Buchrezensionen, Rezensionen

Geliebte der Ewigkeit – Kriegerinnen der Fiannah 01 von Beth Cillian

Der Inhalt:

Quinns Auftrag ist es, die Sceathrach ausfindig zu machen und zu eliminieren. Als er sie unerwartet in der menschlichen Hülle Morrighans findet, erwartet er nicht den Widerstand, der ihm begegnen soll. Vor allen Dingen rechnet er aber nicht damit, dass dieser Widerstand von ihm selbst ausgeht. Aus einem ihm unerfindlichen Grund, ist es Quinn gefühlsmäßig unmöglich, die Sceathrach, die Ausgeburt des Bösen, zu töten.
Auch Morrighan bleibt von Quinns Charme nicht unberührt. Während sie sich damit abzufinden versucht, bald an einem tödlichen und unheilbaren Tumor zu sterben, kommen sich die beiden immer näher, bis die Funken sprühen und ihre Liebe zueinander geweckt wird. Doch haben solche Gefühle eine Zukunft, wenn alle Wesen in der Welt gegen ihre Verbindung sind und sich eine böse Macht von Morrighan bemächtigen will?

Wankelmütige Figuren, die eine schöne Idee etwas zerstörten

Geliebte der Ewigkeit – Die Kriegerinnen der Fiannah“ – ein verheißungsvoller Titel, mit einer noch verheißungsvolleren Covergestaltung, entpuppte sich als eine mittlere bis große Enttäuschung.
Der Anfang war nicht berühmt, versprach jedoch Besserung, die leider ausblieb, sich vielmehr ins Gegenteil verkehrte.

Die Figuren verstricken sich in widersprüchlichen Gefühlen, die sie wie ein launisches Aprilwetter immer den Gegebenheiten anpassen.

Von Pflichtgefühl, bis Tötungsdrang, über Hass und unüberbrückbarer Liebe ist alles dabei.
Die Grundidee, die Beth Cillian mit irländischen und gallischen Elementen zu etwas Besonderem auszubauen versuchte, gefiel mir sehr gut. Manchmal, wenn man sich als LeserIn Mühe gibt, ist das deutlich ersichtlich, oft eher weniger, was hauptsächlich an diesen wankelmütigen Figuren liegt.

Diese füllen eine grundsätzlich schöne Idee so gar nicht aus und glänzen stattdessen mit künstlich wirkenden Szenen, in denen sie starr gefangen wirken und sich jedes Kapitel so anfühlt, als wäre endlich noch ein weiterer Punkt abgehandelt worden, um dem großen Finale entgegenzutreten. Doch der Weg bis dahin ist steinig und schwer.

Kein befriedigendes Finale

Immer wieder wird in der Handlung sehr blutig und brutal gekämpft, die unbekannten Begriffe und Worte aus einer fremden Sprache fliegen einem nur so um die Ohren, Wissen wird schlecht verpackt in steifen Dialogen übermittelt, im letzten Drittel fällt dann auch mal der Begriff „Fiannah“ und lohnen sich diese Mühen bis zum Ende? Unglücklicherweise „nein“. Denn das Finale ist so gesehen gar kein Finale, weil jegliche Spannungspunkte, die „Geliebte der Ewigkeit“ zwischendurch durchaus besitzt, vorher verpulvert werden, so dass der Ausgang im Vergleich recht lasch daherkommt.

In einigen Passagen entstehen dennoch vereinzelt spannende Momente, die sich im Gesamteindruck nicht durchsetzen können.

Immerhin gibt es eine Figur, die für mich große Lesemotivation barg und auf das „Hin-und-her-Spiel“ der Protagonisten verzichtete, so dass wenigstens ein kleiner Anreiz blieb, weiterzulesen. Wer außerdem ein Shakespeare oder „Hamlet“ Liebhaber ist, wird in einigen Passagen seine Freuden finden, wenn die Autorin auf berühmte Zitate oder versteckte Anspielungen in dieser Richtung zurückgreift.

Liebesschmerz und kein Ende in Sicht

Der Hauptkonflikt dieser Handlung wird bis zur Schmerzgrenze ausgereizt und in kreativen, verschiedenen Variationen immer wieder thematisiert. Dabei gestaltet sich ebenjener recht subtil. Im Grunde genommen wollen zwei „Wesen“ für immer zusammen sein, sind aus den unterschiedlichsten Gründen jedoch an andere Pakte und dergleichen gebunden, so dass man sich auf cirka 300 Seiten Liebesschmerz mit ordentlichem Hin und Her freuen darf. Es mag sein, dass mir das Tempo durch das recht unhandliche und schwer zu lesende Format langsamer vorkam, als es eigentlich war, dennoch kann es nicht als Entschuldigung für jegliche Negativkritik dienen.

Mein endgültiges Urteil:

Letztlich ist Beth Cillians Werk ein typischer Kandidat für das subjektive Geschmacksempfinden. Was mir nicht zusagte, mag andere begeistern. „Geliebte der Ewigkeit“ entfaltet beispielsweise durchaus seinen Reiz, wenn die Autorin fantastische Elemente gemischt mit Wissen aus der Pathologie in die Handlung mit einfließen lässt. So brilliert die Geschichte außerdem durch seine gehobene mit Fremdwörtern gespickte Sprache.

Deswegen und weil die Mühe und die Liebe, die sich die Autorin beim Erschaffen dieses Werkes gegeben hat, durchaus zu spüren sind, vergebe ich 2,5 Sterne und verzichte aber auf die Fortsetzung.

Bewertung

Thematik:
Krieg

Krigerinnen

Fiannah

Wurzeln

Herkunft

Kampf

Innerer Feind

Zwei Wesen in einem

Gut und Böse“

Allgemeine Buchinformationen:

Geliebte der Ewigkeit
Kriegerinnen der Fiannah 01
Beth Cillian
Erschienen: Apr. 2012
Ausgabe Broschiert
Seiten 360
ISBN 978-3-864430-51-0
Preis 19,50 EUR
Zu „Geliebte der Ewigkeit – Die Kriegerinnen der Fiannah“ beim SIEBEN VERLAG

Vielen Dank an den Verlag, Beth Cillian und Lovelybooks für die Leserunde und das Freiexemplar innerhalb dieser!
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2 thoughts on “Geliebte der Ewigkeit – Kriegerinnen der Fiannah 01 von Beth Cillian”

  1. Ich verzichte auch auf die Fortsetztung! Möchte ja so gerne Jennifer Benkaus Nybbas-Trilogie lesen. Aber die werde ich mir sicher nicht als Bücher holen (diese Schriftbild vom Sieben Verlag macht mich fertig!), sondern für den Kindle 🙂
    Deine Rezi finde ich sehr schön geschrieben und gut begründet!!
    Grüß dich lieb,
    Damaris

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    1. Ja, da ist dem eBook wohl ausnahmsweise mal um Längen der Vorzug zu geben!!
      Obwohl ich TEAM ZERO auch als Bücher lese, aber da ist es nicht so ganz extrem. Wenn mich zukünftig ein Buch aus dem SIEBN-Verlag interessiert, sollte ich nur noch aufs eBook zurückgreifen 🙂
      Herzl. Grüße,
      Charlousie

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Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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