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22 Bücher in 11 Wochen. Mein Leben ohne Internet.

Meine gelesenen Bücher + Fangirl & Der schwarze Thron (verliehen), In der Liebe ist die Hölle los (E-Book)

Als ich im Juni ankündige einige Wochen weg zu sein, bin ich der festen Überzeugung, dass ich mein virtuelles Leben total vermissen werde.
Die erste Woche fühlt sich in der Tat merkwürdig an. Immer wieder entsperre ich mein Handy, um dann stutzig innezuhalten: „Da ist nichts mehr. Die Apps hast du gelöscht.“
Es scheint, als hätten meine Finger ein Gedächtnis und das lässt meinen Daumen immer wieder intuitiv die Social Media Buttons ansteuern.
Ich kann auch nicht behaupten, dass ich viel an Instagram und Co. denke in dieser ersten Woche. Mich gruselt eher dieses Unterbewusste.


Nach schon einer Woche ist dieser ominöse Drang auf Social Media Plattformen abzuhängen weg.
Stattdessen lese ich. Für meine Verhältnisse sehr viel. Nämlich mehr als die letzten beiden Jahre zusammen: rund 22 Bücher in 11 Wochen.
Statt mir beim Lesen zu überlegen, welche Zitate ich später gerne hervorheben könnte und wie ich das Buch inszenieren kann, lasse ich jedes Buch einfach nur ein Buch sein. Zwar notiere ich mir danach stets einige Punkte für eine Rezension, doch ich kann das Lesen mehr genießen. Kein (selbst gemachter) Druck mehr, glorreiche Worte für eine glamouröse Geschichte finden zu müssen. Keine Sorge, dass das Bild für Instagram doch wieder nicht so sein wird, wie ich mir das vorstelle.

Einfach nur lesen. Und das tut erstaunlich gut. Und ist auch sehr förderlich für meine Leselust. (Die Anzahl der verschlungenen Bücher sprechen da wohl für sich.)

Ansonsten habe ich in meiner Auszeit sehr viel über mich nachgedacht. Gelernt, besser für mich zu sorgen und insgesamt achtsamer zu sein. Ein Wort, das wie ich finde sehr sorgfältig eingesetzt werden sollte, damit es sich nicht abnutzt. Denn Achtsamkeit ist so wichtig. Achtsamkeit kann bei ganz kleinen Dingen beginnen und bei ganz großen aufhören.

Den Zeitpunkt, wie du lernst für dich achtsam(er) zu sein und zu erkennen, was das überhaupt ist, bestimmst du übrigens selbst. Es hilft dir nicht, zig Blogartikel zu lesen, die das Thema irgendwie anschneiden und dich danach unzufrieden(er) zu fühlen, weil du das Gefühl hast, du müsstest jetzt irgendwie etwas verändern, aber gar nicht so genau weißt, wie.

Für meinen Blog und das Lesen habe ich mir in diesen 11 Wochen ein (für mich) großes Motto überlegt, das ich versuchen werde umzusetzen: Manchmal ist weniger mehr.

Für mich als sehr selbstkritischer und perfektionistisch veranlagter Mensch wird die Umsetzung des Mottos nicht leicht. Doch die Wahrheit ist die, nehme ich mir zu viel vor, werde ich a) unzufrieden, weil es nicht meinen Erwartungen entspricht oder ich das Pensum nicht einhalten kann. B) fange ich gar nicht erst an, weil mich die Last meiner Erwartungshaltung schier erdrückt. C) bleibt der Spaß auf der Strecke, was über kurz oder lang dazu führen könnte, dass ich das Bloggen an den Nagel hänge.

Das Bloggen an den Nagel hängen, ein Stichwort, über das ich in diesen 11 Wochen nachsinne. Glücklicherweise stelle ich schnell fest, dass die positiven Seiten die negativen bei weitem überwiegen.
Heute ist übrigens wahrlich der falsche Tag, um meinem Blog Lebewohl zu sagen. Zum Einen steht der Umzug auf felibri.de noch immer aus und zum anderen feiert LeseLust & LeseLiebe genau heute sein siebenjähriges Bestehen. Yay.

Doch ich muss wahrlich achtsamer sein. Ein Grund, warum die Social Media Apps noch immer nicht auf mein Smartphone zurückgekehrt sind. Zur Buchmesse nächste Woche wird sich das vermutlich temporär ändern, aber auch nur vielleicht und nur temporär ;).

So freue ich mich dir mitzuteilen, dass ich wieder da bin.

Ich habe mehr zu mir selbst gefunden, bin in meiner Lebensphilosophie gereift, bin ein glücklicherer Mensch und freue mich, dir in den nächsten Wochen von einigen Buchknallern vorzuschwärmen, dich aber auch vor einigen Buchpannen warnen zu können.

Pass auf dich auf
Charlousie

PS: Wenn du Lust darauf hast, versuch es ruhig einmal selber. Diese Internetabstinenz. Wer weiß, vielleicht stellst du fest, dass du sie ziemlich erholsam findest.

PPS: Meinen Blog darfst du natürlich trotzdem weiterlesen :3

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8 Gedanken zu „22 Bücher in 11 Wochen. Mein Leben ohne Internet.“

  1. Hach! Was für ein schöner Beitrag! Erstmal WILLKOMMEN ZURÜCK ❤

    Ich finde auch es auch ganz schlimm, wie "automatisiert" dieser Vorgang ist "online zu sein", denn den wenigsten ist wohl bewusst, dass es Teil des alltäglichen Lebens ist. Wenn man es nicht mal schafft das Handy beiseite zu legen usw. hat man wohl ernste Probleme. Ich bewundere dein Durchhaltevermögen wirklich sehr, denn 11 Wochen ganz ohne Internet würde rein beruflich bei mir nicht funktionieren. Ich nehme mir dafür aber auch öfter einige Tage pro Woche, wo ich Apps & Co einfach mal sein lasse 😀

    Die 22 gelesenen Bücher, wow! Hoffentlich waren sie auch gut! 😛

    Fühl dich gedrückt!!!
    Liebe Grüße,
    Tanja

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  2. Liebe Charlousie,
    das klingt wirklich nach einer guten Erfahrung. Überlegt habe ich das auch schon, weil ich denke, dass da schon eine gewisse Abhängigkeit besteht. Mir würde es anfangs genauso ergehen wie dir. Gleichzeitig sind die Social Media Kanäle solche Zeiträuber und die Kommentare auf dem Blog kommen auch noch hinzu.
    Aber schön, dass du wieder da bist und das Bloggen nicht aufgeben willst!
    Herzlichen Glückwunsch zum Blogjubiläum!
    Wir laufen uns sicher in Frankfurt über den Weg!
    Liebe Grüße
    Mona

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  3. Huhu Charlousie,

    schöner Beitrag! ❤ Und alles Gute zum Blogjubiläum.

    Ich musste im letzten Monat auch so einiges davon feststellen. Ich hatte 4 Monate lang kein Smartphone, einfach weil es kaputt war und ich keine Zeit/Nerven hatte, mich nach einem neuen umzusehen. Jetzt habe ich seit wenigen Wochen wieder eines und musste schnell feststellen, dass mir die Zeit ohne dieses ständig erreichbar sein lieber war und dass ich trotzdem schon wieder viel zu oft sinnlos bei FB und Co. herum scrolle… :/
    Außerdem hatte ich vergangenen Monat plötzlich kaum noch Freude am Lesen gehabt. Und entsprechend auch wenig Motivation zum Bloggen. Nach einiger Zeit fiel mir dann auch auf, dass das daran liegt, dass ich mir mit dem Bloggen/alles Rezensieren zu viel zumute. Wenn ich Bücher nur noch mit dem Gedanken zur Hand nehme, dass ich hinterher meine ausführliche Meinung verfassen muss, geht leider auf Dauer der Lesespaß verloren. Ich möchte Bücher genießen und nicht "abarbeiten". Seit ich das verstanden habe, lese ich auch wieder. Und habe wieder Rezensionen begonnen. Aber ganz ohne Zwang. 😉

    LG Alica

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  4. Lebt man bereits einen Tag ohne Internet, kann das Wunder bewirken. Hab das öfters, wenn ich in Football-Camps bin. Gut, da ist es meistens max. ein halber Tag. Aber allein der Zwang auf das Handy zu schauen, selbst wenn der Akku leer ist (ja das hab ich oft genug), kann damit unterbunden werden. Das tut echt gut. Einfach mal abschalten. Abends leg ich das Handy jetzt auch öfters weit weg, weil ich selbst beim schlafengehen das Bedürfnis habe, ständig auf das Handy zu starren … schlimm, diese Sucht. In der Zeit könnte ich auch einfach was lesen. Glaub da ist es auch wieder gut, dass ich mein Fahrrad habe und in der Zeit nicht aufs Handy starre 🙂

    Ich freue mich, dass du blogtechnisch zurück bist, aber wir sehen uns zum Glück auch oft genug offline ❤ Bin froh, dass wir uns trotzdem übers Internet kennengelernt haben!

    Liebe Grüße
    Heffa

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  5. Zunächst: Ich hab Dich und Deine zwei Süßen sehr wohl vermisst. Mein Problem 😉

    Und dann: Ich würd Dich gern drücken! Bleib bitte bitte bei dem Weniger-ist-mehr!!!

    Happy Blogburzeltag 😙 7 Jahre…wow…da frag ich mich Grad, wie lang häng ich eigentlich schon an Deinen Hacken??? Auf alle Fälle lang genug, um Dich und Deine Blog ins Herz geschlossen zu haben!

    Deswegen freu ich mich auch unbändig, dass Du glücklicher bist und die Leselust an Deiner Seite weilt.

    Nochmal drücken und dann freu ich mich auf alles, was von Dir kommt. Wie immer halt 😙

    Liebste Grüße
    Bine

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  6. Willkommen zurück und gaaaanz herzlichen Gückwunsch zum Blogjubiläum! ♥
    Ich genieße es vor allem im Urlaub immer sehr, wenn ich kein Internet habe und damit auch keinen Grund, sinnlos bei Facebook zu surfen. So im Alltag muss ich mir eigentlich keine bewussten Pausen verordnen, denn seit ich dank meiner Kinder weniger Zeit habe, ist die klare Devise: gerade keine richtige Lust zu bloggen/instagramen etc? Dann lass es einfach. Aber wer weiß, ob etwas Internetabstinenz am Abend nicht auch meinen Buchkonsum wieder erhöhen würde? Am besten ich fange gleich an und klappe den Laptop wieder zu. Bis bald! 🙂

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  7. Hallo 🙂

    also ich würde ja von mir – auch als Blogger – behaupten, dass ich gar nicht so Social Media versessen bin. Mit Facebook habe ich es noch nie so gehabt und Instagram wird irgendwie langsam langweilig (oder ich zu alt :D).
    Aber ich habe in der letzten Woche auch extrem viel gelesen für meine Verhältnisse. Das waren allerdings nur 5 Bücher in 7 Tagen. Danach war irgendwie mein Kopf zu voll und ich habe alles vermischt. Ich bin wohl einfach kein Vielleser 😉

    Aber eigentlich ist ja auch die Hauptsache, dass man etwas findet, bei dem man sich entspannen kann und nicht immer nur so gehetzt zu sein. Ich finde Facebook manchmal echt zu anstrengend.. So viel sinnloses Zeugt..

    Ich wünsche dir ein wundervolles Wochenende!
    Liebe Grüße
    Meiky

    Gefällt 1 Person

  8. Huhu!

    Hach ja, das muss ich auch mal wieder machen… Es ist ewig her, dass ich das letzte Mal für eine Zeitlang den Internet-Stecker gezogen habe, und ich fand es damals auch unheimlich erholsam. 🙂

    Dazu muss ich sagen, dass ich eh eine Neanderthalerin bin: ich habe kein Smartphone und ich will auch keines. Die Vorstellung, immer und überall erreichbar zu sein, verursacht mir Schnappatmung, und WhatsApp ist so ziemlich meine persönliche Vorstellung der innersten Zirkel der Hölle. X-D Im Internet hänge ich allerdings dennoch ziemlich viel.

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    Oh, und Glückwunsch zu den sieben Jahren, das ist echt eine Hausnummer! 😀

    LG,
    Mikka

    Gefällt 1 Person

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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