Buchrezensionen, Rezensionen

Sieben Tage ohne von Monika Peetz [Rezension]

Der Inhalt:

Der Stress hat die Dienstagsfrauen eingeholt. Jede ertrinkt in ihrem eigenen Berg von Problemen, so dass die regelmäßigen Treffen am Dienstag immer kleiner und sporadischer werden. Doch wie können sich die so verschiedenen Freundinnen unterstützen, wenn sie alle für sich alleineleben?

-Genau, nämlich gar nicht! Deswegen haben sie eine Idee, die sich zu einer ihrer besten herausstellen soll. Zumindest bewirkt der Plan – für sieben Tage wegzufahren und in einem professionellen Kurs gemeinsam mit anderen zu fasten – einige Veränderungen, die die Frauen sich in einem anderen Licht sehen lassen.

Ein schwieriger Anfang und wenig abwechslungsreicherRoman

Sieben Tage ohne“ ist für mich ein Ausflug in ein anderes Genre und zeitgleich ein Experiment gewesen, das zum Teil glückte und zum Teil missglückte.

Denn gerade am Anfang hatte ich erhebliche Schwierigkeiten mich in die Geschichte hineinzufinden und überhaupt Interesse für die fünf verschiedenen Frauen aufzubringen. Das liegt an den sich zu Beginn zu sehr gleichenden Frauentypen, obwohl Monika Peetz verschiedene soziale Hintergründe und Familienstände wählt, um ihre Charaktere „auszustatten“. Hinzukommt, dass die Figuren restlos stereotypisiert werden. Folglich lässt es dieser Roman stark an Charme, Esprit, einer guten Atmosphäre und den spannenden Rahmenbedingungen fehlen, die dieser Erzählung ansonsten zum notwendigen Pepp verholfen hätten. Diese Schwierigkeiten mögen mit den mir fehlenden Kenntnissen zum Vorgänger „Die Dienstagsfrauen“ zusammenhängen. Obgleich ich das für keinen prägnanten Hinderungsgrund halte, wenn ich bedenke, dass „Sieben Tage ohne“ im Aufbau, der Struktur und der Handlungsentwicklung sehr dem Film „Männerherzen“ ähnelt, lediglich mit dem Unterschied, dass Monika Peetz aus der „Frauenperspektive“ erzählen lässt und damit ein recht niedriges Niveau anpeilt.

Ein schier unüberwindbar scheinender „Seitenberg“, der nach dem Erklimmen doch noch Positives enthüllte

Ich betone vor allen Dingen das „Anfangs“, da besonders diese eben genannten Umstände daran Schuld tragen, dass ich eine lange Lesepause einlegen musste.  Trotz der extrem kurz gehaltenen Kapitel, sah ich einen riesen „Seitenberg“ vor meinem inneren Auge aufziehen. Dieser „Seitenberg“ schien aus langweiligen Figuren mit einem plumpen und vorhersehbaren Plot zu bestehen, der wenig attraktiv eine Leseflaute hervorrief.

Als ich mich endlich mal zum Weiterlesen durchringen konnte, sah ich lange Zeit meine Befürchtungen bestätigt. Tatsächlich entwickelt sich die Handlung gleichförmig, flach und plätschert ohne einen nennenswerten Höhe- oder Wendepunkt dahin.  

Eine recht große Auswahl an verschiedenen Charaktertypen, die sich zur Identifikation eignen

Irgendwann hat Monika Peetz mich dann doch gefangen genommen. Ich würde nicht sagen, dass „Sieben Tage ohne“ viel von seinen LeserInnen fordert und diese Lektüre dementsprechend höchstens zur Unterhaltung oder Ablenkung dienen kann, allerdings ist der Ausgang (ausgehend von diesem Niveau) recht komplex und gut ineinander verflochten gestaltet. Ein wirklicher Höhepunkt stellt sich auch dort nicht ein, zumindest aber besaßen die einzelnen Frauen im „Finale“ verschiedene Merkmale, die sich zur Identifikation bei der Leserschaft eignen.

Gefallen hat mir außerdem, dass verschiedene Konfliktzonen und Problembereiche des Lebens angesprochen werden und damit gezeigt wird, dass Glück sehr relativ und subjektiv ist, da jede/r eine andere Lebensweise hat, die sie/ihn glücklich oder wiederum unzufrieden macht.

Leider wird das positive Bild am Ende direkt wieder zerstört, indem Monika Peetz ein kitschiges Ende serviert, das vor glücklichen (für die Handlung sehr unglücklichen) Fügungen nur so trieft und mir die Lektüre dann doch wieder verleidete.

Mein endgültiges Urteil:

Es hat lange gebraucht, bis ich mit „Sieben Tage ohne“ halbwegs warm geworden bin und auch dann ist Monika Peetz‘ Werk keines derjenigen, das ich niemals vergessen werde. Diese Geschichte ist recht kurzweilig, gelegentlich amüsant und manchmal auch spannend. Hauptsächlich bleibt es aber eine recht schlichte Unterhaltungslektüre, die wenig Pfeffer und viel Altbekanntes in sich vereint und dennoch einige mitreißende Momente besitzt.

Empfehlen kann ich dieses Buch eher denjenigen, die sowieso in diesem Literaturbereich auf Beutezug gehen und lesen. Oder vielleicht bin ich auch einfach noch zu jung, um mich für „Probleme“ solcher Art in Romanform ausreichend zu interessieren, als dass es mich so richtig packen würde, weswegen ich auch nur 2 Sterne vergeben kann. Wenn ich es genau nehme, empfehle ich dieses Werk aber nicht, nur dann, wenn gerade wirklich NICHTS anderes zum Lesen zur Hand ist!

Bewertung

Thematik:

Fasten

Mutterstress

Identitätskrise

Selbstentfaltung

Beziehungsstress

Eheprobleme

Erholen

Lebenskrise

Wurzeln (Vergangenheit)

Allgemeine Buchinformationen:

Monika Peetz
Sieben Tage ohne
Roman
ISBN: 978-3-462-04410-2
Erscheinungsdatum: 14. Mai 2012
336 Seiten, Paperback
KiWi 1260
Lieferbar
Euro (D) 9,99 | sFr 14,90 | Euro (A) 10,30
Zu „Sieben Tage ohne“ bei KiWi

Vielen Dank an Lovelybooks und den KiWi Verlag für diese Leserunde und das darin enthaltene Leseexemplar
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Ein Gedanke zu „Sieben Tage ohne von Monika Peetz [Rezension]“

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