn meine grammatikalischen Fertigkeiten konnte ich durch die drei Weihnachtsgeschichten nicht ausbauen. Für Anfänger dürfte das Niveau allerdings zu anspruchsvoll sein, weswegen Vorkenntnisse hilfreich sind.

Generell bietet digital publishing mit Geschichten sowohl zum auditiven als auch visuellem Lernen eine tolle Abwechslung zu den üblichen Schullektüren oder anderem Sprachlernmaterialien. Auch bei dieser Variante wird sich niemand vorm Vokabellernen drücken können, doch ich bin überzeugt, dass einem das durch den inhaltlichen Kontext der Geschichte und den damit verbundenen Verknüpfungen, leichter fallen könnte.

Da ich die Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Medien und die darin enthaltene Vielfalt für eine tolle Erfindung halte, kann ich “Christmas Stories” mit 4 von 5 Sternen weiterempfehlen.

Bewertung

Bewertung

Thematik:

Weihnachten

Erinnerungen

Nächstenliebe

Religiosität

Englisch Lernen

Englisch-Hörbuch

Englisch-CD-ROM

Englisch-Textbuch

Vokabelhilfen

Allgemeine Informationen:

Paul Auster, Truman Capote, John Updike
Christmas Stories
Niveau A2
ISBN 978-3-86976-280-7
€ 19,80
Audio-CD · Textbuch · CD-ROM
Zu “Christmas Stories” bei
digital publishing

 

Vielen Dank an BdB und digital publishing für die Zusendung dieses Rezensions-Englisch-Lerntrainings!

Buddha Boy von Jordan Sonnenblick [Rezension]

Schüchtern und doch mit einer gewissen Intelligenz vor mich hin pfeifend verließ ich das Gebäude. Meine Zehen hatten ein Date mit grauem Matsch. S. 27, „Buddha Boy“ – Jordan Sonnenblick © Carlsen

Buddha BoyDer Inhalt:

San Lee ist mal wieder umgezogen und schon wieder der Neue. Er hat schon alles ausprobiert: Nerd, Skater, Intellektueller oder Sportskanone. Bisher waren alle Typen, die er vorgegeben hat zu sein, nie der durchschlagende Erfolg. Doch an seinem ersten Tag fehlen ihm die Ideen für eine neue Identität. Und zu versuchen er selbst zu sein?

Das geht gar nicht. Denn er, San Lee, ist nur ein 17-jähriger mit durchlaufenen Sandalen im Winter, einer wenig warmen Jacke und langweiligem Image. Als er im Unterricht, passend zum Thema, einige buddhistische Weisheiten nennt, merkt er, dass alle fasziniert von ihm sind und tatsächlich annehmen, er sei ein echter Buddhist. Schließlich ist er chinesischer Herkunft und dort entstand der Buddhismus schließlich doch, oder? – Dann kann er gleich so tun als ob und damit nebenbei das Herz seines Schwarms Woody erobern!

Interessante Fragen, die sich mit der eigenen Identität und dem Erwachsenwerden auseinandersetzen

Buddha Boy“ ist eine kurzweilige, dafür sehr interessante und facettenreiche Geschichte.

Jordan Sonnenblicks Roman beschäftigt sich mit den einhergehenden Schwierigkeiten des Erwachsenswerdens, die im Fall des Protagonisten San Lee mit extra Komplikationen verbunden sind:

Wer bin ich? Wo stehe ich? Wie muss ich sein, damit die anderen mich akzeptieren? Was hält das Leben für mich bereit?

Buddha Boy“ gibt keine einschlägigen Antworten, dafür demonstriert es anhand eines Einzelschicksals, wie so etwas aussehen,, welche Fragen und Konflikte auf einen zukommen könnten und dass nicht immer alles so schrecklich sein muss, wie es zunächst scheint. Hierfür verwendet der Autor den Buddhismus als Ausgangslage der Geschichte. San Lees Verbindung zum Buddhismus hat sich per Zufall entwickelt, bewirkt aber letztlich einen Großteil des Charmes und des Witzes.

Witz und Humor in Maßen oder doch zu viel?

Denn Witz und Humor lassen sich in „Buddha Boy“ auf beinahe jeder Seite finden. Vieles fand ich wirklich witzig, einiges hat mich die Augen verdrehen lassen. So wirkt San Lee vor allen Dingen durch seine ständige Ernstlosigkeit ziemlich oberflächlich. Selbst in seinen Gedankengängen zu extrem wichtigen Themen, tut er alles mit Sprüchen und Albernheiten ab. Im Laufe der Handlung werden jedoch einige Hintergründe zu seiner Person enthüllt, die sein Verhalten erklären und ebenfalls zeigen, dass er ein liebenswerter Charakter mit Ecken und Kanten ist. Doch die durchgängige Komik, muss man mögen. Wer sich damit nicht anfreunden kann, wird keinen Spaß an „Buddha Boy“ haben. Wer eher rätselhafte und vom ersten Moment an tiefsinnige Storys sucht, wird das in „Buddha Boy“ nicht finden.

Generell ist „Buddha Boy“ ein Roman, der anfangs ziemlich tief stapelt, dafür aber auf einem höheren Niveau endet. Man sollte niemals vorschnell urteilen, auch dieses unterstreicht Jordan Sonnenblick mit dem Aufbau seines Romans.

Zu wenig Figurenauswahl

Weitere Figuren in dieser Geschichte werden nicht viel näher beleuchtet, da San Lee ein recht raumeinnehmender Charakter ist. Sie werden zwar durch die subjektive Sichtweise dieses Teenagers charakterisiert, doch viel Abwechslung gibt es in dieser Hinsicht nicht. Dafür glorifiziert San Lee seine große Liebe, Woody. So steht sie zwar im Fokus und San Lees Begeisterung und Faszination von ihr sind durchaus verständlich und nachvollziehbar, doch ist die Geschichte insgesamt einfach zu kurz, um Woody vollständig beurteilen zu können.

Mit einigen Aspekten von „Buddha Boy“ kann man sich durchaus intensiver auseinandersetzen. Das sind primär die buddhistischen Seiten, die einem zwar als Denkanstoß angeboten, aber niemals aufgezwungen werden.

Mein endgültiges Urteil:

Buddha Boy“ ist ein unterhaltsames, witziges, aber auch tiefschürfenderes Buch, mit einer exzentrischen Hauptfigur, das ich empfehlen kann. Älteren und jüngeren Leserinnen lege ich es nur nah, nur wenn man auf Highschool Geschichten steht, sich mit dem Thematiken rund ums Erwachsenwerdens auseinandersetzen möchte oder Interesse daran hat, einen Blick in den Buddhismus zu riskieren.

Bewertung

Bewertung

Thematik:

Erwachsenwerden

Buddhismus

Identität

Identitätsprobleme

Identitätsfindung

Religion

Erste Liebe

Schwere Familiensituation

Allgemeine Buchinformationen:
Übersetzerin Gerda Bean
Jordan Sonnenblick
Einband
Softcover, Klappenbroschur
Größe 14,60 x 21,50 cm
Seiten 208
Alter ab 12 Jahren
ISBN 978-3-551-58251-5
12 €
Zu „Buddha Boy“ bei CARLSEN

Selection von Kiera Cass [Rezension]

35 Mädchen. Eine Krone. Die Chance ihres Lebens.

 

Selection_Zitat1

Der Prinz trat noch einen Schritt näher. Mir stockte der Atem. Ich hatte mich genau in die Lage gebracht, vor der ich mich gerfürchtet hatte. Keine Wachen, keine Kameras, niemand in der Nähe, der ihn von etwas abhalten konnte… S. 167 © “Selection” – Kiera Cass

Selection_CoverDer Inhalt:

America findet die Castingshow albern und traurig. Obwohl sie eine der untersten Gesellschaftsschichten angehört, erstaunt es sie, dass Prinz Maxon von Illeá anscheinend nur mithilfe einer Castingshow seine Herzdame finden kann. Mit ihrer eigenen Liebe zu Aspen verstößt sie gegen das Gesetz, hofft aber trotzdem, dass sie, trotz aller Unterschiede und Widerstände in den eigenen Familien, beisammen bleiben können.

Doch dann bittet sie ausgerechnet Aspen, sich für das Casting bewerben, damit sie die Chance erhält aufzusteigen und auf ewig abgesichert zu sein. Denn ihnen beiden geht es in ihrer Gesellschaftsschicht oft schlecht. Kein Essen oder kein Strom sind da nicht unüblich. America tut es ihm zuliebe und weiß nicht, ob sie lachen oder weinen soll, als sie tatsächlich eine der 35 Mädchen wird. Am wenigsten aber hat sie mit dem Charme des Prinzen gerechnet…

Ein umgänglicher Roman mit liebenswerten Charakteren und Herzflattern

Selection“ von Kiera Cass ist ein äußerst umgängliches Buch, Selection_Bannerdas mich in einen wie verzauberten Lesebann zog und eine höchst spannende Atmosphäre erzeugte.

Die Protagonistin America Singer besitzt eine offene, liebenswerte und toughe Art, die es mir als Leserin ermöglichte, mit ihr mitzufiebern und für sie und ihre Familie das Beste zu hoffen. Überhaupt beweisen die Charaktere in „Selection“ eine größtmögliche Note an Authentizität, Tiefgang und tragen Sorge für gelegentliches Herzflattern.

Kiera Cass‘ Idee ist nicht komplett neu – so zeigen Reality-Shows wie bspw. „Flavor of Love“ und „Der Bachelor“, wie beliebt die öffentliche Suche nach der Partnerin beim Publikum ist; allerdings hat die Autorin diesen Grundgedanken mit einem pfiffigen Hintergrund kombiniert. Dadurch entstehen dystopische Elemente mit modernen TV-Ideen, die mir äußerst zusagten. Das Land Ileá ist in unbestimmter Zukunft entstanden, besetzt mit einer neuen sozialen Hierarchie,die einem Kastenystem gleicht. Diese „neue Welt“ und ihr System haben mich sehr interessiert. Leider hat Kiera Cass dort nur das Nötigste verraten und sich in vielerlei Schweigen gehüllt.

Ein charismatischer und prinzlicher Leckerbissen

Der Fokus liegt stattdessen auf besagter Castingshow, in der 35 Mädchen um die Gunst des Prinzen kämpfen. Einerseits bewegt sich Kiera Cass hierbei sehr an grenzwertigen Klischees, andererseits hat sie mich ein ums andere Mal mit prickelnden Offenbarungen und unvorhergesehen Entwicklungen begeistern können. Anstelle eines oberflächlichen Prinzen, wird einem ein charismatischer, prinzlicher Leckerbissen serviert, der teilweise mysteriös, teilweise erstaunlich offen(herzig), auf jeden Fall aber facettenreich ist. An den Stellen, an denen die Charaktere Tiefe und Rückgrat beweisen, lässt die Geschichte sie manchmal vermissen. Gelegentlich war mir der Inhalt nicht reif genug und schabte etwas träge an der Oberfläche zur Tiefe.

Zu wenig Handlung, dennoch exquisite romantische Elemente

Viele Handlungsstränge und Entwicklungsmöglichkeiten werden eröffnet, oft durch Andeutungen oder Kleinigkeiten, dabei bleibt nach diesem ersten Band allerdings noch viel im Dunkeln. An einigen Stellen halte ich diese offenen Felder für angemessen, an anderen stören sie mich, da zu viele Fragen in mir das Gefühl wecken, es sei in diesem Jugendbuch nicht genug passiert. Tatsächlich liest sich „Selection“ trotz der beinahe 400 Seiten rasend schnell. Gemessen daran passiert alles in allem zu wenig.      Nichtsdestotrotz springt die Autorin gelegentlich recht abrupt zwischen den Ereignissen oder lässt mal zwischendurch verlauten, dass schon ein Monat vergangen wäre, was normalerweise für ein zügiges Tempo spräche, in diesem Fall jedoch ins Gegenteil verkehrt wurde.

Entflammt wurde mein Leserherz hauptsächlich durch die exquisiten romantischen Selection_MädchenElemente. Es ist zwar nicht so, dass ich nicht schon genug Dreiecksbeziehungen verfolgt habe, deren Konzept auch nach dem x-Mal aufgeht, doch ich fand es einfach mächtig spannend, wie America in ihren Gefühlen wankt. Da mir die Charaktere so zusagten, war ich auch bei jedem Kuss, jedem Händchenhalten – dem Jugendbuch angemessen, bleiben solche Szenen in „Selection“ recht harmlos – jedem versteckten Blick und jedem Kontakt aufgeregt wie ein junges Mädchen und begierig darauf, ob nun endlich das passierte, worauf ich so sehr hoffte…

Mein endgültiges Urteil:

Kiera Cass ist ein wundervoller Auftakt gelungen, der einen vielversprechenden Anfang darstellt und unter Umständen im zweiten Band richtig gut und böse werden könnte, sollten sich einige meiner Spekulationen und Hoffnungen in irgendeiner Weise erfüllen. Wer über kleinere Makel hinwegsehen kann, von „zwickmühligen“ Gefühlsverwicklungen noch immer gepackt wird und einen actionreichen sowie romantischen Auftakt zu einer potenziell impulsiven, explosiven und soggefährdend scheinenden Trilogie nicht verpassen will, sollte sich unbedingt auf Americas und Prinz Maxons Pfade begeben. Kurzum: „Selection“ ist ein Jugendbuch mit Herzblut!

3,5 Sterne

Bewertung

Trailer:

Thematik:

Castingshow

Liebe

Rebellion

Leben bei Hof, höfisches Zeremoniell

Konkurrenz

Freundschaft

Allgemeine Buchinformationen:
Selection
Autor: Kiera Cass
ISBN: 978-3-411-81125-0
368 Seiten
Format: 14,5 x 21,7 cm
Marke: Sauerländer
Zu „Selection“ bei Sauerländer

Vielen Dank an den Sauerländer Verlag für dieses Vorableseexemplar und die Leserunde auf Lovelybooks!

 

Der Baum. Eine Biografie von David Suzuki und Wayne Grady [Rezension]

Der BaumKlappentext: © Oekom-Verlag

Bäume gehören zu den größten und faszinierendsten Lebewesen. In alten Kulturen und Religionen wurden sie als Sitz der Götter oder übernatürlicher Wesen verehrt. Noch heute beeindruckt der Anblick imposanter Buchen und mächtiger Eichen. Manche Bäume blicken auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück; könnten sie sprechen, sie hätten einiges zu berichten. David Suzuki und Wayne Grady erzählen eine solche Geschichte. Ihre „Biografie eines Baumes“ beeindruckend illustriert durch Federzeichnungen des kanadischen Künstlers Robert Bateman beschreibt sieben Jahrhunderte im Leben einer Douglasie. Erzählt wird nicht allein die Geschichte in ihrem ökologischen Kontext, etwa wie es dem Samen gelingt, Wurzeln zu schlagen, oder wie der heranwachsende Baum Wind und Wetter trotzt. Eingebunden sind zahlreiche Ausflüge in die Kulturgeschichte der Menschheit und die Evolutionsgeschichte unseres Planeten. Ein wahrhaft gelungener Blick darauf, wie alles mit allem zusammenhängt, und eine großartige Hommage an das Wunder namens Leben.

Die Geschichte eines einzelnen Baumes verbindet uns mit vergangenen Zeiten und allen Regionen der Erde. Davon erzählt dieses Buch. Es erzählt aber zugleich die Geschichte aller Bäume und allen Lebens, überall hier auf unserer Erde. – Einführung, S. 14, David Suzuki.

Der Baum. Eine Biografie“ hat mir in vielen Aspekten sehr gut gefallen, besitzt aber auch einige Mängel. David Suzuki kündigt in seinem Einführung an, laienhaftes Interesse mit Fachwissen zu unterstützen und es so jedem verständlich zu machen. Leider werden permanent dermaßen viele Fachausdrücke verwendet, dass ich sie längst nicht alle verstehen konnte und ich folglich nicht alle Zusammenhänge dieses Sachbuchs begriff. Auf der anderen Seite muss ich hervorheben, an wie vielen Stellen die Autoren Fachwissen kompetent und wunderbar verständlich darlegten.

Schutzumschlag und Buch "Der Baum. Eine Biografie"

Schutzumschlag und Buch

Der Baum. Eine Biografie“ beschäftigt sich nicht nur mit dem Baum alleine, weil dieses Werk zeigt, dass alles miteinander verknüpft ist.          Ungeachtet der Länder oder Zeitepochen, springt man von einem bedeutenden Forscher zum nächsten und lernt, dass die Welt eine einzige große Verbindung ist, von der wir noch nicht einmal einen Bruchteil verstehen. Denn auch das geben die Autoren immer wieder zu; so detailliert, aufschlussreich und konkret die meisten Erklärungen auch waren: Wissen besitzt seine Grenzen.

Viel mehr als wir selber […] sind Bäume soziale Wesen; sie sind von Natur aus genauso wenig isolierte Exemplare wie der Mensch ein ausgesetzter Matrose oder Einsiedler ist“. John Fowles „The Tree“, S. 56

Die Gliederung dieses Sachbuchs hat mir sehr gut gefallen und das Besondere des Inhalts unterstrichen. In 5 Kapiteln mit je untergeordneten Titeln und Themen, werden verteilt auf knapp über 200 Seiten, alle möglichen Dinge angesprochen. Ich wusste bspw. nicht, dass wir so direkt von Bakterien abstammen. Im Fokus des Buches lag die Douglasie, deren „Geburt“, „Entwicklung“ und schließlich „Tod“ die beiden Autoren über Jahrhunderte hinweg aufzeichneten. Zwischendurch ergaben sich immer wieder diese „Ausflüge“ in andere Regionen, um die Entwicklung der Bäume zu verstehen, doch ein Zurückkehren zum Ausgangspunkt war stets unausweichlich.

Illustration, S. 9 von © und © Oekom-Verlag

Illustration, S. 9 von © Robert Bateman      (© Oekom-Verlag)

Mir ist bewusst gewesen, dass um das 14. Jahrhundert herum Wissenschaften, darunter auch Thesen zur Pflanzenwelt, als Ketzerei angesehen wurden, doch dass selbst Aristoteles sich bereits an empirischen Forschungen in der Botanik versuchte, war mir neu. Oder hätte jemand gedacht, dass der Salamander in seinen Chromosomen-Zellen mehr DNA besitzt als jedes Säugetier, den Mensch eingeschlossen, und dass man nicht weiß, weshalb das so ist? Sogar Johannes Guttenberg bekam im 15. Jahrhundert seinen Auftritt.

Interessant schien mir auch die Frage, ob Bäume nun eine „Seele“ haben, wie Forscher schon seit Jahrhunderten zu erforschen versuchten als sie feststellten, dass Bäume sich z.T. durch eine als Sex zu bezeichnende Methode fortpflanzten. Auch hier gilt die „Weisheit“ der Grenze.

Selbst Bäume leben nicht ewig und sterben irgendwann; meistens durch Pilzbefall oder an Stickstoffmangel, was letztlich beinahe (so entnehme ich es dem Buch) das gleiche ist. Mit dem Sterben der Douglasie neigte sich auch die Biografie ihrem Ende zu, obwohl das Sterben hier kein Ende, sondern einen Neuanfang bedeutet.

Mein endgültiges Urteil:

Der Baum. Eine Biografie“ offenbarte mir viel Wissenswertes, ließ mich ein ums andere Mal aber auch auflaufen, weil ich es aufgrund der ganzen Fachtermini einfach nicht nachvollziehen konnte.

Ich empfehle dieses Sachbuch also einem fachkundigen Lesepublikum oder neugierigen Nasen, die – so wie ich – sich für Biologie und oder Bäume und Lebensformen interessieren. Denn eines ist unumstritten: In diesem Buch liegt kostbares Wissen, dass man mit einem Hauch Interesse für diese Thematik ruhig lesen sollte. Da stören auch die aufwendige Gestaltung und die wunderschönen Illustrationen Robert Batemans nicht.

Da ich oft Schwierigkeiten hatte, auch mit der Konzentration und auch damit, am Ball zu bleiben, bedeutet dies für David Suzuki und Wayne Gradys Werk knappe 4 von 5 Sterne. Mir sind Geschichten wie „Die Poison Diaries“ mit einer ähnlichen Thematik, nur in Romanform, dann doch lieber!

stars4

Bewertung

Thematik:

Baum

Faszination Leben

Umwelt

Entstehungsgeschichte

Zusammenhänge von „ALLEM“ !

Allgemeine Buchinformationen:
208 Seiten, oekom verlag München, 2012
ISBN-13: 978-3-86581-312-1
Preis: 19.95 €
Zu „Der Baum. Eine Biografie“ bei Oekom-Verlag

Vielen Dank an den Oekom-Verlag und BdB für dieses Leseexemplar!

 

Irgendwas stimmt nicht von Martina Wildner [Rezension]

irgendwas stimmt nichtDer Inhalt:

Der 12-jährige Gregor hatte auf dem Spielplatz vor dem neuen Mädchen, Karoline, eigentlich nur angeben wollen, als er ihr erzählt, dass vor zig Jahren ein Mädchen namens Ilonka auf genau diesem Spielplatz verschwand. Plötzlich scheint es Ilonka dann aber wirklich gegeben zu haben und alles, was Gregor so erzählt, wird zur traumhaften Wirklichkeit. Doch es passieren auch einige Unfälle und Gregor kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Karoline irgendwas damit zu tun hat…

Aus Normalität werden Kinderwünsche wahr

Das Kinderbuch „Irgendwas stimmt nicht“ von Martina Wildner bietet eine solide Geschichte, in deren Zentrum man durch die Gedankengänge eines 12-jährigen Jungens namens Gregor eine etwas andere, eher unspektakuläre, dennoch lesenswerte Geschichte erfährt.

Besonders für jüngeres Publikum dürften allerlei mysteriöse Geschehnisse für Spannung, Rätsel, manchmal aber auch Grusel sorgen.

Gregors Leben ist recht normal, doch er hat mit Alltagsproblemen zu kämpfen und in einigen Dingen seine Mühe und Not. Abwechslung entsteht als Gregor merkwürdige Sachen auffallen, die sein alltägliches Leben durcheinander wirbeln.

So scheint das Mädchen Karoline, das Gregor auf dem Spielplatz kennenlernt, nicht aus dieser Zeit. Die haarsträubendsten Geschichten, die er sich ausdenkt, werden zur Wirklichkeit. Aus eingelegten Gurken wird plötzlich eine Aknefalle und die Behandlungssalbe wird aus paarungsbereiten Feuerwanzen gewonnen; oder seine kleine Schwester Belinda gewinnt ihren größten Wunsch, ein Riesentrampolin, obwohl niemand an einem Preisausschreiben teilnahm.

Authentische Charaktere

Der Schreibstil Martina Wildners ist recht schlicht gehalten und an die Denkweise eines 12-jährigen Jungen angepasst. Das half mir sehr, mich in Gregor hineinzuversetzen und mit Interesse zu verfolgen, wohin ihn seine ausgedachten Geschichten führen und was hinter dem rätselhaften Verschwinden einiger Personen und Gegenstände steht. Auch Gregors kleine Schwester wirkt authentisch. Wie Kindergartenkinder sind, lassen sie nicht locker, quengeln und drängeln, bis man ihnen Beachtung schenkt. Sicherlich hat das manchmal genervt, doch nur so wirkte es realistisch. Viele Dialoge lockern die Handlung auf, so dass sich nie Langeweile einschleichen kann.

Die Gestaltung des Covers und der Umfang des Buches sind angemessen. Der Titel „Irgendwas stimmt nicht“ kreiert die richtige Atmosphäre für die LeserInnen, was sie erwarten wird.

Mein endgültiges Urteil:

Die Autorin Martina Wildner spielt mit Gegenwart und Vergangenheit und schickt ihren jungen Helden auf ein turbulentes Abenteuer im Alltag, während dem er sich verschiedenen Gefahren stellen muss, vor allen Dingen aber den Ursprung aller Merkwürdigkeiten herausfinden muss. Meine Empfehlung für Jüngere oder direkt als Vorlesebuch. „Irgendwas stimmt nicht“ ist nicht zu kompliziert, sondern folgt einer simplen Linie, die durch Humor, Spannung und liebenswerte Charaktere aufgewertet wird.

3,5 Sterne

Thematik:

Spielplatz

Verschwinden

Nachbarschaft

Familie

Zeitreisen

Freundschaft

Schule

Allgemeine Buchinformationen:
Irgendwas stimmt nicht
Martina Wildner
14,99 € [D] | 15,50 € [A] |Kaufen
176 Seiten
ISBN-13: 9783827055101
Erscheinungstermin: 10. September 2012
Zu „Irgendwas stimmt nicht“ bei Bloomsbury

Zu „Irgendwas stimmt nicht“ bei Bücherkinder.de

Vielen Dank an Bücherkinder.de für dieses Leseexemplar
 

Serafina – Das Königreich der Drachen von Rachel Hartman [Rezension]

Kann EIN Mädchen ZWEI Welten vereinen?

Zerreißt die Finsternis, zerreißt die Stille.

S. 172

serafinaDer Inhalt:

Serafina muss sich am Hof des Königs stets versteckt halten. Obwohl die Drachen und Menschen in Goredd seit 40 Jahren in Frieden zusammenleben, sind Vermischungen der beiden Arten auf das Strengste verboten. Dennoch war Serafinas Mutter ein weiblicher Drache, wovon die wenigen beschuppten Partien auf Serafinas Körper zeugen. Als kurz vor dem Friedensjubiläum Thronfolger Prinz Rufus ermordet aufgefunden wird, kochen die Hassgefühle und Vorurteile der Menschen gegenüber den Drachen wieder hoch. Serafina muss aufmerksam sein wie nie zuvor. Was gar nicht so leicht ist, seitdem sie mit dem Hauptmann der Garde, Prinz Lucian Kiggs, zusammenarbeitet, der den Mord an Rufus aufklären will und in Serafinas detailliertes Wissen über Drachen eine gute Quelle sieht. Serafina läuft in seiner Gegenwart nicht nur Gefahr entdeckt zu werden, ihre Gefühle scheinen in seiner Nähe auch noch verrückt zu spielen…

Ein lockendes Cover, hinter dem sich ein niederschmetternder Einstieg verbirgt

Serafina – Das Königreich der Drachen“ wird von einem Cover geziert, das ich als bombastisch und wunderschön empfunden habe. Dementsprechend waren meine Erwartungen gesetzt, die zu Beginn sofort in den Keller fielen. Nach 100 frustrierenden Seiten blieb wenig Hoffnung auf Besserung. Rachel Hartman hat sich zwar nicht „zu Tode geschrieben“, jedoch viele zähe Kapitel gefüllt, die stark an eine Einleitung erinnerten.

Nach dem Anfangssumpf ist Rachel Hartman auf einmal eine intensive Spannung gelungen, die mich dazu verführte, Kapitel um Kapitel ohne Unterbrechung zu lesen; obwohl ich mir immer sagte, nach dem nächsten Kapitel müsste ich aber mal aufhören, dann eben nach dem nächsten usw., usw.

Ein wunderbar spannender „Leseteppich“

Plötzlich ist aus den einleitenden Informationen ein Teppich aus den spannendsten und vertracktesten Verknüpfungen geworden, die jeden Moment aufzufliegen drohten, mehrere Höhepunkte versprachen und getragen von charismatischen Charakteren, einen unglaublichen Sog entwickelten.

Dabei ist der Schreibstil Rachel Hartmans weder außergewöhnlich hochtrabend noch besonders spektakulär, jedoch hat diese Autorin eine Art einen in die Gedankenwelt ihrer Protagonistin Serafina eintauchen zu lassen, dass man derart intensiv mitfühlt wie selten. Diese Art wird vermutlich hauptsächlich durch die beinahe permanent anhaltende, innere Zerrissenheit Serafins und den damit einhergehenden Konflikten verursacht.

Ausgrenzungen der Minderheiten durch Mehrheiten in einem Glanzstück eindrucksvoll demonstriert

Eine lesenswerte Komponente der Erzählung stellte die enge Bindung der Musik dar. Musik ist eine Fähigkeit, die Serafina als halbes Drachenmischwesen quasi in die Wiege gelegt wurde. Trotz ihrer brennenden Leidenschaft zu dieser, muss sie stets gut achtgeben, aufgrund von dieser nicht ihre wahre Natur zu enthüllen. Dieses ist nur ein Beispiel von vielen zweischneidigen Begebenheiten, die rasant von Spannungsmoment zu Spannungsmoment führen.

Gelungen ist Rachel Hartman vor allen Dingen die Umsetzung ihrer Idee, die nicht nur auf der fantastischen Ebene besticht, sondern gerade durch die Fantasy auf der realen Schiene ausdrückt, dass es keine Rolle spielt, in welcher Welt oder Gesellschaft man lebt; immer wird es Ausgegrenzte geben, die von der Mehrheit für alle „Sünden“ zur Verantwortung gezogen und somit verachtet werden. Diese Botschaft ist in „Serafina – Das Königreich der Drachen“ eindrucksvoll demonstriert und mit z.T. nichtigeren, z.T. ebenso lesenswerten Komponenten unterfüttert, versehen worden.

Mein endgültiges Urteil:

Eine drachenreiche Geschichte, die es in sich hat und einen spätestens ab der Mitte packt und auf eine wunderbare und unvergleichliche Reise ins Reich der Intrigen, Liebenden und Konfliktwütigen führt. Eine Empfehlung für LeserInnen mit Durchhaltevermögen, denn am Ende wird man reich beschenkt!

Bewertung

Bewertung

Trailer:

Thematik:
Intrigen

Hybridwesen

Mischlinge

Überleben

Frieden

Völker

Liebe

Musik

Mord

Allgemeine Buchinformationen:

Rachel Hartman
Serafina – Das Königreich der Drachen
Band 1
Originaltitel: Seraphina
Originalverlag: Knopf / RH US
Übersetzt von Petra Koob-Pawis
Deutsche Erstausgabe
Ab 12 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
ISBN: 978-3-570-15269-0
€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,90
Verlag: cbj
Zu „Serafina – Das Königreich der Drachen“ bei cbj

Meine wahre erfundene Welt von Kaat Vrancken [Rezension]

Ich mach das alles nur, weil Sarah eine Fehlgeburt hatte. Das ist der einzige Grund. Eigentlich ist es wirklich dumm, dass ich mir so etwas habe aufschwatzen lassen! Ich muss jeden Tag tausend Wörter schreiben – und das einunddreißig Tage lang.

S. 9

U1_978-3-8415-0163-9.inddDer Inhalt:

Charlie Jansen ist 16 und steckt in einer Krise. Sie kann nicht schreiben und ist für 31 Tage dennoch verpflichtet, jeden Tag 1000 Wörter zu schreiben. Ihre Lehrerin sagt ihr, dass es egal sei, was sie schriebe, sie müsse nur in den Schreibfluss kommen und ihr Bestes geben. Also schreibt Charlie über das, was ihr jeden Tag passiert. Ob das ihr Bestes ist, kann sie nicht beurteilen, doch dass sie auf ihre depressiv gewordene Mutter ein Auge haben muss und ihr Freund Orhan sich langsam aber stetig verändert, hätte sie auch ohne das Schreiben bemerkt. Doch jetzt, so sagt sie, erlebt sie es durch das Schreiben gleich doppelt!

Ein jugendlicher Schreibstil für das richtige Maß an Authentizität

„Meine wahre erfundene Welt“ ist ein lieblicher Roman, der tiefer gehende Themen streift und seine Lesezeit wert ist. Im Tagebuchstil versucht die Protagonistin Charlie innerhalb eines Schreibmonats jeden Tag 1000 Wörter zu schreiben. Im Gegensatz zu ihrer Freundin hat sie keine Phantasie, weswegen sie über ihr wirkliches Leben schreibt, das in diesem Monat sehr turbulent verläuft. Beispielsweise ist ihre Mutter depressiv, ihr Freund Orhan wird immer eifersüchtiger und, und und…

Der Schreibstil der Autorin Kaat Vrancken ist sehr jugendlich und häufig mit Ausdrücken wie „so what“ versehen, die dieser Tagebuchform ein großes Maß an Authentizität verleihen. Manche dürften das beim Lesen als künstlich empfinden, mir hat es gefallen, denn zusätzlich hat es dieses Werk aufgepeppt. Beinahe bin ich geneigt anzunehmen, dieses Werk sei komplett autobiografisch und nicht nur erfunden, was für die glaubwürdige Qualität des Buches spricht.

Trotz seiner Kürze erfüllt „Meine wahre erfundene Welt“ alle für mich wichtigen Kriterien, die einen guten Roman ausmachen. Diese Kriterien beziehen sich auf glaubwürdige Charaktere, eine spannende Handlung und einen flüssig zu lesenden Schreibstil. Gegliedert ist Kaat Vranckens Werk in Tage, die je ein Kapitel darstellen und immer mit einem Schreibtipp von Charlies Lehrerin beginnen. Da Charlie sich selbst innerhalb dieses Schreibmarathons ausprobiert, wandeln sich die Stilformen gelegentlich und sowohl Charlie als auch die Autorin toben sich kreativ aus in ihrem sozusagen „Buch im Buch“.

Kein „Thrill“, dafür aber eine einprägsame und auf den Punkt gebrachte Geschichte

„Meine wahre erfundene Welt“ glänzt nicht vor hoher Kunstfertigkeit, atemberaubender Handlungsentwicklungen oder einem noch nie da gewesenen Plot. Es ist schlicht, auf den Punkt gebracht und somit in der Konsequenz einprägsam. Dennoch habe ich keine rege Intensität verspürt, wie es bei herausragenden und achterbahnfahrenden Handlungen manchmal der Fall ist, weswegen ich an dieser Stelle leichte Kritik üben muss. Die Gestaltung des Romans passt sich in gedeckten Tönen und einer schlichten Illustration dem Inhalt an und hat mir vor dem Lesen das Gefühl vermittelt, in ein großartiges Buch einzutauchen, was sich letztlich bewahrheitet hat.

Zum Abschluss bin ich der festen Überzeugung, dass dieses Buch so manche/n Leser/in zum Schreiben anregen wird. Neben den kleinen Schreibtipps erfahren die LeserInnen am eigenen Leib, mit welchen Schreibproblemen- und Blockaden man unter Umständen konfrontiert wird, wie man diese aber auch wieder lösen könnte. Unter diesem Aspekt bietet das Buch ganz am Ende zwei freie Seiten, die mit eigenen Gedanken gefüllt werden können; und wer weiß!- Vielleicht beginnt alles mit einer harmlosen Rezension?

Mein endgültiges Urteil:

„Meine wahre erfundene Geschichte“ überzeugt durch die glaubwürdige Stimme der 16-jährigen Protagonistin, die von ihrem alltäglichen Leben berichtet. Dieses normale Leben wird von dermaßen normalen, manchmal schon banalen, dann wiederum (selten) spektakulären Situationen beeinflusst, dass man glauben könnte, es sei dem Freund eines Freundes, einer Nachbarin, möglicherweise sogar in der eigenen Familie passiert. Ein Argument, das für den Charme dieses Werks spricht, und das durch seine würzige Kürze sicherlich keinen Staubfänger in den Buchläden darstellen wird.

Bewertung

Bewertung

Thematik:

Erwachsenwerden

Pubertät

Familie

Depressionen

Erste Liebe

Tagebuch

Schreibmarathon

Allgemeine Buchinformationen:

Kaat Vrancken
Oetinger Taschenbuch
Deutsche Erstausgabe
160 Seiten
Ab 12
ISBN 978-3-8415-0163-9
1. Auflage, Dezember 2012
Zu „Meine wahre erfundene Welt“ bei Oetinger Taschenbuch

Libellenfänger von Katja Brandis [Rezension]

LibellenfängerDer Inhalt:

Ricarda und Marek stehen keine 10 Meter von Antonia entfernt, als diese in der Disco zusammenbricht und zu atmen aufhört. Beide stürzen sich in die Wiederbelebungsmaßnahmen, doch Antonia ist nicht zu retten. Die ersten Ermittlungen der Polizei schließen eine Fremdeinwirkung aus, aber Ricarda sind einige Unstimmigkeiten aufgefallen, die bereits kurz vor Antonias Tod eintraten. Gemeinsam mit Marek begibt sie sich auf die Suche und rückt so selbst in den Fokus des Mörders. Des Libellenfängers, der Flügel ausreißt und hinterlässt. So zeigt er seinen Opfern, dass er ihnen auf der Spur ist und im Blick hat, was sie tun. Ist die Wahrheit es wert, dafür sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen?

Kein Highlight, aber eine lesenswerte Lektüre

Libellenfänger“ von Katja Brandis habe ich entgegen meiner Vorlieben für dieses Genre gelesen, da mir die Autorin mit ihren Werken „Ruf der Tiefe“ und „Schatten des Dschungels“ in Zusammenarbeit mit Hans-Peter Ziemek sehr imponiert hat.

Katja Brandis konnte an ihre Leistung leider nicht hundert prozentig anknüpfen, hat mir mit „Libellenfänger“ dennoch einige aufregende Lesestunden verschafft und eine Geschichte kreiert, in der ich gerne versunken bin.

Eine komplexe und rundum zufriedenstellende Protagonistin

Die Protagonistin Ricarda ist in meinen Augen ziemlich gut dargestellt und hat mich deswegen sehr fesseln können. So hat mich auch die gesamte Lektüre gefesselt, obwohl die Handlung öfters ziemlich unmittelbar zwischen den Orten und Zeiten hin und her springt: So wechselt Ricarda mitten auf der Seite innerhalb eines Nebensatzes den Schauplatz, was dann doch sehr abrupt anmutet. Solche Sprünge haben mich nicht in meinem Lesefluss gestört, aber dennoch etwas Irritierendes gehabt.

Ricarda selbst hat eine sehr interessante Vergangenheit, die ihr gegenwärtiges Denken oft beeinflusst und sie manchmal in interessante Bahnen lenkt, die ohne diese Vergangenheit vielleicht nicht möglich gewesen wären. Auf mich übte das einen unwiderstehlichen Reiz aus.

Einige Holprigkeiten im Ausgang der Geschichte

Wie viele Thriller und Krimis fängt „der Mord“ recht spektakulär an und die Indizien lassen „Überirdisches“ vermuten. Mit der Zeit relativieren sich diese Eindrücke und die Hintergründe der spirituellen Ebene werden offen gelegt. Leider kam so der Bezug zwischen dem Titel ‚Libellen‘ und ‚Fänger‘ nicht mehr ganz so reibungslos herüber.

Katja Brandis fügt eine spirituelle, esoterische Ebene in die Ermittlungen der Protagonistin mit ein, die mir gefallen hat, den Libellenflügeln jedoch etwas den Fokus klaut. Dies wäre nicht einmal erwähnenswert gewesen, wenn dies am Ende gut aufgelöst und miteinander verknüpft worden wäre.

Eine zarte Liebesgeschichte sorgt neben den Ermittlungen für Abwechslung, da so nicht nur der Mord thematisiert wird, sondern auch die Gefühle der einzelnen Figuren, die mir so noch näher ans Herz wachsen konnten.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und brachte mir ein ums andere Mal ein rasendes Herz ein. Ob nun durch dunkle Gassen und schaurige Situationen hervorgerufen oder durch intime Momente der beiden Hauptakteure.

Mein endgültiges Urteil:

Ohnmachtsgefühle und Herzkribbeln: „Libellenfänger“ lässt mich zwar nicht „Wow“-schreien, ist aber einen zweiten Blick wert. Spannung, Abwechslung und unverkennbare Charaktere haben mich durch eine teilweise ernstere und tiefer gehende Handlung begleitet.

Bewertung

Bewertung

Thematik:
Thriller

Mordermittlungen

Justizvollzugsanstalt

Vergangenheitsbewältigung

Familienbande

Engel

Esoterik Spirituelles

Allgemeine Buchinformationen:

Katja Brandis
Libellenfänger
Thriller
Erschienen: 01.10.12
368 Seiten
Klappenbroschur
€ 14,99 [D], € 15,50 [A], sFr 21,90
ISBN: 9783492702768
Zu “Libellenfänger” bei Piper/ivi

Mondtänzerin von Frederica De Cesco [Rezension]

Eine geheimnisumwobene Insel,

vier unzertrennliche Freunde

und eine große Liebe.

Der Inhalt:

Als Alessa, Viviane, Peter und Giovanni auf Malta in den unterirdischen Katakomben eine Tonfigur finden, erscheint Viviane die Göttin Persea, die die Figur Giovanni übergibt und darauf besteht, dass er sie behalten müsse. Viviane leidet unter Epilepsie und sieht häufiger solche Gestalten und Szenen vor sich und die Freunde sind felsenfest davon überzeugt, dass ihre Visionen stimmen. Also schließen sie einen geheimen Bund. Sie vier sind die ‚Kinder der schlafenden Göttin‘. Jahre später, nachdem sich alles verändert hat, und Giovanni verschwunden war, kehrt er zurück und ihr Schwur von einst gewinnt erneut an Bedeutung, als er in verbrecherische Machenschaften verwickelt ist.

Worte, die höhere Sphären zu beschreiben scheinen

Der „Mondtänzerin“ haftet etwas Skurriles und Anrüchiges an und ist mein erstes Werk der Autorin Frederica De Cesco. Neben kleinen Drogengeschichten wird die Religion, die Liebe und noch vieles anderes in diesem Roman thematisiert.

Frederica De Cesco ist zweifelsfrei eine Autorin, die ihr Handwerk mit kaum geahnter Größe und Kunst beherrscht. Sie findet Worte für Gedankengänge, die in höheren Sphären zu schweben scheinen und die einem ohne diese Frau vermutlich auch nie in den Sinn gekommen wären. Mit großer Dramaturgie und unabwendbaren Effekt, äußerst sie nüchterne Tatsachen, die sich wenig erklären und mit unerklärlicher Mystik arbeiten.

Gemeinsamkeiten und Gegensätze in einem

Im Zentrum von „Mondtänzerin“ stehen vier Figuren, die sich seit ihrer Kindheit kennen und durch das von der Autorin gezeichnete Bild Gemeinsamkeiten und Gegensätze bilden, der dieser Geschichte ihren Charme verleiht. Dieses Buch ist sehr ernst und greift Grausames auf, das oft nicht leicht zu lesen ist und es einem schwer machte, sich von den Seiten zu lösen. Dabei verliert Frederica De Cesco nie das Ganze aus dem Blickwinkel, so dass „Mondtänzerin“ trotz des Fokus auf die vier Hauptfiguren „universell“ wirkt.

Der Roman birgt eine solche Komplexität in sich, dass es schwer ist, den Geist dieser Geschichte in einer kleinen Rezension einzufangen. Zumindest erzählt Alessa, eine der weiblichen Hauptfiguren, die Geschichte aus ihrer Sichtweise und greift dabei oft die Gedankengänge der anderen auf und wechselt zwischen Gegenwart, Vergangenheit und gibt immer wieder dunkle Vorahnungen zu dem, was bald noch sein wird. Die Verschmelzung dieser drei Zeiten erzeugte eine Spannung, die immer unterschwellig wirkte und zudem bewirkte, dass meine Gedanken sich während des Lesens auf große Wanderschaft begaben.

Teilweise zähe Passagen

Nicht zuletzt greift Frederica De Cesco auf alte Sagen zurück und verwebt einige historische Aspekte, die dieser Geschichte unter anderem, diesen skurrilen Touch verleiht. Auch Malta, der Hauptschauplatz der Handlung, wird näher beleuchtet und fügt dem, was die vier Freunde erleben, Lebendigkeit hinzu.

Einen größeren Kritikpunkt habe ich allerdings noch: Und zwar lasen sich für mich einige Passagen, trotz der so oftmals zutreffenden Worte der Autorin, ziemlich langatmig und zäh. Die Geschichte unternimmt viele Ausflüge zu Nebenschauplätzen, die zwar interessant, unterm Strich allerdings ziemlich zäh anmuten und mich extrem störten.Viele dieser Passagen münden in übertriebenen Metaphern oder sind schlicht und einfach überflüssig.

Mein endgültiges Urteil:

Mondtänzerin“ vereint in sich die rohsten Bedürfnisse der Menschen von Liebe, Lust, Sehnsucht, Lebenssinn und Schmerz. Breit gefächert in vier markanten Charakteren packt Frederica De Cesco ihr Repertoire aus und entführt ihre LeserInnen in eine Geschichte der ganz anderen Art, von der man nichts anderes erwarten sollte, als sich überraschen zu lassen.

Bewertung

 

Thematik:

Mafia

Insel

Gesellschaft

Sitten

Anstand

Freundschaft

Liebe

Sehnsucht

Lust

Drogen

Macht

Geld

Religion

Allgemeine Buchinformationen:

Federica de Cesco
Mondtänzerin
Roman
Originalausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0323-9
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50
Verlag: Blanvalet
Zu „Mondtänzerin“ bei blanvalet

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