eBook-Rezensionen, Rezensionen

Blutsvermächtnis von Kathy Felsing [Rezension]

Der Inhalt:

Nevaeh Morrison hat es endlich geschafft gemeinsam mit ihrem Vater die Expedition ihres Lebens zu bestreiten. In Chile wollen sie eine Mumie bergen, von der sie sich erhebliche Kentnisse für ihre Forschung erhoffen. Allerdings hat Nevaehs Vater ganz andere Motive für dieses Unterfangen als sie selbst. Er hofft auf das Gen der Unsterblichkeit zu stoßen, denn in Nevaeh lauern unkontrollierbare Kräfte, die den Tod bringen können. Aus diesem Grund hält sie sich schon seit Jahren von ihrem Bruder Noah fern. Ihr Vater hingegen versucht seinen geliebten Kindern einen gemeinsamen Umgang miteinander zu ermöglichen und mit dem Gen der Unsterblichkeit wären diesbezüglich alle Probleme gelöst. Ein nobler Hintergrund?- Irgendwer scheint da anderer Meinung und lässt nichts unversucht die Mumie versteckt zu halten. Doch Nevaeh und ihr Vater sind nicht die Einzigen, die das Gen der Unsterblichkeit zu finden suchen und schon bald schweben sie alle in Lebensgefahr.

Manchmal ist weniger einfach mehr

Der Einstieg in das eBook „Blutsvermächtnis“ gestaltete sich zwar nicht spektakulär und von Anfang an fesselnd, jedoch so, dass ich Lust bekam tiefer in die Handlung einzutauchen. Das Problem bei diesem Buch, es wurde nicht unbedingt besser.

Einerseits liegt das an mir, weil ich in dieser Richtung vielleicht schon zu viel, beziehungsweise besseres gelesen habe, andererseits hat die Autorin Kathy Felsing es so schamlos und maßlos an allen, wirklich allen Ecken übertrieben, so dass mein Lesen von einem Dauerseufzen begleitet wurde.

Sicherlich entstehen dadurch Faktoren und Verwicklungen, die unvorhersehbar sind, somit überraschend und vermutlich als Spannungsbogen dienen sollen, doch wer es auf die Art und Weise auf die Spitze treibt wie Kathy Felsing, gewinnt dabei nichts. Im Gegenteil: „Blutsvermächtnis“ könnte einiges an Charme besitzen, doch bei mir lief es gegen eine harte, kalte und unnachgiebige Steinwand.

Ein Turm aus Verwicklungen, Komplikationen und Überspitzungen, der von Anfang an zum Einsturz bestimmt war

Das liegt demnach nicht nur an den übermäßig klischeehaften und stereotypischen Charakteren, bei denen am Ende irgendwie jede/r mit jede/m verwandt ist oder sich zumindest über drei Ecken unbewusst kennt, sondern an den (nicht vorhandenen) Überleitungen der Autorin. Es ist gut, wenn Schriftsteller sofort das auszudrücken vermögen, was sie sagen wollen, ohne ewig um den Kern herumzulamentieren, doch so direkt, dass ich mich fühlte, als haute man mir ein Brett vor den Kopf, muss es definitiv auch nicht sein. Wie aus dem Nichts, ohne Zusammenhang enthüllen die Figuren wie am Fließband die größten Geheimnisse der Menschheit oder auch ihre eigenen, verborgenen (schwarzen) Sehnsüchte.

Die Geschichte begann in all diesen Punkten in einem Normalmaß, so dass ich zunächst noch euphorisch weiterlas, bis es schlimmer und schlimmer wurde. Ganze Türme baute die Autorin mit kitschigem „Schmalz“, Übertreibungen, vorhersehbaren Elementen – auf der anderen Seite unvorhersehbaren Elementen, die dafür aber nicht so recht ins Gesamtbild passen wollten – und am Ende zündete sie, im wahrsten Sinne des Wortes ein paar Sprengsätze (das tat sie wirklich [!] ) und all die vorher so mühsam errichteten Türme, verziert mit ganz viel Extra-Dekoration, Lametta, Herzchen usw., usf. prasselte auf mich nieder, bis ich erstickt wurde.

Trotz Kritik bot „Blutsvermächtnis“ einige Lichtblicke

Dennoch langweilte ich mich nie. „Blutsvermächtnis“ ist recht kurzweilig und ich konnte es super schnell lesen. Das könnte daran liegen, dass es mein erstes eBook war und ich die irgendwie wesentlich schneller lesen kann. (weniger Zeit zum Umblättern, das macht letztlich ganz schön viel aus).

Ich würde „Blutsvermächtnis“ nicht eindeutig in die Trivialliteratur einordnen, aber ich kann einfach den Rahmen erweitern und es als Fantasy-Mystery-Triviallektüre bezeichnen.

Es war auch absolut nicht schlimm diese Geschichte bis zum Ende zu lesen, denn ich hatte auch schon Bücher, da habe ich mich extrem gequält, hier musste ich wenigstens gelegentlich auflachen, weil es so (ich bitte um Verzeihung) „dämlich“ war, dass man sich schon wieder darüber amüsieren konnte.

Außerdem gab es durchaus Situationen, die mir unheimlich gefielen und zeitweise besaßen einige Charaktere sogar Urteilsvermögen und ein funktionierendes Gehirn.

Mein endgültiges Urteil:

Ich kann „Blutsvermächtnis“ für mich nicht als lesenwert einstufen, bin aber der Meinung, dass es andere begeistern kann, denn mir fehlte irgendwo der Zugang, mich richtig auf die Charaktere einzulassen, so dass mir alles so fad erschien.

Das mag doof klingen, aber ich glaube, dass das eBook „Blutsvermächtnis“ nicht gerecht wird und wer jetzt sagt, dass die Geschichte und die Handlung dieselbe bleibt, hat in diesem Punkt zwar recht, jedoch gehe ich mit einem ganz anderen Gefühl ans Lesen und kann es vielleicht mehr genießen.

Folglich trifft „Blutsvermächtnis“ nicht die alleinige schuld. Als normales Buch, da bin ich mir ziemlich sicher, wären es eventuell 3 bis 4 Sterne geworden, aber andererseits: Wenn ein Buch mich so richtig, richtig, richtig vom Hocker reißt, dann ist es auch egal, ob Print oder „visuelle“-Version! So bleiben es immerhin gute 2,5 Sterne!

Bewertung

Thematik:

Mythologie

Vampire

Fantasy

Mystery

Götter

Liebesgeschichte

Mumie

Paläopathologie

Allgemeine Buchinformationen:

Blutsvermächtnis

Kathy Felsing

Erschienen: Apr. 2011

Ausgabe Broschiert

Seiten 336

ISBN 978-3-941547-31-5

Preis 19,50 EUR

eBook 8,99 EUR

Zum eBook: Klick!

Autorinnenwebsite!

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