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Warum ihr bei der Katzenhaltung alles falsch macht!

Warum ihr bei der Katzenhaltung alles falsch machtDieser Artikel dreht sich grob darum, über was man sich bei einer Katze alles Gedanken machen kann. Manches ist sinnvoll, manches ist sehr wichtig und manches kann man, muss man aber nicht machen. (Letztlich muss man natürlich gar nichts). Ich schneide einige Bereiche kurz an, unterlasse es aber, euch zu erzählen, was DAS Beste ist. Ich habe mir zu allem natürlich meine eigene Meinung gebildet und beizeiten werde ich einiges mit euch teilen, aber dabei handelt es sich immer um meine subjektive Einschätzung. Keinesfalls um eine Vorschrift oder ein: nur weil ihr es anders macht, macht ihr es falsch oder seid schlecht(er).

Bevor unsere beiden Katzen bei uns einzogen, habe ich mich viel mit dem Thema Katze beschäftigt. Zwar bin ich mit Katzen aufgewachsen, doch habe ich alle Erziehungsmaßnahmen und Gewohnheiten meines Elternteils stets als gegeben angenommen. Natürlich meinte ich das Wichtigste zu wissen und auch richtig auszuführen, doch beim Recherchieren entdeckte ich selbst in Gebieten, in denen ich mich auszukennen gedachte, viel Neues. Vielmehr merkte ich, dass mein Wissensstand teilweise veraltet oder sogar destruktiv sein konnte. So begann ich alles in mich aufzusaugen, was ich nur finden konnte. Denn dieses sind nun meine ersten so richtig „eigenen“ Katzen, die ich aufziehen und ihr Leben lang beherbergen werde. Deshalb habe ich die Verantwortung mich eigenständig zu informieren und das Beste für meine Samtpfoten zu geben.

Wenn ihr ähnliche Probleme kennt oder euch das ein oder andere Thema auch schon beschäftigt hat, freue ich mich sehr über eure Meinung in den Kommentaren.

Katzenhygiene

Wie viele, wie aufstellen, was tun, wenn die Katze nicht draufgeht, welches Streu nehmen. Wie lange das Streu, das sie schon kennen, verwenden oder ist das überhaupt notwendig? Kann man Katzen alternativ nicht die Menschentoilette beibringen, welche Chancen und Risiken birgt das?

Katzenzubehör

Welches Spielzeug, wie viel davon, was von Beginn an, was erst nach und nach? Was, wieso, weshalb, warum,warum lieber dort als da hinstellen, wie alles schmackhaft machen, bereits vorm Einzug der Kitten aufstellen oder doch lieber danach?

Gefahren im Haushalt

Was vorsorglich außer Reichweite aufbewahren, wie die Kabel und Steckdosen sichern, Fenster Kippsicher machen usw. usf.

Tierarzt

Auf was sollte man bei der Wahl achten? Er sollte einerseits nicht zu weit weg sein, (selbstverständlich) kompetent sein und dennoch nicht überteuert. Also einige telefonisch abgeklappert und mitunter „interessante“ Erfahrungen gemacht, auf die ich gerne verzichtet hätte.

Gesundheit

Welche Maßnahmen unbedingt (wann?) durchführen lassen, welche Impfungen (enorm kontrovers diskutiertes Thema!) geben, welche nicht und warum…

Kastration: WANN (bei Männchen und Weibchen durchaus wichtig. Bei Geschwistern umso mehr!!), Vor- und Nachteile einer Frühkastration. Die Frage, ob erstmal nur unseren Kater und dann später die Katze oder beide direkt zusammen. Am Ende hätte ich beinahe meine eigene Zucht eröffnen können. Ich wusste plötzlich sogar, dass es Verhütungspillen für Kätzinnen gibt!! :o)

Trinken

Wie bringe ich meine Katze zum Trinken? Wo und wie viele Trinkquellen sollte ich zur Verfügung stellen? Animiert ein Katzentrinkbrunnen die Miezen zum vermehrten Trinken?

Abholen beim bisherigen Besitzer

Wie lange muss/sollte man das bisher bekannte Futter weiter füttern? – Die beiden lieber zusammen oder getrennt transportieren, in einer abgedunkelten oder eher lichtdurchlässigen Transportbox…???

Salem Fressen

Ankunft

Wie die Katzen am Besten willkommen heißen. In welchem Raum gewöhnt man sie als erstes ein, was sollte dieser sofort enthalten?

Erziehung

Wie die Katze davon abhalten, bestimmte Dinge zu unterlassen (Tapete kratzen, Fensterfolie abziehen, Gardinen hochlaufen). Weiterführend: was tun, wenn das normale „Nein“ und ansonsten standardmäßige Positivverstärker und Loben nicht wirken?

Katzenzubehör DIY

Ich habe gefühlt ganz YouTube mit KatzenDIY Videos durchgeguckt und eine ellenlange Liste an Sachen erstellt, die so geil sind, dass ich sie als mittelgeschickter Mensch niemals nachmachen könnte und eine Liste, die all den „krassen, heißen Scheiß“ derjenigen Sachen beinhaltet, die gerade noch so in meinen Fähigkeitsrahmen fallen. (Freut euch auf eine Menge (!!) DIY Katzenstuff ;)). Zwei habe ich bereits umgesetzt. Eines ganz gut, eines eher so okay.

Ernährung: Futter

Katzenfutter

Dies ist das „schlimmste“ Thema überhaupt! Wir haben in meiner Kindheit primär die 400g Dosen von Aldi gefüttert und ich beging den „Fehler“ mal „kurz“ zu googeln, was es noch so für Alternativen gäbe. Nach nur fünf Minuten war mir klar: Über dieses Thema könnte ich sofort eine Doktorarbeit schreiben und es wird immer irgendjemanden im www geben, der es besser weiß und dir weißmachen will, du liebst deine Katzen nicht, weil du sie zu schlecht fütterst. Ich war ziemlich erschrocken und habe nach ungefähr 30 Minuten Reizüberflutung und diversen Beschimpfungen in Foren alle Infos dazu beiseite gelegt, auf mich wirken lassen und einer Freundin geschrieben:

ich versuche mich zur Katzenernährung zu informieren und habe das Gefühl, dass man da nur alles falsch machen kann. Das Thema ist so unendlich komplex. […] Nimmt die Katze bspw. auf Dauer zu viel Phosphor auf zu sich, schädigt das die Nieren. Will man ja nicht.

Und ja, ich brauche manchmal die Perspektive von außen, die mich von meinem inneren Leidensdruck lossagt und mir Salem Katzenfutterversichert, dass es okay ist, wenn ich gewisse Dinge einfach mal ignoriere. Besagte Freundin schrieb mir dann sinngemäß, dass das Futter ja mitunter auch eine finanzielle Angelegenheit sei, die Tiere trotz bestem Futter erkranken könnten, manche Stubentiger mit Nettofutter ein Katzenleben bis ins hohe Alter genießen könnten und dass ich keine Wissenschaft daraus machen müsse.

Für den Moment war ich beruhigt, fühlte mich von der Last, mich weitere Stunden in dieses Horrorthema einlesen zu müssen, befreit und wusste innerlich doch ganz genau, dass mich bald das schlechte Gewissen plagen und ich doch alles dazu lesen würde, was ich finden könnte.

So kam es dann auch. Ich saß Stunden um Stunden vor dem Bildschirm, las mir gute und schlechte Inhaltsstoffe durch, surfte in zehn Jahre alten Forenbeiträgen, in denen sich einige bald an die Gurgel gingen und wunderbar aufeinander herum hackten und lernte schnell folgende Grundregel:

Alles, was man im Supermarkt kaufen kann, war in der Regel unterirdisch schlecht. Von den unterirdisch schlechten Billigfuttern war Cachet (Aldi Süd) in den 200g Dosen (und zwar NUR in den 200g Dosen) mit rund 50% tierischen Nebenerzeugnissen wiederum der King, aber natürlich geht es noch deutlich besser. Nur nicht wirklich günstiger.

Salem schmeckt das FutterDes Weiteren lernte ich, dass alles, was man aus der Werbung kennt, per se schlecht ist, denn die Einnahmen fließen mehr ins Marketing als in die Qualität der Produkte (bspw. Felix, Whiskas, Kitekat, Royal Canin, Sheba u.v.m.), irgendwie logisch, oder?

Ich lernte auch, dass überhaupt alles, was man im Supermarkt erwerben kann, eher weniger gut ist und dass Futter bei Fressnapf und das Futterhaus allmählich die Stufe „akzeptabel“ erreicht.

Ich lernte, dass (wie bei unserem Essen) Zucker nicht gleich Zucker ist, sondern viele verschiedene Namen (= Tarnungen) haben kann (Am häufigsten ist mir Cassia Gum begegnet).

Ich verglich zig Sorten, Inhaltsstoffe, Firmen, Onlinehändler und fürchtete, dass ich aus diesem Futterdschungel nie wieder herausfinden würde. Um das nur mal grob anzureißen: erst muss man die Fleischsorten analysieren (bspw. ist beinahe überall Rind drin, was viele Katzen nicht vertragen), dann muss man die weiteren Inhaltsstoffe, (technologischen) Zusatzstoffe beachten und wenn das soweit alles stimmt, dann muss man sich nochmal den Hersteller anschauen und am Ende feststellen, dass der (schon wieder) zu Nestlé und Co. gehört. Salem und Loki beim Fressen(Was ich irgendwann auch ignoriert habe) Aber wenn du dann endlich ein akzeptables Futter gefunden hast und es an allen Hürden und Bodyguards vorbeigerannt ist, dann darfst du dich freuen, denn die Arbeit ist damit noch lange nicht beendet. Jetzt gilt es auf allen möglichen Onlineshops die Preise zu vergleichen und auch dort hast du das Problem, dass du eventuelle Treuerabatte, Aktionen und Boni oder niedrigere Preise für Großgebinde mit einbeziehen musst. (Warum bin ich darüber eigentlich nicht verrückt geworden?!) – und natürlich kann man in allen genannten Punkten noch viel, viel, viel mehr machen!

Am Ende hätte ich am Liebsten gebarft, da die Kalkulationen zeigten, dass dies nur unwesentlich teurer, manchmal sogar günstiger als das ganze überteuerte Futter ist (teuer ist nicht gleich gut!). Aber das hebe ich mir für mein Rentendasein auf, wenn ich dann ne riesige Gefriertruhe besitze.

Loki putzt sich nach dem FressenNachdem ich immer erschrockener feststellte, dass Futter mit 100% Fleisch ab 15€ das Kilo kosten (da kann man noch sooft beteuern, dass Katzen von hochwertigem Futter weniger essen müssen, weil das Tier mehr Nährstoffe daraus ziehen kann, so wenig kann die Katze gar nicht fressen, dass das preislich mit Supermarktfutter mithalten könnte!), beschloss ich verschieden hochwertige Futtersorten und Marken zu mischen und quasi eine für mich als Studentin bezahlbare Mischkalkulation zu erstellen. Zum Vergleich, die 200 g Aldi Cachet Dosen kosten 1,75€ das Kilo. (Ab und zu gibts für die Zwei ein Ei oder Fleisch aus dem Supermarkt.)

Was den positiven Nebeneffekt hat, dass man die Kitten direkt an verschiedene Hersteller gewöhnt und so zumindest das Risiko geringer ist, dass sie später all zu mäkelig mit ihrem Futter werden und hoffentlich einfach alles futtern, was man ihnen vorsetzt.

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Für die ersten Monate habe ich inzwischen eine Kalkulation aufgestellt, aber wir testen immer noch fleißig einige Firmen und Hersteller (Artikel zu Futtertests folgen ;-), so dass diese Kalkulation sich noch ordentlich verändern wird.

Zwischeninfo: Salem und Loki sind inzwischen rund 19 Wochen alt, Salem wiegt so +/-2kg und Loki so +/- 1,5kg (Unsere Waage spuckt leider viel zu willkürliche Werte aus, deshalb sind die Angaben so ungenau).

salem-wenn-der-hunger-lockt

Grob stehen bei uns auf dem Speiseplan Cachet (wer hätte es gedacht? ;)), Bozita (eine großartige Firma aus Schweden!), Macs, Feringa, Grau, O’Canis, GranataPet, Catz Finefood, Josera, Smilla, Leonardo, Animonda Carny/Vom Feinsten. Als „Leckerlie“-Futter für besondere Tage gibt es dann auch mal Schesir oder Rentierfleischdosen von Vet-Concept, ein Ei oder Fleisch aus dem Supermarkt. Da Kitten (weil Wachstum) so viel fressen dürfen wie sie möchten und das auch mal viel sein kann, haben wir seit Anfang Januar für Salem und Loki jeweils 300g Nassfutter und jeweils 60g Trockenfutter am Tag eingeplant. (Wir wenden folgenden Plan erst seit dem 01.01.17 an. Es zeigt sich bereits jetzt, dass die beiden maximal 30g Trockenfutter am Tag essen und auch die eingeplanten 4,6kg Nassfutter pro Woche nicht schaffen werden.)

Katzenfutter

Man plane für jede Katze täglich ca 300g Nassfutter ein, dies entspricht für beide zusammen 18,6kg monatlich. Die Kalkulation eines Monats sieht in etwa so aus:

8kg Cachet 14 €
1,5kg Animonda C.K. 3,58 €
3kg Bozita 6,93 €
1,5kg Macs 4,16 €
4kg Feringa 11,84 €
1kg Granatapet 4,84 €
18,6kg 45,35 €

Einige Sorten rotieren monatlich. Beispielsweise gibt es mal Leonardo, mal Granatapet und mal O’Canis usw. 😉

Geht man nach der Tabelle und teilt die 45,35€ durch zwei, entspricht der Futterpreis für eine Katze 22,68€.
Ich langweile euch mit diesen Zahlen, damit ich euch nun aufzeigen kann, wie viel das Futter der beiden monatlich in etwa kosten würde, wenn wir nur Cachet geben würden:  (Die 400g Dosen sind sogar noch günstiger, mit lediglich 4% tierischen Nebenerzeugnissen jedoch wirklich mal als nicht allzugut einzustufen! – Wenn der Geldbeutel jedoch nichts anderes zulässt, ist das kein Grund, verurteilt zu werden).
18,6kg x 1,75€ = 32,55€.
Pro Katze stehen da also 16,28€ vs 22,68€ gegenüber. Eine Differenz von insgesamt rund 12,80€ also.

– Ihr seht, gut, abwechslungsreich und dennoch halbwegs günstig füttern, ist nicht viel teurer.
Manche mögen das als viel bezeichnen und natürlich ist das auf den Monat gesehen auch nicht wenig Geld. Aber für mich ist es absolut akzeptabel und wert ist es mir das auch. Andere haben dafür einen 25€+ Handyvertrag (ich habe da genau 8€ im Monat ;)), so dass ich das theoretisch direkt wieder raushabe. Aber selbst mit einem teuren Handyvertrag, würde ich das jederzeit investieren. Damit ihr direkt sehen könnt, wie diese Kalkulationen ungefähr bei mir aussehen, bekommt ihr sogar einen TOP-Secret Excel-Screenshot 😉

katzenfutterexceltabelle

Und bei all den vielen Überlegungen (sofern man sie denn anstellt), niemals vergessen:

am wichtigsten ist, dass der Katze das Futter schmeckt. Das von den Inhaltsstoffen her gesündeste Futter hilft nichts, wenn die Katze es nur sehr widerwillig frisst!

Wer sich nun durch diese laaaaaaange Futterschlacht geschlagen hat, dem möchte ich folgendes auf den Weg mitgeben: informiere dich und tu anschließend immer genau das, was du für richtig hältst! Nur weil fünfzig Leute im Internet dafür und nur vier dagegen sind, musst du nicht der Masse nachrennen.

Es ist löblich, dass du alles richtig machen möchtest, aber das geht nicht. Zumindest niemals aus der Sicht der anderen. Aus deiner Sicht natürlich schon! 😉

Salem Fenster

Lass dir nichts vorschreiben und nichts vorkauen. Dass du Verantwortung übernimmst und dich informierst, dass ist super, so sollte das sein. Aber wenn du dabei langsam(er) bist und dir etwas mehr Zeit lässt und es nicht direkt so exzessiv angehst, bist du noch lange kein fauler oder schlechter Mensch. Wenn dir manche Themen zu tief gehen, du nur noch Bahnhof verstehst oder du dich völlig überfordert fühlst, ist auch das kein Verbrechen. Hauptsache, du hast dich überhaupt irgendwie informiert und daraus (d)einen Mittelweg gefunden. Verbieg dich nicht und nein, man kann, aber man muss keine Wissenschaft aus der Katze machen.

Ich habe Spaß dran und als Studentin teilweise auch (noch) die Zeit dafür. (Oh Gott, lass mich bitte keine Helikoptermutter werden, wenn ich mal Kinder bekomme!)

Was am Ende bleibt. Hab deine Katze lieb und kümmere dich mit so viel Liebe, Fürsorge, Zuneigung und Bespaßung, wie du nur kannst! ❤

Danke, dass ihr euch das alles durchgelesen habt! :*

Im nächsten Katzenartikel wird es darum gehen, warum ich mit einem namenhaften Onlinehändler eine intensive Hassliebe pflege 😉

Lasst euch überraschen!

Charlousie

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3 thoughts on “Warum ihr bei der Katzenhaltung alles falsch macht!”

  1. Das wird auch glaub ich nie aufhören 😉 Und mit jedem neuen kätzischen Mitbewohner geht alles wieder von vorne los… Die Frechdachse machen nämlich auch nicht zwingend immer das, was eventuell nach Meinung diverser „Fachleute“ für sie gut ist 😉

    Wenn ich bedenke, die TÄ, die unseren Wallee mit fast 6 Monaten kastriert hat (neuer TA: Das war viiiiel zu früh… hoffentlich wächst alles dann auch weiter richtig…), hat uns ein Katzennassfutter empfohlen, wos Döschen 80 g 2,00 Euro kosten sollte, nur über sie zu beziehen. Is klar… Onkel Google quer gelesen, Futter ist bah, einfach nur teuer…nix gesund! Da könne man auch No-Name-Futter kaufen, ohne große Deklaration… Prima! Da vertraut man doch aufs Wort der Fachleute…

    Oder das Erlebnis, als wir unseren Douglas damals bekamen, bzw. ich ihn abgeholt hab. Douglas war Perser, mit Nase, mein großer Schatz. Die Züchterin, renommiert, erfahren, machte einen tollen Eindruck, Kastraten lebten bei ihr, riiiiiesen Haus, mit riiiiesen eingezäuntem Garten für die Süßen, alles wirklich ein Paradies und die Katzen waren alle einfach nur toll. Douglas ja sowieso 😉 Als erstes hat sie mir gezeigt, dass man ihn mit Johnsons Babypuder pudern solle, dann wäre das Fell schöner und wäre auch gut für die Haut. Das erste, was mein kleiner roter Flitzer gemacht hat war: NIESEN! Wie bekloppt. Ah ja… das machen wir denn mal nicht. Hab ich auch wirklich nie 😉 Dann gabs ein Din A 4 Blatt, Vorder- und Rückseite beschrieben. Was alles zu beachten ist mit unserem neuen Mitbewohner, quasi die Bedienungsanleitung. Da kann man übrigens auch wunderbar einen Papierflieger draus basteln, dem der Süße perfekt hinterherjagt. War nämlich alles ab dem Moment, wo der kleine bei uns die Türschwelle passierte, was für den…. genau! Das angegebene Futter, was uns netter Weise als 2 Tage Ration mitgegeben wurde, hat er nicht mal mehr mit dem süßen Pöter angeguckt! Er wollte nur noch das von unserer fauchenden, Gift und Galle spuckenden Shallina (vorher Alleinherrscherin, ich leiste gedanklich immer noch Abbitte…) favorisierte fressen…

    Gut, ich lebe seit 26 Jahren mit unterschiedlichen Katzen zusammen und bin wirklich immer und immer wieder erstaunt, was man alles noch „lernen“ kann. Und gleich wieder vergessen 😉 Durch diverse Katzenforen gelesen, manchmal kopfschüttelnd, manchmal herzhaft lachend und irgendwann habe ich beschlossen, ich lass alles auf mich zukommen!

    Unser jetziger 6 kg Nervzwerg ist auch wieder so ganz anders als die anderen, schreibt wieder die Regeln neu… und wir? Wir nehmens hin! Barfen? Vergiss es! Da tritt er in den Hungerstreik… Ihm ist egal, was wir meinen, er entscheidet im Endeffekt, was in sein Bäuchlein kommt.

    Das mit dem Streu ging flott, die Umstellung! Vorher mit zwei Katzen war Catsan super, wir hatten zwei Klos, alles easypeasy. Klumpstreu kam bei denen nicht in Frage, der eine hatte Angst davor (Douglas), die andere hat alles in Klumpen (oder auch Frikos..) mitgeschleppt..Und dann kam Wallee. Und nach 3 Wochen war klar, Catsan geht bei dem Herrn üüüüberhaupt nicht! Es stank zum Himmel. Wörtlich zu nehmen. Der Mini-Wutz war auch völlig relaxed was das Draufgehen anging, auch mit 8 Wochen schon, aber das Stinkstink… Da fiel mir dann das von einigen bekannten Züchtern favorisierte Extreme Classic wieder ein. Lass uns doch mal probieren… und was soll ich sagen, das ist unser heiliger Streu-Gral. 🙂

    Ich bin auf alle Fälle gespannt, was alles noch auf uns zukommt. Wallee bleibt uns hoffentlich noch laaaange erhalten 🙂

    Und jetzt hör ich mal auf Romane zu schreiben 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Nili,
      wow, ich bin ganz geplättet und begeistert von deinem „Roman“, davon kannst du mir gerne ganz viele schreiben, ich habe das unglaublich gerne gelesen!!

      Zum Tierarzt: beim Tierarzt (so habe ich festgestellt), muss man immer im Hinterkopf haben, ob sie damit selbst Geld machen können oder nicht. Sprich: bringt ihnen ihr „objektiver Tipp“ selbst zusätzliches Geld ein oder nicht? Und bei Tierfutter bin ich da dann eh super misstrauisch, weil je nach geschlossener Kooperation, wollen die natürlich diese Marke an ihre Patienten bringen. Bei vielen anderen Dingen, kann man da denke ich schon auf den Fachmann hören. Es ist aber auch da vermutlich vom Tierarzt abhängig. Als Beispiel: Mit unseren früheren Katzen war ich in einer Tierklinik mit vielen verschiedenen Ärzten. Dort wurde öfter versucht, mir dieses oder jenes Futter schmackhaft zu machen (ob das jetzt wirklich gut oder auch so schlecht war, kann ich rückblickend nicht mehr beurteilen!) und jetzt in Mainz habe ich eine kleine Praxis gefunden, mit genau einem Arzt, der vernünftige Preise hat, sich Zeit nimmt für die Tiere, einem null andrehen will und auf immer genau DAS eingeht, was man gefragt hat. – man kann den Leuten nur bis vor die Stirn gucken, aber manchmal merkt man ja schon, worauf die so aus sind.
      Und ja, trotzdem verstehe ich, was du sagen willst: selbst Tierärzten kann man – leider – nicht uneingeschränkt vertrauen.

      Zur Kastration: da habe ich ja auch ganz, ganz, ganz, ganz viel gelesen und da gibts wirklich die Fraktion, die sagt: Weibchen erst nach der ersten Rolligkeit bzw frühestens ab 6 Monaten kastrieren lassen und die anderen, die sagen, das geht schon mit 12 Wochen. Wir haben unsere beiden ja letztlich mit rund 15/16 Wochen kastrieren lassen, aber auch nur, weil es für Salem absolut notwendig war. Wenn der Kater versucht seine Schwester zu decken, ist es einfach nicht vertretbar zu sagen, ja, aber wir warten nochmal lieber mindestens 6 Monate, könnte zwar Inzuchtbabies geben, aber ist uns doch egal. Ist es uns ja genau nicht. Aber wie du ja selbst gemerkt hast, Wallee wird es vermutlich prächtig gehen, auch wenn er 6 Monate alt bei der Kastration gewesen ist. Letztlich kann man bei Katern ja gar nicht von so richtig „zusammenwachsen“ sprechen, der Schnitt ist ja so klein, den die da vornehmen. Und aus unserer Erfahrung jetzt: beide super, super, super jung und sie haben es so gut vertragen. Noch am selben Abend haben die extrem laut und fordernd ihr Futter eingefordert (bis wir das mal verstanden haben!, wir waren nur sehr nervös, weil aus Narkose aufwachend, ständig am laut maunzen bis schreien, muss man erstmal verstehen), wie der Tierarzt uns geraten hat, erstmal nur nen Löffel für jeden. Dann eine halbe Stunde warten, wenn es drinnen bleibt, wieder einen Löffel und so haben sie in den Stunden danach tatsächlich noch um die 80g jeder verputzt und alles lief bestens.

      Das mit dem Züchter ist schon ne Nummer. Ja, auch die sind nur Menschen, aber hui… Gesunder Menschenverstand? Pudern? An sich finde ich so Anleitungen gut und nett, weil es soll ja Leute geben ;), die sich ein Tier das erste Mal holen, die freuen sich über jede Hilfestellung, aber das wirst du vermutlich gar nicht so großartig anders sehen. Was ich nur zum Züchter eigentlich noch sagen wollte. Auch da habe ich in Foren und in meinem Bekanntenkreis einiges mitbekommen, weil auch dort einige Tierliebhaber sind und manche zum Züchter gehen und die Meinungen gehen auch da so stark auseinander, puh… man kann irgendwann wirklich nur noch auf die eigene Meinung vertrauen. Vor allen Dingen wie du sagst: In Kombination mit dem eigenen Tier. Am Ende merkt/fühlt man meist schon, was richtig ist und wie das Tier dieses oder jenes annimmt. Man entwickelt quasi ein Gespür und das kombiniert man dann mit seinem Wissen und gut ist. 🙂

      Ja, beim Barfen muss die Katze wirklich mitspielen, das ist wohl wahr. Ich weiß bisher nur: manches mögen unsere beiden, manches nicht. Dosenfutter wird (bis auf eines bisher) alles verputzt!

      Katzenstreu finde ich auch sehr spannend. Wir haben momentan ein klumpendes, das viel Geruch einfängt, der Nachteil: es verteilt sich (unbenutzt) wirklich gut in der ganzen Wohnung 😦 – aber da finden wir noch eine Lösung.

      Dir und Wallee wünsche ich dann mal einen schönen Tag, lieben Dank nochmal für deine Worte!
      Charlousie

      Gefällt 1 Person

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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