Rezensionen

Warum ihr euch schämen solltet gebrauchte Bücher zu kaufen…?

Liebe Leser,

gerade habe ich auf Facebook das Statement zu SecondHand Buchkäufen einer geschätzten Bloggerkollegin gelesen und mich innerlich so sehr geschüttelt, dass ich direkt meinen unverblümten Eindruck hier auf dem Blog in die Welt posaunen muss!

Sie sagt, dass sie es unhöflich findet, wenn Leser ihre Bücher gebraucht bei Rebuy (kann ich sowieso nicht empfehlen ;)) Medimops, Arvelle, Ebay und Co. kaufen und dann auch noch den Autor auf Facebook und Co. verlinken. Nach dem Motto: sieh her, ich mag deine Geschichten, aber ich würdige deine Arbeit nicht. Denn sie ist mir das Geld nicht wert.

Nun, so etwas ist vielleicht auch ein wenig subjektiver Natur und sicherlich: würden alle das Buch im Handel kaufen, wäre das für den Autor am besten (den Verlag lassen wir an dieser Stelle mal außen vor!).

Doch ich sehe das ganz anders: Der Autor lebt (im optimalen Falle) von dem Verkauf seiner Bücher. Vom Verkauf erhält er seine finanziellen Einnahmen. Doch der Autor lebt gleichermaßen vom kulturellen Kapital. Von der Aufmerksamkeit der Leser, von Erwähnungen und Empfehlungen. Denn daraus wiederum (können) sich Buchverkäufe im Handel generieren. Wieso also beschwert sich ein Autor, wenn bspw. ein junger Blogger, der als Schüler oder Student knapp bei Kasse ist, sagt: Ich habe dein aktuelles Buch vom Verlag kostenfrei zum Rezensieren erhalten. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mir jetzt deine alten Titel gebraucht gekauft habe und nun auch auf dem Blog vorstellen möchte. Ist das etwa nichts wert?

Für normale Leser, die sich ein Buch gebraucht kaufen, ist dieses Modell auch übertragbar, wenn er allen von diesen tollen Büchern vorschwärmt. Zum Beispiel den Verwandten, die vielleicht besser bei Kasse sind und es sich dann im Handel kaufen.

Oder verurteilt ihr auch jeden Buchverleih mit Freunden?

Kauft ihr niemals Bücher auf dem Flohmarkt?

Was ist mit Buchnotizbüchern auf Reisen? – Ein einziges Buch für 5 und mehr Leser. Ganz schön dreist, oder?

Was möchte der Autor neben seinem Gehalt noch? Gelesen werden. Wie (ausgenommen illegale eBookraubkopien!) ist doch in erster Linie egal, solange alles im legalen Bereich bleibt!

Und ja, es ging speziell darum, die Autoren dann auch noch zu verlinken „und ihnen den SecondHand Kauf unter die Nase zu reiben“. Und das mag jeder Autor anders sehen und auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: man kann die Sachen so oder so sehen. Manche empfinden sie als negativ. Ich empfinde es vielmehr als positiv. Wie oben auch beschrieben.

Und ja: manche Leute kaufen gebrauchte Sachen, weil sie geizig sind, nicht weil sie sparsam sein müssen. Ja, ich habe ein optimales Modell aufgeführt. Dass das in der Realität nicht immer so ist, ist auch mir bewusst. Und ja, alles sollte sich noch in Grenzen bewegen. Würden alle Bücher direkt bei Drittanbietern landen, wäre das für alle ungünstig, weil das langfristig den Anstieg der Buchpreise zur Folge hätte (was ja momentan sowieso ganz stark von Lübbe (?, wenn ich mich nicht irre?), gefordert wird…

Was mich nun brennend interessieren würde.

Was haltet ihr vom Second Hand Kauf mit anschließender Autorenverlinkung? Oder wenn jemand ein Bookhaul auf YouTube hochlädt und das groß verbreitet? Oder auf dem Blog darüber berichtet? Ist das Glas für euch dann halb leer oder halb voll?

EDIT: Weil ich die verschiedenen Eindrücke auf Facebook auch schon sehr aufschlussreich finde, hier eine Verlinkung zum Statement!

EDIT die Zweite: Da die Bloggerin überraschenderweise (scheinbar doch nicht so von ihrer moralischen Meinung überzeugt?) ihren Beitrag auf Facebook löschte (oder die Einstellungen änderte), funktioniert der Link leider nicht mehr. Aber das ist zum Verständnis der Sache, um die es mir geht, auch gar nicht nötig. Ich finde nur interessant, dass sie das Löschen für nötig befunden hat.

Und das mag jetzt alles ein wenig naiv-optimistisch klingen, doch als jahrelange Bloggerin und Buchwissenschaftsstudentin, die schon so manches Mal hinter die Kulissen geguckt hat, bin ich nicht vollkommen buchbranchenfremd. Ich sage nur: VG Wort! Entweder man akzeptiert diese Branche a) als eine, die sich rühmt mehr als Wirtschaftsprodukte zu erzeugen, nämlich kulturelle Güter. Oder b) man sagt, dass die Branche ein ganz großes Problem hat und endlich aufhören soll, ihre Wirtschaftsprodukte wegen der reduzierten Steuersätze und Buchpreisbindung als kulturelle Güter zu verschleiern. Oder c) man findet eine Lösung dazwischen, aber die ist mir aktuell nicht geläufig. Aber das ist ein ganz, ganz, ganz anderes Thema! 😉
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19 thoughts on “Warum ihr euch schämen solltet gebrauchte Bücher zu kaufen…?”

  1. Ich kann mir auch nicht jedes Buch neu kaufen das mir gefällt. Warum sollte ich mich deswegen schlecht fühlen? Klar der Autor bekommt dafür nix auf die Hand, aber dafür Werbung. Egal ob über Blog oder mündlich. Das als böse und verwerflich anzuprangern zeugt für mich von wenig (bis gar keine) weitsichtig. Ps. Falls diese Person mir allerdings das Vermögen für meine Bücher im Neuzustand bereitstellt, lasse ich mich natürlich gerne belehren.

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  2. Hallo,

    ein toller Artikel, vielen Dank.

    Ich selbst kaufe Bücher auch bei Arvelle oder mal gebraucht auf ebay. Erst heute hatte ich es mit Brigitte P., einer Autorin davon, die ich sehr schätze. Ich habe von ihr das Buch zum Rezensieren bekommen und da es mir so gut gefällt und ich es überall lesen mag, habe ich mir das gleiche Buch noch als eBook gekauft. Also doch ein gute Situation.

    Wir hatten es dann auch davon, dass ich eine gewisse Bücherreihe als eBook habe und den Fehler gemacht habe, mir diese als HC zu kaufen, denn ab Band 7 langweilt es mich. Da habe ich dann „gestanden“, dass ich aus finanziellen Gründen diese HardCover aber bei ebay kaufe. Klar, sicher wäre es besser sie im Laden zu kaufen, aber 12×20 Euro kann ich mir einfach nicht leisten, dafür, dass sie bloß auf dem Sideboard stehen und ich die ebooks ja auch gekauft habe. Selbst sie als Autorin hat mich dafür nicht verurteilt, sondern es verständlich gefunden.

    In Facebook bin ich in wahnsinnig vielen Büchergruppen unterwegs und wir tauschen auch Bücher, machen Wanderbücher oder wir wichteln auch. Mal sind es neue Bücher, mal gebrauchte aber durch Empfehlungen und Verlinkungen von Autoren hat es so mancher schon erreicht, dass er neue Leser gewonnen hat, die wiederum auch die Bücher neu gekauft haben.

    Ich finde nichts schlimmes dabei, gebrauchte Bücher zu kaufen und angesichts meines geringen monatliche Budgets, werde ich das auch weiter tun.

    Ganz liebe Grüße

    Janine

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    1. Ein sehr guter Punkt, wie ich finde. Die Filmindustrie hat gezeigt: viele streamen zwar illegal, doch gefällt ihnen der Film, gehen sie trotzdem nochmal ins Kino (oder dann in den zweiten Teil, sollte es den geben) oder sie kaufen sich direkt die DVD beim Erscheinungsdatum. Und der Faktor Umwelt: OHJA!!! Das habe ich vorhin gar nicht berücksichtigt!

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  3. Ohne gebrauchte Bücher könnte ich mir quasi kaum Bücher kaufen. Und ab ein gewisses Lesevolumen gehen neue Bücher auch SEHR ins Geld, denn günstig finde ich Sie nicht. und somit werden sie gebraucht gekauft. Und davon mal ab. Es gibt viele die das gekaufte Buch nicht mehr haben wollen – warum auch immer – sollen die dann neuerdings weggeworfen werden oder was? Unsere Bäume freuen sich. Nein ich finde es toll und sinnvoll und mache es gerne!

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  4. Ich kann dir nur in allen Punkten zustimmen! Es ist überhaupt nichts verwerflich daran Bücher gebraucht zu kaufen – sonst wäre es ja auch verwerflich sich Bücher in der Bibliothek auszuleihen, da hat der Autor ja nicht so viel davon wie wenn alle Ausleiher das Buch neu kaufen würden.

    Und den Spruch, es dem Autor unter die Nase zu reiben, finde ich absolut bescheuert! Anders kann ich das nicht ausdrücken. Es geht doch nicht darum zu sagen „Hey, schau, ich habe das nur gebraucht erstanden“ sondern vielmehr „hey, ich lese dein Buch“. Und die Autoren, die ich persönlich kenne und schätze, sehen das sicher so wie ich: Sie feuen sich, wenn man ihre Bücher liest. Und wie du schon sagtest, die Aufmerksamkeit, die ein Buch durch so einen Post bekommt, ist doch auch viel wert.

    Und wenn es Websites wie Arvelle nicht gäbe, die Bücher verkaufen, bei denen die Buchpreisbindung zB aufgehoben wurde, würden die Bücher teilweise im Müll landen. Ganz recht! Die würden vermutlich zerstört werden. Da ist es doch wohl 1000mal besser sie für einen geringeren Preis zu verkaufen.

    Und es kann sich nun mal nicht jeder Mensch jedes Buch neu kaufen. Das ist Fakt! Aber sollte man deshalb auf bestimmte Bücher verzichten müssen? Nein, finde ich nicht.

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  5. Ach, über solche Sachen würde ich mir gar keine Gedanken machen. Es gibt auch Blogger, die es unter aller Kanone finden, dass andere Blogger Rezensionsexemplare annehmen. À la „ICH hab das nicht nötig, dass ich für meine wertvolle Meinung eine Gegenleistung erhalten möchte.“ Manche Leute haben einfach krasse Meinungen.
    Jetzt mal vom Finanziellen abgesehen – wir sind eh schon so eine Wegwerfgesellschaft, und ich finde Second Hand – egal bei was – praktisch und auch vernünftig. Ich habe mir als Studentin und Arbeitslose schlicht und ergreifend keine neuen Bücher leisten können und bin so immer auf Second Hand gegangen – Flohmarkt, Rebuy, Booklooker etc.
    Die Alternative ist ja auch, dass die Leute es oft entweder günstig oder gar nicht kaufen. Dann ist es dem Autor, denke ich, auch lieber, wenn er überhaupt gelesen wird. Dann besteht immer noch die Chance, dass man das Buch gut findet und jemand aufgrund einer Empfehlung es kauft.
    Und wenn ich ein Buch nicht behalten möchte, soll ich es dann lieber wegschmeißen? Oder verschenken? Davon hat der Autor nämlich (finanziell gesehen) auch nix.
    LG, Bianca

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  6. Hallo,
    Ich bin auch der Meinung, dass man Leseexemplare und auch Secondhand Bücher besitzen dürfte. Bisher nehme ich sogar nur Rezensionsexemplare als E-Books an und wenn mir das Buch gut gefällt, dann nehme ich mir vor es auch zu kaufen. Genau wie bei ausgeliehenen Büchern. Früher habe ich mir niemals ein Buch selbst gekauft, sondern nur in Bücherrein weleche ausgeliehen. Letzten habe ich mir viele Bücher, die ich damals gut fand gekauft. Ich für meinen Teil gucke mich auch bei anderen Werken des Autors um und kaufe dies eventuell neu. Außerdem besteht eine viel größere Chance, dass ich das gleiche Buch neu verschenke, wenn ich es gelesen habe.
    Lg

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  7. Guten Morgen,

    ich kann es mir gar nicht leisten viele Bücher neu zu kaufen, besonders die Preise für HC sind manchmal utopisch. Aber ich mache mittels meines Blogs und anderen Plattformen Werbung, besonders, wenn mir ein Buch gut gefallen hat. Nicht selten bekomme ich die Rückmeldung, dass jemand dadurch aufmerksam geworden ist und sich das Buch gekauft hat oder kaufen möchte. Damit hat man als Käufer eines gebrauchten Buches doch auch etwas für den Autoren und den Verlag getan. Ich mache kostenlos Werbung, ist das nichts?!

    Seit ich wieder etwas mehr Geld zur Verfügung habe, kaufe ich auch wieder mehr neue Bücher und gerne von Autoren, wo mir vormals die Bücher als Rezi-Exemplare zur Verfügung gestellt wurden. Einfach als kleines Dankeschön und weil ich ihr Können und ihre Arbeit wertschätzen möchte.

    Ich bin keine Autorin und habe auch nicht vor eine zu werden, aber spontan würde ich denken, dass ich mich über jede Kritik und besonders über jede positive Meinung freuen und wahrscheinlich im ersten Moment gar nicht darauf achten würde, ob sich der Leser das Buch neu oder gebraucht gekauft hat.

    Ein Thema, zu dem es sicher viele verschiedene Meinungen gibt und immer geben wird.

    Liebe Grüße vom Lesestrand,
    Melanie

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  8. Ob gebraucht oder neu – letztendlich geht es mir als Autorin darum, dass meine Inhalte gelesen werden. Das kann ich natürlich auch ganz locker sagen, weil ich sowieso keine Aussichten habe, in absehbarer Zeit vom Bücherverkauf zu leben, da aber auf einer völlig anderen beruflichen Ebene gut abgesichert bin.
    Ich glaube aber auch was den Verkauf betrifft, dass manches gebraucht gekaufte und gelesene Buch, das Gefallen findet, einen Neukauf nach sich zieht. Sei es zum Verschenken oder weil andere Bücher des/der Autor*in (noch) nicht gebraucht zu erhalten sind.
    Schön ist es natürlich immer, ob bei einem gebrauchten oder neu gekauften Buch, wenn es dann nach dem Lesen eine fundierte Kritik auf irgendeinem Buchportal zu finden gibt.

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  9. Ave,
    prnizipiell habe ich auch nichts gegen Bücher aus zweiter Hand. Ich meine, all die Bücher, die aus Büchereien ausgeliehen werden, werden von den Lesern i.d.R. ja auch nicht anschließend gekauft.

    Und gerade wenn man knapp bei Kasse ist (oder warum auch immer verstärkt auf sein Geld achtet), kann ein hoher Neukauf-Preis auch abschreckend sein, sodass sich die Frage stellt „Gebraucht oder gar nicht?“.

    Abgesehen davon gibt es auch Leser, und das sollte man nicht vergessen, die keine gebrauchten Bücher mögen. Ich kenne da so einen Kandidaten, der nicht will, dass andere Menschen schon wer-weiß-was mit den Büchern angestellt haben.

    Letztendlich finde ich es aber gut, dass das Thema mal ein wenig diskutiert wird, beginnt man so doch sich Gedanken zu machen und vielleicht auch sein eigenes Kaufverhalten differenziert zu betrachten: Einem Stephen King wird es wohl nicht zu sehr schaden, wenn ich nicht jedes Buch von ihm neu kaufe, einem unbekannten Debüt-Autoren doch schon eher.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Seitenfetzer

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  10. Hallo in die Runde,

    nun, als Germanistikstudentin (seit vielen, vielen Jahren, und Philosophie war auch mal dabei) habe ich für die Uni einen ganzen Batzen Belletristik und Sachbücher lesen müssen, deren Gesamtwert schnell auf mehrere 10.000€ kommt. Das hätte ich von meinem Bafög niemals bezahlen können, geschweige denn die Bücher, die ich dann privat gelesen habe. Für mich war der Buchgebrauchtkauf und die Ausleihe daher essentiell wichtig! Gerade auch, weil ich (schlagt mich bitte nicht), z. T. in meine Bücher Notizen schreiben muss und dann sträuben sich mir alle Haare, wenn ich einen Thomas Mann für 10 € kaufe und das Buch dann noch von mir vollgekritzelt wird. Für mich ist es in der Situation Arbeitsmaterial, da muss ich kostengünstig denken.

    Bei sehr vielen Büchern bin ich froh, sie „nur“ gebraucht gekauft zu haben, weil das Buch mich schließlich so enttäuscht hat, dass 20€ für ein Hardcover dann unverzeihlich gewesen wären.

    Und ja, ich habe auch mal Freiexemplare für Rezensionen erhalten und fand das großartig, weil ich so einen Autor erst einmal kennenlernen durfte. Ein Verlag schenkt mir ja nicht gleich die Gesamtausgabe – aber das Leseexemplar lässt mich vielleicht doch zu einem neuen Buch des Autors greifen. Und wenn ich eine Rezi schreibe, die entsteht ja nicht in 3 Minuten, stecke ich da auch Arbeit rein. Das ist eine ganz wunderbare und kulturell wertvolle Geben-und Nehmensache. Wovon ich mich dann aber distanziere, ist der Weiterverkauf von Rezensionsexemplaren. Die werden weiter verschenkt, wenn sie leider keinen Platz bei mir finden können.

    Wenn ich jemandem ein Buch schenken möchte, dann kaufe ich es neu. Schenkt mir aber jemand (aus welchen Gründen auch immer) ein gut erhaltenes Gebrauchtbuch, dann freue ich mich da auch drüber. Es sind ja z. T. viele Bücher auch nicht mehr lieferbar.

    Ich finde es wichtig, dass überhaupt gelesen und über Geschriebenes geredet wird. Erst dann kann man den Wert der Bücher erkennen und zahlt dann vielleicht auch freiwillig für Neuware. Aber um dorthin erstmal zu kommen, kann sich vorerst jeder auf irgendeine für ihn finanziell mögliche (und legale) Weise das Buch beschaffen.

    Und wer sich über die Moral zum Gebrauchtbuchkauf äußert, möge bitte zuerst selbst gucken, woher er seine Bücher bezieht. Von Amazon? Buh, die zahlen in Deutschland keine Steuern. Vom Buchhandel? Was hat der mit dem Autor zu tun? Oder direkt vom Verlag oder dem Autor, ohne 30% Zwischenhändlergebühr? 😉
    Wer einen Autor unterstützen und wertschätzen möchte, der sollte dann direkt bei ihm die Bücher kaufen und ich behaupte einfach mal, noch wichtiger ist es, ihm oder ihr ein direktes Feedback zum Buch geben – per Mail oder Brief oder Gespräch bei einer Lesung.

    Liebe Grüße!

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  11. [Ironie on] OMG!!! Schließt die Bücherein!!! Ein Ort der Autoren- und Verlagsfeindlichkeit!!! [Ironie off]

    Nach der scheinbaren Argumentation der Autorin auf FB dürften dann ja nur noch wohlhabende Leute Bücher lesen dürfen – wenn ich grob überschlage, was der Neukaufpreis meiner gelesenen Bücher im letzten Jahr ausmacht, komme ich locker auf 1500€.

    Was man bei der ganzen Sache gern übersieht: viele können und wollen sich die Bücher nicht neu kaufen, ergo würde das Buch dann gar nicht gelesen. Wirklich die bessere Alternative?

    Es wird wohl immer mal wieder Leute geben, die sich erst mal echauffieren müssen und erst danach nachdenken… sorgt aber immerhin für ein Schmunzeln, das ist doch auch was, oder?

    Liebe Grüße
    Kerstin

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  12. Hallo Charlousie,

    ich lese leider erst jetzt zum ersten Mal diesen Artikel und mein Kommentar kommt spät. Trotzdem möchte ich noch etwas hinzufügen.

    Ich selbst bemühe mich alles so weit möglich gebraucht zu kaufen, weil es besser für die Umwelt ist, da mache ich auch bei Büchern keine Ausnahme. Außerdem ziehe ich oft um und versuche deshalb meinen materiellen Besitzt zu begrenzen. Das heißt ich sortiere viel aus und verschenke und verkaufe – auch Bücher.

    Manchmal geht es nicht anders und ich komme an ein bestimmtes Buch nicht gebraucht heran. Gerade habe ich ein aktuelles Fachbuch für 129EURO gekauft. Bei der Entscheidung ob ich angesichts meines begrenzten Budgets eine so hohe Summe für ein Buch ausgebe, hat die Erkenntnis, dass ich das Buch wenn ich damit fertig bin für einen nur wenig geringeren Preis wieder weiterverkaufen kann, eine entscheidende Rolle gespielt. Sonst hätte ich es mir wohl nicht geleistet.
    Manchmal führt diese Kalkulation auch dazu, dass ich mir statt eines teuren e-books die noch teurere gebundene Version kaufe, weil ich meine Ausgaben für die gebundene Version durch den Wiederverkauf teilweise zurückbekomme und damit unterm Strich weniger Ausgaben habe als wenn ich das günstigere e-book kaufe.
    Letztenendes profitieren davon auch Verlag und Buchhandel.

    Manchmal ist es auch andersherum und ein Buch ist im Handel nicht mehr erhältlich, weil sich aufgrund wirtschaftlicher Interessen des Verlages Druck und Vertrieb nicht mehr lohnen. Dann bin ich so froh, dass es heute Internetplattformen gibt, wo ich diese Werke noch finden kann. Dieselben Internetplattformen könnten aber nicht existieren, dürfte man auf ihnen nur Bücher vertreiben, die nicht mehr im Handel erhältlich sind.
    Man könnte sagen der Handel mit gebrauchten Büchern hier in die Bresche springt und Kulturgut verbreitet, wenn die Verlage diese Aufgabe aufgrund wirtschaftlicher Interessen nicht leisten können oder wollen.

    Gefällt 1 Person

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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