Rezensionen

Ist die Welt im Wandel? – Kreativwettbewerb zum Thema „New Storytelling“ in München

CharleneSander3Die Welt ist im Wandel”, könnte ich denken, wenn ich über das nachdenke, was ich vor allen Dingen in der Oberstufe aus den Lehrinhalten mitnahm. Aber ist sie das wirklich?

Läuft es nicht seit dem 19. Jahrhundert auf das hinaus, was wir tagtäglich erleben und die Welt folgt eigentlich festgelegten “Schicksalsbahnen”, denen wir uns sowieso nicht entziehen können?

In der Schule beschwerten sich die Lehrer, dass sie gar nicht mehr wüssten, wie sie den neuen Stoff der letzten 10 Jahre noch unterbringen sollten, denn es hätten sich so viele neue Gebiete erschlossen.

Teilweise standen in unserem Biologiebuch von vor drei Jahren Inhalte geschrieben, zu denen unser Lehrer sagte: “Das stimmt so schon nicht mehr. Wir sind viel weiter. Ignoriert das bitte!”

Im Ethikunterricht sind wir bei den vielen neuen Gebieten, die es philosophisch und kritisch zu beleuchten galt, gar nicht mehr hinterhergekommen.

© http://www.sapereaude-philosophie.de/Bilder/483px-Immanuel_Kant_%28portrait%29.jpg
Immanuel KANT © http://www.sapereaude-philosophie.de/Bilder/483px-Immanuel_Kant_%28portrait%29.jpg

Präimplantationsdiagnostik, Sterbehilfe, Leihmutterschaft und diverse andere Themen wurden thematisiert.

Sogar Immanuel Kants “Grundlegung zur Metaphysik der Sitten” haben wir ausführlich durchgenommen, weil die westliche Welt stark von seinem Gedankengut geprägt ist.

Doch wir haben bereits im Unterricht gemerkt: Was nutzt uns HEUTE der Begriff der “Pflicht”?

Manchmal ist “alt” einfach “alt” und nicht mehr zeitgemäß und schon gar nicht mehr – oder nur eingeschränkt – auf aktuelle Problemfelder anwendbar. Sicherlich sollten weder Kant, noch Thomas Hobbes “Leviathan” oder das Freud’sche Strukturmodell zur Psyche unter den Tisch gekehrt werden.

Doch die Welt ist im Wandel und es fehlt eine nähere Betrachtung der Konsequenzen innerhalb der zunehmenden Digitalisierung. Und zwar eine moderne. Eine neue. Eine, die nicht auf „altem“ Gedankengut aufbaut.

Die Literatur greift die Digitalisierung auf, ebenso die Medien.

Hobbes' Leviathan (© Public Domain)
Hobbes‘ Leviathan (© Public Domain)

Manchmal sind wir im Unterricht durchaus vom eigentlichen Thema abgeschweift und es war klar, dass so bspw. Leihmutterschaft nur mit modernsten Technologien möglich ist. Alleine schon deshalb, um den Kontakt zu vermitteln.

Doch haben wir uns wirklich mit der Beschleunigung auseinandergesetzt? Mit dem, was damit einhergeht, welche positiven und negativen Folgen das haben kann?

Damit, was ein duales Studium bedeutet, wenn man mit 23 Jahren seinen Master hat und die nächsten 40 Jahren im Berufsleben stehen soll? Wenn man mit 17 Jahren sein Abitur hat, noch keine Ausbildung beginnen kann, aber wissen soll, was man werden möchte?

Wie sich unser Leseverhalten verändert, wenn wir digital noch mehr, noch schneller, noch besser und noch schöner konsumieren können?

Die Antwort lautet “Nein”. Dafür fehlte schlicht und ergreifend die Zeit.

Die Welt ist eben im Wandel. So sieht das aus!

Oder wie seht ihr das??!

Ich bin beim Schreiben dieses Artikels nun selbst extrem abgeschweift, merke daran aber einmal mehr, dass dies ein Thema ist, das mich brennend interessiert.

Ich bin Technikaffin und verfolge die Pro- und Kontra-Diskussionen des digitalen Lesens schon von Beginn an mit.

Die Diskussionen zwischen solchen, die eReader lieben, die eReader hassen, die sich nicht festlegen und denjenigen, die Vor – und Nachteile von beidem sehen.

Logo
© http://www.microsoft.com/de-de/news/default.aspx

Ich bin in der Materie drin und habe mich deswegen dazu entschlossen, die Einladung von Microsoft zum Thema “New Storytelling” anzunehmen.

Wir werden uns zwar keinesfalls damit auseinandersetzen, ob Kant uns gegenwärtig noch Lösungen bringt oder ob die Digitalisierung nun – platt gesagt – “gut oder schlecht ist”; allerdings muss an irgendeinem Punkt begonnen werden. (Abgesehen davon, dass das ein unendlich weites Feld ist und man nicht innerhalb von drei Tagen zu wirklich zufriedenstellenden Antworten kommen kann!)

Mein Fachgebiet jedenfalls ist die Literatur, ist das Wort, sind die Geschichten. CharleneSander4

Was liegt mir da also nicht näher, als diese einmalige Chance zu ergreifen, vom 18.11.-20.11.2013 nach München zum Kreativwettbewerb zu fahren und mich mit anderen Bloggern, Journalisten und Fachleuten zum Thema “New Storytelling” – Wie sieht Literatur im Zeitalter der Digitalisierung aus – oder wie könnte sie aussehen? – auszutauschen und auseinanderzusetzen?

Am 14.11.2013 wurde ich auf dem Microsoft PR-Blog mit ein paar Gedanken zum Thema und einigen Daten zu meiner Person, bereits vorgestellt, dort könnt ihr euch für nähere Info’s auch gerne umschauen! 🙂

Ansonsten habe ich bereits den Ablaufplan für die Zeit erhalten, doch was mich genau erwartet, kann ich noch nicht so recht einschätzen… (Aber ich bin SEHR aufgeregt! Und nehme gleich meinen halben Kleiderschrank auseinander! ;-))

Sicherlich, wir reisen an, um uns mit den neuen Möglichkeiten des digitalen Erzählens auseinanderzusetzen, viel wichtiger aber noch: um selbst einen Text mit diesen Möglichkeiten zu erstellen und die Theorie zur Praxis werden zu lassen! 😉

Die restliche Geschichte, die schreiben dann wir ! 😀

Alles Liebe,

Charlousie

PS: Unter dem Hashtag #EinfachMachen könnt ihr die Veranstaltung mitverfolgen und ich werde im Anschluss natürlich berichten, sobald ich die Muse dafür finde!!

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3 Gedanken zu „Ist die Welt im Wandel? – Kreativwettbewerb zum Thema „New Storytelling“ in München“

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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