SchreibEcke

Orientierungslos

orientierungslos

Morgens, da weiß ich manchmal nicht mehr, wo ich bin.

Bin verwirrt, weil ich mal bei mir und mal bei dir schlafe.

Meistens bei dir.

Wenn ich dann bei mir liege, habe ich das Bild deines Zimmers vor meinen Augen.

Ich weiß genau, wie sich deine breitere Matratze anfühlt. Spüre die Wärme deiner übergroßen Decke, das leicht kratzige der Wolldecke an meinem Bauch. Weiß, wie es ist, wenn du neben mir gleichmäßig atmest oder mit den Zähnen knirschst.

Ich weiß genau, wie es ist, bei dir zu liegen. In deinem Bett.

Doch diesen Morgen fühlt es sich anders an.

Orientierungslos.

Dein Bett in Gedanken. Meines im Gefühl?

Ich öffne die Augen.

Sehe meinen Raum. Liege in meinem kleinen Bett. Einsam. Bin enttäuscht.

Sogar traurig.

Mein Raum. Mein Bett. Immer mein Bett. Von jetzt an immer. Mein Bett. Mehr nicht.

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4 thoughts on “Orientierungslos”

  1. Eines Tages wird sie verblassen, diese Erinnerung, die so nichtig ist, wie Regen in der Wüste.
    Du wirst den Weg finden. Den Plan, raus aus der Orientierungslosigkeit. Denn das hier, wird verblassen. Vergessen, dass es eine Erinnerung war. Ohne Bedeutung. Und dann ist es wieder frei, dein Herz.

    Dein Verstand läuft keine Kreise auf den immer gleichen Bahnen. Denn du wirst sie finden. Die Zeit für neue Wege und Brücken und diese eine, verblasste Erinnerung, für immer hinter dir lassen.

    Gefällt 1 Person

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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