Archiv für den Monat Februar 2014

Ich habe LESEN!

Diese Krankheit geht schon seit Jahrhunderten um und dennoch wurde bisher kein Heilmittel gefunden.

Es ist eine äußerst perfide Krankheit, die lebenslangen Schaden anrichtet, dennoch nie zum Tode führt.

Die Infizierten erkennen ihre Krankheit meistens nicht einmal als solche an. (Die armen Schweine.) Wenn ihr euch auf diesem Literaturblog bewegt, ist das ein erstes Anzeichen, dass ihr ebenfalls erkrankt sein könntet.

Ihr wisst nicht, wovon ich rede?

Dann helfe ich euch einmal auf die Sprünge!

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Ich bin in den Weiten des www zufällig auf das Labor von Lady Bookosa und ihrem Praktikanten gestoßen.

Ich habe mir eine Heilung versprochen, doch das Urteil ist absolut vernichtend.

Ihr wollt wissen, was ich arme, kranke, Infizierte für wirres Zeug rede? 

Dieser LINK bringt Licht ins Dunkel!

Den Tücken des Valentinstags hat sich Lady Bookosa auch direkt gestellt und meine Aussage als Inspirationsquelle genutzt. (Dieses Jahr mag er vorbei sein, doch denkt daran: Nächstes Jahr werdet ihr wieder vor einem Haufen Probleme stehen, also reagiert jetzt!!)

ValentinstagBookosaSo schlimm finde ich LESEN! dann doch nicht mehr. Diese gegenseitige Inspirationsepidemie finde ich sogar ganz schön abgefahren und wunderschön! ;D

Lasst euch doch auch testen und sagt mir gerne, was aus euch geworden ist! 🙂 

Alles Liebe,

Charlousie

PS: Ich hatte ursprünglich ein Video für mich als Infizierte drehen wollen, damit wir Verseuchten ein gegenseitiges Hilfsnetzwerk knüpfen können, doch mir fehlte die Zeit. Falls es jedoch noch ein paar von euch wünschen, wäre ich gerne bereit, dies noch nachzuholen. Auch nach diesem Artikel 😉

Wer sie ist, weiß sie nicht

wer sie ist, weiß sie nicht

Sucht den Weg nach draußen.

Möchte ihre Persönlichkeit spüren.

Aufhören, sich poikilosozial den Stimmungen der anderen anzupassen.

Fröhlich sein, wenn sie es ist. Weinen, wenn sie weinen will.

Nicht gute Laune haben, wenn alle gut drauf sind, nicht betrübt dabei sitzen, wenn die anderen schweigen.

Sie hat sich in ihren Tiefen verloren.

Ist poikilotherm wie die Körpertemperatur der Eidechsen.

Sucht ihre Persönlichkeit. Möchte sich selbst spüren.

Sein, wer sie ist. Wer sie ist, weiß sie nicht.

Ihrem eigenen Ich zu gefallen, ist ihr Ziel, die anderen sind egal.

Dennoch kann sie sich kaum alleine orientieren.

Benimmt sich opportunistisch wie die Fahne im Wind. Ist genervt davon.

Kann sich selbst nicht leiden.

Denkt, es ist doch so einfach, man selbst zu sein.

Merkt, es ist furchtbar schwierig, ungeschminkt man selbst zu sein.

Demaskieren, nur riskieren, nichts verlieren.

Oder lieber nichts riskieren, nur verlieren?

Dark Village – Niemand ist ohne Schuld von Kjetil Johnsen [Rezension]

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»Der Inhalt«

Nick liebt Nora und Nora liebt Nick. Es ist ganz einfach, oder? Doch da ist noch so viel mehr. Komplikationen drumherum, die bei Benedictes gefährlicher Internetbekanntschaft beginnen, über Trines und Vildes Versteckspiel reichen und über die Tatsache, dass es schon mindestens eine Tote gab und der Mörder noch immer frei herumläuft, stolpert. Die Umstände sind denkbar ungünstig, denn Nick hat eine Vergangenheit, wegen derer er Wachs in den Händen von den falschen Menschen sein wird. Es geht um mehr als Liebe. Inzwischen geht es um mehrere Köpfe und ob die richtigen oder die falschen rollen werden, wird sich zeigen. 

»Der Höhepunkt?«

„Dark Village – Niemand ist ohne Schuld“ formt für mich so etwas wie einen Höhepunkt in der bisherigen Soap von Kjetil Johnsen.

Seit dem ersten Band steht eine Enthüllung aus, mit der uns der Autor bis aufs Blut reizt. Die Zeit der Vorenthaltungen scheint größtenteils vorbei zu sein, denn endlich verrät Kjetil einen großen Meilenstein, mit dem wider Erwarten noch lange nicht die Luft raus ist! 

In der Handlung selbst begegnen einem – vergleichbar mit einem Schneeballsystem – immer wieder neue Spannungsmomente, offene Fragen und Höhepunkte, die ins unendliche Rollen geraten und Abgründe präsentieren, auf dessen Auflösung ich harre.

Bei manchen Dingen bin ich mir als kluge Leserin ganz sicher gewesen, dies und jenes müsse sich genauso gestalten und fühlte mich dann regelrecht überrumpelt, als „Dark Village – Niemand ist ohne Schuld“ diese Strukturen von Schwarz und Weiß erneut aufbrach und mich sprachlos zurückließ.

Also ein absoluter Pageturner und Spannungsträger.

»Die Realität in ungeheuerlich intensive Worte verpackt«

Gepaart ist dies mit dem von Kjetil Johnsen bereits gewohnten Gänsehautfördernden Schreibstil. Metaphern, die so berechnend, eiskalt und gruselig wahr erscheinen, dass ich nicht begreifen möchte, wie jemand die Realität am Schopf packen und so intensiv in Worten kleiden kann. Eine Ungeheuerlichkeit, die ich in dieser Art und Weise bisher nur von Kjetil Johnsen erlebt habe.

»Spekulation auf Spekulation«

Das Menschengeflecht der Handlung wird indes immer größer, lässt immer 

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wieder neue Spekulationen zu und führt dazu, dass ich inzwischen kaum mehr weiß, wo sich rechts, links, oben oder unten befinden. Ein Netz, gegen das die Zeit läuft und das sich immer enger zieht.

Kjetil Johnsen enthüllt in „Dark Village – Niemand ist ohne Schuld“ mehr aus der Vergangenheit seiner Personen als jemals zuvor, dennoch habe ich mehr Fragezeichen denn je in meinem Kopf. Die Vergangenheit droht die Figuren einzuholen, zu überrennen und offenbart ein nie gekanntes Facettenreichtum. 

»Mein Fazit«

Erneut ein Pageturner, den ich nicht aus der Hand legen wollte, verschlungen habe und der in meinen Gedanken noch immer nachhallt. Schande über diejenigen, die sich der Reihe entziehen, denn damit begeht man einen fatalen Fehler: Spannung, Tiefe, Authentizität, Intensität und so viel Realität, dass es manchmal zu viel erscheint, um es ertragen zu können.

WölkchenMond(Favourite)

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BibliografischeDatenDARK VILLAGE (BD. 3) – NIEMAND IST OHNE SCHULD
Bestellnummer: 61303
ISBN: 978-3-649-61303-9
Verlag: Coppenrath Verlag
Aus der Reihe: Dark Village
Übersetzer: Bubenzer, Anne
Übersetzer: Lendt, Dagmar
ab 16 Jahre
Seiten: 304
Format: 14,2 x 21 cm
Klappenbroschur
Zu „Dark Village – Niemand ist ohne Schuld“ bei Coppenrath

GEWONNEN! – Gefühle, Yogamatten und Schreibwettbewerbe

© Hello_beautiful / photocase.com

© Hello_beautiful / photocase.com

Weil ich gerne schreibe und schreibe und schreibe, habe ich mir letzten Herbst für einen (weiteren ;-)) Schreibwettbewerb auf LizzyNet.de etwas einfallen lassen. Vom 01.Oktober 2013 bis zum 15. Januar 2014 konnten Texte eingereicht werden.

Das übergeordnete Thema lautete KörperGEFÜHLE, das mich lange überlegen ließ.

Als ich am wenigsten damit rechnete, ereilte mich eine Idee, die sich während des Schreibens um rund 180° drehte und von der ich am Ende selbst fasziniert war, weil ich nicht mit dem Ausgang bzw. Verlauf gerechnet hatte. (Ja, so etwas ist möglich)

Auch wenn der folgende Satz möglicherweise so aufgefasst werden könnte, dass ich damit implizieren möchte, genau ich wäre dazu in der Lage, soll es das nicht heißen :). (nein, ich rede gerade NICHT wirr!)

Jedenfalls ist die Kunst des Schreibens, sich immer wieder selbst neu zu erfinden, in ganz andere Richtungen zu denken, zu schreiben und zu formulieren. Bisher habe ich mich stark an einem dystopischen und pessimistischen Weltbild orientiert. Endlich ist es mir gelungen, ein Stück weit daraus auszubrechen!

Mein Wettbewerbsbeitrag ist zugegeben nicht gerade optimistisch, allerdings lässt er die große, böse und immer wieder zubeißende Welt mal außen vor und zoomt in die Nahaufnahme eines einzelnen Individuums! 😉

Ihr Name ist Mira und ihre Geschichte ist die eines Kleides.

Ihr Körper ist ein Kleid

KLICK zur Geschichte!

Worauf ich hinaus möchte….

ICH HABE(aus 129 Einsendungen)TATSÄCHLICH ETWAS GEWONNEN! 😀

Ich erhielt sogar meinen Wunschpreis (Yogamatte mit Tasche) !

 Yogamatte_Tasche

Jetzt muss ich sie bei der nächst möglichen Gelegenheit noch ausprobieren, um meinen eigenen KörperGEFÜHLEN vielleicht noch ein wenig näher zu kommen. 😉

Euch wünsche ich einen schönen und wunderbar sonnigen Sonntag. Ich werde vermutlich ins Spinnenmuseum gehen…

Charlousie

Mehr Texte von mir findet ihr in der

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meine neueste Kurzgeschichte trägt diesen „klangvollen“ Titel und klingt arg nach aufgeben 🙂

Die Aussichtslosigkeit des Schreibens

Die Aussichtslosigkeit des Schreibens

Die Aussichtslosigkeit des SchreibensIch bin mein eigener Feind. Schreibe über das, was in meinem Kopf spukt. Was sich tagelang festsetzt, sich nicht verflüchtigt und trotzig einfordernd meint, ich möge ihm doch in einem größeren Rahmen Beachtung schenken.

Solchen ‚liebevollen Bitten‘ komme ich selbstverständlich nach, lasse meine Finger blind in die Tastatur tippen. Beobachte, wie Buchstabe um Buchstabe die weiße Seite füllt.

Betätige DELETE, setze sorgfältig die Satzzeichen und stelle am Ende fest, dass dies alles nur eine einzige Farce ist.

Jedes Komma, jeder Punkt und jedes Ausrufezeichen dokumentieren den traurigen und verzweifelten Kampf meiner Gedanken, sich zu sortieren, neu zu ordnen, Lösungen für Probleme zu finden, die nicht zu lösen sind, sich über Dinge den Kopf zu zerbrechen, die ebenfalls nicht die meinen sind und Lösungen für Situationen zu finden, die mir unbekannt sein sollten, denn es sind nicht meine eigenen.

Ich dokumentiere mein trauriges Dasein, schreibe über Sehnsucht, Verzweiflung und Tod im Leben. Letzteres ein Widerspruch in sich, denn der Tod IM Leben ist zweifelsfrei ein schlechter Witz.

Manchmal lese ich diese Texte und erschrecke vor mir selbst. Über diesen komisch, trotzigen Kampf, den ich da führe, niemals führen wollte und dennoch unentwegt verliere.

Ich erschrecke über die Dinge, die ich vielleicht mal gehört, gedacht oder empfunden habe. Die die meinen gewesen sein könnten, die ich eventuell abgestreift habe, wie meine Kleidung vom Vortag, die ich möglicherweise aber doch noch mit mir herumschleppe.

NIch erschrecke und denke. Ich denke und erschrecke. Und dann denke ich weiter. Über das, was ich bereits so geschrieben habe, was ich noch schreiben könnte und stelle fest, dass es eine Teufelsspirale ist, die ich nicht durchbrechen kann. Denken und schreiben. Schreiben und denken.

Schon wieder drängen mich ebenjene Gedanken dazu, genau darüber zu schreiben.

Also packt mich eines nachts der verrückte Drang, meine verwirrenden Gedanken niederzuschreiben; obwohl ich drei Sekunden zuvor noch der festen Überzeugung gewesen bin, mich in weiteren drei Minuten in der Tiefschlafphase zu befinden.

Gedanken, die mit den Worten „Ich bin mein eigener Feind“ beginnen, ohne eine Ahnung zu haben, wohin mich dieser Satz treiben wird.

Dieses Mal erschrecke ich noch während des Schreibprozesses. Merke, dass ich mich mitten in einer Schlacht befinde und das nicht ändern kann. Ich kann lediglich hoffen, dass mich meine erschrockenen Gedanken am Ende halbwegs gut da stehen lassen und meine eifrigen Finger dem hinterherkommen; denn würde ich die Finger ruhen lassen, wäre das eine, mit einer Niederlage gleichzusetzenden, Kapitulation.

Ja, ich erschrecke mich vor meinen Gedanken. Denke, dass ich vielleicht auch nur einen schlechten Valentinstag hinter mir habe. Einen Tag, wie jeder andere, der auch ohne ein ‚Valentin‘ zu sein, möglicherweise schlecht gewesen wäre.

Ich denke, dass ich zu viel denke, wie mir mein Kumpel kürzlich mitgeteilt hat und sehe ein, dass ich alles zer- und tod- denke.

Denke, dass die Situation ausweglos ist, wenn sogar meine Freundin keinen Rat weiß, wie ich das übermäßige Denken einstellen kann.

Also beschließe ich, mich zur späten Stunde den Texten zuzuwenden, wegen derer ich meinen Laptop ursprünglich anstellte.

Kapitulation vor den eigenen Gedanken muss keine Niederlage bedeuten, sondern lediglich die gewonnene Erkenntnis, dass es schlechte und gute Tage gibt und es bereits ein Sieg ist, zu akzeptieren, dass der nächste Tag nur besser werden kann.

Ihr Körper ist ein Kleid

Ihr Körper ist ein Kleid„Ich finde dich schön“ sind Worte, die bei ihr wie Regenwasser an eine Fensterscheibe klatschen und sich dann langsam einen Weg hinunterschlängeln.
Sie prallen ab und landen in ihrem Spam-Ordner.
„Dein Hintern hat eine tolle Form“ ist eine hohle Phrase, die jeder Junge zu einem Mädchen sagt, das er ins Bett bekommen will.
„Ich liebe deine kleinen Pölsterchen“ ist eine Aussage, die in etwa so wahr ist, wie dass die Welt eine Scheibe ist.

Mira nimmt ihren Körper hin wie ihre monatliche Blutung. Ein Übel, das jede junge Frau über sich ergehen lassen muss, denn das zeichnet sie unter anderem als Frau aus.
Mira fühlt sich nie zu Hause. Ihr Körper ist kein „Tempel“ oder „Palast“, den sie mit Genuss, Energie, Lust und Lebensfreude bewohnt, wie es in einem der Ratgeber heißt, die ihre Mutter gelegentlich liest.

Mira fühlt sich fremd in ihrem Körper. Da sind zwei blasse Arme, die zwar auf ihr Kommando reagieren und die auch richtig zu funktionieren scheinen, denn sie fühlen, wenn sie fühlen sollen, dennoch fühlt es sich für Mira abgetrennt an.

Dasselbe gilt für ihre Beine, ihren Busen, ihren Bauch, ihren Po, für all die Äußerlichkeiten, die Mira bei den skinny Models bewundert und bei sich selbst vergeblich sucht.

Sie fühlt sich gefangen in ihrem Körper, der an den falschen Stellen schwabbelt weder schlank noch mit den entsprechenden Kurven so richtig weiblich ist.
Durch alle geltenden Kategorien und Maßstäbe fällt ihr Körper irgendwie hindurch.

Dennoch bekommt sie Komplimente und Worte, die ihr beweisen sollten, dass ihr Körper mehr ist als ein sich abnutzendes Kleid, das sie eben trägt, weil sie ja irgendetwas tragen muss.

„Mira, dein Body macht mich so geil“, hat Max – ein entfernter Kumpel ihrer Freundin – bei dröhnendem Beat von Elektroswing gesagt und sie landeten im Bett.
Mira hört diese Worte gerne. Sehr gerne sogar. Ihr Verstand würde vorzugsweise aus der Schädeldecke preschen und einen heißen Tango aufs Parkett zaubern; doch ihr Herz folgt pulsierend seinem stetigen Takt und bringt damit zum Ausdruck, dass es solche Äußerungen in etwa so glaubwürdig findet wie die Vorstellung von geraden Krümmungen oder harten Weichteilen. 

„Deine Brüste sind perfekt geformt und schön weich“, meinte Martin – ein inzwischen guter Freund – dessen Bekanntschaft sie nach dem Schwimmtraining vertiefte.

Manchmal fragt sich Mira, was diese Sexualität überhaupt wert ist. Sie genießt ihren Sex. Sie ist freizügig, lebt ein wildes Leben mit wechselnden, jungen Männern und fühlt sich wohl dabei.
Nur ihr Körper, der scheint irgendwie nicht so richtig mit ihrem Kopf, ihrem Verstand, ihrem Herzen, ihren Gefühlen verbunden zu sein.

Kompliment um Kompliment registriert sie. Nüchtern und fast schon gelangweilt zuckt sie innerlich die Achseln, wird äußerlich feucht und bereit; empfängt, was man als junge Frau so empfängt, wenn sich ein Mann zwischen die einladend weit geöffneten Schenkel schiebt.

Ihr Körper ist wie ein Selbstbedienungsladen. Wer mit dem richtigen Geld bezahlt, kann sich nehmen, was er möchte.

Manchmal wünscht sich Mira, sie würde mehr spüren. Mehr von den Worten der Kerle, mehr von den Begehren ihres Körpers und mehr von den Zusammenhängen zwischen Psyche und Physis. 

Miras Körper ist ein Kleid, das sie unentwegt trägt, sich nie ausgesucht hat, nicht umtauschen kann und dennoch ununterbrochen tragen muss. Es nutzt sich tagtäglich ab und das einzige, das sie tatsächlich spürt, ist, dass es zunehmend in die Brüche geht. Mira spürt, es wird der Tag kommen, da wird sie nackt sein. Mira spürt, eines Tages wird ihr Körper in eine neue – für sie schwarz erscheinende – Welt eintreten. 
Mira spürt. Mira. Spürt. Spürt, Mira?

 

Who the fuck is Jimmy Earle oder Dead by DEATH??

Kennt ihr schon Jimmy Earle?

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Ja, genau, Jimmy Earle, der seit neuestem eine Skandalschlagzeile nach der anderen auslöst, weil er ein gesuchter und bei den Frauen äußerst beliebter Schauspieler ist, der kürzlich eine Bank ausgeraubt haben soll?

Oder kennt ihr den berühmten Jimmy Earle, der sich letzten Sommer bei einer Wasserbombe ganz schlimm das Becken gebrochen hat?

Oder den beliebten Schwiegersohn Jimmy Earle, der in einer Doku über Haustiere zu sehen war, weil er den Haltungsrekord mit sage und schreibe fünfundfünfzig Katzen hält?

Oder denkt mal an den Bodybuilder Jimmy Earle, nach dem sich jeder Mann die Finger leckt, weil er neulich das Patentrezept für dauerhafte Muskeln, ganz ohne Training, gefunden hat?

Erinnert ihr euch? Blitzt da ganz schwach in den tiefen und schwarzen Synapsen ein Lichtlein auf? Nein?

Vielleicht ein Fünkchen?

Bitte? Ja! Nein, nicht einmal ein Fünkchen?

Hmm, dann gibt es noch den Rowdy und Schwerverbrecher namens Jimmy Earle. DEN solltet ihr kennen!  Die ganze Polizei ist ihm auf den Fersen, weil er mit Drogen gehandelt hat und anschließend aus dem Gefängnis ausbrach. Sie sucht nach ihm, obwohl er einem kleinen Kind ein Eis kaufte, weil es seines fallen gelassen hatte. (Ein untrügliches Zeichen für Moral und Anstand)

Kennt ihr dann wenigstens Jimmy Earle den Rockstar, dem nachgesagt wird, er könne keine Gefühle haben?

Oder entsinnt ihr euch des Forschers Jimmy Earle, der einen ganz neuen und umweltschonenden Motor entwickelt hat?

Doch kehren wir noch einmal zum Rockstar Jimmy Earle zurück. Vielleicht ist er auch ein Rockstar, der Drogen namens DEATH kreiert hat? Eine Droge, die 7 Tage Freiheit, 7 Tage Hochgefühl verspricht! – Und dann? Der Absturz! DEATH!

Immer noch nicht? Keine Glühlampe, die plötzlich über eurem Kopf aufgeht?

Aber Leute… das ist doch … Jimmy Earle!

Ganz ehrlich?

– Ich kenne Jimmy Earle auch nicht. Ob er nun Rowdy, Forscher, Bodybuilder, Schauspieler, Rockstar, Schwiegersohn oder Friseur ist.

Who knows? Ich nicht!

Doch seit Wochen wird über seine mysteriöse Identität gemunkelt, dessen Plakat_3Schleier in seinem spannenden Gesamtwerk „DEATH“ gelüftet werden soll.

Denn wer oder was Jimmy Earle am Ende schließlich ist, eines ist er jetzt schon:

ein berühmtes Mysterium, nach dessen Enthüllung alle Welt lechzt!

Eine Enthüllung, der wir bis zum 01.März 2014 gespannt auf Facebook, per Newsletter und allen Kanälen, die das Internet bereithält, entgegenfiebern können. 😉

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Denn es ist Jimmy Earles LETZTES KONZERT!!

Verpasst es auf keinen Fall! Es ist eure letzte Chance, hinter das Geheimnis Dead by DEATH zu kommen und spekuliert unbedingt mit!!

Neugierig geworden?

Ich auch! 😉

Eure Charlousie

Der Babysitter-Profi von Marie-Aude Murail [Rezension]

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Babysitter-Profi»Der Inhalt«

Ernest hat Kinder unglaublich gerne, wie er während seiner Karriere als Babysitter feststellt. Es ist ihm als Junge unglaublich peinlich, aber diese kleinen Babys haben es ihm richtig angetan. Am Liebsten hätte er noch ein Geschwisterchen, aber das ist natürlich vollkommener Unsinn. Seine Mutter und er kommen schon alleine schon kaum über die Runden. Wenn er sich im Supermarkt dann die Preise der Windeln ansieht, stellt er fest, dass dann für ihn und seine Mutter nichts mehr zum Essen übrig wäre. Denn wie viele Windeln ein kleines Baby am Tag verbraucht, dass weiß er ja jetzt.

Ernest hat es nicht leicht und lässt sich dennoch nicht entmutigen, als er es mit seiner ganz persönlichen Welt aufnimmt.

»Höhen und Tiefen voller Spannung«

Der Babysitter-Profi“ ist ein weiteres ausgezeichnetes Werk aus der Feder von Marie-Aude Murail. In drei herzzerreißenden, herzerwärmenden und unglaublich schönen Teilen erzählt die Autorin die Geschichte des siebzehnjährigen Ernests. Ernest wünscht sich eine Familie, besitzt im Laufe des Romans eine halbe, die eine ganz werden könnte und durchlebt viele Höhen und Tiefen.

Höhen und Tiefen, die ich voller Spannung mitverfolgte.

Die Kunst dieses Romans liegt in seinem Humor begründet.

Die ernste Thematik einer alleinerziehenden Mutter mit permanenten Geldsorgen durchlebt gute und schlechte Phasen und weiß dennoch immer mit Komik die angespannte Stimmung wieder aufzulockern.

Genauso locker gestaltet sich auch der bravouröse Schreibstil Marie-Aude Murails.

»Direkt aus dem Leben«

Die Geschichte scheint direkt aus dem Leben gepflückt zu sein, so dass ich Tränen lachen konnte, manchmal am Liebsten geweint hätte und mich vollkommen von Ernest, seiner Mutter und all den Nebenfiguren, die sich ebenfalls von den beiden einnehmen ließen, gefangen war. Eine bezaubernde Geschichte, in der das Leben von Klein und Groß großgeschrieben wird, es durch Klau-Affären höchst heiß hergeht und noch vieles, vieles mehr geboten wird. 

»Alleinerziehend! – Alles nicht so einfach?!«

Marie-Aude Murail behandelt primär die Schwierigkeiten einer alleinerziehenden Mutter, streift zusätzlich Themen, die auch für jugendliche Leser sehr interessant sind. Das erste Mal eine Freundin, das erste Mal Lieben, das erste Mal Sex und vielleicht auch eine ungewollte Teenagerschwangerschaft?

Marie-Aude Murail liegt mit ihrer Geschichte am Puls der Zeit und zeigt auf, wie sich junge Menschen fühlen können, in welchen Wirren sie gefangen sind und was sie zu ihren Taten antreibt, die manchmal als leichtsinnig, als mutig oder einfach nur als unbeschwert zu titulieren sind.

»Die ’naiven‘ Träume der jungen Generation?«

Ältere Menschen haben in der Regel Lebenserfahrung, doch die jungen haben noch die Energie, die Träume und die Hoffnung, etwas verändern zu können. Während ich oft höre, dass ich mal abwarten solle, bis ich in dem Alter sei, beweist auch Ernest, dass man nicht immer auf die ach so Erwachsenen hören sollte. So lässt auch Ernest sich trotz seiner schwierigen Lage nicht entmutigen und beweist auf den knapp mehr als drei hundert Seiten immer wieder seinen Mut.

»Mein Fazit«

Der Babysitter-Profi“ ist ein famoses Buch, das zum Lachen und Weinen gleichermaßen anregt, mitten im Leben steht, von Träumen und Sehnsüchten erzählt, die an der Realität zu zerbrechen drohen und dennoch viel Mut, Weisheit und Klugheit besitzt.

Meine Leseempfehlung an authentischer, witziger und toller Lektüre von Marie-Aude Murail!

WölkchenMond(Favourite)

 BibliografischeDaten

Marie-Aude Murail
Der Babysitter-Profi
Roman
Hardcover
Preis € (D) 12,99 | € (A) 13,40 | SFR 19,50
ISBN: 978-3-596-85490-5
Zu „Der Babysitter-Profi“ bei KJB

Zu „Der Babysitter-Profi“ bei Kinderbücher.de

Vielen Dank an Bücherkinder.de für dieses Rezensionsexemplar!

Traumstimmen von Jennifer Hauff [Rezension]

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TRaumstimmen_Cover»Der Inhalt«

Hannas Träume zerstören ihre Realität. Ihre Träume sind so lebendig, dass sie regelmäßig schlafwandelt und mit einer fremden Stimme spricht. Niemandem kann sie sich so richtig nähern, niemandem ihr Herz ausschütten, denn sie weiß, dass man sich dann von ihr abwenden würde. Denn durch ihre Träume ist sie nicht normal, so steht es für Hanna fest. Das kann nur böse, verteufelt oder verhext sein.

Doch wie kann Hanna ihre selbst gewählte Isolation aufrechterhalten, wenn sich der süßeste Junge der Schule für sie zu interessieren scheint und nicht locker lässt?

Aber anvertrauen kann sie sich auch ihm nicht. Und so stehen ihre Träume mal wieder Hannas Realität im Wege und sie riskiert damit, ihr neues Liebesglück aufs Spiel zu setzen.

»Tolle Idee, hohle Umsetzung«

Traumstimmen“ von Jennifer Hauff behandelt ein spannendes und in meinen Augen sehr schönes Thema. Leider ist die Umsetzung ziemlich schief gelaufen. Abgesehen von dem Schreibstil, der viel mit standardisierten Sätzen arbeitet, größtenteils aus Formulierungen besteht, bei denen ich das Gefühl besaß, ich hätte sie so oder so ähnlich bereits in zig Büchern vorgefunden, mangelt es den Figuren unglücklicherweise an Tiefe.

»Platte Liebe?«

Da ist Hanna, die mit Joshua, dem Mädchenschwarm der Schule anbandelt, obwohl sie sich hinter einer Mauer aus Distanz verschanzt; aus Angst, jemand könne ihr Geheimnis herausfinden. Diese beginnende Liebe kommt ziemlich platt und recht gefühlskalt daher. Ich habe mich kein bisschen in Hannas sehr unverständliche Gefühlswelt hineinversetzen können. Da ist kein Prickeln, kein Zaubern und auch kein Herzklopfen. Nur ein Junge, der Hanna angeblich „alles“ bedeutet und den sie dennoch unglaublich mies behandelt.

Dass im Laufe der Handlung auch noch ein Nebenbuhler auftaucht, dessen Rolle ziemlich schnell sehr klar wird, macht es nicht unbedingt besser. Zumindest ist Hanna zu ihm auffallend netter und auch wesentlich gefühlvoller.

Diese Rezension soll nicht dazu dienen, dass ich analysiere, warum Hanna sich gegenüber Joshua so und gegenüber Tim anders verhält, allerdings könnte ich mit diesem Aspekt schon einige Zeilen füllen, weil ich die Umsetzung in „Traumstimmen“ was diesen Pfad angeht, wirklich enttäuschend finde.

Was im Folgeband in dieser Hinsicht/Beziehung passieren wird, ist mir schon jetzt klar. Zumindest ahne ich es und behaupte, dass ich zu mindestens siebzig Prozent richtig liege. Denn der Handlungsverlauf war auch in „Traumstimmen“ niederschmetternd oft voraussehbar.

»Traumwelten«

Äußerst gelungen ist der jungen Autorin Jennifer Hauff die Traumwelt. Diese beschreibt sie fantasievoll, detailliert und (endlich mal) nachvollziehbar. Wirklich logisch oder hieb- und stichfest bleibt es in dieser Welt zwar auch nicht, aber wenigstens habe ich mich in diese Parts mehr hineinfallen lassen können.

»Niemals langweilig«

Traumstimmen“ hat mich trotz seiner heftigen Mängel in keinem einzigen Moment gelangweilt. Ich bin ziemlich neutral dem seichten und oftmals nichtssagenden Handlungsverlauf gefolgt, neugierig, aber distanziert.

Vielleicht kann die Zielgruppe von 14 Jahren sich mit dieser Geschichte noch mehr identifizieren als ich es konnte. Sechs Jahre darüber mögen nicht viel sein, aber in diesem Fall sind es anscheinend sechs Jahre zu viel, die mich so viele negative Sachen in „Traumstimmen“ sehen lassen.

Ich hoffe, dass Jennifer Hauff mit ihrer Fortsetzung zu ihrer einstigen Form, welche sie mit ihrem Debütroman „Herzverwandt“, den sie noch gemeinsam mit ihrer Schwester geschrieben hat, zurückfinden wird. Denn dort habe ich all das vorgefunden, was ich mir von „Traumstimmen“ erträumt hätte.

»Mein Fazit«

Wer „Traumstimmen“ nicht liest, wird nichts oder nur wenig verpassen. Eine gute Idee, die durch die stümperhafte Umsetzung zu Fall gebracht wurde. Gelangweilt habe ich mich nie, doch Tolles bleibt mir von Jennifer Hauffs Roman auch nicht in Erinnerung.

Ein Buch der Träume, das sich durch die Umsetzung sehr schnell selbst ausgeträumt hat. Keine Empfehlung.

Wölkchen2BibliografischeDaten

Jennifer Hauff
TRAUMSTIMMEN
Fantasy-Roman
320 Seiten | Hardcover
ISBN 978-3-86265-250-1
Originalausgabe | 14,95 EUR (D)
Erscheint am 1. Dezember 2013
Zu „Traumstimmen“ bei Herzklopfen und so

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