Archiv für den Monat Februar 2013

Bist du der Buchtauschtyp?

Buchtauschtyp_

Buchtauschen


Früher oder später könnte diese Frage jeden Bücherfresser aus Leidenschaft beschäftigen, denn der Lesestoff ist immer knapp, egal, wie hoch der SuB sich türmt 😉 und der Strom der Neuerscheinungen, – die alle so schön aussehen, verlockend klingen oder die angefangene Reihe endlich komplementieren – reißt nicht ab. Doch wie soll der abhängige Buchwurm an seine neue Lesedroge kommen? Den „Stoff“, den er so dringend benötigt?

Da gibt es mehrere Optionen!

Ausleihen: Sicherlich gelegentlich eine Möglichkeit. Bücher, die einem nicht gefallen haben, mag ein Buchfresser meistens sowieso nicht besitzen, doch wenn es sein absolutes Lieblingsbuch war, tja…

Buchtauschtyp

Ausschnitt meiner ertauschten Bücher

dann entsteht durch eine kurzfristige Lösung (nämlich das Ausleihen), ein neues “Problem”. Außerdem sind viele Bücher in Bibliotheken auf endlosen Wartelisten und anhand des SuB’s weiß der Buchfresser nur zu gut, dass er querbeet nach Lust und Laune liest und das Buch jetzt nicht schnell mal einschieben will, nur weil die Ausleihfrist abläuft.

Kaufen: Eine sehr, sehr gute Idee. Man muss sich an keine vorgebenen Zeiten halten, kann inzwischen sowohl elektronisch, als auch persönlich Bücher shoppen und hat eine Auswahl, die sich nicht auf das Sortiment der Bibliothek beschränkt. Aber auch hier gibt es Faktoren, die jeden Buchfresser irgendwann einschränken sollten. Einer dieser Faktoren ist das liebe Geld.

Noch hat niemand einen Goldesel hinten im Garten stehen und an Bäumen wächst es auch leider (noch? ;-)) nicht! Zwangsläufig bzw. längerfristig muss man sich nach weiteren Alternativen umsehen. Oder nach „ergänzenden Maßnahmen“ neben dem Kaufen. Wo wir auch schon…

…beim Tauschen wären:

Da sich Buchfresser in zahlreichen Foren und Netzwerken zusammenrotten, so nach dem Motto, gleich und gleich gesellt sich gern, wird man bestimmt keinen Mangel an Tauschpartnern finden.

Wie bei allem im Leben, hat alles eine Licht- und Schattenseite, so dass ich mal ein paar mögliche Vor- und Nachteile auflisten möchte:

Nachteile:

  • Es tut weh, es schmerzt und man fragt sich lange: “Kann ich mich von diesem Schätzchen wirklich trennen?” Bei manchen Büchern mag das schlimmer sein, bei anderen fällt es einem vielleicht sogar leicht? Auf jeden Fall muss sich da jeder Buchfresser selbst kennen. Wenn man sich von Büchern generell oder gerade diesem nicht trennen kann. Manchmal braucht es einfach Zeit oder der Buchfresser findet sich damit ab, kein Buchtauschtyp zu sein!

    Porto 002

    Versandtaschen

  • Portokosten! Man sollte sie nicht unterschätzen. Je nachdem, wie aktiv man dabei ist und ob die Buchsendungen unter oder über 500 Gramm wiegen, kann man bei der Post ebenfalls ordentlich Geld lassen.

  • Die Bücher, die man sich ertauscht hat, sind nicht in dem Zustand, wie man sie erwartet hat. Das kann entweder durch den Versandweg entstanden sein oder ihr hattet Pech mit eurem Tauschpartner. Möglich ist da prinzipiell alles. Denn die Definition von gut bis sehr gut variiert von Mensch zu Mensch bisweilen doch enorm.

  • Der SuB erhöht sich rasant. Anstatt einer Menge gelesener Bücher, hat man plötzlich so richtig viele ungelesene Bücher bei sich stehen. Wer sich dadurch unter Druck gesetzt fühlt, darf entweder nur wenig oder nur ganz langsam tauschen.

  • Man gerät in einen Tauschrausch und tauscht zu viele Bücher hintereinander bzw. auf einmal, so dass man sich irgendwie nicht mehr ausgiebig genug über jedes einzelne Buch freuen kann und sie irgendwie bei einem „versacken“.

Buchtausch

Tauschbücher Januar/Februar, Rechnung: 9×2€=18€-> entspricht ungefähr dem Preis EINES Hardcover Buches…

Vorteile:

  • Buchfresser haben meistens nie genug Platz. Ein neues Regal gekauft, es gerade noch so irgendwo hingequetscht und “rumms”, schon wieder voll!! Und nun? Durchs Tauschen bekommt man zwar nicht mehr Platz, aber die Bücher werden zwangsläufig auch nicht mehr! 🙂

  • Portokosten hin oder her. Wenn man pro Buch eine Pauschale von knapp 2€ bezahlt, kann man das nicht als teuer bezeichnen.

  • Es können durchaus nette Kontakte entstehen, indem man tauscht und sich dabei gleichzeitig auch austauscht! Zugegeben, es werden keine “Freundschaften fürs Leben”, aber auszuschließen wäre selbst das nicht :P. Buchfresser kommen am Besten über ihre Leidenschaft ins Gespräch und durch so manchen Tausch, habe ich bereits coole „Diskussionen“ gehabt und ein stinknormaler Austausch kann ebenfalls jede Menge Spaß bergen.

  • Die Wunschliste wird kleiner. Eine Tatsache, die man als Buchfresser nicht unterschätzen sollte. Je mehr Bücher auf der Wunschliste stehen, umso größer ist der Drang, sie zu reduzieren. (Da ist es dann auch unwichtig, dass es nur ein paar Klicks braucht, um sie wieder zu füllen!)

  • Die bereits gelesenen Bücher verstauben nicht unbeachtet im Regal. Andere Buchfresser freuen sich über den neuen Lesestoff und so hat man quasi “eine gute Tat” getan.

-Bist du nun der Buchtauschtyp?

Diese Frage muss jede/r Buchfresser letztlich selbst beantworten, denn es gibt keine allgemeingültige Antwort.

Meine kleine Auflistung soll in diesen Dingen ein bisschen als Orientierung und Entscheidungshilfe dienen. Das Tauschen birgt zwar immer ein Risiko, doch zu mindestens 90% hatte ich bisher Glück und bin froh, getauscht zu haben.

-Wichtig

Aufpassen muss man, mit wem man tauscht bzw. in welchem Rahmen eine ganze Tauschgruppe organisiert ist. Wichtig ist es auch, für beide Seiten die Bedingungen des Tausches zu klären:

Habe ich ein Problem mit Mängelexemplaren?

Sind auch im Taschenbuchformat gebundene Leseexemplare, die im normalen Handel als Hardcover erschienen sind, für mich in Ordnung?

-Ist für meinen Tauschpartner der Zustand “sehr gut” vielleicht selbst dann gut, wenn einige Ecken angestoßen sind?

-„Nein“ sagen ist okay. Selbst wenn ihr euch schon beinahe einig gewesen seid. Wenn euch plötzlich etwas nicht behagt oder ihr euch bedrängt gefühlt habt, sagt nein; denn ihr tut euch keinen Gefallen, wenn ihr nur aus Sympathie tauscht oder weil ihr euch nicht traut, abzulehnen!


-Es empfiehlt sich außerdem, einen Wunschzettel zu haben. Dann kann man recht schnell abchecken, ob man dem anderen etwas anbieten kann oder nicht und muss nicht jedes Mal seine ca. 50+ in Frage kommenden Bücher aufzählen

-Klärt alle Punkte, die euch wichtig sind, damit es keine bösen Überraschungen gibt!!

Wenn ihr das beachtet und nicht gerade jemanden habt, der total dreist lügt, solltet ihr weniger Pech haben.

Sicherlich mag auf 10 erfolgreiche Tauschabwicklungen mal ein Reinfall folgen, doch das ist ein Risiko, das man für sich einkalkulieren kann, um nicht zu enttäuscht zu sein.

Und auch hier gilt: Aller Anfang ist schwer, doch wenn ihr erst einmal den 1. Schritt gewagt habt, ist es möglicherweise plötzlich ganz einfach.

Buchtauschtyp_2

Meine ertauschten Bücher im Januar/Februar

-Mein persönliches Fazit:

Ich bin selbst überrascht, dass mir mehr Nachteile als Vorteile eingefallen sind. Allerdings ist die Gewichtung der Vorteile für mich wesentlich höher anzusetzen, als die mancher Nachteile.

Ich hatte in der letzten Zeit nämlich nur Glück mit meinen Tauschabwicklungen. Da Bilder mehr als 1000 Worte sagen, sprechen die Bilder in diesem Artikel doch wohl automatisch für sich, oder?

Klar, ich musste auch einige tolle Bücher hergeben, doch wenn man einmal angefangen hat, ist es auch gar nicht mehr so schwer. Anfangs tat ich mich mit dem Tauschen sehr, sehr schwer. Früher habe ich manches Mal nicht nein sagen können, obwohl ich eigentlich nicht so überzeugt vom Tauschbuch gewesen bin. Weswegen ich dann in der Konsequenz auch lange, lange Zeit nichts getauscht habe oder nur in „Ausnahmesituationen“. Es war für mich zu negativ belastet. Inzwischen bin ich froh, meine “Blockade” überwunden zu haben.

Außerdem bin ich eine absolute Buchsammlerin. Doch wenn der Platz weg ist, dann ist er weg und ich kann für mich sagen, dass es mir reicht, wenn ich meine absoluten Lieblinge behalte und durch das Tauschen die Möglichkeit bekomme, an klasse Bücher zu kommen, die ich mir ansonsten nie so schnell hätte leisten können.

Noch ein paar Links für die Buchtauschtypen unter euch 😉

Die Tauschgruppen, die ich empfehlen kann:

Ich such ein Buch…

Buchüberraschung” (ein ganz ausgefallenes, aber toll funktionierendes Konzept)

Ansonsten: Seht euch um, es gibt viele, viele Tauschangebote. Über Buchportale wie Lovelybooks ist auch einiges möglich, manche Blogs haben auch eigene Tauschrubriken. Und auf Juliana’s Bücherwelt gibt es einen Artikel mit ganz tollen Links und Infos zu einigen Tauschmöglichkeiten im Internet! Reingucken! 😉 

Ich hoffe, einen kleinen Wegweiser konnte ich euch bieten und ihr werdet ebenso angesteckt, wie ich. Denn je mehr Tauschen, desto mehr Auswahl besteht automatisch 😀 !

~Was sind eure Erfahrungen beim Tauschen? Würdet ihr das Buchtauschen eher als FLOP oder TOP einordnen?~

(Um es mal herunterzubrechen :))

Und keiner wird dich kennen von Katja Brandis [Rezension]

Du musst dein Leben aufgeben, sonst nimmt er es dir

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Der Inhalt:

Cover_BrandisStell dir vor, das Leben von dir und deiner Familie wird bedroht. Stell dir vor, du kannst mit endlosem Terror und nicht aufhörender Belästigung rechnen. Stell dir vor, es gibt nur einen Weg, um diesem Szenario zu entkommen; der bedeutet, deine Identität aufzugeben und sich von allem zu lösen, was dir lieb und wichtig ist. Keine Hobbies, die öffentliches Aufsehen erregen könnten, kein Facebook, keine Fotos und jede Menge Geheimnisse und Lügen, in die du dich verstricken musst. Stell dir vor, du darfst deine große Liebe nie wieder sehen und musst einen Neustart wagen, indem du spielen musst, jemand zu sein, der du nicht bist. Stell dir vor, du hast die Wahl, aber hast du sie wirklich? Denn am Ende bedeutet es nur eines – keiner wird dich kennen!

Tiefe Emotionen zwischen spannenden Puzzleteilchen

Der Thriller „Und keiner wird dich kennen“ hat mich vom ersten Satz an gebannt, da Katja Brandis neben ihrem packenden Schreibstil keine Zeit verliert und direkt die schwierige und für Spannung sorgende Thematik des Stalkings und der häuslichen Gewalt einleitet.

Die verschiedenen Erzählperspektiven der Protagonistin Maja, ihrem Freund LorenzoKB4 und dem Stalker Robert Barsch wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit, so dass sich die Puzzleteilchen erst nach und nach zusammensetzen, was das Gesamtbild am Ende umso intensiver zeichnet und für die tiefen Emotionen verantwortlich ist. Denn die LeserInnen dürften in regelrechte Gefühlsdilemmata verwickelt werden: Sowohl die Sehnsucht und Leidenschaft des Stalkers sind nachvollziehbar, was ihn menschlicher macht und Mitleid zur Folge hat als auch seine kranken Fantasien, die Sorge und Ekel erregen. Dazwischen steht die Angst, Verzweiflung und Wut der Opfer. Gelungen ist hierbei auch die Zusammensetzung der Familie, die aus jugendlicher Rebellion, vertreten durch Maja, dem kleinen, schutzbedürftigen Bruder Elias und einer emanzipiert und bodenständig wirkenden Mutter, namens Lila besteht.

Zwischen Sein und Schein, gefangen in einer unwirklichen Identität

Und keiner wird dich kennen“ ist ein Jugendbuch, das eindrucksvoll die verschiedensten Abgründe zwischen Verzweiflung und Sehnsucht beleuchtet und dabei tiefe Einblicke in die Psyche der Täter und Opfer gibt. Außerdem kontrastiert es KB3ein Leben zwischen Sein und Schein und die damit verbundene Problematik: wie lange ist es einem möglich, die Fassade glaubwürdig aufrechtzuerhalten? Wie hoch darf der Preis für eine vermeintliche Freiheit sein?

Auch das grelle und auffällige Cover spiegelt den spiralenartigen Teufelskreislauf des Inhalts und der Gefühlskrisen wider, die sich enger und enger um die Figuren und auch einen selbst ziehen, wodurch sich Handlung und Aussehen perfekt ergänzen.

Ein Namenschaos, das kleine Ungereimtheiten erzeugtBrandis

Leider hat Katja Brandis ihre klare Linie nicht immer zu hundert Prozent beibehalten können. Mich hat es verwirrt, dass die Figuren, die in ihrer neuen Identität erhaltenen Namen nur unregelmäßig verwendeten, weiterhin in ihren alten Namen „dachten“ und sich gegenseitig immer wieder mit den alten Namen ansprachen.

Dadurch existierten beide Namen bzw. Identitäten parallel und ich war mir nie sicher, ob dies nun von Katja Brandis beabsichtigt sei oder nicht. Normalerweise wäre mir das gar nicht so eklatant aufgefallen, doch leider unterlief Katja Brandis ein grober Schnitzer auf Seite 171. Maja wird von ihrer neuen Freundin statt mit Alissa, plötzlich wieder mit ihrem alten Namen Maja angesprochen, obwohl besagte Freundin ‚Maja‘ gar nicht kennen konnte. Da ich aber annahm, solch ein Fehler wäre im Lektoratsprozess doch mal irgendwem aufgefallen, befand ich mich von diesem Moment an auf der falschen Fährte, die dahin führte, dass Majas Freundin insgeheim doch Bescheid wüsste und  so erwartete ich nun eine kleine bis mittlere Nebenstory.

Andererseits unterstreicht das kleine Namenschaos auf seine eigene Weise die vielen Probleme, die mit einem Identitätswechsel zusammenhängen. Maja und ihre Familie hängt verständlicherweise immer noch an ihrem alten Leben und hat Schwierigkeiten, sich zu lösen, was durch die durcheinandergewürfelten Namen gelegentlich zum Ausdruck kommt.

Wie ein Rausch, messerscharf und gespickt mit widersprüchlichen Gefühlen

Nichtsdestotrotz besaß die Protagonistin Maja eine eigene Stimme, die mich zielsicher durch das Wechselbad der Gefühle führte. So erschien mir das Lesen dieses Romans wie ein Rausch, da die Autorin glaubwürdige Widersprüche schuf, die für immer neue Kicks sorgten und mich dieses Jugendbuch noch lange im Gedächtnis behalten lassen werden.

Durch eine Bekannte habe ich selbst Erfahrungen mit dem Thema Stalking, so dass ich ziemlich gut beurteilen kann, wie messerscharf und eiskalt authentisch Katja Brandis die gefährliche, zugleich prickelnde Atmosphäre dieses Szenarios kreiert hat. Stalker können einem selbstredend das ganze Leben ruinieren, denn immer schwelt man zwischen dieser rastlosen Hoffnung, er möge unvorsichtig werden – was zugleich Lebensgefahr für einen selbst bedeuten könnte – damit die Polizei endlich etwas unternehmen könne und gleichzeitig arbeitet die hilflose Angst, dass es nie aufhört. Diese zersplitternden Gefühle habe ich in Katja Brandis Thriller durch die Figuren wieder entdeckt.

Mein endgültiges Urteil:

Und keiner wird dich kennen“ regt zum Nachdenken an, spielt mit einigen Fragen, die oftmals ihre Schatten vorauswerfen und mutiert somit zum wahren Pageturner, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Trotz der kleinen Namensschwächen und damit einhergehenden Verwirrungen, bin ich mehr als begeistert von diesem Werk und kann ihn denjenigen, die endlich mal einen realistischen Jugendroman mit tiefer gehendem Thema, mehrdimensionalen Figuren und dem ultimativen Gänsehautfaktor lesen wollen, dringend ans Herz legen.

Leseprobe

4,5 Sterne

4,5 Sterne

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Thematik:

Häusliche Gewalt

Stalking

Neue Identität

Erste Beziehung

Große (Erste Liebe)

Freundschaft

Familienbeziehungen

Psychische Krankheiten (Dissoziatives-Ich)

Täter-Opfer-Thematik

Identität

Flucht

Allgemeine Buchinformationen:

Katja Brandis
Und keiner wird dich kennen
Thriller
EUR 16,95
ISBN 978-3-407-81130-1
1. Auflage 2013. 400 Seiten.
Gebunden.
Ab 12 Jahre
Zu „Und keiner wird dich kennen“ bei Beltz & Gelberg

Vielen Dank an BdB und Beltz & Gelberg für das Leseexemplar innerhalb der „Der Buchblogger 2013„-Aktion

 

Das kleine Leben

DaskleineLebenSie führt nur ein kleines Leben. Denn ihr Leben ist klein und ihr Horizont eingeengt.
Obwohl die Gestaltung von Zukunft und Vergangenheit alleine in ihren Händen liegen, sieht sie die unzähligen Möglichkeiten nicht. Sind es zu viele?

-Ihr Leben ist klein, ihr Horizont eingeengt.

Obwohl ihr das Leben verspricht, sie sei frei darin, sich zu entfalten und ebenso frei darin, sich selbst zu verwirklichen, weiß sie nicht, wie sie – angeblich einer weißen Möwe gleich –
der Freiheit entgegenfliegen soll.

-Ihr Leben ist klein, ihr Horizont eingeengt, ihre Wünsche gemäßigt.

Jedoch ihre Sehnsucht, die ist grenzenlos. Ihr Sehnen nach Abenteuern, ihre Vorstellungen von fremden, weit entfernten Leben, die sie sich erträumt und selbst nie erleben wird, ihr Hunger auf Abwechslung und ihre ungestillte Sehnsucht für das Unbekannte.

-Ihr Leben ist klein und ihr Horizont eingeengt.

Ihre Sehnsucht jedoch, die hält ihr Innerstes am Brennen.
Ihre Sehnsucht, aus dem kleinen Leben auszubrechen, von dem sie noch nicht einmal weiß, dass sie es führt…

Leselustiges DANKESCHÖN-Gewinnspiel

Gewinnspiel

Ich habe es bereits angekündigt, euch zu ehren – meine lieben Follower, fleißigen LeserInnen, Kommentatoren und, und, und – veranstalte ich nun (endlich) das Gewinnspiel, das die 1000er Marke gebührlich krachen lässt! Da ich ein Rechengenie bin, habe ich mir gedacht, dass ich 9 Bücher unter euch verlose, denn 9 durch 1000 ergibt 111,111 und den Schnitt finde ich recht in Ordnung 😉 !

-Was gibt es zu gewinnen?

Voilà!

SchalalalaGewinne

Teilweise ältere, teilweise mittelalte und teilweise recht aktuelle Bücher. Da sollte für die eine oder andere unter euch etwas dabei sein.

Von oben links beginnend nach rechts seht ihr (Um zur Rezension zu gelangen, klick auf den Titel!):

  1. Asche“ -Lori Handeland
  2. Glut“ – Lori Handeland
  3. Buddha Boy“ – Jordan Sonnenblick
  4. Liebe lange leichte Tage“ – Bodil Bredsdorff
  5. Verdammt wenig Leben“ – Ana Alonso & Javier Pelegrín
  6. Meine wahre erfundene Welt“ – Kaat Vrancken
  7. Irgendwann passiert alles von allein“ – Philipp Mattheis
  8. Im Wespennest“ – Bart Moeyaert
  9. October Daye 01 – Winterfluch“ – Seanan McGuire
  • Die Bücher sind alle nicht neu, denn sie stammen aus meinem Bücherregal, aber sie sind in einem TOP-Zustand und somit neuwertig, da ich sehr, sehr vorsichtig lese!!!

-Was müsst ihr tun, um am Gewinnspiel teilzunehmen?

Ich beschäftige mich nun schon länger mit der Frage, wie ich meine Rezensionen gliedern sollte, ob ich zu meinem alten Rezensionsmodell zurückkehren, generell etwas „ganz Neues“ entwerfen oder bei meinem aktuellen Verfahren bleiben sollte, oder, oder, oder, oder, oder…

Ich habe mal als Vergleich 2 Screenshots von 2 Rezensionen angefertigt, die zeitlich mehr als ein Jahr auseinander liegen und ganz gut demonstrieren, was ich mit Veränderung meine. Ich würde mich freuen, wenn ihr an meiner kleinen Umfrage teilnehmt, damit ich mal eure Meinung dazu herausfiltern kann. Quasi, ob neu oder alt. Um die Rezensionen ganz zu sehen, bitte auf den jeweiligen Screenshot klicken.
Ja, die Umfrage ist auch freiwillig und keine Voraussetzung, um am Gewinnspiel teilzunehmen und ich habe das hier „eingeschummelt“, weil es mir sehr wichtig ist. Wenn das jemanden stört, ich zwinge niemanden, sich hieran zu beteiligen! 😛

Gerne dürft ihr auch in den Kommentaren Anregungen zu Rezensionen loswerden. Sei es nun formaler, inhaltlicher oder anderer Natur.

Damian _ Die Wiederkehr des gefallenen Engels von Rainer Wekwerth [Rezension] __1361484767758

„Neues“ Modell

Damian – Stadt der gefallenen Engel von Rainer Wekwerth [Rezension] «_1361481997057

„Altes“ Modell

Pflicht ist es allerdings, einen Kommentar zu hinterlassen, der enthält:

  • Eines der oben gelisteten Bücher, das ihr gerne gewinnen würdet
  • Eine kleines Feedback zu LeseLust & LeseLiebe, bspw: Das gefällt mir gut, weil… oder Das könnte besser sein, weil… Scheut euch nicht, Kritik zu üben, denn mir Honig um den Bart zu schmieren, bringt nichts und ist auch nicht das, was ich hören möchte. 🙂 Klar, wenn ihr alles gelungen findet, umso besser, aber eine positive Wertung, erhöht nicht eure Gewinnchancen! 😀 Und ein Kommentar wie: Alles prima zählt nicht dazu, da für ein kleines Feedback schon so 1-2 Sätze Minimum von Nöten sind 😉 ! Eine kleine Anmerkung habe ich: Äußerungen zum Look sind zwar erwünscht, allerdings sind mir durch WordPress.com hierbei in vielerlei Hinsicht die Hände gebunden! 😦

Ihr müsst keine Lose sammeln, keine langwierigen Aufgaben erledigen, sondern nur ein kleines Feedback geben und am Ende haben alle dieselbe Gewinnchancen.

Die Voraussetzung für die Teilnahme ist, (so leid es mir tut) außerdem einen Wohnsitz in Deutschland zu haben, es sei denn, ihr seid bereit, die Portodifferenz zu übernehmen!

Das Gewinnspiel läuft vom 22.02.13-22.03.13

Nach Ablauf der Frist um 00:00 Uhr am 22.03.13 werde ich, so schnell, wie ich dazu komme, die GewinnerInnen auslosen und per Mail kontaktieren. Jetzt wünsche ich euch viel Erfolg und hoffe, dass die Bücher ein neues zu Hause finden werden und ein paar von euch am leselustigen Gewinnspiel teilnehmen!

Leselustige Grüße,

Charlousie

(22.02.13, 19:11) Edit: 

Lieben Dank für eure bisherigen Rückmeldungen. Da inzwischen einiges zur Übersichtlichkeit in Bezug auf die Gliederungen und auch die Farben kamen, habe ich beschlossen, noch einmal weitere Rezensionmodelle zu verlinken, da diese eventuell bereits einigen Anmerkungen entgegen kommen könnten. Aber: Ich bin echt überwältigt und meistgehend glücklich mit euren Feedbacks! ♥ Und wenn ihr etwas lobt, freue ich mich natürlich und unterstelle euch nicht direkt „den Honig“, also keine Sorge, her mit dem Lob!! 😀 Wollte euch schließlich nicht verschrecken…

Es ist keine Pflicht, sich die noch alle anzugucken, aber falls jemand Interesse haben sollte, sind sie eben schon einmal da! 🙂 (Und sie schaden ja niemandem)

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und für auf dem Versandweg verloren gegangene Buchsendungen übernehme ich keine Haftung!

Das Streben

DasStreben
Sie streben

Sie streben nach Wissen, um die Leere in ihren Köpfen zu füllen
Sie streben nach Reichtum, um ihre ansonsten bedeutungslosen         Körper in edle Stoffe und  feine Geschmeide zu hüllen

Sie streben nach Verbindungen mit anderen, um sich geliebt zu fühlen
Sie streben nach Fortschritt, um den Stillstand nicht zu spüren

Sie streben nach diesem und sie streben nach jenem;
mehr und mehr sind sie aufs Streben erpicht
Wohin, wozu, weshalb? – Das fragen sie nicht.

Sie benutzen das Streben als eine Pseudowahrheit für den Sinn im Leben
Doch was genau ist das Leben? Und was das Streben?

            Niemand, so behaupte ich, kann ihnen die Antwort geben

 Und dennoch werden sie immer streben

vorbeireden.de – Die Kunst des aneinander Vorbeiredens [BdB-Aktion]

Seit einer Weile nun gibt es die „vorbeireden“-Aktion auf BloggDeinBuch.de. Ich habe immer nach einem Missverständnis in meinem Alltag gesucht, doch keines gefunden. Bis mir auffiel, dass es darum beim Verfassen dieses Artikels gar nicht geht. Hier haben wir quasi direkt beim Start schon die Kunst des „aneinander-vorbei-lesens“! 😉 Weiter unten möchte ich euch dennoch eine Situation schildern, die ich erlebt habe, zunächst jedoch die Info’s zu vorbeireden.de:

sprechblase
www.vorbeireden.de ist der Blog für lustige Missverständnisse. Er veröffentlicht Deine Missverständnisse, die Dich auch im Nachhinein noch zum Lachen bringen. Die 3 Prämissen sind: witzig, lustig, unterhaltsam. Das Ziel von vorbeireden.de ist es, Euch zum Lachen zu bringen und von den ernsten Dingen des Lebens abzuhalten. Ein festgelegtes Thema gibt es nicht, die Auswahl somit Querbeet und nie langweilig. Schau‘ es Dir an und besuche uns auch auf Google+ und Twitter!“

Ich selbst besuche den Blog hin und wieder und habe tatsächlich schon einige Male herzlich lachen oder zumindest schmunzeln müssen. 😀

Mein Favorit des Blogs, einfach, weil ich mir diese Situation so gut vorstellen kann:

Der Kinder-Treppenläufer

Da war ich daheim grad zu faul, vom sofa aufzustehen, und sagte zu meinem 2jährigen Sohn,
„Du, leg mal den Brief auf die Treppe!“
Er nahm den Brief, watschelte zur Treppe, blieb davor stehen und schaute mich wie ein Schnitzel an.
Da sagte ich: „ Ja richtig, hinlegen!“
Und statt, das er den Brief auf die Treppe hinlegt, hat er sich über 3 Stufen auf die Treppe hingelegt (mit dem Brief in der Hand) © vorbeireden.de

Nun zu ‚MEINEM‘ Missverständnis:

Verwirrendes Zitat

Die Schülerin, die gerade einen Vortrag zur RAF hält sagt und fragt: „Ich habe hier ein Zitat, mag das bitte mal jemand vorlesen?“
Ein Schüler meldet sich und liest: „Der BE-AT, der…“, von allgemeinem, großem Gelächter wird er unterbrochen.
„Was ist denn?“, fragt er verdutzt. „Der Musikbeat ist gemeint! Was soll denn „der BE-AT“ sein?“, antworten manche, immer noch lachend. Der Schüler wird rot und sackt merklich in sich zusammen und murmelt nur noch etwas wie: „Ich dachte, das sei halt eine Person, oder so…“

Habt ihr auch schon solche Momente erlebt? Dann nichts wie ran an die Tasten und an vorbeireden.de geschickt! Denn dort gibt es ein extra Formular, um seine Stories einzureichen!

Viel Erfolg und Spaß beim Entdecken witziger Momente 🙂

Das Buch, das… [Stöckchen]

Einen schönen Sonntag allerseits!

Da ich mit diesem Stöckchen gleich 2x beehrt wurde, von der lieben Jessi und von Jemasija, „wehre“ ich mich auch nicht mehr dagegen und nehme es gerne auf! 🙂

Das Buch, das…

…Dich zum Lachen/Grinsen gebracht hat:

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Man kann es auch in meiner Rezension nachlesen, doch Ella Griffins Schreibstil und das Verhalten ihrer Charaktere ist dermaßen erfrischend und unterhaltsam, dass ich teilweise kleine Tränchen lachte! Besonders die Wortgefechte hatten es mir angetan.

…Dich zum Weinen gebracht hat:

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Der Sommer der silbernen Wellen ist das letzte Buch, das ich gelesen habe und das mich zum Weinen brachte. Es gab noch viel, viel mehr Bücher, aber da dies das letzte ist und es mich auch generell sehr berührt hat, führe ich eben dieses an dieser Stelle auf! Lest mal rein!!

…Dich nicht losgelassen hat:

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Vollendet behandelt ein pikantes Thema und das sehr, sehr eindrucksvoll, ich denke immer noch oft über Organhandel (obwohl das in diesem Buch echt noch krasser ist) im Zusammenhang mit Neal Shustermans Werk nach.Als die Liebe zu Elise kam hätte ich auch bei der Frage oben drüber noch gut mit angeben können. Es ist sehr berührend, sehr mitreißend und ich weiß noch haargenau, was darin geschah! Eukalyptusmond nenne ich mal exemplarisch, weil hier eigentlich alle Werke von Christine Lehmann stehen müssten! Ihre Bücher haben in mir eine hungrige Abenteuerlust entfacht, die ich manchmal gar nicht so recht glauben kann! 😉 Ein >>>Interview<<< habe ich mit der Autorin auch führen dürfen! Ach, es gibt soooo viele Bücher, die ich hier nennen müsste, guckt einfach in meine letzten TOP’s & FLOP’s, da sind noch mehr! 🙂

…Dich total enttäuscht hat:

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Touched – Der Preis der Unsterblichkeit hat mich richtig gefesselt, als ich die Leseprobe gelesen habe. Doch das ganze Buch… Das war einfach nicht mehr so gut, wie ich es nach diesem Anfang erwartet hatte! Habe es neulich auch weggetauscht! 😉

…Dich überwältigt hat:

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Die Frage ist der mit dem „nicht mehr losgelassen“ unverschämt ähnlich. Umso besser, so kann ich noch mehr meiner Lieblinge präsentieren! AlsoDark Canopy ist einfach eines der besten Bücher „ever“. Der Mann, der den Regen träumt, kann man nicht mit Worten beschreiben. Sternenfeuer – Vertraue Niemandem ist eine unglaubliche Steigerung zum ersten Band.         „Will & Will war auch ein witziges und dennoch tiefsinniges Buch, ich habe viel, viel lachen müssen.Ich gegen dich von Jenny Downham“ ist berührend und überwältigend schön!

…Dich positiv überrascht hat:

SchattenspielerBekenntnisseSullivanLiebe_Blick
Ich habe Schattenspieler aufgrund seiner Thematik etwas vor mich hergeschoben und dem Buch damit ein großes Unrecht angetan… Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern war eines dieser Bücher, für die ich früher gestorben bin und das mich dennoch extrem begeistern konnte!Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick hat mich auf einen unvergleichbar tiefsinnigen Flug mitgenommen.

…Du nicht beenden wolltest, weil es so gut war:

DustlandsTiger_Kuss
Ganz klar Dustlands 01 – Die Entführung von Moira Young, ich erwarte sehnsüchtig die Fortsetzung. Außerdem: Eine unsterbliche Liebe 01 – Kuss des Tigers, ich habe Band 2 schon lange gekauft, kam aber noch nicht zum Lesen. Einerseits aus Zeitmangel und andererseits, weil ich es mir einfach aufsparen möchte und ich fürchte, dass es mich nach dem 1. Wunderband enttäuschen könnte…

…Du nicht aus der Hand legen konntest:

Sam & EmilyDu oder...
Sam und Emily – Kleine Geschichte vom Glück des Zufalls undDu oder das ganze Leben. Beide besaßen dieses: „Ich lese nur noch ein Kapitel, dann lege ich es weg… ach, doch nicht, NOCH ein Kapitel und noch eines und, und, und“! 😀

…Du abgebrochen hast:

Duft_Unsterblichen
Ich breche Bücher selten, selten ab, aber was ich mir mit „Der Duft der Unsterblichen“ ins Haus geholt hatte… Oh GOTT! 😦 Das war richtig schlimm. Über 600 Seiten, die einen einzigen Kampf darstellten! Eigentlich hatte ich es über Lovelybooks zum Rezensieren bekommen und die anderen, die es auch bekommen hatten, beschloßen, eine Leserunde, zu starten, die wir dann auch hatten und ich kämpfte mich auch bis S. 500 durch, doch dann konnte ich nicht mehr. Ich glaube bis auf 1-2 haben es ALLE abgebrochen! Sagt das nicht einfach ALLES?

…Du eigentlich nie lesen wolltest:

SternenfeuerDu_oder_Rest_der_Welt
Sternenfeuer – Gefährliche Lügen, ich dachte nur: „Ich und Raumschiff? – Neeeee!!“ Doch dann hatte ich es ungefragt in meinem Briefkasten und ich bin glücklich, dass es so kam! 🙂 Die gesamte „Du oder…“-Reihe von Simone Elkeles hatte ich nie lesen wollen. Ich fand die Aufmachung sah so nach gewollt und nicht gekonnt aus und die Beschreibung hat mich am meisten abgestoßen. Doch dann kamen diese Begeisterungsstürme und dann sah ich es als eBook bei Skoobe und hatte nur mal reinlesen wollen und so passierte es, dass ich schnell gefesselt war! 😉

…Du als Letztes in der Schule gelesen hast:

Schule? – Ach hört mir auf. Ich bearbeite doch das Stöckchen, um die Schule mal kurz zu vergessen!! 😛
Das letzte war „Faust“ (ich leide immer noch >_<), davor: „Medea. Stimmen“, davor „Mario und der Zauberer – Ein tragisches Reiseerlebnis“, davor „Das Urteil“, davor „Der Brief des Lord Chandos“, davor „Irrungen und Wirrungen“, dann gab es noch „Woyzeck“, „Die Marquise von O.“ und davor „Die Jungfrau von Orléans“. Mag jemand eine Analyse haben? Ich bin in all diesen Werken (zwangsläufig) VOLL im Thema! 😉

…auf meinem Nachttisch liegt:

undkeinerwirddichkennen
„Und keiner wird dich kennen“ von Katja Brandis. Spannend!

 … Du unbedingt als Nächstes lesen willst:

Das sind viele, viele, viele. Guckt euch meine letzten Neuzugänge an, dann wisst ihr, welche Bücher das alles sind! 😉 „Dark Destiny“ bspw. aber auch, nur ist es (NOCH) nicht erschienen!!!
Wie, das waren schon alle Fragen? Ich habe mich doch gerade erst warm geschrieben!^^ Okay, dies ist die Stelle, an der ich normalerweise anderen BloggerInnen das Stöckchen zuwerfen sollte (taggen), um die Fragen weiterzutragen, aber ich mag Schneebalsysteme nicht. Also sage ich in die Runde:

Wer das Stöckchen interessant findet, darf es gerne mitnehmen und wenn ihr mögt, weil ihr es bei mir entdeckt haben solltet, erwähnt mich kurz, müsst ihr aber nicht! 😉

Einen schönen Sonntag noch, ich verziehe mich jetzt zu meinen Englischsachen und lerne ein paar Stunden,
Charlousie
(Ich hätte ja nicht gedacht, dass man an einem Wochenende so viele Liter Pfefferminztee in sich hineinschütten kann. 😉 Meinen Rekord holt niemand mehr ein! 😛 )

Liebe lange leichte Tage von Bodil Bredsdorff [Rezension]

Die Wellen zeigten Zähne. Schaumstreifen leckten sich den Strand hinauf. Die Wolken rasten über den Himmel. S. 91, “Liebe lange leichte Tage” – Bodil Bredsdorff © Urachhaus

LiebelangeleichteTageDer Inhalt:

Dot freut sich auf ihren Urlaub, denn dann sieht sie endlich Balthasar wieder. Ihr Spielgefährte von Kindesbeinen an. Sie haben sich immer gut verstanden und sind sich mit jedem Sommer näher gekommen. Doch seit einiger Zeit scheint es intensiver und prickelnder zwischen ihnen zu werden und Dot ist sich sicher, dass er sie einmal geküsst hätte, wenn sie nicht gestört worden wären.

Seine Geburtstagsparty steht an und Dot macht sich mit bangem und hoffnungsvollem Gefühl auf, die Wahrheit zwischen ihnen zu entdecken.

Wenn Freundschaften sich verlieren und die Liebe unerwidert bleibt

Liebe lange leichte Tage” spielt hauptsächlich in der Vergangenheit. Ich war unglücklicherweise mehr an den Ereignissen der Gegenwart interessiert und hoffte ständig, dass die Autorin mich nun endlich ausführlicher dort hingeleiten würde.

Andererseits skizzierten die vielen Rückblenden aus der Gegenwart heraus, den manchmal schmerzhaften Prozess des Erwachsenwerdens, der auch beinhaltet, dass Freundschaften sich verlieren und Gefühle unerwidert bleiben.

Der Titel dieses Romans zeigt genau auf, bzw. beschreibt, wie die Kindheit der Protagonistin Dot gewesen ist und sich angefühlt haben mag.Denn das ist die Haupthandlung: Die Geschichte von Dot und Balthasar während ihrer Kindheit mit detailreichen Ereignissen und dergleichen.

Trotz Poetik, fehlte der Funke

Ich habe mit Dot stets mitgefühlt, da der Schreibstil bildreich und somit gut vorstellbar war. Auch die Gefühle schienen mir immer wieder poetisch, allerdings hegte ich an der Handlung der Vergangenheit nur dieses große Desinteresse, so dass mir auch die schönen Beschreibungen nichts nutzten und der letzte Funke stets fehlte.

Bodil Bredsdorff arbeitet mit einigen Andeutungen und lässt vieles offen, wodurch die LeserInnen zum Nachdenken aufgefordert werden. Eine Rechnung, die aufging und mir daher gut gefiel. Denn so war trotz meines manchmal herrschenden Desinteresses nie eine Langeweile vorhanden, bei der ich vom Buch genervt gewesen wäre.

Mein endgültiges Urteil:

Liebe lange leichte Tage” ist ein kurzlebiges Sommerbuch, das mit fortschreitender Handlung Tiefe beweist, die mich dennoch nie so richtig zu packen vermochte. Nichtsdestotrotz bietet “Liebe lange leichte Tage” Jugendlichen eine klare, geradlinige und mit Wünschen und Sehnsüchten angefüllte Protagonistin, die sich wunderbar als Identifikationsmöglichkeit anbietet.

Letztlich hatte ich von Bodil Bredsdorffs Werk einfach nur etwas komplett Anderes erwartet, so dass das Buch nicht schlecht war, aber eben auch keine Spannungsbombe.

Deswegen sollte man sich eine eigene Meinung bilden, denn Potenzial besitzt es allemal!

Leseprobe!

3,5 Sterne

3,5 Sterne

Thematik:

Urlaub

Sommer

Jugendliebe

Erwachsenwerden

Kindheit

Allgemeine Buchinformationen:
ISBN-13: 978-3-8251-7833-8
Erscheinungsjahr: 2012
Auflage: 1
Einband: Gebunden
Seiten: 95
Verlag: Urachhaus
Altersstufe: ab 12 Jahren
Original Titel: Kaptajnen i blommetræet
Original Verlag: Høst & Søn, Rosinante & Co, Kopenhagen
Original Sprache: Dänisch
Zu “Liebe lange leichte Tage” bei Urachhaus

Femme Schmidt von Schmidt [CDRezension]

»I’m here to let you know

You’ve gotta go go go« – © Femme Schmidt, Song “Heart Shaped Gun”

Die Deluxe Edition des Debütalbums „Femme Schmidt“ von Schmidt ist ein klanglich vielfältiges und sehr Cover_Schmidtbeeindruckendes Musikalbum. Manche Lieder gehen sofort ins Ohr und bleiben stundenlang hängen, andere benötigen ein bisschen Einhörzeit, bieten dann aber denselben Genuss und Spaß-Faktor.

Geglückt sind der jungen Künstlerin bewegende Songs, die durch gewiefte Rhythmen, sinnhafte Texte und Individualität begeistern. Bei jedem neuerlichen Durchhören des Albums bin ich von dem breiten Spektrum, das mir von Schmidt kredenzt wird, beeindruckt gewesen. Langsames und Sanftes wird aufgelockert von Fetzigem, das wiederum durch Nachdenkliches unterstützt wird. Nicht jeder Song wird mein Lieblingslied, das ich in Endlosschleife hören könnte, doch alleine die Anzahl von 16 Liedern beweist, dass Schmidt vor Kreativität nur so übersprudelt, die sich auch in jedem Lied widerspiegelt.FSZ

Nicht nur die Musik weiß hier zu überzeugen. Auch die Stimme besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. Obwohl ihre Stimme keine typische “Röhre” ist und es größere “Stimmwunder” geben mag, ist es dennoch eine Stimme, die durch ihre frohen Höhen und verführerischen und rauchigen Tiefen gefällt.

Wer einen Blick auf die Webseite von Schmidt wirft, wird schnell erkennen, dass man es hier mit einer Inszenierungs und „sich-in-Szene-setzen“-Künstlerin zu tun hat,Schmidt die es bestens versteht, ihrem Album die glanzvollsten Seiten zu verleihen und eine geschmackvolle Klangkomposition zu kreieren.

Inhaltlich setzt sich „Femme Schmidt“ mit den Gefühlen des Menschen in verschiedenen Situationen auseinander, spielt auf eine Schattenebene zwischen Tag und Nacht an, und umreißt das Thema der Liebe. Dies alles geschieht durch Implizierungen, die zum Nachdenken zwingen, was mir sehr gefiel.

Zum Abschluss möchte ich noch auf das hochwertige Booklet eingehen, das die Qualität dieses Albums unterstreicht. In dezenten Farbtönen und begleitet von Schwarz-Weiß-Fotos der Interpretin sind alle Songtexte abgedruckt. Ein insgesamt sehr spektakuläres Album, das ich eigentlich allen empfehlen kann, weil Schmidt sicherlich für jeden etwas Schönes in ihrem Debüt geschaffen hat!

4,5 Sterne

4,5 Sterne

»He’s the shadowman…« – © Femme Schmidt, Song “Shadowman”

Allgemeine CD-Informationen:

Audio CD (18. Mai 2012)

Anzahl Disks/Tonträger: 1

Label: Warner Music International (Warner)

ASIN: B007VTFNR8

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Es lebt ein Schrei in dir

Es lebt ein Schrei in dir

Ätzend wie Säure breitet er sich von deiner Mitte in alle weiteren Regionen deines Körpers aus. Er frisst sich durch deine Organe, durch deinen Blutkreislauf, deine Nervenbahnen und Knochen.

Obwohl er wie ein Gift durch dein Blut pulsiert, kannst du ihn nicht entlassen.

Arsen scheint dich einlullend zu betäuben.

Es lässt dich nicht mehr richtig atmen. Lässt dich nicht mehr schlafen. Nicht mehr essen. Nicht mehr lachen. Nicht genießen. Nicht fühlen. Nicht leben.

Im wachen Zustand fühlst du ihn beständig in dir toben.

Ein Gefühl, als ob Rasierklingen deinen Körper als Schauplatz für ihren wütenden Tanz missbräuchten.

Gleichzeitig drückt er dir auf die Lungenflügel. Erschwert dir das Atmen. Nimmt dir das Gefühl der Freiheit.

Doch du kannst ihn nicht entlassen.

Endlich willst du den Schrei befreien. Ihm die Lebensnahrung in dir entziehen.

Kein Leid. Keine Qualen. Ist es so einfach?

Also wirst du den Schrei in deinen Mund legen, um ihn endgültig zu entlassen.

Das kostet dich Überwindung, denn du weißt nicht, wer ihn hören wird.

Deine Zähne sind im Begriff, sich zögerlich zu öffnen.

Kriechend langsam gibt der Schrei die besetzten Gebiete frei und gleitet in deine Mundhöhle. Du schmeckst den bitteren und schalen Geschmack seines Ursprungs. Er strebt weiter, will nun nicht mehr stoppen.

Deine Speiseröhre wird zerfetzt, während der Schrei weiterhin ins Freie drängt. Drängender und immer, immer drängender.

Noch einmal holst du Luft und meinst zu spüren, wie die Leichtigkeit versucht Einzug zu halten und dabei die ersten vom Schrei gerissenen Lücken füllt. Deine Lippen formen jetzt den ersten Ton.

Wirst du es wirklich wagen?

Er ballt sich zwischen Zähnen und Zunge, wird zu einer Woge, über die du keine Kontrolle mehr besitzt. Drängt dich immerfort. Drängt dich, den Mund weiter zu öffnen, die Lippen auseinanderzureißen, bis dein Kiefer, aufs Äußerste gespannt kapituliert.

Beim Ausatmen entweicht er dir …

Stille.

Ein stummer Schrei hat dich verlassen.

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