Archiv der Kategorie: Gastrezensionen

Ich sehe was, was niemand sieht von Tim O’Rourke [Gastrezension]

Diese Gastrezension ist von Lurchi von Leselurchs Bücherhöhle!

LeseLust & LeseLiebe bedankt sich sehr ❤ für den Gastauftritt!

Worum geht’s?

9783551520746Charley hat Visionen. In kurzen, heftigen Blitzen sieht und hört sie Dinge, die sie nicht zuordnen kann: Das angsterfüllte Gesicht eines Mädchens. Schreie. Das Rattern eines Zuges. Charley ist sich sicher, dass ihre Blitze ihr eine schreckliche Wahrheit zeigen, doch niemand glaubt ihr. Niemand – bis auf ihre beste Freundin Natalie, die vor wenigen Tagen durch ein Zugunglück starb. Als kurze Zeit später erneut ein Mädchen auf den Gleisen umkommt, ermittelt der junge Police Officer Tom Henson an dem Fall. Zufällig treffen er und Charley aufeinander. Als Charley Tom von ihren Blitzen erzählt, kann er es zunächst nicht fassen. Doch er glaubt ihr. Zusammen machen sich Charley und Tom auf die Suche nach der Wahrheit. Eine Wahrheit, die grausamer kaum sein könnte…

Meine Meinung:

Mit „Ich sehe was, was niemand sieht“ feiert Tim O’Rourke sein deutschsprachiges Debüt. Es handelt sich um einen Mystery-Thriller für Jugendliche, der von der Idee her ein wenig an die „Bodyfinder“-Serie von Kimberly Derting erinnert: Ein Mädchen mit einer besonderen, übersinnlichen Gabe ist die einzige, die einen vermeintlichen Serienmörder zur Strecke bringen kann. Unterstützend steht ihr ein gutaussehender, wohlerzogener junger Mann zur Seite, der schon bald mehr für sie sein soll. Morde, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen, und eine Liebesgeschichte, die einem zugleich das Herz erwärmt – eine Mischung, wie sie ein guter Jugendthriller für mich haben sollte. es geht noch leselustig weiter…

„Dreams ’n‘ Whispers – Lebe lieber übersinnlich“ von Kiersten White [Gastrezension]

~———Gastrezension von Jenny von Leseeinblicke:———~

White

Autorin: Kiersten White
Titel: Dreams ’n‘ Whispers – Lebe lieber übersinnlich (Band 2)
Jahr: 2012
Verlag: Loewe
Seiten: 383
Preis: 17,95 €uro
ISBN: 978-3785572399
Hardcover mit Schutzumschlag
Zu „Dreams ’n‘ Whispers“ bei Loewe!

 

Inhalt

Evie kann endlich ein normales Leben führen, doch es ist nicht so, wie in ihrer Lieblingssoap. Sie muss feststellen, dass sie in der Schule nichts als Durchschnitt ist, kaum Anschluss findet, die Sportlehrerin sie hasst und die Arbeit im Dinner alles anderes als „cool“ ist. Lend verbringt die meiste Zeit am College und hat nur am Wochenende für sie Zeit. Als Raquel von der Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler auftaucht und sie um Hilfe bittet, kann sie nicht widerstehen. Evie kann wieder jagt auf Vampire, Poltergeister und Trolle machen. Doch etwas stimmt nicht. Sie wird angegriffen, überall tauchen Elfen auf, selbst Reth ist hier weiter auf den Versen. Aber warum?

Bewertung

Umgebung

Evie lebt in den USA, die Menschheit weiß nichts von den Paranormalen und in den Augen der IBKP soll das auch so bleiben. Durch eine Ich-Erzählerin und einer sehr jugendlichen Schreibweise gelingt es der Autorin dem Leser Evie näher zu bringen. Die Sätze sind oft kurz und flippig.

Personen

Evie wird bald siebzehn und träumt von der Liebe. Ein Leben ohne Lend kann es für sie einfach nicht geben. Gleichzeitig hat sie das Gefühl, dass sie niemand verstehen kann, da sie selbst unter den Paranormalen einzigartig ist. Evie zeichnet sich aus durch eine Mischung von Naivität, Mut, Selbstzweifel, Herkunftsängste und der Suche nach einer Familie.

Jack scheint zu sein wie Evie. Heimatlos und Suchend. Seine etwas verrückte und abgedrehte Art geht allerdings nicht nur Lend und Evie auf den Keks. So ganz zuverlässig scheint er auch nicht zu sein.

Cover

Der zweite Band greift das Layout vom ersten wieder auf. Was an sich schon super ist. Auch ist es wieder herrlich Pink und auch hier ist das Bild nicht direkt auf dem ersten Blick zu erkennen.

Meine Meinung

Im zweiten Band geht es weniger piepig und pink zu als im Ersten. Da mich die vielen „pieps“ und das ganze Pink im ersten Band nicht gestört haben, sehe ich das nun nicht als Verbesserung oder -schlechterung an. Ganz anders der Anfang von dem Buch, ich bin über viele Seiten nicht hinein gekommen in die Geschichte, da es wenige Rückblicke auf den ersten Band gab. Den habe ich aber vor über einem Jahr gelesen und habe nicht mehr alles präsent und so quälte ich mich durch die ersten Seiten und dachte immer „was war noch passiert“. Mit der Zeit wurde es dann aber besser. Doch dann störte mich Evie ein wenig, so naiv, wie sie teilweise war, kann doch nicht normal sein. In viele Schlamassel hat sie sich selber geführt, weil sie mit niemanden redet und meint sie weiß alles am Besten.

Es gab im Buch viele kleine spannende und auch lustige Szenen, doch habe ich mich immer wieder gefragt, wohin führt die Geschichte. Für mich war kein roter Faden erkennbar. Erst am Ende des Buches kann ich rückblickend den roten Faden erkennen. Doch insgesamt wirkte das Buch für mich als Überleitung zum letzten Band, auch wenn es am Ende noch eine große Enthüllung gab. Dennoch entwickelte sich kein Spannungsbogen, dass soll nun nicht falsch verstanden werden. Es war die meiste Zeit spannend, auch auf einer hohen Ebene, doch gab es für mich keine Highlights, die diese geraden Linien haben nach oben ausschlagen lassen.

Fazit

Der zweite Band ist wesentlich schwächer als der Erste. Auch kann ich für mich selber noch nicht sagen, ob ich den dritten Band lesen muss. Über Evie erfährt der Leser ein wenig mehr, doch sonst gibt es wenig neue Entwicklungen in dem Buch. Es ist mehr eine Hinleitung zum letzten Band.

Sterne

Bei der lieben Charlouise bedanke ich mich ganz ganz doll, dass sie mir das Buch zur Gastrezension gegeben hat.

 

–> Hier findet ihr meine Rezension zum 1. Band:  „Lebe lieber übersinnlich – Flames ’n‘ Roses

Gormenghast – Im Schloss von Mervyn Peake [Gastrezension]

~———Gastrezension von Anja von Anjas Bücherblog:———~

Inhalt (Klappentext):
Titus ist sieben. Sein Gefängnis: Gormenghast. Gewalt und Gesetzlosigkeit breiten sich wie eine Pest in den finsteren Kammern und den spinnwebverschleierten Dachböden des Schlosses aus. Doch wer steckt hinter den unerklärlichen Ereignissen?

Meine Bewertung:
Es gibt Bücher, auf deren ersten Seiten man erst einmal einige Steine aus dem Weg räumen muss, um den Zugang zur Geschichte zu finden. Und dann gibt es Bücher, bei denen räumt man Stein um Stein mühsam beiseite, und alles, was man dahinter findet, sind unzählige weitere Steine – noch schwerer, grauer und langweiliger als die ersten.

Leider gehört „Im Schloss“, der zweite Roman der Gormenghast-Reihe von Mervyn Peake, zu letzterer Kategorie. Das Buch erschien auf Englisch 1950, auf Deutsch 1982 und wurde 2010 neu durchgesehen nochmals herausgebracht.

Ein unheimliches Schloss, das viele Geheimnisse und skurrile Personen beherbergt, ist doch guter Stoff für eine fesselnde Geschichte – sollte man meinen. Auf dieses Buch trifft das jedenfalls nicht zu:

An kein Buch kann ich mich erinnern, das ich so gern abgebrochen hätte. Über kein Buch habe ich beim Lesen so geflucht, weil seine Geschichte zäh wie dickflüssige Gummimasse zwischen den Seiten klebte.

Was nützen „telling names“, wenn sie das einzig Interessante an den Figuren sind? Was nützt ein auf dem Cover angekündigtes Vorwort von Fantasy-Autor Tad Williams, wenn dessen meiner Meinung nach ungerechtfertigter, achtseitiger Lobgesang auf „Im Schloss“ bei Weitem besser geschrieben ist als das angepriesene Buch selbst?

Williams‘ Vorwort schließt mit den Worten: „Wir wollen wissen, was als nächstes geschieht, weil es eine Geschichte ist – eine großartige Geschichte.“

Für mich jedoch gilt: Ich will mit Sicherheit nicht wissen, wie die Geschichte in den nächsten beiden Bänden weitergeht, weil es eine langweilige Geschichte ist – eine furchtbar schlecht geschriebene Geschichte.

Mein Fazit:
Wäre dieses Buch kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es nach den ersten Kapiteln schon abgebrochen. Mervyn Peake – einmal und nicht wieder.

 

Bewertung

 

 

Vielen Dank, Anja für deine Gastrezension, auch wenn dir „Gormenghast“ nicht gefiel! – Charlousie

 
Buchinformationen:
Mit einem Vorwort von Tad Williams, aus dem Englischen von Annette Charpentier (Orig.: Gormenghast)
1. Aufl. 2010, 634 Seiten,
gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93922-4

Zum Buch: Klick!

Danke an den Klett-Kotta-Verlag für dieses zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar!

 

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