Archiv für den Tag 11/08/2013

Buchsucht! – Oder 5 Strategien, wie ich dem SuB an den Kragen gehe. Woche 1

Wer kennt das nicht?

SuB_Artikel1

Man befindet sich auf den letzten Seiten eines Buches und denkt direkt beim Zuklappen, was lese ich denn mal als nächstes?Gelöscht_TeriTerry_Buchsucht

Oft weiß man direkt, welches Buch auf das gegenwärtige folgt, doch als ich “Gelöscht” gestern Abend zuschlug hatte ich eine vollkommene Leere im Kopf.

Dem wollte ich Abhilfe schaffen, indem ich alle Bücher zusammentrug, die ich ganz dringend noch lesen wollte.

Dabei habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass es mehr sind, als ich auf zwei Armen stapeln kann.

Schnell habe ich einen Turm gebaut, der fast kippte, so dass ich einen zweiten anlegte.

Das Resultat ist niederschmetternd: Ich habe ganze 22 Bücher auf meinem SuB liegen, die in meiner absoluten Favoritenauswahl sind. Sprich: Die muss ich UNBEDINGT lesen… und zwar SCHNELL!

SuB22

In Wirklichkeit ist mein SuB weitaus höher, doch da ich nicht alle Bücher bei mir habe, scheitert es (praktischerweise *husthust*) am Zählen… 😉

Ich lese oft von “SuB-Selbsthilfegruppen”, in denen sich Ziele gesetzt werden.

Ziele, beispielsweise bis zum Ende des Jahres so und so viele Bücher vom SuB gelesen zu haben.

Oder auch Verbote, wochenlang, monatelang, JAHRELANG (okay, ich übertreibe!) keine Bücher mehr zu kaufen, anzufordern oder zu tauschen…

Einerseits kann ich solche Gruppen und Maßnahmen nachvollziehen. Wer zu viel wiegt, muss sich dann bei einer Diät ebenfalls Süßigkeiten verbieten. (Allerdings nie ganz, sondern nur in Maßen. Wir kennen ja alle den Jojoeffekt, nicht wahr? :))

Andererseits lässt es mich schmunzeln, aber hauptsächlich mit dem Kopf schütteln.

Auflagen? Verbote?

Sind Bücher und Lesen nicht in erster Linie ein Hobby?

Was haben dort solche negativ belasteten Wörter zu suchen?

Sicherlich sollte man nicht krankhaft wöchentlich Bücher kaufen, wenn es das finanzielle Budget oder den zur Verfügung stehenden Platz sprengt.

Sub_Artikel2Irgendwann ist es dann nämlich BUCHSUCHT!

Buchsucht an sich ist wiederum Definitionssache. Bin ich süchtig, wenn ich eine bestimmte Anzahl von Büchern in einer Woche lese?

Wenn ich sie nicht mehr aus dem Kopf bekomme?
Wenn ich sie nur kaufe, aber nie lese? xD

Reine Definitionssache eben…

Um zum Thema zurückzukommen: Was will ich mit einem Hobby, das mir mehr Gewissensbisse und Belastungen einbringt, als Freude und Ausgleich zum sonstigen Ernst des Lebens?

Eine unpraktische Sache in meinen Augen.

Natürlich ist auch nichts dagegen einzuwenden, sich mal zu sagen: Gut, ich kaufe mir jetzt 2 Monate lang kein Buch, weil ich hier noch 10 ungelesene liegen habe und mir dringend einen neuen Kühlschrank (oder was auch immer) kaufen muss.

Es ist von “gelegentlich”, von “ab und zu” die Rede.SuB_Artikel5

Letztlich muss das auch jede/r selbst wissen. Ich prange hier nicht den einzig wahren Weg an, den jede/r zu beschreiten hätte.

Ich erzähle lediglich von MEINEM Weg und meinen Hintergrundgedanken dazu, die ich bisher mehr oder weniger als die allgemeingültige und universal geltende Regel ausgegeben habe! (Ich kann nichts dafür, das haben wir in der Schule gelernt. Es ist ansteckend und nicht mehr zu beseitigen. :))

Was ist also MEIN Weg, um mit meinem FAVORITEN-SuB fertig zu werden?

(Der SuB kann UNMÖGLICH stärker sein als ich. Ich wohne im 4. OG OHNE FAHRSTUHL und bin damit im Training, das kann doch niemand schlagen ;-))

Ich habe mal eine mögliche Liste mit 5 Strategien aufgestellt, wie ich das schaffen könnte.

5StrategienSuBAbbau

1. Meine Kuscheltiere eine SuB-Party auf den beiden Stapeln feiern lassen, in der Hoffnung, dass sie die Bücher für mich lesen.

Das spricht dagegen: Ich habe es ausprobiert, unglücklicherweise zeigte es keinen Effekt und hat den SuB NICHT verringert… :P)

2. Alle Bücher verschenken/verkaufen, dann ist das Problem in Luft aufgelöst.

Das spricht dagegen: Ich bin mir sicher, DABEI würden mir so einige unglaublich gerne helfen wollen, doch irgendwie finde ich das nicht wirklich befriedigend :))

3. Den Stapel in Kartons packen, auf den Dachboden stellen und vergessen, à la: Aus den Augen, aus dem Sinn!

Das spricht dagegen: Wirkt vielleicht auf Zeit, aber irgendwann wird dieser dunkle Fleck aus den Tiefen meiner Gehirnwindungen aufsteigen und mein Leben ruinieren. Ich WEISS es!)

4. Den SuB-Stapel hinter anderen Büchern in meinem Regal verstecken und sie damit vergessen!

Das spricht dagegen: Siehe Begründung bei 3!

5. Step by step: Buch für Buch lesen und den SuB somit langsam, aber stetig reduzieren…

Das spricht dagegen: So einfach kann es doch gar nicht sein, oder?SuB_Artikel3

Fazit:

Wie ihr seht, kann ich diesem fiesen SuB-Stapel nur an den Kragen gehen, indem ich ihn langsam besteige und die fünfte und einzig ernst zu nehmende Strategie versuche. Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg eben zum Prophet.

Wer bessere Strategien als ich hat, ist herzlich eingeladen, sie mir mitzuteilen.

Wer glaubt, dass er/sie buchsüchtig ist, darf sich anonym hier outen, vielleicht finden wir ja eine Lösung (alles ohne Gewähr !)

Und wer überhaupt mal seinen Senf dazugeben mag, darf das tun, aber bitte nur gewürzten!

DAFÜR (den SuB-Stapel) brauche ich aber eure Hilfe!

(Bescheidener ausgedrückt: Ich würde mich über eure Hilfe freuen ;-).)

Wie kam ich überhaupt zu diesen unsinnigen SuB-Gedanken? Es ist ja nicht so, dass der über Nacht aus dem Boden gewachsen ist und bisher habe ich ihn gemäß Punkt 3 und 4 bestens verdrängen können!!

Schicksalshafterweise musste das Buch mit dem Titel “GELÖSCHT” (und das ist der einzige NICHT-Scherz in diesem Artikel!) meine Gedanken auslöschen, so dass ich keine Ahnung hatte, was ich als nächstes lesen wollte.

Normalerweise ist das Buch aussuchen bei mir mit dem Essen vergleichbar. (Holt schon einmal euer Kissen raus, ich hole jetzt seeeeeehr weit aus!!)

Habe ich Appetit auf ein Brot, esse ich ein Brot. Habe ich Appetit auf Salat, esse ich Salat. Habe ich Appetit auf Ungesundes, esse ich Ungesundes. (Es sei denn, mein Kühlschrank ist so leer wie mein Magen und es ist Sonntag. Das ist dann einfach nur fies.)SuB_Artikel4

Das soll heißen:

Habe ich Lust auf eine Romanze, lese ich ein schnulzig angehauchtes Buch und greife an den Schwertkämpfern, Drachen, etc. vorbei.

Will ich Abenteuer, lese ich Abenteuer.

Will ich ein typisches Jugendbuch OHNE Fantasy, greife ich mir das aus dem Buchregal.

Doch nach “Gelöscht” hatte ich keinen neuen Buchappetit. Zumindest keinen gerichteten. Ich hatte Appetit auf alles und damit begann das Drama, der letztlich zu diesem unglückseligen Artikel – den leider du, mein verehrter Leser, schon viel zu lange ertragen und ausbaden musst – führte.

Wie kannst du helfen?Hilfe_SuBAbbau

(Jaja, ich komme auch schon zum PUNKT!)

Sag mir, WELCHES Buch soll ich als nächstes lesen? Gestern entschied ich mich noch spontan für “Survive – Wenn der Schnee mein Herz berührt” von Alex Morel, weil das wandert und flott zur nächsten Leserin muss, doch ohne diese Begründung wäre immer noch Land unter.

Damit ist das Folgeproblem für alle Bücher NACH “Survive” leider auch nicht gelöst, so dass ich nun an euer (windelweiches) Mitgefühl appeliere:

Hinterlasst mir BITTE, bitte einen Kommentar mit mindestens EINEM und HÖCHSTENS drei Buchempfehlungen der sich auf meinem SuB befindlichen Büchern. SuB22

Ich werde jede Woche auswerten, welches Buch die meisten Stimmen bekommen hat und das dann versuchen zu lesen. Wenn die Woche danach noch lang sein sollte, nehme ich mir den Zweitplatzierten vor und danach den Drittplatzierten und so weiter und so weiter. 😉

Das Teil steckt ja noch in den Kinderschuhen und ich bin sicher, ich sollte mal irgendeinen zeitlichen Rahmen festlegen, nur will mir gerade kein sinnvoller einfallen…

Nun doch: Jeden Sonntag werde ich euch von meinen Fortschritten berichten (sofern ich das zeitlich immer einhalten kann ;-)) und unter der Woche habt ihr dann immer Zeit, unter dem neuesten Artikel für ein weiteres Buch zu stimmen! Ich streiche die von mir bereits gelesenen dann immer durch. Das heißt: Ab heute habt ihr eine Woche Zeit, Bücher zu nennen und ab der folgenden lese ich dann immer fleißig…

Klingt das nach einem Plan?

Nach einem MASTERPLAN, würde ich sagen. (Solange jemand mitmacht. Ansonsten ist es ein WASSERPLAN oder wie auch immer ich ihn dann taufen soll ;-))

Auf in den Kampf,

ich hoffe auf eure Unterstützung,

Charlousie

PS: Und damit ich mir mit den Zwängen und den Auflagen und dem Hobby-Gequatsche nicht selbst widerspreche, möchte ich unbedingt noch ergänzen, dass ich komplett ohne Druck an die Sache herangehe und es kein Drama ist, wenn ich das Buch dann doch nicht schaffe ;-).

Wenn ihr denkt, ich habe einen an der Waffel dürft ihr auch gerne mit Obst, wahlweise Gemüse (?) nach mir werfen. Versucht es nur, wird bestimmt witzig, ich sitze geschützt hinter meinem Laptop-Display :P.

Alternativ nehme ich aber auch Liebesbriefe und Schecks per Post entgegen. 🙂

Update:

Nach der ersten Runde abstimmen hat “Breathe” gewonnen, was ich also in dieser Woche zu lesen versuche!!! 😉

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