Archiv für den Monat September 2013

Himmelsfern von Jennifer Benkau [Rezension]

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Himmelsfern»Der Inhalt«

Noa ist das Mädchen, das mit dem Feuer tanzt. Nicht nur im übertragenem Sinn, sondern wortwörtlich. Sie malt gleißende Bilder in nachtschwarze Himmel und vollführt akrobatische Kunststücke. Doch es ist nicht ihr Feuertanz, an dem sie sich verbrennt. Es ist ein Ereignis, das eine unaufhaltsame Kette in Gang setzt. Sie überlebt einen schweren U-Bahn-Unfall nur knapp und das auch nur, weil ein junger Mann sie rettete.

Als sie ihn aufzuspüren versucht, gerät sie damit zwischen die Fronten eines geheimen Krieges, bei dem sie mehr als ihre feurige Leidenschaft und Risikobereitschaft brauchen wird.

»Trotz langatmigem Mittelteil überzeugend«

Manchmal ist es unglaublich schwer zu akzeptieren, dass eine Geschichte zu Ende geht.Himmelsfern_Zitat2

Himmelsfern” konnte mich mit Ausnahmen von wenigen Schwächen im Mittelteil dennoch von sich überzeugen.

Erneut ist der Autorin ein wahres Wunderwerk gelungen.

Feinfühlig, erschreckend spannend und bittersüß gefühlvoll erzählt sie die Geschichte einer unmöglichen Liebe, die von Schlimmerem als dem Tod voneinander getrennt wird.

Der Aufbau für diese Liebesgeschichte ist besonders wichtig und genauso kunstvoll, wie ich es von Jennifer Benkau gewöhnt bin.

»Die Protagonistin und ich im unschlagbaren Team miteinander vereint«

In Unwissenheit gehüllt, tappen Protagonistin und LeserInnen im Dunkeln und versuchen Himmelsfern_Zitat3gemeinsam zu ergründen, was Marlon, von dem nicht eindeutig hervorgeht, ob er auf der “guten” oder “bösen” Seite steht, verbirgt.

Wir bildeten ein unschlagbares Team, das gemeinsam die Höhen und Tiefen einer parallel existierenden Welt entdeckte.

Wir fühlten uns wie in einem Märchen, denn was wir erfuhren, mutete wunderlich, unglaublich, surreal, aber erschreckend real an. Also ließen Noa und ich uns darauf ein und erlebten ein Abenteuer, das größer und gewaltiger kaum sein kann.

»Es liegt mehr zwischen Himmel und Erde, als wir manchmal glauben möchten…«

Komplex verschlungen, wirken verschiedene Ebenen in “Himmelsfern”. himmelsfern_zitat6

Gekonnt und nachvollziehbar zieht Jennifer Benkau einen Pfad durch ihre Geschichte, der ausreichend verborgen lag, um mich in Spannung rätseln zu lassen, aber erkennbar genug, dass ich der Wahrheit unentwegt ein Stückchen näher rückte.

In “Himmelsfern” spielt mehr als nur die reine Liebe eine Rolle. Es hat philosophische Züge, die schöne Gedanken zu einem anderen Leben bzw. zu einer “himmlischen” Verbindung glauben machen lassen.

»Elegante Wortverrenkungen«

Schriftsteller sind Wortakrobaten, die sich mal mehr mal weniger elegant verrenken.himmelsfern_zitat4

Jennifer Benkau ist eine der waghalsigsten und vielleicht wird sie irgendwann einmal auf die Nase fallen, doch in “Himmelsfern” wandte sie die Worte unglaublich gewandt, elegant und zum Weinen faszinierend an. Ich habe mich in Sätzen, Passagen und Seiten verloren, die nichts Großartiges zu berichten hatten, aber dennoch wie Haftkleber wirkten.

Im Mittelteil vermisste ich die Intensität, die ich besonders zu Anfang verspürt hatte. Irgendwie passierte zu wenig und ich fand keinen Zugang zu den malerisch gesetzten Worten. Doch nach nur wenigen Kapiteln legte sich die Flaute wieder und ich fand mich wunderbar umschmiegt von einem buchigen Gefühlschaos à la Benkau.

»Mein Fazit«

Himmelsfern” ist ein Buch, das man entweder “spüren” kann oder nicht. Wer es spürt, wird in den Himmel fliegen, unerreichbare Träume entwickeln und elendig verbrennen. Doch das wird diese Geschichte wert gewesen sein.

Jennifer Benkau öffnet für vieles die Augen und das verpackt in einer unverschämt rasanten und brodelnden Geschichte zwischen zwei Menschen, deren Herzen stürmisch füreinander schlagen.

Selten fiel es mir schwerer, zwei Figuren in einem Buch zurückzulassen.

Doch die beiden sind an einem Punkt angelangt, an dem sie alleine fliegen können und das sollten sie genießen. Privat und intim.

Aber bis dahin… steht einem Publikum nichts im Weg und glaubt mir, wenn ich euch versichere, ihr WOLLT unbedingt das Publikum sein! 😉

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Leseprobe!

WölkchenMond(Favourite)BibliografischeDaten

Jennifer Benkau
» Himmelsfern «

496 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-8390-0143-1
Hardcover
18,95 € (D)
19,50 € (A)
Zu “Himmelsfern” bei Script5

Zu diesem Buch gab es eine Blogtour, schaut doch gerne noch einmal vorbei! 🙂

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Blogtour Tag 7: „Feuerherz“ von Jennifer Wolf – Exklusiver Outtake

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Ich begrüße euch zum letzten Tag der Blogtour rund um “Feuerherz” von Jennifer Wolf. Ihr habt schon die musikalischen Hintergründe erfahren, nähere Details zu den Protagonisten gelesen und vieles mehr durchstöbert.Feuerherz_Cover

Heute könnt ihr das letzte Lösungswort zu unserem Gewinnspiel herausfinden, indem ihr den Beitrag lest. (Nähere Info’s dazu gibt es am Ende!) Was haben Jennifer Wolf und ich heute vorbereitet?

Es dreht sich ALLES um IKEA! 😀 (Huuuurrrrrrraaaaaa ;-))

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Im (grandiosen) eBook fahren die Protagonisten Lissy und Ilian zu IKEA, allerdings ist diese Szene gestrichen worden, die ihr hier aber -EXKLUSIV- 😉 nachlesen könnt. Ich habe mir ebenfalls noch etwas zu IKEA ausgedacht, also lest mal schön, damit ihr das auch nachvollziehen könnt! 🙂 Viel Spaß!!

Grisu?“

Nichts.

Oh großer Feuergott!?“

Sprichst du etwa mit mir?“, brummte mein Freund beim Anblick des großen, schwedischen Möbelhauses in Köln-Godorf.

So schnell wie möglich durch“, seufzte mein Bruder, der uns mit Papas Kombi gefahren hatte. „Wir holen was du brauchst und fertig.“

Du kannst gerne draußen bleiben und dir Hot Dogs reinziehen“, schlug ich vor. „Ilian und ich besorgen schon alles.“

Thomas überlegte.

Man wird uns wohl kaum im überfüllten Ikea entführen“, versuchte ich ihn zu beruhigen und er schien das einzusehen.

Okay, aber ihr beeilt euch“, knurrte er und verschwand. Ich grinste Ilian an, dessen große, braune Augen meinem Bruder wehleidig hinterher starrten.

Hey“, sagte ich und stieß ihn an.

Nicht schubsen, ich habe Joghurt im Rucksack“, scherzte er.

Du hast Joghurt im Hirn“, sagte ich lachend. „Komm!“ Wir stiegen auf die Rolltreppe und ließen uns nach oben zu den Möbeln fahren. „Weißt du was?“

Nein?“

Echt? Du weißt überhaupt gar nichts?“

Ilian rollte lächelnd mit den Augen.

Wir könnten doch so tun, als würden wir unsere erste gemeinsame Wohnung einrichten! Was hältst du davon?“

Abstand!“

Iliaaaan!“, maulte ich und verschränkte meine Arme vor der Brust.

Wo ist der Ausgang?“, wimmerte mein Freund und sah die Rolltreppe herunter. Tja mein Schatz, zu spät. Wir waren mitten in der Welt der Sitzgelegenheiten.

Also, was für ein Sofa hättest du gerne? Zweisitzer, Dreisitzer? Soll es eine Schlafcouch sein, falls mal Freunde bei uns schlafen?“

Ilian starrte mir ausdruckslos ins Gesicht, statt sich die Möbel anzusehen.

Nun guck sie dir doch mal an!“ Ehrlich, war das so schlimm ein wenig zu träumen?

Keine Zeit, ich muss mir einen Strick suchen!“, jammerte mein Freund und ließ sich von mir auf ein Sofa ziehen.

Das ist doch schön weich“, freute ich mich und knubbelte mich an ihn heran. Ilian hüpfte sitzend ein paar Mal auf und ab.

Gut gefedert“, bemerkte er. „Nach drei Kölsch komme ich aber nicht mehr davon hoch.“

Oh man“, seufzte ich grinsend. „Nach zehn Kölsch darfst du darauf schlafen.“ Wir sahen uns an und brachen einen Moment lang in Gelächter aus. Ich zog ihn am Kragen seines hellblauen T-Shirts an mich heran und gab ihm einen langen, ausgiebigen Kuss. Es war mir egal, dass uns alle um uns herum anstarrten. Als Ilians Lippen gefährlich heiß wurden, ließ ich von ihm ab und zog ihn weiter durch das Möbelhaus. Bei den Betten angekommen, kamen wir nicht herum ein paar Probe zu liegen, bevor wir uns den Matratzen zuwandten.

Die sind alle so klein“, jammerte ich. „Ob die überhaupt eine Matratze in der passenden Größe haben? In Schweden wohnen anscheinend nur Hobbits!“ Ich lag der Länge nach auf so einem Zwergenbett und sah zu meinem Freund, dessen Augen verräterisch funkelten. Mit einer geschmeidigen Bewegung lag er plötzlich auf mir.

Ich weiß nicht was du hast?!“, sagte er und begann sich auf mir auf und ab zu bewegen. „Ist total bequem.“

Ilian!“, kreischte ich und packte ihn an seiner Jeans. Ich wollte sein Becken festhalten, doch er begann nur zu lachen und noch heftiger zuzustoßen. Ich schrie und lachte gleichzeitig. Als er dann auch noch anfing zu stöhnen, kickte ich ihn von mir herunter und schmiss die Bettdeckendeko über ihn. Unter den kritischen Augen der anderen Kunden, ordnete ich meine Haare und Kleidung.

Oh Lissy, Lissy“, stöhnte Ilian immer noch unter der Bettdecke.

Komm da raus, du Idiot!“, schimpfte ich, einem Lachanfall nahe. „Wir bekommen hier noch Hausverbot und müssen heute Nacht auf der angebrannten Matratze schlafen.“

Ilian kletterte aus dem Bett, die Haare wirr um den Kopf stehend. Als ich sie ihm ordnen wollte, wich er zurück und hob die Hände, als wollte er mit mir Karate kämpfen. Mein Blick glitt kurz über seine Schulter.

Sei brav, sonst bekommen wir in unserer ersten Wohnung ein Hochbett!“ Ich zeigte auf das Etagenbett Marke Studentenwohnheim. Ilian folgt meinem Blick und brach in Gelächter aus. Er konnte sich nicht mehr halten und drohte mir fast zu ersticken.

Was zur Hölle ist los mit dir?“

Vorn über gebeugt ging er zu dem Hochbett und hielt mir das Schild hin. Etagenbett Gutvik, stand dort geschrieben.

Wenn“, begann Ilian japsend, „wenn der Name hält was er verspricht“, er lachte und versuchte zu Atem zu kommen, „dann darfst du das gerne kaufen.“ Er wischte sich eine Träne aus den Augen. Ich stand auf dem Schlauch.

Was ist denn an dem Namen so toll?“, fragte ich und meine offensichtliche Unwissenheit brachte Ilian noch mehr aus der Fassung.

Gutvik“, wiederholte er. „Gut fick!“

Der Groschen fiel bei mir und ich konnte nicht anders als kopfschüttelnd mitzulachen. „Gott und ich dachte, ich wäre ein bisschen krank im Kopf!“, staunte ich über meinen Freund. Ich ging zu ihm herüber und er legte einen Arm um meine Schultern. Verzweifelt versuchte er sich zu beruhigen.

Hast du Kichererbsen gegessen?“ Das war ja richtig schlimm! „Komm, Matratze kaufen“, erinnerte ich ihn. Ilian schien sich nach fünf Minuten wieder einigermaßen im Griff zu haben, auch wenn ihn der Sessel namens Poäng sehr amüsierte. Nach einigem Suchen fanden wir dann auch eine passende Matratze. Ich schrieb mir das Regal auf wo wir sie finden würden und ging mit Ilian weiter durch das Möbelhaus. Als wir auf einen Spiegel stießen, der meinen ersetzen können würde, drückte ich ihn Ilian in die Hände. Er schleppte ihn tapfer hinter mir her, bis ich an einem Regal Halt machte.

So ein Teil würde deinem Zimmer ganz gut tun“, sagte ich.

Was soll das denn heißen?“, fragte er erstaunt.

Och nur, dass ich nicht weiß, ob mein Freund in seinem Zimmer Teppichboden, Fliesen, Laminat oder Parkett hat.“

Er biss sich grinsend auf die Unterlippe.

Und deine Fische fänden es bestimmt auch echt knorke mal was anderes als deine Unterhosen zu sehen.“ Ich zwinkerte ihm zu. „Nicht, dass die nicht wunderschön wären.“ Der Preis des Regals war so genial, dass ich ins Grübeln geriet. „Ich glaube, das nehmen wir mit.“

Ich will kein Regal“, jammerte mein Freund.

Für mich! Mein Buchregal platzt – ein Problem das deine Familie mit den vielen Bücherregalen wohl nicht kennt.“

So lange ich das nicht aufbauen muss.“

Wer sonst?“, fragte ich.

Oh man, nein“, maulte er mit verzogenem Mund.

Sei lieb, sonst bekommst du für dein Zimmer auch so eins!“

Meine Fische brauchen keine Aussicht.“

Ach was? Willst du den ganzen Tag mit einer Unterhose vor dem Gesicht herum rennen?“

Ilians Augen weiteten sich freudig. „Wenn es deine ist …“

 

Super, alles drin“, triumphierte ich. Ilian und Thomas hatten es mir nicht glauben wollen. Mein Bruder kratzte sich am Kopf. Der alte Motzkrümel hatte mit mir geschimpft, weil ich das Regal mitgenommen hatte, doch jetzt hatte ich es ihm gezeigt! Es war alles im Auto. Ilian lachte.

Was ist so lustig?“

Nix Lissy“, gluckste er. „Thomas hat am Steuer super Platz und auf den Beifahrersitz passt auch noch einer, aber wo kommt die dritte Person hin?“

Scheibenkleister.

Ich kann aus gegebenem Anlass keinen von euch hier alleine stehen lassen“, machte Thomas klar und sah verzweifelt das voll beladene Auto an. Ilian öffnete die Tür hinter dem Beifahrer.

Im Fußraum ist noch Platz“, gluckste er amüsiert. „Direkt unter der Matratze.“ Er sah kurz mit ernster Miene, aber belustigt funkelnden Augen, zu mir und kletterte dann der Länge nach in den Fußraum. Ich konnte nicht mehr und brach in Gelächter aus.

Mach die Tür zu!“, rief er. Ich folgte seiner Anweisung und setzte mich mit meinem Bruder nach vorne. Als Thomas losfuhr, jammerte Ilian hinten irgendwo unter der Matratze.

Das ist wie lebendig begraben zu sein!“

Zum Glück müssen wir nicht weit“, brummte Thomas. „Wenn die Polizei uns anhält wird das teuer.“ Bla, bla, bla. Wozu war Gerome Balaur Polizist, der würde das bestimmt regeln.

Aber das Regal ist wirklich total toll“, verteidigte ich mich und erntete ein Synchronbrummen der Kerle. Als Ilian hinten hysterisch anfing zu kichern, machte ich mir echt Sorgen.

Alles klar bei dir?“

Ja“, bestätigte er lachend.

Warum lachst du so?“

Nervenzusammenbruch!“

Ach Quatsch. Was ist los?“

Du hast es echt gut drauf mich binnen kürzester Zeit mit einer Zielstrebigkeit und Ausdauer äußerst effizient in den Wahnsinn zu treiben!“

Leck mich!“, gluckste ich lachend, während Thomas an einer roten Ampel hielt.

Wenn ich diese Fahrt überlebe“, versprach Ilian und mein Bruder fiel mit seiner Stirn auf das Lenkrad. Leider geriet er dabei an die Hupe.

Ich bin im Irrenhaus“, seufzte Thomas verzweifelt.

Zuhause angekommen stieg ich aus und öffnete hinten die Tür. Ilians Füße lachten mich verführerisch an. Ehe er die Chance hatte heraus zu robben, hatte ich ihm einen Turnschuh ausgezogen und rannte damit triumphierend um das Auto.

Wann habe ich die Ausbildung zum Kindergärtner gemacht?“, fragte Thomas und beobachtete wie Ilian sich aus dem Fußraum wandte.

Gib mir meinen Schuh wieder!“, forderte er.

Komm und hol ihn doch!“, neckte ich ihn, doch leider zog er den Jocker.

Willst du die Sachen alleine hochtragen?“

Argh. Mist. Ich gab ihm seinen Turnschuh wieder.

Rache ist süß!“, flüsterte er mir ins Ohr, bevor er sich tapfer den ersten Karton für das Regal schnappte und ihn in mein Zimmer trug. Thomas blieb draußen stehen und sondierte die Gegend nach Feinden. In Wirklichkeit war er aber knurrig, weil ich nicht auf ihn gehört hatte und wollte aus Prinzip nicht helfen. Nachdem die Kartons und der Spiegel oben waren, ging ich Ilian bei der Matratze zur Hand. Leider blieben wir im Türrahmen damit stecken.

Schieb doch“, forderte Ilian.

Mach ich doch! Zieh halt!“, rief ich zurück.

Du gibst dir keine Mühe!“

Ich trat wütend gegen die Matratze. Von wegen, ich gab mir keine Mühe!

Dreh sie mal ein wenig“, bat Ilian.

Welche Richtung?“, fragte ich.

Links!“

Ich tat was er sagte.

NEIN! ANDERE RICHTUNG!“

Das nennt man dann Rechts, Ilian!“

Na, stimmt das nicht neugierig?!

Da ich “Feuerherz” total genial finde (Rezension folgt in der nächsten Woche!) habe ich den Trip der beiden kurzerhand nachempfunden.

Ab in’s IKEA! – Hieß es da für mich. (Ich habe eine dicke Erkältung, also bitte nicht wundern über meinen leicht „verlotterten“ Zustand…)

Ikea

IKEA ist in Kassel glücklicherweise auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen!

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Auf in die Eingangshalle:

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In der Eingangshalle… 😉

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Die “Verrückte” mit dem Fotoapparat begibt sich auf die Suche nach den Sofas… ahh, da haben wir sie ja! Direkt mal Probesitzen 🙂 und ein bisschen auf und ab hüpfen wie Lissy und Ilian !

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Alles eine Frage des Geschmacks, doch ich entdecke IMMER wieder Gewöhnungsbedürftiges…

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Nun zu den Betten… leichter gesagt als getan. Wo stecken die denn nur? (Stellt euch ein Herumirren vor.)

Hier. Okay, das sind einige. Habe ich schon erwähnt, dass ich wegen meines Fotoapparats komisch angeguckt werde?!

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Ob ich da jemals Gutvik bei finde? Es muss witzig sein, vor den Augen aller zusammen von so einem Bett herunterzukugeln. Wenn ich schon mit meinem harmlosen Fotoapparat angestarrt werde, wie muss das dann erst für Lissy und Ilian gewesen sein?!

Nein, das ist es nicht, aber so ähnlich…

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Schwell Fick”? – Wäre möglich, aber …. NEEEEEE! -.-

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Inzwischen werde ich von einer IKEA-Mitarbeiterin misstrauisch beäugt. Also frage ich sie kurzerhand nach dem Bett Gutvik. Sie guckt in ihrem schlauen PC nach, findet nichts und möchte wissen, von wem ich das gehört hätte. Jaaaa, gute Frage. (Ich hätte einfach die Wahrheit sagen können, die erschien mir aber zu bunt, also dachte ich mir etwas noch viel bunteres aus ;-)) “Das Bett hat mir eine Freundin empfohlen. Vermutlich hat sie da etwas verwechselt.”

Ja, nee, ist klar?! Uns beiden ist klar, irgendwie kauft sie mir das nicht so ganz ab. Egal, ich finde es schade, dass es Gutvik nicht gibt. Finde es von Jennifer Wolf aber ziemlich originell, sich das ausgedacht zu haben! 😀 Edit, 29.09.13, 23:05 Uhr: Ich muss mich korrigieren. Sowohl die Autorin als auch eine nette Kommentatorin wiesen mich daraufhin, dass es das Bett Gutvik mal gegeben hat. Früher war das wohl ein Kinderbett, das inzwischen aus dem Programm genommen wurde…

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Dem stimme ich zu! Wenn mir IKEA dann noch verraten würde, WIE ich das anstellen kann…

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Die laut Ilian “Mini-Betten”. Ich fand die super! 🙂

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Welche Matratze es wohl bei den beiden geworden ist??

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Ups, jetzt habe ich die Regale übersprungen… Dann gibt es eben einen schönen Schrank^^

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Awwwwr. Und die Kissen. Gut, dass die so dreist sind und alle guten Kissen für Bauchschläfer ausverkauft sind. Heißt das jetzt für mich, dass die meisten Menschen rund um Kassel Bauchschläfer sind, so wie ich?? o.O – Besorgniserregend. 😉

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Oh je. Vor lauter Gutvik Aufregung und meiner eigenen Liste der Sachen, die ich besorgen will, habe ich den Sessel Poäng und die Spiegel aus den Augen verloren… Ich hoffe, ihr verzeiht mir das, dafür gibt es noch ein paar schöne Bilder von unserem IKEA.

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IKEA3

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Bei dieser Sonne wird einem richtig heiß ums Herz, oder?! (Die richtige Einstimmung auf „Feuerherz“ :P)

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Alles findet einmal sein Ende…

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Wie angekündigt, gibt es bei dieser Blogtour drei Gewinne zu vergeben. Dafür müsst ihr einen Lösungssatz herausfinden. Auf jeder Station der Blogtour findet ihr ein Wort. Meines (4 Buchstaben) könntet ihr vielleicht im Outtake entdeckt haben?!

Die Preise sind:

  1. Platz ebook von “Feuerherz” + diesen (schönen <3) Anhänger!
  2. Platz eBook von „Feuerherz“ + Bloggergeschenke (lasst euch überraschen ;-))
  3. eBook von “Feuerherz” 🙂

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Das LOHNT SICH!

Die Lösung schickt ihr bitte bis zum 06.10.13 um 18:00 Uhr an jenni[at]jennifer-wolf.com

Viel Glück, ich drücke euch die Daumen und wünsche noch einen schönen Sonntag, Charlousie

Noch einmal alle Tourdaten im Überblick. Zum ersten Beitrag gelangt ihr hier:

BlogtourDatenFeuerherz

Lieben Dank an meine Blogkolleginnen, Impress und die Autorin Jennifer Wolf für die Unterstützung! ❤

Hat euch mein Blogtourbeitrag gefallen? – Dann würde ich mich SEHR über eine Rückmeldung freuen! Danke 🙂

Teil III: Bloggertreffen in Stuttgart und Lesung mit Thomas Thiemeyer. Anschnallsixpacks, Reichtum, Leidenschaft und Business.

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»Delikate Sitzplatzprobleme«

Gemütlich bummelnd gehen wir einige Minuten im leicht tröpfelndem Nass in das Lokal Brauerei Schönbuch, indem Anka für Autoren und Blogger Tische reserviert hat.

Die Platzsuche gestaltet sich als etwas kompliziert, da sich ganz automatisch Autoren und Blogger je unter sich an den Tischen gruppieren. „So geht das aber doch nicht“, meint da der Rainer Wekwerth und setzt sich prompt an die Tischecke zu uns.

Nun beginnen Gespräche über Rezensionen, Leserunden und natürlich über Rainer Wekwerths Arbeit als Autor.

Genütliches Beisammensitzen :) © Jörg Weis

Genütliches Beisammensitzen 🙂 © Jörg Weis

»Nichts läuft mehr ohne Agenten«

Ich sage euch, ich habe viele wertvolle und unbezahlbare Tipps zur Buchbranche erfahren.

Nichts läuft mehr ohne Agenten“, ist Rainers Aussage. Trotzdem sei es heutzutage leichter zu publizieren, da man durch den Agenten als Zwischenstation bessere Chancen hätte.

Puuuuuuuuh, habe ich gedacht und gestanden, dass ich aber doch gar keine Ahnung davon hätte, was ich einem Agenten alles von mir vorlegen müsste, wie ein Anschreiben aussehen soll, etc.

"Lächelt doch mal :D" © Jörg Weis

„Lächelt doch mal :D“ © Jörg Weis

Praktisch, dass ich einen erfahrenen Autor als Gesprächspartner habe, der mir sofort die – absolut NICHT 😀 – geheimen „Tricks“ verrät.

Die Reihenfolge lautet in etwa so:

Der Agent liest sich dein Anschreiben durch. Überzeugt ihn das, guckt er in deinen Klappentext. Gefällt ihm der, liest er sich deine Vita durch. Gefällt sie ihm, liest er dein Exposé. Überzeugt ihn das, fordert er dein Manuskript an.“

»Und wer ist nun der Richtige, um dir das Schreiben beizubringen?«

Ich erzähle auch davon, dass ich mich für Kreatives Schreiben in Leipzig beworben hatte und abgelehnt wurde. Dafür findet Rainer die passenden Worte. Er vergleicht den Studiengang Kreatives Schreiben zunächst einmal mit dem in Amerika. Dort würden auch Autoren an den Universitäten lehren. Wie sähe das in Deutschland aus? Guckt man sich die Publikationsliste derjenigen an, handele es sich vordergründig um Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien, die keiner kenne.

"Warum guckt denn keiner? ;-)" © Jörg Weis

„Warum guckt denn keiner? ;-)“ © Jörg Weis

Nein, nein“, bekräftigt er. „Wie soll dir jemand beibringen Publikationsfähig zu werden, wenn er es selbst nicht gepackt hat?“

Klingt für mich einleuchtend, doch Rainer ist noch nicht fertig:

Ski-Unterricht bekommst du doch auch von jemanden, der Ski fahren kann. Was würde das für einen Sinn ergeben, wenn sie dir einen Fahranfänger vorsetzen?“

Stimmt, denke ich und schöpfe neuen Mut.

»Eine Fleischplatte für zwei«

Schwierig ist irgendwie die Speiseauswahl, wenn ich vor lauter Aufregung nicht weiß, woran ich zuerst denken soll. Es gilt so viel zu Fragen, die anderen wissen so viel Spannendes zu berichten und … schöner kann es nicht mehr sein, oder?

Caro und Rainer überzeugen mich letztlich, eine typisch, schwäbische Spezialität zu bestellen. Kaum sind nur noch Maultaschen und Spätzle im Rennen, sagt Rainer plötzlich: „Sag mal CharlieL, wollen wir uns nicht eine Fleischplatte zusammen teilen?“. (Der Name der Platte ist mir entfallen…)

Ich begutachte die Fleischplatte auf der Karte und stimme dem Vorschlag dann zu.

Zusammen mit einem Autor im Lokal essen, ist schon cool. Zusammen mit einem Autor eine Fleischplatte teilen? Obercool! 🙂 Ich muss strahlen wie eine kurz vor dem Durchbrennen begriffene Glühlampe!

Das ist eine verdammt schwierige Entscheidungsphase :) © Jörg Weis

Das ist eine verdammt schwierige Entscheidungsphase 🙂 © Jörg Weis

Die Platte fällt dann übrigens so üppig aus, dass wir sie nicht komplett vertilgen können, obwohl sie super, super lecker ist.

Bei gutem Essen, leckeren Getränken und einer stimmigen Atmosphäre gehen die Gespräche weiter. Autorin Christine Spindler plaudert Interessantes zu ihren Büchern und ihrer Tochter aus, das ich so nie vermutet hätte. 😉

Wir sitzen lange zusammen, bis wir irgendwann so wenige sind, dass Thomas Thiemeyer zu uns aufrutscht.

Plötzlich sitze ich dann zwischen diesen beiden „dutfen Kerlen“. Ich glaube, das ist beinahe zu viel für mich.

Nun wird es noch lustiger und noch interessanter. Rainer und Thomas werfen sich flachsend Ball um Ball zu, schildern Anekdoten, Erfahrungen und ganz wichtig: Schrille und famose Episoden aus ihrem „Club der fetten Dichter“. Ein wirklich spezieller Club. Zwei Aufnahmekriterien darf ich sicherlich verraten: Man muss mindestens ein Buch veröffentlicht haben und darf Wolfgang Hohlbein nicht mögen ! 😉

»So reich wie Harry Potter?«

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Thomas Thiemeyer, der Entertainer und Unterhalter 😉

Passend dazu schildert Thomas, wie die erste Frage von Kindern bei Lesungen ausfällt: „Sind Sie rei-h-eich?“

Erwachsene wollen wohl immer wissen, woher sie die Ideen nähmen.

Witzig ist der von ihnen beschriebene Kontrast der Lesungen für verschiedene Altersklassen. Wenn es den Kindern gefalle, säßen sie aufmerksam, mit offenem Mund und staunenden Augen vor ihnen, wenn es ihnen missfiele, wären sie ununentwegt am tuscheln und lärmen.

Bei Erwachsenen hingegen erwarte sie grundsätzlich eine Wand aus finster oder skeptisch dreinblickenden Gesichtern, die oft noch die Arme verschränkt hielten. Tz, tz, warum immer so „unfreundlich“ (wirkend) habe ich mir da gedacht.

»Wer träumt denn da von Anschnallsixpacks? :P«

Ich nehme an diesem Tag – generell während des gesamten Wochenendes – viele schöne Eindrücke mit, die mir so kostbar erscheinen, dass ich mich in den Hintern beißen würde, hätte ich diese Reise nicht angetreten.

Sooooo viel Spaß! © Jörg Weis

Sooooo viel Spaß! © Jörg Weis

Ich habe neue Gesichter und Bloggerinnen kennen gelernt. Endlich auch Bloggerinnen, die ich schon lange mal treffen wollte und Autoren, denen ich für ihre viele Zeit danke. Danke auch dafür, dass sie sich die viele Zeit für uns genommen haben, uns lehrten, dass sie auch „nur“ Normalsterbliche sind, von Anschnallsixpacks träumen können, sich mit Bloggerinnen im Restaurant mal eine üppige Platte zu zweit gönnen und ihre wertvollen Erfahrungen und Tipps aus dem Business mit uns teilen. (Sie sind und bleiben einfach etwas Besonderes ;-))

»Man muss etwas mit Leidenschaft tun«

Dann ist da noch dieser eine Satz von Rainer, der mir nie wieder aus dem Kopf gehen wird, denn er ist so unglaublich wahr und hilfreich. Gerade, da ich momentan in einer Lebensphase stecke, in der ich mich entscheiden muss zwischen meiner risikoreicheren Leidenschaft oder der „sichererer“ wirkenden Alternative. Einen Garant hat man am Ende nie, doch nach diesem Satz sollte mir die Entscheidung nicht mehr allzu schwer fallen.

Man muss etwas mit Leidenschaft tun. Geld ist notwendig, aber nur zweitrangig. Denn das brauchst du nur, wenn du dir die Freude kaufen musst, die dir dein Job nicht bringt.“ – Ist das ein wahnsinniges Zitat oder ist das ein super wahnsinniges Zitat???! (Besitzt Potenzial zum Einrahmen! :P)

Da es wahnsinniger und unerträglich schöner nicht mehr werden kann, verabschiedet sich allmählich auch die liebe Anka, so dass wir uns alle auflösen. Wir knipsen noch die letzten Erinnerungsfotos, verabschieden uns und sind uns alle einig, dass solch ein Tag gerne wiederholt werden darf. (Ich hoffe sehr darauf 😀 ) Diese beiden Fotos sind übrigens eins meiner Highlights, weil es sooooooooooooo schön war!!! ❤

DAS war aufregend!! :)

DAS war aufregend!! 🙂 © Anka Malterer

Augen zu und in Glückseligkeit schwelgen © Anka Malterer

Augen zu und in Glückseligkeit schwelgen © Anka Malterer

Caro und ich fahren euphorisch und beide ziemlich geplättet und auf irgendwelchen Wolken schwebend zu ihr nach Hause. Dort reden wir ihrem Freund erst einmal ein paar Knöpfe an die Wange und tauschen uns dann noch stunden, stunde, stundenlang aus.

Irgendwann um 02:00 Uhr siegt leider unsere Müdigkeit, wir genehmigen uns gute 4 Stunden Schlaf und quälen uns um 06:00 Uhr aus den Betten. (Es ist noch dunkel!)

»Die Heimreise. Stuttgart – Kassel. Oder: schlafen ist schön.«

Ich nehme meine sieben Sachen, Caro und ihr Freund fahren mich nettwerweise zum Bahnhof, ich kenne die Geschichte inzwischen und sitze eine halbe Stunde in der U-Bahn, bevor ich am Busbahnhof ankomme.

Inzwischen bin ich es gewöhnt, dass ein Fernbus, der um 08:00 Uhr starten soll, NICHT um 08:00 Uhr startet.

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Der Busbahnhof in Kassel

Die weitere Fahrt nutze ich, um Notizen zum Wochenende anzufertigen, doch die meiste Zeit schlafe ich.

Gegen 15:00 Uhr fahren wir in Kassel ein und ich erblicke sofort bunte, schrille und ausgefallene Kostümierungen. Das Wochenende ist vorbei, die Conichi, der ich den Rücken zukehrte, am Ausklingen und ich packe bereits für die nächste Reise…

~Ende Teil III~

Ich könnte noch mehr Seiten mit diesem Bericht füllen, noch mehr lobende und dankende Worte finden und gar nicht mehr aufhören mit dem Tippen.

Deswegen bleibt mir als letztes zu sagen:

Lasst uns das Wiederholen, ich freue mich, dass ihr alle dabei gewesen seid (auch diejenigen, die ich nicht namentlich erwähnte. Seht es mir bitte nach, der Bericht ist sowieso schon zu lang -.-) und ich bin auch besonders glücklich, Caro und ihren Freund kennengelernt zu haben!

Auf ein nächstes Mal,

Charlousie

Du hast Teil I oder II oder sogar beide verpasst? Das ist kein Beinbruch, denn wenn du auf die Banner klickst, wirst du zu den Artikeln weitergeleitet und kannst alles nachlesen! Viel Spaß!

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Weitere lesenswerte Berichte findet ihr hier aufgelistet!(Wenn ich jemanden vergessen habe, bitte laut schreien :)):

 

PS: Spätestens nach diesen drei Berichten könnte für manche nachvollziehbarer geworden sein, warum ich es LIEBE, Bloggerin zu sein!!!! 😉

Teil II: Bloggertreffen in Stuttgart und Lesung mit Thomas Thiemeyer. Über Wikipedia, Dystopien, Revolutionen und Fans.

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»Vor der Lesung ist … VOR der Lesung. :)«

Herr Kuhlemann (links) und Thomas Thiemeyer (rechts)

Herr Kuhlemann (links) und Thomas Thiemeyer (rechts)

Im Galeria Kaufhof ging es erst einmal…

Abwärts!

Tief hinab in den Schlund von Galeria Kaufhof...  © Jörg Weis

Tief hinab in den Schlund von Galeria Kaufhof… © Jörg Weis

Einige Rolltreppen später sehen wir bereits das riesige Konterfei des Autors Thomas Thiemeyer. Da nirgends “Regieanweisungen” stehen, brechen wir Bloggerinnen einfach mal die Reihenfolge von · Diskussion· Lesung· Signierung· und lassen uns sofort unsere Bücher signieren. Ich bin ganz happy, schüttel Thomas Thiemeyer die Hand, rücke sofort mit meinem Buch raus, lasse ihn seinen Namen hineinschreiben und auch noch eine Autogrammkarte signieren.

Konterfei siehe links im Bild! :)

Konterfei siehe links im Bild! 🙂

Steffi wird mit Küsschen links, Küsschen rechts begrüßt und Matthias Kuhlemann, der Moderator der Veranstaltung aus dem Droemer Knaur Verlag, kommentiert das Ganze.

Vielmehr beginnt er sogar mit der ersten Runde des Programms und fragt manche Bloggerinnen, von wo sie anreisten, um Thomas Thiemeyer zu sehen; zeitgleich bestaunen einige von uns die Gemälde des mit Talenten gesegneten Autors UND genialen Malers.

ThomasThiemeyersBilder

In lockeren Gesprächsrunden finden wir Blogger uns zusammen, sind uns unsicher, ob die Gewinnspielfrage: “Wie heißen die Hauptfiguren aus Thomas Thiemeyers neuem Werk “Das verbotene Eden – Magda und Ben”?” ernst gemeint ist, füllen die Gewinnspielzettel aus, bestaunen die coolen Droemer Knaur Taschen (vielleicht war ich auch die Einzige? 😉 ICH jedenfalls stand total auf die!!) schießen Foto um Foto, plaudern mit den weiteren anwesenden Autoren, beispielsweise Sina Beerwald, Christine Spindler (Tina Zang) und Uwe Laub.

Das Veranstaltungsplakat © Jörg Weis

Das Veranstaltungsplakat © Jörg Weis

Die darunter liegende Lostrommel! :) (noch nicht komplett gefüllt!) ;-)

Die darunter liegende Lostrommel! :), noch nicht komplett gefüllt! 😉

»Der Herr mit der lässigen Ausstrahlung legt los. Die Lesung mit Thomas Thiemeyer«

Gegen 15:00 Uhr beginnt die Show. Und was für eine. Herr Kuhlemann unterhält uns

Matthias Kuhlemann und Thomas Thiemeyer in Aktion

Matthias Kuhlemann und Thomas Thiemeyer in Aktion

Matthias Kuhlemann und Thomas Thiemeyer am Diskutieren

Matthias Kuhlemann und Thomas Thiemeyer am Diskutieren

bestens mit seinen … Witzchen *husthust*, die so kamen, dass ich tatsächlich lachen musste. Ehrlich, manche hätte er sich schenken können, aber er ist ein ganz netter und für seine Mühen, das ganze locker und witzig zu gestalten, kann man ihm schon gratulieren. Denn amüsant war es. Wirklich.

»Ist das aus Wikipedia? – Die muss aber noch einmal ergänzt werden!«

Herr Kuhlemman beginnt damit, uns den Autor bzw. seine Biografie vorzustellen. Es folgen ein paar Zahlen, Daten und Fakten, die Thomas Thiemeyer ganz trocken und charmant mit den Worten, ob das von Wikipedia sei, kommentiert. Herr Kuhlemann bejaht diese Quelle und Thomas Thiemeyer wünscht sich sofort, dass seine Biografie mal ergänzt werde.

Daraufhin beginnt ein lockeres Gespräch zwischen Herr Kuhlemman und Thomas Thiemeyer, das ich mal grob als „fast“ Interview im folgenden skizzieren möchte :).

»Von der Flüchtigkeit der Ideen«

Seine Ideen ziehe Thomas Thiemeyer hauptsächlich aus der Natur, bspw. beim Joggen. Allerdings müsse er Einfälle sofort notieren, weil sie sich gerne mal verflüchtigten und wenn sie einmal weg wären, wären sie weg.

So erfahren wir auch, dass Thomas Thiemeyer in seine Trilogie rund um das “Verbotene Eden” alle Themen hineingenommen hat, die ihn interessieren und auch, dass ihn der Kontrast zwischen dem ursprünglichen Gedanken eines Garten Eden und dem, was er erschuf reizte. Überhaupt seien Titel mit Widersprüchen die besten, denn sie tragen bereits einen Teil des Konflikts in sich, der die Leser im Buch erwarte.

Die Zuschauer von Thomas Thiemeyer :)  © Bettina Lippenberger

Die Zuschauer von Thomas Thiemeyer 🙂 © Bettina Lippenberger

»Die Bürde, ein Künstler zu sein«

Es ist eine wahre Freude, Thomas Thiemeyer zuzuhören, wenn er erzählt, dass er früher mal als Illustrator/Grafiker begann und wie schwer es ihm fiel zu erkennen und zu akzeptieren, dass er entweder malen oder schreiben kann. Niemals beides.

Das scheint kaum verwunderlich, so hat er in den letzten Jahren zwei Bücher jährlich veröffentlicht.

»Schreibblockaden kann ich mir nicht leisten«

Als Herr Kuhlemann ihn fragt, welchen Band er vom Optischen favorisiere, antwortet Thomas Thiemeyer ohne zu zögern: “Das Violette.” Obwohl er das erste Cover noch mitdesignt habe.

Schreibblockaden könne er sich zudem nicht leisten, wenn er sein Pensum von cirka 1000 Wörtern pro Tag und seine Abgabefristen einhalten wolle.

»Manchmal braucht es eine Revolution«

Thomas Thiemeyers “Das verbotene Eden”-Trilogie setzt sich mit vielerlei Aspekten auseinander. Zum einen religiöse Konflikte, zum anderen die Rollen der Geschlechter, welches Thomas Thiemeyer beides miteinander auf eine völlig neue Art und Weise miteinander verflochten hat, indem er sich fragte, was eigentlich passieren würde, wenn Mann und Frau es zusammen nicht mehr aushielten. Wenn sie sich bekriegten und Todfeinde würden. In diesem Zusammenhang versucht er außerdem zu beleuchten, wie schwierig es ist, gefestigte Strukturen umzustürzen bzw. zu revolutionieren, die gesellschaftlich verankert sind.

Revolutionen müsse es immer mal wieder geben, sagt Thomas Thiemeyer, um getrennte Teile zusammenzubringen. Genauso wie in “Das verbotene Eden” die Männer und Frauen, die sich u.a. kulturell entfremdet hätten. Der Grund für solche Spaltungen würde irgendwann aus den Augen verloren werden und diejenigen, die etwas verändern wollten, würden von denen behindert, denen das ungelegen käme, um ihre Machtposition aufrecht zu erhalten.

»Wir spüren die Umbrüche«

Weshalb sind Dystopien bei den Lesern aktuell so beliebt? Was fasziniert das Publikum an Büchern wie “Das verbotene Eden?”“, fragt Herr Kuhlemann. Eine Utopie sei eine ideale Gesellschaft, erklärt Thomas Thiemeyer daraufhin. Die Dystopie hingegen sei der Zusammenbruch ebenjener Gesellschaft.

Wir spüren die Umbrüche”, meint er. “Diese Ängste fühlen wir aktuell und sie sind mit ein Grund, warum Dystopien im Trend liegen.”

»Das Geheimrezept für Fans?«

Bevor Thomas Thiemeyer als Abschluss eine Passage aus “Das verbotene Eden – Magda und Ben” vorliest, möchte Herr Kuhlemann noch wissen, welches Geheimrezept er bei seinen Fans anwende und welchen Einfluss er dem Internet als Medium zuschreibt (e).

Ich bin das nicht. Es sind die Fans. Die Fans, die auf mich zukommen!”, antwortet Thomas Thiemeyer und fährt fort: “Das Internet ist für uns Autoren unheimlich wertvoll geworden. Wir bekommen detailliertere Rückmeldungen von unseren Lesern, können uns austauschen und es effektiv nutzen, um uns bekannter zu machen oder Aktionen zu starten.”

Begeistert lausche ich diesem Frage und Antwortspiel, bei dem wir angehalten sind, ebenfalls Fragen zu stellen, sofern wir denn welche haben.

»Die große Verlosung oder wie ich den Hauptpreis gewann o.O«

Inzwischen hat sich eine beachtliche Besuchermenge angesammelt, die noch schnell Gewinnspielpapiere in die Lostrommel wirft und den Worten von Thomas Thiemeyer lauscht. Herr Kuhlemann hält also die Zeit für reif, um auszulosen. Dafür zieht eine Mitarbeiterin von Galeria Kaufhof (in sehr hohen Schuhen) Los um Los aus der Trommel.

10 von diesen Büchern finden neue Besitzer...

10 von diesen Büchern finden neue Besitzer…

Es gibt insgesamt je 10 Bücher von Thomas Thiemeyer zu gewinnen, 10 obercoole Taschen von Droemer Knaur und den Hauptpreis:

Eine Fahrt zur Buchmesse mit „VIP“-Begrüßung beim Droemer Knaur-Stand.

Caro und ich albern ein wenig herum, was die Gewinne betrifft und kommentieren mal mehr mal weniger sarkastisch die Methode der Losfee (in sehr hohen Schuhen) 😀. Sobald sie zweifach gefaltete Zettel zieht, sind wir nämlich aus dem Rennen, da wir unsere Zettel lediglich einfach falteten. Mit jeder glücklichen Gewinnerin sinken unsere Chancen und ich finde mich bereits damit ab, keine der schönen Taschen zu ergattern. 😉 Auch Caro hat leider so überhaupt gar kein Glück, weshalb sie sich den finalen Band der “Das verbotene Eden”-Trilogie noch kauft.

Gewinnurkunde

Gewinnurkunde

Jedenfalls: Ich habe ja absolut nicht damit gerechnet, doch als die Dame den letzten Zettel, sprich den HAUPTREIS, aus der Trommel zieht, den Namen nicht entziffern kann, Herr Kuhlemann ihr zu Hilfe kommt und meinen Nachnamen nennt – Sander – und ich frage: “Charlene”? Und das zu passen scheint, realisierte ich, dass ich WIRKLICH UND WAHRHAFTIG gewonnen habe!


Ich bin so perplex, dass ich gar nicht weiß was ich jetzt tun soll. Also tue ich, was alle Gewinnerinnen vor mir getan haben und gehe einfach nach vorne. Thomas Thiemeyer gratuliert mir, ich erhalte eine Gewinnurkunde und weiß nicht, wohin ich gucken soll, was ich machen soll, also tue ich das einzige, was mir sinnvoll erscheint: Mich freuen und ganz, ganz brav und breit lächeln! 😀 Das Lächeln kam von Herzen (keine Sorge!) und ich bin nur froh, dass ich noch nie in Ohnmacht gefallen bin, denn das ist wirklich nah dran gewesen. Danke an die liebe Fotografin Bettina, die vieeeele Fotos von mir und diesem Moment geschossen hat, die ich euch somit auch zeigen kann :).
Ichhabegewonnenundbinsprachlos

»Thomas Thiemeyer liest«

Dann ist es soweit und Thomas Thiemeyer liest uns eine eigens gewählte Passage aus dem Abschlussband seiner Trilogie vor. Wie festgeklebt hängen wir an seinen Lippen, denn die Stelle ist verteufelt spannend. Ich sage nur: Schwimmbad, 10 Meter Sprungturm und Verletzte…

Thomas Thiemeyer liest

Thomas Thiemeyer liest

Thomas Thiemeyer liest :)

Thomas Thiemeyer liest 🙂

»Auf die Dauer nur mit Knaur«

Bevor wir noch unser Bloggergruppenfoto und allerlei andere Fotos schießen können haut Herr Kuhlemann noch das Highlight seiner Sprüche raus: “Auf die Dauer geht es nur mit Knaur” (oder so ähnlich). Ähm ja. Haben Caro und ich uns gedacht, gelacht und uns geschworen, das mindestens einmal in unseren Berichten zu erwähnen. Während Rainer Wekwerth sich neben mir beschwert, dass seine Frau sich beschweren würde, wenn Steffi so nahe bei ihm stünde auf diesem Bild (inzwischen verstehe ich auch, was er damit meinte), gucken wir alle in so 4-8 Kameras gleichzeitig, die uns alle knipsen, knipsen und knipsen.

Gruppenfoto  © Jörg Weis

Gruppenfoto © Jörg Weis

Gruppenfoto  © Jörg Weis

Gruppenfoto © Jörg Weis

Gruppenfoto  © Jörg Weis

Gruppenfoto © Jörg Weis

Leider müssen die ersten schon gehen, denn genauso wie ich, haben sie teilweise eine längere Anfahrt hinter sich. Im Gegensatz zu mir können sie nicht ganz bequem mit der U-Bahn (die ist ja sowieso böse! :P) zu ihrer nächtlichen Unterkunft gelangen. Ich wette, Caros Herz ist groß genug dafür, doch ich fürchte, sie hätte nie im Leben alle Bloggerinnen bei sich unterbringen können! 😉

»Aller Abschied fällt schwer«

Cirka 16:30 Uhr, wir verabschieden die Aufbruchsbereiten, 😥 wissend, dass die meisten von uns sich auf der Buchmesse wieder begegnen werden. YAY!

Thomas Thiemeyer muss noch einige Male für Fotos posieren, Bücher signieren und Pläuschchen halten.

Thomas Thiemeyer & Caro

Thomas Thiemeyer & Caro

Ich kläre ein paar Formalitäten meinen Gewinn betreffend und lasse ein Foto mit Rainer Wekwerth und mir schießen. UND auch Fotos mit anderen Bloggerinnen und mir oder auch mal ohne mich. 🙂

Ich & Rainer Wekwerth

Ich & Rainer Wekwerth

Ally, Damaris, Steffi, Sina Beerwald (Autorin)

Ally, Damaris, Steffi, Sina Beerwald (Autorin)

Inga (Sharon Baker), ich und Anka!

Inga (Sharon Baker), ich und Anka!

Bettina & ich

Bettina & ich

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahne. Wir werden bald in eine Gaststätte namens Brauerei Schönbuch aufbrechen. Dort werde ich noch Dinge erleben, die allen Ernstes in der Lage sind, die bisherigen Erlebnisse zu toppen, mich auf Wolken schweben zu lassen und meine kühnsten Träume zu übertreffen. 😉

~Ende Teil II~

Du willst wissen, wie es weitergeht? Lies schon morgen weiter und lass dich davon überraschen, was an diesem in den Abend übergehenden Tag noch so alles passiert ist.

Du hast Teil I verpasst? Kein Problem, klick auf das Banner und du gelangst zum Artikel! 🙂

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Die Gliederung!

(Änderungen vorbehalten.)

26.09.13, Teil I:

  • »Die Anreise. Kassel – Stuttgart. Oder: Ein Bus, der nicht kommt.«

  • »Die Ankunft in Stuttgart. Schwarzfahren für Anfänger«

  • »Wie man bei Unbekannt übernachtet«

  • »Der Samstagmorgen mit Bacon«

  • »Das Bloggertreffen vor, in und rund um Wittwer«

  • »Signieren bis die Finger bluten!?«

  • »Der Ursprung des “Labyrinths”. Rainer Wekwerth live«

27.09.13, Teil II:

  • »Vor der Lesung ist … VOR der Lesung. «

  • »Der Herr mit der lässigen Ausstrahlung legt los. Die Lesung mit Thomas Thiemeyer«

  • »Ist das aus Wikipedia? – Die muss aber noch einmal ergänzt werden!«

  • »Von der Flüchtigkeit der Ideen«

  • »Die Bürde, ein Künstler zu sein«

  • »Schreibblockaden kann ich mir nicht leisten«

  • »Manchmal braucht es eine Revolution«

  • »Wir spüren die Umbrüche«

  • »Das Geheimrezept für Fans?«

  • »Die große Verlosung oder wie ich den Hauptpreis gewann o.O«

  • »Thomas Thiemeyer liest.«

  • »Auf die Dauer nur mit Knaur«

  • »Aller Abschied fällt schwer«

28.09.13, Teil III:

  • »Delikate Sitzplatzprobleme«

  • »Nichts läuft mehr ohne Agenten«

  • »Und wer ist nun der Richtige, um dir das Schreiben beizubringen?«

  • »Eine Fleischplatte für zwei«

  • »So reich wie Harry Potter?«

  • »Wer träumt denn da von Anschnallsixpacks? «

  • »Man muss etwas mit Leidenschaft tun«

  • »Die Heimreise. Stuttgart – Kassel. Oder: schlafen ist schön.«

Teil I: Bloggertreffen in Stuttgart und Lesung mit Thomas Thiemeyer. Auf labyrinthischen Pfaden.

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Kurze Anmerkung: Da ich mich nicht kurzfassen kann, ist mein Bericht etwas ausufernd und lang geworden. 🙂 (Manche wissen das sehr wohl zu schätzen :P.)

Um euch nicht zu vergraulen und das Lesen für euch ansprechend(er) zu gestalten, habe ich den Bericht in drei Teile gespalten. Keine Angst, ihr müsst nicht lange auf die Fortsetzungen warten.

Eine Gliederung der Artikelüberschriften + Erscheinungstermin des jeweiligen Teils erhaltet ihr am Ende des Artikels. (Sollen euch bloß neugierig stimmen :D)

Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen und bedanke mich bei allen, die diesen unbeschreibbar schönen Tag ermöglicht haben!

»Die Anreise. Kassel – Stuttgart. Oder: Ein Bus, der nicht kommt.«

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Während in Kassel am Freitag dem Dreizehnten die Conichi durch farbenprächtige Perücken, wilde Kostüme und fröhliche Menschen eingeleitet wird – die deutschlandweit größte Anime-Convention – kehre ich meiner Heimatstadt den Rücken zu und begebe mich auf einen Wochenendtrip nach Stuttgart, um einem (legendären!) Bloggertreffen und der Lesung von Thomas Thiemeyer beizuwohnen.

Ganze 366 Kilometer und rund 8 Stunden Busfahrt nehme ich auf mich, um Teil dieses Spektakels zu sein.

Im ersten Bus, der übrigens eine Stunde Verspätung hat (!),

Langeweile als ich auf den Bus wartete...

Langeweile als ich auf den Bus wartete…

quatsche ich ausgiebig mit der Stewardess und bitte sie spontan um ein Interview, weil ich mir denke, dass ich für die Buchmesse schon einmal üben kann, spontan aus wildfremden Menschen das Besonderes, Spannende und Aufregende herauszukitzeln. Aber das ist eine andere Geschichte ;-)…

Gegen 17:00 Uhr lande ich in Frankfurt. Die Sonne scheint, das Thermometer zeigt 21 Grad und ich bin sicher, ich habe ein tolles Wochenende vor mir. Um 18:00 Uhr steige ich in den nächsten Bus, der mich gen 21:00 Uhr in Stuttgart absetzen soll. Natürlich lese ich während dieser vielen Stunden Thomas Thiemeyers “Das verbotene Eden 02. Logan und Gwen” (Rezension folgt.)

»Die Ankunft in Stuttgart. Schwarzfahren für Anfänger«

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U-Bahn

Nach einer nervenaufreibeden U-Bahnfahrt, die damit zusammenhängt, dass ich wie eine doofe IN der U-Bahn nach dem “Ticketentwerter” suche und keinen finde, bis mir die freundlichen Mitreisenden verraten, das ginge nur AM Bahnsteig und zwar vorher (oho!), komme ich endlich an meinem Ziel an. Nur zur Info, in Kassel, stempelt man seine Fahrkarte IN der Straßenbahn! 

Aber mit einigen coolen Actionmoves bin ich an einer Haltestelle (samt Koffer!) rausgesprungen (es gab keine Verletzte), stecke meine Karte in den Stempler und sprinte in die U-Bahn zurück. Alles in Lichtgeschwindigkeit und ich habe es geschafft!

An der Haltestelle werde ich von der lieben, lieben, allerliebsten Caro abgeholt.

»Wie man bei Unbekannt übernachtet«

 

Caro ist ebenfalls Bloggerin, dazu noch Buchhändlerin mit Herz und für uns beide ist das ganze wohl ziemlich aufregend, denn wir kennen uns nicht. Nicht einmal so wirklich über Facebook. Erschreckend, aber wahr.

Ich bin nervös, weil ich mir unsicher bin, ob sie und ihr Freund wirklich ihre wertvolle und freie Wochenendzeit mit mir opfern wollen und sie, weil sie nicht wissen kann, ob ich nicht doch eine ganz Schlimme Vandalin bin ;-). (Wer weiß das schon, hm?)

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Ich, Caro, entstanden am Samstag vor der Lesung mit Thomas Thiemeyer

Glücklicherweise erweisen sich all unsere Ängste als total unbegründet und wir finden sofort heißen Gesprächs- und Diskussionsstoff übers Bloggen und über Bücher. Es ist wirklich herrlich, sich nicht nur via Facebook, Blog, Twitter, Lovelybooks und Co. auszutauschen, sondern „face to face“ zu reden.

So ist es nicht verwunderlich, dass wir bei gemütlichem Tee tatsächlich Stundenlang reden. Bei Caros vielen und tollen Bücherregalen ist das aber auch kein Wunder: ist das eine Buch abgehandelt, fallen uns sofort neue ins Auge.

Lieb wie die Caro ist, hat sie mir zur Begrüßung sogar eine kleine Aufmerksamkeit hingestellt. Die Bonbons esse ich immer noch mit großem Genuss!

Zu später Stunde betten wir unsere Körper zur Ruhe, um am nächsten Tag erfrischt und munter zum Bloggertreffen aufzubrechen.

»Der Samstagmorgen mit Bacon«

Wir genießen ein fantastisches Frühstück – glücklicherweise bin ich nicht Vegetarierin, denn dann hätte ich diesen umwerfenden Bacon verpasst – und brechen kurz darauf in die Innenstadt auf.

»Das Bloggertreffen vor, in und rund um Wittwer«

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Buchhandlung Wittwer

Relativ entspannt, weil ich Caro an meiner Seite weiß und das nicht nur den Vorteil der Ortskenntnis beinhaltet (ich habe den Orientierungssinn einer Fußmatte!), sondern auch ein gutes Gefühl der Sicherheit birgt, betreten wir die

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Die Bloggermasse 😉

Innenstadt und sehen schon von weitem eine kleine Menschentraube. Diese parkt gemächlich vor einer Buchhandlung, also wissen wir sofort: Da sind wir richtig!

Namensschildchen wären wirklich praktisch gewesen und diejenigen, die Visitenkärtchen haben, sind definitiv im Vorteil, denn anhand der Farben und dem Design ist es viel leichter, die Person dem Blog zuzuordnen.

Zumindest fühle ich mich am Anfang ein bisschen komisch. Es ist merkwürdig, so vielen Menschen gegenüberzustehen, die ich bereits dermaßen lange “kenne”, deren Blogs ich lese/schätze und mit denen ich schon in “trauter Zweisamkeit” chattete und dergleichen.

Wir Blogger am Quatschen vor der Buchhandlung  © Jörg Weis

Wir Blogger am Quatschen vor der Buchhandlung © Jörg Weis

Doch es dauert nicht lange und das Eis ist gebrochen. Endlich stehe ich Damaris, Anka und Steffi gegenüber und freue mich wie irre, dass ich das wirklich erleben darf. Auch die Ally habe ich kennengelernt, auf die ich mich schon zur Buchmesse freue, denn sie ist super sympathisch.

Stefanie, Ally, ich

Steffi (Autorin & Bloggerin), Ally, ich

Ally, Damaris, Steffi, Sina Beerwald (Autorin)

Ally, Damaris, Steffi, Sina Beerwald (Autorin)

Anka & Rainer Wekwerth © Jörg Weis

Anka & Rainer Wekwerth © Jörg Weis

Nach einer kleinen Zeit stürmt ein kleines Bloggergrüpchen die Buchhandlung Wittwer (ich hinterher) und verläuft sich prompt. Denn diese Buchhandlung hat einfach mal viele Etagen (wie viele, vergaß ich) und dann auch noch “labyrinthisch” anmutende Treppen (passend zu Rainer Wekwerths Werken).

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Die Buchhandlung Wittwer

Ich bin überzeugt, wir sind eine kleine Attraktion in dieser Buchhandlung, denn man kann uns weder übersehen, noch überhören.

Wir stehen zu viert bis fünft in der Jugendbuchabteilung und unterhalten uns lautstark über Sexualität in Jugendbüchern, rufen laut aus: wie gut dieses Buch gewesen sei, welches wir noch lesen wollten, was uns gar nicht gefallen hat, usw.

Wer hätte gedacht, dass das so schön sein kann?!

»Signieren bis die Finger bluten?!«

Ich kaufe mir sofort “Das Labyrinth jagt dich”, denn vor der Buchhandlung hat sich bereits der Autor *Tusch!!* Rainer Wekwerth *Doppeltusch!!* unters Bloggervolk gemischt und ist fleißig am Signieren.

(Und der Arme muss signieren. Und signieren. Und signieren… ;-))

Rainer Wekwerth signiert

Rainer Wekwerth (Autor) signiert und Inga freut sich 😀

Rainer Wekwerth signier mein ;-) Buch

Rainer Wekwerth signier mein 😉 Buch

Genialerweise steckt mir die Buchhändlerin einen supertollen Kugelschreiber in meine Buchtüte. Ich frage mich, ob sie es aus Mitleid tut, weil ich ihr etwas aufgelöst erzähle, dass ich mich verlaufen hätte (ich bin noch einmal alleine in die Buchhandlung gezogen.) oder weil ich ein Buch der Zielgruppe kaufe, zu dem dieser Stift passt.

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Der Stift im „Boy Nobody“-Design

»Der Ursprung des “Labyrinths”. Rainer Wekwerth live«

Jedenfalls stürze ich mich draußen sofort auf Rainer Wekwerth, der mir bereitwillig mein Exemplar signiert und mich unter meinem Nicknamen bei Lovelybooks (CharlieL) erkennt. Ich bin ganz außer mir vor Freude, weil er sich für meine Rezensionen zu seinen Büchern bedankt. Mir zeigt das, wie wichtig ihm der Kontakt zu seinen Lesern, Fans und auch zu uns Bloggern ist.

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Rainer Wekwerth

Gegen 14:30 Uhr setzen wir uns in Bewegung. Wir folgen den Läden, weichen den Menschenmassen aus und erreichen unbeschadet Galeria Kaufhof. Dort soll es passieren. Das ist der Ort, an dem wir (unsere eigene ;-)) Geschichte schreiben. (Nein, natürlich nicht, es ist lediglich der Ort, an dem wir TOLLES erleben werden!)

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ahne: Ich werde noch absahnen. Und zwar so richtig!!

Mir hätte der Tag mit den allerliebsten Bloggerinnen, den tollen Autoren, der Veranstaltung und allem drum und dran gereicht, aber nein, Fortuna überschüttet mich sofort mit Wagenladungen an Glück!

Rainer Wekwerth und Anka

Rainer Wekwerth und Anka

~Ende Teil I~

Du willst wissen, wie es weitergeht? Lies schon morgen weiter und erfahre, was ich abgesahnt habe und wie die Lesung mit Thomas Thiemeyer verlaufen ist. 😀BannerBloggertreffen1

Die Gliederung!

(Änderungen vorbehalten.)

26.09.13, Teil I:

  • »Die Anreise. Kassel – Stuttgart. Oder: Ein Bus, der nicht kommt.«

  • »Die Ankunft in Stuttgart. Schwarzfahren für Anfänger«

  • »Wie man bei Unbekannt übernachtet«

  • »Der Samstagmorgen mit Bacon«

  • »Das Bloggertreffen vor, in und rund um Wittwer«

  • »Signieren bis die Finger bluten!?«

  • »Der Ursprung des “Labyrinths”. Rainer Wekwerth live«

27.09.13, Teil II:

  • »Vor der Lesung ist … VOR der Lesung. :)«

  • »Der Herr mit der lässigen Ausstrahlung legt los. Die Lesung mit Thomas Thiemeyer«

  • »Ist das aus Wikipedia? – Die muss aber noch einmal ergänzt werden!«

  • »Von der Flüchtigkeit der Ideen«

  • »Die Bürde, ein Künstler zu sein«

  • »Schreibblockaden kann ich mir nicht leisten«

  • »Manchmal braucht es eine Revolution«

  • »Wir spüren die Umbrüche«

  • »Das Geheimrezept für Fans?«

  • »Die große Verlosung oder wie ich den Hauptpreis gewann o.O«

  • »Thomas Thiemeyer liest.«

  • »Auf die Dauer nur mit Knaur«

  • »Aller Abschied fällt schwer«

28.09.13, Teil III:

  • »Delikate Sitzplatzprobleme«

  • »Nichts läuft mehr ohne Agenten«

  • »Und wer ist nun der Richtige, um dir das Schreiben beizubringen?«

  • »Eine Fleischplatte für zwei«

  • »So reich wie Harry Potter?«

  • »Wer träumt denn da von Anschnallsixpacks? :P«

  • »Man muss etwas mit Leidenschaft tun«

  • »Die Heimreise. Stuttgart – Kassel. Oder: schlafen ist schön.«

In einem Boot von Charlotte Rogan [Rezension]

In einem Boot»Inhalt«

Grace fällt es schwer, die Ereignisse aus jenen verhängnisvollen einundzwanzig Tagen zu rekapitulieren. Doch sie muss es tun, denn ihr Überleben hängt davon ab. Obwohl sie einige der wenigen ist, die das Schiffsunglück und die Zeit im Rettungsboot überlebten, stehen ihr nun neue Hürden im Weg.

Denn sie ist wegen Mordes angeklagt und stellt fest, dass zu Beginn ihrer Reise im Boot niemand ahnte, dass sie alle zu kaltblütigen Morden fähig sein werden.

Wird die Wahrheit ans Licht kommen und Grace sich erinnern, was wirklich geschehen ist?

»Leblos und leidenschaftslos«

In einem Boot” von Charlotte Rogan ist meinen Erwartungen nicht gerecht geworden.

Ich habe mir eine dunkle Geschichte versprochen, die mit den Abgründen der menschlichen Psyche in Extremsituationen spielt. Dies setzt Charlotte Rogan zwar durch ihre Figuren hindurch um, allerdings auf eine ziemlich unspektakuläre Art und Weise.

Durch die Augen der Protagonistin Grace Winter wird aus verschiedenen Zeitebenen ihre Lebensgeschichte erzählt mit dem Fokus auf die einundzwanzig Tage im (Rettungs)Boot.

Dabei kommt Grace leblos und leidenschaftslos herüber.

Mir fehlt der Anknüpfungspunkt bei dieser Protagonistin, die zum Teil dafür verantwortlich ist, dass ich so ausgesprochen wenig fühlen konnte beim Lesen von “In einem Boot”.

»Komischer Schwerpunkt«

Die inneren Konflikte, moralischen Zweifel und waghalsigen Überlebensstrategien fehlten. Nüchtern und sachlich beschreibt Grace rückblickend ihre Lage im Boot: Wer sich eventuell wie mit wem – gegen wen – verschworen hat und stellt dabei zunehmend ihre Sehnsucht und Hoffnung über ihren eigenen Ehemann in den Vordergrund.

Ein komischer Schwerpunkt, habe ich anfangs gedacht und noch gemeint, dass da schon noch eine wichtige Entwicklung folgen würde. Möglicherweise ist diese sang- und klanglos an mir vorbeigezogen, wer weiß?

Eventuell hat mich aber auch der monotone Handlungsablauf – und das trotz der Parallelität der Erzählstränge – dermaßen eingeschläfert wie das undurchbrechbare Klatschen der Wellen an den Bootsrumpf.

Sicherlich ist die Vorstellung eines einsamen Bootes im weiten Ozeans, das somit einer Nussschale gleicht, atemberaubend, doch was Charlotte Rogan daraus strickte, lässt mich bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt kalt.

»Verständnislosigkeit«

Vor allen Dingen zieht die Autorin nach den Geschehnissen in diesem einen Boot Kurven, Verknüpfungen und Beziehungen, die sich mir nicht erschließen wollen und deren Sinn für die Gesamtbedeutung dieses Werks sich mir vollkommen entziehen.

In einem Boot” las ich mit vielen Fragezeichen im Kopf, die sich leider nicht in Ausrufezeichen der Erkenntnisse verwandelten.

Komplett aus dem Kontext gerissen fühle ich mich unerleuchtet und sogar ziemlich dumm, weil mir mein Verstand sagt, ich hätte mehr aus dieser Lektüre ziehen müssen.

Charlotte Rogan ist es zu Gute zu halten, dass sie trotz dieser lahmen Geschichte einen ausreichend guten und anregenden Schreibstil an den Tag legte, der mich diesen Roman zügig durchlesen ließ und mir half, mich nicht zu langweilen, sondern “nur” mit stetig wachsendem Desinteresse der Geschichte zu folgen.

»Mein Fazit«

In einem Boot” ist ein Roman, den ich am Liebsten nicht gelesen hätte, weil es mir schwerfällt, positive Aspekte zu finden.

Die Autorin wartet mit einer spannenden Idee auf, die lasch umgesetzt nicht die richtige Atmosphäre entstehen lässt.

Möglicherweise hat mich auch die Lektüre “Reise zum Horizont” von Jürgen Amman abstumpfen lassen, denn dort sind die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes zum Kannibalismus gezwungen, was den Figuren aus „In einem Boot“ erspart geblieben ist.

Ich rechnete mit Meeres vergleichenden Tiefen und bin enttäuscht, dass “In einem Boot” mir wie ein kalter, toter Fisch in Erinnerung bleiben wird.

Leseprobe!

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BibliografischeDaten

Charlotte Rogan
» In einem Boot «
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst
1. Auflage 2013
336 Seiten, 13.0 x 21.0 cm
ISBN 978-3-8390-0150-9
Hardcover
18,95 € (D)
19,50 € (A)
Zu “In einem Boot” bei Script5

Vollendet II – Der Aufstand von Neal Shusterman [Rezension]

Du hast geglaubt, es ist vorbei?Zitatwolke

Vollendet2_Cover»Der Inhalt«

Connor zweifelt an sich und seiner Mission. Auf dem Flugzeugfriedhof ist der Frieden der vielen Jugendlichen, die dort Zuflucht vor der Wandlung suchen, nur ein wackliger Schutz, der jederzeit zu kippen droht. Er lässt sich ablenken und bemerkt nicht, welch niederträchtige Ziele ein einst gestorchter Neuzugang hegt.

Doch nicht nur Connor befindet sich in einer gedanklichen Krise. Auch Lev, der bekannt wurde als Klatscher, der nicht klatschte, fällt einem schlimmen Attentat zum Opfer. Er überlebt, aber nicht die, die er liebt. Seine Familie hat ihn, das einstige und heilige Zehntopfer verstoßen, so dass er nun erneut seinen Platz auf der Welt sucht.

Hinter verschlossenen Türen erblickt Cam das Licht der Welt und weiß nicht, ob er Mensch oder doch Teil ist?

Sie sind noch Jugendliche und dennoch werden sie die Welt und ihre Statuten verändern und eine Maschinerie in Gang setzen, deren Ziel sie nicht kontrollieren können. Ein gefährliches Spiel, doch es geht um das Überleben tausender, das sicherlich ein paar Risiken wert ist, oder?

»Eine Faust, die zudrückt«

Neal Shustermans Fortsetzung von “Vollendet II – Der Aufstand” hat mich wie eine wütende Faust gepackt und solange zugedrückt, bis mir die Luft wegblieb.Zitatwolke3

Anfangs wollte ich die Fortsetzung meiden, da Vollendet eine, wenn nicht sogar die Überraschung des letzten Jahres für mich gewesen ist. Eine Überraschung, die erfrischend abgeschlossen schien und dermaßen formvollendet, dass ich fürchtete, alles mit der Fortsetzung zunichte zu machen.

Die ersten 150-200 Seiten schien sich dies halbwegs zu bestätigen. Neal Shustermans Leistung war solide, doch längst nicht so packend wie sein Vorgänger.

Doch mit einem Mal überschlug sich “Vollendet II – Der Aufstand” und ich kam kaum noch damit hinterher, die Seiten zu verschlingen, den Sinn und die Zusammenhänge zu begreifen. Dermaßen brennend und tief sitzend gestaltet sich dieser Roman.

»Keine Zeit zum Luftholen«

Die Protagonisten des Vorgängers begleiten uns auch durch diese Zeit, doch stehen Zitatwolke2sie alle vor erneuten “Dämonen” und Abgründen, die so nicht abzusehen waren. Kaum hatte Neal Shusterman die Grundsteine in ebenjenen etwas zäh wirkenden 150-200 Seiten gelegt, ging es den Berg in einem affenschnellen Tempo nach unten und ich weiß nicht, ob ich überhaupt einmal Zeit fand, um Luft zu holen.

Das Szenario des Organhandels und der rückwirkenden Abtreibung birgt etwas menschlich Brutales. Überhaupt schönigt Neal Shusterman nichts und steckt uns alle – mehr oder weniger – ins Fegefeuer. Während er von einem haarsträubenden Perspektivenwechsel zum nächsten wechselt, entblättert sich mehr und mehr die Grausamkeit des menschlichen Charakters.

»Komplexer als Krieg«

Inmitten eines Krieges würde man nichts anderes erwarten und in “Vollendet II – Der Aufstand” herrscht Krieg, doch ein wesentlich vielschichtigerer Krieg als der der bloßen Waffengewalt. Psychische und physische Manipulation bestimmen den Plot ohne Ende und zwar dermaßen raffiniert, dass ich oft selbst nicht sicher war, wem ich trauen konnte und wem nicht.

»Bücher, die gelesen werden müssen«

Wie bereits beim Vorgänger sah ich mich in “Vollendet II – Der Aufstand” Zitatwolke5mit bis zum Himmel schreienden Ungerechtigkeiten konfrontiert, die in wahnwitzigen Entwicklungen mündeten und bewiesen, welch irres und gewaltiges Gedankenkonstrukt dem zugrunde liegt. Stets hat Neal Shusterman die Fäden in der Hand und ich staune über die Unglaublichkeit dieses Werks, seiner Spannung und seines großen Egoismus‘.

Es gibt Bücher, die müssen nicht nur geschrieben, sondern auch unbedingt gelesen werden und “Vollendet II – Der Aufstand” ist solch ein Buch!

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»Mein Fazit«

In der brillanten Fortsetzung “Vollendet II – Der Aufstand” zeigt Neal Shusterman erneut die rohe Verendung unserer Menschlichkeit. In einem brisanten Schreibstil und überirdisch scheinendem Aufbau verbindet er Actionreichtum mit (psychischen) Abgründen, ethischen Konflikten und untermalt das ganze mit mehrdimensionalen Charakteren und einer Handlung die das große Ganze im Blick behält und dennoch auf die individuellen “kleineren” Probleme der Figuren eingeht. Erneut ein wahnsinnig guter Pageturner.

Neal Shusterman mag in seinem fiktionalen Werk alles wie Knetmasse hin und herschieben, doch ich frage mich, ob mit uns gegenwärtig nicht Ähnliches geschieht, ohne dass wir es bemerkten?!

Und nicht zuletzt bleibt die Angst zurück, dass wir einmal in solch einem oder einer ähnlichen Welt, wie der von Neal Shusterman modellierten landen werden.

 

Leseprobe!

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WölkchenMond(Favourite)

VollendetbeideCover

Band 1: „Vollendet“

Band 2: „Vollendet II – Der Aufstand“

Band 3: ???

 BibliografischeDaten

Neal Shusterman
Vollendet – Der Aufstand
Hardcover
Preis € (D) 16,99 | € (A) 17,50 | SFR 24,50
ISBN: 978-3-7373-6718-9
lieferbar
Zu “Vollendet II – Der Aufstand” bei Sauerländer

Sternenstaub von Kim Winter [Rezension]

Zitatwolke_Sternenstaub

Sternenstaub_Cover»Der Inhalt«

Mias Welt droht auseinander zu fallen. Obwohl sie ihren Vater David wiedergefunden hat, findet der nicht einmal die Zeit, um auf ihrer Verbindungsfeier mit Iason dabei zu sein.

Doch nicht nur das. Das wichtigste Ereignis in Mias Leben wird von einem bösen Zwischenfall des Feindes unterbrochen. Lokondra gibt keine Ruhe und möchte Mia für sich gewinnen, um seinen Sinn zu erfüllen. Dafür ist ihm jedes Mittel recht und dann soll Iason auch noch gehen und Mia weiß, dass sie durch den Krieg bald vielleicht mehr als nur Planeten voneinander trennen werden. Also trifft sie eine Entscheidung, die möglicherweise so vorherbestimmt war, jedoch über das Schicksal beider Planeten bestimmen wird. Ob dieses sich zum guten oder schlechten wenden wird, bleibt abzuwarten…

»Herzinfarkte, Schreckmomente und große Überraschungen«

Der finale Abschlussband “Sternensturm” der “Sternen”-Trilogie von Kim Winter entführt erneut in ein rasantes Abenteuer in die Welt der Zukunft und in die von der jungen Erwachsenen Mia Wiedemann.Sternenstaub_Zitatwolke2

Weil der letzte Band ein wenig zurücklag, hatte ich anfangs ein paar Schwierigkeiten, mich erneut in die Welt hineinzufinden bzw. die ganzen Namen den jeweiligen Personen zuzuordnen. Vor allen Dingen, da dort zwischen Loduunern und Menschen unterschieden werden muss.

Obwohl Kim Winter ihren LeserInnen keine Rückblenden gibt, habe ich mich schnell wieder eingefunden und es fühlte sich richtig wie ein “nach Hause” kommen an.

Die ersten herzinfarktfördernden Situationen, Schreckmomente und großen Überraschungen blieben nicht lange aus und ich durfte mich auf eine rasante Achterbahnfahrt der Gefühle begeben.

»Wahnsinnige Verflechtungen und Gefühle der exquisiten Art und Weise«

Zitatwolke_Sternenstaub3Denn gerade die Gefühle sind es, die in dieser Trilogie, also natürlich auch in “Sternenstaub” bestechen. Kim Winter schreibt eine überragende Liebeserklärung an unser Leben, an den Frieden und über die Dinge, auf die es wirklich ankommt im Leben. Dabei verliert sie nie den Plot oder dessen spannende Entwicklung aus den Augen.

Sie hat sich in “Sternenstaub” einen großen Stamm aus Charakteren aufgebaut, die ich alle lieben, schätzen und kennenlernen durfte.

Es ist wahnsinn, was ein paar Worte und deren präzise Verflechtung alles anstellen können. “Sternenstaub” ist nämlich eine ebenso wahnsinnige Verflechtung von Worten, die sich mehr als würdig erweist, das abschließende Krönchen dieser Trilogie zu bilden.

Obwohl “Sternenstaub” in aller erster Linie schön ist, schön, weil ich es literarisch als unglaublich wertvoll erachte und es – sofern man dies als LeserIn annehmen möchte – viele Weisheiten und wichtige Werte auf den Weg mitbekommt, beschreibt es auch die hässlichen, gewaltsam und schmerzhaften Seiten des Lebens.

»Und ein Krieg fordert Opfer…«

Da ist ein Krieg, der die Grundlage für “Sternenschimmer” bot, in “Sternensturm” immer präsenter wurde und in “Sternenstaub” nun ausgefochten werden muss. Ein Krieg kommt nicht ohne Verluste aus und wie Kim Winter diesen Verlauf und alle damit zusammenhängenden Erzählstränge verknüpft hat, ist bewundernswert und mehr als nur spannend zu lesen gewesen.Sternenstaub_Zitat4

Dieser Trilogie liegt eine Genialität inne, an der ich mich einfach erfreuen muss.

Wie oft wahr ich kurz davor zu weinen und habe es dann tatsächlich auch getan? Wie oft dachte ich, gleich lachen zu müssen und habe dies dann getan?

Wie oft hätte ich am Liebsten in die Seiten gebissen, weil das von Kim Winter erzeugte Kopfkino zu erschütternd und Herzrasen erzeugend war?

Solche Fragen könnte ich noch viele stellen, was beweist, wie sternenhaft und gar nicht staubig “Sternenstaub” eigentlich ist! 😉

»Mehr als Schwarz oder Weiß. Aber auch nicht grau, sondern bunt!«

Selbst das Böse und das Abscheuliche ist bei Kim Winter nicht getreu dem Muster Sternenstaub_iPodSchwarz oder Weiß. Es hat auch seine verletzlichen und schwachen Seiten, die es menschlicher (bzw. loduunischer) erscheinen lassen und Nachvollziehbarkeit gewähren. Das führte zu inneren Konflikten mit mir selbst, denn dann beginne ich, mich zu fragen, was man opfern darf für “höhere” Ziele, was nicht und wie weit solch eine Moral gehen darf.

Ich ziehe also auch moralische Werte aus “Sternenstaub”, die nie mit erhobenem Zeigefinger gepredigt werden, sondern als ein Angebot, das angenommen werden kann, aber eben nicht muss.

»Mein Fazit«

Ich nehme “Sternenstaub” zum einen als überzeugende, herausragende und tief bewegende Übertragung auf unsere Gesellschaft(sform) wahr, gleichzeitig als fiktionales Werk, das unabhängig von unserer Gegenwart und Vergangenheit zu prickeln und zu kitzeln weiß und gleichzeitig zu eigenen emotionalen Achterbahnfahrten einlädt.Sternenstaub_iPod2

Eine Trilogie, deren Ende ich sehr herbeigesehent habe, das mich keine Sekunde enttäuschte, dessen Ende aber auch traurig ist, weil ich die Protagonisten Iason, Mia sowie alle anderen Bewohner aus dem Tulpenweg und weitere Randfiguren unglaublich vermissen werde.

Sternenstaub” habe ich mit großem Genuss gelesen, viele Kapitel mit Pausen auf mich einwirken lassen und mich so richtig in diese gigantische Welt, gespickt mit vielen, vielen überraschenden Wendungen, liebenswerten Charakteren und atemberaubenden Schauplätzen fallen gelassen.

Eine Trilogie und ein Abschlussband den ich nicht nur empfehle, sondern jedem aufs Auge drücke, der weiß, was gelesen werden muss und gut für ihn/sie ist!! 🙂 Suchtfaktor und Lesemuss!

Leseprobe!

WölkchenMond(Favourite)

 BibliografischeDaten

Gebunden
Inklusive E-Book
592 Seiten
Ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-522-50380-8
Preis: 19,95 €
Österreich: 20,60 €, Schweiz: 28,90 sFr
Erscheinungstermin: 19.08.2013
Zu “Sternenstaub” bei Planet-Girl

Sternenschimmer-Trilogie

Band 1: “Sternenschimmer”

Band 2: “Sternensturm”

Band 3: “Sternenstaub”

Mein unendlich großer Dank gilt der Autorin Kim Winter, die uns LeserInnen nicht nur das grenzenlose Glück bescherte, diese Trilogie zu schreiben, sondern sich auch noch dem direkten, lustigen und so viel gebenden Austausch von “Sternenstaub” in der Leserunde auf Lovelybooks zu stellen. Danke natürlich auch für das Leseexemplar innerhalb dieser Leserunde und an all die anderen Teilnehmerinnen für den lustig, fröhlichen Austausch!

Liebe Kim, ich danke dir für alles, auch dafür dass du mich in der Danksagung erwähnt hast, das hat mich zu Tränen gerührt, auf das deine weiteren Werke kommen! ❤

Blogtour zu „Feuerherz“ von Jennifer Wolf [Ankündigung]

Momentan herrscht ein wahrer Blogtouren-Hype.

Manche beschweren sich, manche finden es toll. Ich sage: Wenn sie euch stören/nerven, ignoriert sie einfach. (Was meint ihr, was ich seit Jahren mit dem Krimi/Thriller-Genre weitestgehend tue? 😛 haha!)

Da dieses aber eine Blogtourankündigung ist, könnt ihr dem entnehmen, dass ich auf Blogtouren stehe!

BadgeBlogtourFeuerherz

So bin ich ganz stolz, euch die zu Jennifer Wolfs im September erscheinendem Werk im neuen Label Impress unter Carlsen vorstellen zu dürfen:

Feuerherz” von Jennifer Wolf aus dem Impress-Verlag.

Feuerherz_Cover

Beim Lesen des eBooks dachte ich: WOW! Mal etwas ganz anderes und das mal herrlich frisch, frivol, offen und genauso, wie ich mir unsere Zeit (bis auf die fantastischen Elemente versteht sich^^) vorstellen würde. Verstörend gut. (← mein Prädikat für “Feuerherz”.)

Vielleicht deckt sich euer Empfinden direkt mit meinem, wenn ihr mal in die Leseprobe (diese winkt hektisch!) hineinschnuppert?!

Warum, wieso und weshalb das so ist, könnt ihr dann in der Rezension oder vielleicht auch während der einzelnen Blogtourtage herausfinden! 😉 Es lohnt sich, denn ein paar schöne Gewinne haben wir auch vorbereitet. Guckt ihr bspw. hier:

feuerherz

Hier sind die (feurigharten) Zahlen und Fakten. (Die liebe Shou hat dieses umwerfende Banner designt!!!)

BlogtourDatenFeuerherz

Bei mir (so viel verrate ich) erfahrt ihr EXKLUSIVE Hintergründe aus dem Buch, die (TROMMELWIRBEL!) etwas mit IKEA zu tun haben! Warum denn ausgerechnet IKEA? – Weil ich zufällig IKEA-Fan bin. Weitere Hintergründe und Zusammenhänge gibt es dann am 19.09.13! *ätsch* 😛

Na denn. Let’s start the trip! Ihr wisst ja, wann ihr “einschalten” könnt/müsst.

Charlousie

Blogtourauslosung – „Himmelsfern“ von Jennifer Benkau

HEUTE erscheint “Himmelsfern” offiziell im deutschen Buchhandel.Himmelsfern-Gewinnspielauslosung

Sieben von euch müssen die Buchhandlung nicht stürmen, denn sie werden auf einem der Blogs zur Blogtour Glück gehabt haben. Von den restlichen “fordere” ich, dass sie am Besten schon vor den Filialen gezeltet haben^^

Nein, ernsthaft: Wenn ihr wisst, was gut für euch ist, kauft ihr dieses Buch! 😛 Ende DIESER Durchsage.

Zu gewinnen gab es besagtes Buch, während des Gewinnspiels:

Himmelsfern

Meine Auslosung muss dieses Mal ohne Lose oder schöne Fotos auskommen. (Bedaure, aber ich fahre heute weg und habe diesen Post um MITTERNACHT vorbereitet -.- *gähn*).

Der/die glückliche Gewinner/in ist mittels Random.org ermittelt worden und heeeeeeeeißt…

~Carina Rudolph~

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH.

Deine Adresse liegt mir ja bereits vor.

Da ich vom 16.09.-20.09.13 verreist bin, erfolgt in dieser Zeit natürlich auch keine Versendung des Gewinnes.

Sobald ich zurück bin, schicke ich es aber los.

Es erfolgt auch keine Benachrichtigung. (Aus genannten Gründen.)

Aber hey! Ich hoffe, du freust dich?!

Alle anderen: Ich drohe mich an dieser Stelle zu wiederholen, aber es hilft ja nichts: Es tut mir unglaublich leid, dass ich eure Hoffnungen zerschlug, vielleicht sogar euren Tag zerstörte, weil ihr nicht gewonnen habt :'(.

Es gibt immer ein nächstes Mal (bereits im September könnt ihr euch auf etwas TOLLES freuen :D) und wer weiß, wofür es gut ist? 🙂

Ich wünsche euch eine gigantische Woche und hoffe, ihr bleibt mir nichtsdestotrotz treu!

Eventuell kann euch meine Videolesung aufheitern?

(oder gießt Öl ins Feuer? 😦 *autsch*)

Alles, alles Liebe,

Charlousie

Ein letztes Mal: Danke allen, die Teil der Tour waren, es war mir ein Vergnügen und natürlich auch Danke an Script5, der das Verlosungsexemplar zur Verfügung stellte!!script5

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