Rezensionen

Bloggerin auf Reisen: LitBlog Convention 2017 in Köln – Part 1

In diesem Blogartikel möchte ich euch von meinen Erlebnissen und Eindrücken von der LitBlogConvention 2017 in Köln berichten. Ihr erfahrt, was gut und was vielleicht auch weniger gut gelaufen ist. Da der Beitrag mehr Informationen umfasst, als ein Artikel fassen kann, habe ich den Bericht in zwei Teile gesplittet.
Heute erzähle ich euch vom wunderschönen Verlagshaus, den ersten Veranstaltungen rund ums Handlettering, Social Media und Influencing sowie von eskalativ spaßigen Fotosessions in einem ganz besonderen Gefährt!
Morgen folgt direkt der zweite Part, der von meinem Veranstaltungsfazit, meinen Highlights der Conventions und schönen Begegnungen erzählt.

Viel Spaß beim Lesen! Würdet ihr gerne einmal eine LitBlogConvention besuchen? 

»Traumhaus Verlag?«

Zum zweiten Mal öffnete die LBC im Bastei Lübbe Verlagshaus ihre Türen. Letztes Jahr bin ich euch den Bericht schuldig geblieben, dieses Jahr hat mich die Muse geküsst.
Wie ich bereits in Nach Deutsche Bahn kommt Bloggerwahn erzählt habe, reiste ich am Freitag an, um dann einigermaßen ausgeschlafen (haha, genau, wir waren ja gar nicht viel zu lange wach oder so!) rechtzeitig zusammen mit Simone auf der Convention aufzuschlagen.
Wie auch letztes Jahr war das gesamte Gebäude übersichtlich ausgeschildert und mit viel Liebe fürs Detail dekoriert. Das Gebäude an sich verdient übrigens ein paar Worte: ein sehr helles und offenes Haus, das überall mit lustigen Sprüchen, Wandtattoos, Bemalungen und Zitaten aufwartet. Neben den unzähligen Büchern ❤ auf den immerhin sechs Etagen, gibt es überall Neues zu entdecken und man könnte sich alleine für solch eine Erkundungstour bestimmt einige Stunden gut beschäftigen.

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Zur inhaltlichen Entzerrung wurde in jedem Slot ein zusätzlicher Programmpunkt angeboten, weil letztes Jahr viele Probleme hatten, in ihren Wunschveranstaltungen noch einen Platz zu erhalten. Außerdem gab es mittags eine längere Pause mit belegten Brötchen, damit mehr Zeit zum Austausch bleibt.


»Ihre Goodiebag möchte bitte aus dem Taschenparadies abgeholt werden«

Nach dem Einlass – ich war die Erste ;P – bekam ich eine prall gefüllte Goodiebag, die erneut das Logo der LBC zierte, dieses mal im leuchtendem Orange. Die Goodies werde ich euch morgen im zweiten Part näher vorstellen, doch so viel sei angeteasert: mich erwartete ein köstlich, prickelnder Inhalt.

Nach der Begrüßung startete direkt das erste Panel, das ich im Vorfeld als meinen Liebling auserkoren hatte: Das Basic Handlettering.

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»Letterlove«

Dort gab es einen kleinen Guide und eine kleine Auswahl an Alphabeten für uns. Geleitet wurde der Workshop von Grafikerin Suse Engel, die jeden ermunterte, den Stift einfach (so schräg wie möglich) zu nehmen und loszulegen. Zugegeben, die Veranstaltung war als Veranstaltung für erstmalige Anfänger deklariert, dennoch hatte ich gehofft, ein paar Tipps und Tricks zu erhalten.

Das war zwar leider nicht der Fall, dennoch war es für mich spannend zu sehen, wie andere das Handlettering zum ersten Mal erleben, wie geschickt oder ungeschickt die Anweisungen befolgt wurden und wie jemand sinngemäß so etwas sagte wie: „ich dachte, das soll entspannen. Mich macht das total aggressiv“.
Ich würde sagen, entweder es funkt sofort oder gar nicht 😉 – Ich war vom ersten Strich an begeistert! ❤


»Privatjet und Bodenhaftung schließen sich nicht aus«

Im zweiten Panel bin ich zu Traumberuf Influencer gegangen, in dem der Instagramstar Pamela Reif, eine noch 20 Jahre junge Frau mit einem 1,0 Abischnitt und sehr durchtrainiertem Körper, zur Influencer-Thematik interviewt wurde. Ein Thema, das mich unglaublich interessiert. Das liegt wohl in der Natur der Dinge, das Phänomene, also „Ausnahmeerscheinungen“ anziehend wirken, eben weil man sie nicht so gut greifen oder erklären kann. Vorab: ich wurde enttäuscht.

Deshalb ist es rückblickend auch eigentlich gar kein Wunder, dass die „große Frage“, wie man Influencer wird, gar nicht beantwortet werden konnte. Stattdessen haben wir sehr viel über Pamela Reifs Erfolgsgeschichte gehört und wie ihre Zukunftspläne so aussehen. Auch dem habe ich gerne zugehört, schließlich war auch das angekündigt, doch war ein etwas bitterer Beigeschmack dabei, weil ich die Veranstaltung besuchte, um Neues zu erfahren, zu lernen und zu wachsen.  Ich hätte mit den Fragezeichen im Kopf besser leben können, wenn Christoph Kracht als Interviewer noch den Bezug zu Büchern hergestellt hätte.

Leider schien er in diesem Nischenbereich nicht sonderlich versiert und konnte auch bei Nachfragen keine wirklich hilfreichen Antworten geben. Die Botschaft, die mir Community Editions, stellvertretend durch Christoph Kracht, mitgegeben hat war jedoch: stellt euch breit auf, um Reichweitenstärke zu erlangen und wenn Bücher das nicht bringen… sucht euch Alternativen. Das lasse ich an dieser Stelle erst einmal unkommentiert so stehen und greife das später noch einmal auf. Es kommt nämlich noch dicker.


»Party im Bulli«

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Dann war erstmal Pause angesagt und wir nutzten die Zeit für viele Sessions im absoluten Partykracher: dem vintage Fotobulli. Ein fescher Bulli, der dir ausgestattet mit allerlei Dekomaterial die Möglichkeit bietet 4 Fotos nacheinander zu schießen, die du direkt als ausgedruckten Steifen mitnehmen kannst. So wie im Fotoautomaten. Besser gehts doch gar nicht, oder? Unserer Kreativität und unserem Spaß waren keinerlei Grenzen gesetzt, wie ihr hier sehen könnt 😉


»Käsebrot goes Social Media. Oder wie man es nicht macht!«

Nach der (übrigens sehr köstlichen) Pause kam ich in die Veranstaltung Das Zusammenspiel von Büchern, Hashtags & Social Media zunächst leider nicht mehr rein. Spontan wurde der Ort gewechselt, ein herzliches Dankeschön an die Verlagsmitarbeiter, die das so fix möglich gemacht haben. Statt vor 20 Leuten, sprach die Speakerin Sarah Liz stattdessen vor rund 40/50. Unglücklicherweise hat sich das vorige Problem wiederholt: direkt zu Beginn sagte Sarah Liz, die für (von?) Community Editions sprach, dass sie keine Ahnung von Büchern und dem Buchmarkt bzw. dem Buchmarkt in den sozialen Netzwerken hat, uns aber knapp runterbricht, wie Social Media Marketing funktioniert.

Man kann eine Veranstaltung für primär Buchblogger und Booktuber so einleiten, muss man aber nicht (auch wenn ich ihre Ehrlichkeit zu schätzen weiß). Und es ist auch wenig sinnvoll, wenn sie einem erklärt, dass sie ihre Reichweite nur/primär mithilfe ihres Youtubestarfreundes aufgebaut hat. Zwischendurch gab es noch einige Bemerkungen, die ich nicht so angemessen fand, doch die spare ich mir einfach mal. Richtig widersinnig fand ich allerdings besonders zwei Dinge. Zum einen, dass auch sie uns ausschließlich Tipps gab die nur umsetzbar sind, wenn man bereits eine (große) Reichweite hat. Zum anderen sagte sie, dass man sich auf eine Nische spezialisieren solle, weil die Leute das besser finden würden (authentischer und mehr Zutrauen der Community in einen selbst und den Kanal/Blog ). Wenn Bücher diese Aufmerksamkeit nicht generieren könnten  (der genaue Wortlaut war ein anderer!), müsse man Alternativen suchen oder zwei verschiedene Hobbies verknüpfen. Wie beispielsweise Reiten und Lesen, wenn man nicht wisse, wie das funktioniert – wisse sie übrigens auch nicht – solle man das herausfinden.
Sicher, das war möglicherweise ein unklug gewähltes Beispiel für »verknüpft etwas komplett Neues, was niemand zuvor verknüpft hat, um viele Leser zu erhalten«, sofern sie dies denn ausdrücken wollte.
Um jedoch zur Quintessenz meines zweiten Problems zu gelangen, muss ich an die vorangegangene Influencer Veranstaltung anknüpfen (haha, Wortwitz!). Hierfür möchte ich an die Aussage von Herrn Kracht erinnern, der für eine thematisch breite Aufstellung plädierte. Nun bin ich mir nicht mehr so sicher, ob Community Editions so richtig weiß, was sie nach außen hin eigentlich empfehlen und kommunizieren möchten?
Wesentlich stärker erschrocken hat mich jedoch die Botschaft beider (!) Community Editions Veranstaltungen, die einem auf einer Literaturveranstaltung mehrmals nahelegen, sich ein anderes Hobby zu suchen, so denn man denn Erfolg haben möchte. Da der Begriff des Erfolgs durch jeden anders definiert wird, hier die Definition wie es in diesem Zusammenhang gemeint war:

Erfolg ist Sichtbarkeit und eine sehr hohe Followerzahl in den sozialen Netzwerken bzw. auf der Plattform, die man bespielt.

Logo, dann beginne ich jetzt einen Blog übers Reiten, weil das mehr gelesen wird und meide ab jetzt jegliche Literaturveranstaltungen? – Eh, nein!

Möglicherweise lag es nicht in der Absicht von Community Editions diese Botschaft auszusenden. Doch dann bitte ich darum, dass sie für das nächste mal besser an ihrem offline Auftritt feilen. Es spielt sich eben nicht alles online ab! 😉


»Input statt Frustration«

Danach war ursprünglich die Veranstaltung Books & Co. auf Instagram geplant. Auch diese wurde von der Community Editions ausgerichtet. Ich habe etwas gegrübelt. Der Titel benannte explizit Bücher und war von allen drei Community Editions Slots derjenige, der mich von Anfang an am meisten interessierte. Doch auch die gerade besuchte Veranstaltung hatte mich ja angeblich über Social Media und Bücher informiert. Das stellte also keinen Garant mehr dar.
Lernresistenz geht anders und ich wollte endlich rundum zufrieden eine Veranstaltung verlassen, weshalb ich mich spontan für Mara Giese umentschied, die uns etwas übers Lesen, bewerten, empfehlen – wie funktioniert eigentlich ein Bücherblog? erzählte.

Ob Mara Giese mir endlich den Input bescherte, den ich auf der LitBlogCon bisher so vergeblich suchte, könnt ihr schon morgen in Part zwei nachlesen und natürlich noch viel mehr! 😉

Ich freue mich auf euch
Charlousie

bloggerinaufreisen

 

 

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1 thought on “Bloggerin auf Reisen: LitBlog Convention 2017 in Köln – Part 1”

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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