Archiv für den Monat Mai 2012

Süße Versuchungen in Buchform…

… haben mich auch in der letzten Zeit erreicht :):

Von links nach rechts:

  • Die Wildrose“ ist nach „Die Teerose“ und „Die Winterrose“ nun der dritte (und ich glaube) abschließende Teil von der Autorin Jennifer Donnelly. Wenn ihr was RICHTIG gutes lesen wollt: Band 1 und 2 zumindest sind atemberaubend!
  • Frostkuss“ von Jennifer Estep hat ziemlich gute Rezensionen bekommen und da mich „Ascheträume“ so enttäuschte und ich ursprünglich zwischen diesen beiden schwankte, HOFFE ich mal das Beste!! 🙂
  • Geliebte der Ewigkeit – Kriegerinnen der Fiannah“ von Beth Cillian lese ich gerade. (Für eine Leserunde auf Lovelybooks). Leider geht es momentan inhaltlich immer mehr bergab. Ich bin schon über die Hälfte der Handlung hinaus und immer, immer genervter 😦 Ein tolles Aussehen, aber die Story… Nun gut, es ist schon vertauscht 😀
  • Daneben steht „Team Zero 02 – Heißkaltes Verlangen“ von Eva Isabella Leitold. Der erste Band „Team Zero 01 – Heißkaltes Spiel“ war recht vielversprechend, aber steigerungsfähig!
  • Zuletzt seht ihr noch „Ein Lied aus der Vergangenheit“ von Aminatta Forna. Das ist auch für eine Leserunde gewesen und am Freitag habe ich es auch schon rezensiert. Eine ernste, aber auch SEHR empfehlenswerte Lektüre!!

Kennt ihr eines der Bücher oder habt selbst etwas Zuwachs im Regal bekommen?

Ich wünsche euch eine schöne Woche, wusstet ihr, dass morgen der 21. Mai in der (jetzt kommt’s!!! :P) 21. Woche dieses Jahres ist? 😉

Letztes Jahr war das nicht so, da war der 21. Mai in der 20. Woche und dieses Jahr ist er durch das Schaltjahr sozusagen „in die nächste Woche gehüpft“.

Viele Grüße,

Charlousie

Ein Lied aus der Vergangenheit von Aminatta Forna [Rezension]

Der Inhalt:

Sierra Leone,

Adrian Lockheart lässt ein komfortables Leben und eine Familie in England zurück, als er für eine zeitlich begrenzte Periode nach Afrika reist, um dort seiner Arbeit als Psychiater nachzugehen.
Sein Ziel ist es, den Menschen zu helfen und eine bessere Welt zu kreieren. Doch in Afrika prallen verschiedene Kulturen aufeinander und Adrian spürt, dass dieses Volk viele Schrecken hinter sich gelassen hat und noch immer in einem tiefen Sumpf lebt, den ein einzelner Mann nicht überbrücken kann.

Während er sich mit dem jungen afrikanischen Kai anfreundet, der bis an sein Limit kranke Menschen operiert, erzählt Elias Cole, ein im Sterben liegender Mann, Adrian seine Geschichte und es entsteht eine Verbindung zwischen den dreien, derer sie sich vielleicht zu spät bewusst werden…

Der Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Ein Lied aus der Vergangenheit“ ist ein Roman, der tief unter die Haut geht und sowohl durch poetische Beschreibungen eines Landes zu überzeugen weiß, als auch durch realistische und dunkle Betrachtungen desselben.

Sicherlich erwartete ich keinen rosaroten Unterhaltungsroman, doch der Inhalt war ein härterer Tobak als ich es mir je vorstellte.

So behandelt dieser Roman zwei gegensätzliche Seiten eines Landes und stellt verschiedene Positionen anhand unterschiedlicher Figuren gegenüber. Hässliches und Schönes beschreibt die afrikanische Autorin Aminatta Forna in ihrem Roman und nimmt ihre LeserInnen mit in eine Geschichte, auf der man die schwüle, dörrende Hitze Afrikas beim Lesen zu spüren glaubt und wunderschöne Momente genießen kann, während das Land gleichzeitig von vergangenen, militärischen Schrecken heimgesucht wird und in Grausamkeit versinkt.

Ein gigantisches „Puzzle-Bild“

Dieser Roman hat mich unglaublich beeindruckt. Drei Hauptfiguren erzählen ihre Geschichte und repräsentieren dabei sowohl jeweils eine andere Gesellschaftsschicht als auch ein anderes Alterssemester. Die Beziehungen der Figuren untereinander sind lange Zeit nicht klar, ebenso wenig der Zusammenhang, indem man als LeserIn etwas über ihre Erzählungen und Berichte erfährt. Nach und nach bastelt Aminatta Forna ein Bild, das sich aus unzähligen Puzzle-Teilchen zusammensetzt, die sich im Laufe der Handlung anfügen und immer neue Anknüpfungspunkte bieten. Aminatta Forna hat drei Individuen geschaffen, deren Leben sich um einen gemeinsamen Mittelpunkt dreht, von dem sie gegenseitig nicht wissen, dass dieser überhaupt existiert. Als LeserIn wusste ich, dass es ihn gibt, ansonsten war ich mit den Charakteren dieser Geschichte auf derselben Wissensstufe.

Durch diese Methodik entstand ein enormes Spannungsgefälle, das für sich genommen eine gewaltige Leseerfahrung bedeutet hätte. Doch diese Autorin schuf mehr interessante, lesenswerte und reichlich spannende Nebenhandlungen, große Schauplätze und vergangene Momente, die auf die Auflösung in der Gegenwart hinarbeiteten und jedes Mal aufs Neue in ihrem eigenem Höhepunkt gipfelten.

Realistische Schilderungen von Härte und Realität

Mir fehlen die Worte, denn die Härte, die diese Autorin ihren Personen andichtet, ist dermaßen schrecklich und überraschend, dass es seine Zeit braucht, um die beim Lesen heraufbeschworenen Gefühle und Bilder zu verdauen. Noch schrecklicher ist allerdings die Tatsache, dass die Inhalte dieses Romans nicht ausschließlich auf der Erfindungsgabe einer Schriftstellerin fußen, sondern durchaus der Realität entsprechen könnten und somit tiefe Betroffenheit auslösen.

Mein endgültiges Urteil:

Ich bin genauso zerrissen, wie es die Figuren in dieser Handlung sind. Es sind zu viele Eindrücke, die so eng miteinander verwoben wurden, dass sie nicht mehr auseinanderzuhalten sind.

Etwas Dichteres und Komplexeres aufeinander aufbauendes habe ich selten gelesen.

Die Schönheit, die diese Autorin in poetischem Stil mit den realen Grausamkeiten eines Landes vereint, sind gleichermaßen niveau- und stimmungsvoll, sowie abstoßend und schwer verdaulich.

Die Figuren erleben enorme Weiterentwicklungen, die sich wiederum nachvollziehbar gestalteten und den Eckpunkten des Romans Halt bieten.

Einige Stellen waren mir etwas zu langatmig und der letzte Teil der Handlung behandelte beinahe ohne Vorwarnung alle Gräueltaten, die diese Erzählung zu bieten hatte, so dass diese den Ausgang sehr dominierten und ich beim Gedanken an dieses Buch einen bitteren Geschmack auf der Zunge habe. Jedoch nicht, weil er so schlecht gewesen wäre, sondern weil er zu gut, zu traurig und zu „abgefahren“ war.

Bewertung

Thematik:

Afrika

Traditionen

Unterentwicklung

Schicksale

Liebe

Militärgewalt

Aufstände

Rebellionen

Erpressungen/Druck

Tagebuch

Allgemeine Buchinformationen:

Aminatta Forna
Ein Lied aus der Vergangenheit
Roman
Originaltitel: The Memory of Love
Originalverlag: Bloomsbury
Aus dem Englischen von Giovanni Bandini, Ditte Bandini
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
656 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-421-04522-5
€ 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 35,50
Verlag: DVA Belletristik
Zu: „Ein Lied aus der Vergangenheit“ bei DAV

Vielen Dank an DAV für dieses Leseexemplar innerhalb dieser aufschlussreichen und schön geleiteten Leserunde auf Lovelybooks!

Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern [Rezension]

Der Inhalt:

Der Cirque des Rêves hat nur nachts geöffnet und reist von Ort zu Ort, von Land zu Land und von Kontinent zu Kontinent. Er zieht die Menschen wie magisch an, so dass sich sogar eine Gemeinschaft namens „Rêveurs“ gründet, die sich gegenseitig über das Auftauchen des Zirkus‘ informieren und ihre Leidenschaft für diesen intensiven, sowie impulsiven Ort teilt.

Doch niemand ahnt, welche Illusion und Bedrohung unter diesem Schauspiel der Schönheit und Wunder verborgen liegt. Der Zirkus, einst geschaffen als Schauplatz eines Duells, kennt nur einen Sieger und kein Erbarmen. Zwei Zauberer haben sich unfreiwillig mit ihrem Leib daran gebunden und müssen ihn immer erweitern und immer die Oberhand gewinnen. Eine Zwickmühle, die niemand lösen kann. Irgendwann wird einer unterliegen und was passiert dann mit diesen Menschen anlockenden Faszinationen?- Möge der Bessere gewinnen!

Das gewisse ‚Etwas‘?

Wieso fühlen sich relativ viele LeserInnen von „Der Nachtzirkus“ bezaubert? Was beschreibt oder hat Erin Morgenstern, was anderen Autoren fehlt?

Die Antwort ist recht einfach. Sie mischt viele unbekannte Variablen, die sie sich wie zufällig immer wieder berühren lässt, und schafft mit zunehmender Handlung immer intensivere Verknüpfungspunkte, die LeserInnen hautnah eine Entwicklung spüren lassen. Versucht haben dies sicherlich schon viele Schriftsteller und einige sind gescheitert. Hingegen Erin Morgenstern überzeugt durch weitere Elemente: Sie kombiniert ihre vielen Charaktere, die in unregelmäßigen Zeitsprüngen aus verschiedensten Blickwinkeln wahrgenommen und durchleuchtet werden mit ihrem feingliedrigem Schreibstil, der dieser Erzählung das Leben einhaucht.

Es betreten nicht nur von Erin Morgenstern erschaffene Figuren den Zirkus. Die Autorin spricht ihre LeserInnen direkt an und das an sich wäre nicht einmal nötig gewesen, um sich dermaßen von der Atmosphäre verzaubert zu fühlen.

Gelegentlich wünschte auch ich mir mehr Klarheit und war diese vermeintliche „Hinhaltetaktik“ leid, doch am Ende ergibt alles einen Sinn und ordnet sich einer recht schlichten Lösung unter, die ich so niemals erwartete. Dieses subtile Finale stellt quasi den Gipfel der zuvor schon herrschenden Authentizität dar.

Der große Gewissenskonflikt

Welche Strategie verwendet diese talentierte Autorin außerdem?

Erin Morgenstern führt ihre LeserInnen in einen Gewissenskonflikt. Dieser äußert sich in den beiden Protagonisten Celia und Marco. Wie bereits erwähnt, werden sämtliche Charaktere aus allen nur erdenklichen Perspektiven gezeichnet und so fiebert man gleichermaßen mit Celia und Marco mit, obwohl das Wesen der Handlung darin liegt, dass die beiden in einem unvorstellbarem Rahmen ein Duell austragen und Feinde sind. Auf diese (manipulative) Art und Weise gibt es kein eindeutiges Abstecken/Eingrenzen von Gut und Böse.

Der Nachtzirkus“ lebt von seinen Nebenhandlungen mitunter stärker, als von seiner Haupthandlung. Wenngleich ich meistens das Gefühl hatte, dass die Haupthandlung noch peripher präsent wäre, sind es vor allen Dingen die einzelnen Geschichtchen, die verknüpft im größeren „Universum“ mein Leserherz höher schlagen ließen.

Die beste Zirkusgeschichte aller Zeiten?

Leider kann ich inhaltlich nicht „en detail“ schildern, was einen als LeserIn erwarten wird, denn die Wirkung dieses Romans muss sich Schicht für Schicht von selbst entblättern. Allerdings wird nichts Ihre Vorstellungen ausreichend ausfüllen können, was auch nur annähernd der realen Erzählung Erin Morgensterns nahe kommt. Ich erwartete Etwas komplett anderes und bin dennoch positiv überrascht. „Eine Zirkusgeschichte, so etwas langweiliges will mir jemand als spannend verkaufen?“- Ja, das will ich. Selbst Menschen mit Zirkusaversionen könnte dieses Buch gefallen. Denn solch einen Zirkus hat noch niemand betreten. Solch ein Zirkus passt in kein Fantasiereich hinein. Solch ein Zirkus ist einmalig und muss selbst erlebt werden, um das Wirken der gesamten Darbietung und ihre Wunder zu verstehen.

Mein endgültiges Urteil:

Viele autonome Nebenhandlungen, die wie kleine Geschichten ihrem eigenem Tempo folgen, eigenständige Pfade beschreiten und dennoch die Geschichte der Haupthandlung beständig weitertragen, unterfüttern, verzieren und verstehen helfen, bilden zusammen mit atmenden Figuren und einem zu Tränen rührendem Schreibstil einen Roman, der mich durchweg an den Seiten kleben ließ. Meisterhaft. Ich las im Rahmen einer Leserunde dieses Werk, durch die ich wiederum auf ein paar (eher unbedeutende) Logikfehler aufmerksam gemacht wurde. Mich störten sie kein Stück, doch es gibt immer LeserInnen, die so etwas gar nicht vertragen. Deswegen weiß ich auch, dass manche den Schreibstil und den Handlungsverlauf Erin Morgensterns eher als „speziell“ bezeichnen würden und nicht alle mit dieser Art des Geschichtenschreibens konform laufen. Doch eine Leseprobe sollte genügen, um dem Abhilfe zu schaffen.

Bewertung

Trailer:

Thematik:

Magie

Liebe

Rêveurs

Zauberei

Duell

Sieger-Verlierer

Magiepraktiken

Erzählungen

Talente

Schwarz und Weiß

Uhren

19. und 20. Jahrhundert

Allgemeine Buchinformationen:

Erin Morgenstern
Der Nachtzirkus
Roman
464 Seiten, € 19,99 [D]
Erschienen: 15.03.12
Zu „Der Nachtzirkus“ bei ULLSTEIN

Vielen Dank an Lovelybooks und den Ullstein-Verlag für diese Leserunde und in diesem Rahmen dieses wundervolle Leseexemplar!!

Memento – Die Überlebenden von Julianna Baggott [Rezension]

Der Inhalt:

Bomben haben vor Jahren das Land und die Stadt, in der Pressia wohnt zerstört. Zwischen Trümmern, unbrauchbaren Nahrungsmitteln, einem gewaltregime durchs Militär und Plünderungen, versucht die beinahe 16-jährige Pressia sich und ihren Großvater durchs Leben zu bringen. Doch ihr Alter bedeutet, dass das Militär sie einziehen wird und wen das Militär einmal eingezogen hat, der kommt nicht mehr zurück. Zeitgleich verfolgen die wenigen Auserwählten innerhalb der geschützten und von den Bomben unberührten Kuppel ihre ganz eigenen Pläne, um den Erhalt der Menschheit zu sichern. Verschleierung und Unwissenheit ist nur ein Weg, den die so genannten Makellosen meinen gehen zu müssen und durch den sie mehr zerstören, als sie jemals vorhersahen…

Zwei sich abstoßende Magneten oder eine permanente Disharmonie

Memento – Die Überlebenden“ hat einen für mich großen Mangel, durch welchen es sich ständig selbst ein Bein stellt. Jegliche Emotionen und Bilder kamen bei mir nicht an. Eine düstere Atmosphäre, die schafft Julianna Baggott durchaus und ihre Idee, die finde ich, um ehrlich zu sein, ziemlich legendär und sehr weitsichtig durchdacht. An einigen Stellen mag es an Informationen mangeln, doch problematisch gestaltet sich das Verbinden oder Einbetten von dieser guten Botschaft mit dieser Art von Geschichte.

Aus meiner Sicht ist es Julianna Baggott nicht gelungen etwas „Deckungsgleiches“ zu schaffen. Wie zwei Magneten, die sich gegenseitig abstoßen, tanzen Intention und die Gefühlswelten der Akteure umeinander herum, so dass man nur von einer permanenten Disharmonie sprechen kann.

Die Geschichte läuft mit der Idee nicht konform

Dabei habe ich an der Erzählweise nichts auszusetzen. Die Sichtweise der Charaktere wechselt, so dass beinahe reihum aus der Ich-Perspektive zwischen Gegenwart und der Suche nach Vergangenem geswitcht wird. Jeder Figur haftet genug Selbstständigkeit an, um sie als schlüssig zu betrachten und dennoch… Ist es so, als ob metaphorisch gesprochen der Körper ein fremdes Organ zum Überleben bräuchte und das Spenderorgan dennoch abgestoßen wird. „Memento – Die Überlebenden“ läuft mit der Idee nicht konform. Zumindest nicht in meinem Kopf. Ständig sah ich die Ereignisse, wenn ich das denn überhaupt konnte, wie in zwei unabhängigen Einteilungen.

Ein fatales Thema, allerdings nicht komplett abwegig oder gar unmöglich

Alleine die Erzählung von „Memento – Die Überlebenden“ bekäme nur einen Stern, weil ich sie recht gelangweilt verfolgte. Die Schicksale dieser Menschen interessierten mich keinen Deut. Die Idee allerdings, die Vision dieser Zukunft, die spielte schon in ganz anderen Ligen.

So mag es einfältig klingen, aber ich glaube, dass ich (noch) nicht bereit war, solch eine einerseits realistische, wie gleichzeitig künstlich wirkende Geschichte zu lesen. Denn was Julianna Baggott thematisiert, klingt fatal, aber nicht unmöglich. Ich habe oft schon eigene Gedankengänge in dieser Richtung verfolgt.

Der Sumpf des Pessimismus‘ “

Was diese Autorin letztlich aber macht ist folgendes: Eine für sich genommen brillante Idee wird mit aller Gewalt in eine Geschichte gezwungen, die dem schweren Druck, der Belastung und Reife der Idee gar nicht gewachsen ist und infolgedessen sozusagen „hinterherhinkt“ und überhaupt nicht funktioniert. Den LeserInnen wird auf diese Art und Weise der gegenwärtige z.T herrschenden Egoismus vorgespiegelt und dann erklärt die Autorin aber in den entscheidenden Stellen zu wenig oder gar nicht, so dass die LeserInnen dann hilflos in einem pessimistischen Sumpf zurückbleiben.

Mein endgültiges Urteil:

Es ist traurig und schade, Potenzial auf diese beschämende Art und Weise zu vergeuden. Wegen der Ansätze und Schlüsse, die man für sich aus der Lektüre ziehen kann, würde ich es empfehlen, die Geschichte jedoch ist einfach nur töricht und wie aus verschiedensten Flicken zusammengesetzt. Nichts halbes, nichts ganzes, nicht einmal irgendwas.

Alles in allem ergibt das die goldene Mitte mit 2,5 Sternen und ich wünschte, die Autorin hätte diese gute Idee anders verarbeitet. Das Cover, der Klappentext und der schöne Titel versprechen nämlich etwas, was dieses Buch definitiv nicht halten kann. Eine Enttäuschung für meine hohen Erwartungen im dystopischen Genre! Wer nach guten Büchern in diesem Gebiet sucht, sollte sich unbedingt „Dustlands 01 – Die Entführung“ oder „Dark Canopy“ näher ansehen.

Bewertung

Trailer:

Thematik:

Zukunft(s Vision)

Überleben

Kuppel

Fingierter Weltuntergang

Veränderung genetischer Informationen (Codierungen, bzw. Genmanipulationen)

Gewalt (Militär) Regime

Hilflosigkeit

Krieg

Endzeit

Allgemeine Buchinformationen:

EUR 16,99

Downloadpreis: 12,99 EUR

Ab 14 Jahren

Baumhaus Verlag

Hardcover, 461 Seiten

Ersterscheinung: 16.03.2012

ISBN: 978-3-8339-0113-3

Zu „Memento – Die Überlebenden“ bei BAUMHAUS

Vielen Dank an Bücherkinder für die freundliche Unterstützung!

 

 

„The Goddess Test“ alias „Das göttliche Mädchen“ – Covergleich??

Ich möchte dieses („The Goddess Test“) Buch lesen. Sogar unbedingt. Und ich gebe zu, dieses Buch von Aimée Carter ist eines derjenigen, das ich zunächst nur aus optischen Gründen auf meine Wunschliste setzte.

Das war bereits vor Monaten, aber ehrlich, wer wird bei solch einem Aussehen nicht schwach?

Dazu gibt es gleich die wundervollste Nachricht überhaupt! Am 07.05. (ein Blick auf den Kalender zeigt, dass das schon MORGEN ist und „morgen“ ist zugegeben nur noch ein paar Minuten entfernt :P) erscheint „Das göttliche Mädchen“ als Taschenbuch im Mira-Verlag! Und jetzt schaut euch mal DAS Cover an:

Na, da haben sich die guten Nachrichten doch gleich verdoppelt, oder? Solch ein Cover, auf dem deutschen Buchmarkt, schon morgen. (Habe mich beim Englischen auch nur zurück gehalten, weil ich noch rechtzeitig das deutsche Cover sah) Da fehlt nur noch der Klappentext:

Du kannst das Leben deiner Mutter retten – wenn du als Wintermädchen bestehst!

Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen. Seit der ersten Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Er sieht so gut aus und scheint gleichzeitig so … unendlich traurig zu sein.
Bald erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.

Das wäre dann das Cover der Fortsetzung „Die unsterbliche Braut“ (Das englische Cover: *Klick*:)

Und zu meinem Glück sah ich diesen Artikel des MIRA-Verlages gerade noch rechtzeitig und möchte, um dem gerecht zu werden, auch noch eine bessere Begründung als lediglich das Cover angeben:

Ich möchte „Das göttliche Mädchen“ lesen, weil es mir vom ersten Moment an sympathisch war, was für die Gestaltung, für den Titel, als auch den Klappentext gilt. Erst kürzlich habe ich mein Faible für „griechisch“ angehauchte Romane entdeckt und nichts scheint mehr Spannungen und tollen Geschichtsstoff zu bieten, als mythische Gestalten aus ebenjener Kultur! Und wer von euch brennt bitteschön nicht darauf, mit Hades Bekanntschaft zu schließen? – Ich zumindest schon! Vor allen Dingen, wenn er so „lecker“ daherzukommen scheint, wie in diesem Fall… 😉

Wer von euch ist ebenfalls an „Das göttliche Mädchen“ interessiert? – Oder hat es schon auf Englisch gelesen und kann es empfehlen? (Und wenn ja, wieso? :))

Dann wünsche ich euch allen noch einen tollen Start in die neue Woche,

Charlousie

Gabriels Gefährtin – Scanguards Vampire 03 von Tina Folsom [Rezension]

Der Inhalt:

Gabriel hadert mit seinem Schicksal. So hat er zwar einen tollen Job und nette Kollegen und als Vampir liegt vor ihm die Ewigkeit und dennoch fehlt etwas. Er kann weder seine Vergangenheit, noch das Mal, das seine Wange verunstaltet, überwinden. So fühlt er sich unbegehrt, unattraktiv und unwürdig.

Doch dann liegt im Haus seines Chefs Samson plötzlich diese betörende Frau und ringt um Leben und Tod. Ihr Name ist Maya und Gabriel würde einfach alles tun, um sie am Leben zu erhalten und so wird er vor eine Wahl gestellt, die niemand für einen anderen stellen sollte…

Abwechslung trotz des immer wiederkehrenden Grundgerüsts

Es ist immer wieder bewundernswert mitzuverfolgen, wie Tina Folsom ihre Sanguards Vampire aufgebaut hat; bisher hat sich noch kein Element wiederholt und obwohl die Grundzüge immer dieselben sind, bieten diese eBooks den LeserInnen jedes Mal Abwechslung. Ich gestehe, dass ich im dritten Teil den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sah und eine ziemlich offensichtliche Sache verkannte. So bietet es sich geradezu an den Spieß umzudrehen und aus einer Vampir-Mensch-Beziehung eine von Vampir zu Vampir zu basteln. Doch selbst da hört das Reportoire dieser Autorin nicht auf, sondern läuft sich gerade mal warm.

Ein Trumpf, der neben Hexen und anderen fantastischen Wesen für Höchstspannung sorgt

Dennoch ist „Gabriels Gefährtin – Scanguars Vampire 3“ etwas schwächer als seine Vorgänger. Die Intensität und das Feuer ließen etwas nach oder waren einfach doch schon zu abgenutzt. Ich hatte die Hoffnung beinahe schon aufgegeben, als Tina Folsom das Ruder im letzten Augenblick herumriss und ihren Trumpf ausspielte.

In diesem Band löst Tina Folsom sich von den bisher das Spielfeld dominierenden Vampiren und wendet sich weiteren übernatürlichen Wesen wie den Hexen zu. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, um niemandem die Überraschung zu nehmen. – Wer weiß, was in den Folgebänden noch so alles in den „dunklen Ecken“ lauert? 😉

Die richtige Würzung und zwei Charaktere, die sich weniger zur Identifikation eignen

Obgleich ich weniger Prickeln und Spannung als bei den beiden Vorgängern empfand, war auch diese Erzählung von einer erotischen Atmosphäre durchdrungen, die im Handlungsverlauf ordentlich gewürzt wird und am Ende seinen Höhepunkt ausspielt.

Die Figuren Gabriel und Maya sind an sich sehr gelungen, allerdings konnte ich mich mit den Problemen dieser zwei Charaktere weniger identifizieren. Ich lag mit dem Paar vorher, also Amaury und Nina, mehr auf einer Wellenlänge, was nicht an Tina Folsoms (wie gewohnt) schönem Schreibstil liegt, sondern am subjektiven Geschmack aller LeserInnen individuell.

Neben emotionalen Tiefpunkten, liebenswerten und humorvollen Momenten und leidenschaftlichen Gipfeln, verliert Tina Folsom ihre Haupthandlung niemals aus den Augen und besitzt dennoch die Kunst, einige ausgeklügelte Nebenhandlungen zu entwerfen, die diese Vampir-Reihe so lesenswert gestalten.

Mein endgültiges Urteil:

Obwohl ich auch ein Gabriel und Maya-Fan bin,riss mich der dritte Scanguards-Band etwas weniger mit, als seine Vorgänger. Ansonsten gelten für diesen Teil dieselben Voraussetzungen und Bedingungen, wie auch für seine Vorgänger und bis auf den einen Stern weniger, kann ich ihn genauso doll weiterempfehlen. Vorkenntnisse der Vorgänger sind zwar schön, aber kein Muss, um hier alles zu verstehen und vollständig in der Handlung aufzugehen.

Bewertung

Thematik:

Vampire

Beziehung

Fantastische Wesen

Minderwertigkeitskomplex

Schönheits(Ideale)

Blutbund

Allgemeine Buchinformationen:

Laut Amazon:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 878 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 291 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B007QY6264 

Zur Autorinnenwebsite!

Zu „Gabriels Gefährtin – Scanguards Vampire 03“ bei Amazon

Mein Dank gebührt der Autorin Tina Folsom, für dieses freundlich zur Verfügung gestellte eBook!

Wohnzimmerkonzert für „Smalltown Girls“ – Ein Schreibwettbewerb

Erst kürzlich habe ich das famose Jugendbuch „Smalltown Girls – Der Tod kommt selten allein“ von Josephine Mint gelesen und urteilte wie folgt:

Neben einem optisch hervorragendem Cover, was sich perfekt an die Geschehnisse des Romans anschmiegt, überzeugt auch die inhaltliche Komponente und hat mich nicht mehr losgelassen.
So habe ich den Figuren ihre kleinen Eskapaden, das Entdecken der ersten großen Liebe, ihre Streits, ihre Versöhnungen, ihre Ängste, Zweifel, kurz: Ihr ganzes Sein komplett abgenommen.


Jetzt habe ich eine ganz tolle Nachricht für euch: Der Beltz & Gelberg Verlag und das Mädchenportal LizzyNet rufen zu einem Schreibwettbewerb auf, bei dem äußerst attraktive und schöne Preise winken. Ein kleiner Ausschnitt der Ausschreibung:

Große Kleinstadtgefühle, gefährliche Abenteuer aus Hinterposemuckel oder verwegene Visionen aus der Kreisstadt – Gemeinsam mit dem Onlineportal Lizzynet schreibt Beltz & Gelberg einen Schreibwettbewerb aus und fragt Jugendliche: Wie gefährlich ist eure Kleinstadt? Wovon träumt ihr, wenn ihr durch die extrem überschaubare Fußgängerzone schlendert? Was macht aus eurem Kaff den lebenswertesten oder tödlichsten Ort der Welt? […]

Welche weiteren Bedingungen und Vorgaben ihr bei diesem Wettbewerb zu beachten habt, könnt ihr auf Lizzynet nachlesen und auf der Facebook’schen Fanpage gibt es weitere lesenswerte Extras!

Einsendeschluss ist der 12. Juni 2012, also noch etwas Zeit euren Frühlingsgefühlen freien Lauf zu lassen und die Kreativität in Schwung zu bringen. Ich hoffe, dass diese Strategie für mich klappt, denn dann werde auch ich mich in diesem Schreibwettbewerb versuchen! Viel Spaß beim Entdecken eurer Stadt/Dorf mit ganz bewusstem Auge ;-).

Nathalie küsst von David Foenkinos [Rezension]

Der Inhalt:

Francois kann manchmal gar nicht glauben, welches große Glück ihm mit seiner Frau Nathalie beschieden worden ist. Sie ist mehr als er sich jemals erträumte. Doch ihr Glück wird nicht lange halten, denn Francois soll niemals vom sonntäglichen Joggen zurückkehren. Nathalies Welt bricht zusammen. Zwischen Instabilität, Schwermut, Liebe und Erinnerungen gefangen, versucht sie sich ihren Weg zurück ins Leben zu bahnen und ahnt nicht, dass ein eigentlich unbedeutender Kuss ihr Leben komplett auf den Kopf stellt. Was sie mit Francois besaß ist einmalig, doch diese neu aufkeimenden Gefühle sind es ebenfalls. Aber auch mit Charles hat sie nicht gerechnet. Als ihr jahrelanger heimlicher Verehrer, witterte er in Francois Tod endlich seine Chance. So treffen drei Menschen aufeinander, denen große Veränderungen bevorstehen.

Eine besonders feine Darbietung aus Autonomie, Gefühlschaos und dem leisen „filmischen Touch“

Nathalie küsst“ ist ein Roman der besonders feinen Art.

Abgesehen davon, dass das Cover der Filmausgabe massiv die eigene Vorstellung von der Protagonistin – sofern einem Audrey Tautou halbwegs vertraut ist – beeinflusst, ist diese Schauspielerin eine gute Wahl in ihrem Typ als Frau.

Ob es einem gefällt, dass die Handlungsstruktur sehr „filmisch“ aufgebaut ist und recht viel zwischen aus der Reihe tanzenden Inhalten gesprungen wird, muss jede/r für sich selbst entscheiden.

Mir gefiel diese Autonomie der einzelnen Kapitel meistens recht gut, da sie für Abwechslung und überraschende Momente sorgte, welche z.T mit „sinnfreiem“ Wissen zum Amüsement beitrugen, den Esprit der Geschichte unterstützend prägten und so die Handlungsgrenzen über Frankreich hinaus setzten. Zusätzlich unterfüttern auf diese Art und Weise die kleinen Randszenen die Haupthandlung, was dieser insgesamt beeindruckenden Gefühlsdarbietung den runden, um nicht zu sagen, den letzten Schliff verleiht.

Das gewisse Etwas und der lebendige Funken der Handlung

Es gibt Menschen, die besitzen es und es gibt Romane, die besitzen es. Das gewisse Etwas. Doch nicht nur die Figuren dieser Erzählung sprühen vor lebendigem Charme, auch das Buch für sich gesehen strahlt eine gewisse Erhabenheit aus. Fokussiert auf recht wenige „Spieler“ in der Handlung, reichen diese aus, um den LeserInnen ein reines Gefühl zu übermitteln und flüchtige Einblicke in die Momentaufnahmen eines Lebens zu geben.

Der Funke, der gleichzeitig für die Feinfühlig- und Zerbrechlichkeit verantwortlich war, zerstob zum Ende des Buches in den Weiten der Worte. Die Geschichte an sich recht kurzweilig, webt seine Gedanken über das Lesen hinaus, pflanzt sich in die Köpfe der LeserInnen. Aufgrund des erloschenen Funkens büßt „Nathalie küsst“ dennoch leider an Intensität ein, da der Konflikt der Charaktere auf der Stelle zu treten beginnt.

Hingegen der Ausgang konterte auf diese schwache Phase mit Stil und Klasse, die mir diesen schwachen Moment beinahe verzeihen lässt.

Mein endgültiges Urteil:

Eine elegante Geschichte, die sowohl schmerzt, ob es nun der schönen, poetischen Worte und Betrachtungen wegen ist oder wegen des Verlusts, den Nathalie tragischerweise erleiden muss. Gleichzeitig birgt sie eine niveauvolle Komik und hält beständig seine Balance.

Eine sich von der Masse abhebende Erzählung, die auf jeden Fall Lust auf den Film bereitet und mindestens zwei Blicke wert ist.

Bewertung

Thematik:

Liebe

Trauer(bewältigung)

Arbeitsplatz

Gefühle

Küsse

Literatur Kunst

Beziehungen

Interaktionen und Kommunikationen zwischen Menschen

Allgemeine Buchinformationen:

Foenkinos, David
Nathalie küsst
Roman
2012. 239 S.: Klappenbroschur
C.H.BECK ISBN 978-3-406-63547-2
Auch als E-Book lieferbar.
Von David Foenkinos. Aus dem Französischen von Christian Kolb
Erschienen: 08.03.2012
16,95 €
Zu „Nathalie küsst“ bei C.H. BECK

Vielen Dank an BloggDeinBuch und den C.H.BECK Verlag für dieses Leseexemplar!
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