Archiv für den Monat August 2012

Die verlorenen von New York von Susan Beth Pfeffer [Rezension]

Der Inhalt:

Eben noch ist es Alex Morales‘ größtes Bestreben, an seiner Schule aufzusteigen und einen brillanten Abschluss hinzulegen. Doch dann verschiebt sich der ursprüngliche Standpunkt des Mondes und New York verändert sich quasi über Nacht. Überschwemmungen, Erdbeben und Lebensmittelknappheiten bestimmen den Alltag. Seine Eltern gelten als vermisst. Raubüberfälle und Leichen überall auf den Straßen werden zum alltäglichen Geschäft. Alex, selbst noch ein Heranwachsender, trägt auch noch die Verantwortung für seine beiden Schwestern und tut alles, um sich selbst und sie am Leben zu erhalten. Doch ist ein Leben in dieser kalten und erbarmungslosen Welt noch lebenswert?- Ist es eine Sünde, wenn er erwägt im Notfall zu einem letzten Mittel zu greifen?

Band 2 durchleuchtet dieselben Ereignisse, nur von einer anderen Perspektive und geografischen Lage aus

Die verlorenen von New York“ spielt zur selben Zeit wie sein Vorgänger „Die Welt, wie wir sie kannten“. Susan Beth Pfeffer erweitert mit dieser Geschichte den Blickwinkel auf die Katastrophen, welche folgen, indem sich die Position des Mondes durch einen Meteoriteneinschlag verschiebt. In New York erzählt Alex aus der Ich-Perspektive wie sich das Leben und die Stadt verändern und dass es nur noch ums nackte Überleben geht. Seine Eltern sind beide nicht zurückgekommen und er trägt die Verantwortung für seine zwei jüngeren Schwestern.

Susan Beth Pfeffer führt hierfür den Stil, den sie schon in „Die Welt wie wir sie kannten“ verwendete, fort. Kurze Kapitel in Tagebuchform verfasst, die präzise eine zeitliche Einordnung zulassen und den Verfall sehr anschaulich mitzeichnen.

Ein einheitlicher Sprachstil

Überhaupt ist die Sprache, die die Autorin ihrem Protagonisten in den Mund legt, sehr bildlich und dadurch schreckhaft glaubwürdig, so dass man sich wünscht, solch ein Szenario niemals miterleben zu müssen.

Durch Alex‘ Wurzeln wird dem Roman eine Konstante hinzugefügt, die seinem Vorgänger fehlt. Susan Beth Pfeffer streift das Thema rund um Diskriminierung und den schwierigeren Voraussetzungen für Amerikaner mit einer anderen, nationalen Herkunft. Obwohl dies als Randthematik eingeflochten, trägt es dazu bei, den Roman runder zu gestalten und sich als LeserIn noch mehr mit ihm und verschiedenen Aspekten zu identifizieren.

Eine positive Überraschung

Ich erwartete eine Geschichte, die sehr seinem Vorgänger ähneln würde und wappnete mich bereits für eine umfassende Enttäuschung. Die Enttäuschung blieb aus und ich bin positiv von „Die verlorenen von New York“ eingenommen. Ähnlichkeiten und Parallelen sind sicherlich vorhanden, die sich bis zu einem gewissen Grad nicht vermeiden lassen. Denn Susan Beth Pfeffer verwendet dieselbe Ausgangssituation als Grundlage. Doch die Bereiche, in denen durch Neues in sämtlichen Bereichen gepunktet werden kann, hat sie bewundernswert realistisch umgesetzt.

 Mein endgültiges Urteil:

Nichtsdestotrotz ist „Die verlorenen von New York“ für mich etwas weniger gut als „Die Welt, wie wir sie kannten“. Das kann an der schlichten Tatsache liegen, dass im ersten Band, Miranda – ein Mädchen – die Protagonistin ist und ich mit ihrer Geschichte mehr mitleben und mitfühlen konnte. Außerdem war Susan Beth Pfeffers Erstling für mich noch eine Spur dramatischer, spannender und am Ende mit wesentlich mehr Hoffnung und einem sehr guten Ausgang behaftet, der genau im richtigen Moment endete und zum intensiven Nachdenken anregte. In diesem Punkt fehlt mir bei „Die verlorenen von New York“ die vergleichbare Intensität, so dass für dieses Werk immer noch gute 4 Sterne übrig bleiben und ich mich demnächst mit dem dritten Band  („Das Leben, das uns bleibt“) dieser hochspannenden Serie befassen werde. 

Bewertung

Thematik:
Überleben

Mond

Hungern

New York

Diskriminierung

Religion

Hoffnung Naturkatastrophen

Allgemeine Buchinformationen: 

übersetzt von Annette von der Weppen
Gebunden mit Schutzumschlag
15 x 22 cm
352 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-551-58219-5

(D) 16,90
(A) 17,40 / sFr 24,50

Zu „Die verlorenen von New York“ bei CARLSEN

Coverfehler – oder bin ich verrückt?

Gestern Abend entdeckte ich bei einer Bloggerin, die ihre Neuzugänge vorstellte, dass sie „Die fünf Leben der Daisy West“ von Cat Patrick bekommen hatte. Dieses Cover:

Dann dachte ich an das Buch in meiner Erinnerung zurück und führte ungefähr dieses Selbstgespräch mit mir:

„War die Zahl nicht gelb? … Wieso ist die hier rot? Moment, wieso ist da eine FÜNF?? Hieß das bei mir nicht, das ERSTE Leben? HÄH? … Verdammt, habe ich jetzt etwa eine Fortsetzung erwischt, ohne den ersten zu kennen? Ganz klasse, Charlene, da hängst du immer so viel vor den Büchern und dann hast du nicht einmal DAS mitbekommen? Das kann doch nicht wahr sein… Okay, dann geh mal recherchieren, was du so verpasst und falsch  gemacht hast…“

DANN gucke und gucke und gucke ich und finde IMMER die 5. Mit dem Unterschied, dass die Hardcover-Ausgabe die rote fünf zeigt, während die eBook-Ausgabe eine gelbe Fünf besitzt:

Ein paar Details sind auch noch verändert, wie ihr an dem Bus und diesem anderen undefinierbaren etwas erkennen könnt. Ich habe ziemlich viele Einkaufsportale angeguckt und wirklich ALLE haben diese Fünf. Die ISBN-Nummern sind auch identisch. Also auf meinem Buch ist dieselbe zusehen, wie bei Amazon bei der Hardcover-Ausgabe angegeben ist. Aber… Dann seht euch bitte mal das an!!!:

Zum Vergrößern einmal aufs Bild klicken!

ICH VERSTEHE DAS GERADE EINFACH NICHT?? *AmKopfKratz*

BITTE, kann jemand das aufklären oder mir sagen, was da passiert ist?- Ich glaube, ich MUSS heute in eine Buchhandlung rennen und mir dort die Bücher angucken, denn ich komme mir echt verrückt vor. Ich glaube aber nicht, dass ich das einzige Exemplar mit einer 1 besitze. Vielmehr scheint in den Buchhandelsonlinedatenbanken (wenn das existiert und dann auch noch so heißt) etwas schief gelaufen zu sein?

???

Hilfe ! Für Lösungen bin ich dankbar. (Vielleicht ein Wendecover?) Und jetzt habe ich eben noch eine „2“ bei Google Bilder gesehen… ?? Was ist das denn nur? (Könnte auch helfen, das Buch einfach mal aus der Folie zu holen, aber das mag ich erst tun, wenn ich es lese.)

Liebe Grüße und trotz dieser vielen „?“ einen schönen Samstag!

Charlousie

Vollendet von Neal Shusterman [Rezension]

Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber … wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem … lebst du dann, oder bist du tot?

Als ein Verkäufer im Jahr 2001 online seine Seele versteigern wollte, reagierte eBay folgendermaßen:

[…] Wenn die Seele nicht existiert, kann eBay die Versteigerung der Seele nicht zulassen, weil es nichts zu verkaufen gibt. Wenn die Seele aber existiert, dann können wir, entsprechend der eBay-Richtlinien, zu Körperteilen und sterblichen Überresten die Versteigerung menschlicher Überreste nicht erlauben. […] Ihre Aktion wurde dementsprechend entfernt. […]

Ich hoffe, ich konnte Ihnen behilflich sein. Vielen Dank, dass Sie sich für eBay entschieden haben. S.197

Der Inhalt:

Sie leben in einer Welt, in der eine Alternative zur Abtreibung gefunden wurde. Damit der Streit ein Ende findet, einigten sie sich auf einen Kompromiss. Jugendliche zwischen 13 bis 18 Jahren dürfen rückwirkend abgetrieben werden. Allerdings werden sie nicht getötet, sondern lediglich ‚vollendet‘. Das heißt, sie leben weiter, nur eben nicht mehr als Ganzes, sondern in Einzelteilen, die anderen transplantiert werden. Connor weiß, dass seine Eltern die Verfügung unterschrieben haben und sie ihn bald zur Vollendung abholen werden. Spontan beschließt er abzuhauen und tritt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die etwas in dieser Gesellschaft bewegen soll…

Brisant, genial und vollkommen

Vollendet“ ist das beste Buch, das ich je in dieser Richtung (diesem Genre) gelesen habe. Es besitzt alles, was ein gutes Werk besitzen muss und darüber hinaus noch viel mehr. Die Geschichte bricht über die LeserInnen mit einer Brisanz hinein, dass es einem den Atem nehmen könnte.

Die Charaktere tragen alle ihre unverwechselbare und individuelle Note, die sich überraschend und gänzlich anders entwickelt, als es durch gewisse Szenen zu erwarten wäre.

Die Thematik ist hochgradig gefährlich, weil sie einerseits zwar Fiktion, andererseits gar nicht einmal so abwegig und weit von unserem Gesellschaftsbild entfernt ist. Heute diskutieren Rang und Namen noch über Präimplantationsdiagnostik; was wird es in zehn, in zwanzig oder in hundert Jahren sein?

Eine Reise in schwarze Abgründe

Neal Shusterman hat alle diese kleinen, aber für einen Roman so elementar wichtigen Puzzle-Teilchen zusammengefügt und mit seinem intensiven und starken Erzählton zu einer Reise werden lassen, die unter die Haut fährt, die Knochen durcheinander wirbelt und das Blut zum Kochen bringt.

Das Erfrischende sowie Herausstechende an dieser Erzählweise sind die drei Protagonisten, die von Neal Shusterman eine eigene Identität eingehaucht bekommen und zur Abwechslung einmal aus der dritten Perspektive und im Präsens (Gegenwart) erzählen.

So wird eine – für diesen brutalen Inhalt auch notwendige – Distanz geschaffen, die es mir als Leserin jederzeit offen ließ, mich mit den Figuren soweit zu identifizieren, wie ich es wollte oder brauchte, um in dieser dermaßen geladenen Spannung zu schwelgen, wie ich es tat. Dabei sprengt Neal Shusterman gleichzeitig die Grenzen der 3-strängigen Erzählperspektive und fügt manchmal scheinbar wahllos auch andere Figuren ein, die von ihrer Stimme Gebrauch machen und diesen Roman kompetent eine Tiefe bis in die schwärzesten Abgründe verleiht.

Ein Roman der in vollendeter und veredelter Spitzenkomposition glänzt

Der Aufbau von „Vollendet“ ist nichts anderes als das: ‚Vollendet‘. Wie eine Rasierklinge wird jedes Detail in seine Einzelteile zerlegt, ohne je überflüssig oder lesehemmend zu werden.

Vollendet“ sollte einen aus der Lethargie reißen und einem bewusst machen, dass man es nie so weit kommen lassen darf, wie in dem von Neal Shusterman dramatisierten Roman rund um Organspenden und Transplantationen.

Einige Passagen sind geprägt von einer Härte und Brutalität, denen wiederum eine große Traurigkeit anhaftet. Diese Traurigkeit rührt von der Möglichkeit her, dass man das von Neal Shusterman in den Kopf gepflanzte Szenario vorstellbar finden kann. Der Autor lockt einen rasant durch über 400 Seiten, die wie im Flug vergehen, da der dunkle Sog einer Urgewalt gleicht.

Diesem Werk gebührt meine größte Hochachtung. Ich las es in einem Rutsch durch, da ich jedes Wort förmlich in mich hineinsaugen musste. Ein Spannungsbogen wie dieser ist eine Seltenheit und dann auch noch gepaart mit den restlichen Komponenten, die ebenfalls hundertprozentig stimmen, stellt dieses Buch in der Bücherwelt einen Sechser im Lotto dar. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann ich so voller zwiegespaltener Gefühle an einer Lektüre festklebte.

Mein endgültiges Urteil:

Neal Shusterman ist ein Geniestreich geglückt. Die Botschaft von „Vollendet“ hat mich überwältigt und veranlasst mich nun, jedem, wirklich jedem dieses Buch ans Herz zu legen. Es ist egal, ob man beim Lesen nichts Schönes oder Schwierigeres erträgt. Denn so etwas könnte eines Tages unsere Realität sein und das ist wesentlich grausamer, so dass es im Angesicht dessen nie zu viel sein sollte, diesen Roman in die Hand zu nehmen und einfach nur zu lesen. „Vollendet“ besitzt eine Stimme mit einem Klangkörper, der das Potenzial besitzt, etwas zu verändern und bis in den letzten Winkel zu dringen.

Bewertung

Trailer:

Thematik:

Organhandel

Transplantationen

Leben und Tod

Ethische Fachgebiete

Gesellschaftsbild

Flucht

Freundschaft

Überleben

eBay

Rückwirkende Abtreibung

Allgemeine Buchinformationen:
Vollendet
Autor: Neal Shusterman
ISBN: 978-3-411-80992-9
432 Seiten
Format: 14,5 x 21,7 cm
Ab 14 Jahren
Zu „Vollendet“ bei Sauerländer

Neue Bücher und die „besessene“ Aktion

Ich habe wirklich wunder, wunder, wunderbare neue Schätze in meinem Buchregal! Hier ist ein Bild für euch, die neuen Bücher sind die vier, die sich in dem Kasten befinden:

Von links nach rechts:

  • „Das Leben, das uns bleibt“ von Susan Beth Pfeffer. Ich habe in der letzten Woche (endlich) „Die verlorenen von New York“ gelesen, damit ich dieses Buch direkt verschlingen kann.
  • „Wie viel Leben passt in eine Tüte“ von Donna Freitas ist eine Thematik, die ich normalerweise nicht so unbedingt lesen wollte, aber aufgrund der Entwicklungen in meinem eigenen Leben, möchte ich es sehr gerne lesen und hatte großes Glück, bei Buchbotschafter.de für ein Vorableseexemplar ausgelost zu werden.
  • „Ashes 02 – Tödliche Schatten“ von Ilsa J. Bick ist das Buch, das ich nur Dank der Mühen von BookLover besitze! *rüberwink* und DANKE! (Tipp: Guckt mal beim aktuellen Coverraten vorbei!)
  • Und Hurrrrrrraaaaa, ENDLICH „Chroniken der Unterwelt 04 – City of fallen Angels“ von Cassandra Clare, das ich für die Sommerchallenge von Idealo zugesandt bekam!!!
  • Von meiner Tante bekam ich netterweise „Harpyienblut“ von Daniela Ohms geschenkt, was auch schon von mir gelesen wurde!

Wie die Artikelüberschrift bereits verraten dürfte, habe ich (großartige Neuigkeiten) zur dtv-Blogger-Aktion:

Ich hatte gestern  eine Mail in meinem Postfach, dass ich ausgelost wurde und vorab eines der 40 Leseexemplare erhalte! Meine Freude ist SO groß darüber!!!!! Hier noch einmal das Cover:

Dann erreichte mich noch ein Jugendbuchwanderpaket von Lovelybooks, bei dem ich mir diese beiden Bücher rauspickte:

„Timeless“  (!!!!!!!!!!!!!!) von Alexandra Monir und das stand auf meiner (imaginären) Wunschliste (ich schaffe es einfach nicht, die bei Lovelybooks oder Amazon aktuell zu halten!) und „Das Mädchen mit den drei Namen“ von Thami Shem-Tov, in einer Übersetzung von Mirjam Pressler. Ich lege im Gegenzug zwei andere (HC) Bücher hinein und schicke das Paket noch heute weiter. 🙂

Ansonsten habe ich meinen ersten Kauf bei DaWanda getätigt. Was es ist und was es dazu noch so zu sagen gibt, wird noch folgen!

Wie sah/sieht es bei euch Buchtechnisch aus??

Von den Katastrophen des Lebens

Wie ist das denn so?

Jede/r lebt sein Leben für sich, schwebt auf einer rosaroten Wolke daher und ist glücklich bis ans Ende seiner Tage? – Funktioniert wohl nur in Filmen oder ich habe schlicht und ergreifend einfach „nur“ Pech. (Wobei ich weiß, dass andere ebenfalls genug eigene Probleme haben, so ist es nicht.) Aber mal sehen:

Da ziehe ich Ende Mai zu meinem Vater (Vorgeschichte: Meine Mutter ist verstorben), den ich gar nicht kenne. Dieser ist verheiratet und und die Ehefrau hat ebenfalls ein Kind. Das Haus? -Gehört ihr. Ich ziehe dazu und ihre Ehe kriselt bereits seit einiger Zeit und dennoch zögern sie keinen Moment, mich aufzunehmen. (Oder anders gesagt: Denken gar nicht an die möglichen Folgen/Konsequenzen.)

Das „Einleben“ ist schwer, der Umgang miteinander noch schwerer, die Ehe zieht einen sauberen (<– schlechtes Wort: „unsauberen“) Bogen nach unten… Doch wurde mir von der Frau meines Vaters versprochen:

»Egal, was passiert, du kannst hier wohnen bleiben.«

(Einfach, weil ich bereits ziemlich viel mitgemacht habe und ich endlich „Sicherheit“ haben sollte.)
Dann fahre ich vor ca. 2 Wochen für ein paar Tage zu meiner Tante. Einen Tag vor meiner Abreise, wird bereits zurückgerudert:

»Wir gucken mal, wie das zwischen uns so läuft, Charlene. Ob du hier wohnen bleiben kannst oder nicht. Wir probieren es aus.«

Dann bin ich ein paar Tage bei meiner Tante (und verlebe dort die ziemlich glücklichsten Tage, die ich seit Ewigkeiten hatte) und rufe einen Tag vor meiner Abreise „zu Hause“ an, um bescheid zu geben, wann ich zurückkomme und frage ganz schnöde die (vor Floskeln und Smalltalk triefende) Frage: „Ist etwas passiert?“- Nach dem Motto: Leben alle noch, ist jemand im Krankenhaus, atmet der Hund noch?, etc. Durch eine Fehlinterpretation der Frau meines Vaters und einige angespannte Nerven später, erfahre ich, dass ich jetzt ausziehen soll.

MOMENT ?

Wie war das mit dem »Versprochen«? Und was war mit dem »Wir gucken mal«? Scheinbar passé! Ich kann nur sagen, am Anfang war das eine sehr, sehr, sehr schlimme Nachricht für mich, weil nächste Woche die Schule wieder losgeht und ich an die 6 (!!!!!!!!!!!!!) Wochen Wohnungssuche und Umzug verloren habe, NUR, weil sich jemand nicht seiner Verantwortung bewusst war und feststellt, dass er (eigentlich ja eine sie), doch nicht ‚damit‘ klar kommt. Schön, dass ich deswegen meine beiden Katzen verloren habe, denn hätte man das mal eher abgeklärt, hätte ich sie entweder behalten können oder mehr Zeit eingeräumt bekommen, neue „Katzeneltern“ zu finden. Die anderen Sachen, die ich dadurch „verlor“, will ich gar nicht mal mehr aufzählen. Ich kann auch wiederum verstehen, was die Frau meines Vaters zu dieser Entscheidung bewogen hat und die ganzen Dramen/Debatten und Konflikte will und kann ich hier auch nicht aufführen. Zumindest macht dieses „Verstehen“ von mir (ich verstehe nämlich immer fast alles) es auch nicht besser. Die Situation bleibt dieselbe.

Ich gestehe, mich macht das (sehr) stinkwütend. (Wut ist besser, als aufgeben). Und so befinde ich mich gerade auf Wohnungssuche und der Wohnungsmarkt ist momentan SEHR hart umkämpft in Kassel. Heute Abend habe ich schon 3 Besichtigungen und ich hoffe, dass ich so schnell ausziehen kann, wie es nur geht, damit endlich diese „Schwebezustände“ (also, nichts halbes und nichts ganzes und nie so genau wissen, woran man ist), aufhören und der Riesenberg an organisatorischen Umzugsfragen bewältigt ist. Drückt mir die Daumen und wundert euch nicht, wenn ich immer mal wieder „in der Versenkung“ verschwinde! 🙂

Ich melde mich, wenn ich neues an „dieser Front“ zu vermelden habe, was hoffentlich ganz schnell, ganz positive Nachrichten sein werden! (Nieder mit dem „Spielball-Sein“!)

Jetzt gibt es noch etwas auf die Ohren: „Explanations“ von Selah Sue, was sie singt, denke ich schon seit Monaten:

„I need explanations and some fitting solutions“ !!!

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