Archiv für den Monat Dezember 2012

Der 800. Artikel, 900 Follower und ein kleiner Jahresabschlussbericht!

LeseLust & LeseLiebe feiert am 04.01.2013 sein 27-monatiges Bestehen. In dieser Zeit habe ich 800 Artikel geschrieben, davon sind rund die Hälfte Rezensionen, über 5000 Kommentare von euch erhalten, einige Hoch- aber auch Tiefpunkte erlebt, an einigen Blogtouren teilgenommen und einige meiner eigenen Schreibereien veröffentlicht.

Letztes Jahr hatte ich begonnen, einen Abschlussbericht zu schreiben, in dem ich euch stolz erzählt hätte, dass ich über 200 Bücher in einem Jahr gelesen hätte. Leider war der Artikel zu lang und ich habe ihn nie fertig gestellt :(. Dieses Jahr sind es deutlich weniger Bücher geworden. Ich habe nicht genau gezählt, aber es sind um die 120 Bücher geworden, immerhin…

Dies hier ist mein 800. Artikel und ich nehme ihn zum Anlass, im neuen Jahr 2013 ein paar Blogvorsätze aufzustellen, bzw. ein paar Neuerungen anzukündigen!

  1. Zu Beginn hatte ich jeden Monat eine kleine Lesestatistik meiner gelesenen Bücher veröffentlicht und dann ein Top und ein Flop Buch gekürt. Letzteres werde ich auf jeden Fall endlich wieder einführen, beim anderen muss ich mal schauen, wie ich es schaffe!!
  2. Ich werde mehr Gastrezensionen einstellen. Zum Teil von meiner Freundin, die ein paar geschrieben hat und zum Teil indem ich Gastrezensionsexemplare an euch verlose. Dafür müsst ihr dann auch keinen eigenen Blog besitzen!

Okay, ich sehe gerade, dass es doch gar nicht so viele Vorsätze sind, wie ich dachte! (Oder ich habe die Hälfte einfach schon wieder vergessen ;-))

Desweiteren habe ich mich beim (augenscheinlich) mit GoogleFriendConnect konkurrierenden Anbieter Blog-Connect angemeldet, der WordPressblogs unterstützt und daher auch von mir genutzt werden kann. Leider kann ich die richtig tollen Widgets durch das blöde Java-Script nicht einbauen, aber ich würde mich dennoch freuen, wenn ihr mir auch dort folgt! Denn der Vorteil an Blog-Connect ist, dass man dort ein Dashboard hat, indem einem die „Leseliste“ (die Blogs, denen man folgt) angezeigt wird und man sofort sieht, wenn ein Blog etwas neues geschrieben hat. So verpasst man nichts und kann schnell erkennen, ob einen der Inhalt des Artikels überhaupt anspricht.

Ein Button wird auch weiterhin bei mir in der rechten Sidebar zu finden sein.
Auch bei Bloglovin‘ bin ich vertreten, obwohl mir das nicht ganz so ausgetüftelt erscheint. Doch der Link schadet ja nicht! 😉

Follow on Bloglovin

Auf Facebook bin ich ungefähr seit November 2012 und bedanke ich mich für meine 90  Fans, auf dass noch ein paar hinzukommen! 🙂

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Gefällt mir *Klick*

Twitter schließt das Licht der Folge-Möglichkeiten und Social-Networks und „führt“ dabei mit wahnsinnigen 713 Followern:

Follow me *Klick*

Vor einigen Tagen war es dann soweit: LeseLust & LeseLiebe hat die 900er-Follower-Marke geknackt und von dort ist es nicht mehr weit bis zur 1000er Marke! 🙂 Danke an alle, die diesen Blog lesen, verfolgen und in welcher Form auch immer unterstützen. Ich freue mich über JEDES Feedback, jeden Klick, jeden Besuch, über einfach ALLES! 😀

Da WordPress einem jedes Jahr eine personalisierte Statistik-Rückmeldung gibt (letztes Jahr bin ich irgendwie übersprungen worden >_<), möchte ich euch auch die nicht vorenthalten!

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht über LeseLust & LeseLiebe für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

19.000 Personen passen in das neue Barclays Center um Jay-Z performen zu sehen. Dieser Blog wurde in 2012 über 96.000 mal besucht. Wäre er ein Konzert im Barclays Center, würde es 5 ausverkaufte Vorstellungen benötigen, damit ihn so viele Personen sehen können.

>>>Klicke hier, um den vollständigen Bericht zu sehen.<<<

In diesem Sinne wünsche ich euch ein tolles, tolles NEUES JAHR, einen guten Rutsch und dass ihr die Sektkorken ordentlich knallen lasst!

Charlousie

„Dreams ’n‘ Whispers – Lebe lieber übersinnlich“ von Kiersten White [Gastrezension]

~———Gastrezension von Jenny von Leseeinblicke:———~

White

Autorin: Kiersten White
Titel: Dreams ’n‘ Whispers – Lebe lieber übersinnlich (Band 2)
Jahr: 2012
Verlag: Loewe
Seiten: 383
Preis: 17,95 €uro
ISBN: 978-3785572399
Hardcover mit Schutzumschlag
Zu „Dreams ’n‘ Whispers“ bei Loewe!

 

Inhalt

Evie kann endlich ein normales Leben führen, doch es ist nicht so, wie in ihrer Lieblingssoap. Sie muss feststellen, dass sie in der Schule nichts als Durchschnitt ist, kaum Anschluss findet, die Sportlehrerin sie hasst und die Arbeit im Dinner alles anderes als „cool“ ist. Lend verbringt die meiste Zeit am College und hat nur am Wochenende für sie Zeit. Als Raquel von der Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler auftaucht und sie um Hilfe bittet, kann sie nicht widerstehen. Evie kann wieder jagt auf Vampire, Poltergeister und Trolle machen. Doch etwas stimmt nicht. Sie wird angegriffen, überall tauchen Elfen auf, selbst Reth ist hier weiter auf den Versen. Aber warum?

Bewertung

Umgebung

Evie lebt in den USA, die Menschheit weiß nichts von den Paranormalen und in den Augen der IBKP soll das auch so bleiben. Durch eine Ich-Erzählerin und einer sehr jugendlichen Schreibweise gelingt es der Autorin dem Leser Evie näher zu bringen. Die Sätze sind oft kurz und flippig.

Personen

Evie wird bald siebzehn und träumt von der Liebe. Ein Leben ohne Lend kann es für sie einfach nicht geben. Gleichzeitig hat sie das Gefühl, dass sie niemand verstehen kann, da sie selbst unter den Paranormalen einzigartig ist. Evie zeichnet sich aus durch eine Mischung von Naivität, Mut, Selbstzweifel, Herkunftsängste und der Suche nach einer Familie.

Jack scheint zu sein wie Evie. Heimatlos und Suchend. Seine etwas verrückte und abgedrehte Art geht allerdings nicht nur Lend und Evie auf den Keks. So ganz zuverlässig scheint er auch nicht zu sein.

Cover

Der zweite Band greift das Layout vom ersten wieder auf. Was an sich schon super ist. Auch ist es wieder herrlich Pink und auch hier ist das Bild nicht direkt auf dem ersten Blick zu erkennen.

Meine Meinung

Im zweiten Band geht es weniger piepig und pink zu als im Ersten. Da mich die vielen „pieps“ und das ganze Pink im ersten Band nicht gestört haben, sehe ich das nun nicht als Verbesserung oder -schlechterung an. Ganz anders der Anfang von dem Buch, ich bin über viele Seiten nicht hinein gekommen in die Geschichte, da es wenige Rückblicke auf den ersten Band gab. Den habe ich aber vor über einem Jahr gelesen und habe nicht mehr alles präsent und so quälte ich mich durch die ersten Seiten und dachte immer „was war noch passiert“. Mit der Zeit wurde es dann aber besser. Doch dann störte mich Evie ein wenig, so naiv, wie sie teilweise war, kann doch nicht normal sein. In viele Schlamassel hat sie sich selber geführt, weil sie mit niemanden redet und meint sie weiß alles am Besten.

Es gab im Buch viele kleine spannende und auch lustige Szenen, doch habe ich mich immer wieder gefragt, wohin führt die Geschichte. Für mich war kein roter Faden erkennbar. Erst am Ende des Buches kann ich rückblickend den roten Faden erkennen. Doch insgesamt wirkte das Buch für mich als Überleitung zum letzten Band, auch wenn es am Ende noch eine große Enthüllung gab. Dennoch entwickelte sich kein Spannungsbogen, dass soll nun nicht falsch verstanden werden. Es war die meiste Zeit spannend, auch auf einer hohen Ebene, doch gab es für mich keine Highlights, die diese geraden Linien haben nach oben ausschlagen lassen.

Fazit

Der zweite Band ist wesentlich schwächer als der Erste. Auch kann ich für mich selber noch nicht sagen, ob ich den dritten Band lesen muss. Über Evie erfährt der Leser ein wenig mehr, doch sonst gibt es wenig neue Entwicklungen in dem Buch. Es ist mehr eine Hinleitung zum letzten Band.

Sterne

Bei der lieben Charlouise bedanke ich mich ganz ganz doll, dass sie mir das Buch zur Gastrezension gegeben hat.

 

–> Hier findet ihr meine Rezension zum 1. Band:  „Lebe lieber übersinnlich – Flames ’n‘ Roses

Blogparade zum Jahresende 2012

Blogparade_Buchsaiten

2010 habe ich bereits an der Blogparade von Buchsaiten teilgenommen und letztes Jahr blöderweise dann die Frist verpasst. Doch dieses Jahr bin ich wieder dabei und möchte ehrlich auf die Fragen antworten. Ich habe jetzt schon lange gegrübelt, welches eine (!) Buch ich jeweils nenne und bin zu dem Schluss gelangt, dass mir das einfach nicht gelingen wird. Also habe ich jeweils die Top-Favoriten in einem Bild fotografiert (Mein Zimmer mutierte kurzfristig zum „Fotostudio“ bis alles zu meiner Zufriedenheit aufgebaut wa! :D) und werde euch dann jeweils die Begründung zum vordersten Buch nennen. So wisst ihr, bei welchen Büchern es sich ebenfalls lohnt, sie noch einmal ganz genau unter die Lupe zu nehmen! 😉

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

"Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern""Eine unsterbliche Liebe 01 - Kuss des Tiegers" "An und für dich" "Sternenfeuer - Gefährliche Lügen"

Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern“ (Natalie Standiford)
Eine unsterbliche Liebe 01 – Kuss des Tigers“ (Colleen Houck)
An und für dich“ (Ella Griffin)
Sternenfeuer – gefährliche Lügen“ (Amy Kathleen Ryan)

Sommerfalle” von Debra Chapoton hat mich von Beginn an angesprochen, sonst hätte ich es ja nicht lesen wollen. Allerdings ist es dann dermaßen abgehoben und explodiert, dass ich mir total wie im Rausch zugedröhnt von diesem extrem tollen Werk vorkam. Die Autorin hat unzählige Lebensweisheiten und Beobachtungen in ihre Geschichte eingeflochten, die mir selbst schon einmal so ergangen waren, wodurch ich mich komplett mit “Sommerfalle” identifizieren konnte. Die ordentliche Portion Spannung und Gefühlsintensität dieses Werks hat natürlich auch nicht gerade geschadet, es zu einem meiner Highlights aufsteigen zu lassen!! 🙂 Nicht zu vergessen die vielen moralischen Fragen, Perspektiven und Zeitebenen. Dieses Buch ist „Mein geheimster Tipp vom Geheimen“, wie ich es in meinem Rezensionsfazit einmal formulierte!

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

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„Touched – Der Preis der Unsterblichkeit“

Hierzu fällt mir die Antwort leider recht leicht. Immerhin habe ich noch knapp 3 Sterne vergeben, aber nach der Leseprobe von “Touched – Der Preis der Unsterblichkeit” von Corrine Jackson und dem Klappentext hatte ich zu wissen geglaubt, dass dieses Buch mich in unermessliche Höhen führen würde. Tja, da hatte ich leider falsch gedacht und bin aus meinem rosaroten “Touched”-Himmel ziemlich schnell in eine schrecklich komische und nicht ernst zu nehmende Geschichte abgestürzt. Traurig, aber wahr. Wochen hatte ich auf dieses Buch hingefiebert und dann diese einzige, große Enttäuschung… :/

* Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

"Die Seelen der Nacht(Deborah Harkness)"Dark Canopy" (Jennifer Benkau) "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen"(Ali Shaw) "Als die Liebe zu Elise kam" (Natasha Solomons)

Die Seelen der Nacht“ (Deborah Harkness)
Dark Canopy“ (Jennifer Benkau)
Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ (Ali Shaw)
Als die Liebe zu Elise kam“ (Natasha Solomons)

Neal Shusterman mit seinem unvergesslichen Werk Vollendet. Meine Erwartungen waren nach der Leseprobe dieses Romans hoch und sind kein bisschen enttäuscht worden. Dieser Herr hat nicht nur ein brisantes Thema aufgegriffen, sondern es auch noch packend, spannend, eindringlich und erschütternd wie kein zweiter umgesetzt. Ich bekomme manchmal immer noch eine Gänsehaut, wenn ich an diesen wahnsinnig, irre-guten Autor denke! Merkt ihn euch! UNBEDINGT!! 🙂

* Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

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„Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick“

Auch da gab es eigentlich mehrere. “Als die Liebe zu Elise kam” ist weiter oben schon gezeigt unter einer anderen Frage und “Das Mädchen mit den gläsernen Füßen” ebenfalls. Doch Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick von Jennifer E. Smith besitzt für mich neben diesem schönen Schimmern, den tollen Farben und dem auffallenden Schriftzug, etwas, was mich sofort wie magisch anzog. Wenn man es in der Hand hält, fühlt es sich irgendwie auch so samtig und weich an. Einfach klasse gemacht!

* Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2013 lesen und warum?

Die schnellste Antwort wäre: Guckt euch meinen Amazon-Wunschzettel an, da steht alles! 🙂 Doch am dringendsten ist es mir mit dieser (“kleinen”) Auswahl, bei denen ich die super-bekannten Fortsetzungsgeschichten mal rauslasse. Die Begründung ist recht simpel. Wie ihr feststellen werdet, ist kein einziges (Bei Michelle Hodkins Werk bin ich mir nicht sicher) Fantasy-Werk dabei. Eigentlich ist es Zufall, aber als ich über die Begründung nachgedacht habe fiel mir auf, dass mir momentan Geschichten, die in unserer Realität spielen und dann hypothetisch tatsächlich passiert sein könnten, momentan mehr liegen und offenkundig auch mehr interessieren…

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„Dieser eine Moment“ (Christoph Wortberg)

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„Wenn auch nur für einen Tag“ (Anette Moses)

Nur ein Sommerflirt

„Nur ein kleiner Sommerflirt“ (Simone Elkeles)

Alles, was ich will

„Alles, was ich will“ – Vikki Wakefield

Survive

„Survive – Wenn der Schnee mein Herz berührt“ (Alex Morel)

Mara Dyer

„Was geschah mit Mara Dyer“ (Michelle Hokdin)

Bis zum 06.01.2013 habt ihr übrigens noch Zeit an der Blogparade teilzunehmen!

Hiermit verabschiede ich mich dann von euch in diesem Jahr und wünsche allen schon einmal eine tolle Silvester-Party und einfach nur einen erdenklichst GUTEN RUTSCH!!

Charlousie

Asche und Phönix von Kai Meyer, gelesen von Sascha Rotermund [HörBuchRezension]

A&P_CDer Inhalt:

Ash ist immer in Bewegung, immer rastlos. Sie arbeitet in Hotels und raubt dort unauffällig die Suiten der Reichen aus, um dann weiter zu ziehen. Ansonsten versteckt sie sich in fremden und für den Moment unbewohnten Wohnungen.

Parker Cale ist der Star der Welt. In seiner Rolle als Phoenix in den “Glamour”-Filmen himmeln ihn unzählige Frauen und Mädchen an. Während Ash gerade seine Suite ausraubt, verkündet er bei der Premiere seines dritten “Glamour”-Films, dass er mit seinem Vater nichts mehr zu tun haben will, durch den er erst die Rolle des Phoenix ergatterte. So kommt es, dass Parker früher als geplant in das Hotelzimmer zurückkehrt und dort Ash auf frischer Tat ertappt. Doch anstatt sie zu verpfeifen, handelt er mit ihr einen Deal aus: Sie hilft ihm, ungesehen das Hotel zu verlassen, damit er fliehen und einmal der Öffentlichkeit entkommen kann und er verrät im Gegenzug nichts über ihr Treiben.

Zu diesem Zeitpunkt ahnen beide noch nicht, dass Parkers Ankündigung vor der ganzen Welt eine übermenschliche Macht auf seine Fersen gesetzt hat. Es wird sie jagen, bis es bekommt, wofür es lebt: Seinen Ruhm.

Eine spannende, gruselige und atemberaubende Hetzjagd durch die Welt

Asche und Phönix“ ist ein fantastisches Werk, das einmal jenseits der üblichen Fantasy-Pfade wandelt.

Drei Figuren stehen im Vordergrund, die sich eine spannende, gruselige und atemberaubende Flucht und Hetzjagd liefern; während derer die LeserInnen mit allerlei Geheimnissen und Rätseln zu tüfteln haben. Diese Geheimnisse bewegen sich in einer Welt, die dem Otto Normalverbraucher nicht ferner liegen könnte. Die Welt des Glamours, des Ruhms, des Talents, der Öffentlichkeit und des Erfolgs.

Kai Meyer hat die Atmosphäre der Promi-Welt auf den Punkt getroffen und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, er selbst sei einmal Filmstar gewesen.

Interessant wird es mit der Figur des Dämonen Libatique, der gelegentlich aus der gelegentlich zu Wort kommt und quasi “das Böse” verkörpert. Der Aufbau ist an Raffinesse kaum zu überbieten und enthält neben einigen Schockmomenten relativ brutale Szenen, die nichts für schwache Nerven sind, dafür aber aufregende Momente garantieren.

Ein Vorleser, der das Feuer weiter entfachte

Der Hörbuchsprecher, Sascha Rotermund, verleiht der Geschichte den nötigen Kick, um sie lebendig wirken zu lassen. Manchmal ist ein Buch, indem man selbst aber das Tempo der Lesegeschwindigkeit bestimmt, auch schön, denn 9 Stunden sind einfach lang.

"Asche und Phönix" CD's

„Asche und Phönix“ CD’s

So zogen sich einige Passagen etwas zäh dahin, bei denen ich glaube, dass es mir beim Lesen anders ergangen wäre. Sascha Rotermund hat dennoch bravouröse Arbeit geleistet, denn er setzte den dramatischen Szenen noch eins oben drauf, fachte das Feuer in bissigen Momenten weiter an und vermittelte Ernst und Spannung, wenn es erforderlich war.

Die Protagonisten Parker und Ash könnten nicht aus unterschiedlicheren Welten stammen. Doch da sich auch in “Asche und Phönix” Gegensätze anziehen, entwickelt sich zwischen diesen beiden schnell eine knisternde Stimmung, die vorgetragen durch Sascha Rotermund, und beschrieben durch Kai Meyer, zu einem der vielen Highlights des Hörbuchs aufsteigt.

Ein kritischer Roman mit reichlich Input zum Nachdenken

Die Standorte, hauptsächlich die harmonische und malerische Côte d’Azur Frankreichs, bilden einen Kontrast zum grausamen Plot des Hörbuchs, das seinen Figuren kaum Momente der Ruhe gönnt.

Am stärksten haben mich die aufgeworfenen Fragen in „Asche und Phönix“ berührt und gefangen genommen. Was ist eigentlich eine Seele? -Das Talent eines Menschen, seine Taten, die er in der Weltgeschichte hinterlässt, sein Ruhm? Die Macht, die er besitzt?

Auf vieles findet Kai Meyer Antworten, einiges lässt er im Dunkeln, wodurch “Asche und Phönix” verstärkt zum Nachdenken anregt. Dabei kritisiert er in meinen Augen einerseits das Phänomen “Promi”, zeigt gleichzeitig aber auch die Schattenseiten eines öffentlichen und ruhmreichen Lebens auf. Erfolg, Macht und Ruhm sind nicht alles, wie die Helden dieses Abenteuers immer wieder feststellen müssen. Sie suchen nach Nähe und Geborgenheit und behalten bis zum Schluss die Hoffnung, dass sie sich der übermächtigen Macht siegend entgegenstellen können.

Mein endgültiges Urteil:

Obwohl Kai Meyer mit diversen fantastischen Elementen, darunter Sukkubi und Inkubi auftrumpft, verliert er nie den Bezug zur Realität. Das gestaltet diese Geschichte einerseits so interessant wie abwechslungsreich und verleiht ihr die nötige Authentizität und Vielschichtigkeit, um sich komplett in ihr verlieren zu können.

Der neue Kai Meyer ist definitiv Erwachsener als die “Arkadien”-Trilogie. Dennoch fehlt mir gerade im Vergleich zu “Arkadien” der letzte Funken, der mich bei Kai Meyer bisher immer so restlos begeistern und faszinieren konnte. HörbuchhörerInnen, Kai Meyer-Fans und LeserInnen, die sich von gänzlich neuem Stoff begeistern lassen können, empfehle ich diese exquisite Produktion!

4,5/5

Bewertung

Bewertung

Leseprobe

(Ein sehr gelungener) Trailer:

Thematik:

Ruhm

Macht

Dämon

Liebe

Erfolg

Seele

Göttergestalten

Sukkubi

Inkubi

Hekate

Glamour

Helden

Promi-Welt

Paparazzi

Verfolgungsjagd

Geborgenheit

Nähe

Allgemeine Hörbuchinformationen:

658 Minuten
Leser: Sascha Rotermund
Autor: Kai Meyer
9 CD’s
EUR 24.99, EUR (A) 24.99 | sFr 36.90
ISBN 978-3-86742-141-6
Zu “Asche und Phönix” bei Silberfisch

Kai Meyer auf Facebook

Eukalyptusmond von Christine Lehmann [Rezension]

Eine Liebe im Land der Traumfänger

Eukalyptusmond_Ausschnitt

So hatte mich noch keiner geküsst. Seine Lippen fragten nicht, sie verlangten. […] „Sorry, Lena. […] Nimm es mir nicht übel, […] aber ich bin nichts für dich. Mehr als eine Affäre würde es nicht werden. Und dafür bist du zu jung und zu […] unerfahren.,   S. 73

Der Inhalt:

Eukalyptosmond_CoverLena hat ihre Schule im Abijahr geschmissen, um mit ihrer gut betuchten Freundin Hannah ein Jahr in Australien zu verbringen. Um ihre alleinerziehende Mutter zu beruhigen, hat sie sich auf einer Farm zum Arbeiten angemeldet, plant aber nicht, dort auch hinzugehen. Hannah wird sie am Flughafen abholen und dann heißt es: Party, Party, Party. Doch leider wird Lena von Hannah versetzt und von den erwachsenen Kindern der Farmbesitzerin Ulla abgeholt. Also landet sie doch da, wo sie nicht hinwollte: Auf einer Farm zum Arbeiten. Aber eigentlich macht ihr das gar nicht so viel aus, denn Bran, der Sohn von Ulla, ist nicht nur sehr attraktiv, sondern auch noch unverschämt frech. Das kann Lena sich nicht bieten lassen. Obwohl sie Mühe mit der schweren Arbeit hat, lebt sie sich immer besser ein und muss schon bald einige, schwerwiegende Entscheidungen über ihre Zukunft treffen…

Ein Traum von einem Buch

Auch ohne die Vorkenntnisse der beiden Bücher „Der Ruf des Kolibris“ und „Die Rose von Arabien“ von Christine Lehmann kann man „Eukalyptusmond“ in den vollsten Zügen genießen.

Die Autorin hat erneut eine brisante Geschichte gestrickt, die trotz mancher Macken ein Traum von einem Buch darstellt.

EUkalyptusmond

Innengestaltung

Dies sowohl inhaltlich, als auch in der Umschlaggestaltung und dem Layout im inneren des Buches.

Manchmal benahm sich die Protagonistin Lena etwas naiv und nervig, was aber notwendig war, um ihre Weiterentwicklung und inneren Konflikte verfolgen und nachvollziehen zu können.

Ein spannungstragendes Familiengeheimnis

Christine Lehmann hat in „Eukalyptusmond“ keinen expliziten Fokus gewählt, sondern eine breite Auswahl an Themen geboten. So wird der Konflikt zweier Kulturen unaufdringlich aber höchst genial umgesetzt. Geschickt beleuchtet Christine Lehmann beide Standpunkte; die der Eingeborenen und die der Weißen. Letztere haben im historischen Kontext Australien erst besiedelt, als die Einheimischen bereits dort waren. Des Weiteren wird man mit einem gut gehüteten Familiengeheimnis konfrontiert, das sich erst im Laufe der Handlung entblättert und für ordentlich Furore sorgt. Der Einblick in die Traditionen und die Kultur Australiens ist Christine Lehmann auf eine fesselnde und lesenswerte Art gelungen. Auch wenn ich der Meinung bin, dass man in Australien gewesen sein muss, um das so richtig beurteilen zu können, hat mir „Eukalyptusmond“ dennoch das Gefühl gegeben, ich sei den Erfahrungen, die man dort machen kann, unglaublich nahe gekommen.

Trotz teilweise vorhersehbarer Handlung ein kaum auszuhaltender Lesesog

Manchmal ist die Handlung sehr vorhersehbar oder scheint es zumindest, denn an einigen Punkten bin ich von den Wendungen auch ehrlich überrannt worden. Das stachelte jedoch nur den sowieso schon kaum auszuhaltenden Lesesog an und ließ mich beinahe mit dem Buch verschmelzen.

Eukalyptusmond“ wartet mit mehr als nur einer Liebesgeschichte auf: Zwischen den beiden Protagonisten entspinnen sich zwar intensive Gefühle, die ein gelegentliches Prickeln und Gänsehaut auslösen, aber zu diesem perfekten Rundumpaket tragen auch die Atmosphäre, die Spannungen der beiden Kulturen und dieser so gute Einblick in die australischen Besonderheiten bei.

Gekrönt wird das Ganze von Christine Lehmanns Schreibstil, der mich ununterbrochen bei Laune hielt.

Das Ende mutet wiederum etwas kitschig an, andererseits habe ich genau das gebraucht und nichts anderes erwartet. Die Entwicklungskurve der Protagonistin Lena ist deutlich erkennbar und entschädigt im Nachhinein für so manch dämliche Tat. Dennoch bleibt Lena einem sympathisch, denn sie ist nicht auf den Mund gefallen und wirbelt ihre LeserInnen und Bran, den großen Schwarm dieses Buchs, unentwegt auf.

Mein endgültiges Urteil:

Ich bin erstaunt, welche tiefschürfenden Hintergründe sich mir in „Eukalyptusmond“ trotz der grundlegend recht normalen Liebesgeschichte präsentierten. Aufgeladene Gefühle, Vergangenheitesbewältigungen, Vertrauen, Respekt und der Zauber eines verlockenden wie gleichermaßen gefährlichen Landes.

Dieses Buch ist ein Muss für alle Australienfans, Fans von Liebesgeschichten,  und diejenigen, die beides werden wollen!

Bewertung

Bewertung

Leseprobe!

Alle Werke auf einen Blick:

  • Der Ruf des Kolibris”
  • Eukalyptusmond”

Thematik:

Erwachsenwerden

Kultur

Familiengeheimnis

Besitzsprüche

Erste Liebe

Zukunftsperspektiven

Alleinerziehende Mutter

Liebe zum Land

Allgemeine Buchinformationen:

Gebunden mit Schutzumschlag, mit Lesebändchen
512 Seiten
Ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-522-50287-0
Preis: 19,95 €
Österreich: 20,60 €, Schweiz: 28,90 sFr
Erscheinungstermin: 15.11.2012

Christine Lehmann

Zu „Eukalyptusmond“ bei Planet-Girl

Linna singt von Bettina Belitz [Rezension]

Fünf Jahre.

Fünf Freunde.

Kein Wort.

Der Augenblick ihres Todes ist genauso perfekt wie dieser hier, den ich gerade erlebe. […] Ich muss nicht abdrücken, ich brauche keine Waffe, ich muss nur meine Arme ausbreiten wie ein Engel und warten, bis der Schnee über mir zusammenschlägt und es dunkel wird, dunkel und weich und geborgen. S. 174

Der Inhalt:

0144_s5_dc.inddDie anderen wissen nicht, weshalb Linna vor fünf Jahren die Band „Linna singt“ auf dem Höhepunkt ihrer Karriere verlassen hat. Nach fünf Jahren trommelt Maggie sie wieder zusammen, um für einen Gig zu proben. Dafür müssen sie einige Tage in eine einsame Hütte in den Bergen fahren. Es ist ein Versuch des Neueinstiegs und der Vergangenheitsbewältigung. Was niemand ahnt ist, dass sie sich vollkommen entfremdet haben. Dennoch sind die alten Sehnsüchte, unerfüllten Begierden und festgewachsenen Gedanken über die anderen noch vorhanden und so wird Linna plötzlich zum Opfer der anderen. Schließlich hat sie die Band aufgelöst und immerhin gibt es über sie schon immer die fiesesten Gerüchte und schließlich ist sie undurchschaubar und unantastbar. Aus harmlosen Spielen und Stänkereien wird bitterer Ernst; als niemand mehr niemandem trauen kann und der Tod plötzlich zwischen ihnen steht…

Stetig neue Höhepunkte

Linna singt“ von Bettina Belitz ist das wohl ergreifendste Werk, das ich mir vorstellen kann. Neben den Elementen, die mir direkt ins Herz gingen, verstand sich Bettina Belitz darauf eine immerzu spannende Atmosphäre zu kreieren. Durch das Wechselbad der Gefühle der Protagonistin, allgemeinem Misstrauen, Vertrauen und regelmäßigen Tabubrüchen generieren sich stetig neue Höhepunkte, die zu einem unvergesslichen Roman verschmelzen.

Linna singt“ ist ein Werk, das ständig zwischen beinahe unerträglicher Schönheit – in Form von Poesie, Wahrheiten und Lebenserfahrung – und bodenloser Traurigkeit – in Form von leider zu wahren Tatsachen und Begebenheiten – schwankt. Beides ist umhüllt von einer ganz besonderen Intensität, welche Bettina Belitz alleine mit dem Werkzeug der Worte erschafft.

Selten habe ich solch ein eindringliches und mitreißendes Buch gelesen, indem jeder Satz entweder ins Herz schneidet, die Tränendrüsen anzapft oder ein Fass der Freude öffnet. Schreiben können viele Menschen, doch daraus ein so komplexes und lebendig erscheinendes Inhaltskonstrukt zu bilden, gelingt den wenigsten.

Vielschichtigkeit und emotionale Abgründe

Inhaltlich hat Bettina Belitz aus einer zunächst unspektakulären Begebenheit eine unaushaltbare Wendung geformt, deren Hintergründe, Einzelheiten und Zusammenhänge es um jeden Preis zu erforschen galt. „Linna singt“ nahm mich mit auf eine Achterbahnfahrt der höchsten Gefühle, emotionaler Abgründe, todesssehnsüchtigen Gedanken und moralfreien Räume. Die Vielschichtigkeit entsteht dabei durch den Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart. Als Leserin wurde ich unwissend in eine Geschichte geworfen, die im Prinzip schon vorher stattgefunden haben könnte, sich in „Linna singt“ aber durch Rückblicke der Protagonistin oder zurückliegende Erzählungen erklärt. Man erforscht also gemeinsam mit den Figuren eine Vergangenheit, die sie (die Figuren) selbst noch nicht verstehen.

Musik und Kopfkino vom Feinsten

LS

„Linna singt“ ohne Schutzumschlag!

Verschiedene Songs spielen in diesem Roman eine große Rolle und verlieren nie den Bezug zum Oberthema. Vielmehr scheinen sie die einzelnen Elemente noch näher aneinander zu schmieden. Die Musik ist eine Brücke zwischen den einzelnen Personen, schafft gleichzeitig ebenfalls Nähe zwischen den LeserInnen und dem geschriebenen Wort und vervollständigt das melancholisch Schöne, das Bettina Belitz in diesem Werk auferstehen lässt.

Bettina Belitz sieht von Klischees und Typisierungen ab, konkretisiert Tabus und beschreibt tiefgründig den Kampf mehrerer Individuuen, die gefangen zwischen ihren Sehnsüchten und dem, was sie glauben, dass die Gesellschaft es will, schwanken.

Mein endgültiges Urteil:

Linna singt“ erzählt von der Zerbrechlichkeit der Menschen, von den Problemen, die ein jeder mit sich herumträgt und von den Abgründen, zu denen es manche treibt. Bettina Belitz‘ Werk ist eine brillante Geschichte über Freundschaft, in deren Zentrum die Protagonistin Linna steht und singt, die verwoben mit der Musik, mehr als nur sich selbst überwinden muss, um zu einer wichtigen Erkenntnis zu gelangen. Spannend, düster, unvorhergesehen und weltklasse hat sich Bettina Belitz einmal mehr in mein Herz geschrieben!

Deswegen ist dies mehr als eine Weiterempfehlung. „Linna singt“ ist ein absolutes Muss und eine Lektüre, die so weh, wie gut getan hat und unaufhörlich mit hin- und hergerissenen Gefühlen spielt.

Manchmal ist die Schreckensherrschaft aus der Ferne erbarmungsloser als die in nächster Nähe. Denn sie lässt so unendlich viel Raum für Unausgesprochenes, ein unsichtbares Gespinst aus Vorwürfen und Schuldzuweisungen. […] Es hört nie auf. S. 280

Bewertung

Bewertung

Trailer:

Thematik:

Musik

Band

Leben

Liebe

Tabubruch

Moral

Entfremdung

Mutter-Tochter-Konflikt

Allgemeine Buchinformationen:

Bettina Belitz
» Linna singt «
1. Auflage 2012
512 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-8390-0139-4
Hardcover
18,95 € (D)
19,50 € (A)
Zu „Linna singt“ bei Script5 

Vielen Dank an den Script5-Verlag, Lovelybooks und die Autorin Bettina Belitz für diese wundervolle Leserunde!

Freiheit [Kurzgeschichte]

Letztes Jahr habe ich euch an Weihnachten meine Kurzgeschichte „Und die Welt ist meine Beute“ vorgestellt. Dieses Jahr möchte ich ebenfalls zur Weihnachtszeit eine Geschichte präsentieren. Es dreht sich um meine Kurzgeschichte „Freiheit“, die ich letztes Jahr im Dezember schrieb und die eindeutig zu dieser Jahreszeit veröffentlicht werden muss.  😉

Wer im Vorfeld grob wissen mag, wovon die Geschichte handelt, sollte mit der Maus über den eingeklammerten Bereich fahren und ihn markieren. Wer sich komplett überraschen lassen möchte, liest einfach ab dem Titel der Geschichte. Über Feedback wäre ich sehr dankbar. Gerne auch negative (faire :)) Kritik! „Frohes Lesevergnügen“ passt angesichts des Inhalts nicht.

[„Freiheit“ handelt von einer Frau, die mit ihren unerfüllten, undefinierbaren Sehnsüchten kämpft und hin-und-her gerissen zwischen Leben und Tod, in ihrer Verzweiflung den letzten Schritt wagen will.]

Freiheit

Sie liest in einem Buch, um sich von ihrem Schmerz abzulenken. Um eine Zuflucht vor der Welt und ihrem geschäftigen Treiben zu finden, um noch das Gefühl für etwas zu bekommen, was ihr gehört, nur ihr alleine. Gedanken, die sie mit niemandem teilen, Träume, für die sich sich vor niemandem rechtfertigen muss. Da dringt Lärm an ihr Ohr und als sie kurz von ihrer Lektüre aufschaut, merkt sie gar nicht wie ihr Blick an der Dunkelheit vor ihrem Fenster hängen bleibt.
Sie steht auf, schaltet die Schreibtischlampe aus, bis auch sie selbst in völlige Dunkelheit getaucht ist. Dunkelheit innen und außen. Sie tritt vor das Fenster, fährt mit dem Finger die Schlieren nach, die das Kondenswasser auf die Verglasung gemalt hat, während ihre Augen die vereinzelten Lichter in der Ferne verfolgen, an ihnen hängen bleibt, bis ihr Blick weiter schweift.
Weg von der Straße, die unter ihrem Fenster eine Biegung macht; weg von den hell erleuchteten Fenstern ihrer Nachbarn; weg von dem Lärm in ihrem Kopf, der niemals zur Ruhe kommt und weg von ihrem Alltag; dem Leben, was ihr manchmal so verhasst ist.
Ihr Blick gleitet in Fernen, die nur für sie zugänglich sind. Sie träumt sich fort, an Orte, die schön sind. An Orte, in denen sie sich wohlfühlt und nicht so ruhelos ist, immer gehetzt und irgendwie immer so, als bekäme sie kaum Luft.
Diese Tagträume stellen sich häufig ein. Öfters, als ihr lieb ist. Sie seufzt und hört im Geiste das Rauschen des Windes. In ihrem Kopf blitzt eine Ahnung des Meeres auf, so wie sie es sich vorstellt, denn am Meer war sie noch nie. Sie meint salzige Luft einzuatmen und glaubt, dass dieser Geschmack auf der Zunge ein schöner, ein erfrischender sein muss, auch wenn sie ihn nicht mehr schmecken kann. Denn sie hat keine Zeit. Ihr Job, den sie einmal geliebt hat, stiehlt ihr die meiste Zeit. Selbst dann, wenn sie nicht arbeitet, ist sie gedanklich bei all den Aufgaben, die sie nicht mehr erledigen konnte und die nun auf sie warten. Kaum sind die aktuellen vom Tisch, warten schon neue auf sie. Aus allen Ecken, Ritzen und Schatten kommen sie angekrochen, stürmend, lärmend, schreiend, erstickend und begraben sie unter sich. Ein nie enden wollender Strom an Aufgaben. Manchmal gibt es Abwechslungen, doch im Grunde sind sie alle gleich. Langweilig und dennoch muss sie sich mit ihnen befassen. Ihnen ihre ganze Zeit widmen. Wo sie doch viel lieber mal zum Meer fahren würde und nur einen Moment des Durchatmens, des Loslassens und der Stille genießen möchte. Stille bedeutet für sie Freiheit. Nicht nur die Stille um sie herum, sondern auch in ihren Gedanken, in ihrem Körper. Stille und Ruhe. Ein Luxus, den sie nicht mehr hat.
Denn den Rest der Zeit beansprucht ihre Familie. Es ist nicht so, dass sie sie nicht mehr liebte oder bräuchte, doch manchmal…
Manchmal stellt sie sich vor, wie sie in ihr Auto stiege, den Blinker setzte, um auf die Autobahn abzubiegen und dann solange zu fahren, bis sie da ankommt, wo es still ist. Still und ruhig. Wo sie einmal frei ist. Frei von allem. Dem Stress, ihrem Alltag, ihrem einfordernden Job und den Verpflichtungen ihrer Familie gegenüber.
Überflüssig schreit es in ihrem Körper, worin liegt der Sinn des Lebens, wenn man es jeden Tag aufs Neue verflucht und sich einem jede Sekunde wie Eis in die Lunge einbrennt und jeder Gedanke mehr Qual als Frieden zu bringen scheint?
Nach einem letzten Blick wendet sie sich vom Fenster ab und streckt ihre müden Glieder. Sie knacken und sind steif. So fühlen sie sich immer an. Selbst im Schlaf, selbst dann, wenn sie träumt. Sie ist erst Anfang dreißig und fühlt sich dennoch uralt. Sie geht in den Flur, hört im Wohnzimmer ein paar heimelige Lieder und das Lachen ihrer Familie. Eine Familie, zu der sie eigentlich gehören sollte und dennoch fühlt sie sich so alleine. Es ist einfach alles zuviel, als würde ihr Kopf jeden Moment zerplatzen und sich herausstellen, dass sie gar nicht auf diese Erde gehört. Dass sie nur die Marionette in einem Stück spielte und diese Familie in diesem Wohnzimmer in Wahrheit gar nichts mit ihr zu tun hat.
Langsam, um unentdeckt zu bleiben, schließt sie den Reißverschluss ihrer Stiefel hoch, greift zu den Schlüsseln und zieht bedächtig die Wohnungstür hinter sich zu. Sobald sie das Treppenhaus hinter sich gelassen hat und sich über ihr ein beinahe wolkenloser mit Sternen übersäter Himmel erstreckt, kommt ihr die Welt plötzlich unerträglich groß vor.
Mit den Händen in den warmen Taschen begibt sie sich auf den Weg. Es sind nur wenige Minuten bis zu ihrem Ziel, obwohl sie im Grunde genommen gar keines mehr hat. Ziellos am Ziel, denkt sie sich und hätte beinahe gelacht, wenn sie das nicht schon vor ein paar Jahren aufgegeben und verlernt hätte.
Sie geht die Autobahnbrücke entlang und balanciert auf dem Gehsteig, der auf beiden Seiten der Brücke emporragt. Dabei stellt sich so ein Schwindelgefühl ein, wenn sie beim Balancieren in die Ferne schaut, die Autos unter ihr aus beiden Seiten an ihr vorbeirasen.
Von der einen Seite wirken die unzähligen Scheinwerfer der Autos wie ein sich ewig bewegender Teppich aus Licht, während dem Rot der Hinterlichter in ihrer Vorstellung etwas Verschlagenes und Heimtückisches innewohnt.
Wenn sie jetzt ausrutschen würde….
Ist es gleichgültig, weil das Geländer alle Menschen vor einem Sturz schützt. Eine Autobahnbrücke ist kein romantischer Ort. Er ist laut, stinkt und windet heftig, dennoch kann sie hier am Besten merken, dass sie noch fühlt Dass da noch ein Fünkchen Leben in ihr steckt, ein Restchen, dass der vermodernde Tod von ihrem Inneren noch übrig gelassen hat. Denn während sie den Autos nachschaut, spürt sie…
Nein, keine Freiheit. Es ist ihre eigene Sehnsucht, die da aufsteigt, die ihren Körper erhitzt und ihren Herzschlag beschleunigt. Die Sehnsucht, die in langen, wellenschlagenden Bewegungen gen dunklem Himmel steigt, bis sie sie aus den Augen verloren hat. Sie kann dann noch besser davon träumen, wie es wäre, in einem der schweren LKW’s zu sitzen, die vorbei donnern und teure Frachten transportieren. Oder sie sieht sich in einem Oldie die Autobahn langzuckeln, dem fernen Horizont entgegen. Sie könnte Abenteuer erleben, Luftschlösser bauen, alles bewältigen.
Immer sieht sie sich alleine in einem Auto. Nie als Beifahrerin oder in Begleitung. Dadurch würde ihr Traum von der Freiheit nicht funktionieren, einfach zerplatzen.
Ein Windstoß bringt sie ins Schwanken und sie legt die Arme auf das Brückengeländer. Starrt auf den Asphalt, indem selbst in der Dunkelheit ein paar Furchen und Unebenheiten zu erkennen sind.
Es ist gar nicht weit bis nach unten. Es würde nicht lange dauern, um dort hinzukommen, wo sie hinwill. Was sie sich davon erhofft, ist ihr nicht wirklich klar, aber wenn sie jetzt spränge, kehrte endlich Ruhe und Frieden in ihrem Inneren ein. Und das für immer.
Die Autos sehen in der schwarzen Nacht alle gleich aus. Ein Einheitsbrei, genauso wie das Leben, sagt sie sich und streicht sich ein paare widerspenstige Strähnen aus dem Gesicht, die sich durch den schneidenden Wind aus ihrem Zopf gelöst haben. Ihre Hand zittert dabei, ihre Nase läuft, ihr ist so verdammt kalt. Immer und immer und immer, sogar im heißesten Sommer.
Da packt sie plötzlich die Wut und verdrängt ihre Sehnsucht. Sie ist sauer auf ihr Leben, auf die Menschen, durch die sie sich gefangen fühlt, auf die Fesseln der Gesellschaft und auf sich selbst, weil sie sich dem so kampflos ergeben hat.
Sie wendet sich ab von dem trostlosen Brückengeländer und legt den Kopf in den Nacken. Am Himmel glänzt ein voller Mond, leicht versteckt von ein paar Wolken. Außer den Autos unter ihr ist sie ganz alleine, deswegen schämt sie sich auch nicht als die Hand ausstreckt und böse den Mond anschreit. Ihre Lippen formen keine verständlichen Worte, darum geht es auch nicht. Irgendetwas muss sie schließlich versuchen, um an ihrem Zorn nicht elendig zu ersticken. Die Alternative wäre der Tod. Schwer atmend konzentriert sie sich wieder auf die Autobahn unter ihr und stemmt sich mit beiden Händen auf das Geländer. Warum eigentlich nicht? Warum sollte sie dieses Theaterspiel von Leben nicht endlich aufgeben?
Sie schließt die Augen und hofft auf ein paar Tränen, doch den Gefallen wollen ihre Augen ihr nicht tun, sie selbst hasst sich für ihr Selbstmitleid, ihre Melancholie.
Da glänzt ein Plan in ihrem Kopf. Sie weiß, wie sie davon träumt, gerade eben hatte sie es wieder getan, warum sollte sie ihren Traum nicht realisieren? – Sie sollte sich ins Auto setzen und über die Autobahn davon fahren, irgendwo hin…
Entschlossen tritt sie den Rückweg an, ohne sich umzublicken und verlässt die windige, offene Fläche der Brücke. Verlässt die Steilhänge, an denen die schönsten Brombeersträucher wachsen, von denen nie jemand essen wird, nur weil sie dazu verurteilt sind, direkt an einer mit Abgasen verseuchten Stelle zu wachsen.
Sie schenkt den Lichterketten und Dekorationen an den Häusern um sie herum keine Aufmerksamkeit. Als sie die Garage aufschließen will, haut sie frustriert gegen die verschlossene Tür, denn sie hat den Schlüssel nicht an ihrem Bund.
So bleibt ihr nichts anderes übrig, als noch einmal in die Wohnung zu gehen und ihn zu holen. Aber das schafft sie nicht. Dann würde sie der Mut verlassen. Jetzt noch fühlt sie sich stark genug, um ihre Familie ohne ein Wort zu verlassen, doch wenn sie oben ihre Abwesenheit schon bemerkt haben, muss sie sich ihnen stellen und dafür wird sie immer zu feige sein.
Da kommen unverhofft mit einem Mal doch noch ein paar Tränen. Sie wendet sich zitternd ab und geht zurück auf die Brücke.
Dort fühlt sie sich freudig begrüßt, beinahe schon wie von einem alten Liebhaber.
Sie weiß, dass sie unfair ist und mit ihrer Tat vermutlich das Leben eines unbeteiligten Menschen zerstören wird, von ihrer Familie einmal abgesehen; aber darauf kann sie keine Rücksicht mehr nehmen. Rücksicht ist eines der vielen Dinge, von denen sie inzwischen mehr als genug hat.
In der Zeitung hat sie mal einen Zeugenbericht über einen Zugfahrer gelesen, der bis heute ein Trauma erlitten hat, weil sich plötzlich ein Körper vor den Zug geworfen hat und er sich nun für diesen Tod schuldig fühlte. Sie plant nichts anderes, nur dass es dieses Mal keinen Zugfahrer, sondern einen Autofahrer treffen wird.
Ihr ist es gleichgültig. Sie zögert noch eine Weile, hängt ihren Gedanken nach, denkt an die Gesichter ihrer beiden Kinder, an den Mann, von dem sie mal glaubte, er würde ihr Hoffnung und
lösungsbuchstabe5 ein glückliches Leben bescheren. Doch seit dem Tag ihrer Hochzeit ist die heiße Sehnsucht in ihrem Körper nur angestiegen. Eine Sehnsucht nach etwas, was sie niemals haben kann, weil sie es nicht einmal definieren kann.
Rastlos.
Sie klettert über das Geländer, steht nun auf der anderen Seite und hat den sicheren Hafen verlassen. Ihr Herz hämmert zwar so wild in ihrer Brust, dass es bald einen Infarkt haben müsste, doch gedanklich ist sie ganz ruhig, eingestimmt auf das, was sie in Gedanken schon zig Mal getan hat.
Da hört sie etwas in der Ferne, was nicht zu den Autobahnlärmgeräuschen passt. Schritte? Ein Rufen? Sie kann es nicht zuordnen, aber es kommt ihr bekannt vor.
Sie ist sauer. Sogar ihren märtyrerischen Tod wird man ihr versauen. Sie will springen, will es ja wirklich, aber sie braucht noch ein wenig Zeit. Zeit, um sich gedanklich von all dem zu verabschieden, was ihr in irgendeiner Form doch noch etwas bedeutet.
Wenn man sie jetzt in dieser Stellung findet, kann sie sich ihre Pläne abschminken, das ist klar. Schnell will sie also zurück klettern, da kommt eine Gestalt in Sicht, die durch die Dunkelheit nur teilweise zu erkennen ist. Sie schwingt schon ein Bein über das Geländer und steht jetzt mit jeweils einem Bein auf beiden Seiten und unter ihr donnern die Autos noch immer unaufhaltsam vorbei. Ein nicht enden wollender Mahlstrom. Da ruft die Gestalt etwas und sie erstarrt in der Bewegung, als sie mit eisigem Entsetzen ihren Mann erkennt. Ohne Schuhe, die Jacke falsch geknöpft, rennt er auf sie zu und fuchtelt wie wild mit den Armen. „Ich hatte so ein Gefühl“, hört sie ihn noch schreien und ihr wird bewusst, dass, welchen Weg sie auch einschlagen wollte, dieser der Falsche war. Er kommt immer näher, während sie weiterklettern will, eine falsche Stelle erwischt, das Gleichgewicht verliert und abrutscht.

Gewidmet meiner geliebten Mutter Antje Sander, die dieses Jahr viel zu früh aus dem Leben schied.

 

Die (Un)weihnachtlichsten Neuzugänge & Merry Christmas

© Amazon EU Sàrl

© Amazon EU Sàrl

Das sind meine ersten Weihnachten, in denen ich weder ein Buch verschenkte, noch eines bekam!

Dann öffnete ich heute Mittag mein Postfach und fand von der lieben Bettina einen Buchgutschein von Amazon vor, über den ich mich wahnsinnig gefreut habe und von dem ich es gar nicht fassen konnte, dass ich ihn bekommen habe! Liebe Bettina, das ist so lieb und toll von dir, dass ich echt sprachlos bin und deine Freude und Überraschung ist bei mir definitiv angekommen!!! Viel mehr, als du vielleicht ahnst! Ich glaube, ich kann es immer noch gar nicht so richtig begreifen…! Danke, Danke, Danke für den Gutschein, für den ich mir in den nächsten Tagen mein Wunschbuch aussuchen werde. Hui, welche Freude! 😀

Als nächstes möchte ich euch anderen lieben Menschen dort draußen danken, die mir ebenfalls eine Freude bereiteten, indem sie mir Karten schickten, Grüße per Mail sandten oder auch einfach nur gelegentlich auf LeseLust & LeseLiebe vorbeischauten. Danken möchte ich auch meinen FreundInnen und MitschülerInnen, die (tlw.) mein Schulleid teilen und ohne die Schule nur halb so viel Spaß machen würde!

Karten

Besonderen Dank an Katy und Steffi, die sich super viel Mühe gegeben haben und deren Grüße mir die stressige Weihnachtszeit versüßt haben! Danke euch beiden!!

Der eigentliche Sinn und Zweck dieses Artikels sollten meine Neuzugänge sein, die ich euch hiermit vorstelle:

W_Neuzugänge

  • Ganz links sehen wir den Abschlussband der Trilogie von Scott Westerfeld: „Goliath – Die Stunde der Wahrheit“
  • Daneben die beiden Teile der Reihe „Shadow Falls Camp: Geboren um Mitternacht & Erwacht im Morgengrauen“ von C. C. Hunter als Hörbuch.
  • Auf den beiden thront von Sophie Jordan „Firelight 02 – Brennende Träne“. Ich habe ihn bereits als englisches Hörbuch gehört, doch das ist schon eine Weile her und auf Deutsch kann ich mir diese Geschichte einfach nicht entgehen lassen!
  • „Der Baum – Eine Biografie“ von David Suzuki und Wayne Grady habe ich über BdB erhalten. Ich LIEBE Bäume, weswegen ich ganz gespannt bin, wie diese Biografie so aufgebaut ist.
  • Aktuell höre ich „Asche & Phönix“ von Kai Meyer, gelesen von Sascha Rotermund. Es ist hoch spannend und SUPER anzuhören!
  • Rechts außen befindet sich  „Linna singt“ von Bettina Belitz, das unter dem schlichten Einband eine wahre Augenweide enthüllt. Das lese ich momentan für eine Leserunde auf Lovelybooks. Es ist wahnsinn, wie eindringlich Bettina Belitz schreibt!

Ich wünsche euch weiterhin noch frohe Weihnachten und viel Genuss in euer freien Zeit!

W_Baum

Charlousie

PS: Ehe ich’s vergesse: Neulich auf Facebook habe ich entdeckt, dass ich doch tatsächlich bei der Script5 Traileraktion ausgewählt worden bin für „Der Mann, der den Regen träumt“ von Ali Shaw. Ich bin herumgesprungen wie ein Tannenzapfen!!! 😉

Regen_Trailer

Die glücklichen GewinnerInnen der Vorableseexemplare!

Dragonsoul im neuen Gewand: „GezeitenZauber – Die Bestimmung“ von Erik Kellen

Ein neues Buch vom Autor des Werks „Dragonsoul – Die Rückkehr des Kriegers“? Lest weiter, wenn ihr ehrfahren wollt, was dahinter steckt!
Cover(1)

Letztes Jahr im November habe ich eine Rezension zu Erik Kellens „Dragonsoul – Die Rückkehr des Kriegers“ veröffentlicht.Dragonsoul

Mein Fazit lautete:

Das Debüt dieses Autors ist durch und durch gelungen und etwas wirklich besonderes. Neben wunderschön gestalteten Zeichnungen, die teilweise tolle Anregungen für meine eigenen Fantasien waren, kommt hier eine tolle Handlung zum Tragen, die sich durch unterschiedlichste Elemente und ihre Charaktere auszeichnet. Kunst ist hier noch ganz groß geschrieben und ich freue mich wirklich wahnsinnig, dass Erik Kellen „Dragonsoul – Die Rückkehr des Kriegers“ geschrieben und auch publiziert hat.

Just die Tage hat Erik Kellen seine Print-Version, erschienen bei Books on Demand, nun als eBook bei Amazon verlegt. Dort erhielt es den frischen Titel „GezeitenZauber – Die Bestimmung“ und ein neues, peppiges Äußeres.

Ich zeige euch dies zum einen, weil mir das Buch damals so gefallen hat und zum anderen, da man an diesem Werk erkennen  kann, was ein Cover alles bewirkt und wie enorm der Titel sich auf den ersten Eindruck ausübt. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich Erik Kellens Werk nun auf meine Wunschliste gesetzt und etwas ganz, ganz Tolles erwartet. (Was man zurecht erwarten darf und letztlich auch erhält! ;-))

Die neue Version erhält man für den läppischen Preis von  2,99€ – wer noch kein Weihnachtsgeschenk hat, ist hier für den Notfall gut bedient 🙂 – so dass ich euch so oder so raten würde: Schlagt zu, wenn euch die Geschichte interessiert und probiert sie einmal aus! Damit ihr das besser einschätzen könnt, ist hier der Klappentext:

Die Vergangenheit kehrt zurück, um die Zukunft zu verschlingen.

„Mein Name ist Liran. Man hat mich geschickt, um dich zu beschützen.“ 
Eine Böe fegte durch den Wald, riss welkes Laub mit sich, das unruhig zwischen den Stämmen tanzte. 

Als Nilah van Arten mit ihrem Vater zur Beerdigung ihrer Großmutter nach Irland reist, ahnt sie nicht, dass ihr Leben sich für immer verändern wird. Ein seltsamer Brief, ein rätselhafter Junge auf der Totenfeier, ein scheinbar zugemauertes Zimmer – damit fängt es an. Doch Nilah ist längst zwischen die Fronten der Vergangenheit und der Zukunft geraten. In einen Kampf, der über zwei Jahrtausende ruhte, nun aber umso erbitterter wieder aufgeflammt ist. Zwei Männer stürzen ihre Welt ins Chaos. Der eine will ihre Seele vernichten, der andere beschützt sie mit Leidenschaft und wilder Magie. Denn in Nilahs Blut ist das größte Geheimnis aller Zeiten verborgen.

Genießt den letzten Vorweihnachts (Vorfreudentag),

Charlousie

Der Mann, der den Regen träumt [Blogaktion]

Quasi in letzter Minute möchte ich mein Glück für ein Vorableseexemplar des Buches „Der Mann, der den Regen träumt“ auch noch 0146-01_ManWhoRained.inddversuchen.

Silber

silberner Buchschnitt von „Mädchen mit den gläsernen Füßen“

Das Werk desselben Autors Ali ShawDas Mädchen mit den gläsernen Füßen“ ist dieses Jahr nicht nur zu einem meiner Lieblingsbücher rangiert, sondern hat beim Lovelybooks Leserpreis sogar Gold in der Kategorie „Bestes Buchvover“ ergattern können. Mich wundert das nicht, so glänzte dieses Buch nicht nur inhaltlich, sondern äußerlich ebenfalls voller silber im Buchschnitt! 😉 Es hätte auch in einer anderen Kategorie durchaus noch eine Auszeichnung abstauben können!

Neben dem wunderschönen Cover und Titel, möchte ich euch hier den Buchtrailer zu Ali Shaws neuem Werk präsentieren:

Erscheinen wird es schon Mitte Januar im Script5-Verlag. Gar nicht so lange, kann man denken, doch dann sieht man den Trailer und liest den Klappentext und ist ungeheuer angefüttert!! :):

„Wie Kreide, vom Regen zu einem weißen Schleier verwaschen, begannen seine Umrisse zu verschwimmen und seine Konturen schwanden, beinahe unmerklich. Im einen Moment sah Elsa einen Mann vor sich und im nächsten nur noch eine graue Silhouette. Seine Haut wurde zu Nebel. Die Sonne hinter ihm ließ ihn erstrahlen und umrahmte ihn mit ihrem goldenen Schein, bis er nichts mehr von einem Mann an sich hatte, sondern immer mehr einer Wolke glich, die durch Zufall die Form eines Menschen angenommen hatte.“

Finn ist kein gewöhnlicher Mann, ihn umgibt ein Geheimnis. Es ist der Grund für sein Einsiedlerleben und der Grund, warum die Einwohner von Thunderstown ihm nicht wohlgesinnt sind. Doch trotz aller Gerüchte und Anfeindungen hält Elsa zu Finn. Gemeinsam versuchen sie, ihre Liebe gegen all die Widerstände zu behaupten.

Ich wünsche allen BewerberInnen dieser Aktion viel Glück, vielleicht überleben wir den Weltuntergang, um wenigstens noch dieses Buch lesen zu dürfen ;-),

alles Liebe,

Charlousie

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