Archiv für den Monat März 2013

Dark Destiny von Jennifer Benkau [Rezension]

»vor langer zeit kämpften wir um unsere freiheit. und nachdem wir sie gewannen, vergaßen wir sie.« S. 71, “Dark Destiny” – Jennifer Benkau © Script5

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»Die Worte waren wie Steine. Sie waren schwer und sperrig aufgrund der Verantwortung, die ihnen innewohnte, und konnten verletzen und zerstören, und man konnte mit ihnen arbeiten … vielleicht sogar etwas bauen. Ein Zuhause, wenn man sich wirklich geschickt anstellte.« S. 248, “Dark Destiny” – Jennifer Benkau © Script5

»Der Inhalt«

0145_s5_dc.inddNeél wird noch immer von Joys Clan festgehalten und heftig gefoltert. Also kämpft Joy um seine Freiheit, doch ihre Bemühungen reichen nicht aus. Letztlich verkauft Matthial ihn an Jamies Clan, weil er einerseits nicht dazu in der Lage ist Neél eigenhändig zu töten und er sich andererseits einige Vorteile von dem Tausch verspricht.

Dem Morden kann Matthial entgehen, doch aus den Vorteilen wird nichts, denn Neél verstirbt während des Transports; und für Joy fällt die Welt in Scherben. Zu allem Überfluss muss der Clan über den kalten Winter auch noch in den Untergrund ziehen, weil die Percents ihren Unterschlupf aufgestöbert haben. Joys Lebensmut droht zu schwinden, bis sie den Entschluss fasst, herauszufinden, wie genau Neél gestorben ist. So verlässt sie den Clan und kämpft nicht nur für die Ehre Neéls, sondern auch für ihren Seelenfrieden und ihr (Über)Leben.

»Wie ein nach Hause kommen«

“Dark Destiny” ist entgegen seines Titels erfüllt von einer schmalen – aber hellen – Hoffnung, die sich im Laufe der Handlung zu einem grenzenlosen Horizont ausweitet. Ich fühle mich immer noch wie berauscht und wünschte, ich könnte mich einfach auf immer in dieser ZDkraftvollen, klaren und sicher manövierten Geschichte verlieren.

Ich kann dieses Werk nicht anders beschreiben als dass es ein großes, großes Kunstwerk ist.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist es oftmals ruhiger und bietet nicht mehr die unersättliche Neugierde auf die neue Welt, die Jennifer Benkau einem in jedem Atemzug geboten hat. Dafür gestaltet sich “Dark Destiny” wie ein nach Hause kommen. Ich schlug den Buchdeckel auf und es kam mir so vor, als sei seit “Dark Canopy” kein Tag vergangen.

»Sätze, die eine ganze Welt umspannen«

Wenn ich mich auf eines in dieser Dilogie verlassen kann, dann darauf, dass die Entwicklungen unverlässlich, stets überraschend und mit zig Wendungen gespickt bleiben. Das garantiert ein Höchstmaß an Spannung und einen atemlosen Drang weiter, weiter und weiterzulesen.ZD2

Irgendwann gelangte ich an den Punkt, an dem ich im Verlauf des Lesens mein Herz während einer der vielen, schönen Sätze verlor; die rein und klar für sich genommen eine ganze Welt umspannen. Irgendwann erkannte ich, dass Neél und Joy mehr zu sein scheinen als schnöde Romanfiguren. Die Autorin hat ihnen durch ihre wortgewandte Kunstfertigkeit innerhalb eines atemberaubenden Plots eine Seele eingehaucht, die niemandem verborgen bleiben sollte. Eine Seele, von dem sich “Dark Destiny” fortwährend ernährt und eine gemischte Gefühlsexplosion an mich und die LeserInnen weiterträgt.

Die Stimmen dieser ausgefeilten und mehrdimensionalen Figuren sind es, denen ich so gerne gelauscht habe und deren Reise ich in meinen Gedanken weiterspinnen- und auch weiterlauschen werde.

»Abschied nehmen, von (u.a.) den faszinierenden und gleichermaßen abstoßenden Percents«

Und noch immer überzeugt Joy durch ihre toughe Art und wir lernen gemeinsam mit Neél eine ganz neue Seite an ihm kennen. Die Dilogie findet in „Dark Destiny“ nicht nur ihr ersehntes und ruhmvolles Ende; sie zeigt auch neue Perspektiven in der ansonsten düsteren, dystopischen Welt; und sie bedeutet Abschied nehmen. Abschied von den Figuren, die einem mehr als alle anderen ans Herz gewachsen sind. Ich kann mich nicht entsinnen, ZD3wann ich jemals gleichermaßen so fasziniert wie abgestoßen von der Kreation einer Autorin gewesen bin, wie von den Percents in „Dark Destiny“. Sie symbolisieren in gewisser Weise einen optimierten Menschen, dem sofort neue bzw. andere Schwächen zur Last fallen. Das ist makaber und einer der Faktoren, die Jennifer Benkaus Buch großartig machen. Wir sehen uns mit unseren Fehlern konfrontiert, die in Richtung hemmungslose Forschung ohne Grenzen streben und das Problem des Menschen, sich in irgendeiner Weise „göttlich“ fühlen zu müssen und etwas Eigenes zu kreieren.

»Pure Authentizität und ein atemberaubendes Leseereignis«

Jennifer Benkau schafft mit “Dark Destiny” ein eigenständiges Werk, das sowohl nahtlos an seinen Vorgänger anknüpft als auch den Konflikt aus “Dark Canopy” Dark-Dilogiebrillant vertieft und zu einem Abgrund führt, der sich wie schneidender Wind anfühlt und ein unbeschreibliches, atemberaubendes Leseereignis garantiert.

Das Ende lässt viele sicherlich zwiegespalten zurück, doch ich bin der festen Überzeugung, dass (wir) Fans absolut damit leben können. Denn das Ende beweist nicht nur Stil, sondern bewahrt die Glaubwürdigkeit allen vorangegangenen Ereignissen; präsentiert also pure Authentizität und ist trotz der tiefen Trauer und den sich leise einschleichenden Tränchen eigentlich ein Grund zu bodenloser Freude. “Dark Destiny” endet hier und es ist ein Geschenk Jennifer Benkaus, ihre LeserInnen nun selbst ein Ende finden zu lassen.

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»Mein Fazit«

Dark Destiny” rührt von einem kaum greifbaren Suchtfaktor. Sprachlich auf dem höchsten Niveau, so dass es mir eine Gänsehaut nach der anderen bescherte, inhaltlich ZD5so unermesslich wertvoll, dass jedes Lob dagegen blass erscheint und so tief berührend, beeindruckend, überwältigend und packend, dass mir viel zu schnell und zum ersten Mal die Worte ausgehen. 

Ich vergebe die Höchstwertung für dieses Buch und wünsche mir für dieses Kopfkino vom Feinsten, dass es noch viele erleben dürfen und dass diese Bücher in unzählige Bücherregale Einzug halten.

»Wenn ich dir sagen würde, dass ich es gern versprechen möchte aber nicht weiß, ob ich das Versprechen halten kann … Würdest du mir das glauben?« S. 460, “Dark Destiny” – Jennifer Benkau © Script5

Leseprobe!

WölkchenMond(Favourite)

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Die „Dark“-Dilogie

Allgemeine Buchinformationen:

Jennifer Benkau
» Dark Destiny «
1. Auflage 2013
464 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-8390-0145-5
Hardcover
18,95 € (D)
19,50 € (A)
Zu “Dark Destiny” bei Script5

Leselustige Ostergrüße!!

Ostern

.

(Ich glaube, ich habe noch nie so ein ästhetisches Foto hergerichtet und geschossen! :D)

Die Taktung der nächsten Artikel auf LeseLust & LeseLiebe ist aufgrund der anstehenden Blogtour sehr eng, so dass ich mich heute Abend mal ein bisschen vordrängel und euch schon einmal

Frohe Ostern wünsche!! Das Wetter geht in Kassel gen Winter und zarte Schneeflocken sind ein Grund zur Deprimiertheit. Aber ich mache das Beste draus und halte mich inzwischen beinahe ausschließlich drinnen auf >_<.

Ich wünsche euch aber viel Spaß beim Eier suchen, dem familiären Beisammensein, dem frönen von Ostertraditionen oder wie auch immer ihr euer Osterfest auch verbringen mögt. In meiner Familie gab es nie ein bestimmtes Ritual, das wir jedes Jahr vollzogen hätten, außer der Grünen Sauce, die Pflicht war und als Kinder die Ostereier zu suchen.

»Wie sieht denn euer Fest morgen so aus?«

Habt ihr ein „spezielles“ Oster-Programm? – Das würde mich echt mal interessieren 🙂 !

Alles Liebe,

Charlousie

Dangerous Deal von Andreas Schlüter [Rezension]

Der Typ war verschwunden.

Christoph taumelte zurück in sein Zimmer.

Drei Tage!, schwirrte ihm immer wieder durch den Kopf.

In drei Tagen war er Millionär.

Oder tot. S. 104, “Dangerous Deal” – Andreas Schlüter © Kosmos

Dangerous Deal

»Der Inhalt«

Christoph ist zutiefst erschrocken und betrübt als ihm eines unschuldigen Tages die Polizei eröffnet, sein Nachbar Sebastian König sei während eines Autounfalls gestorben. Sein Nachbar, bei dem er über Sky mit seinen Jungs Fußballspiele guckte. Sein Nachbar, der trotz des geschmiergelten Bankerberufes ein witziger und lockerer Kerl war.

Dass Sebastian König ihm seinen Laptop vermachen würde, damit hat Christoph am wenigsten gerechnet. Es ist ein schickes, modernes und recht neues Teil, woran Christoph sich aufgrund der Umstände kaum erfreuen kann. Die Hiobsbotschaft soll auch bald erfolgen. Jemand möchte mit allen Mitteln an die Daten, die auf dem Laptop installiert sind, herankommen. Der Unfall war nur inszeniert, tatsächlich war es Mord und Christoph muss sich nun gegen eine unbekannte Macht wehren, die bereit ist, über Leichen zu gehen. Nur gut, dass er seine Kumpels und die pfiffige Laura, auf die er heimlich steht, auf seiner Seite hat. Gemeinsam setzen sie alles daran, den Tätern zu entkommen und gleichzeitig die Daten zu sichern. Wird es ihnen gelingen?

»Charaktere nach Drehplan, primär für Jüngere?«

 Dangerous Deal” ist ein Jugendbuch, das mich den Glauben an das Gute in der Welt verlieren lässt. Andreas Schlüters Roman ist einerseits ziemlich irrsinnig und verrückt, da er ein Thema aus der “Erwachsenenwelt” aufgreift, das er mit Jugendlichen zusammenbringt, so dass sich die Zielgruppe wesentlich besser damit identifizieren dürfte.

Hierbei fiel mir die Identifikation mit den Figuren teilweise schwerer. Nicht, dass sie schlecht ausgearbeitet gewesen wären; allerdings wirkten sie auf mich zu aalglatt und handelten offensichtlich nach einem bereits vorgeschriebenen Drehplan. Sobald einmal die Rollen verteilt waren, bewegten sie sich innerhalb dieser Rollen und waren somit für keine Überraschung mehr gut. Es mag auch sein, dass mir die Figuren einfach nicht lagen. Ich habe sie weder nicht gemocht, noch interessierten sie mich brennend. Ich denke jedoch, dass jüngere LeserInnen sehr wohl von ihnen mitgerissen werden könnten. So besitzen die Figuren allesamt durchaus charakteristische und liebenswerte Merkmale, die für Witz, Abwechslung und Spannung sorgen. Ich habe diese Stellen manchmal mit einem Schmunzeln gelesen und manchmal mit Neutralität, weswegen ihr Charme nicht komplett von der Hand zu weisen ist. Andererseits ist der Realitätsgehalt nicht von der Hand zu weisen.

»Wie weit darf man gehen, um das eigene Leben zu schützen?«

 Spannend ist “Dangerous Deal” dennoch allemal. Andreas Schlüter warf mich ins kalte Wasser und verstand sich meisterhaft darauf, von der ersten Seite an ein Netz der Intrigen, Fallen und Bedrohungen zu spinnen. So abwegig die Idee einerseits scheinen mag, so authentisch und realistisch wirkte sie in diesem Roman auf mich. Vier Jugendliche sehen sich mit einer unbekannten “Erpresserbande” konfrontiert, die um jeden Preis wichtige Daten von den Jugendlichen haben will. Die Crux an der Sache: Den Jugendlichen ist nicht bewusst, was für Daten sie genau in den Händen halten und besitzen deshalb Skrupel, die Daten lapidar herauszugeben. Eine verschärfte Situation, die moralische Konflikte beinhaltet, während es gleichzeitig um das Überleben der Jugendlichen geht.

»Zu geplant wirkende Überraschungen«

Relativ kurze Kapitel erzeugten ein schnelles Tempo, dem ich mich gerne anschloss. Andreas Schlüter wurde nie zu ausführlich, noch zu knapp, sondern fand das rechte Maß, Szenen breitzutreten, wenn es passte und sie knapp zu halten, wenn sie nur der entfernteren Informationsbeschreibung galt.

Nichtsdestotrotz vermisste ich hierbei gelegentlich den natürlichen Fluss. Ähnlich wie bei den Rollenverteilungen der Charaktere, wirkten mir die Entwicklungen zu eingeplant und kalkuliert. Obwohl ich nie wusste, was als nächstes passieren würde und mich ständig überrascht sah, geschah dies nicht auf eine flüssige, sondern auf eine stockende Art und Weise. Oder besser noch: Man merkte der Handlung den zugrunde liegenden Plan an und rechnete nicht weiter mit großen Stolpersteinen oder Ähnlichem.

»Perfekt! – Für die richtige Zielgruppe«

Ich habe dennoch das Gefühl, dass “Dangerous Deal” gerade für Lesefaulere extrem spannend und kaum aus der Hand zu legen sein wird und geradezu zum Weiterlesen animiert. Die leichte und Jugendlichen angepasste Sprache, ein Plot, der einem Detektivroman oder Krimi gleicht und Charaktere, die einigen aus dem Herzen sprechen dürften, stellen da fast schon einen Selbstläufer dar. Eine perfekte Mischung, wenn man das richtige Lesealter erwischt. Besonders prickelnd ist hier auch die Thematik, die im Handlungsrahmen zwar rein fiktiv, aber gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Eine gute Möglichkeit, um Jugendliche an Korruption und Wirtschaftskriminalität heranzuführen.

»Mein Fazit«

Dangerous Deal” ist ein brisanter Roman über die Gier und die Machtbestrebungen der Menschen. Auf einem für Jugendliche angemessenem Niveau schildert er die Schwierigkeiten Unrecht aufzuklären und das Gesetz, das zum Schutz der BürgerInnen da ist, in Anspruch zu nehmen.

Andreas Schlüter hat zeitweise einen wahren Lesesog kreiert, der am bitteren, aber äußerst authentischen Ende der Lektüre nichts ändert. (Mit dem ich persönlich nur schwerlich klar komme.)

Wer für ein paar Stunden in eine spannende, haarsträubende und eine am aktuellen Puls unserer Zeit orientierte Geschichte versinken möchte, sollte mit “Dangerous Deal” gut bedient sein.

»Leseprobe«

Wer sein Leben verändern würde, wenn er eine Million Euro gewinnt, sollte es verändern. Auch ohne die Million.” S. 5, “Dangerous Deal” – Andreas Schlüter © Kosmos

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»Trailer«

Allgemeine Buchinformationen:

Alter: ab 14 Jahren
304 Seiten
Breitklappenbroschur
215 x 137 mm (LxB)
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-440-12930-2
Art.-Nr.: 12930
Zu “Dangerous Deal” bei Kosmos

Die leselustige „Special“-Auslosung

Special

Ich gebe zu, allmählich komme ich mit diesen läppischen 9 Büchern, den Adressen und den weiteren Losen aus dem leselustigen Gewinnspiel etwas durcheinander. Eigentlich wollte ich schon gestern die GewinnerInnen der letzten „Pechvögel“ bekannt geben, aber dann war ich lieber schwimmen und kam zu nichts mehr. 😉 Muss auch mal sein! Und dann habe ich meinen Beitrag zur Blogtour komplett umgeworfen, weil er mich plötzlich so richtig anödete und habe lieber etwas Neues daraus entworfen. Das wird auch schon schön in 4 Tagen gelüftet!! 😀 Da kam ich dann aber noch weniger zu nichts mehr. und seit meinem „Der Rezensionsspagat“-Artikel komme ich irgendwie zu noch weniger…

Auslosung

Nun zum Wichtigen, den letzten, glücklichen GewinnerInnen. Kurz und schmerzlos:

irgendwann-passiert-alles-von-allein

~Karin~ !!! Glückwunsch

liebe-lange-leichte-tage

~Büchernische~ !!! Glückwunsch auch dir

im-wespennest

~Aline~ Gratulation und Glückwunsch!! 😀

Ich hoffe, dass ihr euch auch über den “Trostpreis” freut.

Alle anderen: Wie gesagt, ich plane da bereits wieder was, weswegen man nicht den Kopf hängen lassen sollte… *psssst, am 04.04.13. wird LeseLust & LeseLiebe zweieinhalb Jahre alt, aber das habt ihr nicht von mir! ;-)*

Liebe Gewinnerinnen, ich werde euch im Laufe des Abends per Mail kontaktieren, damit ich eure Adressen auch kriege und die Bücher schnellstmöglich in die Post können!

Ansonsten möchte ich noch einmal kurz auf meine neuen 

Linktipps

Einfach auf „Linktipps“ klicken und ihr werdet weitergeleitet 😉

hinweisen und würde mich freuen, wenn ihr den Weg einmal dort hinfinden würdet und vielleicht noch einen lesenswerten Link für mich da lasst!!

Alles Liebe und viele OSTERLICHE GRÜSSE, feiert alle schön,

Charlousie

Fanny in der Hölle I von Wolfgang Bellaire [Rezension]

Du kannst sie mit Gestalten aus Angstträumen vergleichen, ich aber bin der Angsttraum. Ich bin die Urmacht des Chaos! […] Ich herrsche über alle Zeiten und Räume. S. 88, “Fanny in der Hölle I” – Wolfgang Bellaire © Nordfriesischer KBV

Fanny 01Der Inhalt:

Die 13-jährige Fanny wird von bösen Mächten verfolgt, sagt sie und denkt sich die obskursten Geschichten aus. Also landet sie zur Behandlung in einer New Yorker Psychiatrie. Dort möchte Dr. Steven Raczkiewicz sie hypnotisieren, um den Ursprung ihrer Halluzinationen herauszufinden. Doch die Hypnose endet katastrophal und für Fanny scheint es keine Hilfe zu geben. Ihre Wahnvorstellungen vom Bösen werden immer intensiver und stärker, bis es einen Krieg auszufechten gilt und Fanny sich endgültig verloren glaubt…

Himmel und Hölle, die anbrechende Apokalypse?

Fanny in der Hölle I” ist ein Buch für junge Erwachsene, das ein für mich sehr spannendes Thema aufgreift. Den Krieg zwischen Himmel und Hölle und die Mythen, die sich rund um die Apokalypse ranken. Im Zentrum dieses Konflikts steht die 13-jährige Fanny, die zum Zeitpunkt des Geschehens in einer New Yorker Psychiatrie behandelt wird.

Damit entsteht ein Kontrast zwischen der Fachmeinung des Arztes und den Wahnvorstellungen Fannys, die für sie real sind. Wobei ich bis zum Schluss nicht weiß, ob Fanny nun tatsächlich fantasiert oder Reales erlebt und mir noch immer nicht begreiflich geworden ist, was ausgerechnet ein 13-jähriges Mädchen mit all dem zu tun hat. Da es eine Fortsetzung gibt, vermute ich ganz stark, dass dies dort aufgeklärt wird.

Wolfgang Bellaire überzeugt streckenweise mit schauderhaften und detaillierten Beschreibungen von Ausgeburten der Hölle und übertrifft sich in seinen gruseligen Beschreibungen immer wieder selbst.

Die Grenzen der (eigenen) Fantasie

Meine Fantasie kam irgendwann an dem Punkt an, keine weiteren, albtraumhaften Gestalten mehr erschaffen zu können. Trotz der recht großen Schrift hatte ich somit zeitweise Konzentrationsprobleme, da ich mir vieles nicht mehr so richtig vorzustellen vermochte und Schwierigkeiten besaß, dem Handlungsverlauf zu folgen.

Zum Ausgleich dafür besitzt “Fanny in der Hölle I” zwei wunderschöne Illustrationen, die wiederum zwei Szenen unterstreichen und meiner Fantasie noch einmal einen hilfreichen Anstoß versetzten.

Fehlende Hintergrundinformationen bei den Charakteren

Die Figuren sind einerseits gut herausgearbeitet und andererseits nicht. So bin ich mir immer noch nicht darüber im Klaren, was die Charaktere im Einzelnen umtreibt, weshalb sie die Einstellung besitzen, die sie besitzen und dergleichen. Kurz: Mir fehlen die Hintergründe und die Substanzen mancher Figuren. Wie die Charaktere jedoch in den aktuellen Situationen handeln und reagieren ist solange nachvollziehbar und mit Interesse zu lesen, solange ich als Leserin auf etwaige Hintergründe verzichten konnte.

Historische Kontexte, die sich mir nicht recht erschließen wollten

Fanny in der Hölle I” ist hauptsächlich gruselig geschrieben, da ständig zwischen vermeintlichem Wahn und Realität geswitcht wird und Perspektivenwechsel stattfinden. Neben vielen Fachausdrücken im medizinischen Bereich, die eine intensive Recherche des Autors beweisen, wird die Handlung gelegentlich auch in historische Kontexte gesetzt. Der Dreißigjährige Krieg spielt eine Rolle als auch der Zweite Weltkrieg und die damit verbundenen Hintergründe.

Als am Besten empfand ich das zweischneidige Doppelspiel von der Hölle, das mich immer wieder zweifeln ließ, ob nicht Satan am Ende doch der Erretter sei und Gott wirklich ein böser Tyrann. Hierbei bin ich dem Autor grandios in die Falle getappt und habe mich bestens an der Nase herumführen lassen.

Mein Fazit:

Insgesamt hat mir die Idee für “Fanny in der Hölle I” sehr gut gefallen. Das Potenzial ist nicht immer so großartig ausgeschöpft worden, wie ich es mir gewünscht hätte. Meine in diesem Fall begrenzte Vorstellungskraft mag dem Werk ein Unrecht antun, doch ich hatte immer wieder Mühen, mich im Geschehen einzufinden. Da einige Aspekte jedoch löblich gelungen sind und ich Passagen genoss – vor allen Dingen in der ersten Hälfte der Geschichte – pendelt sich mein Urteil auf knappe 3 Wölkchen ein.

Ein unerreichbares Ziel vor Augen stellen heißt, den Menschen zu unaufhörlichen Schuldgefühlen verdammen! S. 85, “Fanny in der Hölle I” – Wolfgang Bellaire © Nordfriesischer KBV

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Allgemeine Buchinformationen:

eBook: 3,99€

Cover: Elif Nele Siebenpfeiffer fanny-in-der-hoelle1
Klick auf Cover, um es zu vergrößern
Frühjahr 2013, Nordfriesischer Kinderbuch Verlag, Rodenäs
Format: 248 Seiten, s/w-Innenillustrationen, 14.8 x 21.0 cm, gebunden (Fadenheftung)
ISBN: 978-3-944243-14-6
Preis: EUR 17.90 inkl. MwSt, versandkostenfrei
Zu “Fanny in der Hölle I” beim Nordfriesischen Kinderbuchverlag

Das Haus am Abgrund von Susanne Gerdom [Rezension]

Die Welt ist böse. S. 5, “Das Haus am Abgrund” – Susanne Gerdom © bloomoon

 

DasHausamAbgrundDer Inhalt:

Im Kopf des 16-jährigen Adrian Smolletts wächst ein Tumor. Aus diesem Grund hat er sich mit seinen beiden Vätern nach St Irais zurückgezogen. In das beschauliche Dorf, indem er schon viele Ferien verbrachte. Doch dieses Mal geht vom Nachbarsgrundstück ihres eigenen Cottages eine dunkle Bedrohung aus. Das Dorf brodelt vor unterschwelligem Hass und einer sich anbahnenden Gefahr, die niemand auszusprechen wagt, die jedoch stetig präsent die Gemüter erhitzt. Also beginnt Adrian zu recherchieren und droht sich zwischen Vergangenheit, Gegenwart, guten und bösen Halluzinationen zu verlieren. Sein einziger Halt wird November Vandenbourgh sein, die als Novemberbraut ein schauriges Geheimnis hütet, das in direkter Verbindung zu dem Haus auf dem Nachbarsgrundstück steht. Wie viel von dem, was Adrian die Geister einflüstern, ist wahr? Wem ist zu trauen und wem nicht? Wer ist der übermächtige und unsichtbare Gegner, gegen den sie bestehen müssen?

Ein absolut fesselndes und gefangen nehmendes Geflecht

Susanne Gerdom hat eine Geschichte geschrieben, die mich auf eine gruselige, verwirrende und schaurig spannende Reise nahm. “Das Haus am Abgrund” spielt gekonnt mit den Perspektiven, lässt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft scheinbar undurchdringbar miteinander verschmelzen und schafft es, ein so dichtes Geflecht zu kreieren, dSG2ass ich mich gefangen und absolut gefesselt fühlte. Gefesselt vom Geschehen, das einerseits irrwitzig und auf skurrile Art und Weise komisch erscheint und andererseits von einer tiefen Verzweiflung zeugt, deren Ursprung man ständig beinahe zu greifen glaubt, bis es mir doch wieder entwischte. Susanne Gerdom hielt mich ständig bei der Stange, indem sie mir gezielte Brocken hinwarf, die mir halfen, mich zurechtzufinden und gleichzeitig nur noch mehr Fragen und Verwirrung stifteten.

Liebenswerte Figuren als kostbares Lesegeschenk

Verloren habe ich mich vollkommen in den Figuren. Zum ersten Mal seit Langem wurde mir bewusst,

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Ein mehr als entzückendes Cover

dass ich mal wieder einen Roman mit einem männlichen Protagonisten, der aus der Ich-Perspektive berichtet, erleben durfte. Mir erschien das wie ein kostbares Lesegeschenk, das ich in vollen Zügen genoss. Nicht nur dieser Umstand, sondern auch, dass Adrian Smollett seine eigenen Macken, Sorgen und Probleme angedichtet bekam, half mir, mich in “Das Haus am Abgrund” zu versenken und mit den Figuren mitzugehen. Die andere Protagonistin November Vandenbourgh ist nicht weniger gut gelungen. Allerdings war Adrian weitaus interessanter und auf seine besondere Art polarisierend. Adrians familiäres Umfeld ist anders als das der traditionellen Familie. Er besitzt zwei Väter. Susanne Gerdom hat diese Situation in meinen Augen so gut aufgegriffen, dass mir jedes Mal das Herz aufging, wenn Jonathan (der gute liebe Jonty!) oder Tobias ihren Auftritt hatten. Ich kann es nicht richtig beschreiben, doch diese Randfiguren wirkten so unerschütterlich stark, dass sie mir diese düstere Geschichte versüßten.

Keine klare Trennlinie zwischen Wahn und Realität und ein durch und durch schwarzer Kern

Dann wäre da noch der dunkle Kern, um den sich “Das Haus am Abgrund” rankt. Dieses stets nicht Greifbare, immer halb im Schatten und halb im Licht liegende. Ein Geheimnis, das sich von Seite zu Seite aufbaut, verdichtet und immer größer wird, bis ich mir nicht mehr sicher war, ob ich das Geheimnis wirklich durchdringen wollte. So bedrohlich, so unaushaltbar und so absolut schwarz erschien es mir. SG1

Susanne Gerdom nährt die Dunkelheit mit vielen Faktoren und so wie sie bereits die Zeiten miteinander verschmelzen lässt, schafft sie ebenfalls verwischende Übergänge zwischen Realität und Fiktion. Denn Adrian hat ein ungewöhnliches Leiden, das es mir unmöglich machte herauszufiltern, was er sich nun zusammenfantastisierte und was nicht.

Rückblickend ist das mit das Schönste: Nicht zu wissen, wie viel nun “wahr” ist. (Sofern ein “Knochenhaus” und Geister tatsächlich real sein können ;-).)

Mein Fazit:

Liebe LeserInnen, taucht unbedingt ab in die Tiefen des am Abgrund stehenden Hauses. Geht die Irrpfade, die alle ihr Ziel in der Dunkelheit finden und lasst euch verführen von einer fantastischen Show, die mit nichts zu vergleichen ist. Susanne Gerdom hat nicht nur eine “Nische” zwischen den zig bereits vorhandenen Szenarien und Gestalten in der Buchwelt gefunden, sondern daraus einen herrlichen Stoff gewoben, den ich nur wärmstens empfehlen kann.

Leseprobe

Und für einige Minuten drehte sich die Erde ohne uns weiter. S. 307, “Das Haus am Abgrund” – Susanne Gerdom © bloomoon

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Allgemeine Buchinformationen:

Susanne Gerdom
Das Haus am Abgrund
Ab 14 Jahren / 400 Seiten
21 cm x 14,5 cm
14,99 € [D], 15,50 € [A], CHF 21,90
inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
ISBN: 978-3-7607-8666-7
Erschienen am 05.02.2013
Zu “Das Haus am Abgrund” bei bloomoon

Ich bedanke mich herzlichst bei Susanne Gerdom für das wunderschöne Leseexemplar mit Signierung!!

Der Rezensions-Spagat und die Schrecken der rosaroten Bloggerwelt

Soll ich oder soll ich nicht?

Ich schreibe diesen Artikel jetzt ganz spontan und ohne großartig darüber nachzudenken. Ich werde keine Nacht mehr darüber schlafen und ich werde ihn nicht auf ewig in meinen Entwürfen vergammeln lassen und jedes Mal, wenn ich ihn sehe denken: „irgendwann mal“, bis daraus ein „der war sowieso zu kindisch und unprofessionell“ wird.

Eigentlich wollte ich meine Gedanken in einer Facebook-Meldung unterbringen. Das habe ich auch getan, bis ich nicht mehr aufhörte und schrieb und schrieb und schrieb. Ich habe gemerkt, ich muss meine Gedanken hier ausführlich mitteilen und nicht nur mal schnell bei Facebook versacken lassen.

Was geht mir im Kopf herum? Was hat es mit dem „Rezensions-Spagat“ auf sich?

Nun, seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Optik von Rezensionen. Überlege, was ich verbessern, was ich streichen, was ich verändern, kurz: was ich „richtiger“ machen könnte. Doch eigentlich ist das doch gar nicht das Problem. Es sind die Inhalte.

Immer wieder lese ich bei Autoren, dass sie sich vor den ersten Leserrezensionen fürchten, manchmal erleichtert und glücklich sind, wenn die ersten begeisterten Stimmen eintrudeln, aber auch tief betrübt, wenn der erste Verriss gesichtet wird.

Wie ich mir selbst ständig ans Bein pinkel

Jetzt werden sich manche zurecht fragen: Aber was hat das mit den Rezensionen zu tun? Eine Menge: Es ist dieses Zittern, die Beklemmung und diese Angst. Sicher, mir pinkelt niemand ans Bein, wenn ich mal eine weniger qualitative Rezension abliefere, weil ich mal einen schlechteren Tag beim Schreiben hatte. Doch es reicht schon, wenn man das selbst übernimmt. Richtig, ich nehme all‘ den anderen die „Drecksarbeit“ und Mühen ab und mache mich selbst verrückt. Woher kommt das? Wann, wie und wo ist das entstanden?

Inzwischen weiß ich es. Inzwischen weiß ich auch, dass es ein wann und wo gibt. Denn als ich 2010 mit dem Bloggen anfing, waren für mich beim Rezensieren nämlich noch ganz andere Gefühle im Spiel. Positive, glückliche, die mich aufleben ließen und mir bestätigten, dass ich gefunden hatte, was mir seelische Befriedigung einbrachte. Klar, ich war oft auch aufgeregt wie ein kleines Kind, wenn ich das Gefühl hatte, es sei mir gelungen, den besonderen Ton einer Geschichte in einer Rezension halbwegs eingefangen zu haben. Meistens passierte nichts und es war niemand auch nur so halbwegs begeistert wie ich. Aber ich war glücklich mit dem was ich tat und wie ich es tat. Ich frage noch einmal: (ja, das ist rhetorisch ;-)) was ist passiert?

Buchblogger: Girlies ohne Gehirn?

Kleine, kritische Stimmen und böse Zungen, die kleine „Samenkörner“ in mein Gehirn pflanzten und die trotz meiner Widerstände wuchsen und wuchsen, bis ich sie nicht mehr loswurde; die sind passiert. Ich rede von verschiedenen Artikeln über die Bloggerlandschaft.

In der FAZ gab es mal einen „netten“ Artikel, der beispielhaft bzw. exemplarisch eine Vloggerin als rosarotes marzipan Girlie „ohne Gehirn“ darstellte. Der Artikel hörte nicht im Kleinen auf, sondern machte im Großen weiter und scherte alle BloggerInnen über einen Kamm.

„Unprofessionell“, „Subjektiv“, „Lächerlich“. Die Assoziation mit Pilzen erschien mir mitunter am brutalsten. Sie suggerierte, dass niemand die Massen an BloggerInnen brauchte und einer wie der andere am Ende anonym versacken würde.

Jedenfalls sind mir solche Begriffe im Gedächtnis haften geblieben. Es war nicht nur die arrogante Art eines Journalisten über uns “kleine Lichter” her zu ziehen. Es waren auch “Hetzen” der BloggerInnen untereinander. Diese unterschwellige “Bedrohung”, die sich teilweise anzubahnen zu schien. Gelegentlich sind sie dann ja auch explodiert und einige schöne Blogs haben “geschlossen”.

Der Verstand und das Herz: Untrennbar miteinander verbunden und doch wollen sie das Gegenteil…

Ich weiß wohl, dass man über diesen Dingen stehen sollte. Was nutzt es mir aber, wenn mein Kopf das sagt und mein Herz genau das Gegenteil glaubt? Wenn es sich daran festklammert, dass meine mühevolle Arbeit umsonst ist und ich in den tiefsten Tiefen meines Inneren eine Überzeugung hege, die ich mich nicht einmal zu denken traue: Dass alle meine Artikel, egal, wie viel Herzblut in ihnen steckt, jeder Satz in meinen Rezensionen, sowieso angezweifelt wird. Dass es am Ende niemanden interessierte, ob ich LeseLust & LeseLiebe nun löschte oder nicht.

Denn eigentlich sind wir BloggerInnen doch sowieso nur gierige Menschen, die gratis Bücher abstauben wollen. Denn in Wahrheit tun wir ja alle nur so nett und verstecken das Messer hinter dem Rücken. Denn in Wirklichkeit fechten wir alle einen rosaroten Krieg, der niemals endet und halb im Verborgenen geschieht. Denn tatsächlich schreiben wir nur Gefälligkeitsrezensionen, denn die Hand, die einen füttert, beißt man bekanntlichermaßen nicht. Es gab in den vergangenen Jahren vieler solcher Artikel, die sich mit ebenjenen Themen auseinandersetzten. Mal mehr, mal weniger sachlich. Mal einigermaßen hilfreich, mal vordergründig hässlich und traurig.

Wer sich den Schuh anzieht, dem passt er auch! – Oder?

Letztlich sind es diese gemunkelten Vorwürfe, die die Unbedarftheit während meiner Bloggeranfänge zerstörte. Ich gebe zu, dass ich mir gerne alle möglichen Schuhe anziehe, ob sie nun passen oder nicht und ob dies nun zurecht ist oder nicht.

Ja, ich habe mich beim Rezensieren dann verbogen. Statt „ich“ zu schreiben und meine ganzen, pathetischen und geballten Gefühle in eine Rezension zu legen, versuchte ich nun sachlich zu sein und schrieb immer öfters: „LeserInnen“. Aber in Wahrheit meinte ich meistens mich damit. Ich merzte die Gefühle aus und legte so viel Sachlichkeit und Neutralität an den Tag, wie ich imstande war aufzubringen. Das soll nicht heißen, dass meine vergangenen Rezensionen nun „kalt“ sind, doch anstatt läppische 15 Minuten, die ich wie sonst durchschnittlich voller Freude beim Schreiben gebraucht hatte, saß ich nun eine Stunde, manchmal zwei und in den schlimmsten Fällen 3 Stunden an einer Rezension; Nur um die Balance zwischen Sachlichkeit und Gefühl zu finden. Nur um herauszufinden, wie viel “ich” und offensichtliche Subjektivität meine Rezension vertragen konnte. Nur um das rechte Maß zu finden, das mich in meinen Augen davor bewahrte, eines dieser „Marzipanherzen“-Girlies aus diesen bösen, bösen Artikeln zu sein. Jene böse Artikel, von denen ich immer wieder annahm, sie hätten ja recht. Irgendwie…

Was ist so schlimm daran, man selbst zu sein?

Warum eigentlich? Was ist so schlimm daran, man selbst zu sein?- Und wenn man sich eben gerne in Lippenstiften, Nagellacken und dergleichen verliert, dann tut man das. Wenn man gerne liest und nebenher von Glitzer und „Marzipan“ spricht, darf man das doch gerne tun. Oder wer legt das fest? Wen das nicht interessiert, der muss sich das nicht angucken oder durchlesen.

Ich habe mich also verbogen, um Maßstäben gerecht zu werden, die irgendwo herumgeisterten, niemals an mich persönlich gerichtet waren und die ich mir wirklich hätte ersparen können.

Bis eben (da schrieben wir noch den 26.03.13! ;-)) war mir das alles nicht so klar bewusst. Doch dann brach gerade beim Schreiben einer Rezension der Damm und es war wirklich so, als würde der Schleier mit einem Mal in Fetzen gerissen und ich könne nun klar erkennen, worin mein „Problem“ lag. Wobei ich mir nicht einmal so richtig über ein Problem im Klaren gewesen war. Ich hatte meine Unzufriedenheit beim Schreiben der einen oder anderen Rezension zwar registriert, aber meine Euphorie von einst kaum vermisst.

Werft die Bedenken über Bord

Doch dann schrieb ich die Rezension zu „Das Haus am Abgrund“ von Susanne Gerdom und warum auch immer, doch ich dachte mir: „Liebe Charlene, wirf deine Bedenken jetzt mal über Bord. Versteck dich nicht hinter ‚man‘, ‚LeserInnen‘ und einer Allgemeinheit, sondern schreibe ICH, wenn du ICH meinst und führe all‘ das ungeschont aus, was du auch denkst!” Es war auf einmal ganz leicht und ich habe eine Rezension geschrieben, die sich beim Schreiben kribbelnd, schön und unglaublich gut anfühlte. Sie muss deshalb nicht jedem gefallen und es muss aus diesem Grunde auch nicht zwangsläufig die Beste sein. Allerdings ist sie schön für mich. Weil ich bei ihr wieder das empfunden habe, weswegen ich mit dem Rezensieren und dann Bloggen anfing.

Auf Facebook hatte ich es so formuliert:

Es ist traurig und wunderschön zugleich. Eben schrieb ich die Rezension zu „Das Haus am Abgrund“ und habe dabei die „professionelle Distanz“, die ich mir vor vieeeeeelen Monaten antrainiert hatte, ignoriert und kam soooo, sooo schön und leicht ins Schreiben, wie bei zig Rezensionen davor nicht mehr. Es war so wie zu meinen Bloggeranfängen, als mir das Rezensieren ultraleicht fiel und ich eine Rezension in ca. 15 Minuten runtergeschrieben hatte und danach dieses beseelte Gefühl besaß und von einer eigenartigen Glückseligkeit erfüllt war…
Was ist das Traurige daran? – Das ich so lange gebraucht habe, um zu erkennen, dass dieses „verbiegen“ in eine Form nichts nutzt und mir dadurch einiges furchtbar erschwert habe. 😥
Doch lieber spät als nie. Jetzt muss ich mir dieses „Den-Gefühlen-ungezügelt-freien-Lauf-lassen“ wieder „antrainieren“ und es ist alles wieder im Lot! 😉


Was möchte ich euch also damit mitteilen? (Sofern jemand bis zum Ende durchgehalten hat! 😛 )

Lasst. Euch. Nicht. Verbiegen. !!!

Denn ihr wisst es besser

Ignoriert spitze Anmerkungen, leichte Anspielungen und dezente Andeutungen oder scharfe Kritiken. Wenn sich alle gegenseitig beschuldigen, man sei nur auf Rezensionsexemplare aus; wenn alle meinen, man schreibe Gefälligkeitsrezensionen; wenn alle sagen, man könne mit seiner stümperhaften Meinung sowieso niemanden erreichen, vergesst das. Denn ihr wisst es besser. Und nur darauf kommt es an.

Tut genau das, womit ihr euch wohlfühlt. Sowohl beim Rezensieren, beim Bloggen als auch in eurem Leben. Identifiziert euch nicht mit Artikeln oder Hetzjagden, die immer und immer wieder aufleben, für Aufsehen sorgen und nach einigen Wochen wieder abebben. Sagt es euch nicht nur, sondern versucht das auch wirklich zu fühlen.

Mir ist die Puste ausgegangen

Es mag jedem dabei anders ergehen, mir hat es aber mehr zugesetzt, als ich gedacht hätte.

Mir ist nämlich allmählich die Puste ausgegangen. Der Witz ist immer noch, dass ich nicht einmal das so genau wusste. Auf eine undefinierbare Art und Weise waberten diese dann doch eher belastenden Gefühle und Gedanken in mir herum, die sich dann vor etwa einer Stunde glasklar herauskristallisierten und vor meinem inneren Augen manifestierten. Jetzt bin ich zuversichtlich, meine Puste nach und nach zurückzuerobern, wenn ich es nur schaffe, die Zweifel, die durch fremde Worte in meinem Kopf gesät wurden, abzutun.

Eines ist aber ganz klar und deutlich:

Professionelle und neutrale (man nennt es auch objektive ;-)) Rezensionen, ihr seid ab heute gestrichen, von nun an steht wieder Gefühl auf der Speisekarte!

Lasst es euch schmecken!


Charlousie

PS: Ich habe den Artikel aus der FAZ gegoogelt, aber ich finde ihn nicht mehr. Einerseits ist es “unprofessionell” (schon wieder dieses Wort!!) ihn als Vorlage zu verwenden, ohne ihn zu verlinken, andererseits kann ich mich auch ganz gut auf mein Gehirn verlassen, denn ansonsten hätte mich solch ein Artikel (so wie einige andere auch) über einen so langen Zeitraum hinweg nicht dermaßen aus der Bahn geworfen. Eventuell werde ich die Verlinkung also noch nachreichen. Eventuell aber auch nicht. Ich schaue mal, was mein Gefühl dazu sagen wird ;-).

Edit, 27.03.13., 12:47 Uhr: Hilfe, ist mein 1. Gedanke, wenn ich die massigen Kommentare bei Facebook und hier sehe. Oha! Immerhin hier habe ich sie jetzt alle gelesen und festgestellt, ich muss euch später darauf antworten, jetzt fehlt mir die Zeit. Doch da sich eine Kommentatorin den Artikel gewünscht hat, verlinke ich nun doch noch einmal auf ihn: >>>böser Link<<<. Danach aber bitte nicht in ein schwarzes Loch fallen!

Edit, 27.03.13., 20:49 Uhr:

Das Abschlusswort zum Abend

Jetzt, da ich alle Kommentare las und auch beantwortet habe, möchte ich euch noch sagen: Ich habe niemals mit so viel Feedback gerechnet. Feedback, der mir auf wundervolle Weise bestätigt hat, dass mein Artikel als auch meine Ansicht gerechtfertigt waren und noch sind. Ich bedanke mich für eure überwältigenden (teilweise mega langen) Kommentare. Eine bessere Bestätigung kann es in meinen Augen nicht geben. Ich freue mich, vordergründig herausgelesen zu haben, dass viele dieses „Problem“ kennen, manche schneller zur Einsicht/Vernunft gelangt sind, wir uns nun aber im Großen und Ganzen darüber einig sind, dass man für sich bloggt, es um den Spaß geht und man dennoch über jede einzelne Leserrückmeldung erfreut ist. ~Tausend Dank euch allen.~

Unclouded von Silje Nergaard [CDRezension]

„Sie sind Mitverschworene, deren Saitengesang mit der Stimme der Sängerin zu einem einzigen Klanggedicht verschmilzt.“

– sagt die Artikelbeschreibung zu Silje Neergaards CD „Unclouded“ auf der Seite von Sonymusic. Das kann ich so nicht unterschreiben, da mich diese Art von Musik weniger anspricht. Ich liebe zwar Gitarrenklänge, doch für mich war diese „Verschmelzung“ von Gitarre und Stimme nicht die grandiose Offenbarung, wie scheinbar für den Urheber des obigen Zitatausschnitts. Gefühlvoll ist das Album allemal, das kann der Norwegerin Silje Nergaard niemand absprechen und dass sie in ihrem Stil etwas Großes geschaffen hat, ebenso wenig. Es ist schwierig, diesen Musikstil zu definieren. Normalerweise hätte ich „Unclouded“ denjenigen empfohlen, die ruhigere, melancholische und nachdenkliche Songs mögen, denn genau diese findet man im Album der Künstlerin vor. Allerdings mag ich ebenjene Songs normalerweise selbst, die mich in dieser Umsetzung weniger überzeugten.

Scheinbar muss es Alben geben, in denen man keine „gemeinsame Basis“ findet. So honoriere ich die Qualität der einzelnen Songs und habe auch immerhin drei Lieder („He Must Have Been Telling A Lie“, „Human“,

„A God’s Mistake“), die ich inzwischen gerne bis sehr gerne höre, doch insgesamt hatte ich weniger Spaß an den Klängen und dem Gesang Silje Neergards. Gegen ihre Stimme und Klangfarbe habe ich ebenso wenig einzuwenden, es mag an der Machart der Musik und ihrer Stimme liegen, die ich leider nicht als „Klanggedicht“ verstanden habe. Hinzukommt, dass die einzelnen Songs teilweise sehr lang sind  und mit knapp 4 Minuten viel, viel Instrumentalsoli enthalten bzw. Gitarrenparts, die mich manchmal weniger ansprachen.

Inhaltlich hat mich das Album wiederum überzeugt, da Silje Neergard großflächig „unterwegs“ ist und wie bei der Pointe einer Geschichte oftmals erst am Ende der richtige Pfad enthüllt wird. Beispielsweise bei „When Our Tune Is Played“ geht der Text am Ende in eine ganz andere Richtung als zunächst erwartet.

Fazit:
Ich empfehle, sich die Hörproben anzuhören und dann zu entscheiden, ob „Unclouded“ einem zusagt oder nicht. Ich kann es für diejenigen empfehlen, die während ihrer Hausaufgaben oder ähnlichen Tätigkeiten gerne Musik hören, allerdings solche, die mit dem Hintergrund „verschmilzt“ 😉 und nicht ablenkend wirkt. Zum Konzentrieren ist „Unclouded“ in dieser Hinsicht perfekt geeignet und wird zu diesem Zwecke bestimmt noch einige Male zum Einsatz kommen. Denn hierbei hatte ich mitunter das Gefühl, die Musik würde meine Seele streicheln und das ist ja alles andere als schlecht.

Wer allerdings Peppiges oder gar so richtig Mitreißendes sucht (auch Trauriges kann mitreißen) wird eventuell enttäuscht werden, denn dafür ist „Unclouded“ (vielleicht gerade durch die dominierenden Gitarrenklänge?) zu einseitig. Sicherlich ist inhaltlich eine große Abwechslung geboten, dafür in den Musiknoten weniger.

 Wölkchen3

 

Allgemeine CD-Informationen:

Audio CD (23. März 2012)

Anzahl Disks/Tonträger: 1

Label: Col (Sony Music)

ASIN: B006ZRIKNG

Zu “Unclouded” auf Sonymusic

Leselustiges DANKESCHÖN-Gewinnspiel – Die Auslosung (mit Special) !

Gewinnspiel

Letzten Freitag hat das leselustige-Dankeschön-Gewinnspiel sein Ende gefunden und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es aufgrund eurer konstruktiven Kritik

Vorbereitungen für die Auslosung

Vorbereitungen für die Auslosung

und lieben Rückmeldung, für mich vielmehr ein Dankeschön war, als für euch! 😉

:::Danke:::Danke:::Danke:::Danke::: – dass ihr teilgenommen habt!

Ich habe aus euren Meinungen, Wünschen und Anregungen für mich sehr viel herausziehen können. Einiges kann ich blöderweise nicht umsetzen, manches entspricht einfach nicht meinem Geschmack, Teile habe ich schon in die Tat umgesetzt (z.B.: die Schriftart Verdana, Danke Sandra!!) und vieles ist in Arbeit. (Beispielsweise die Blogroll aus der Sidebar zu nehmen und in einer extra Seite unterzubringen!)

Zu den Rezensionen: In der nächsten Zeit wird der Stil meiner Rezensionen wohl sehr variieren, da ich dort nun am Herumprobieren bin. Ergeben hat sich für mich, dass ich die Rubrik “Thematik”

am Ende einer jeden Rezension endgültig fallen lasse, da sie scheinbar zur Unstrukturiertheit beiträgt. Aus “Mein endgültiges Urteil” forme ich wieder etwas mit “Fazit”, doch die Zwischenüberschriften bleiben! Es gab da einige Pro und einige Kontra-Argumente und bei allen

Die Gewinnbücher! - Steigt die Spannung? ;-)

Die Gewinnbücher! – Steigt die Spannung? 😉

Abwägungen fiel für mich am meisten ins Gewicht, dass ICH diese Zwischenüberschriften einfach liebe, obgleich sie mehr Arbeit bedeuten. Ich habe mich einfach sehr daran gewöhnt und es ist eine schöne Art, meine geschriebenen Rezensionsabschnitte für mich noch einmal zusammengefasst Revue passieren zu lassen. So merke ich teilweise auch, dass da noch etwas fehlt, was ich unbedingt sagen möchte.

::: Umfrage :::

An der Umfrage haben sich 55 LeserInnen beteiligt und zwischendurch war ich von den Ergebnisse sehr, sehr deprimiert. Ich mache ja kein Geheimnis daraus, dass ich das neue Modell bevorzuge, ansonsten hätte ich mich irgendwann (in der Steinzeit oder so :P) logischerweise nicht dazu entschlossen, es durch das neue Modell zu ersetzen. Kurz gesagt: Das alte Rezensionsmodell führte zwischenzeitlich mit 15 zu 3 Stimmen oder so etwas und das war für mich etwas unschön. Am Ende habe ich (wie ihr gleich sehen könnt) doch noch bekommen, „was ich wollte“. Doch auch wenn es 50 zu 0 für das alte gewesen wäre: So ganz hätte ich es definitiv nicht übernommen, ich hänge zu sehr am Neuen. Bemühungen, es eurem Geschmack anzupassen hätte es gegeben, aber ansonsten…

Ergebnis

Zum Vergrößern draufklicken!

Auslosung

Bevor ich euch noch mehr “zuschwalle”, erfolgen nun die Bilder über mein schönes Auslosen. Ich habe geschrieben, geschrieben und geschrieben und gefaltet, gefaltet und gefaltet. Es gab 20 Teilnehmerinnen, die in den Lostopf hüpften. Einige wenige habe ich nicht berücksichtigt, da sie im Vergleich zu denjenigen, die sich wirklich Mühe gegeben haben, in ihren Kommentaren ziemlich kurz gerieten, die Aufgabe nicht wirklich erfüllten oder ich das Gefühl besaß, es wurde nicht einmal richtig gelesen, was ich da als Aufgabe “verlangte”. Wie bin ich beim Auslosen vorgegangen? Ich habe das Gewinnbuch und eure Namen auf Zettel geschrieben, diese gefaltet, dann in ein Behältnis getan, Deckel drauf, gut geschüttelt und dann einen Zettel gezogen. Ja, ich war also Glücksfee und nein, ich habe mir keinen Zauberstab oder ein schönes Kleid dazu angezogen! 😛

::: Asche – Lori Handeland :::

Auslosen

Asche

Gewonnen hat: ~Rica~

::: Glut – Lori Handeland :::

Glut

Gewonnen hat: ~Annett~

::: Buddha Boy – Jordan Sonnenblick :::

Buddha Boy

Gewonnen hat: ~Bianca~

 

::: Liebe lange leichte Tage – Bodil Bredsdorff :::

Liebe lange leichte Tage

Gewonnen hat: ~Niemand~

::: Verdammt wenig Leben – Ana Alonson & Javier Pelegrín:::

Verdammt wenig Leben

Gewonnen hat: ~Reni~

::: Meine wahre erfundene Welt – Kaat Vrancken :::

Meine wahre erfundene Welt

Gewonnen hat: ~Jemasija~

 

::: Irgendwann passiert alles von allein – Philipp Mattheis :::

Irgendwann passiert alles von allein

Gewonnen hat: ~Niemand~

::: Im Wespennest – Bart Moeyaert:::

Im Wespennest

Gewonnen hat: ~Niemand~

::: October Daye 01 – Winterfluch – Seanan McGuire:::

October Daye 01 - Winterfluch

Gewonnen hat: ~tigger0705~

 

Ich hoffe, ich habe einige glücklich machen können und diejenigen, die kein Glück hatten: Nächste Woche startet die Blogtour zu “Dark Destiny”, also erneut eine tolle Gewinnchance und das nächste Gewinnspiel ist auch schon in Planung! 🙂

Außerdem habe ich noch ein Special für euch!

Special

Bei drei Büchern steht ~Niemand~, weil dafür ’niemand‘ 😉 in den Lostopf wollte. Ich denke, das liegt nicht unbedingt am fehlenden Interesse, sondern vielmehr an meiner Begrenzung, nur einen Titel zu nennen. Deswegen habe ich mir gedacht:

All diejenigen, die nun kein Glück hatten, sich aber für einen der Titel interessieren, haben ab heute 3 Tage Zeit, in den Kommentaren “hier” zu schreien, mir zu sagen, für welches Buch Interesse besteht (dieses Mal darf man auch alle nennen!) und dann lose ich diese 3 noch einmal unter den “Pechvögeln” aus. Einverstanden? – Dann meldet euch einfach :D.

Die Gewinnerinnen werde ich im Laufe des Abends per E-Mail über ihren Gewinn benachrichtigen, damit ich eure Adressen auch schnellstmöglich bekomme. Wer schneller ist als ich, darf mir die Adresse mit dem Gewinnbuch ansonsten auch gerne an leselustleseliebe[Punkt]info[at]ymail[Punkt]com senden.

Ich versende eure Gewinne voraussichtlich bis Ende der Woche (ggf. auch erst nach Ostern) und würde mich freuen, wenn ihr hier als Kommentar bescheid gebt, dass das Buch auch wohlbehalten bei euch eintraf!

Jetzt habe ich genug gefaselt und wünsche euch noch einen schönen Abend, eine noch sonnenreichere Woche und eine tolle Lesezeit,

Charlousie

Was du willst

Wasduwillst

>> Im Gespräch <<

 

Was willst du?

Ich will alles.

Und was ist a l l e s?

Alles? … Na …, alles, ist eben alles.

Okay, aber meine Vorstellung von a l l e s, ist sicherlich eine andere als deine. Also definiere bitte mal a l l e s.

 

Alles ist das, WAS ICH WILL!

 

UND WAS WILLST DU?

 

 

Hmm… -alles?!

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