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Wie das Bloggen Menschen verbindet – Ein Leben ohne Internet?! TAG

Vorsicht: EMOTIONEN außer Kontrolle, Konfusität nicht auszuschließen, Lesen auf eigene Gefahr!

teaser5_freundschaft_BloggenAlle werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass das Leben ohne Freunde ziemlich trist und trostlos wäre. Die Instagram, Facebook und Twitter-Community (und wie sie alle heißen!) im Rücken mag ja ganz nett sein, um mal hier und da ein Highlight zu teilen, aber ersetzt sie wirklich Freunde? Und ich meine jetzt nicht die richtigen Freunde und Bekannte, die man auch sowieso auf Facebook und Co. hat. Nein, vergesst den Umkehrschluss daraus 😛 (Bevor ich jetzt noch tiefer ins Fettnäpfchen trete!) Ich rede von der mehr oder minder anonymen Masse; eben die Community. Aber ich verrenne mich.

Ohne Freunde wäre das Leben also zweifelsohne farbloser.

Freunde, die nicht nur in den schönen Zeiten mit einem Lachen, sondern die auch in schwierigen Phasen mit einem Weinen können oder noch besser: für einen Mitlachen, weil man es selbst gerade einfach nicht kann.

Ich bin gerade in einer furchtbaren sentimentalen Stimmung und habe es auf Facebook letzte Woche schon angedroht: Ich möchte ganz persönlich und privat darüber schreiben, wie das Bloggen Menschen verbindet, vielmehr mich mit Menschen verbunden hat. Daraus resultiert, wie wichtig das Internet sein kann, wenn es richtig genutzt wird!teaser6_bloggen_freundschaft

Auslöser, warum ich so empfinde, gibt es viele. Auslöser, die sowohl Vorgeschichte als auch Hauptteil dieses Artikels darstellen werden. Ich möchte in diesem Artikel gar nicht erst damit anfangen einzelne Menschen aufzuzählen, die mir aus diesen oder jenen Gründen wichtig geworden sind; denn die Menschen – Verzeihung, ich präzisiere: Blogger 😀 – werden wissen, dass sie gemeint sind, genau in diesem Moment, indem ich darüber schreibe.

Auch möchte ich mich selbst gar nicht als so tolle Person darstellen, die ja ach so beliebt oder besonders wäre, weil sie gerade in diesem Moment (diese Ausdrucksdopplung ist Absicht!) teaser13_bloggen_freundschaftdamit angeben kann, dass sie so viele unersetzbare und tatsächlich tolle und besondere Menschen übers Netz kennenlernen durfte und nun ihre Freunde nennen darf. Ich hoffe einfach, dass es nicht so herüberkommt, denn das ist wirklich nicht meine Absicht mit diesem Artikel! Selbstbeweihräucherung ist nämlich nicht so mein Stil.

Ich habe den Ruf einer (leicht :3) emotionalen Ebene, die ich gerne mal aus ihrem Käfig lasse, wenn ich mich in Dinge hineinsteigere, was mir ebenfalls nicht schwer fällt.


Teaser4_Freundschaft_BloggenSo kam es, dass ich letzte Woche, als ich im Fernbus nach Stuttgart saß um eine wunderbare, befreundete Bloggerin zu besuchen, ganz plötzlich merkte, dass mein Leben ohne das Internet und das darin enthaltene Bloggen ganz, ganz anders aussähe. Ich wäre nicht nur nicht in diesem Fernbus einem wunderschönen Wochenende mit viel Lachen und einer tollen Zeit entgegen gefahren, ich würde auch unglaublich viele Menschen nicht kennen.

Menschen, die ich lieb gewonnen habe, inzwischen teilweise persönlich kenne, meine Freunde schimpfe und nie wieder gehen lassen möchte. Anfangs habe ich mich immer noch geziert wirklich zu glauben oder zu denken, dass das meine „wirklichen“ Freunde sein könnten. Aber hey, ich war siebzehn Jahre alt, als ich mit dem Bloggen begann und ich weiß nicht, ob es nur mir so erging, aber in der Schule wurde uns immer eingetrichtert: Passt auf eure Daten auf. Vertraut niemandem aus dem Internet. Das sind alles Fakes, die irgendetwas von euch wollen und euch am Ende ausnutzen.teaser11_freundschaft_bloggen

Ich möchte gar nicht behaupten, dass es das nicht auch gibt, aber es gibt eben noch eine andere Seite. Die ich erst entdecken musste. Vielleicht musste ich dafür auch erwachsener werden, bemerken, dass es nie schadet, sich eine eigene Meinung zu bilden… Zumindest habe ich mich zu Beginn meiner Bloggerzeit nie auf Bloggertreffen getraut, immer die warnenden Worte der Lehrer und ganzen Erwachsenen um mich herum im Ohr.

Mein Appell am Rande: Vorsicht im Internet schadet natürlich nie, aber wertet nicht grundsätzlich alles ab, sondern vergebt immer Chancen!

teaser14_bloggen_freundschaftZurück zum Thema. Ich saß also in diesem Bus und wurde ganz fürchterlich und arg sentimental. Ich habe über mein Leben nachgedacht. Was im übrigen wunderbar funktioniert mit Musik im Ohr, wenn man den endlosen Weiten am Horizont entgegenzufahren scheint.

-Habe überlegt, wo ich so stehe im Leben und dann plötzlich… rasten meine Gedanken und mir wurde innerlich ganz kalt und irgendwie schien mein Herz ganz komisch zu krampfen (ich bilde mir sowas gelegentlich vielleicht auch ganz gerne ein^^), denn ich wagte kaum daran diesen Gedankenfetzen zu Ende zu spinnen und musste erst einmal ganz, ganz tief Luft holen, um dann ganz bewusst, in einer ordentlichen Reihenfolge zu denken:teaser8_bloggen_freundschaft

Was wäre, wenn es das Internet nicht gäbe? Oder wenn es das Internet gäbe und ich dennoch niemals angefangen hätte zu bloggen? Ich habe dieses Szenario, das jeden Albtraum locker in den Schatten stellt, zu Ende gedacht und ja, es flossen einige Tränchen.

Natürlich kann ich nicht sagen, was dann wäre. Aber ich kann sagen, was ist.

(Ich würde beispielsweise niemals diesen Artikel schreiben und so viel Schmalz verteilen, wie ich nur überhaupt parat zu haben scheine! *höhö* ;))

teaser10_bloggen_freundschaftWas ist“… ist für Außenstehende vielleicht schwierig nachzuvollziehen. Doch ich kann nur betonen: Habt immer den Mut euch eure eigene Meinung zu bilden, neue Dinge zu wagen, auch oder gerade weil ihr absolut keinen Plan davon habt und lasst die Dinge unvoreingenommen auf euch zukommen!

Ich bin dieses Jahr zum Studieren nach Mainz gezogen. In eine andere Stadt, ja sogar in ein anderes Bundesland. Meine Heimat Hessen ist zwar der direkte Nachbar von Rheinland-Pfalz und so trennt nur eine Brücke diese beiden Bundesländer und ihre jeweiligen Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz, dennoch ist es ein anderes Bundesland.teaser9_bloggen_freundschaft

Als ich heute Nacht nach einem gigantischen Tag in Frankfurt auf dem Weihnachtsmarkt, den ich mit zwei Bloggerinnen durchlachte, über eine Brücke nach Hause spazierte, kam mir eine Symbolik in den Sinn. Ein kleiner Exkurs zur Brücke: Wiesbaden und Mainz trennt lediglich der Rhein, so dass sie zwangsläufig mit einer Brücke verbunden sind.

So wie diese Brücke zwei Städte verbindet und der Rhein darunter sozusagen die fließende und doch trennende Schnittstelle ist, so verbindet das Bloggen mit dem Internet als Schnittstelle die Menschen. Ich kann jetzt schlecht so teaser_bloggen_frezndschaftweit gehen und etwas über die Freundschaft zweier Städte als Gegenstände faseln, aber ich kann den Gedanken allein auf die Menschen bezogen weiterführen. Das Bloggen verbindet also Menschen. Darüber hinaus können aus ebendiesen Verbindungen weitere Verästelungen entstehen, die sich im Boden verankern und irgendwann vielleicht sogar wurzeln und dann… schwupps, sind Freundschaften daraus entstanden, die sich leise und langsam angeschlichen haben.

Lange Zeit war ich demgegenüber wirklich etwas blind. Habe mich, wie schon einmal erwähnt, viel zu viel von anderen beeinflussen lassen und mich dann beispielsweise auch gescheut, diese „Internetmenschen“ als wirkliche Freunde zu bezeichnen. Niemand hat mich verstanden, wenn ich sagte, dass ich Freundinnen im Internet hätte. „Ach ja?“ – wurde ich gefragt. (habe ich schon einmal erwähnt, dass ich intolerante Menschen nicht wirklich mag?!) „Und wie oft habt ihr euch denn schon so gesehen?!“ als ich dann antwortete, einmal oder noch schlimmer und in der Regel keinmal, war die Sache für die Fragenden natürlich gegessen und eindeutig. Internetfreunde sind Fake und damit unreal und nichts wert, zu vernachlässigen und ein weiteres trauriges Produkt des Internets, auf das die Menschen viel zu stark bauen würden. Zu wenig persönlicher Kontakt = keine richtigen Freunde. (Ich mag sie. Diese digitale Welt! :D)

Wirklich?!

teaser12_bloggen_freundschaftAllerdings definieren sich für mich Freunde nicht nur darin, wie oft ich sie jährlich sehe. Dann gäbe es beispielsweise auch keine Fernbeziehungen, argumentierte man so. Das ist ein veraltetes Bild, mit dem ich nicht (mehr) leben möchte. Früher war es unbestreitbar schwierig Kontakt zu halten, wenn man auseinander wohnte. Doch sogar das funktionierte, so denn es beide wirklich wollten. Heute haben wir das Internet. Heute muss ich meine Freunde nicht mehr durch die Anzahl der persönlichen Treffen definieren. Es gibt Gratis-Messenger-Dienste, es gibt das Telefon, es gibt das Bloggen und das Internet. Freilich zähle ich nicht jeden meiner Facebook Freunde, mit denen ich bisher zwei bis drei Mal schrieb zu meinen Freunden. Aber ich zähle die zu meinen Freunden, die da sind. Die mein privates Leben bereichern – egal wie nah oder fern. Die das Bloggen verstehen, weil sie vielleicht sogar selbst bloggen.

Wir haben uns vermutlich nie gesucht und doch irgendwie gefunden.

Und dafür bin ich wirklich, wirklich, wirklich, wirklich hoch unendlich dankbar. Dass das Bloggen mein Leben auf diese einzigartige Art und Weise bereichert hat.

Denn eines steht fest:

Ohne das Bloggen und ohne meine Freunde, wäre ich heute nicht die, die ich bin. Hätte viele Erlebnisse und Highlights meines Lebens verpasst, Erfahrungen versäumt und ganz wichtig und allem voran: Viel zu wenig gelacht.

teaser15_bloggen_freundschaft

Damit sind wir auch schon am Ende meiner (wirren?) Gedanken angelangt und ich weiß, ich habe an der ein oder anderen Stelle den Bogen sicherlich etwas zu weit und nicht immer ganz logisch gespannt, doch am Ende habe ich – hoffentlich – noch die Kurve bekommen und ihr konntet mir halbwegs folgen. Bitte seht mir die kleinen Ausreißer nach, ich bin, was das Schreiben und Bloggen angeht (auch wenn ich das genauso wenig wie das Atmen jemals verlernen würde!) ein wenig aus der Übung.

Warum ich immer noch nicht still bin?

Weil ich nach der explosionsartigen Erkenntnis diesen Artikel gerne als TAG ansetzen möchte.

Ich bin neugierig, ich bin gespannt und ich bin sicher, dass viele von euch tolle Geschichten zu erzählen haben, die wir alle hören wollen.

Dass gerade Weihnachten ist, ist zwar reiner Zufall, doch passt es so wunderbar zu diesem Thema. Also werfe ich diesen Tag mit der Frage in den Raum: „Hat auch euch das Internet/Bloggen auf die ein oder andere Weise bereichern können oder euer Leben definitiv ‚irgendwie‘ verändert?“ 

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr den TAG mitnehmen möchtet – EGAL, wie alt auch immer er zu dem Zeitpunkt sein mag, dass ihr ihn aufstöbert – und mir vielleicht sogar eine klitzekleine Rückmeldung gebt.

Noch eine letzte Anmerkung, falls diejenigen meiner Freunde mitlesen, die nichts mit Bloggen am Hut haben (was nicht so sehr wahrscheinlich ist, aber trotzdem! ;)): Auch ihr seid mir selbstverständlich wichtig! Keine Sorge! 😀

Euch weiterhin eine frohe Weihnachtszeit,

eure sentimentale Charlousie

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6 thoughts on “Wie das Bloggen Menschen verbindet – Ein Leben ohne Internet?! TAG”

  1. Ich habe es dir ja schon gesagt, aber gerne nochmal: So toll! So viele Emotionen, Liebe, Freundschaft und das alles nur, weil wir die Möglichkeit haben, uns weltweit durch irgendwelche Fasern und Frequenzen zu vernetzen.
    „Dieses Internet, gibt es das immer noch?“, meinte einst Homer Simpson xD Ich versuch mich auch an einem Flashback zu der Internet- und Bloggerzeit und, wie sie eine verbunden hat xD

    Gefällt 1 Person

  2. Ein sehr toller und emotionaler Beitrag, liebe Charlouise. Auch wenn ich noch nicht ganz ein Jahr selbst Blogger bin, möchte ich die Menschen nicht mehr missen, die ich dadurch kennengelernt habe. Und Dank unserer lieben Anka haben wir auch noch immer wieder die Möglichkeit, dass wir uns alle sehen. Auch sind hierdurch Freundschaften entstanden, für die ich sehr dankbar bin und ein reger Kontakt, egal ob per FB, Whats App oder einfach per Telefon besteht. Drück dich und ich wünsche dir einen schönen 2. Advent.
    Liebe Grüße,
    Uwe

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deinen Besuch und deine Worte Uwe!
      Ich habe dazu ja im Artikel schon mehr als genug gesagt! 😉
      Dass ich dir da zustimme, weißt du ja nun und egal, ob „erst“ ein Jahr Blogger oder schon tausende Jahre, irgendwie ist es einfach toll und immer etwas Besonderes!

      Ganz, ganz liebe Grüße und dir noch einen schönen 2. Advents-Abend!

      Charlousie

      Gefällt mir

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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