Rezensionen

Verlage vabrizieren Vampire mit vatalen Volgen

SAMSUNG CSC»Rechtschreibnazis«

Niemand ist perfekt. Rechtschreibung ist eine ganz eigene Kunst, die kaum jemand zu hundert Prozent aus dem Kopf anzuwenden weiß. Meine Mutter lehrte mich immer kritisch zu sein. Ich konnte kaum schreiben, da sagte sie zwar: „Gut gemacht, aber schau‘ mal! Diese Fehler solltest du beim nächsten Mal vermeiden.“

Rechtschreibnazi nannte meine Mitbewohnerin so etwas neulich.

»Alle liebten Edward«

Spätestens in der Pubertät entdeckte ich die schier unermessliche Tragweite der Rechtschreibung. In der Schule war ich eine der wenigen, die natürlich niemals Abzüge für die Rechtschreibung erhielt, obwohl ich selbstverständlich maximal gute bis mittelmäßige Inhalte ablieferte.

Wie so viele Teenager verliebte ich mich mit zwölf Jahren in einen Vampir namens Edward und war der festen Überzeugung, ich wolle keinen anderen heiraten… naja, anderes Thema.

Ich vergötterte dieses Buch also wie kein anderes und hätte es beinahe schon rückwärts lesen können.

Ich entdeckte Rechtschreibfehler, die ich äußerst empört und entrüstet mit der Briefpost nach Hamburg schickte. Einige Wochen später erhielt ich sogar Antwort und freute mich wie ein Keks.

»Das Glitzer-Attentat«

Mit ungefähr vierzehn empfand ich einen winzig kleinen, ja geradezu popeligen Rechtschreibfehler in einem Buch als das schlimmste Verbrechen am Text, das ich mir vorstellen konnte. Schließlich durfte nichts und niemand – auch keine Rechtschreibfehler – Edwards glitzernder Marmorhaut Kratzer zufügen.

Im Laufe der Zeit realisierte ich, dass es sehr ideologisch und naiv ist, davon auszugehen, dass ein von Menschen erstelltes, bearbeitetes und korrigiertes Buch komplett ohne Fehler auskäme. Mir begegneten Bücher, die es wagten, eine Fehlerzahl von drei zu überschreiten. Mir begegneten sogar sehr viele Bücher, die diese „Mängel“ aufwiesen. Ich passte meine Ansprüche schleichend an, weil es mir keinen Spaß bereitete, am Ende der Geschichte nur noch an den einen oder auch die drei Rechtschreibfehler zu denken.

Dann bekam Edward eben ein paar Dellen und Macken. Heiraten wollte ich ihn zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht mehr.

Ich wurde älter und die Rechtschreibfehler in Büchern nahmen zu.

»Bedeutungslosigkeit der Rechtschreibung«

Doch jetzt mal Spaß beiseite.

In den letzten Tage habe ich eine Geschichte gelesen, die Fehler weit im zweistelligen Bereich enthielt und mich dazu veranlasste meiner Traurigkeit über diesen Zustand in diesem Text Luft zu machen. Wenn es ein Lektorat gab, hat es versagt, ebenso wie der Verfasser. Ich kann da nur von mir sprechen, doch solche Fehler würde man bei mir niemals finden und ich bin eine Verfechterin der „Sag-niemals-nie“-Einstellung!

Der Trend geht zur miesen und immer größeren Vernachlässigung der Rechtschreibung.

Bin ich die Einzige, die das stört?

»Quantität über Qualität?«

Ich weiß nicht, ob das finanzielle und zeitliche Budget der Verlage für das Lektorat gekürzt wurde. Ich weiß nicht, ob die Kampfstrategie sinnvoll ist, einen Haufen nur halbgar korrigierter Manuskripte auf den Markt zu werfen, um die Massen zu befriedigen. Hauptsache schnell. Hauptsache mehr. Hauptsache niemals die Druckerpresse zum Stillstand kommen lassen.

Quantität über Qualität?

Ich weiß nicht, ob Letzteres wirklich eine aufgestellte Strategie ist, bei mir entsteht nur zunehmend der Eindruck.

Ich weiß nicht, woran es liegt, dass ich mich inzwischen kaum noch über Rechtschreibfehler zu beklagen traue, weil ich unter diesem Aspekt beinahe jedes dritte Buch kritisieren müsste.

Lautet die Konsequenz also, dass meine Ansprüche zu hoch geworden sind?

Wird die Rechtschreibung obsolet?

Wie hoch habt ihr eure Messlatte gelegt?

Wenn es doch nur bei der Rechtschreibung bleiben würde. Wie man sich bettet, so liegt man, heißt es. Wie man also schreibt und Schrift wahrnimmt, so denkt und spricht man. Es führt zu einer generellen Vernachlässigung der Sprache. Sowohl im alltäglichen Sprachgebrauch als auch im beruflichen Umfeld.

Oder habt ihr euch noch nie dabei ertappt, wie ihr, verleitet durch WhatsApp und Co., zu immer bequemeren und fauleren Formulierungen gegriffen habt?

Nicht umsonst habe ich bspw. mit meiner WG (lauter kleine „Rechtschreibnazis“) den Pakt geschlossen, den Genitiv weiterhin für die Dauer seines legalen Bestehens zu verwenden und sei es noch so unpraktisch.

»Ich bin ein Buchjunkie«

Wie ich es auch drehe und wende, dass Thema über den Verfall der Sprache stimmt mich traurig.

Ich liebe Worte. Ich liebe Geschichten. Ich liebe Bücher. Auf den Punkt gebracht: Ich bin ein Buchjunkie mit Wortaffinität.

Ich liebe das alles so sehr, dass ich mich nun auch im Studium ganz und gar der Literatur und der deutschen Sprache verschrieben habe.

Manchmal jedoch gerate ich darüber ins Zweifeln. Was bringt mir ein Studium, in dem auf die Details achtgegeben wird, wenn ich sie später nicht mehr brauche? Innerhalb des Systems Universität sind Syntax und Semantik wichtig, doch außerhalb scheint es die wenigsten zu interessieren.

Wo seid ihr, „Rechtschreibnazis“? Ich brauche eure Unterstützung! Erhebt euch!

»Bücher in ihrer vollkommenen Schönheit«

Nicht nur Sprache verändert sich (was gut ist), sondern auch die Welt, in der wir leben.

Liebe Verlage, nun versuche ich seit einer Weile innerhalb dieses Textes die richtigen Worte für meinen Appell zu finden. Ich ringe mit den Worten, die meinen Wunsch umreißen, der vermutlich ziemlich plump anmutet.

Wenn sich Sprache verändert und wenn sich eure Ansprüche an die fertigen Titel verringern, dann kann das auch in die andere Richtung funktionieren. Der Fokus kann neu ausgerichtet werden, die Rechtschreibung wieder an Bedeutung gewinnen. Lieber ein paar Titel weniger im Programm, dafür aber auch welche, die sich ganz und gar und in ihrer vollkommenen Schönheit präsentieren können.

»Helden und Herzbuben ohne Rechtschreibmacken«

Denn das wünsche ich mir: wieder schöne und qualitativ hochwertige Geschichten zu lesen.

Wir sollten uns zusammenschließen und jeden noch so kleinen Fehler bekritteln. Wir geben jeden einzelnen an Verlage weiter, damit sie verstehen, dass die Qualität des Lektorats ein wunder Punkt ist, an dem nicht gespart werden sollte.

Die zwölfjährigen Mädchen dieser Welt haben ein Anrecht auf Helden und Herzbuben ohne Rechtschreibmacken!

Vielen Dank.

Charlousie

Edit 30.01.2015, 23:46 Uhr:

Das boersenblatt.net hat mich auf seiner Seite zitiert und zum Abstimmen eine kleine Leser-Umfrage initiiert! Schaut vorbei!  

Ich möchte außerdem noch erwähnen:

1. Ihr werdet gemerkt haben, dass ich das provokative Wort “Rechtschreibnazi” wohl überlegt eingebaut habe. Ich habe mit Kritik und Beschwerden gerechnet, das ist in Ordnung. Auf Facebook zog das bereits eine Diskussion nach sich, die – um der Thematik gerecht zu werden – einen komplett eigenständigen Artikel verdienen würde. Einen Artikel, den ich aber nicht schreiben werde. Zum einen bedeutet “Grammar Nazi” im Englischen einen “fanatischen” Verfechter der richtigen Rechtschreibung/Ausdrucksweise. Ein Wortspiel also.

Zum anderen hierunter meine knappe Erklärung zur Verwendung dieses Begriffs: Ich bin Jahre nach dem zweiten Weltkrieg geboren worden. Ich möchte das Geschehene nicht herunterspielen und auch nicht in die Vergessenheit drücken. Doch ich möchte, dass das Thema endlich an Schrecken und Furcht für die Generationen verliert, die seit der Grundschule mit der Moralkeule bombadiert werden und sich ungerechtfertigt schuldig fühlen. Die mit sechs Jahren grausame Dinge vorgehalten bekommen und lernen, dass man eine böse Last trägt, nur weil man zufällig Deutsche ist und einen die “ganze Welt” dafür zu hassen scheint und das auch noch darf!!! In diesem Alter kann man schwerlich differenzieren und ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass ich das NIEMANDEM wünsche.

Ich finde also, dass wir versuchen sollten, den Schrecken einzudämmen, in dem wir eine “leicht humorvolle”, “ironische”, vielleicht auch “neu auflockernde” Verwendung ausprobieren. Gesunder Umgang, sage ich nur! Nicht mehr und nicht weniger.

2. Vielen Dank, dass ihr Kritik, Lob, Zuspruch, Meinungen und Wahrnehmungen mit mir und allen anderen LeserInnen dieses Artikels geteilt habt. 

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18 thoughts on “Verlage vabrizieren Vampire mit vatalen Volgen”

  1. Huhu,

    wow……. was für ein Text. Ich finde eine perfekte Rechtschreibung in Büchern auch sehr wichtig. Gerade die Jugendlichen, die noch in der besonderen Lernphase sind, lernen beim Lesen die Rechtsschreibung. Wenn sie in ihrem Lieblingsbuch einen Fehler beim Lesen übernehmen, wird er in der Schule fortgesetzt. Und dann kommt die Frage, ob der Lehrer es auch erkennt.

    Aber auch wie Erwachsenen können durch manche Bücher noch was lernen und sollten uns drauf einlassen.

    Selbst meine Rechtschreibung wird nicht perfekt sein in meinen Post oder Kommentaren. Bloss ich sehe sie selber halt nicht, weil ich es bisher immer so geschrieben habe. Daher sollte sich auch niemand scheuen eine Person anzuschreiben und zu korrigieren. DENN nur daraus lernt der Mensch.

    Gruß
    Brina

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  2. Hallo meine Liebe!
    Du bist nicht allein. Das schick ich mal vorweg!

    Bei mir ist es beruflich bedingte Krankheit, dass ich sogar in der Pizzeria nicht anders kann, als an der Preistafel Rechtschreibfehler zu entdecken… Mein Umfeld rollt gern mal mit den Augen, weil es KEINEN Tag gibt, an dem mir nicht irgendwo irgendwas auffällt, mit hochgezogener Augenbraue süffisant artikuliert wird…. (Ich sag nur: Salzkortoffeln mit Kräulerbutter oder Zigeunerschinitsel). Was glaubst Du, wie das Buchlesen da für mich ist? Auch nicht immer die reine Freude! Mittlerweile ist das mit der fehlenden oder mangelhaften Rechtschreibung oder hahnebüchenen Übersetzung ein K.O.-Kriterium bei mir, in meinen Rezensionen. Ich erwähne es auch mal lobend, weil es eben auffällt, wenn in einem Buch -egal ob von großem, namhaftem Verlag oder Kleinstverlag oder gar Selfpublisher- wirklich nur ein einziges Haar in der Suppe ist.

    Und ich gehöre zu denjenigen, die beim Whatsappen Wert darauf legen, dass die Groß- und Kleinschreibung und Interpunktion beachtet wird…. Belächelt? JA! Auf alle Fälle. Aber das ist mir egal. Ich schreibe zwar schon mal, wie der Schnabel gewachsen ist, aber der ist schon recht straight. Behaupte ich mal!

    Mit Sicherheit ist niemand, der sich Mensch schimpft, unfehlbar. Das ist auch gar nicht schlimm. Aber auf bestimmte Dinge kann man Wert legen, auch wenn vielleicht eine breite Masse das nicht mehr tut. Scheinbar. Ich glaube einfach nur, dass dieses Abkürzungsgeschreibsel nur einfach mehr auffällt, als das Hochdeutsch-Schreiben!

    Also, weitermachen. Nur das Wort „Nazi“ würde ich weglassen 😉 Ansonsten, schreib und rede so, wie Du es für richtig hälst. Irgendwann kommt der Tag, dann fällt das jemandem positiv auf. Und die Ohne-Punkt-und-Komma-Schreiber und Großschreibungs-Ignoranten fallen glatt durch 🙂

    Liebste Grüße
    die Pingelnase Bine

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  3. Hey,
    ich betrachte dich jetzt einfach mal als Rechtschreibfanatiker, ein NAZI bist du sicherlich nicht!
    So oft wie dir, fällt mir das zwar nicht auf, aber ich kann sowas auch nicht ausstehen. Es stört einfach im Lesefluss, wenn man über ein Wort stolpert, dass falsch geschrieben ist oder, was mir auch oft auffällt, ein Buchstabe fehlt. Ich habe mal ein Buch gelesen, dass nur davon strotze, das hat mich echt genervt. Irgendwann hab ichs aber ignoriert und mir auch nicht mehr die Seitenzahlen mit den Fehlern gemerkt. Das war mir dann doch zu viel Arbeit 😀 Aber du hast Recht! Man müsste jeden Fehler dem Verlag melden, dann merken diese, das die Fehler stören.
    Im social web, nutze ich zwar auch oft Abkürzungen etc, aber Groß- und Kleinschreibung halte ich immer ein. Yeyy!
    lg. Tine =)

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  4. Toller Artikel! Ich gehöre auch zu den Leuten, die sich durch Rechtschreibfehler sehr gestört fühlen. Wenn es nur ein Tippfehler ist, okay. Aber wenn es wirklich falsch ist und beim Kontrolllesen auch nicht auffällt, weil man es nicht besser weiß, dann finde ich das in Büchern total schlimm. Es gibt schließlich extra Leute, deren Job es ist, das zu kontrollieren und die erfüllen da einfach nicht ihre Aufgabe.
    Ich hätte auch lieber weniger Bücher, wenn die, die veröffentlicht werden, dafür fehlerfrei(er) sind.
    Liebe Grüße!

    Gefällt 2 Personen

  5. Erst einmal wunderschln geschrieben – Hut ab.
    ich erkenne mich in sehr vielen Punkten wieder. Früher war es für mich unerhört, auch nur einen Fehler zu entdecken, jetzt ist es leider schon fast zur Gewohnheit geworden, immer wieder welche zu finden.
    Vielleicht legen die Verlage ja mittlerweile etwas weniger Wert auf die 100-prozentig richtige Rechtschreibung, weil es die Leser von Self-Pubishler auch nicht stört. Denn da ist die Fehlerquote meistens noch viel, viel höher. Self-Publishern kann ich es aber noch verzeihen, weil sie einfach viel weniger Geld zur Verfügung haben.

    Gefällt 2 Personen

  6. Hat dies auf Wenn Tinte aus den Fingern fließt… rebloggt und kommentierte:
    Das kann ich sooooo gut verstehen. Ich habe auch schon manches Buch nicht weitergelesen, weil mir zu viele Fehler auffielen.

    Einzelne Fehler kann ich akzeptieren und verstehen – das passiert, manchmal übersieht man etwas, auch als Autor, Lektor oder Verleger. Aber wenn man auf jeder zweiten oder dritten Seite etwas findet, vergeht der Lesespaß…

    „Rechtschreib-“ oder „Grammarnazi“ finde ich dennoch schrecklich. Man sollte den Hintergrund von „Nazi“ nicht vergessen. „Rechtschreibfanatiker“ o.ä. liegt mir dann auch mehr. Andererseits: Warum braucht es eine Bezeichnung dafür? Ich finde es eigentlich ganz normal sich Gedanken darum zu machen, wie man etwas schreibt oder sagt…. 😉

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  7. Heutzutage hat die Rechtschreibung in so vielen Bereichen zu leiden, dass man sich das bei Büchern einfach nicht erlauben sollte. Bei den heutigen Lehrmethoden ist es schon ein Wunder, dass Kinder und Jugendliche überhaupt einigermaßen wissen, wie die wichtigsten Wörter geschrieben werden! Mal ganz abgesehen von der fürchterlichen „Chat- oder SMS-Sprache“, die ich im Übrigen seit jeher boykottiere. Selbst ich, die ich schon immer sehr penibel in dem Punkt war, vertue mich manchmal, was auch oft daran liegt, dass die Rechtschreibung auch alle paar Jahre neu aufgelegt wird. Ich konnte mich aber zumindest immer darauf verlassen, dass die viele Leserei mir immerhin ein gewisses Gefühl für Wort und Schrift mitgegeben hat…wenn man selbst in dem Bereich versagt, kann man doch eigentlich gleich alle Regeln verwerfen und sagen: schreibt, wie Ihr wollt! Sollten wir diese dystopischen Zeiten je erleben, steche ich mir allerdings die Augen aus.

    Mal wieder gut geschrieben, meine Liebe!

    Gruß

    Rica

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  8. Vor allem, wenn ich bedenke, dass Lesen ja auch bildet (jetzt nur die deutsche Sprache betrachtet). Lehrer drängen ja oft zum Lesen, vor allem, wenn man große Schwächen im Ausdruck/der Grammatik hat. Aber wenn die Bücher voll mit Fehlern sind, lernen Schüler ja falsches!

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  9. Nein, du bist nicht allein! 🙂

    Ich sehe das genauso und ärgere mich schon über einen einzigen Fehler! Die Worte – inklusive Fehler – werden nicht nur einmal, nicht zwei oder dreimal, nein, ca. 7432456889 mal gedruckt und verbreitet! Dessen sollte man sich im Klaren sein und wenn das Geld für eine anständige Korrektur nicht reicht, lässt man es erstmal und hat zu sparen. Ist vielleicht übertrieben formuliert, aber es kam nicht selten vor dass ich deswegen schon Bücher abbrechen musste.

    Es wird immer schlimmer 😦
    Ich hab dazu neulich auch schon was geschrieben.

    Liebste Grüße,
    Liz

    Gefällt 1 Person

  10. Hach danke für diesen Post!
    Ich gelte auch allgemein als Rechtschreibnazi und es gibt kaum etwas schlimmeres als richtig fies falsch geschriebene Wörter für mich 😉
    Allerdings werde ich oft fürs Kritisieren kritisiert, gerade auf Facebook ist sowas gar nicht gern gesehen… da darf man auch in einer Büchergruppe so schreiben, dass die Leser kaum verstehen worum es geht und erstmal grübeln müssen… das ist doch schade, oder?
    Menschen, die Bücher lieben, lieben doch gleichzeitig auch die Sprache… anscheinend ist das aber nicht mehr allzu wichtig…

    Gefällt 2 Personen

  11. Nein, du bst nicht die Einzige, die mangelnde Rechtschreibung stört 🙂 Zwar kommt meine Pingeligkeit mehr aus der Richtung, dass es mich viel Mühe gekostet hat, sie wirklich einigeraßen korrekt zu lernen, doch ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich über Fehler stolpere. Und weil es mich so viel Mühe gekostet hat, es zu lernen, werde ich einen Teufel tun und das einfach so wieder vernachlässigen. Kein Tweet, keine WhatsApp, kein Kommentar wird abgeschickt, ohne korrekturgelesen zu sein.

    Aber aus schlechten Formulierungen und Rechtschreibfehlern versuche ich dennoch eine Tugend zu machen: Ich habe ein Notizbuch, das nur dafür da ist!
    Lese ich ein Buch, dessen Geschichte ich immerhin mag, nehme ich dieses Notizbuch mit, notiere was mir nicht passt und schreibe es um. Auch mein Lieblingsvampirbuch-aus-Teenietagen (nein, für Edward war ich schon zu alt, um den noch zu mögen ;)) ist mittlerweile darin verewigt und hat mich gelehrt, dass auch vor 15 Jahren schon so mancher Fehler und schlechter Stiel in Büchern grassierte.
    Allerdings wäre ich niemals auf die Idee gekommen, diese wiederum an den Verlag weiterzugeben.

    Liebe Grüße,
    Möchtegern …

    Gefällt 2 Personen

  12. Du wirst immer und immer sympathischer! Ich bin da genauso wie du, ich mag es nicht. wenn Leute sagen “ es macht Sinn“, denn es kann einen Sinn ergeben und es kann einen Sinn haben, aber es kann keinen Sinn machen! Genauso furchtbar ist „Einzigster,einzigste“, es heißt EINZIGE/R oder ganz schlimm ihr seit! Ahh, da rollen sich mir die Zehennägel auf! Teilweise machen sogar Autoren diesen dämlichen Fehler auf ihrer FB Seite! Da bekomme ich echt zuviel! Ich hab selber Deutsch erst mit 3 Jahre gelernt, habe Migrationshintergrund, aber ich mache NIE Rechtschreibfehler, höchstens Tippfehler. Wie ist es bitte möglich, dass der Albtraum, jetzt mit „p“ und mit „b“ geschrieben wird? Was ist mit dem Konjunktiv geschehen? Vom Genitiv will ich gar nicht erst anfangen! Ich bin Rechtschreibnazi, ja ich darf sowas sagen, denn ich bin jüdisch und das ist ein Begriff, der meines Erachtens nach, durchaus legitimiert werden sollte,
    LG, rachel

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  13. Hey Charlene,

    ein wortgewandter Artikel in dem viel Wahrheit und zu Recht Provokation steckt. Die Rechtschreibfehler in Büchern sind mir auch schon unter die Augen getreten. Bei Selfpublishern treten diese natürlich häufiger oder in größerer Menge auf als in den Werken, die in großen Verlagen veröffentlicht werden. Aber selbst dort entdeckt man hin und wieder einen Rechtschreibfehler.

    Ich muss sagen, ich achte nicht ganz so akribisch auf Rechtschreibfehler. Es stört mich auch nicht so enorm, wenn ich mal einen Fehler in einem Buch entdeckten. Erst wenn ich auf einen zweiten und dritten Fehler stoße, fange ich an nachdenklich zu werden. Ärgerlich ist es in jedem Fall, wenn die Fehler in Büchern großer Verlage auftreten, da gerade diese ja eigentlich über gute Lektoren verfügen müssten. Bei Selfpublishern ist das schon wieder anders, sogleich es mich aber auch hier sehr nervt.

    Insgesamt sehe ich die Lage wie du: Gerade in der Jugendliteratur sollte wieder akribischer auf Rechtschreibung geachtet werden.

    Schöner Artikel.

    Liebste Grüße,
    Diana

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  14. Schön, daß ich nicht allein bin mit meiner Achtung der deutschen Sprache einschließlich natürlich der Rechtschreibung.
    Das Chaos begann mit der „Reformierung“ derselben.

    Kritisieren der Falschschreibenden ist aber verpöhnt. Mittlerweile muß man schon richtig Mut haben, um Kritik zu äußern.

    Bitte nicht verzweifeln – weiter kämpfen!

    Danke für den Artikel und danke für die Kommentare.

    Viele Grüße, Michael.

    Gefällt 1 Person

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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