Rezensionen

Der Rezensions-Spagat und die Schrecken der rosaroten Bloggerwelt

Soll ich oder soll ich nicht?

Ich schreibe diesen Artikel jetzt ganz spontan und ohne großartig darüber nachzudenken. Ich werde keine Nacht mehr darüber schlafen und ich werde ihn nicht auf ewig in meinen Entwürfen vergammeln lassen und jedes Mal, wenn ich ihn sehe denken: „irgendwann mal“, bis daraus ein „der war sowieso zu kindisch und unprofessionell“ wird.

Eigentlich wollte ich meine Gedanken in einer Facebook-Meldung unterbringen. Das habe ich auch getan, bis ich nicht mehr aufhörte und schrieb und schrieb und schrieb. Ich habe gemerkt, ich muss meine Gedanken hier ausführlich mitteilen und nicht nur mal schnell bei Facebook versacken lassen.

Was geht mir im Kopf herum? Was hat es mit dem „Rezensions-Spagat“ auf sich?

Nun, seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Optik von Rezensionen. Überlege, was ich verbessern, was ich streichen, was ich verändern, kurz: was ich „richtiger“ machen könnte. Doch eigentlich ist das doch gar nicht das Problem. Es sind die Inhalte.

Immer wieder lese ich bei Autoren, dass sie sich vor den ersten Leserrezensionen fürchten, manchmal erleichtert und glücklich sind, wenn die ersten begeisterten Stimmen eintrudeln, aber auch tief betrübt, wenn der erste Verriss gesichtet wird.

Wie ich mir selbst ständig ans Bein pinkel

Jetzt werden sich manche zurecht fragen: Aber was hat das mit den Rezensionen zu tun? Eine Menge: Es ist dieses Zittern, die Beklemmung und diese Angst. Sicher, mir pinkelt niemand ans Bein, wenn ich mal eine weniger qualitative Rezension abliefere, weil ich mal einen schlechteren Tag beim Schreiben hatte. Doch es reicht schon, wenn man das selbst übernimmt. Richtig, ich nehme all‘ den anderen die „Drecksarbeit“ und Mühen ab und mache mich selbst verrückt. Woher kommt das? Wann, wie und wo ist das entstanden?

Inzwischen weiß ich es. Inzwischen weiß ich auch, dass es ein wann und wo gibt. Denn als ich 2010 mit dem Bloggen anfing, waren für mich beim Rezensieren nämlich noch ganz andere Gefühle im Spiel. Positive, glückliche, die mich aufleben ließen und mir bestätigten, dass ich gefunden hatte, was mir seelische Befriedigung einbrachte. Klar, ich war oft auch aufgeregt wie ein kleines Kind, wenn ich das Gefühl hatte, es sei mir gelungen, den besonderen Ton einer Geschichte in einer Rezension halbwegs eingefangen zu haben. Meistens passierte nichts und es war niemand auch nur so halbwegs begeistert wie ich. Aber ich war glücklich mit dem was ich tat und wie ich es tat. Ich frage noch einmal: (ja, das ist rhetorisch ;-)) was ist passiert?

Buchblogger: Girlies ohne Gehirn?

Kleine, kritische Stimmen und böse Zungen, die kleine „Samenkörner“ in mein Gehirn pflanzten und die trotz meiner Widerstände wuchsen und wuchsen, bis ich sie nicht mehr loswurde; die sind passiert. Ich rede von verschiedenen Artikeln über die Bloggerlandschaft.

In der FAZ gab es mal einen „netten“ Artikel, der beispielhaft bzw. exemplarisch eine Vloggerin als rosarotes marzipan Girlie „ohne Gehirn“ darstellte. Der Artikel hörte nicht im Kleinen auf, sondern machte im Großen weiter und scherte alle BloggerInnen über einen Kamm.

„Unprofessionell“, „Subjektiv“, „Lächerlich“. Die Assoziation mit Pilzen erschien mir mitunter am brutalsten. Sie suggerierte, dass niemand die Massen an BloggerInnen brauchte und einer wie der andere am Ende anonym versacken würde.

Jedenfalls sind mir solche Begriffe im Gedächtnis haften geblieben. Es war nicht nur die arrogante Art eines Journalisten über uns “kleine Lichter” her zu ziehen. Es waren auch “Hetzen” der BloggerInnen untereinander. Diese unterschwellige “Bedrohung”, die sich teilweise anzubahnen zu schien. Gelegentlich sind sie dann ja auch explodiert und einige schöne Blogs haben “geschlossen”.

Der Verstand und das Herz: Untrennbar miteinander verbunden und doch wollen sie das Gegenteil…

Ich weiß wohl, dass man über diesen Dingen stehen sollte. Was nutzt es mir aber, wenn mein Kopf das sagt und mein Herz genau das Gegenteil glaubt? Wenn es sich daran festklammert, dass meine mühevolle Arbeit umsonst ist und ich in den tiefsten Tiefen meines Inneren eine Überzeugung hege, die ich mich nicht einmal zu denken traue: Dass alle meine Artikel, egal, wie viel Herzblut in ihnen steckt, jeder Satz in meinen Rezensionen, sowieso angezweifelt wird. Dass es am Ende niemanden interessierte, ob ich LeseLust & LeseLiebe nun löschte oder nicht.

Denn eigentlich sind wir BloggerInnen doch sowieso nur gierige Menschen, die gratis Bücher abstauben wollen. Denn in Wahrheit tun wir ja alle nur so nett und verstecken das Messer hinter dem Rücken. Denn in Wirklichkeit fechten wir alle einen rosaroten Krieg, der niemals endet und halb im Verborgenen geschieht. Denn tatsächlich schreiben wir nur Gefälligkeitsrezensionen, denn die Hand, die einen füttert, beißt man bekanntlichermaßen nicht. Es gab in den vergangenen Jahren vieler solcher Artikel, die sich mit ebenjenen Themen auseinandersetzten. Mal mehr, mal weniger sachlich. Mal einigermaßen hilfreich, mal vordergründig hässlich und traurig.

Wer sich den Schuh anzieht, dem passt er auch! – Oder?

Letztlich sind es diese gemunkelten Vorwürfe, die die Unbedarftheit während meiner Bloggeranfänge zerstörte. Ich gebe zu, dass ich mir gerne alle möglichen Schuhe anziehe, ob sie nun passen oder nicht und ob dies nun zurecht ist oder nicht.

Ja, ich habe mich beim Rezensieren dann verbogen. Statt „ich“ zu schreiben und meine ganzen, pathetischen und geballten Gefühle in eine Rezension zu legen, versuchte ich nun sachlich zu sein und schrieb immer öfters: „LeserInnen“. Aber in Wahrheit meinte ich meistens mich damit. Ich merzte die Gefühle aus und legte so viel Sachlichkeit und Neutralität an den Tag, wie ich imstande war aufzubringen. Das soll nicht heißen, dass meine vergangenen Rezensionen nun „kalt“ sind, doch anstatt läppische 15 Minuten, die ich wie sonst durchschnittlich voller Freude beim Schreiben gebraucht hatte, saß ich nun eine Stunde, manchmal zwei und in den schlimmsten Fällen 3 Stunden an einer Rezension; Nur um die Balance zwischen Sachlichkeit und Gefühl zu finden. Nur um herauszufinden, wie viel “ich” und offensichtliche Subjektivität meine Rezension vertragen konnte. Nur um das rechte Maß zu finden, das mich in meinen Augen davor bewahrte, eines dieser „Marzipanherzen“-Girlies aus diesen bösen, bösen Artikeln zu sein. Jene böse Artikel, von denen ich immer wieder annahm, sie hätten ja recht. Irgendwie…

Was ist so schlimm daran, man selbst zu sein?

Warum eigentlich? Was ist so schlimm daran, man selbst zu sein?- Und wenn man sich eben gerne in Lippenstiften, Nagellacken und dergleichen verliert, dann tut man das. Wenn man gerne liest und nebenher von Glitzer und „Marzipan“ spricht, darf man das doch gerne tun. Oder wer legt das fest? Wen das nicht interessiert, der muss sich das nicht angucken oder durchlesen.

Ich habe mich also verbogen, um Maßstäben gerecht zu werden, die irgendwo herumgeisterten, niemals an mich persönlich gerichtet waren und die ich mir wirklich hätte ersparen können.

Bis eben (da schrieben wir noch den 26.03.13! ;-)) war mir das alles nicht so klar bewusst. Doch dann brach gerade beim Schreiben einer Rezension der Damm und es war wirklich so, als würde der Schleier mit einem Mal in Fetzen gerissen und ich könne nun klar erkennen, worin mein „Problem“ lag. Wobei ich mir nicht einmal so richtig über ein Problem im Klaren gewesen war. Ich hatte meine Unzufriedenheit beim Schreiben der einen oder anderen Rezension zwar registriert, aber meine Euphorie von einst kaum vermisst.

Werft die Bedenken über Bord

Doch dann schrieb ich die Rezension zu „Das Haus am Abgrund“ von Susanne Gerdom und warum auch immer, doch ich dachte mir: „Liebe Charlene, wirf deine Bedenken jetzt mal über Bord. Versteck dich nicht hinter ‚man‘, ‚LeserInnen‘ und einer Allgemeinheit, sondern schreibe ICH, wenn du ICH meinst und führe all‘ das ungeschont aus, was du auch denkst!” Es war auf einmal ganz leicht und ich habe eine Rezension geschrieben, die sich beim Schreiben kribbelnd, schön und unglaublich gut anfühlte. Sie muss deshalb nicht jedem gefallen und es muss aus diesem Grunde auch nicht zwangsläufig die Beste sein. Allerdings ist sie schön für mich. Weil ich bei ihr wieder das empfunden habe, weswegen ich mit dem Rezensieren und dann Bloggen anfing.

Auf Facebook hatte ich es so formuliert:

Es ist traurig und wunderschön zugleich. Eben schrieb ich die Rezension zu „Das Haus am Abgrund“ und habe dabei die „professionelle Distanz“, die ich mir vor vieeeeeelen Monaten antrainiert hatte, ignoriert und kam soooo, sooo schön und leicht ins Schreiben, wie bei zig Rezensionen davor nicht mehr. Es war so wie zu meinen Bloggeranfängen, als mir das Rezensieren ultraleicht fiel und ich eine Rezension in ca. 15 Minuten runtergeschrieben hatte und danach dieses beseelte Gefühl besaß und von einer eigenartigen Glückseligkeit erfüllt war…
Was ist das Traurige daran? – Das ich so lange gebraucht habe, um zu erkennen, dass dieses „verbiegen“ in eine Form nichts nutzt und mir dadurch einiges furchtbar erschwert habe. 😥
Doch lieber spät als nie. Jetzt muss ich mir dieses „Den-Gefühlen-ungezügelt-freien-Lauf-lassen“ wieder „antrainieren“ und es ist alles wieder im Lot! 😉


Was möchte ich euch also damit mitteilen? (Sofern jemand bis zum Ende durchgehalten hat! 😛 )

Lasst. Euch. Nicht. Verbiegen. !!!

Denn ihr wisst es besser

Ignoriert spitze Anmerkungen, leichte Anspielungen und dezente Andeutungen oder scharfe Kritiken. Wenn sich alle gegenseitig beschuldigen, man sei nur auf Rezensionsexemplare aus; wenn alle meinen, man schreibe Gefälligkeitsrezensionen; wenn alle sagen, man könne mit seiner stümperhaften Meinung sowieso niemanden erreichen, vergesst das. Denn ihr wisst es besser. Und nur darauf kommt es an.

Tut genau das, womit ihr euch wohlfühlt. Sowohl beim Rezensieren, beim Bloggen als auch in eurem Leben. Identifiziert euch nicht mit Artikeln oder Hetzjagden, die immer und immer wieder aufleben, für Aufsehen sorgen und nach einigen Wochen wieder abebben. Sagt es euch nicht nur, sondern versucht das auch wirklich zu fühlen.

Mir ist die Puste ausgegangen

Es mag jedem dabei anders ergehen, mir hat es aber mehr zugesetzt, als ich gedacht hätte.

Mir ist nämlich allmählich die Puste ausgegangen. Der Witz ist immer noch, dass ich nicht einmal das so genau wusste. Auf eine undefinierbare Art und Weise waberten diese dann doch eher belastenden Gefühle und Gedanken in mir herum, die sich dann vor etwa einer Stunde glasklar herauskristallisierten und vor meinem inneren Augen manifestierten. Jetzt bin ich zuversichtlich, meine Puste nach und nach zurückzuerobern, wenn ich es nur schaffe, die Zweifel, die durch fremde Worte in meinem Kopf gesät wurden, abzutun.

Eines ist aber ganz klar und deutlich:

Professionelle und neutrale (man nennt es auch objektive ;-)) Rezensionen, ihr seid ab heute gestrichen, von nun an steht wieder Gefühl auf der Speisekarte!

Lasst es euch schmecken!


Charlousie

PS: Ich habe den Artikel aus der FAZ gegoogelt, aber ich finde ihn nicht mehr. Einerseits ist es “unprofessionell” (schon wieder dieses Wort!!) ihn als Vorlage zu verwenden, ohne ihn zu verlinken, andererseits kann ich mich auch ganz gut auf mein Gehirn verlassen, denn ansonsten hätte mich solch ein Artikel (so wie einige andere auch) über einen so langen Zeitraum hinweg nicht dermaßen aus der Bahn geworfen. Eventuell werde ich die Verlinkung also noch nachreichen. Eventuell aber auch nicht. Ich schaue mal, was mein Gefühl dazu sagen wird ;-).

Edit, 27.03.13., 12:47 Uhr: Hilfe, ist mein 1. Gedanke, wenn ich die massigen Kommentare bei Facebook und hier sehe. Oha! Immerhin hier habe ich sie jetzt alle gelesen und festgestellt, ich muss euch später darauf antworten, jetzt fehlt mir die Zeit. Doch da sich eine Kommentatorin den Artikel gewünscht hat, verlinke ich nun doch noch einmal auf ihn: >>>böser Link<<<. Danach aber bitte nicht in ein schwarzes Loch fallen!

Edit, 27.03.13., 20:49 Uhr:

Das Abschlusswort zum Abend

Jetzt, da ich alle Kommentare las und auch beantwortet habe, möchte ich euch noch sagen: Ich habe niemals mit so viel Feedback gerechnet. Feedback, der mir auf wundervolle Weise bestätigt hat, dass mein Artikel als auch meine Ansicht gerechtfertigt waren und noch sind. Ich bedanke mich für eure überwältigenden (teilweise mega langen) Kommentare. Eine bessere Bestätigung kann es in meinen Augen nicht geben. Ich freue mich, vordergründig herausgelesen zu haben, dass viele dieses „Problem“ kennen, manche schneller zur Einsicht/Vernunft gelangt sind, wir uns nun aber im Großen und Ganzen darüber einig sind, dass man für sich bloggt, es um den Spaß geht und man dennoch über jede einzelne Leserrückmeldung erfreut ist. ~Tausend Dank euch allen.~

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81 thoughts on “Der Rezensions-Spagat und die Schrecken der rosaroten Bloggerwelt”

  1. Entschuldige meine liebe, aber seit wann sind Rezensionen objektiv? Rezensionen sind immer MEINUNGEN, und MEINUNGEN sind NIEMALS! objektiv! Du kannst doch nicht für andere schreiben wie sie etwas finden, und genau das ist eine Rezension für mich, du kannst das doch nur für dich. Ich kann mir nicht vorstellen das bei dir auch nur einer dachte deine Rezensionen sind es nicht wert gelesen zu werden. Ich hab solche Artikel in ähnlicher Form auch schon gesehen, aber es ist mir egal. Ich schreib die Rezensionen nach wie vor für mich, und mache manchmal nen Autoren oder Verlag glücklich, allerdings schreibe ich auch negative Dinge so wie ich sie empfinde. Und so lange du das auch so tust, solltest du dir da keinen Kopf drüber machen. Ich kann mir allerdings bei keine deiner Rezensionen vorstellen wie du da nur 15 Minuten für brauchst. 😀 Meine sind nicht halb so toll, und trotzdem brauch ich viel länger. LG Cindy

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    1. Entschuldige, das habe ich blöd formuliert, für mich war dabei klar:
      15 Minuten für die Rohfassungen! Also das „Design“ und Korrekturlesen noch einmal extra und das dauert immer unterschiedlich lang.

      Rezensionen/Meinungen sind subjektiv ja, aber sie können schließlich professionell und weniger professionell sein bzw. sind manche scheinbar der Meinung, dass einige die Lizenz oder Qualifikation dazu haben, ihre Meinung in Form von Rezensionen zu äußern und einige eben nicht. Warum auch immer es da nur einen „ausgewählten Kreis“ an Kritikern geben soll, deren MEINUNG 😉 etwas zählt und die der anderen nicht…

      Hmmm, vielleicht tippst du nur zu langsam? 😉 Und von Vergeichen mit „nur halb so toll“ will ich hier mal gar nichts hören!! 🙂

      Liebe Grüße,
      Charlousie

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      1. Wenn ich mir bei einem sicher bin, dann dabei, dass ich sicher nicht halb so schnell nur tippe. Aber ich möchte mich natürlich auch gewählt ausdrücken. *lach* Nein, das ist es nicht. Trotzdem, ich brauch immer ein paar Stunden. Mühsam ist bei mir nur das Grundzeugs abzutippen, der Rest ist ja flüssig, wenn du also nur von Rezension und Fazit ausgehst, dann mag deine Viertelstunde vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht stimmen. Aber ansonsten schaff ich das niemals. Ich wurde ja zum Beispiel auch bei Blogg dein Buch abgewiesen, übrigens die einzige Plattform die mich scheinbar nicht mag. Wieso auch immer, ne Erklärung gibt es ja leider nicht. Das find ich ziemlich dämlich, aber egal, brauch ich auch nicht, bei LB hab ich genug zutun. Und auch einzelne Verlage lassen mich zusätzlich noch rezensieren, oder einzelne Autoren, und die haben nix anderes gesehen. Daher, das ist echt in meinen Augen nur Geschmacksache.

        Nur weil sich einige Leute beruflich mit so etwas befassen, und Journalist heißen, sind sie meiner Meinung nach nicht gleich besser. Hast du dir mal die Kurzrezis auf den Büchern, also diese Art Zitate auf Büchern angeschaut? Ich habe bisher selten eins gesehen das wirklich zutrifft, muss ich leider Gottes sagen. Und nur weil ein großer Autor ein Zitat zu seinem Besten zu einem Buch gab, bedeutet das auch nix, nicht mehr und nicht weniger als bei uns!!!

        Also mach dir nicht so einen Kopf. Du bist eine der Jenigen, wo ich mich frage, wieviele Leute würden sich so eine Mühe machen.

        LG Cindy 🙂

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        1. Hallo Cindy,

          Ich kenn deine Rezensionen noch nicht, aber auf „Blog dein Buch“ würde ich jetzt nicht so viel geben. Ich wollte mich da auch bewerben und hab mir die Bedingungen durchgelesen. Die sind eigentlich nicht einzuhalten (zumindest von mir nicht) und man setzt sich dadurch nur noch mehr unter Druck (den ich auch so schon genug hab, von mir)

          Lass dich nicht unterkriegen. In erster Linie bloggen wir für uns selber, wenn dann noch Jemand mitliest ist gut, wenn nicht auch nicht schlimm. 🙂

          Lg Mel

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        2. Krass. Das hätte ich mit BloggDeinBuch jetzt nicht gedacht. Aber vielleicht ist das ja nur ein „Fehler“? Ich kann mir gut vorstellen, dass ihnen da mal welche passieren, so wie ich meine Eindrücke über die Buchmesse von ihnen persönlich gewonnen habe 😉 (Nette Menschen, aber ich glaube, sie sind für die inzwischen anfallenden Aufgaben einfach zu wenige…)

          Ja, diese Zitate auf den Büchern, die kenne ich. Manchmal treffen sie zu, manchmal aber auch nicht und du hast recht: Letztlich ist es mir egal, ob das nun DER Autor oder DIE Autorin gesagt hat. Manchmal schreckt es mich auch ab, weil ich gerade die Bücher dieses Autors nicht mag 😉 !

          Ich habe mir Mühe gegeben, mir mit diesem Artikel den Kopf freizuschreiben und bisher hat das auch prima geklappt!!

          Viele Grüße,
          Charlousie

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  2. Ein toller Artikel. Ich habe die Rezensionen immer so geschrieben, wie ich es für richtig halte und hoffe einfach da eine gute Mischung aus eigener Meinung und objektiver Sichtweise hinzubekommen. Das mache ich nicht, weil ich denke so muss eine Rezension aussehen. Dass kommt von ganz alleine. es ist meine Art ein Buch zureflektieren. Und ganz ehrlich: Gefühle dürfen nicht fehlen. Die berühren, das will der Autor doch und wenn Du Deine Begeisterung herüberbringst steckt das andere doch an . Was will Autor/Verlag denn mehr? Ich habe den FAZ-Artikel quer gelesen und halte ihn einfach nur für bewusst provokant. Kann er auch sein. Denn ich finde, eine Rezension in der man schreibt, das man etwas nicht mochte oder was sehr mochte, aber nicht begründet warum, nicht aussagekräftig. Ich denke es gibt genug Blogger die eine kritische Sicht haben und das gut herüber bringen. Die Verlage haben längst gemerkt, welche Eigendynamik hinter der Szene steckt. Da kann es noch so viele FAZ Artikel geben. Buchblogger haben ihre Daseinsberechtigung und so viele Blog werden mit viel Liebe geführt. Es gibt Facebookgruppen zum Austausch. Wenn wir uns untereinander in unserer Sprache verstehen, oder auch unsere Leser verstehen, ist die Welt doch in Ordnung. Auf meine frage, was das Problem deutscher Autoren ist( und wir sind Autor der Artikel)sagte mir eine Lektorin: „Die deutschen sind zu verkopft.“ Wir denken zu kompliziert. Muss denn alles hochliterarisch sein? Quatsch! Schrei weiter Deine Rezensionen nach Gefühl. Ich will wissen wie sehr ein Buch berührt hat. Schließlich geht man damit auch eine Reise.
    Wirklich schön, dass Du das Thema so toll aufgegriffen hast. (Und ich hoffe meinen Kommentar kann man noch nachvollziehen, den ich zu später Stunde müde getippt habe) 😉

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    1. Jaaaaa, jaaaa, jaaaa, man kann ihn prima nachvollziehen!!! (Ich bin auch schon SEHR müde und antworte dir jetzt trotzdem schon einmal)
      Liebe Aisling, ich danke dir ganz herzlich für deinen Kommentar. Was du da (so schön und extrem verständlich ;-)) ansprichst, ist ja eigentlich nichts, was man nicht irgendwie wissen könnte. Reflexion ist da ein sehr gutes Stichwort.
      Mit den Daseinsberechtigungen ist das so eine Sache. Ich müsste mich eigentlich Daseinsberechtigt fühlen und größtenteils tue ich das auch, aber dann lese ich solche Artikel und dann bleibt das hängen. Obwohl ich dann glaube, es endlich mal gelöst zu haben, hängt das dann tatsächlich Monate an mir und der Artikel ist von 2011 !!! und ich habe ihn noch immer nicht vergessen können!!! -.- Das ist mein „Verstand-Gefühl“: Problem, ich weiß, dass der Artikel provokant ist, dieser selbstgerechte Tonfall war ja nicht zu überlesen, doch wenn ich den lese, fühle ich mich unglaublich klein. Blöderweise passe ich nämlich GENAU in die beschriebene Zielgruppe, die niedergetrampelt wird. Ich bin im richtigen Alter, verfasse Artikel, die in die genannten Kategorien passen, etc.
      Und dann fühle ich mich während des Rezensierens nicht mehr Daseinsberechtigt und werde frustriert.

      Aber dein Punkt, dass doch alles in Ordnung ist, solange wir uns untereinander verstehen und wir LeserInnen haben, die gerne „vorbeischauen“ und kommentieren, kann ich nur zustimmen. Ich habe das vorher noch nicht bedacht, aber JA, da hast du einfach recht!!!!
      Manchmal kann es doch wirklich so einfach sein!

      Und auch, dass wir Deutschen zu verkopft sind. Traurig, aber wahr. (Jetzt muss ich dauernd überlegen, was wir gegen diese Verkopftheit tun könnten… ;-)) Aber das alleine zeugt schon von einer furchtbaren „Verkopftheit“ :D.

      Und bevor ich mich jetzt ins Bett begebe:
      Danke für dein Lob und deinen ausführlichen Kommentar zu solch später Stunde. Ich habe den Artikel gerne geschrieben, weil auch DAS in seiner eigenen Form reflektierend wirkt und mir Schreiben oft hilft, Dinge zu verarbeiten oder mir so schön sprichwörtlich von der Seele zu schreiben.

      Viele, nächtliche Grüße,
      Charlousie

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  3. Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut. Versuchte lange all meine Rezensionen objektiv zu gestalten****Bewunderte meine Mitblogger um ihre gelungenen Texte(in meinen Augen). Dagegen fand ich meine Rezensionen langweilig und nicht gelungen. Heute schreibe ich nur nach meinem persönlichen Empfinden. Pfeife auf andere, die meinen, mich zerreißen zu müßen.
    Jeder von uns Buchbloggern liest und interpretiert die Bücher verschieden, und das gibt doch verdammt die Vielfalt!!!!!

    P. S.Es hat sich noch nie ein Verlag bei mir beschwert*****

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    1. Liebe Bettina.
      Das habe ich bei dir beispielsweise auch mitbekommen und mir gedacht: Richtig so! Aber irgendwie war ich noch nicht so weit, überhaupt zu merken, dass ich das momentan anders halte oder eben dieses Mittelmaß zu finden versuche, bei dem sowohl Gefühl als auch genügend Distanz zu erkennen ist…
      Ich kann zwar sagen, dass das funktioniert, aber es bereitet in den seltensten Fällen Spaß und es hat einfach vieeeeeeeeel mit Verbiegen zu tun.

      Alles Liebe und Gute Besserung an dich!!
      Charlousie

      PS: Bei mir hat sich auch noch kein Verlag, ein Autor oder jemand anderes beschwert. 1-5 mal ungefähr wurde mal an meiner Sternchenvergabe gemäkelt, weil es wohl anhand der Rezension nicht nachvollziehbar gewesen sein soll, weshalb ich die Sternchen so vergab, wie ich das tat. Naja, ich suche das in meinen 400 Rezensionen nicht extra. Finde das nicht so schnell.

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  4. Schöner Artikel.
    Leider denken sehr viele Blogger ihre Rezensionen müssten „professionell“ sein, aber ich sehe da weder den Bedarf noch die Möglichkeit. Blogger sind nun einmal in der Regel Laien, die einfach Spaß daran haben, ihre Gedanken über Bücher niederzuschreiben. Und das finde ich absolut gut so.
    Sachlichkeit ist übrigens etwas, das es bei Rezensionen nie wirklich geben kann. Auch nicht bei den Profis in den Feuilletons. Die meiden vielleicht das kleine Wörtchen „ich“, aber ansonsten sind die von Sachlichkeit oft weit entfernt, Verrisse dort teilweise „böser“ als in der ständig um Objektivität bemühten Bloggerwelt.
    Ich gebe zu, lasse mich gerne auch mal über Bücher aus, die ich nicht mochte und das wird dann auch nicht schön-diplomatisiert. Andersherum darf der Blogger auch gerne emotional und euphorisch sein, wenn er ein Buch geliebt hat und das mitteilen möchte. Wir sind eben nicht professionell und sachlich, aber ich denke, da liegt auch die Stärke der Bloggerwelt. Denn wir schreiben quasi von Lesern für Leser und haben daher eine viel geringere Distanz als die Profis in Zeitungen. Was uns der Herr, der den „netten“ FAZ-Artikel geschrieben hat, vielleicht ein wenig übel nimmt oder sogar neidet. Anders kann ich mir dieses arrogante Geschwafel, das von Schwarz-Weiß-Denken zeugt, nicht erklären…

    Also schreib deine Rezensionen wie es dir gefällt. Es werden bestimmt trotzdem viele gerne lesen.

    LG

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    1. „Diplomatisiert“ – Das merke ich mir!! *notier*.
      Ich kann dir zustimmen. Auf der Buchmesse hat ein Verlagsmitarbeiter auch gemeint, die Zusammenarbeit mit Bloggern sei deshalb wichtig, weil wir LeserInnen sind und somit direkt an den LeserInnen „DRAN“ sind. Es gibt keine „professionelle Distanz“ mehr dazwischen.
      Wenn man nur immer und ständig daran denken würde…
      GLG

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  5. Hallo Charlousie,

    ein Problem das wohl alle Blogger einmal trifft! Eigene Meinung..nicht eigene Meinung kundtuen. Es ist schwierig , deshalb auf der eine Seite , ich bin ehrlich , als normale Leser/Käuferin ist es schon etwas gemein oder man wird neidisch auf die Blogger …wenn man liest wieder ein Rezi-Buch von dem und dem Verlag bekommen usw.

    Denn ich muss mir jedes Buch kaufen…O.K.

    Aber auf der anderen Seite sehe ich auch , dass jede Menge arbeit darin steckt und Verantwortung/Ängste/möglicherweise auch Selbstzweifel wie man eine gute/gerechte Rezi hin bekommt. Eine schwierige Sache und einen nicht unerheblichen Vorteil sehe ich für mich persönlich auch, denn manche Blogger-Rezi rettet den Normalleser so schon vor einen möglichen Fehlkauf …und das ist doch auch was bei der Unmenge an Büchern oder?

    LG..Karin…

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    1. Hallo Karin, wenn du Zeit für sowas hast (also zeitnahes Lesen bei einer gemeinsamen Leserunde), geh doch zu Lovelbooks! Dort wirst du ganz oft die Chance erhalten, ein Reziexemplar zu erhalten! Ich war auch total erstaunt, als ich mich dort angemeldet habe und habe seitdem schon oft Bücher bekommen.
      Ich habe seit Kurzem auch einen Blog, aber just for fun, nicht um noch mehr Gratisbücher abzustauben oder so. 😉 Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn Verlage und Autoren einem die Bücher quasi unaufgefordert schicken. Möchte ich aber irgendwie auch nicht, weil ich mir für ein Buch und eine Rezension Zeit nehme, und bei manchen Blogs, wenn ich da so die Neuzugänge sehe, die es dann auch rezensieren gilt, frage ich mich, wie das zeitlich möglich ist. Und bei mir würde da der Spaß am Lesen irgendwann auf der Strecke bleiben. Außerdem möchte man doch das gute Gefühl haben, dass man den Büchern dann auch gerecht wird und sie nicht nur „ablesen“.

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      1. Hallo Bianca,

        nun der Zug für den normalen Leser/in ohne Blog und Facebook ist auch bei LB schon lange abgelaufen….

        Von den zu verlosenden Bücherkontingent wird jetzt immer schon etwas für Blogger ab gezwangt. O.K., ist ja auch klar, denn dann gibt es zusätzlich noch mal eine Werbemöglichkeit über den jeweiligen Blog. Denn die bei LB sind ja nicht dumm.
        Ich als einzelne Person kann auf LB oder Amazon etwas weitere Werbung machen, aber jemand mit Blog ist doch noch mal eine Nummer besser.

        Du bist noch neu in der Bloggerwelt,O.K. da gibt es viele Autoren/Verlage die es wirklich so machen….

        Das etwas neidisch sein, kannst mir trotzdem hoffentlich verzeihen. Denn ich sehe auch die Schattenseiten des Bloggens und wie hat jemand mal in einer Rezi sich so schön ausgedrückt…das Lesen des Buches war verschwendete Lebenszeit…

        Und davon könnt Ihr Blogger mich bewahren ebenso vor Fehlkäufen , was mich wiederum ins Reine mit dem Gratisbücher bringt.

        LG..Karin…

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      2. Hallo Bianca,
        mir ist das auch noch nicht passiert, dass ich einfach so Rezensionsexemplare bekommen hab. Bei Rezensionsexemplaren setzt man sich selber auch sehr unter Druck, da man es ja auch Zeitnah erledigt haben möchte.
        Lg Mel

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    2. Hallo Karin,
      ich blogge ja auch, aber zum Glück hatte ich noch keine merkwürden Äußerungen zu meinen Rezis. Allerdings erwähne ich auch nicht, dass es sich um ein Rezensionsexemplar (meistens zumindest) handelt. Es tut ja eigentlich auch gar nichts zur Sache, ob ich das Buch gekauft oder geschenkt bekommen habe. 😉
      Lg Mel

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      1. Hallo tigger,

        was meinst Du , denn mit merkwürdigen Äußerungen zu Deinen Rezis. Ich kann Dir da nicht ganz folgen….

        Vielleicht liegt gerade darin, dass Problem, denn wer hat so viel Geld um sich jedes Buch selber zu kaufen , also ich ehrlich nicht.

        Ja und damit fängt die Schattenseite an geschenktes Buch , wie schafft oder schafft ich es nicht als Mann/Frau eine objektive Rezi auf die Beine zu stellen vor diesem Hintergrund.

        Das empfinde ich als Schattenseite des Bloggens und da bin ich dann kein bißchen neidisch.

        LG..Karin…

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        1. Hey Karin,
          damit war gemeint, dass mich noch keiner blöd von der Seite angemacht hat, so nach dem Motto „ich schreibe nur liebgemeinte Rezis“ und einigen Bloggern wurde ja auch per Mail gedroht und so. So was ist mir bisher erspart geblieben, d.h. keiner hat mich beschimpft. Egal ob ich positiv über ein Buch berichte oder eben nicht. Keiner sagt, „die wurde „gekauft“ und hat deshalb das Buch gemocht“. Ich schreib aber auch nicht dabei, ob ich das Buch geschenkt bekommen habe oder selber gekauft. (in seltenen Ausnahmen bedanke ich mich in der Rezi für das Buch).

          Ich hoffe, ich konnte deine Frage jetzt besser beantworten. Manchmal fällt es mir sehr schwer, dass was ich denke auch so auf dem „Papier“ auszudrücken.
          Lg Mel

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    3. Liebe karin!
      Auch wenn es nicht jede/r Blogger kundtut, glaube ich, dass sich ziemlich viele damit beschäftigen, denn man muss sich ja quasi bei jeder Rezension von vorne damit auseinandersetzen, wie der Aufbau aussehen soll, welche wichtigen Punkte man wie nennen möchte.
      Aber genau das ist mein Problem. Wenn ich das alles nicht überlege, wird es am Besten. Ich schreibe einfach „irgendwie“ und danach wird es sortiert und für alle anderen leserlich zurecht- und feingeschliffen.

      Es gibt auch Bücher, denen stehe ich komplett neutral gegenüber. Ich fand sie weder richtig schlecht, noch richtig gut und bei denen weiß ich selten, was ich schreiben soll. Das ist dann harte Arbeit, mir Pro & Contra Punkte zu überlegen und dann daran festzumachen, wieviele Sternchen bzw. Wölkchen (meine neuen Bewertungen ;-)) ich nun vergeben werde…

      Ich kann dich sehr, sehr gut verstehen, dass du da manchmal neidisch bist. Aber es ist gut, dass du die andere Seite sehen kannst und weißt, dass du nicht so viel „Lebenszeit“ an schlechte Bücher verschwendest und auch nicht unter Druck bist, alles zu lesen. Obwohl ich das ja auch nicht immer bin. Denn nicht jedes meiner Bücher ist ein Leseexemplar, das mich zum Lesen verpflichtet.
      Und Danke, dass du das mit den Wegweisern so siehst. Letztlich könnte dir auch ein Buch gut gefallen, dass VIELE schlecht bewerteten, aber die Wahrscheinlichkeit ist da dann eher gering. Tatsächlich gibt es aber keine einwandfreie Garantie, was Geschmäcker und mögen und nichtmögen angeht…

      Viele, liebe Grüße,
      Charlousie

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      1. Hallo Charlousie,

        genau so sehe ich das „Ihr Blogger“ seit die Wegweiser im Urwald der Bücher/Verlage usw.

        Und bei den vielen Blogs , ich glaube es werden auch immer noch mehr zumindest gefühlt habe ich ja auch eine gute Auswahl. Dann schaue ich mir halt verschiedene Blogs an, denn meistens wenn es was aktuelles ist hat jeder Blog das Buch dann auf dem Schirm und entscheide dann , ob ich es kaufen mag oder nicht.

        LG..karin…

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  6. Hallo Charlousie,

    ein interessanter Beitrag! Ich bin ja neu in der Welt der Bücherblogs. Vorher hatte ich auch schon private Blogs. Man muss immer davon ausgehen, dass man nur für sich oder superwenige Leute schreibt und der Blog keinen Anklang findet. Aber ich glaube, die meisten Blogger stört das nicht, denn die meisten werden wohl keinen Blog aufziehen, um damit berühmt oder reich zu werden. Man will halt irgendwie eine Möglichkeit haben, sich über Themen auszulassen, die einem wichtig sind mit der Möglichkeit, Feedback zu erhalten. Über Qualität lässt sich meinetwegen streiten, aber wie du geschrieben hast – man zwingt doch niemanden, dass er den eigenen Blog lesen muss! Ich lese z. B. keine Modeblogs, aber dafür gibt es massenweise begeisterte Leser.
    Würde mich freuen, wenn du den Artikel nochmal auftreibst, das interessiert mich doch sehr. Was für ein arroganter Schreiberling muss das gewesen sein. Bildet sich vermutlich mords was darauf ein, dass er/sie es bis zu einer renommierten Zeitung geschafft hat und die Blogger nicht. (Ich persönlich hatte jedoch sowieso noch nie den Wunsch, Journalistin zu werden und blogge nur aus Lust und Laune.)
    Ich hatte auch in meinem Blog kurz das Thema angerissen, dass ich mich unwohl damit fühle, eine schlechte Rezension zu schreiben, wenn ich weiß, der Autor liest das auf jeden Fall. (Aktuell, weil ich in einer Leserunde mitmachte, die von der Autorin moderiert wird.) Ich bekam von allen Kommentatoren die Antwort, dass es nichts bringt, sich zu verbiegen. Und das stimmt auch. Meine Rezension fiel dann nicht so gnädig aus, und ich werde im Gegensatz zu den anderen LR-Teilnehmern, die 5 Sterne vergeben haben, wohl keinen Kommentar der Autorin kriegen „Ui, vielen Dank für die tolle Rezension!“, aber damit muss ich leben. Mir tut es auch leid, da ich weiß, dass ein AUtor viel Zeit und Herzblut in ein Buch steckt, und dann komm ich daher und schreibe, dass es mir nicht gefällt. Aber das ist nunmal Sinn und Zweck von Rezensionen, dass jeder eine eigene Meinung kundtut. Mir ist schon öfter bei Leserunden, die vom Autor begleitet wurden, aufgefallen, dass viele einfach nur die Rezi strecken, indem sie den ganzen Inhalt breittreten, um dann nur noch kurz Dinge zu schreiben wie „Ich fand das Buch total witzig.“ Das ist total nichtssagend. Klar freut sich der Autor dann, dass er bei Amazon wieder 5 Sterne mehr hat für die Statistik, aber nützt es demjenigen etwas, der eine Kaufentscheidung fällen muss?
    Ich denke, so lange man fair und höflich bleibt, hat auch eine schlechte Bewertung ihre Daseinsberechtigung. Ich habe mal ein Buch förmlich zerrissen, nur um dann zum Schluss noch zu schreiben, dass ich trotzdem eine Kaufempfehlung abgebe, weil das Buch sehr polarisiert und sicherlich viele Leute es ganz anders auffassen als ich. Ich würde nie schreiben: „Oh Gott, Finger weg von diesem Buch, das ist so ein Schrott!“ Und jeder potentielle Käufer muss sich klar sein, dass Meinungen subjektiv sind und am Ende selbst die Entscheidung treffen.

    LG, Bianca

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    1. Hach ja.
      Modeblogs, stimmt, die gibt es ja auch noch! 😉 Um mal vom Thema abzukommen: Manchmal gucke ich da ein bisschen, um dann jedes Mal festzustellen, dass das eigentlich nichts für mich ist. 🙂

      Zurück zum Thema:
      Was du mit den Leserunden beschreibst, das kenne ich auch. Mir tut es dann sehr leid, wenn mir das Buch nicht gefällt, ich den/die Autor/in aber total nett fand, aber man kann es nicht ändern und es hilft einem Autor ja auch, wenn er sich durch Kritik verbessern kann. Ausschließliche Lobeslieder nutzen letztlich auch nichts…
      Und Rezis mit Inhalt strecken. Jaa, jaaa. Manche benutzen den Inhalt prinzipell sehr als Hintergrund zum Rezensieren und beschreiben ihn recht ausführlich, aber auf eine Art und Weise, die trotzdem noch eine fundierte Meinung ausdrückt. Nur „strecken“ ist wirklich unschön und auch eine Rezension, die, wie du sagst, wenig aussagekräftig ist…

      Stimmt. Oft gefallen mir Geschichten auch nicht, bei denen ich aber vermute, dass so einige das anders sehen dürften. Und das schreibe ich dann auch nach dem Motto: „Selbst probieren geht über Studieren“.

      Die Sachlichkeit und die Begründung, warum etwas gut oder schlecht war, die ist einfach wichtig. Ansonsten muss man individuelle gucken, was einem beim Schreiben und Beurteilen liegt und was nicht!

      Ich wünsche dir noch einen schönen Abend,
      Charlousie

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  7. Ich denke, man sollte sich klar werden, was man will mit seinem Blog, welchen Anspruch man hat und welches Publikum. Nun die „sachlichen“ Blogs zu verurteilen und ihnen zu unterstellen, sie seien Gefälligkeit und zurechtgebogen, nicht echt, wäre in meinen Augen schade, es verhärtet Fronten und bringt wenig.

    Ich persönlich unterscheide zwischen Leseberichten, Lesegefühlen und Buchrezensionen/Buchkritik. Während das eine persönlich, locker, flockig, mit Gefühl daherkommt, sollte das zweite in meinen Augen eher sachliche Komponenten beinhalten. Gefühl bringt man dabei nie weg, Objektivität ist in Bezug auf Strukturmerkmale durchaus möglich, nicht aber dabei, ob das Buch einen nun anspricht oder nicht.

    Wenn ein Buch grobe formale/stilistische Fehler enthält, unschlüssig im Aufbau ist, kann ich das durchaus objektiv anmerken. Die Aussage: Das Buch ist langweilig, schlecht ist aber sehr willkürlich, weil es die momentane Haltung des Lesers betrifft.

    Dein Blog hat eine Lesegemeinde. Die mag dich so, wie du bist, das hängt auch an dir. Also sei wie du bist und mach dein Ding. Und vor allem: Hab Spass daran. Es bringt doch nichts, so viel Arbeit in etwas zu stecken, dass dir unterm Strich nicht mehr gefällt, nur weil du denkst, ALLEN gefallen zu müssen. Das wirst du eh nie. Die Gefahr besteht aber, dass du durchs Verbiegen denen nicht mehr gefällst, die dich ehrlich als dich selber mögen. Und der Verlust ist grösser als der verlust derer, die nur eine Hülle, einen oberflächlichen Schein mögen. Auf die wirst du nie bauen können. (Lektion eines bei mir schon langen Lebens 😉 )

    Ich erinnere mich an den FAZ Artikel. Klar mag er schmerzen. Er verurteilt etwas, das viele Menschen mit Herzblut und Freude machen. Nur muss man auch sehen, in welchem Zusammenhang er steht. Der Journalisti ist wohl doppelt so alt wie die meisten der Vlogger. Er hat einen ganz anderen HIntergrund und eine andere Herangehensweise an Bücher, auch ein anderes Publikum in der FAZ (meistens, es überschneidet sich natürlich schon). Ich bin ja nun auch schon ein älteres Semester, ich habe mir einige solcher Youtubefilme angeschaut und mich sprach keiner an. Sie waren mir zu lockerflockigflapsig und unprofessionell. Aber sie sprechen ganz viele Menschen an, die genau so drauf sind, die sich so zum lesen animieren, die Freude empfinden, wenn sie es sehen. Wer wäre ich also zu sagen, sie sind schlecht? Sind sie doch nicht. Sie sind, wie sie sind. Sie sprechen einige an, andere nicht. Und wenn es Spass macht, sie zu drehen, go for it.

    Nun bin ich mal wieder sehr ausführlich geworden, meine Krankheit. Eigentlich wollte ich nur sagen: Ich finde toll, dass du zu dir zurückgefunden hast. Ich wünsche dir von Herzen, dass du da bleiben wirst.

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    1. Hallo cosima1973,

      ich würde jetzt auch nicht so weit gehen und behaupten, dass alle sachlich ausgedrückteren Rezensionen etwas mit verbiegen zu tun haben. Ich selbst muss mich für Sachlichkeit verbiegen und bin generell emotionaler veranlagt. Aber andere würden sich bei mehr Emotionen verbiegen müssen. Genauso ist das auch bei Reportagen in Zeitschriften. Manche sind richtig lebhaft und sehr auf der Gefühlslage des Verfassers, manche sind staubtrocken. Das muss nicht schlecht/er sein, ist einfach immer eine Geschmackssache.

      Übrigens aber Danke für deinen Ansatz, den ich sehr interessant und spannend finde. Gerade im Bezug auf die Buchkritik, Leseberichte und Lesegefühle!

      Die Lektion deines schon sehr langen Lebens leuchtet mir vollkommen ein. Besonders, dass man es tatsächlich NIE allen wird gerecht machen können. Das ist der Lauf der Dinge. Autoren geht es da ja genauso. Sie können gar kein Buch schreiben, dass ALLE ausnahmslos lieben. Das geht nicht.

      Die Youtubefilme sind auch nichts für mich. Das liegt gar nicht mal an den Inhalten, sondern vielmehr daran, dass ich dann lieber Rezensionen lese, als den Menschen zuzuhören, während sie das Buch in die Kamera halten. Manchen liegt es eben und manchen nicht.

      Deine Krankheit mit dem vielen Schreiben kenne ich nur allzugut. Das Gen, mich kurz zu fassen, ist bei mir wohl ausgeschaltet oder nie ausgebildet worden ;-)!

      Was ich also eigentlich auf deinen Kommentar antworten wollte:
      D A N K E S C H Ö N, gerade auch für deine Ansichtsweisen und dein Abschlusswort!

      Alles, alles Liebe,
      Charlousie

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  8. Ich finde es schade, dass du (und viele andere Blogger) dich selbst so unter Druck setzt. Aber schön zu hören, dass du es erkannt hast und nun dagegen vorgehst 🙂

    Klar, die meisten von uns haben wohl an sich selbst den Anspruch, möglichst professionell zu rezensieren. Als ich zum ersten Mal für die Seite dystopischeliteratur.org rezensiert habe, hatte ich zuerst auch Bedenken, denn der Macher hat Literatur studiert und seine Buchbesprechungen haben sich natürlich ganz anders als meine „plumpen“ Rezis gelesen. Aber hey, wenn ich eine professionelle Buchbesprechung lesen will, dann kann ich im Feuilleton blättern. Auf Blogs aber ist mir gerade die persönliche Meinung wichtig, denn da habe ich echt das Gefühl, da sprechen Mädels wie du und ich. Und auf deren Meinung gebe ich wesentlich mehr als auf eine wissenschaftliche Analyse. 🙂

    Ich hoffe, auch andere BloggerInnen nehmen sich deinen ehrlichen Artikel zu Herzen und sehen das Rezischreiben nicht mehr so verbissen. Immerhin ist das hier unser Hobby.
    Und wenn ich mal eine Rezi abliefere, die stylistisch nicht super ist, oder wenn meine Meinung dem Verlag, anderen Lesern etc. nicht gefällt – wen juckt das? Ich jedenfalls nehme mir das (meistens) nicht sonderlich zu Herzen. Denn wie du selbst geschrieben hast, ich werde mich nicht für andere verbiegen.

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    1. Wieder ein Kommentar, den ich so unterschreiben kann und der mir zeigt, dass es nicht nur mir so geht und mir deshalb zeigt, dass sowohl mein Artikel hierrüber als auch meine „Erkenntnis“ die richtige ist!

      „plump“ ist auch ein treffendes Wort, wenn man „richtige“ Literaturkritiken und Rezensionen von Bloggern vergleicht. Aber andererseits, warum tut man das auch? Es sind verschiedene Medien und an diese werden verschiedene Ansprüche gestellt und deswegen ziehen sie auch einen ganz anderen Leserkreis an.

      LG,
      Charlousie

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  9. Liebe Charlouise,

    du sprichst mir mit diesem Artikel aus der Seele, denn genau dieses Problem habe ich manchmal auch, was man auch daran sieht, dass die Rezensionen auf meinem Blog extrem abgenommen haben…

    Ich muss dann immer daran denken, was ich als Deutschlehrerin den SchülerInnen bezüglich Rezensionen sage und frage mich dann immer, ob es wirklich so falsch ist, einfach die eigene Meinung, sei es positiv oder negativ zu sagen.

    Dein Artikel tut mir gerade gut und macht auch wieder Lust, endlich mal ein paar Rezensionen zu schreiben, die auf meiner Liste stehen.

    Immerhin können auch nur Rezensionen mit Emotionen etwas vermitteln, denn ich selbst möchte eigentlich auch keine sachlichen Rezensionen lesen, denn sie helfen mir in meiner Kaufentscheidungen absolut nicht weiter! Nur, wenn ich bei jemandem die Emotionen, die er/sie beim Lesen verspürt hat, auch in der Rezension spüren kann, dann weiß ich, ob ich das Buch möchte oder nicht.

    Ich wünsche dir einen wundervollen Tag!
    Liebe Grüße,
    Anna-Lisa

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    1. Meine liebe Anna-Lisa!

      Natürlich freue ich mich über den ganzen Zuspruch, den ich bisher bekommen habe, aber besonders schön ist es, zu wissen, dass man jemandem damit helfen konnte, den man nun schon so lange via Netz „kennt“ und mit dem man sich mehr oder weniger regelmäßig schreibt und mit dem man einfach eine gemeinsame Basis gefunden hat.

      Also: Ich wünsche dir, dass ich bald ganz viele Rezensionen bei dir lesen darf und du SPASS, SPASS, SPASS beim Schreiben haben wirst!!

      Aber der Konflikt als Deutschlehrerin ist auch noch einmal ein ganz anderer. In der 6. Klasse habe ich in der Schule gelernt, wie man eine Rezension schreibt und das ist auch meine aller 1. Rezension gewesen. Zu „Indigo“ von Helen Dunmore. Dort war es wichtig (wie du bestimmt wissen wirst ;-)) NEUTRAL zu bleiben, KEINE Spannung aufkommen zu lassen, das Ende bei der Inhaltsangabe zu verraten etc. Mir leuchtet das ja bis heute nicht ein, warum das bei Schulrezensionen so sein muss 🙂

      Was ich damit sagen will: Ich kann verstehen, dass du da dann in einen Konflikt gerätst. Unser Nachbar ist Deutschlehrer und meinte neulich (es ist zwar ein anderes Thema, aber es kommt auf dasselbe heraus): er hat während der Klassenfahrt diese richtig schlecht gemachte Stadtführung auch nicht leiden können und am Liebsten selbst mit seinem Handy gespielt und es hat ihn absolut genervt, dass er seine SchülerInnen ermahnen musste, das Hansyspielen sein zu lassen.
      Es ist der Konflikt, Menschen etwas zu „predigen“ und zu wissen, dass man es entweder dort und dort selbst nicht einhält bzw. eigentlich dagegen ist….

      Mich macht es zumindest enorm glücklich, wenn ich dir mit meinem Artikel etwas Gutes tun konnte!!

      Ich wünsche dir auch noch einen schönen, schönen und tollen Tag/Abend,
      Charlousie

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      1. Hi Charlouise!

        Danke!

        Genau das ist es! Ich bringe Kindern & Jugendlichen bei, dass sie neutral bleiben sollen und kann und will es selbst nicht…ich verstehe auch, warum sie es so in der Schule lernen sollen, es hat auch viel damit zu tun, dass sie sachlich schreiben lernen, weil genau das ja an der Uni gefordert wird.
        Aber ja…es fällt mir schwer, mich dann selbst daran zu halten.

        Solche Konflikte habe ich als Lehrerin dauernd…*augenroll* Ich sage nur Pausenaufsicht…es gibt da Dinge, die ich als Schülerin nie kapiert habe und es fällt mir dann schwer, SchülerInnen deshalb zu rügen…*kopfschüttel* Und das mit der Stadtführung ist da auch eins ehr gutes Beispiel!

        Hast du! 🙂

        Danke, dir auch!
        Liebe Grüße,
        Anna-Lisa

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        1. Okay, das leuchtet mir wiederum ein, zu lernen, sachlich zu schreiben. Aber solange man da zwischen Beruf und Privatem unterscheiden bzw. switchen kann, ist es noch in Ordnung.
          Aber wie gesagt, ich verstehe, dass das im Grunde genommen blöd ist, weil man es eigentlich anders sieht.

          Manches Mal habe ich auch schon überlegt, ob ich Lehrerin werden möchte, aber da spüre ich ganz genau, es wäre „nur“ ein Plan B. Die Ziele, die ich habe, kann ich mit etwas Glück und noch Zeit und Arbeit erfüllen und dann werden sogar meine Träume wahr!

          Zurück zum Thema: Ich schreibe jetzt einfach noch einmal, dass ich mich sehr über deine Freude freue und hoffe, dass es dir zukünftig leichter fällt, einen Strich zwischen Beruf und Privatem zu ziehen, damit es dich nicht immer ins Stolpern bringt!

          Viele Grüße,
          Charlousie

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        2. Ja, finde ich auch!

          Ach ja…davon fange ich hier jetzt lieber nicht an…;)

          Es wird schon gehen…ich muss beim Schreiben einfach nur los lassen.

          Viele liebe Grüße,
          Anna-Lisa

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  10. Ich sage nur ganz kurz und knapp: Genau so ist es, unterschreibe ich so wie es da steht. Aber stand das wirklich jemals zur Diskussion? Rezensionen = objektiv? Nein, das sind immer subjektive Meinungen. Ich musste eben wirklich schmunzeln, bei deinem „Ich schreibe immer öfter Leserinnen anstatt ‚ich‘ zu schreiben“ genau das sagte mein Mann vor einigen Tagen auch, als er eine meiner Rezensionsrohfassungen durchlas. Schatz, schreib „ICH“ es ist deine Meinung, dein Gefühl also steh dazu! Und genau damit hat er recht…

    Schön, dass du zu deinem „Ich“ zurückgefunden hast ♥

    Allerherzlichste Grüße
    Sandra *knuddel*

    PS.: Wir müssen uns unbedingt irgendwann mal kennenlernen, live meine ich!

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    1. Liebe Sandra *zurückknuddel*,
      das ist ein witziger Zufall, der mich jetzt auch hat Schmunzeln lassen 🙂

      Dein Mann hat aber recht ! 😉

      Allerherzlichsteleselustigemega Grüße,
      Charlousie

      PS: Ich weiß schon, was du meinst und ich bin mir sicher, dass wir das mal realisieren können! Spätestens auf einer Buchmesse.

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  11. Liebe Charlousie,

    Ich schreibe jetzt erst und lese dann die Kommentare zu deinem Artikel, also sei nachsichtig 😉 wenn ich einiges wiederholen sollte. 🙂

    Ich hab mit dem bloggen ungefähr zu der Zeit angefangen, als es diese ganzen unschönen Sachen zu lesen gab. Also Urheberrecht von Cover, Blogger vs. Blogger, Blogger vs. Autor und umgekehrt, die Autoren klauen bei Autoren und Blogger bei Blogger usw. Ich dachte dann, (ich hatte meinen Blog ungefähr 3 Monate oder so) „ok, wenn sich alle an die Gurgel gehen, kann ich auch gleich wieder aufhören“. Ich hatte dann in einer meiner ersten Gruppen überhaupt diese Bedenken genannt und die Leute da haben mir fast den Kopf abgerissen, als ich es auch nur in Erwägung gezogen hab. Sie mochten (mögen) was und wie ich schreibe und zwar eben weil ich mich nicht verbogen habe. Ohne die Unterstützung von den Autoren und anderen Bloggern dieser FB-Gruppe, hätte ich alles nach einigen Monaten wieder hingeschmissen.

    Ich freue mich sehr für dich, dass du es jetzt gemerkt hast und wieder zur „alten“ Form aufläufst. Behalte das bloß bei. Es ist wichtig seine Meinung so zu schreiben, wie man empfindet und nicht wie es vielleicht gewünscht ist. Man sollte trotzdem sachlich bleiben und die Autoren nicht beleidigen oder so. Wenn mir zum Beispiel ein Buch nicht gefällt, dann schreibe ich nicht, „das Buch ist sch…..“ sonder sage viel mehr, „meins ist das jetzt nicht so, aber es gibt genügend Personen, denen das gefällt“.

    So jetzt hab ich genug gesagt (und dein Artikel ist echt lang, aber ich hab ihn zu ende gelesen ;-))

    Lg Mel

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    1. Abend Mel!

      Ich hätte auch das Handtuch geworfen, hätte LeseLust & LeseLiebe zu diesem Zeitpunkt das Licht der Welt erblickt. Damals habe ich es „nur“ nicht getan, weil ich den Spaß am Bloggen bereits so unermesslich schätzen gelernt hatte und nach bereits einem Jahr nicht einfach „aufgeben“ wollte.
      Und hier bin ich und bin froh, (so wie du) weitergebloggt zu haben.

      Ich bin jedenfalls froh, dass du deine Facebook-Gruppe gehabt hast, denn ich würde dir nachträglich auch immer noch den Kopf abreißen, würdest du das Aufhören in Erwägung ziehen!! 😉

      Du hast dich auch nicht wiederholt und selbst wenn, das macht gar nichts. Ich wiederhole mich allmählich nämlich auch immer und immer wieder hier.

      Ich denke, wir haben das ansonsten ja bereits „geklärt“ und ich bedanke mich noch für deinen langen Kommentar und dein Durchhaltevermögen beim Lesen!!

      Einen tollen Abend und eine noch tollere Restwoche wünsche ich dir,
      Charlousie

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      1. Guten Abend Charly,
        (ich kürze jetzt mal ganz frech deinen Namen ;-))
        Danke für diese tolle Antwort auf meinen Kommentar. Ich danke dir auch dafür, dass du mir den Kopf reißen möchtest, sollte ich aufhören wollen. Ich freue mich immer noch wie ein kleines Kind so was zu hören. Ich hab den Blog zwar nur für mich eröffnet, aber ich freue mich trotzdem so etwas zu hören. Da weiß man dann auch, dass man doch nicht nur für sich schreibt.

        Ich wünsche dir auch noch eine tolle Restwoche. Ich hab nur noch morgen.

        Lg Mel

        P.S. So lang er mein Kommentar dann doch nicht. Als ich den geschrieben hab, hatte ich die anderen ja noch gar nicht gesehen geschweige denn den Inhalt gelesen. 😉

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        1. Ach was!
          Es ist ja nicht nur die Quantität 🙂
          Ist Charlousie so lang? :P.
          Charly, das war früher immer mein Spitzname (manchmal immer noch) ulkig, dass du darauf kommst.

          Ich freue mich auch immer noch, wenn mir jemand so etwas sagt. Denn ja, hauptsächlich macht man das für sich und gleichzeitig nein, irgendeine Rückmeldung braucht man dann doch, sonst könnte man auch alles in Word-Dokumenten oder in Tagebüchern etc. verschimmeln lassen…

          Viele Grüße,
          Charlousie

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        2. Das ist ja wirklich lustig. Ja Charlousie war mir zu lang.

          🙂

          Stimmt, man braucht Feedback, deshalb bin ich immer froh, wenn jemand was dazu sagt. 🙂

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  12. Hallo Charlousie,
    ich finde es schön und sehr gut, dass Du zu Dir zurückgekehrt bist. Schließlich steht beim Bloggen egal in welcher Richtung in erster Linie der Spaß an der Sache (sollte zumindest so sein). Wie kann es da angehen, dass man sich tausendmal alles durch den Kopf gehen lässt, bevor man den Button zum Veröffentlichen drückt? Für mich persönlich ist das anziehende an Rezensionen von Blogs, dass man Meinungen einfängt. Wie diese verpackt sind ist nicht vordergründig, Hauptsache die Schreibe spricht mich an und ich merke das mit Spaß und nicht mit Stress an den Artikel gegangen worden ist. Gestelzte und beschönigte Buchberichte kann ich auch anderswo lesen (manchmal auch in der von Dir genannten Zeitung)
    Bleib einfach dran.
    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Ich Danke dir Sandra!
      Auch für deine Verlinkung in den berühmten wöchentlichen Linksammlungen! 😉

      Du hast das jetzt mal schön knapp, knackig und prägnant auf den Punkt gebracht!

      Viele Grüße,
      Charlousie

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  13. Ja, das alte Thema, das immer wieder lustig seine Wellen schlägt, die professionellen Rezensenten haben wahrscheinlich keine Freude mit den vielen Bloggern und urteilen dann vielleicht ein bißchen von oben herab, vielleicht auch, weil die jungen Frauen oder Girlies etwas anderes, als die Berufsschreiber lesen.
    Ich halte von ihnen, obwohl ich nicht sehr oft solche Rezensionen lese, nicht sehr viel, weil mich das „pseudointellektuelle“ Aburteilen stört, das “ Nur ich weiß es besser und das ist jetzt mißlungen!“, beispielsweise.
    Ich bin eigentlich nur zufällig zum Buchbesprechen gekommen und denke meine Besprechungen sind eher literarische Texte, als wissenschaftliche Rezensionen und sollen das auch sein.
    Ich tue es für mich und schicke es in die Welt und wie alle subjektiv und das Wort „Ich“ habe ich immer verwendet und versuche auch meine Geschichte zum buch, meine Beziehung zu dem Autor etc, in den Text einzubauen.
    Wieder würde ich sagen, man soll es so gut, wie möglich machen und da denke ich, der Bauch weiß schon, wie das geht und sollte sich vorm Aburteilen hüten, ich tue das jedenfalls und denke es reicht schon, wenn ich schreibe, wie es mir gefallen hat und warum es in dem Buch geht, da kann ich nicht viel falsch machen und ich kann auch schreiben, damit fange ich nicht viel an, ohne jetzt gleich dem Autor „an das Bein zu pinkeln“ und was diese Bloggerdiskussionen betrifft, da denke ich inzwischen, daß da vielleicht doch sowas, wie Neid und die Angst vor der Bloggermasse mitschwingt, denke aber noch immer, jeder soll lesen und darüber schreiben, so gut er und sie es kann und wenn Rezensionsexemplare kommen ist das schön. Das, denke ich, ist Verlagssache, ich frage an, was ich gern hätte, manchmal kommt es, manchmal nicht und ob das die anderen auch so tun, ist mir eigentlich egal, also weiterbloggen, würde ich raten, subjektiv und spontan und ehrlich und trotzdem, so gut wie es geht. Das Feedback kommt dann schon und die Freude die man dabei hat, ist auch sehr wichtig und man lernt auch sehr viel dabei!

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    1. Ein langer und schöner Kommentar, mit dem ich mich identifizieren kann.
      Ich bedanke mich dafür aus aus tiefstem Herzen! (Auch wenn das jetzt irgendwie blöd klingt und gar nicht genau beschreibt, wie schön ich deinen Kommentar finde)
      Hoffentlich kann die Klammer es noch einmal ein bisschen verdeutlichen.
      Man lernt wirklich viel dabei. Beispielsweise habe ich gelernt, in der Schule auch zu Themen etwas sagen und schreiben zu können, die mir entweder nicht liegen, nicht gefallen oder denen ich zunächst neutral gegenüber stehe. Für mich ist das sehr wertvoll, denn vorher ist mir das so schwer gefallen, dass es teilweise gar nicht glückte.

      Schönen Abend noch,
      Charlousie

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  14. Okay..also ich bin unten angekommen(und nutze das hier jetzt um mich nicht selbst an einige Rezis setzen zu „müssen“^^)
    Ich persönlich kann zwar verstehen, dass man versuchen möchte möglichst „professionelle, objektive und qualitativ gute“ Rezis zu schreiben. Allerdings denke ich mir dann immer: „warum?“
    Klar sollten Rezis schon gut lesbar sein, also sprachlich und vom Schriftbild her, aber mal ehrlich..eine Rezension drückt die eigene Meinung, das eigene Empfinden über das gelesene Buch, das gehörte Wort, den getesteten Nagellack aus. Warum sollte so eine Meinung also nicht subjektiv sein?! Genau dazu ist sie doch da. Ich sortiere aus meinen überall gespeicherten, verfolgten Blogs(ob mit oder ohne Buch) immer mal wieder aus, wenn ich dauernde Rechtschreibfehler ertragen muss, ich mich nicht mehr erinnern kann warum ich den Blog je toll fand oder ich auch nur Rezis wie am Fließband zu lesen bekomme; das doch langweilig. Ich liebe Bücher, aber ich habe doch auch noch ein Leben das mehr zu bieten hat. Familie, Tier, andere Hobbys..warum also nicht darüber berichten,denn auch dazu ist ein Blog da. Gut, wer nur über Bücher und Rezis berichten möchte bitte..ich muss es ja nicht lesen wenn ich nicht will.

    Meine Meinung ist: Journalisten zB sollten! zwar objektiv berichten, aber mehr als oft kann man beobachten wie diverse Meinungen oder Empfindungen an den Leser, Hörer gebracht werden. Wenn ein solcher Journalist Blogger also als naive und überflüssig hinstellt, sollte man sich vielleicht mal vor einen Spiegel stellen, denn er muss den Kram hier ja nicht lesen.
    Und mal ehrlich:wir sind alle keine Reich-Ranickis und das ist gut so, denn auch dieser Mensch transportiert seine eigene Meinung, deswegen muss ich das nicht so sehen.
    Ich trag ja auch keine Neonfarben nur weil alle die gerade toll finden..ich find die immer noch assi.. -.-„““
    ähm..so..was wollte ich sagen? Ach egal..es wird schon oben dabei gewesen sein^^#
    Fazit: schreib das über Bücher was du dabei denkst, empfindest und gerne weiterleiten möchtest an deine Leser, denn nur dann sind die Rezis gut. (meine Meinung 😉 )
    lg Aki

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    1. Danke für den erheiternden Kommentar.
      Irgendwie schaffe ich es ja jedes Mal, mich an den Nebensachen aufzuhalten. Neonfarben also? Ich gestehe, besonders schick finde ich die auch nicht 🙂 ! Manchen Menschen stehen sie, den meisten aber nicht.

      Da ich (leider) oder vielleicht auch zum Glück bereits in meinem Artikel UND in den Kommentaren irgendwie schon alles geschrieben habe, was es zu schreiben gab, nicke ich hier bekräftigend zu, schließe mich deiner Meinung an und sage zum Abschluss: Ich bin auch froh , kein Reich-Ranickis zu sein!

      Einen schönen Abend wünsche ich dir noch,
      Charlousie

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  15. Mhm ich selbst bin Journalist udn sehe da sgeteilt. Klar kann jeder Bloggen was er will – ihr wollt Meinugnsfreiheit und sagen udnt un was ihr wollt und akzeptiert dann nicht die Meinung eines Journalisten? Ziemlich selbstgerecht. Ignorier doch einfach solche Journalisten und zieh dein Ding durch, denn betroffene Hunde bellen…

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    1. Ich akzeptiere die Meinung eines Journalisten, allerdings war sie sehr verletzend. Es heißt ja: „Meinungsfreiheit, solange die Rechte von niemandem verletzt werden.“ Sicher, das ist in härteren Situationen gemeint. Beispielsweise wenn es um rechtsradikale Politik geht. Der Konflikt ist da immer noch nicht ausgetragen, denn einerseits Meinungsfreiheit, andererseits diskriminierend und eine kollektive Gruppe angreifend!
      Um zum FAZ Artikel zurückzukehren: Reni, die in dem Artikel genannt wurde, ist in meinen Augen persönlich ziemlich angegangen worden. Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, ich glaube, ich hätte erst einmal nur geheult und da kann von Sachlichkeit eines Journalisten nicht mehr die Rede sein.

      Ich kenne den Spruch „Betroffene Hunde bellen“, der ziemlich dasselbe wie „Wer sich den Schuh anzieht…“ ausdrückt. Gerade deswegen habe ich das oben verwendet, um diesem Argument vorzubeugen, denn ich „belle“ innerlich immer. Egal, ob es mich nun betrifft oder nicht. Man mag es zu große Empathie, zu wenig dickes Fell oder ähnliches nennen, aber es ist nun einmal da.

      Deinen Ratschlag beherzige ich ab sofort. (Seitdem ich den Artikel oben schrieb). Ich ignoriere das ab jetzt und ziehe mein Ding durch 🙂

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  16. Also mich hat das ehrlich gesagt nie interessiert. Ich habe meinen Blog weder für Rezensionsexemplare, noch für andere erstellt, sondern einzig und alleine für mich. Weil ich die Gedanken zu den gelesenen Büchern niederschreiben wollte, ansonsten hat mich das nämlich tagelang beschäftigt. Ich musste mich einfach mitteilen und außerdem war der Blog eine gute Idee um den Überblick über alle Bücher zu behalten. Dementsprechend sind auch meine Rezensionen. Sie sind garantiert nicht professionel, ich schreibe eine Rezension meistens sofort nachdem ich das Buch gelesen habe und länger als eine halbe Stunde saß ich da noch nie dran.

    Man sollte sich wirklich nicht unter Druck setzen lassen und sein eigenes Ding durchziehen.

    Liebe Grüße,

    Conny

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    1. So praktiziere ich das auch, wenn es sich einrichten lässt. Ich schreibe die Rezension direkt, nachdem ich das Buch ausgelesen habe… Dann geht es a) am schnellsten und b) ist mein Eindruck dann noch am authentischsten.

      Auch wenn ich finde, dass jeder Kommentar eine Antwort verdient, würde ich mich allmählich wirklich nur noch wiederholen, weswegen ich es hierbei mal bewenden lasse.

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  17. Was mir bei vielen Kommentaren hier nun auffällt ist, dass beklagt wird, dass Journalisten das Bloggen belächelt hätten, man sich angegriffen, gering geschätzt fühlt, dann aber nichts besseres zu tun hat, als zum gegenschlag auszuholen und das Tun der Journalisten und in in Feulletons schlecht zu machen. Wieso gesteht man den anderen nicht den Respekt zu, den man für sich selber erbittet?

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    1. Ich fühle mich mit dem Kommentar ausnahmsweise mal nicht angesprochen, da ich keine Kommentare verfasst hatte, als deiner erschien, spreche aber mal stellvertretend für andere, zumal ich die Kommentare inzwischen alle gelesen und soweit beantwortet habe:
      Ich sehe nicht so viel Geringschätzung wie du. Ich sehe zwar, dass sich da tatsächlich eine Front gebildet hat, zwischen Bloggern und Journalisten, doch ich heiße sie nicht gut. Ich respektiere die Arbeit jedes anderen, solange sie nicht verletzend ist. Da sind wir wieder beim Thema, dass man es nie jemandem/allen recht machen kann. Doch der besagte FAZ Artikel ist 1. eindeutig provokativ und 2. so wenig sachlich, wie er sich brüstet zu sein bzw. den Bloggern und Vloggern vorwirft nicht zu sein. Da mag mir dann der Respekt fehlen, generell ist er – von meiner Seite jedenfalls – vorhanden!

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  18. Ich glaube nicht, dass Menschen objektiv sein können. Es spielt immer der persönliche Geschmack eine Rolle. Sicher auch bei professionellen Rezensenten. So ähnlich, wie in der Schule bei Deutschaufsätzen. Warum sollten Blogger also nicht ihre persönliche Meinung äußern?

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    1. Kennst du die Kopernikanische Wende oder auch Kantkrise? Die besagt in etwa:
      Wir meinen zwar, dass Blätter grün sind, weil wir sie so (subjektiv) wahrnehmen, aber vielleicht sind sie in Wirklichkeit grau, blau oder lila?
      Es ist das, was du gesagt hast, dass wir quasi durch unsere Subjektivität in ALLEN Dingen, also Lebensbereichen determiniert sind.
      Also, ja! Warum sollten Blogger nicht ihre persönliche Meinung äußern?

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  19. Hallo Tigger,

    ach so diese Geschichte. O.K. davon habe ich auch schon einiges mitbekommen auf verschiedenen Blogs.

    Schön für Dich. Das Problem halt dabei ist ,ist Mann/Frau kritikfähig oder nicht und wie geht man mit Kritik um.

    LG..Karin…

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  20. Liebe Charlene, du als Bloggerin hast die gleichen Probleme wie ich als Autorin: den Blick von außen auf deine Sachen, die Frage, wieviel man fürs Publikum schreibt und wieviel für sich selbst, die Frage, wo der Spaß bleibt, wenn die Professionalität steigt … und obendrauf hast du noch das Problem der wehleidigen AutorInnen an der Backe. *g* Aus meiner Sicht als „Empfängerin“ von Rezensionen: MIr ist es tausendmal lieber, eine von Herzen subjektive, emotionale 1:1-Rezension zu bekommen – auch wenn sie sich NICHT vor Begeisterung über mein Geschreibsel überschlägt, sondern genauso direkt und emotional benennt, was nicht gefallen hat – als all diese glattgeföhnten, plastikverschweißten „objektiven“ Meinungen, die ihre Subjektivität nur hinter allgemeinen Formulierungen verstecken.
    Bleib so, wie du bist. Das ist dein Stil, den hast du dir erarbeitet. Deswegen mögen deine LeserInnen deine Rezensionen. (Und deine AutorInnen auch!)

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    1. 🙂 Susanne!
      „glattgeföhnte, plastikverschweiste, objektiven Meinungen“.
      Wie schön, dass gerade zu deinem Werk der Damm brach, ich den Föhn zertrümmerte, das Plastik aufriss und die Objektivität aus dem Fenster geworfen habe.
      Du darfst dich auf eine durch und durch subjektive, gefühlsgeballte Rezension freuen, die ich entweder morgen oder übermorgen präsentiere. Eigentlich wäre sie schon heute erschienen, aber dann kamen meine Gefühle und dieser Artikel hier dem Ganzen in die Quere!

      Das Wichtigste: Danke, Danke, Danke, Danke, Danke!! Ehrlich, deine Worte haben mich richtig berührt und mich hocherfreut. Nein, ganz verlegen gemacht, ganz beschämt, aber auch überglücklich.

      Herzlichste Grüße,
      Charlousie

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  21. Ich habe das Bloggen nur für mich angefangen, weil es mir Spaß macht. Also blogge ich so vor mich hin und freue mich, wenn es jemandem gefällt.(Ehrlich gesagt, staune ich immer noch, dass so viele sich dafür interessieren.) Aber ich verdien mir ja nicht meine Brötchen damit, sondern es ist mein Hobby. Wer meine Rezensionen nicht mag, weil sie zu emotional sind und selbstverständlich ausschließlich meinen Geschmack widerspiegeln, der soll halt woanders lesen, von mir aus auch in der FAZ. Vor einigen Tagen hat der Carlsen Verlag gefragt, ob ich nicht in den Presseverteiler mit aufgenommen werden will und ab und an ein Rezensionsexemplar erhalten möchte. Ich bin fast vom Glauben abgefallen, also denke ich, dass es so schlecht nicht sein kann, was wir Blogger hier machen.
    Ich denke, jeder Rezensent, ob nun „professionell“ im Feuilleton oder hobbymäßig auf einem Blog hat seine Berechtigung und seine Leser. Ich glaube auch nicht, dass man sich da gegenseitig Konkurrenz macht.
    Schreib so wie Du denkst und fühlst, das macht Dich und Deinen Blog aus! Deine vielen Leser bestätigen Dir ja, dass Du alles ganz richtig machst. 🙂

    Liebe Grüße von der Tintenelfe

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    1. Liebe Tintenelfe,
      du hast es geschafft, noch einen Aspekt anzusprechen, der noch nicht benannt wurde. (Weswegen ich auch direkt wieder schön antworten kann :))
      Also: Eigentlich sollte einen die Zusammenarbeit mit einem Verlag bestätigen und frag‘ mich nicht, weshalb ich trotzdem immer diese Zweifel hatte.
      Manchmal scheint es leichter, sich an das Schlechte zu entsinnen und das Positive ganz leicht mal außer Acht zu lassen…
      Glückwunsch zum Carlsen-Presseverteiler! Ich falle da manchmal auch noch vom Glauben ab! 😉

      Viele, abendliche Grüße,
      Charlousie

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  22. Ich mache es ganz kurz: du hast mit allem was du schreibst sowas von recht! Ich für meinen Teil habe den Artikel in der FAZ auch gelesen, hatte damals aber noch keinen Blog. Ich habe mich sehr aufgeregt, den Artikel fand ich anmaßend und herablassend. Heute habe ich einen Blog und ich habe ihn in erster Linie für mich. Weil ich eben gerne Rezensionen schreibe und mich mitteilen möchte und mich freue, wenn jemand liest was ich da schreibe. Und die Rezensionen schreibe ich so wie ich sie schreiben mag. Fertig. In anderen Berufen heißt das auch künstlerische Freiheit. Und die nehme ich mir mal einfach so. Fertig. Und wer mich nicht lesen will, der kann es lassen. Fakt ist: Wenn ich in meinen Blog schaue, freue ich mich selbst über meine Rezensionen und wenn ich sehen kann, dass mal jemand reingeschaut hat, freue ich mich noch mehr. Und das ist alles worum es doch geht: Freude und Spaß am Schreiben und lesen.

    Danke für Deinen Post hier in deinem Blog! Fühle mich sehr bestätigt 🙂

    Lieben Gruß
    Leru

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    1. Abend Leru!
      Und ich fühle mich durch Kommentare wie deine sehr bestätigt! (Ein ewiger Kreislauf also ;-))
      Dankeschön also für deine Resonanz. Der Austausch und zu sehen, dass jemand deine Rezension auch gelesen hat, gehört schon dazu, doch ich freue mich auch immer noch, wenn ich sehe, was ich schon alles für Rezensionen geschrieben und Bücher gelesen habe!

      Liebe Grüße,
      Charlousie

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  23. Liebe Charlousie,
    Dein Spagat hat mich tief berührt und vielleicht kann ich die Schere, auf der Du balancierst ein klein wenig verengen:

    Ich selbst lese begeistert seit über 30 Jahren alles, was ich in die Finger kriege und schreibe gelegentlich auch Rezensionen dazu. Und ich schreibe Bücher – das vor allem.

    Als Autorin kann ich Dir nur sagen, dass ich Euch Blogger hasse und liebe – umarmen, knuddeln und an die Wand klatschen könnte. Aber ich möchte Euch nicht missen!
    Die Beziehung zwischen uns ist nicht so verschieden von einer schwierigen Liebesbeziehung.
    Eine Geschichte niederzuschreiben ist ein Stück weit wie die Seelenhöschen runterzulassen. Wenn wir ein Buch rausgeben, an Euch Blogger stellvertretend für die vielen, vielen Leser, die zu erreichen wir an unseren kaffeefleckigen Schreibtischen stunden-, tage-, jahrelang geträumt haben, dann ist das ungefähr so, wie wenn man seiner großen Liebe vorgestellt wird. In diesem Augenblick ist man unendlich verletzlich. Man hat sein Bestes gegeben und viel Herzblut in sein Werk gesteckt. Da tut es unendlich weh, wenn man abgewiesen wird. Viele reagieren im ersten Moment auf einen noch so ehrlichen und berechtigten Verriss verletzt und pikiert und schießen mehr oder minder sachlich zurück. Seid verständnisvoll und steht darüber. Das dürft ihr nicht ernst nehmen. Ich kann Euch Bloggern (nicht nur für mich) versichern, dass dann wenn der Schmerz sich legt, ich es nicht anders haben wollen würde. Ich will ja auch von meinem Märchenprinzen nicht nur aus Mitleid geküsst werden. Ich will Eure ehrliche Meinung, auch wenn ich mich vielleicht – ziemlich sicher – schmerzerfüllt und elend in meine Höhle zurückziehen werde, wenn ich das nächste Mal kritische Töne über mein Herzbuch vernehme. Aber ich werde es überleben! Ernsthafte Autoren schämen sich für die Kollegen, die auf Kritiker einschlagen. So wie es dumme Autoren gibt, gibt es auch Verlage, die in Euch nur Marketingmaschinen sehen, aber auch da kann man drüber stehen. Immerhin gibt es auch einige dumme „Blogger“, die tatsächlich runtergepfuschte Rezis für eine schlaue Methode halten, um billig an Bücher zu kommen. Die alle sollte man ignorieren!

    Ernsthafte Autoren beschweren sich nicht, dass Ihr nur auf Rezensionsexemplare aus seid, wir tragen sie Euch doch hinterher! Wie viele Blogger ich als Indie-Autor anschreiben muss, um auch nur ein paar Exemplare unterzubringen, erzähl ich jetzt nicht.
    Soviel zur Situation des Autors.

    Was sollen Blogger denn sein?
    Das frage ich Dich stellvertretend für all die anderen Blogger da draußen, die sich vielleicht genauso unnötig unter Druck setzen lassen wie Du.
    Wenn ich ein literaturwissenschaftliches Gutachten über die objektivierbare handwerkliche Qualität meines Buches wollte, dann würde ich es einem Germanisten andienen.
    Würde ich ein Marketingtool wollen, könnte ich mir für kleines Geld Rezensionen für Amazon kaufen. Das ist nicht fein, aber wirkungsvoll. (Okay, ich freue mich natürlich schon auch, wenn über einen Blog weitere Leser auf mein Buch aufmerksam werden…)
    Aber vor allem will ich wissen, ob mein Buch ungeachtet seines wirtschaftlichen Erfolges und seiner handwerklichen Qualität meine Leser anspricht, sie berührt. Autoren bekommen anders als Schauspieler und Musiker keinen Applaus, wenn sie am „Ende“ angekommen sind. Oder Eier… 🙂

    Ihr seid die Vertreter derer, für die wir schreiben. Die Gesichter der Masse der unbekannten Leser. Und damit ein unendlich wichtiges Bindeglied zwischen dem Autor und seinen Lesern. Kein Blogger fängt an, sich kritisch mit Büchern auseinanderzusetzen, weil er damit Geld verdienen will. Man tut das, weil man Bücher liebt. Weil man mit Geschichten lebt und sie reflektiert. Wir brauchen einander – das sollten wir uns nicht von Zeitungsreportern oder Spöttern nehmen lassen, Büchermenschen müssen zusammenhalten.

    Ich persönlich freue mich über jeden interessierten Kontakt und das tun nach meiner Erfahrung die allermeisten Autoren. Ich weiß, dass mich Kritik besser macht und versuche, sie auszuhalten. Ich will keine geschönten Kritiken auf Klappentextniveau. Ich hoffe auf einen ehrlichen Austausch mit den Menschen für die wir alle schreiben – unseren Lesern. Ich schreibe keine „Fachtexte“ für ein studiertes Publikum, sondern möchte Geschichten erzählen. Mitreißende, gute Geschichten. Solche, die berühren. Verdammt, ich will das Echo hören!

    Auch als Leser wünsche ich mir eine ehrliche Meinung von Menschen, auf deren Meinung ich etwas gebe. Es gibt sehr viele gute Blogger auf Facebook, bei denen ich mich gerne informiere, bevor ich in den nächsten Buchladen losziehe, um meinen SUB zu pflegen.
    Ich glaube auch nicht, dass es möglich ist, eine objektive Kritik über etwas anderes als die reine Sprache zu schreiben. Alles andere ist dem Geschmack unterworfen und auch den Umständen, unter denen man ein Buch liest. Du kannst ja gar nicht sagen, was die Masse der Leser bei einem Buch denken oder fühlen könnten. Das erwartet auch keiner. Sag,ob ich oder jeder andere Autor Dich erreichen konnte und wie was ausgelöst wurde. Je ehrlicher, originaler Du das tust, desto schöner ist das für alle, die Deine Rezi lesen.

    Liebe Charlousie, ich würde jetzt gerne sagen, bleib wir Du bist, aber Du Dich gerade erst wieder gefunden hast, geht das nicht. Also: Du bist auf dem richtigen Weg. Lass Dich nicht verbiegen. Ein jeder hat ein Recht auf Deine Meinung!

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  24. Ich finde, dass du da einen wunderschönen aber auch bedrückenden Artikel darüber geschrieben hast wie es dir geht und ich hoffe sehr, dass du es schaffst von der „Professionalität“ wieder runterzukommen und deine Rezensionen nur mit Herz zu schreiben.
    Ich mache es genau so wie du es mal gemacht hast. Ich schreibe frei von der Leber weg meine Rezensionen. Mehr als 20 Minuten brauche ich dafür nicht und es macht einfach Spaß. Und genau das will ich auch auf anderen Blogs lesen. Die eigene Meinung zu dem Buch, die mir auch mal schonungslos sagt, dass ein Buch langweilig ist, weil es mich dann vor einem Fehlkauf bewahrt.
    LG
    Yvonne

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    1. Es tut schon gut zu lesen, dass meine 15 Minuten als realistisch angesehen werden! 😉 Noch schöner, dass ich da nicht die Einzige bin und auch du mit dem Modell „frei von der Leber weg“ gut fährst!
      Aber es ist ja auch so, wenn es „fließt“, dann geht es schnell!! 😀

      Liebe Grüße,
      Charlousie

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  25. Hallo liebe Charlousie,

    etwas verspätet möchte ich mich auch noch gern zu deinem Artikel äußern. Du hast das wesentliche definitiv auf den Punkt gebracht: Verbeige dich nicht!

    Ich blogge selbst seit September letzten Jahres und habe meine Rezensionen einfach nach Gefühl und Laune geschrieben. Es weitestgehend neutral zu gestalten ist mir bis heute nicht in den Sinn gekommen, denn Rezensionen sind Meinungen. Eine Rezension ist meine persönliche Meinung zu einem Buch – wie also soll sie objektiv sein? Es ist richtig, dass man vielleicht den ein oder anderen Punkt recht objektiv betrachten kann, aber der Rest ist einfach Geschmackssache. Meine Rezensionen sind beispielsweise recht lang und wahrscheinlich werden sie wenn überhaupt von einem Bruchteil meiner Leserschaft ganz gelesen. Allerdings möchte ich einfach ein Buch aus meiner Sicht umfassend betrachten und auch Autoren die Möglichkeit geben, ein ausführliches Feedback zu bekommen, sofern sie sich der Rezension annehmen. Es ist außerordentlich wichtig das zu tun, für das man einsteht und woran man glaubt – was einem am Herzen liegt. Jeder Blogger sollte sich dessen bewusst sein und nach dieser Devise handeln, denn nur so ist und bleibt das Bloggen ein Hobby, dass Spaß macht.

    Ich finde es toll, dass du zu einem persönlichen Stil zurückkehrst und hoffe du bleibst dabei! Mach weiter so 🙂

    Liebe Grüße,
    Lilienlicht =(^-^)=

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    1. Lieber spät als nie und ich freue mich IMMER über jeden Kommentar, der zu mir findet!! 🙂
      Vor allen Dingen, wenn er noch einmal das unterstreicht, was ich auch empfinde. Und inzwischen kann ich zumindest sagen, dass das Rezensieren sich wieder gut anfühlt, ich beschwingt auf die Tasten „haue“ und lauter schöne (in meinen Augen jedenfalls :)) Texte dabei herauskommen.

      Dir viele Grüße und auch noch ein munteres Rezensionsschreiben,
      Charlousie

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  26. Ich sag jetzt nur noch toller Post 🙂 Alles andere wurde sowieso schon gesagt^^
    Und außerdem finde ich den Artikel des angeblichen „Profis“, den du uns verlinkt hast, oberflächlich und kleinkariert. Der hat ja selbst keine Ahnung 😛
    Ich freue mich total, dass ich dich und deine Art auf die Sicht der Dinge entdeckt habe – weiter so!

    Liebe Grüße
    Tessa

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    1. Liebe Tessa,
      und mich freut es, dass du nach dieser langen Zeit immer noch hierher gefunden hast!! 😉

      Inzwischen sehe ich das mit dem „Profi“-Artikel ebenso wie du…

      Viele, herzliche Grüße,
      Charlousie

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Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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