Archiv für den Monat Juni 2012

Neuzugänge im Juni

Das Bild, das gleich folgt, ist schon ein wenig der „SCHOCK“, weil es insgesamt mehr Bücher geworden sind, als ich so erwartete:

Tipp: Klicke auf das Bild, um es zu vergrößern!

Diese Bücher sind z.T ertauscht, manche sind gewonnen, manche gewonnen für eine Leserunde oder auch ein Rezensionsexemplar! Dort zu sehen ist noch NICHT „Sternenschimmer“ von Kim Winter:

Ich zähle die Bücher einmal von links nach rechts auf:

  • „Aus dunkler Gnade“ von Melissa Marr. Von dieser Neuerscheinung habe ich schon einiges berichtet. Wer es noch nicht mitbekommen hat, sollte wegen einer GRATIS-Sondergeschichte mal dringend auf den >>LINK<< klicken!
  • „Dreams ’n‘ Whispers“ von Kerstien White
  • „Wir beide. Irgendwann“ von Jay Asher und Carolyn Mackler
  • Obenauf liegt „Sieben Tage ohne“ von Monika Peetz. Das Buch habe ich inzwischen gelesen (für die Lesechallenge auf Lovelybooks) und auch rezensiert!
  • „Finding Sky“ von Joss Stirling
  • „Everlasting – Der Mann, der aus der Zeit fiel“ von Holly-Jane Rahlens
  • Die Fälscherin“ von Julia Freidank, ebenfalls schon gelesen und rezensiert
  • „Er ist der Freund meiner Freundin“ von den Autoren Katarina Bredow und Maike Dörries
  • Darauf liegt „Schicksal“, der vierte Band von Amanda Hockings Serie. Leider hat mich „Verlangen“ so enttäuscht, dass es noch eine Weile auf den SuB wandert!
  • Gewonnen ist „Der Sommer, in dem linda schwimmen lernte“ von Roy Jacobsen
  • „Das Schwein unter den Fischen“ von Jasmin Ramadan
  • „Dead Beautiful – Unendliche Sehnsucht“ von Yvonne Woon
  • „Vango – Zwischen Himmel und Erde“ von Timothée de Fombelle
  • „Goldsommer“ von Elisabeth Büchle

Wie ihr seht, ist da einiges zusammengekommen und ich habe noch einiges zum Lesen vor mir :)! Nur gut, dass ich jetzt Ferien habe!! 😀

Sieben Tage ohne von Monika Peetz [Rezension]

Der Inhalt:

Der Stress hat die Dienstagsfrauen eingeholt. Jede ertrinkt in ihrem eigenen Berg von Problemen, so dass die regelmäßigen Treffen am Dienstag immer kleiner und sporadischer werden. Doch wie können sich die so verschiedenen Freundinnen unterstützen, wenn sie alle für sich alleineleben?

-Genau, nämlich gar nicht! Deswegen haben sie eine Idee, die sich zu einer ihrer besten herausstellen soll. Zumindest bewirkt der Plan – für sieben Tage wegzufahren und in einem professionellen Kurs gemeinsam mit anderen zu fasten – einige Veränderungen, die die Frauen sich in einem anderen Licht sehen lassen.

Ein schwieriger Anfang und wenig abwechslungsreicherRoman

Sieben Tage ohne“ ist für mich ein Ausflug in ein anderes Genre und zeitgleich ein Experiment gewesen, das zum Teil glückte und zum Teil missglückte.

Denn gerade am Anfang hatte ich erhebliche Schwierigkeiten mich in die Geschichte hineinzufinden und überhaupt Interesse für die fünf verschiedenen Frauen aufzubringen. Das liegt an den sich zu Beginn zu sehr gleichenden Frauentypen, obwohl Monika Peetz verschiedene soziale Hintergründe und Familienstände wählt, um ihre Charaktere „auszustatten“. Hinzukommt, dass die Figuren restlos stereotypisiert werden. Folglich lässt es dieser Roman stark an Charme, Esprit, einer guten Atmosphäre und den spannenden Rahmenbedingungen fehlen, die dieser Erzählung ansonsten zum notwendigen Pepp verholfen hätten. Diese Schwierigkeiten mögen mit den mir fehlenden Kenntnissen zum Vorgänger „Die Dienstagsfrauen“ zusammenhängen. Obgleich ich das für keinen prägnanten Hinderungsgrund halte, wenn ich bedenke, dass „Sieben Tage ohne“ im Aufbau, der Struktur und der Handlungsentwicklung sehr dem Film „Männerherzen“ ähnelt, lediglich mit dem Unterschied, dass Monika Peetz aus der „Frauenperspektive“ erzählen lässt und damit ein recht niedriges Niveau anpeilt.

Ein schier unüberwindbar scheinender „Seitenberg“, der nach dem Erklimmen doch noch Positives enthüllte

Ich betone vor allen Dingen das „Anfangs“, da besonders diese eben genannten Umstände daran Schuld tragen, dass ich eine lange Lesepause einlegen musste.  Trotz der extrem kurz gehaltenen Kapitel, sah ich einen riesen „Seitenberg“ vor meinem inneren Auge aufziehen. Dieser „Seitenberg“ schien aus langweiligen Figuren mit einem plumpen und vorhersehbaren Plot zu bestehen, der wenig attraktiv eine Leseflaute hervorrief.

Als ich mich endlich mal zum Weiterlesen durchringen konnte, sah ich lange Zeit meine Befürchtungen bestätigt. Tatsächlich entwickelt sich die Handlung gleichförmig, flach und plätschert ohne einen nennenswerten Höhe- oder Wendepunkt dahin.  

Eine recht große Auswahl an verschiedenen Charaktertypen, die sich zur Identifikation eignen

Irgendwann hat Monika Peetz mich dann doch gefangen genommen. Ich würde nicht sagen, dass „Sieben Tage ohne“ viel von seinen LeserInnen fordert und diese Lektüre dementsprechend höchstens zur Unterhaltung oder Ablenkung dienen kann, allerdings ist der Ausgang (ausgehend von diesem Niveau) recht komplex und gut ineinander verflochten gestaltet. Ein wirklicher Höhepunkt stellt sich auch dort nicht ein, zumindest aber besaßen die einzelnen Frauen im „Finale“ verschiedene Merkmale, die sich zur Identifikation bei der Leserschaft eignen.

Gefallen hat mir außerdem, dass verschiedene Konfliktzonen und Problembereiche des Lebens angesprochen werden und damit gezeigt wird, dass Glück sehr relativ und subjektiv ist, da jede/r eine andere Lebensweise hat, die sie/ihn glücklich oder wiederum unzufrieden macht.

Leider wird das positive Bild am Ende direkt wieder zerstört, indem Monika Peetz ein kitschiges Ende serviert, das vor glücklichen (für die Handlung sehr unglücklichen) Fügungen nur so trieft und mir die Lektüre dann doch wieder verleidete.

Mein endgültiges Urteil:

Es hat lange gebraucht, bis ich mit „Sieben Tage ohne“ halbwegs warm geworden bin und auch dann ist Monika Peetz‘ Werk keines derjenigen, das ich niemals vergessen werde. Diese Geschichte ist recht kurzweilig, gelegentlich amüsant und manchmal auch spannend. Hauptsächlich bleibt es aber eine recht schlichte Unterhaltungslektüre, die wenig Pfeffer und viel Altbekanntes in sich vereint und dennoch einige mitreißende Momente besitzt.

Empfehlen kann ich dieses Buch eher denjenigen, die sowieso in diesem Literaturbereich auf Beutezug gehen und lesen. Oder vielleicht bin ich auch einfach noch zu jung, um mich für „Probleme“ solcher Art in Romanform ausreichend zu interessieren, als dass es mich so richtig packen würde, weswegen ich auch nur 2 Sterne vergeben kann. Wenn ich es genau nehme, empfehle ich dieses Werk aber nicht, nur dann, wenn gerade wirklich NICHTS anderes zum Lesen zur Hand ist!

Bewertung

Thematik:

Fasten

Mutterstress

Identitätskrise

Selbstentfaltung

Beziehungsstress

Eheprobleme

Erholen

Lebenskrise

Wurzeln (Vergangenheit)

Allgemeine Buchinformationen:

Monika Peetz
Sieben Tage ohne
Roman
ISBN: 978-3-462-04410-2
Erscheinungsdatum: 14. Mai 2012
336 Seiten, Paperback
KiWi 1260
Lieferbar
Euro (D) 9,99 | sFr 14,90 | Euro (A) 10,30
Zu „Sieben Tage ohne“ bei KiWi

Vielen Dank an Lovelybooks und den KiWi Verlag für diese Leserunde und das darin enthaltene Leseexemplar

Eine Eilmeldung für alle Fans der Sommerlicht-Serie!! [Jenseits der Zeit]

Habt ihr es auch kaum bis zum Erscheinungstermin vom fünften und letzten Teil der „Sommerlicht“-Serie abwarten können?

Habt ihr „Aus dunkler Gnade“ vielleicht schon gelesen oder bereits in der Buchhandlung umschwärmt? Seid ihr einfach nur begeistert von Melissa Marrs Schreibkünsten?

Dann habe ich hier das ultimative kleine Extra für jeden Fan unter euch (mich eingeschlossen) entdeckt:

Auf der Seite bittersweet.de kann man sich noch bis zum 05.Juli GRATIS eine kleine Zusatzgeschichte im PDF-Format Downloaden!

Das Einzige, was man dafür tun muss, ist eine kleine Frage zu beantworten, was als eingefleischter Fan der Elfenhöfe wohl kein Problem darstellen sollte, oder? 😉

Folgt diesem >>>LINK<<< und alles weitere wird euch noch einmal ausführlicher erklärt! (Das da unten ist übrigens das Cover dieses „Extras“ :D. Wunderschön, nicht?!) Oder wer es ganz eilig hat, kann hier direkt das Passwort eingeben, nur dass ihr die Frage für die Lösung da noch gar nicht wisst! 😛

Und allen Schülerinnen und Schülern, die heute ihr Zeugnis bekommen haben und damit gleichzeitig auch FERIEN, wünsche ich 6 Wochen Erholung PUR!! 😀 Eine gute Zeit, die Reihe einmal anzufangen, wer sie noch nicht kennt. Meine Rezensionen zu den einzelnen Bänden findet ihr hier:

Trix Solier – Odyssee im Orient von Sergej Lukianenko [Rezension]

Bei einer Erstbegegnung von Mensch und Drache geben sich beide Seiten gegenseitig Rätsel auf. Wenn ich die Antworten auf deine Fragen kenne, habe ich das Recht, dich zu töten. Wenn nicht, trennen wir uns in Frieden. […] Meine […] Frage: Hundert Mäntel und alle ohne Knöpfe – was ist das?“

S. 23

Der Inhalt:

Trix Solier ist etwas unzufrieden. Da hat er in seinen jungen Jahren schon zahlreiche Gefahren erfolgreich gemeistert und dem Königreich einen ehrenvollen Dienst erwiesen und trotzdem muss er sich nun als einfacher Zauberlehrling mit niederen Arbeiten abgeben. Dabei sind die Arbeiten an sich für Trix nicht einmal so schlimm, lediglich die Eintönigkeit zerrt an ihm, und wie sehr er doch seine Freunde vermisst, allen voran die schöne Tiana…

Doch eines Tages, als sein Meister Radion Sauerampfer ausgegangen ist, landet ein Drache auf dem Dach des Zauberturms und fordert von Trix‘ Meister die noch schuldige Gefälligkeit ein. Da Trix als Radion Sauerampfers Lehrling an dessen Stelle verpflichtet ist die Schuld zu begleichen, begleitet er gemeinsam mit der meistens munteren Annette den Drachen kurz darauf in seine Heimat. Doch der für Trix bereits überwältigende Ritt auf dem Rücken des Drachens ist erst der Anfang seiner Odyssee. Denn dieses Mal geht es um Leben und Tod. Schwieriger noch: Trix muss in einer fremden Kultur über seine Grenzen hinaus handeln, um den Untergang der Welt, wie er sie kennt, zu verhindern.

Eine beachtenswerte Fortsetzung

Sergej Lukianenko hat mit Trix Soliers Reise in den Orient schon das zweite und glorreiche Abenteuer eines jungen Zauberlehrlings verfasst, der sich nach Abenteuern sehnt und seinen Platz in der Welt zu finden sucht. Diese Fortsetzung steht dem ersten Band in nichts nach und kann auch problemlos ohne seinen Vorgänger genossen werden.

Sergej Lukianenko schafft ein weitschweifiges Abenteuer, das in drei Teile gegliedert ist.

TRIX NIMMT ÜBEL

TRIX SPINNT RÄNKE

TRIX ZIEHT IN DEN KAMPF

Angelegt auf knapp 600 Seiten stellt es einen dicken Wälzer dar, der aber auch einiges zu bieten hat.

So wird Trix zu Beginn von einem Drachen auf den Plan gerufen (und wo es einen Drachen gibt, gibt es sicherlich noch mehr), hat die Fee Annette an seiner Seite, bei der man nie so genau bestimmen kann, ob sie nun nach ihrem eigenen Interesse handelt oder für das Gemeinwohl aller und begegnet außerdem erneut seinen „Feinden“, den Vitamanten.

Lasst euch verführen vom heldenhaften Zauber des Orients

Mir gefiel besonders gut die orientalische Umsetzung, die einerseits gewährleistete, dass Sergej Lukianenko sich in seinen bombastischen Abenteuern nicht wiederholte und andererseits besitzt „Trix Solier – Odyssee im Orient“ so seinen ganz eigenen Charme, der von gänzlich anderen und atemberaubenderen Faktoren geprägt ist, als sein Vorgänger. Aus diesem Grunde eignet sich aus meiner Sicht dieser Band stärker zum Versinken in einer fremden Welt, da sie noch intriganter, die Situation noch unlösbarer, das Abenteuer noch größer und der Zusammenhalt der Freunde noch stärker scheint.

Wie gewohnt weiht sich der Autor auch in dieser Geschichte einem heiteren Ton, der zum Schmunzeln einlädt, den Verstand fordert und lebhafte Bilder heraufbeschwört. Auf jeder einzelnen Seite schwingt Ironie mit, die mal mehr mal weniger unterschwellig den Ton der Erzählung angibt.

So zahlreich und unzählbar die Sandkörner der Wüste sind, genauso verstrickt und undurchschaubar gestaltet sich der temporeiche Handlungsverlauf, der nicht immer von schnellen Ereignissen und Taten lebt, dafür hin und wieder von flotten Unterhaltungen, vertrackten Wortspielen, weisen Sprüchen und oberschlauen (besserwisserischen) Kommentaren.

Über manche Langatmigkeiten kann großzügig hinweggesehen werden

Somit findet das Leserherz in „Trix Solier – Odyssee im Orient“ eine reichlich fantastische Geschichte, in deren Mittelpunkt ein Held steht, der genau das richtige Maß an Selbstbewusstsein und Unsicherheiten an den Tag legt, eine spektakuläre Reise in den Orient, die einige Überraschungen bereithält und nicht zuletzt eine wortgewandte Sprache, die Jung und Alt gleichermaßen begeistern dürfte.

Manches Mal erschienen mir manche Passagen zu lang, weil die Gespräche sich zogen oder die Figuren auf der Stelle zu treten schienen, was wiederum ein gewisses Maß an Authentizität beweist, da im richtigen Leben auch nie alles flutscht.- Obgleich diese Art der schon märchenhaft anmutenden Erzählung nicht ernsthaft mit der Realität verglichen werden kann.

Zum Teil hätte ich mir kürzere Kapitel gewünscht, da dies (bei mir) oft ein besseres Lesegefühl entstehen lässt.

Mein endgültiges Urteil:

Sergej Lukianenkos Werk ist für alle Abenteurer unter euch oder diejenigen, die schon lange davon träumen und es nie wagten, sich in die weite Welt zu begeben. An der Seite von Trix Solier und seinen schillernden Freunden ist vieles möglich und das Beste daran, man kann selbst entscheiden wie weit man gehen möchte. Denn am Ende bleibt auch diese Geschichte nur ein Buch, das mit dem Zuklappen beendet wird, doch vielleicht regt gerade dieses Abenteuerbuch den Einen oder Anderen übers Lesen hinaus zum Entdecken der Welt an.


Bewertung

Thematik:

(Orientalische) Reisen

Abenteurer

Zauberer

Fantastische Wesen (Bspw.: Feen, Drachen)

Intrigen

Machtspiele

Sultane

 

Allgemeine Buchinformationen:

Sergej Lukianenko
Trix Solier – Odysee im Orient
Roman
EUR 17,99
Übersetzt aus dem Russischen von Christiane Pöhlmann
ISBN 978-3-407-74339-8
1. Auflage 2012
Zu „Trix Solier – Odyssee im Orient“ bei Beltz

Vielen Dank an Beltz & Gelberg + BdB für dieses erquickliche Leseexemplar

Unter dem Vampirmond – Verlangen von Amanda Hocking [Rezension]

Zwei Brüder, ein Blutsband – eine Liebe …

Der Inhalt:

Alice hat auf ihr Herz gehört und sich mit Jack zusammengetan, obwohl sie sich ursprünglich zu Peter hingezogen fühlte. Doch genau das Fühlen, ist momentan sowieso Alices größtes Problem. Als neuer Vampir kann sie die vielen Gefühle um sie herum kaum noch aushalten oder von ihren eigenen filtern. Die Blutgier macht ihr zu schaffen, die Familie droht auseinanderzubrechen. Und dann befindet sich Peter auf einmal in großer Gefahr und Alice ist sich nicht mehr sicher, was ihr Herz eigentlich noch sagt und wer „der Richtige“ der beiden Brüder ist: Jack oder Peter?

Eine Enttäuschung, ein abgehandelter Cliffhanger und keine guten Verknüpfungen

Unter dem Vampirmond – Verlangen“ ist eine Fortsetzung, die ich aufgrund des spannenden Vorgängers und des offenen Endes sehnlichst erwartete und an das ich gewisse Ansprüche hegte. Leider bin ich ziemlich enttäuscht von diesem dritten Teil, den die Autorin meines Erachtens nach hochwertiger hätte umsetzen müssen oder ansonsten lieber gar nicht erst geschrieben hätte.

Der Cliffhanger von „Unter dem Vampirmond – Verführung“ wird quasi nebenher abgehandelt, während sich Amanda Hocking eine neue „Bedrohung“ ausdenkt, die dermaßen überraschend und haltlos auftaucht, dass sich wirklich immer wieder über die nicht vorhandene Sinnhaftigkeit dieses Inhalts gewundert werden muss. Wo bleiben beispielsweise die Hintergründe für diese neue „Bedrohung“ (?) in Form von einer weiteren „Vampirspezies“, die (leicht abgekupfert) nach den Lykanern benannt sind, welche normalerweise wiederum allgemein als Lykanthropen und somit Werwölfe gelten. Amanda Hocking setzt dieses „Grüppchen“ ohne die zwingend benötigte Rahmenbedingung in die Handlung ein, wodurch bei den LeserInnen der Eindruck von „unsauberen Rändern“ entstehen kann. Es gibt keine Hintergründe und die dann wenigstens zu erwartende Handlungsentwicklung wird ebenfalls verhunzt, indem die genannte „Bedrohung“ zwar als spannungspotenzierendes Mittel 1-2 Mal erwähnt wird, danach komplett verschwindet und wie aus dem Nichts, (Ironie an) sowie gleichermaßen völlig unerwartet wieder auftaucht (Ironie aus).

Ein Inhalt, der einer Farce gleicht

Die Figuren geben kein besseres Bild ab. Alices Gedankengänge folgen keinem geplanten Konzept, bevorzugen es aber, sich zu den jeweiligen Problemen oppositionell zu verhalten. Dadurch sind viele Konversationen gekünstelt, Alice als Romanfigur ist nicht nachvollziehbar, was ziemlich lesehemmend wirkt, da die Atmosphäre fehlt und sich keine richtigen Bilder im Kopf einstellen wollen.

Des Weiteren scheinen die Funktionen der einzelnen Charakter im Vorfeld festgelegt, allerdings so, dass die LeserInnen im Voraus wissen dürften, wie Person X auf Problem Y reagiert, während Person Z sich gegen Person Y stellt usw. usf. Auch das nimmt den Charme dieser bis dahin so glanzvollen Reihe.

Die berüchtigte „Dreiecksbeziehung“ versehen mit einer Prise Blutdurst

Ferner drehen sich Alices Gedanken hauptsächlich um zwei Themen: Ihre zwiespältigen „Liebes“-Gefühle gegenüber Peter und Jack. Und zweitens ihre Probleme mit dem Blutdurst. Dabei ist das eine mit dem anderen verbunden und somit fast schon wieder dasselbe.

Nach spätestens 100 Seiten sind die (nicht variierenden) Pro und Kontra Abwägung zwischen den beiden „Kerlen“ und Alices Blutdurst als Jungvampir und ob sie diesem nachzugeben droht oder nicht, entweder traurig oder ein frustriertes Lächeln wert, jedoch nicht lesens oder gar -empfehlenswert

Die jeweiligen Probleme sind im Kern immer dieselben, nur dass z.T andere Charaktere an ihnen beteiligt sind oder sich die Konstellationen leicht wandeln. Da dann aber so leicht, dass ich mir manchmal etwas veralbert vorkam.

Die Kritik, mit der ich diese Rezension abschließen möchte, obwohl ich noch einiges mehr aufzählen könnte, bezieht sich auf den Handlungsverlauf, der strukturlos, durchschaubar und unausgewogen den bildlichen Tropfen bildet, der das Fass schließlich zum Überlaufen bringt.

Mein endgültiges Urteil:

Ich war von „Unter dem Vampirmond 01 & 02“ dermaßen begeistert, dass es mich jetzt umso mehr bekümmert, von diesem Band abraten zu müssen.

Weder in Einzelpartien, noch im Gesamtzusammenhang hat sich die Autorin Amanda Hocking mit Ruhm bekleckert, so dass ich diesem „Trauerspiel“ nur zwei Sterne vergeben kann. Diese zwei Sterne gibt es auch nur, weil ich das Cover ansprechend gestaltet finde und ich schon Werke gelesen habe, die wesentlich schlechter waren, als das hier präsentierte.

Wer nach einem spannenden Pageturner Ausschau hält, ist bei Hocking falsch und sollte lieber gar nicht erst mit Band 1 und 2 beginnen, denn nach diesem dritten Band wird die vorige Euphorie in vielen Teilen zerstört, da die Bücher in einem engen Verhältnis zueinander stehen und stark aufeinander aufbauen oder dies zumindest tun sollten.

Meine Meinung lautet also: „Finger weg!“

Bewertung

Thematik:

Vampire

Dreiecksbeziehung

Liebe

Lykaner

Bedrohung

Familienzusammenhalt

Blut(Durst/Gier)

Erwachsen werden

Überleben

Allgemeine Buchinformationen:

Amanda Hocking
Unter dem Vampirmond – Verlangen
Band 3
Originaltitel: Flutter
Originalverlag: Marsh agency
Aus dem Englischen von Ines Klöhn, Anne Emmert
Deutsche Erstausgabe
Ab 13 Jahren
Paperback, Klappenbroschur, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16139-5
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90
Verlag: cbt
Zu „Unter dem Vampirmond – Verlangen“ bei cbt!

Der aus dunkler Gnade wehende Sternensturm

Ich habe (so ziemlich) die schönste Post in diesem Jahr bekommen, die man (wenn man ich ist) nur bekommen kann!

Denn was ich euch gleich zeige, ist eines meiner absoluten Traumbücher und (neben „Aus dunkler Gnade“) die am heiß ersehnteste Neuerscheinung in diesem Jahr!!

Fangen wir erst einmal „langsam“ an. Hier folgen zwei (schöne) Bildchen von „Aus dunkler Gnade“ von Melissa Marr, bzw. die „Sommerlicht-Serie“ als KOMPLETTE Reihe im Buchregal ;-):

Es folgt ein Einzelbild des (Stars) Buches:

Und nun lasst euch von dem (mehrfachen) Anblick dieses „STÜRMISCH“ ersehnten Buches begeistern:

Bild 2 dazu (nur eine etwas veränderte Perspektive):

Ich danke der guten/lieben Fee, die mir sehr geholfen hat und Dank derer ich mich jetzt über KIM WINTERS „STERNENSTURM“ freuen darf! Und wie ich mich freue! Ein wuchtiges und futuristisches (sternengleiches :P) Cover, fehlt nur noch der wuchtige Inhalt!!

Zum Abschluss gibt es noch einmal zwei Genießerbilder von „Sternenschimmer“ und „Sternensturm“ zusammen (sozusagen eine „Kombination“):

Das letzte:

Ja, ich finde auch, das sieht einfach nur fantastisch aus. Ein Highlight in JEDEM Buchregal!!!!

Eine kleine Buchverschenkaktion! – Die Beschenkten

Ich halte es mal kurz und zeige euch die zwei Fotos mit den jeweiligen Namen drauf, die ich ausgelost habe. Wobei ich sagen muss, dass ich bei „Namira – Das Geheimnis der Katzenmenschen“ NICHT ausgelost habe, sondern als „Trost“ einer Kommentatorin das Buch gerne geben wollte, weil sie ihren Kater verloren hat. Da ich meine beiden Katzen selbst ins (:() Tierheim geben musste, kann ein Buch das Tier zwar nie ersetzen, aber vielleicht doch etwas Aufheiterung bringen!

 

Ich hoffe, ihr freut euch!! Bitte schickt mir euren Nicknamen (damit ich euch zuordnen kann) und eure Adresse an Charlousie[at]ymail[Punkt]com! Ich sage es auch gleich vorab, dass ich die Bücher wohl nicht mehr diese Woche zur Post bringen werde, aber hoffentlich in der danach. Also nur nicht wundern, wenn ihr diese Woche oder Anfang nächster Woche noch keine Post habt! 🙂

Und falls jemand von euch Beschenkten NICHT in Deutschland wohnen sollte, müssten wir uns entweder anders „einigen“ oder ich würde das Buch an jemand anderen auslosen müssen.

Ihr, die kein Losglück hattet, wünsche ich einen schönen Tag und ich würde mich freuen, wenn ihr mich trotzdem weiterhin noch besucht.

Einen schönen Dienstag und eine noch schönere Woche wünscht euch,
Charlousie (die in letzter Zeit viel zu wenig liest 😦 )

Die Fälscherin von Julia Freidank [Rezension]

Stark wie der Tod ist die Liebe. Ihre Strahlen sind von Feuer, mächtige Wasser sind nicht in der Lage, die Liebe auszulöschen, und Ströme schwemmen sie nicht fort.

S. 176

Der Inhalt:

Blanka ist ein kleines Mädchen, als sie vom Aussatz für ihr ganzes Leben gezeichnet wird. Eine Narbe verunstaltet ihre Wange. Manche flüstern, sie sei vom Teufel berührt, während ihr Herr, der Bischof Otto von Freising, eine Heilige in ihr sieht. Da kommt es ihm gerade recht, dass Blanka ein großes Talent beim Kopieren von Schriften besitzt. Denn Otto von Freising führt einen Kampf gegen die weltlichen Herrscher, die der Kirche immer mehr Macht zu entreißen versuchen. So kann er Blanka ausgerüstet mit Wort und Feder in diesen Kampf ziehen lassen. Sie fälscht für ihn im Verborgenen Urkunden. Was Otto nicht ahnt, dass jemand Blanka auf die Spur gekommen ist, der Geliebter und Feind zugleich ist. Am Ende wird Blanka sich entscheiden müssen, wem ihre Loyalität gilt und sie sollte weise wählen, denn ihr Leben hängt davon ab.

Die Welt des 16. Jahrhunderts mit gänzlich anderen Moralvorstellungen

Der historische Roman „Die Fälscherin“ zeichnet sich durch besonders dreierlei aus:

Julia Freidanks Werk schildert unverschleiert sowie brillierend die mittelalterlichen und aus heutiger Sicht grausamen Verhältnisse des 16. Jahrhunderts, die ganz andere Moralvorstellungen beinhalten, in welchen Frauen wie Besitzgüter behandelt werden. Deutlich werden diese Verhältnisse durch wechselnde Perspektiven, in denen glaubwürdige Haupt- und Randfiguren gleichermaßen in verschiedenen Richtungen interagieren und letztlich doch in dieser starren Weltordnung gelähmt wie determiniert sind.

Historische Ereignisse sind geschickt in einer fiktiven Handlung eingebunden

Als zweiter Punkt hat mich die unglaubliche Genauigkeit und Vielfältigkeit der historischen Fakten in diesem Roman beeindruckt. Viele Bücher schwächeln gerade in diesem Punkt, weil es scheinbar schwer ist, reale Fakten in eine fiktive Handlung einzubinden, so dass bei den LeserInnen zum Schluss immer noch eine Balance zwischen den verschiedenen Komponenten ankommt.  Die Autorin hat sich für mein Empfinden geradezu darin überschlagen auf eine realistische und spannungsfördernde Art und Weise eine temporeiche Geschichte zu kreieren, die als Hauptmerkmal durch schlaues Wissen zu überzeugen weiß. Julia Freidank verband ihren Erfindungsreichtum mit deutscher Geschichte, die unbedingt gelesen werden will.

Ein authentischer Roman, der eine große Zeitspanne umfasst und dadurch tiefer blickt

So spielt der dritte lobenswerte Hauptfaktor von „Die Fälscherin“ in den zweiten mit hinein, insofern er durch seine Figuren wie lebendig wirkte, eine realistische Atmosphäre vermittelte, die bewirkte, dass ich mich bei einigen Grausamkeiten ekelte oder das Gesicht verzog und daraus resultierend (und insoweit ich es mir überhaupt anmaßen kann, dies zu beurteilen) ein authentischer historischer Roman vorliegt!

Die Fälscherin“ ist gegliedert in vier Abschnitte, die in der Kapitelzählung jeweils von vorne beginnen und durch diese z.T abrupten Enden, eine große Zeitspanne umfassen und beleuchten können. So wirkt die Geschichte tiefer, weil sie sich nicht nur auf wenige Jahre beschränkt, sondern mit den Hauptfiguren Blanka, Ortolf und Bischof Otto von Freising weit gefächerte Lebensphasen dieser Charaktere durchläuft.

Die Figuren durchwandern große und nachvollziehbare Entwicklungen

Dabei ist die Entwicklungskurve der einzelnen Charaktere wie ein roter Faden gut mit dem Ende des jeweils letzten Abschnitts verbunden, so dass trotz der Brüche ein flüssiger Inhalt entstanden ist, der durch seinen eindringlichen Schreibstil nach nur wenigen Seiten zu fesseln weiß.

Julia Freidank hat für mich einen wahren historischen Pageturner ins Leben gerufen, der vielseitig besticht und dermaßen viele Vorzüge besitzt, dass ich niemals alle aufzählen könnte.

Ein attraktiver Handlungskern

Man könnte meinen, die Liebesgeschichte würde die Geschichte dominieren, doch ist dies nicht zwangsläufig der Fall, da Julia Freidank die Liebe zwar oft als Motivation ihrer Figuren einsetzt, damit sie in einer bestimmten Richtung handeln, aber nie den Handlungskern aus den Augen verliert.

Diesen gilt es selbst zu entdecken. Um ihn grob zu umreißen, würde ich als Handlungskern das möglichst getreue Widerspiegeln der damaligen Machtverhältnisse und Entwicklungen, sowie nähere Einblicke in historische Figuren, definieren. Das und noch viel mehr sickert bis zu den LeserInnen durch, die spüren werden, welch ein kombinatorisches Genie hinter diesen Seiten steckt.

Mein Fazit:

Wer eine anspruchsvollere Lektüre sucht und mit detaillierten, zum Teil blutigen oder lediglich grausamen Beschreibungen zurechtkommt, wird in „Die Fälscherin“ ein Werk finden, was hohen Ansprüchen mehr als nur gewachsen ist.

Ein historischer Roman zum Abtauchen, der nicht nur fordert, sondern viel zu geben hat und in seinen bildreichen Beschreibungen ein einmaliges Werk für mich bleiben wird!

Bewertung

Thematik:

Ritter

Lehnsverhältnisse

Machtverhältnisse –und Streitereien

Entwicklungen zwischen Kirche (Ministerialen) und weltlichen Herrschern

Ständegesellschaft

Unterdrückte Frauen

Krankheitsbilder (wie Aussatz)

Verbotene Liebe

Affären

Fälschungen

Allgemeine Buchinformationen:

Julia Freidank
Die Fälscherin
Historischer Roman
432 Seiten, € 14,99 [D]
Erschienen: 09.03.12
Zu „Die Fälscherin“ bei Marion von Schröder

Vielen Dank an den Verlag, Lovelybooks und die Autorin Julia Freidank für diese Leserunde und das dafür gesponserte Leseexemplar!

Geliebte der Ewigkeit – Kriegerinnen der Fiannah 01 von Beth Cillian

Der Inhalt:

Quinns Auftrag ist es, die Sceathrach ausfindig zu machen und zu eliminieren. Als er sie unerwartet in der menschlichen Hülle Morrighans findet, erwartet er nicht den Widerstand, der ihm begegnen soll. Vor allen Dingen rechnet er aber nicht damit, dass dieser Widerstand von ihm selbst ausgeht. Aus einem ihm unerfindlichen Grund, ist es Quinn gefühlsmäßig unmöglich, die Sceathrach, die Ausgeburt des Bösen, zu töten.
Auch Morrighan bleibt von Quinns Charme nicht unberührt. Während sie sich damit abzufinden versucht, bald an einem tödlichen und unheilbaren Tumor zu sterben, kommen sich die beiden immer näher, bis die Funken sprühen und ihre Liebe zueinander geweckt wird. Doch haben solche Gefühle eine Zukunft, wenn alle Wesen in der Welt gegen ihre Verbindung sind und sich eine böse Macht von Morrighan bemächtigen will?

Wankelmütige Figuren, die eine schöne Idee etwas zerstörten

Geliebte der Ewigkeit – Die Kriegerinnen der Fiannah“ – ein verheißungsvoller Titel, mit einer noch verheißungsvolleren Covergestaltung, entpuppte sich als eine mittlere bis große Enttäuschung.
Der Anfang war nicht berühmt, versprach jedoch Besserung, die leider ausblieb, sich vielmehr ins Gegenteil verkehrte.

Die Figuren verstricken sich in widersprüchlichen Gefühlen, die sie wie ein launisches Aprilwetter immer den Gegebenheiten anpassen.

Von Pflichtgefühl, bis Tötungsdrang, über Hass und unüberbrückbarer Liebe ist alles dabei.
Die Grundidee, die Beth Cillian mit irländischen und gallischen Elementen zu etwas Besonderem auszubauen versuchte, gefiel mir sehr gut. Manchmal, wenn man sich als LeserIn Mühe gibt, ist das deutlich ersichtlich, oft eher weniger, was hauptsächlich an diesen wankelmütigen Figuren liegt.

Diese füllen eine grundsätzlich schöne Idee so gar nicht aus und glänzen stattdessen mit künstlich wirkenden Szenen, in denen sie starr gefangen wirken und sich jedes Kapitel so anfühlt, als wäre endlich noch ein weiterer Punkt abgehandelt worden, um dem großen Finale entgegenzutreten. Doch der Weg bis dahin ist steinig und schwer.

Kein befriedigendes Finale

Immer wieder wird in der Handlung sehr blutig und brutal gekämpft, die unbekannten Begriffe und Worte aus einer fremden Sprache fliegen einem nur so um die Ohren, Wissen wird schlecht verpackt in steifen Dialogen übermittelt, im letzten Drittel fällt dann auch mal der Begriff „Fiannah“ und lohnen sich diese Mühen bis zum Ende? Unglücklicherweise „nein“. Denn das Finale ist so gesehen gar kein Finale, weil jegliche Spannungspunkte, die „Geliebte der Ewigkeit“ zwischendurch durchaus besitzt, vorher verpulvert werden, so dass der Ausgang im Vergleich recht lasch daherkommt.

In einigen Passagen entstehen dennoch vereinzelt spannende Momente, die sich im Gesamteindruck nicht durchsetzen können.

Immerhin gibt es eine Figur, die für mich große Lesemotivation barg und auf das „Hin-und-her-Spiel“ der Protagonisten verzichtete, so dass wenigstens ein kleiner Anreiz blieb, weiterzulesen. Wer außerdem ein Shakespeare oder „Hamlet“ Liebhaber ist, wird in einigen Passagen seine Freuden finden, wenn die Autorin auf berühmte Zitate oder versteckte Anspielungen in dieser Richtung zurückgreift.

Liebesschmerz und kein Ende in Sicht

Der Hauptkonflikt dieser Handlung wird bis zur Schmerzgrenze ausgereizt und in kreativen, verschiedenen Variationen immer wieder thematisiert. Dabei gestaltet sich ebenjener recht subtil. Im Grunde genommen wollen zwei „Wesen“ für immer zusammen sein, sind aus den unterschiedlichsten Gründen jedoch an andere Pakte und dergleichen gebunden, so dass man sich auf cirka 300 Seiten Liebesschmerz mit ordentlichem Hin und Her freuen darf. Es mag sein, dass mir das Tempo durch das recht unhandliche und schwer zu lesende Format langsamer vorkam, als es eigentlich war, dennoch kann es nicht als Entschuldigung für jegliche Negativkritik dienen.

Mein endgültiges Urteil:

Letztlich ist Beth Cillians Werk ein typischer Kandidat für das subjektive Geschmacksempfinden. Was mir nicht zusagte, mag andere begeistern. „Geliebte der Ewigkeit“ entfaltet beispielsweise durchaus seinen Reiz, wenn die Autorin fantastische Elemente gemischt mit Wissen aus der Pathologie in die Handlung mit einfließen lässt. So brilliert die Geschichte außerdem durch seine gehobene mit Fremdwörtern gespickte Sprache.

Deswegen und weil die Mühe und die Liebe, die sich die Autorin beim Erschaffen dieses Werkes gegeben hat, durchaus zu spüren sind, vergebe ich 2,5 Sterne und verzichte aber auf die Fortsetzung.

Bewertung

Thematik:
Krieg

Krigerinnen

Fiannah

Wurzeln

Herkunft

Kampf

Innerer Feind

Zwei Wesen in einem

Gut und Böse“

Allgemeine Buchinformationen:

Geliebte der Ewigkeit
Kriegerinnen der Fiannah 01
Beth Cillian
Erschienen: Apr. 2012
Ausgabe Broschiert
Seiten 360
ISBN 978-3-864430-51-0
Preis 19,50 EUR
Zu „Geliebte der Ewigkeit – Die Kriegerinnen der Fiannah“ beim SIEBEN VERLAG

Vielen Dank an den Verlag, Beth Cillian und Lovelybooks für die Leserunde und das Freiexemplar innerhalb dieser!

Aus dem Leben – Über Kassels Jugendamt

Soll ich oder soll ich nicht…

ein paar (persönliche)- so gar nicht buchtechnische Neuigkeiten aus meinem Leben erzählen?

Zumindest kann ich ja mal darauf hinweisen, dass das Kasseler Jugendamt z.T ziemlich verantwortungslos mit Heranwachsenden wie mir umgeht. Mich regte das Verhalten dieser Behörde auf, weil es für mich schlimm war UND es anderen genauso ergehen könnte, die am Ende vielleicht nicht das Glück haben, bei ihrem Vater einziehen zu können.

Stellt euch Folgendes vor:

Ich, 19, 0 Kontakt zu irgendwelchen Verwandten von mir, habe noch nie irgendeine/n Oma/Opa etc. von mir in meinem ganzen Leben gesehen, gehe zum Jugendamt, um zu klären, wo ich bleiben, zukünftig wohnen kann.

Vorausgegangen ist, dass ich über PANAMA in ein möbliertes Zimmer hätte gehen können, bei dem das Jugendamt die Kosten hätte übernehmen müssen, damit es klappt. Die Chefetage lehnte allerdings ab. (Wer den Bezug zu diesem Artikel nicht versteht, sollte mal diesen –> Mitteilung vorher lesen!) Ein paar Stunden vorher habe ich meine verstorbene Mutter gefunden und saß schon ganze 3(!!!) Stunden auf diesem Amt im Gang, ohne dass man mir mal Taschentücher, etwas zu trinken oder auch nur IRGENDWAS angeboten hätte, denn sorry, dass ich unentwegt weinen musste und dadurch eine volle Schnupfnase bekommen hatte. Ich kann gar nicht beschreiben, was da einem alles durch den Kopf rennt, hetzt, jagt und beißt!

Ich schildere den letzten Gesprächsverlauf einmal sinngemäß.

Jugendamt: „Sie sind 19 Jahre ohne uns ausgekommen, deswegen schaffen Sie es als Erwachsene mit 19 nun erst recht, so sagen die Chefs!“

Ich: „Wo soll ich denn hin?“

Jugendamt: „Wir rufen mal im Frauenhaus an, wenn es dort keinen Platz gibt, weiß ich es auch nicht!“

Ich: „???“

Jugendamt: „Gibt es keine weitere Familie oder Freunde, zu denen Sie gehen könnten?“

Ich: „Ja, eventuell für ein paar Tage und dann?“

Jugendamt: „Sie sind Erwachsen… alle müssen irgendwann alleine klar kommen… Mir tut es ja auch leid, aber wenn die Chefs nicht wollen, dann wollen die nicht“.

Ich: „Davon habe ich auch keine Bleibe“

Pause, Pause, Pause

So in der Art lief das ab und ich muss sagen, dass ich das ziemlich unmöglich finde. Was muss in Deutschland noch passieren, damit man mal etwas Unterstützung in einer Notsituation erfährt? Klar, dem Jugendamt werden auch die Gelder gekürzt und sie müssen zusehen, dass sie mit ihrem Budget hinkommen, dann muss man eben über die Politik meckern oder diejenigen, die das (eigentlich vorhandene Geld) so schlecht verteilen/verpulvern/(nach Griechenland werfen?), was auch immer.

Ich konnte dann ja zu einer Freundin und dann weiter zu meinem Vater, ABER und das ist der Punkt, das Jugendamt hätte mich auf der Straße sitzen gelassen und es gibt durchaus Menschen, die haben keine Freunde, bei denen sie mal so schnell Unterschlupf finden. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ja auch nicht, dass ich zu meinem Vater kann und auch nicht, dass es zum Schluss so einfach verläuft. Von PANAMA hat mir jemand gesagt, hätte ich nicht dieses Glück gehabt, wie ich es hatte, hätten sie mit mir zusammen das Jugendamt verklagt, damit ich doch noch in dieses möblierte Zimmer (vom Anfang) kann und das in solch einer Situation und wie gesagt, ich gehe (eigentlich) auch noch zur Schule…

Deswegen mache ich es auch hier „öffentlich“:

Liebes Jugendamt,

letztlich ist alles nur eine Frage des Geldes, doch bedenkt, dass die Welt eigentlich von den Menschen bewohnt wird und nicht vom Geld und dass wir uns inzwischen nur noch vom Geld beherrschen lassen, anstatt das Geld zu beherrschen. Ich mag volljährig sein und dennoch bin ich noch Schülerin und kann mir ohne jegliches Einkommen von einer zur anderen Stunde nicht einfach eine Wohnung nehmen. Abgesehen davon, dass Kassels Wohnungsmarkt momentan hart umkämpft ist und es nur 1-3% leer stehende Wohnungen gibt und das ist verdammt WENIG!

Liebes Deutschland,

überdenkt als Sozialstaat doch noch einmal eure Werte und Grundsätze. Denn so gut sich Begrifflichkeiten wie „Sozial“(-staat) und „Solidarität“ theoretisch auch anhören, wenn es in der Praxis nicht klappt, kommt es mir reichlich verlogen und feige vor! Oder so, als ob es zu repräsentativen Zwecken in der Öffentlichkeit benutzt würde, um bspw. international zu glänzen, um dann innerhalb des Landes genau das Gegenteil zu praktizieren, und alles schön unter den Teppich zu kehren.

Das musste ich irgendwie mal gesagt haben, diese Unmöglichkeit! Immerhin haben wir hier Meinungsfreiheit, sonst hätte ich das hier wohl auch lassen müssen/sollen und mag sein, dass ich das irgendwann auch bereue, aber solch eine Unmenschlichkeit sollte weitergetragen und nicht verschwiegen werden und JA, ich erzähle es auch in meinem ganzen Bekanntenkreis und ich weiß auch, dass nicht alle so sind UND auch ja dazu, dass ich von ziemlich vielem zurzeit ziemlich enttäuscht bin.

Dennoch wünsche ich einen schönen Sonntag,

Charlousie

%d Bloggern gefällt das: