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Haare färben mit Henna und Pflanzenfarben? – Ein Selbstversuch mit Tipps und Tricks!

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Edit, 01.07.2015: Nach einem Jahr Färben mit Henna, habe ich einen aktualisierten Artikel verfasst. Schaut doch mal rein, mit vorher und nachher Bildern! 😉

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»Hintergrund: Warum ich auf einmal dachte: „Jetzt reicht’s, was Neues muss her!“«

Ich weiß nicht, ob manchen von euch dieses Gefühl bekannt ist. Dieses Gefühl einer inneren Unzufriedenheit, oft verbunden mit einem undefinierbaren Sehnen.

In mir verstärkte sich seit einigen Wochen der Wunsch, eine Alternative zu meinen bisherigen Colorierungsmethoden zu finden. Ich habe NIE gefärbt, weil ich Angst vor dem Ergebnis hatte und meine Haare nicht so sehr schädigen wollte. Färben ist schließlich ziemlich drastisch und endgültig.

Ja, da werde ich böse ;) (bereits nach dem Färben)
Ja, da werde ich böse 😉 (bereits nach dem Färben)

Doch Tönungen waschen sich raus und zwar schneller, als das Nachtönen ratsam wäre UND das Ergebnis ist leider auch nicht immer schön. Denn auch Tönen geht nicht spurlos an der Gesundheit der Haare vorbei.

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Das Pulver ist grün! Wer hätte das gedacht?! 😉

Also habe ich mich ein wenig umgeschaut, im Freundeskreis gefragt und bin schließlich auf Pflanzenfarben und Henna gestoßen. Ich habe viel recherchiert, wirklich stundenlang in Foren Beiträge gelesen (natürlich ist dort nicht alles das Gelbe vom Ei 😉) und mir in der letzten Woche gesagt: JETZT versuche ich es. In einem Selbsttest, von dem ich natürlich hoffte, dass er gelänge.

Ich habe all meine Zweifel und Befürchtungen beiseite gewischt. Zum einen, weil ich mir inzwischen denke, dass es Schlimmeres geben kann, als „versaute“ Haare (Es ist [nicht mehr] das Ende der Welt!) und zum anderen, weil ich mit meiner „Haar-Situation“ so unzufrieden war, dass ich theoretisch nichts mehr zu verlieren hatte. Außerdem wohnte in mir auf einmal das unerschütterliche Zutrauen, dass das sowieso was geben würde bzw. könne ich ansonsten mit dunklem Braun noch einmal darüber gehen und meinen Misserfolg sicherlich wieder ausbügeln.

So oder so. Auf mich wirkten die Naturfarben dermaßen vertrauenserweckend, dass ich mir ein Nicht-Gelingen kaum vorstellen konnte.

»Warum ich diesen Artikel schreibe, wenn doch all mein Wissen in den Foren bereits existiert und ich nur das ‚Wiederkaue‘, was bereits andere geschrieben haben?!«

Nun, mein Wissen basiert auf meinem Selbstversuch, den ich hier zum einen beschreiben möchte und zum anderen hat es mich STUNDEN gekostet, die Foren nach VERNÜNFTIGEN Inhalten zu durchforsten und ich habe ja nicht nur in Foren und auf Webseiten gelesen. Deswegen möchte ich mein sorgfältig gesiebtes Foren-Wissen + meine eigene Erfahrungen und Erkundigungen gebündelt an einer Stelle zusammentragen, damit noch Zögernde, Entdeckerfreudige, Unschlüssige und vielleicht auch Faule, hiermit ein wenig motiviert werden und (hoffentlich) eine Hilfe darin sehen.

»Die Vorbereitungen oder: „so renne ich den halben Tag von A nach B!“«

Das richtige Henna:

Wie in allen Bereichen gibt es Firmen über Firmen, viele Farben, unterschiedliche Preise und gefühlt eine Million Dinge, die es zu bedenken gilt.

In Foren habe ich gelesen, dass Henna in türkischen Läden sehr günstig und gut zu bekommen wäre. Also bin ich losgezogen, habe ein paar Läden abgeklappert, die alle das gleiche Henna für 1,49€-2,79€ pro 90g anboten. Das ist wirklich, wirklich, wirklich günstig für Henna, weshalb ich direkt 2 Packungen gekauft habe. Blöderweise vergaß ich im Laden (ehrlich, diese türkischen Läden fühlen sich wie eine andere Welt an und ich kam mir auch wie eine Rarität darin vor, so dass ich irgendwie ein wenig aufgeregt war) die Inhaltsstoffe durchzugucken. Inhaltsstoffe durchlesen ist sehr wichtig. K800_DSC_0404Sobald nämlich chemische Zusätze im natürlichen Henna enthalten sind, sollte man die Finger davon lassen. Stoffe können über die Kopfhaut wunderbar in unseren Organismus gelangen und ich möchte nicht stundenlang etwas auf dem Kopf haben, das im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Dieser fiese, chemische Zusatz nennt sich Picramente

(Auf den Packungen meist als Sodium Picramate deklariert)

Also wirklich: niemals, niemals benutzen. Inzwischen habe ich die beiden Packungen entsorgt. Glücklicherweise kann ich die 3€, die ich in den Sand gesetzt habe, noch verschmerzen. Nur aus Neugierde, habe ich mir noch einmal das Innenleben angesehen. Äußerlich ist kein Unterschied zu erkennen! 🙂

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Letztlich habe ich dann für 3,99€ bei Müller das Henna der Müller Eigenmarke gekauft und die Pflanzenfarbe Mahagonirot der Firma Sante für 5,45€. Beides je 100g.

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Das günstigste Henna aber gibt es in Apotheken! K800_DSC_0447Ein kleiner Ausflug in die Welt des Hennas. Henna ist eigentlich eine Laubabwerfende Pflanze, vielmehr ein Strauch, aus dem dieses Pulver gewonnen wird, das wir alle kennen (oder noch kennenlernen). Grundsätzlich ist reines Henna ein grünes Pulver, das IMMER rot färbt! Andere Farben werden mit anderen Pflanzen, deren Pulver hinzugegeben wird, erzielt.

Wenn ihr also das aller reinste Henna haben wollt, fragt in eurer Apotheke nach Folia K800_DSC_0448Henna färbend. Es wird Apotheken geben, die euch mit Fragezeichen im Gesicht entweder nett wegschicken oder auch böse hinausjagen, aber irgendwann werdet ihr eine finden, die euch kompetent berät und dann könnt ihr für (momentan) 13,83€ ein KILO (!!) Henna-Pulver kaufen. Pro 100g also weniger als 1,50€ UND reiner als rein. Natürlicher GEHT ES NICHT MEHR! – So bin auch ich nun stolze Besitzerin von 1kg Henna… :3

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*__* 1kg Henna

Das richtige „Rezept“:

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Schwarzer Tee

Ihr solltet euch vorher informieren, wie ihr euer Henna am Liebsten mischen wollt. Ich habe herausgefunden, dass Rotwein und schwarzer Tee die Wirkung intensivieren sollen. Zur Sicherheit habe ich im türkischen Laden den schwarzen Tee für 1,79€direkt noch einmal eingepackt, obwohl ich inzwischen auf ein ganz, ganz eigenes Rezept gestoßen war! 😉

Prinzipiell gilt: Auf 100g Hennapulver kommen ca. 300g KOCHENDES Wasser. (Bzw. Tee^^).

Ansonsten könnt ihr da relativ kreativ sein. Olivenöl, Essig und dergleichen können gerne dazugegeben werden. Grundsätzlich sind in den Pflanzenfarben von Sante und bspw. auch Logona bereits pflegende Stoffe enthalten, aber: Doppelt hält besser?!

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Fertigmischung

Ein Ei würde ich euch allerdings nicht empfehlen. Obwohl auch dies euer Haar pflegt, verhindert das Eiweiß, dass euer Haar die Farbe so richtig aufnehmen kann.

Ansonsten gibt es auch fertige Mischungen zu kaufen, die bereits die richtige Konsistenz zum direkten Durchstarten besitzen. Mir sind sie zu teuer und das Anmischen finde ich u.a. spannend!

Vor dem Färben:

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Wichtig ist auch, wenn ihr ein Shampoo mit Silikonen o.Ä. verwendet oder chemische Pflegeprodukte sowie Produkte, die an eurem Haar haften bleiben (könnten), wird die Pflanzenfarbe sehr wenig bis gar nicht an euren Haaren haften können. Noch wichtiger: Es könnte ein unerwünschter Nebeneffekt wie bspw. grüne Haare entstehen!!

 

Deswegen solltet ihr unbedingt ein Tiefenreinigendes Shampoo vor dem Färben verwenden. Bei dm gibt es von der Hausmarke Balea bspw. eines für 1,45€ (ich bin prinzipiell begeistert von den Balea Produkten!). Das habe ich mir mitgenommen, ebenso das Lava Shampoo von Sante für stolze 5,95€. Klar, beide Shampoos kann ich nicht (zumindest wäre das sinnfrei) verwenden, doch als ich mich für Sante umentschied, hatte ich das von Balea bereits in der Tasche.

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‚Lava‘ Shampoo von Sante (ganz links!)

Ach ja: manchmal ist es ratsam, ein paar Haarwäschen vor dem Färben mit dem tiefenreinigenden Shampoo zu beginnen. Je nachdem wie „verseucht“ eure Haare sind. Und bei möglicherweise GRÜN, will niemand ein Risiko eingehen, oder?

Worauf ihr noch achten solltet:

Nehmt ein Handtuch, dessen Untergang ihr verschmerzen könnt. Ihr solltet es zukünftig nur noch zum Färben mit Henna verwenden! Außerdem Klamotten, die ihre besten Tage hinter sich haben, die ihr vielleicht noch nicht einmal mehr in die Altkleidersammlung geben würdet. Ich weiß nicht, wie talentiert ihr im Selbstfärben seid, aber ich bin talentiert darin, eine RIESENGROSSE Schweinerei zu veranstalten!

Legt euch Alufolie, Küchenrolle (letzteres habe ich Schlaumeier vergessen, das war mein halber Untergang!), eine Mülltüte, Föhn bzw. einfach ALLES zurecht, von dem ihr glaubt, das ihr es brauchen könntet! Habt ihr einmal angefangen, hat eure Vergesslichkeit schon gewonnen, wenn ihr… etwas vergessen habt!

Falls ihr Angst habt, eure Kopfhaut mitzufärben, (der s.g. Helm soll ganz ätzend aussehen!) könnt ihr am Übergang zwischen Haaransatz und Stirn, Creme (bspw. von NIVEA) draufschmieren, dann färbt ihr die nicht mit. (Ich Expertin hatte die vergessen!) In den Anleitungen steht auch etwas von Watte. Aber das habe ich nicht verstanden und deswegen erst recht nicht weiter b(v)e(r)folgt.

»„Mein“ Rezept«

Es wäre vermessen zu sagen, dass es wirklich mein Rezept wäre… In einem der unzähligen Forenbeiträge bin ich darauf gestoßen und aufgrund der Begeisterung wollte ich das einfach ausprobieren. Überall klagten nämlich alle über den (Kuhfladen) Geruch (← kann ich nicht ganz bestätigen) und über den großen Aufwand, bspw. Die lange Einwirkzeit. Auf der Anleitung von Sante sind ca. 2 Stunden empfohlen, mit dem Vermerk: Je länger die Einwirkzeit, desto intensiver das Farbergebnis. Ich wusste: Unter 3 Stunden kann ich mit dem Zeugs auf dem Kopf nicht herumlaufen. Jedenfalls schien mir genau dieses Rezept so toll, weil die Anwenderin sagte, sie habe es gar nicht sooooo lange einwirken lassen und trotzdem ein fantastisch, intensives Ergebnis erzielt…

Nun will ich euch nicht länger auf die Folter spannen:

Pro 100g Henna, ca.:

1 Tasse Naturjoghurt (entspricht ca. 250g)

20 Tropfen Spiritus (oder Wodka)

10 Tropfen Jodlösung

1EL Olivenöl

ca. 300ml kochendes Wasser

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Das Mischen kann beginnen. Auf die Haare…fertig?…LOS!

Ihr könnt da sicherlich noch experimentieren und so etwas wie Granatapfelsaft oder noch mehr ÖL oder auch Essig hinzugeben. Kreativität ist da durchaus erlaubt. 😉

»Vorher Haarewaschen: „Wow, das Shampoo riecht umwerfend gut, kann ich das auch essen?“«

Meine Haare wollten von eventuellen chemischen Rückständen befreit werden, also duschte ich vor dem Anrühren des Hennas und der Pflanzenfarbe noch einmal. Nun, eine Anleitung zum Haarewaschen braucht ihr bestimmt nicht! 😉 Höchstens den Hinweis, dass ich das spezielle Shampoo extra so um die 5-10 Minuten einwirken ließ, um auch auf Nummer sicher zu gehen und es dann erst ausspülte. Und: ES ROCH SO GUT! Da weiß ich jetzt auch, wo die 5,95€ herkamen^^.

»Die Durchführung anrühren: „Der Anfang vom Ende oder: Mist, das ist aber viel!“«

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Alle Zutaten 🙂 (ohne Henna)

Ich hatte mir alles bereit gelegt, wollte euphorisch mit dem Mischen beginnen und… stellte fest, dass 2 Tassen Joghurt eine komplette 500g Packung sind und damit VIEL MEHR, als ich dachte. Auch 200g Hennapulver waren irgendwie mehr, als ich erwartete. Ich habe ziemlich dickes Haar, das nicht mehr so ganz lang ist, aber doch über die Schultern geht. Ich habe mir sagen lassen, dass 100g Henna bis ca. zu den Schultern ausreichen.

Jedenfalls habe ich wirklich viel, viel, viel zu viel Henna angerührt.

Zutaten mit Henna
Zutaten mit Henna

Ich befolgte die Schritte meines Rezepts, die so aussahen: Alle Zutaten bis auf das Wasser und das Henna in eine Schüssel geben. Das Hennapulver dazu. Leicht „anrühren“ und dann mit Wasser aufgießen. 300ml sind dabei eine gute Richtlinie, letztlich solltet ihr individuell gucken, dass ihr noch eine Masse habt, die dick genug ist, dass sie euch nicht vom Kopf herunterläuft! 

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Endergebnis Henna

Dann rührt ihr solange, dass kaum bis gar keine Klumpen mehr da sind. Das kann durchaus 10-20 Minuten dauernd und ist ziemlich anstrengend. (Ich schätze, ich hätte nicht unbedingt einen Löffel nehmen sollen).

»Die Durchführung auftragen: „Braune Pampe auf dem Kopf oder: wie schmiere ich mir unabsichtlich die Hälfte ins Gesicht!?“«

SPOTIFY AN!, dann trug ich meine fertige Masse ins Bad, kämmte meine Haare und ließ sie rundherum in alle Richtungen fallen. (In etwa so, wie hier).

 © http://hennamalerei.de/html/haare_farben_mit_henna.html
© http://hennamalerei.de/html/haare_farben_mit_henna.html

Dann habe ich mir eine „Basissträhne“ herausgenommen und an dieser möglichst gleichmäßig die Pampe verteilt. Die so schwer wog, dass sie mir im Laufe der Zeit immer wieder die Handschuhe ausziehen wollte. Jedenfalls habe ich mir Strähne um Strähne gekrallt, das Zeug verteilt und dann jeweils zur Basissträhne dazu genommen. So wird gewährleistet, nichts zu vergessen und eigentlich (!), keine große Schweinerei zu veranstalten. (Ach, das klingt so schön einfach!)

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Brauner ‚Schlamm‘ in den Haaren…

Weil ich aber in solchen Feinmotorischen-Dingen echt tollpatschig bin, kann ich gar nicht mehr zählen, wie oft ich meine Ohren vollgesaut habe, die Hälfte im Waschbecken verteilte, sogar der Spiegel bekam einen tollen, fetten Fladen ab. Meine Stirn, mein Hals, sogar meine Wange und Nase „erfreuten“ sich regelmäßig über Streifen an Henna und Pflanzenfarbe. Beim Versuch, das zu beseitigen, machte ich es jedes Mal nur noch schlimmer. Anfangs dachte ich ständig, es sei ein Weltuntergang, mein Gesicht wäre jetzt auch gefärbt, aber das ist Quatsch. Man sollte es zwar möglichst schnell entfernen, aber nach wenigen Minuten ist da noch nichts gefärbt.

Als das Bad mindestens so viel Henna abbekommen hatte wie meine Haare, legte ich über meine Ohren jeweils ein halbes Blättchen Küchenrolle zum Abdecken. Dann wickelte ich mir TATSÄCHLICH Alufolie um den Kopf!! Bei meinen bisherigen Tönungen war das Färbemittel sehr flüssig und anfangs hatte ich auch hier Sorgen, dass mir alles unter der Alufolie rauslaufen würde, doch seid beruhigt: Mit Henna und Pflanzenfarbe ist einfach NICHTS, wie ihr es gewöhnt seid 😉 Obwohl das Henna noch nicht getrocknet war, war es recht fest und die Alufolie hielt ohne große Anstrengung bombig. Auf meine Alufolie packte ich noch eine alte Einkaufstüte. Dann wickelte ich mir ein Handtuch um den Kopf (leider hatte ich nur ein großes Handtuch, das schon sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Für die nächsten Male, sollte ich mir mal ein Kleineres besorgen!)

Das Handtuch ist für die Wärme wichtig. Die Farben entwickeln sich nämlich hauptsächlich durch die Wärme. Deswegen u.a. auch das Aufkochen mit heißem Wasser. Da ich durch das ganze Herumgeschweinere an mir und dem Bad viel Zeit verloren hatte und das Henna mir ziemlich abgekühlt schien, setzte ich mich erst einmal mit einem Föhn hin und… föhnte gut 30 Minuten. (Da ich sonst NIE föhne, habe ich da wieder die Zeit raus oder so in der Art! xD)

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„Ich bin ein Turban-Teufel…“

»Die Einwirkzeit: So spiele ich für meine Mitbewohner Sultan!«

Mit meinem überdimensionalen Turban auf dem Kopf, beseitigte ich schon einmal – so gut wie es mir eben möglich war – alle Kleckereien im Bad. Immerhin WAR es möglich. Mit einem kleineren Handtuch ist bestimmt noch mehr Mobilität drin :). Manche schlafen wohl sogar damit. Für das nächste Mal könnte ich mir das vielleicht vorstellen, doch bei meiner jungfräulichen Erfahrung konnte ich darauf verzichten.

ZUM GLÜCK waren zwei meiner MitbewohnerInnen über das lange Wochenende nicht anwesend und der einzig verbliebene lief mir nicht über den Weg. Dem hätte ich das ungerne erläutert.

Nach dem Putzen schaute ich mir zwei Filme („Crazy, Stupid, Love.“ & „Sternenwanderer“) an. 4 ½ Stunden mit einem sehr schwer wiegenden Konstrukt auf meinem Kopf waren vergangen, Zeit zum Ausspülen!

»Das Ausspülen: „Her mit dem Duschhahn oder: wie lange dauert das denn noch?“«

Erst einmal den Turban und die ganzen Schichten loswerden und… Das Henna war tatsächlich noch FEUCHT!! Damit hatte ich nach der langen Zeit nun wirklich nicht gerechnet. Weil ich keine Lust auf eine Nackenstarre hatte, habe ich mich direkt noch einmal komplett unter die Dusche gestellt und… bekam den SCHOCK meines Lebens. Alles war wie mit Blut gesprenkelt, nur eben in braun! 🙂 Überall verteilten sich kleine, braune Krümelchen, das sah wirklich brutal aus. Der Schock saß tief, bis wenige Augenblicke später die dunkelbraune Brühe in der Badewanne nur noch halb so schlimm aussah.

Zum Glück hatte ich entgegen einer Facebook-Freundin keine Probleme mit (m)einem (verstopften) Abfluss. Vielleicht lag es an meinem genialen Rezept oder auch daran, dass die Masse tatsächlich noch feucht gewesen ist. Okay, einige Partien, gerade in der Nähe des Ansatzes, waren bereits angetrocknet, aber der Hauptteil… eben nicht!

Nun, ich habe vergessen, auf die Uhr zu schauen, doch mit dem Auswaschen war ich ungefähr 10-20 Minuten beschäftigt. Zur Sicherheit habe ich noch einmal ein wenig Shampoo in die Haare getan und alles mit einer Bürste kräftig ausgebürstet.

Ich war SOOOO aufgeregt, ganz euphorisch und freute mich, wie als kleines Kind damals auf ein Überraschungs-Ei.

Ich war sogar so aufgeregt, dass ich fast platzte und total happy, als die Haare in der Bürste schon ziemlich rötlich aussahen.

Denn im schlimmsten Fall hätte die ganze Prozedur doch keinen Effekt gehabt. Ok, schlimmer wäre „der Helm“ gewesen ;).

Bei einem Blick in den Spiegel und den nassen Haaren konnte ich natürlich noch nichts erkennen nur: Ich hatte meinen Ansatz NICHT versaut! KEIN HELM!! ICH, die Expertin für solche Dinge, habe eine der wichtigsten Sachen hinbekommen!!! Nun musste nur noch der Rest irgendwie gelungen sein!

Da der Abend nun schon recht weit fortgeschritten war, legte ich mich (mit Handtuch als Unterlage auf dem Kopfkissen) nach einigen Buchseiten schlafen und freute mich auf den nächsten Tag und noch viel mehr auf das Ergebnis.

»Das Ergebnis: Die große Enttäuschung?!«

SAMSUNG CSCIch traue mich am nächsten Morgen kaum noch, in den Spiegel zu gucken… Ich kämme erst einmal meine Haare und auch da… Rote Härchen (!) Ich bekomme schon regelrechtes Herzklopfen und sage mir: „Wenn es nichts geworden ist, hattest du wenigstens mal eine ORDENTLICHE PFLEGE!“

Der Blick in den Spiegel…

erst einmal eine richtige Enttäuschung. Ich kann nur einen leicht rötlichen Schimmer entdecken :(.

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Vorher und nachher

Da ich am Tag zuvor jedoch ein „Vorher“-Bild schoss, renne ich nun zu meinem Buchregal, versuche eine ähnliche Position einzunehmen, schieße ein Bild und… falle fast in Ohnmacht, weil ich einmal denke, dass ich echt blind bin und zweimal, dass sich da ja doch EINIGES getan hat.Ich weiß bis dahin gar nicht, wie erleichtert ich sein kann, dass SAMSUNG CSCALLES geklappt hat. Plötzlich wiegt das Risiko doch ganz schön schwer. Jetzt, da alles vorbei ist und ich, diejenige, die so etwas eigentlich noch nie konnte, sogar ein mehr als passables, nein, ein ganz wunderschönes Ergebnis erzielt habe! Ich hoppse herum, bürste meine Haare und bürste und bürste und bürste, probiere Frisuren aus, schieße viele, viele, viele Fotos und freue mich (schon wieder) wie ein kleines Kind.

Denn mal ehrlich: Mit den Sachen aus dem Überraschungs-Ei ließ sich doch meistens nicht so recht etwas Gescheites anfangen. Mit diesen Haaren aber schon ! ❤ (Ich glaube, hätte es nicht funktioniert, es wäre doch der Weltuntergang gewesen ^_^)SAMSUNG CSC

»Das Fazit: Danke für euer Durchhaltevermögen :D«

Wenn sogar talentfreie Menschen wie ich das mit dem Hennafärben und dem ganzen Schnick Schnack drumherum hinbekommen, werdet ihr das sicherlich auch meistern!

Eine helfende Hand ist nicht verkehrt, gerade am Anfang, wenn ihr euch unsicher seid und könnte ich es noch einmal zum ersten Mal vollziehen, hätte ich auch eine Freundin um Hilfe gebeten!

Die ganze Prozedur hört sich jetzt ziemlich aufwändig an und ich mache euch nichts vor. Es ist langwierig und gerade die Momente, in denen ich das Bad aufs Schlimmste verunstaltete und mir ständig Henna im Gesicht hing, war ich nicht gerade fröhlich. Es war eine Herausforderung, die mir ALL MEINE KONZENTRATION abverlangt hat, aber für das Ergebnis?! JEDERZEIT wieder! Dafür würde ich sogar noch mehr in Kauf nehmen. Was ich aber ergänzen muss, für mich war sowohl das Recherchieren als auch das Einkaufen, Vorbereiten und Durchführen mit Spaß verbunden. Wie man so schön sagt, bin ich darin einfach ziemlich gut aufgegangen. ❤

SAMSUNG CSC

Über die Bilder könnt ihr leider nicht sehen, wie weich die Haare sich anfühlen und… ich glaube, sie leuchten. Und innerlich leuchte ich jetzt auch, weil ich so glücklich bin, dass ich das gewagt habe und alles so toll geklappt hat!!

Beim nächsten Mal werde ich definitiv an eine Creme für meinen Ansatz denken, versuchen, das Ganze noch länger einwirken zu lassen, Mehr Küchenrolle und cirka 3-5 Paar Ersatzhandschuhe bzw. eng anliegendere Handschuhe bereit legen, weil ein Wechsel manchmal gar nicht so schlecht wäre. Ansonsten bin ich nun noch gespannt, wie sich die Farbe in der nächsten Zeit entwickeln wird!

Denn beachtet: Bei JEDEM kommt etwas anderes heraus. Je nachdem, was euer Haar bereits erlebt hat, was euer Grundton ist, usw. 🙂

Ihr Lieben, hoffentlich habe ich euch ein wenig weiterhelfen können. Ich hoffe, dass ich nichts vergessen habe, denn es gilt ja doch mehr zu Bedenken, als ich zu Beginn des Artikels dachte! SAMSUNG CSC

Wenn ihr euer Farbglück mit Henna ebenfalls versuchen wollt oder bereits versucht habt, ich bin jederzeit über Anregungen, den Austausch, Diskussionen, Ergebnisbilder, Ergänzungen, Fragen und dergleichen dankbar. Zögert nicht, mich zu kontaktieren! ❤

Auf einen schönen Juni,

eure Charlousie

PS: Ihr dürft euch auch ruhig trauen, eine/n Experten namens Naturfriseur/in zu fragen 🙂 Oder es für den Anfang bei diesem machen zu lassen, um zu sehen, ob das etwas für euch ist!

 

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40 thoughts on “Haare färben mit Henna und Pflanzenfarben? – Ein Selbstversuch mit Tipps und Tricks!”

  1. Vielen lieben Dank für diesen langen Beitrag! 🙂
    Sollte ich jemals wieder meine Haare färben (dafür müssten sie erstmal wieder wachsen :D), werde ich ganz sicher diesem Beitrag zu Rate ziehen 🙂

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  2. Die neue Haarfarbe steht dir ausgezeichnet! Und man sieht auf den Bildern auch schön, wie die Haare glänzen.

    Henna in den roten Beuteln aus der Apotheke ist für mich irgendwie eine Kindheitserinnerung, weil meine Mutter sich früher immer damit die Haare gefärbt hat.

    Als ich die Haare noch rötlicher hatte, habe ich auch mal überlegt, mit Henna zu färben. Ich weiß gar nicht so genau, warum ich das nicht gemacht habe. Sollte ich noch mal in die rötliche Richtung färben, werde ich das aber glaub ich auch mit Henna machen.

    Liebe Grüße,
    Julia

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    1. Huhu Julia!

      Viele machen das ja nicht, weil es ihnen zu aufwändig ist oder es ihnen (im wahrsten Sinne des Wortes) STINKT! 😉

      Es ist natürlich auch viel Arbeit, aber wie ich auch schon im Artikel schrieb, für mich ist es den Aufwand mehr als wert! 😀

      Ich hoffe, dass du wieder zu Henna findest, denn irgendwie finde ich es cool, dass deine Mutter sich damals schon mit den Beuteln aus der Apotheke die Haare färbte 😉

      Sonnige Pfingstwochenendgrüße,
      Charlousie

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  3. Huhu liebe Charlene 🙂
    Hach, ich freu mich jetzt noch viel viel mehr auf übernächsten Monat! Da gibts dann auch bei mir die Mission Henna 🙂
    Gestern war ich bei meiner Friseurin und habe mit ihr ganz ausführlich über das Färben mit Henna noch mal gesprochen, hab ihr auch die Farbe genannt (khadi Reines Hennarot) und das Tiefenreinigungsshampoo hat sie für mich schon beseite gelegt 🙂 Alles andere, nähere kommt bei mir dann zur Vorbereitung nächsten Monat.
    Ich habe jetzt nicht sooo die Angst vor der Matscherei, ich färbe ja immer durch Mischen, schon seit Urzeiten, und das dann einmal rot und die schwarze Strähne, das Rot wird durch zwei Töne zusammengesetzt…bin da also nicht mehr ganz so fremd. Auch was das Abschmieren mit Fettcreme angeht, ist gängige Praxis für mich 😉

    Wenn ich mir Dein Ergebnis so angucke, ja doch, sie leuchten! Strahlen! Sehen einfach superschön und gesund aus! Prima! Das würd ich gern mal im Sonnenlicht sehen 🙂

    Ich wünsche Dir noch viel Freude und viele viele Komplimente für das Ergebnis und einstweilen schöne Pfingsten 🙂

    Bine

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    1. Liebe Bine, dir wünsche ich auch ein schönes Pfingstwochenende! 🙂

      Ehrlich, du bleibst bei Khadi? Ich bleibe jetzt bei meinem Henna in der Apotheke! 😀

      Aber gut, dass du da Rücksprache hältst und dich so geplant darauf vorbereitest. Ich habe das zwar auch getan, dann, als es aber soweit war, relativ spontan alles durchgeführt! 😉

      Ui, ich würde ja nicht 2 Monate warten wollen 😛
      Aber vermutlich hat das einen (chemischen?) Grund.

      Ich wünsche dir jetzt schon einmal VIEL ERFOLG & GLÜCK! Ich hoffe, ich darf dann auch Bilder vom Ergebnis bewundern 😀

      Charlousie

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  4. Das klingt nach echt viel Arbeit…aber ich denke somit tut man der Natur wieder etwas gutes und hat zudem nicht so viel Chemie auf dem Kopf 🙂 Sehr interessanter Artikel ^_^

    Lg, Eva

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    1. Hey Eva!
      Ja, viel Arbeit ist es wohl, das kann und mag ich gar nicht bestreiten.
      Wenn ich dabei nicht so extrem viel Freude empfinden würde, hätte ich vermutlich keine Lust auf eine Wiederholung.
      Doch so… habe ich inzwischen schon insgesamt ganze 3x die Henna-Session durchgeführt! 😉

      Herlich,
      Charlousie

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  5. Hallöchen 🙂
    Ich überlege schon eine ganze Weile mir die Haare mit Henna zu färben. Dein Artikel hat mir da ordentlich Mut gemacht, denn das Ganze scheint doch um einiges gesünder zu sein als die Chemie aus der Drogerie. Wie teuer war denn dein Rezept insgesamt? Und weißt du wie lange Henna ungefähr drin bleibt oder wächst es raus? 🙂
    Wirklich ein super Artikel!

    Ganz liebe Grüße,
    Lisa

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    1. Huhu Lisa!
      Bitte verzeih die späte Antwort!
      Also, grob überschlagen habe ich da insgesamt 20€ bezahlt. Wenn du jedoch das Henna aus der Apotheke kaufst, kannst du ja ganz oft färben, somit wird es günstiger. Vodka hatte ich bspw. schon vorrätig (kein Kommentar dazu ;)) und wenn du einmal Jod kaufst, reicht das ja auch ewig 😉 Also sind das quasi Erstanschaffungskosten, die du dann nicht jedes Mal hast.

      Ich habe festgestellt, dass du mit jeder Haarwäsche am Anfang noch ein paar Rückstände vom Henna rauswäschst (die sind aber nicht schädlich) und dann bleibt die Farbe aber. Wie beim chemischen Färben, muss es dann herauswachsen oder wieder überfärbt werden!

      Hoffe, ich konnte dir noch weiterhelfen,
      viele Grüße,
      Charlousie

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  6. Hallöchen 🙂

    Wow, das ist ein langer Beitrag, aber ich habe durchgehalten 😀
    Der Artikel ist wirklich interessant und ich danke dir dafür! 🙂
    In zwei Monaten ist bei mir auch wieder Zeit für Haare färben und ich glaube, ich probiere dann auch mal Henna Farbe aus 🙂
    Bin gespannt, ob das Ergebnis bei mir auch so toll wird, wie bei dir 🙂
    Die Farbe steht dir übrigens sehr gut! 🙂

    Liebe Grüße, Nenya
    http://nenyas-book-wunderland.blogspot.de/

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    1. Danke, Danke, Danke 😀

      Du kannst dann ja SEHR GERNE mal berichten, wie es bei dir so geworden ist! 😉

      Würde mich echt freuen, vor allen Dingen, wenn ich dich auch noch dazu ermuntern konnte *höhö*^^

      Liebe, abendliche Grüße,
      Charlousie

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  7. Huhu Charlousie,
    Wie? Das Henna-Pulver ist grün?? Uhh, das wäre ich schon sehr skeptisch gewesen. Vielen lieben Dank für den superausführlichen Beitrag. WOW, du hast dich ja ganz schön ins Zeug gelegt. Dein Endergebnis ist wirklich wunderschön (so wie du!)
    Sende dir viele liebe Grüße,
    Damaris

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    1. Oh, liebe Damaris!
      Du glaubst gar nicht, welch Balsam deine Worte für mich waren!!

      1000-Dank dafür!

      Ja, sofern das Henna nicht noch großartig verändert wurde mit chemischem Zeugs oder so, ist es IMMER grün! 😉

      Herzliche Grüße mit einem dicken Knuddler,
      Charlousie

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  8. ich möchte mir sehr gerne henna machen von dunkelbond zu braun darf jedoch nicht färben also wäscht sich henna wieder raus oder nicht ? würde mich über eine antwort freuen

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  9. Hallo,
    deinen Artikel hast du wirklich super geschrieben, musste sehr oft schmunzeln! Danke auch für die ausführliche Informationen!! Ich habe mir heute auch die Haare gefärbt. Meine Familie schickt uns hin und wieder Henna aus meinem Heimatland afghanistan.das Henna dort ist sehr gut und man braucht es nur in das trockene Haar einzumassieren und nichts weiter. Ich habe aber leider einen ,,Helm“ bekommen😅😂 weil meine Mama mir die Masse in die Kopfhaut geschmiert hat. Sie ist der Meinung das dies gut für die Kopfhaut ist und Juckreiz, bzw. Schuppen mindert…es sieht aber total bescheuert aus..hast du eventuell einen Tipp für mich?
    Liebe Grüße

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    1. Oh,vielen,vielen Dank für den lieben Kommentar und das tolle Feedback!! Ich hab es selbst noch nicht ausprobiert,habe aber mehrfach gehört,Zitronensaft soll da helfen. Vielleicht magst du das ja ausprobieren und es hilft? 🙂
      Viel Glück,
      Charlousie
      PS: so ein Henna würde ich wirklich nicht verkehrt finden,das man einfach nur einmassieren müsste 😍

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    1. Was ist deine Grundhaarfarbe, womit hast du gefärbt und wie lange ist das her?
      Prinzipiell gilt: je weiter das Färben mit Chemie zurückliegt,desto besser. Ein Risiko bleibt es immer, weil niemand die Reaktion der beiden vorhersehen kann. Im besten Falle hast du ein schönes Ergebnis mit Henna. Im schlechtesten Fall eine komische undefinierbare Farbe und im harmlosesten Fall passiert einfach nichts,weil dann Haar durch die Chemie nicht mehr vom Henna umschlossen werden kann.
      Ich würde dir empfehlen,mal beim Friseur deines Vertrauens nachzufragen, weil das immer individuell von verschiedenen Faktoren abhängt.
      Was ich dir aber mit Gewissheit sagen kann: von Henna auf Chemie umsteigen,ohne dass es rausgewachsen ist… NIEMALS!!!!!

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  10. Hey 🙂
    bin gerade zufällig auf die Seite hier gestoßen und ich finde deinen Artikel echt super, vor allem toll zu lesen und auch sehr unterhaltsam! ;D ich dachte erst „ohje, schon wieder so viel zu lesen, vielleicht überflieg ichs mal kurz..“ aber am Ende hab ich dann doch alles verschlungen 😀 vor allem bin ich froh mal was gefunden zu haben, wo man auch wirklich zu jedem möglicherweise auftretenden Problem eine Antwort findet. Bis auf eine, nämlich was man als Brillenträger am besten macht, du scheinst ja auch eine zu tragen (oder ist das nur Dekoration?^^) ich bin ziemlich kurzsichtig und kann mich selbst am Spiegel über dem Waschbecken nicht schminken, weil der zu weit weg ist. Die einzige Lösung die mir einfällt wären Kontaktlinsen, auf die muss ich aber leider momentan verzichten =/ bisher hat mir meine Mutter beim Färben geholfen, aber seit kurzem bin ich nun auch auf Henna umgestiegen und die Sauerei will ich ihr nicht so oft zumuten müssen 😀
    Viele liebe Grüße
    Isabell

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    1. Liebe Isabell,

      danke für dein Lob. Für die Brille habe ich leider kaum eine Lösung. Höchstens dass du die Bügel in Handschuhe packst. Also, dass du von Einmalhandschuhen die Finger abschneidest und die Finger dann auf die Bügel, dann wird es nicht so eingesaut.

      Meine Brille ist zwar keine Deko, aber meine Augen sind zum Färben noch gut genug… und soooo gut muss ich da gar nicht sehen können. Für den Ansatz ein wenig, ansonsten nehme ich Strähne und Strähne und verteile das gleichmäßig, da brauche ich keine 100%-ige reine Sicht.

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  11. Hi Charlouise!

    Für mich sehr interessant war die Info mit dem Henna aus der Apotheke in der Papiertüte, da ich Verpackungsvermeider bin. Einer meiner Lieblingsshops ist daher auch der, der schon auf 100 Meter draußen gegen den Wind so fürchterlich riecht und auch das Henna kaufe ich dort – komplett ohne Verpackung. Als Block, gebunden mit Kakaobutter. Pflegt toll.

    Eine Info zur chemischen Belastung dabei…: Letztens bei meinem Friseur habe ich ihm aus tiefstem Herzen vorgeseufzt, WIE schade ich es finde, dass er keine Pflanzenfarben anbietet. Da kam dann wiederum seinerseits aus tiefstem Herzen die „Absage“ an diese, obwohl er in meiner Heimatstadt der Erste war, der PF im Angebot hatte. Eine seiner Kundinnen, die Lebensmittelschemikerin ist, hatte ihm aus reinem Spaß an der Freude angeboten, die Farben zu analysieren. Das Fazit: PF enthalten einen kompletten, hochdosierten chemischen Giftcocktail. Warum? Die Gewinnmargen beim Anbau von Henna sind so gering, dass sich die Bauern keine Verluste leisten können, und daher kräftig Pestizide spritzen.

    Da mein Einkaufsverhalten generell auch umfasst, keine Produkte zu konsumieren, bei denen Tierversuche verwendet werden, habe ich dann für mich entschieden, weiter bei dem Laden zu bleiben, der diese kategorisch ausschließt. Meinem Haar tut es auch gut und ansonsten konsumiere ich in erster Linie Produkte von regionalen Bio-Anbietern. Da kommt es auf die paar Pestizide im Monat nicht an.

    Man muss halt Prioritäten setzen… 😉

    LG, Julia

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  12. Hallo, hast Du schonmal Xanthan zur Hennamischung dazugegeben? Es soll die Masse cremiger und leichter aufzutragen machen? LG A.

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  13. Hi, das Ergebnis ist ja toll!
    Weißt du zufällig, ob es in der Apotheke auch Henna mit indigo für schwarze Haare gibt? Eher nicht oder? Rot steht mir nämlich nicht so 🙂

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    1. Hallo Sabrina,
      lieben Dank für deine Rückmeldung!
      Puh, ich kann dir das aus dem Kopf leider nicht beantworten, aber ruf deine Apotheke doch einfach mal an und frage nach. Oder frage vor Ort, die können dir sicherlich besser weiterhelfen 😉
      Beste Grüße
      Charlousie

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Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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