Archiv für den Monat Oktober 2011

Herbst – Das Spiel zwischen Schatten und Licht

Ohh, wie lange wollte ich euch mal ein paar schöne Fotos zeigen. Der Herbst ist deswegen so schön, schön, schön, weil ich es nicht nur liebe, die Blätter beim Tanzen zu beobachten, sondern auch ihre verändernde Farbenpracht zu verfolgen. Wenn ich zum Einkaufen, zur Schule fahre oder einfach mal spazieren gehe, schieße ich ein Foto nach dem anderen, ihr glaubt ja gar nicht, wieviele ich jetzt schon zusammen habe! Eine kleine Auswahl zeige ich euch mal hier:

Jetzt habe ich die große Ehre, euch drei wunder, wunderschöne Bilder von meinem liebsten Englischsitznachbarn zu präsentieren! (Das sind übrigens auch meine Hintergrundbilder aufm iPod ;))
© by David Elgnowski – Mein Standby-Bild!
© by David Elgnowski
© by David Elgnowski – Mein Hintergrundbild, das wirkt RICHTIG gut!
Wenn (falls) du das hier liest, lieber David: Dankeschön, dass du mir erlaubt hast, diese Bilder hier zu zeigen, mir gefallen sie so gut und ich hoffe (denke ;)) euch auch! 😀
-ODER??
Das sprach für mich auch dafür, sie „allen“ zu zeigen!
Ich wünsche euch noch einen gemütlichen Herbstsonntag, voller Lesewonnen und schönen Blättertänzen! 🙂

Charlousie
PS: Wenn ihr mal eine richtig schöne Leseempfehlung haben wollt, kann ich euch nur zu diesem Powerbuch raten!

Eine dunkle und GRIMMige Geschichte von Adam Gidwitz [Rezension]

Inhalt:
Kennt ihr noch die Geschichte von den Geschwistern „Hänsel und Gretel“, die sich im Wald verliefen als ihre Eltern sie aussetzten? Oder gar die Geschichte wie der Teufel drei goldene Haare verlor oder das Märchen „Die sieben Raben“? Wirklich? Seid ihr euch sicher, dass ihr diese Märchen kennt? Denn in Wirklichkeit entsprechen die Inhalte nicht der Wahrheit. In Wirklichkeit war alles anders. Bitte? Wie es war, wollt ihr wissen? Ganz einfach, die schaurige und dunkle sowie grimmige Wahrheit und nichts als der Wahrheit findet ihr in „Eine dunkle und GRIMMige Geschichte“, aber das richtige Unglück nahm seinen Lauf, als der König und die Königin ihren Kindern Hänsel und Gretel die Köpfe abhackten.

Meine Meinung:
Ich bin mir in dem Punkt über die Altersgrenze dieses Buches sehr im unklaren. Laut Nachwort können kleine Kinder gut damit umgehen und es ist wahr, dass Märchen sehr grausam und brutal sind, obwohl sie allgemein als Gut für Kinder gelten.
Worin ich mir allerdings absolut sicher bin, ist die Witzigkeit und Kreativität dieses Romans. Adam Gidwitz vermischt bekannte Märchenfiguren und Märcheninhalte ganz neu miteinander, knüpft neue Parallelen, erfindet manches dazu und lässt zwei Kinder namens Hänsel und Gretel zu Helden und Protagonisten werden.
Spaß und Vergnügen bereitete mir dieser Roman allerdings nur, weil ich die anderen Märchen zum größten Teil kannte und die Änderungen bemerkte. Doch selbst als absoluter Märchenneuling wird Adam Gidwitz es schaffen, seine LeserInnen durch Charme, ulkige Zwischenkommentare und Warnungen aufs Äußerste zu amüsieren.
Der allwissende Erzähler funkt oft in den Lauf der Handlung dazwischen, beispielsweise um sich zu vergewissern, dass alle kleinen Kinder nicht mehr im Raum sind oder dass es jetzt ganz, ganz eklig und blutig wird oder um anzumerken, dass auch er sich eine andere Wendung gewünscht hätte.
Schnell hatte ich „Eine dunkle und GRIMMige Geschichte“ ausgelesen. Einmal wegen der recht großen Schrift und besonderen Formatierung und zum Anderen wegen des spannungsgeladenen und lustigen, aber auch brutalen Abenteuer der Geschwister Hänsel und Gretel im Königreich GRIMM.
Ich warne euch, da werden Körperteile abgehackt, kleine Mädchen gefressen, in der Hölle geschmorrt und gegen Drachen gekämpft.
So gut sich Adam Gidwitz Geschichte auch vorlesen ließe, Kindern unter sechs Jahren würde ich es niemals in die Hand geben. Denn sobald diese bemerken, dass der Autor darauf verweist, es wäre besser nun alle kleinen Kinder aus dem Raum zu schicken,drängeln die so lange, bis sie alles erfahren.
Das Cover trifft zwar nicht meinen Geschmack, doch es passt sehr gut zum Inhalt und verkörpert die ganze Tragweite der hier vorzufindenden GRIMMigkeit.

Mein Fazit:
Für Märchenfans ein absolutes Muss, für Neugierige ein Versuch wert und für Kinder zum Vorlesen ab sechs Jahren aufwärts. Adam Gidwitz präsentierte mir in diesem Buch eine wirklich lustige und lesenswerte Geschichte und dass grausame Stellen manchmal angekündigt wurden, nahm ihnen auch den Grusel und ich konnte auf diese Art und Weise herzlich darüber lachen.
Außerdem ist es ja nie verkehrt die einzig richtige und GRIMMige Wahrheit zu kennen, weswegen ich hoffe, dass all die neugierigen Nasen es sich nicht nehmen lassen werden, in diese Geschichte einzutauchen.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Adam Gidwitz
Hugh DAndrade
Eine dunkle & grimmige Geschichte
Ab 10 Jahren / 256 S.
21,5 cm x 15,5 cm
12,95 € [D]
13,40 € [A], CHF 18,90
ISBN 978-3-7607-8366-6
Zum Buch: Klick!

Vielen Dank an BloggDeinBuch
und den arsEdition-Verlag

Die Seelen der Nacht von Deborah Harkness [Rezension]

Vergesst alle Fantasy-Geschöpfe, die ihr bisher gekannt habt. Lasst die Feen, Elfen, Drachen, Gnome, Zwerge, Medusen, Zyklopen und anderen Wesen hinter euch, denn jetzt kommt Diana Bishop und sie ist eine einmalige Hexe…

Inhalt:
Alles beginnt mit Dr. Diana Bishops Fund. In der Bodleian Bibliothek in Oxford recherchiert sie für eine Rede, die sie in einigen Wochen zu halten hat, als ihr dieses alte Buch unterkommt. Eigentlich setzt sie ihre Magie ja nicht ein, die sie normalerweise unterdrückt und nicht kontrollieren kann, doch als sie die Urquelle dieser Macht vor sich hat, kann sie nicht widerstehen und öffnet es. Später am Abend gibt sie es zurück und seitdem bleibt das Buch verschwunden. Ungünstig, äußerst ungünstig für Diana, denn die magische, gefährliche Welt, von der die Menschen nichts ahnen, hat ihren Fund mitbekommen und sowohl die Hexen als auch Vampire und Dämonen wollen es für sich beanspruchen. Wie gesagt, sehr ungünstig für Diana, denn ohne ihre Kräfte, kann sie sich nicht zur Wehr setzen. Da wiederum ist es gut, dass sie den Vampir Matthew Clairmont kennenlernt, der hartnäckig an ihrer Seite bleibt und sich mehr und mehr in ihr Herz schleicht. Doch welche Absichten stecken hinter seinem Verhalten?

Meine Meinung:
Jede und ich meine wirklich jede der 800 Seiten besaß auf mich eine absolut fesselnde Wirkung. Deborah Harkness hat einerseits einen unglaublich intelligenten Roman verfasst, den sie mit historischen, biologischen und nicht zuletzt fantastischen Elementen anreicherte und zu einem gesamten Meisterwerk zusammensetze und andererseits eine romantische Ader mitschwingen lassen, die wohl jedes Herz berühren wird. Einmal durch die Intelligenz und einmal durch die besagte Liebe. Die Welt, in der Diana Bishop ihre Fähigkeiten entdeckt ist genauso wie unsere, nur dass sie von drei zusätzlichen Fabelwesen bewohnt wird. Den, Hexen, Vampiren und Dämonen. Es ist schwer, durch eine Rezension den Witz und Charme, den diese Figuren, vor allen Dingen Diana versprühten, wiederzugeben oder nahezubringen, mit welch Schalk im Nacken manche Szenen vor meinem inneren Auge aufblitzten. Die Handlung spielt hauptsächlich in Oxford, England, doch zu meinem Glück blieb es nicht nur dabei und wohin Deborah Harkness die Protagonisten und ihre LeserInnen noch so alles verschlug…? – Findet es heraus! Im Zentrum steht die Liebe von Diana zu einem Vampir. Doch diese Liebe ist verboten, denn die verschiedenen „Gattungen“ sollen sich nicht mischen, dadurch könnte etwas Unvorhersehbares geschehen. Während Diana also ihre Liebe entdeckt, holt ihre Vergangenheit sie ein, in der die Ermordung ihrer Eltern dazu führte, dass sie ihre Hexenkräfte unterdrückte und weitestgehend ignorierte. Doch das ist noch nicht alles, denn dieses ganze Drama umfasst noch unzählig, viele mehr Komponenten, die es sich beim Lesen dieses Romanes einfach zu entdecken lohnt. Deborah Harkness zog mich in einen magischen Strudel aus Hexereien, dämonischen Kräften und blasierten, arroganten, unglaublich schönen Vampiren und die Atmosphäre, die mir in jedem Satz entgegenschlug, ließ mich in Begeisterungsstürme ausbrechen! Endlich einmal erlebte ich einen Vampir, der über das Stadium der Pubertät weit hinausgeschritten war und sich gebahrte wie ein Mann mit Prinzipien, der glaubwürdig einen Vampir verkörperte, das einerseits einem Jagdtier gleicht und andererseits seine Triebe zu beherrschen vermag und seine übermenschlichen Fähigkeiten sinnvoll einsetzt. So wurde Diana teilweise von ihrem Vampir herumkommandiert, weil es seine Natur ist, obwohl sie sich dennoch immer wieder zu behaupten versucht, hauptsächlich war es jedoch das Köstlichste diese beiden Figuren auf ihren Abenteuern zu begleiten. Ich habe so vieles in dieser Geschichte entdecken können, die sich anmutig und rasant weiterentwickelt, viele mysteriöse Geheimnisse versteckt und ein Geheimtipp ist, den viele lesen sollten und an den ich tief in meinem Herzen glaube!

Mein Fazit:
Spannung pur. Deborah Harkness entführt ihre LeserInnen in eine Welt voller betörender Reize, gefahrvollen Mächten und sinnlichen Beziehungen, die für ihre Betrachter nicht immer ein gutes Ende nehmen. Historik, Romantik, Fantasy, Alchemie, Wissenschaft und viele, allgemeine Kenntnisse verhalfen „Die Seelen der Nacht“ zu diesem Wunderwerk, was es am Ende wurde und wer weiß, vielleicht ist die Autorin nicht sogar selbst eine Hexe und teilt in dieser Geschichte ihre Geheimnisse mit uns und für jeden präsentiert sich dieses Werk anders? 😉 – Findet es heraus und wandle mit Diana Bishop, einer sehr verqueren Hexe, auf den Spuren der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!

Bewertung

Trailer:

Allgemeine Buchinformationen:
Deborah Harkness
Die Seelen der Nacht
Roman
Originaltitel: A Discovery of Witches
Originalverlag: Penguin Viking, New York 2011
Aus dem Amerikanischen von Christoph Göhler
Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
800 Seiten,
15,0 x 22,7 cm
ISBN: 978-3-7645-0391-8
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50
Zum Buch: Klick!
Leseprobe!
Autorenwebsite!

Anmerkung: Ich glaube und hoffe, dass es eien Fortsetzung geben wird!!

Schöne Gewinnüberraschungen und die Neuzugänge der letzten Zeit!

Der letzte Artikel über neue Bewohner meines Buchregales ist eine Weile her und deswegen habe ich jetzt mal so richtig Lust, euch diese lieben Bücher zu präsentieren! 😉

  • „Die Seelen der Nacht“ von Deborah Harkness –> Das lese ich gerade und bin fast durch und ich kann euch verraten, dieses Buch ist sooooo cool, spannend, prickelnd und verhext super! 😀
  • „Während ich schlief“ von Anne Sheehan –> Einfach nur WUNDERSCHÖN dieses Cover.

  • „Irgendwann passiert alles von allein“ von Philipp Mattheis.
  • „Wenn du mich siehst“ von Tara Hudson –> Darauf bin ich schon extrem gespannt, weil es so schön aussieht und mir so ähnlich wie „Nur ein Hauch von dir“ erscheint und ich gerne vergleichen möchte, ob mein Eindruck sich bestätigen wird oder eben nicht.

  • „Blutrubin – Der Verrat“ von Petra Röder –> Das ich SIGNIERT über Twitter gewann, zusammen mit einem richtig coolen Schmucklesezeichen von Ela’s Schmuckkästchen, aber das habe ich irgendwie vergessen zu fotografieren. =/
  • „Dragonsoul – Die Rückkehr des Kriegers“ von Erik Kellen!

  • „Nacht“ von Elena Melodia. –> Ebenfalls ein irre schönes Cover, oder? (Geheimnisvoll, dunkel und mysteriös).

  • Das habe ich bei Nightingale’s einjährigem Blog-Geburtstag gewonnen! Ihr seht da ein furchtbar leckeres LOVE-Tütchen, eine richtig, richtig schöne und liebe Karte (Danke Sandy) und eine Hör-CD zu David Nicholls „Zwei an einem Tag“, über die ich mich so ungemein freue, weil ich das Buch (ja es subbt seit Mai bei mir ;)), unbedingt lesen wollte und zum Anhören klappt es jetzt bestimmt sicher mal! 🙂 Meine Freude war und ist also riesig und die ganze Verpackung war wirklich mühevoll und wunderschön von Sandy gestaltet!
  • „Eona 02 – Das letzte Drachenauge“ von Alison Goodman –> Der erste Teil davon gefiel mir unerwarteter Weise sowas von richtig, richtig gut, dass ich seitdem nach dem zweiten Band lechze!! (Ich kann den ganzen Hype um den bald erscheindenden ERAGON gar nicht so sehr nachvollziehen, weil ich mich beispielsweise auf diese Fortsetzung viel, viel mehr freute, da der letzte ERAGON-Band mir gar nicht mehr gefiel!)

  • „Traumsplitter“ von Tanja Heitmann. –> SCHÖN, SCHÖN, SCHÖN!
  • „Heult doch“ von Meredith Haaf –> (Ja, schon wieder gewonnen *rotwerd*). Bei Lovelybooks. Ich habe schon die ersten Seiten gelesen und die Thematik ist sehr, sehr interessant!

Diese Neuzugänge sind ja einerseits schön und gut und ich freue mich auf ALLE Bücher so wahnsinnig doll, dummerweise habe ich gerade eine „heiße“ schulische Phase, so dass viele davon momentan warten müssen! 😦

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr in der letzten Zeit schöne, neue Bücher geshoppt, was schönes gelesen oder auch gewonnen? (:P) (Von meinen Hörbüchern will ich jetzt gerade mal gar nicht mehr anfangen, da gibt es auch so einige…)

Wie auch immer, euch wünsche ich euch noch einen schönen Abend und eine tolle Restwoche!
Liebe, liebe Grüße,

Charlousie

*Halloween*Gewinnspiel*

Halloween oder auch Samhain ist eine furchtbar gruselige Nacht, wenn sich die Dimensionen berühren und der Schleier zwischen unserer und der Welt der Toten  so hauchdünn ist, dass der eine oder andere Schrecken in unsere Welt gelangen kann… Doch nicht alles ist böse, denn hier wartet eine überaus saure, aber lohnenswerte Gewinnchance auf dich! CulturalNoise, Day Dreaming and Dreaming, Leselurchs Bücherhöhle der Arena-Verlag und LeseLust & LeseLiebe, präsentieren das einmalige:

hARENAween!

(An dieser Stelle stellt euch gruseliges Geistergeheul und Todesgelächter vor! 😉 )

Part 1 / Rainer Wekwerth

Kurzgeschichte Rainer Wekwerths „Partytime“ aus „Jetzt gibt’s Saures!: Überaus schauderhafte Gruselgeschichten

Zur Geschichte...

Stell dir vor, auf wieviele unterschiedliche Art und Weisen du deine Halloween-Nacht verbringen kannst. Es kann gruselig, schaurig, normal, langweilig, nichtssagend oder aufregend sein; Unter Freunden, auf einer Party, zu Hause lesend, gemütlich auf der Couch sitzend, Tee trinkend oder vielleicht… Pizza ausfahrend? Nun wirst du denken, dass ist ja alles kein Problem, was soll daran so schlimm oder besonders sein? Dann lies doch mal die Geschichte von Matze. Matze ist Schüler und jobbt nebenher bei einem Pizzadienst. An Halloween arbeitet er zunächst so wie immer, doch was er bei seiner letzten Pizzaauslieferung erlebt ist…

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Zu gewinnen gibt es eins von vier dieser schön-schaurigen Anthologie-Exemplare, in der sich die vorgestellte Geschichte befindet und noch weitere Überraschungen, die ihr im Laufe dieses Horror-Tripps näher erforschen könnt!

Wie ihr seht, ist das kein normales Buch, denn es hat den ultimativen Special-Umschlag.

Um in den Auslosungstopf zu wandern, müsst ihr die vier Gewinnfragen auf jedem der bereits genannten Blogs richtig beantworten und das Lösungswort am Ende zusammensetzen und an die (kommt noch weiter unten) E-Mail Adresse senden. Aktionszeitraum: 25.Oktober – 28.Oktober 2011

Nun die gruselige Gewinnfrage:

*Gewinnfrage Nummer 1*

Wann erschien der erste Band von Rainer Wekwerths Roman „Damian“?

a) 2010 (=GE)

b) 2008 (=AR)

c) 2009 (=HA)

Die grausame Wahrheit/Lösung werdet ihr vielleicht hier finden!

Du hast die Lösung gefunden? Dann gehe weiter zur nächsten Aufgabe, aber nur, wenn du dich traust, denn es wird wirklich hARENAweenig! >>>>>*Gewinnspielfrage Nummer 2*<<<<<<

Oder wenn du das Lösungswort schon zusammen hast, schicke es mit deinen Kontaktdaten per Mail an harenaween@cultural-noise.de und hoffe, dass die Geister dir in der Auslosugsnacht hold sein werden. 😉

Bücher über Bücher – Mein Wochenende auf der Frankfurter Buchmesse 2011

-Teil 1-

Der Samstag:

Glücklicherweise war mein Einstieg in den Zug in Kassel der allererste Halt, so dass meine Zugfahrt sehr schön und entspannt verlief. Nur wenige Meter weiter drängelten sich die Buchbegeisterten, Manga-Kostümierten, Fußball-Fans (es war wohl irgendein Fußballspiel) und Demonstranten. An manchen Haltestellen konnten nicht einmal mehr alle einsteigen.

Mein Plan sah vor, in Halle 3.0 zum Arena-Stand zu gehen, da ich mit Frau Nüsslein verabredet war. Leider habe ich bestimmt eine halbe Stunde vergebens in Gang F gesucht, bis mir klar wurde, dass ich in Halle 3.1 bin. (Blitzmerkerin ;))

Mit reichlich Verspätung traf ich ein und Frau Nüsslein hatte trotzdem Zeit, bei der Gelegenheit gesellte sich Frau Kern dazu, die ebenfalls in der Presse bei Arena arbeitet und noch Sarah von Miss Page-Turner’s City of Books.
Vor lauter Aufregung habe ich leider vergessen Fotos zu schießen, doch es war eine nette Unterhaltung, in der Sarah und ich ein paar Einblicke ins kommende Buchprogramm erhielten, Sarah nach dem Messebuchhighlight des Verlages fragte (Hide Out von Andreas Eschbach), wir über die Zusammenarbeit von Bloggern und Verlagen redeten und uns ein wenig „kennenlernten“. Die von Sarah mitgebrachten Muffins waren auch sehr nett! 😉

Ich hatte mir im Vorfeld einen Plan erstellt, aber irgendwie ist der flöten gegangen und wie ich es geschafft habe, auch nur eine Lesung rechtzeitig zu besuchen, ist mir im Nachhinein schleierhaft.

Ich fand mich kurz darauf bei Rainer Wekwerths Signierstunde (ebenfalls bei Arena) wieder und das war eine coole Begegnung. Ich stand in der Schlange neben zwei Mädels und wir unterhalten uns ein wenig. Irgendwann fragt dann die eine, ob ich nicht Charlousie bin und dann war sie Anna von Clee’s Bücherwelt und Nazurka von A Room Without Books Is Like A Body Without Soul.

Nazurka und Clee

Es war eine nette Unterhaltung mit dem Autor von „Damian„, der sich für jeden wirklich viel Zeit nahm, Gespräche führte, Fotos mit sich schießen ließ und insgesamt einen sehr positiven und sympathischen Eindruck bei mir hinterließ!

Ich und Autor 🙂

Dazu gibt es eine positive Nachricht, Band 2 von „Damian“ erscheint auf jeden Fall im Januar 2012, vielleicht aber sogar schon im Dezember dieses Jahr!

Danach sammelte ich erst einmal einige Eindrücke auf der Buchmesse und trennte mich von Anna (Clee) und Nazurka.

Waaaaaah! "Eona 02", ich freue mich so drauf!

Ketzerschwestern, sieht sehr schön aus!

Ein Eye-Catcher

Eine geballte Ladung "Delirium"

Gegen 14:00 Uhr fand ich mich am Ueberreuter-Stand wieder, um Corina Bomann zu treffen. Bei dieser Gelegenheit traf ich Tine von Tinesbücherwelt Christine von Lesemomente, Clee kam ein wenig später ebenfalls dazu und ich hoffe, ich habe an dieser Stelle niemanden vergessen. (Ich glaube, da war noch jemand, aber wer? *grübel*!  Wir haben uns ausführlich über „Sephira“ und Corinas Projekte im nächsten Jahr ausgetauscht und es war mir eine riesige Freude, der begeisterten, lebendigen und energiegeladenen Corina bei ihren Ausführungen zu lauschen!

Corina und ich bei Ueberreuter

Danach stöberten die Liebe Clee und ich weiter durch die Messe, auf dem Weg zu irgendetwas, dass ich schon wieder vergessen habe ;).

Einige Zeit später reihten wir uns dann in die Schlange zum Signieren bei Bettina Belitz ein, die gerade noch ihre Lesung von „Dornenkuss“ hielt. Spontan kaufte ich mir „Dornenkuss“, denn diese einmalige Gelegenheit es signiert zu bekommen, wollte ich mir nicht entgehen lassen. Vor uns stand Ramona von Kielfeder. 😀 Identifizierung durch ein T-Shirt mit Aufdruck am Rücken!

Bettina Belitz beim Signieren am Loewe-Stand

Ebenfalls beim Signieren

 Die gute Autorin musste da wirklich wie ein Roboter agieren. Hut ab, dass wirkte ein wenig stressig!

Diesen Gesamteindruck der Trilogie habe ich erst einmal auf mich wirken lassen müssen...

Ein wenig später lernte ich auch die furchtbar nette und liebe Misa von Misakitty’s World kennen. Wir (Clee, Nazurka, Misa, andere nette Menschen und ich) tauschten uns über Bücher aus, übers Bloggen, über Gott und die Welt und es war einfach nur schön, schön, schön und die Buchmesse wäre ohne euch Lieben echt nur halb so toll gewesen!

Folgendes Bild zeigt, wie ich mich gegenüber den Büchern fühlte:

Ein Bild der Leidenschaft!

Also ich auf er einen Seite, die Bücher auf der anderen! 😉 *haha*

Zum Abschluss des Samstages noch ein paar meiner Errungenschaften, der Bericht zum Sonntag folgt! 🙂

Damiankarte signiert + den Kurzgeschichten Band, in der Herr Wekwerth Autor von einer ist ( Dazu gibt es auch nächste Woche ein Gewinnspiel, schaut mal rein 😉

Signierung von der Damian-Karte + Buch!

Eine Sammlung von Leseproben, Aufklebern und Lesezeichen

SIGNIERUNG!!

Das geht auch ohne Worte =)

Fazit: des ersten Tages:
Es war wunderschön, trotz der Massen und Anstrengungen, ich habe viele Eindrücke gewonnen, liebe und nette Menschen kennegelernt und war sehr froh, dort sein zu dürfen! Danke euch allen, die ihr diesen Tag so unvergesslich gestaltet habt!

Update 22.10.11:
Waaaaahhh, jetzt weiß ich, wen ich vergessen habe! Als wir in der Signierschlange zu Bettina Belitz standen, hat mich die Liebe Reni angesprochen von Bücherraschung (Danke dafür :)) – und stand auf einmal doppelt vor mir :P! – und davor irgendwann an diesem Tag  habe ich auch Meridian getroffen!

Angelfire – Meine Seele gehört dir von Courtney Allison Moulton [Rezension]

„Lass mich los!“ Verzweifelt versuchte ich seine Hand wegzureißen, mit der er meinen Hals umklammerte.
„Ich lass dich nicht los“, sagte er. „Du hast verloren. Du hast aufgehört zu kämpfen und mich aus den Augen gelassen.“
„Bitte, Will, bitte!“, keuchte ich mit gequetschter Stimme. Ich bekam kaum noch Luft und geriet in Panik.
„Du bringst mich um“, schluchzte ich.
„Dann mach was dagegen!“, brülte er mir ins Gesicht.
„Du hast die Kraft dazu! Wenn ich dich loslassen soll, zwing mich dazu!“

S. 95

Inhalt:
Ellie muss eine Wahrheit ertragen, die seit Jahrtausenden besteht. Sie ist kein normales Mädchen auf einer normalen Highschool mit normalen Freunden. Sie ist ein Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten, nicht von dieser Welt; von Gott gesandt ist es ihre Aufgabe, Dämonen und höllische Bewohner zu vernichten und menschliche Seelen zu schützen. Ellie ist die Preliatin. Will, ihr Beschützer seit einigen hundert Jahren, versucht ihr zu helfen und ihr die Erinnerungen an ihr altes Leben wieder einzuflößen, denn wenn sie stirbt, wird sie in einem neuen Körper wiedergeboren.
Doch dieses Mal ist etwas anders. Mit jeder Wiedergeburt verliert sie etwas von ihrer Unbarmherzigkeit und der Natur, die sie ursprünglich war. Mit jeder Wiedergeburt wird sie menschlicher und mit dieser Wiedergeburt hat sie endlich eines begriffen. Will ist nicht nur ihr Beschützer. Ellie mag zwar jung sein, doch ihre Seele ist alt und schon seit Jahrhunderten liebt sie Will. Es beginnt eine zarte Liebe zu wachsen, die nicht sein darf und der Bekämpfung der Apokalypse im Weg steht. Ein zweiter mächtiger Krieg zwischen Himmel und Hölle wird ausbrechen und da ist für Liebe kein Platz. Zumindest nicht zwischen Ellie und Will.

Meine Meinung:
Der Büchermarkt wird momentan überschwemmt von Mainstreamromanen. Darunter fallen Engelsromane, also auch „Angelfire – Meine Seele gehört dir“ von Courtney Allison Moulton.
Beim Lesen war ich sehr gespannt, ob dies eine Geschichte von vielen sein wird oder ob sich diese Autorin zu behaupten weiß. Ich möchte vorneweg nehmen, dass in „Angelfire – Meine Seele gehört dir“ bis auf wenige Ausnahmen, hauptsächlich auf bekannte Themengebiete zurückgegriffen wird und nichts wirklich neues dabei ist. Doch Courtney Allison Moulton hat einen insgesamt sehr lesenswerten Aufguss der bereits vorhandenen Elemente kreiert und dem ganzen durch ihre eigenen Gedanken eine individuelle Note verliehen.
Beim Lesen sind mir einige Aspekte aufgefallen, auf die ich nun näher eingehen möchte.
Da wären einmal die Verknüpfungspunkte zwischen Realität und Fiktion, die immer wieder erneut die Spannung hochkochen ließen. Ellie lebt als Individuum in der Gesellschaft, als sie mit siebzehn Jahren plötzlich mit ihrem eigentlichen Schicksal konfrontiert wird, muss sie die Balance zwischen Normalität und nächtlichen Dämonenjagden wahren.
Dasselbe gilt für die Überschneidungen von Vergangenheit und Gegenwart. Ellie erhält Stück für Stück Erinnerungen und Erfahrungen, die ihre Seele in anderen Leben bereits machte. Wer sich in dieser Materie ein wenig auskennt, wird die Parallelen zu Platons „Reich der Ideen“ ziehen können, was wiederum meinen Blickwinkel auf diesen Punkt positiv veränderte.
Ebenfalls in dieser Sparte einzuordnen, ist Ellie als Romanheldin. Mal muss sie als Preliatin, die starke Frauenfigur und Kriegerin verkörpern, obwohl sie als Durchschnittsmensch aufwuchs und auf dieses schwere Leben nie vorbereitet war, dann darf oder muss sie sogar wieder ihre ursprüngliche Rolle als verletzliches Menschenmädchen einnehmen.
Ich muss Courtney Allison Moulton die Verbesserung ihres Schreibstils innerhalb dieses Romans sehr zu gute halten. Anfangs wirkte dieser leicht unsauber, doch am Ende merkte ich ihr die anfänglichen Schwächen gar nicht mehr an.
Der Titel lässt zunächst auf eine seichte Liebesgeschichte schließen; Eine Liebesgeschichte wird in „Angelfire – Meine Seele gehört dir“ behandelt, jedoch nicht auf die herkömmliche Art und Weise. Die Autorin sparte nicht an blutigen Kampfszenen, detaillierten Schilderungen von Gräueltaten und setzt bei ihren LeserInnen stärkere Nerven voraus.
Normalerweise wird die Hölle oft und hauptsächlich mit dem Teufel Luzifer in Verbindung gebracht. Dies ist in dieser Geschichte nicht anders, nur dass der Teufel niemals selbst als Akteur aktiv wird. Courtney Allison Moulton hat sich mehr auf seine Handlanger und alle möglichen bösen Kreaturen verlegt, was mir sehr gefallen hat. In diesem Zuge bleibt einiges offen und ich ahne schon mögliche Spannungsverhältnisse für die Fortsetzung.
Es gibt aber auch einige Mängel, die ich nun aufführen möchte. Da wären die sehr sparsam gesäten Hintergründe über den Konflikt von Himmel und Hölle oder warum es überhaupt gefallene Engel gibt. Ich konnte das durch mein vorheriges Wissen sehr gut kompensieren, doch für Einsteiger in dieser Materie könnten einige Fragezeichen und Ungereimtheiten dadurch entstehen.
Ein Beispiel ist die Apokalypse. Die Definition solcher mag gleich sein, doch wie es dazu kommt, macht oft den Flair einer Geschichte aus und ich hätte mir da eine kreative Interpretation von der Autorin gewünscht, um in dieser Facette mehr Atmosphäre aufkommen zu lassen.
Außerdem ist der Fokus sehr stark auf die Protagonisten gelegt, die zwar im Sinne einer großen Sache kämpfen, doch die wirkt sehr weit von dem entfernt, mit dem Will und Ellie wirklich kämpfen.
Will soll vermutlich der geheimnisvolle und mysteriöse, nicht zu vergessen unwiderstehliche und gut aussehende „Boy“ sein, doch seine Gefühle und inneren Konflikte bleiben transparent. Da der Fokus aber eben auf ihn und Ellie gelegt ist, fehlt mir da die Ausarbeitung.
Ich habe bereits erwähnt, dass Courtney Allison Moulton ihren Schreibstil im Laufe des Romans deutlich anheben konnte, doch der Inhalt am Anfang litt darunter. So zogen sich die ersten hundert Seiten und manchmal wirkte der Plot zäh.

Mein Fazit:
„Angelfire – Meine Seele gehört dir“ ist ein spannender Engelsroman, der Altes enthält, jedoch auch neue, durchaus bestechende Seiten birgt, die zum Teil einen tieferen Hintergrund besitzen und dem Roman einen schönen Sinn verleihen.
Insgesamt empfand ich manchmal kribbelnde Hochspannung, arbeitete mich mit Euphorie durch den Plot und kann ihn sehr gut empfehlen. Sobald ich mich erst einmal eingefunden hatte, verflog die Zeit schneller als es mir lieb war und ich schwelgte in Courtney Allison Moultons Originellität.
Manchmal düster, dann wieder heiter, einfach abwechslungsreich und ein spektakuläres Fantasy-Spektakel, dass einen Versuch für den Auftakt dieser Trilogie im „Page & Turner“ Verlag wert ist.

Bewertung

Trailer:

Allgemeine Buchinformationen:
Courtney Allison Moulton
Angelfire. Meine Seele gehört dir
Roman
Originaltitel: Angelfire
Originalverlag: HarperCollins
Aus dem Amerikanischen von Inge Wehrmann
Deutsche Erstausgabe
Paperback, Klappenbroschur,
416 Seiten,
13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-20394-9
€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,90
Verlag: Page & Turner
Zum Buch: Klick!

Margos Spuren von John Green [Rezension]

Margo hat Rätsel immer geliebt. Und bei allem, was später passierte, wurde ich den Gedanken nicht los, dass sie Rätsel vielleicht so liebte, dass sie selbst zu einem wurde.

S. 13

Margos_SpurenInhalt:
Quentin ist seit seiner Kindheit in Margo verliebt. In Margo Roth Spiegelman, die seine Nachbarin ist und der viele verrückte Abenteuer nachgesagt werden. Abenteuer, die wahr sind und Margo für ihn zu einem magischen Wesen machen. Doch Margo ist rastlos wie ein Vogel. Als sie Quentin nach etlichen Jahren für die freakigste Nacht seines Lebens – gleichzeitig Rachefeldzug – auserwählt, spürt er nichts von ihrem Abschied. Margo ist volljährig und als sie zum wiederholten Male wegläuft, sind ihre Eltern sogar erleichtert.
Margo liebt Rätsel, weswegen sie immer Spuren zu ihrem Aufenthaltsort hinterlegt. Doch dieses Mal ist alles anders. Denn dieses Mal will sie nicht gefunden werden, nicht einmal von Quentin. Aber dieser bleibt hartnäckig und geht jeder Spur nach. Er befürchtet, dass es dieses Mal ein Abschied für immer gewesen sein könnte. Ein Abschied Margos von ihrer Familie, ihren Freunden und der ganzen Welt!
Quentin glaubt, dass sie sterben möchte und seine Suche ist mühsam, während die Zeit gegen ihn läuft.

Meine Meinung:
Dass zweite Buch von John Green kann ich mit seinem ersten absolut vergleichen. Beide sind einfach schön; in ihrer Sprache überzeugend und literarisch herausragend. In „Margos Spuren“ erzählt John Green eine anmutende, nachfühlbare Geschichte eines jungen Mannes, der auf dem Weg sich selbst zu finden, erst einmal seine Liebe Margo finden muss. Dieser Roman ist gespickt mit brillanten Dialogen, überraschenden Wendungen und einem absolut den Rahmen sprengenden Protagonisten.
Mir gefällt, dass dieser Autor in dieser `Brillanz´die Authentizität von „Margos Spuren“ wahrte.
Während er einerseits auf einer ernsten Ebene Probleme von amerikanischen Jugendlichen thematisierte, schwang doch immer wieder Humor in jedem Satz mit.
Da ich diese Geschichte während einer Zugfahrt las, war Lachen leider nicht angebracht, doch manchmal musste es einfach heraus und John Green hat selbst den banalsten Situationen etwas abgewinnen können.
„Margos Spuren“ ist zurecht für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden. John Green benötigt keine große Effekthascherei oder bemüht sich zu angestrengt, irgendetwas mit seinem Werk zu erreichen. Sein Werk 
ist einfach und das ist vollkommen genug. Mich überkam beim Lesen das Gefühl, dass diese Geschichte etwas Elementares bedeutet, einen tieferen Sinn besitzt und die Kraft hat, in unseren Köpfen etwas ganz Außergewöhnliches zu bewirken.

Mein Fazit:
„Margos Spuren“ ist reine Poesie, die ich wieder und wieder erleben möchte. Doch so etwas und in dieser Form ist nur mit John Green möglich, was nur für seine Qualität als Autor spricht.
Der beste Wegweiser sind wohl die Corine-Auszeichnung und die Jugendliteraturnominierung, doch wenn das noch nicht genug ist, ich hebe diesen Roman hoch in die Lüfte, damit ihr ihn alle sehen könnt, denn man muss ihn einfach gelesen haben.

WölkchenMond(Favourite)

papertownsEdit, 11.07.2015

am 30.07.15 erscheint endlich der Kinofilm Papertowns in Deutschland! Ich werde reingehen und vermutlich noch einmal einen Vergleich zwischen Buch und Film auf LeseLust & LeseLiebe veröffentlichen oder auch nur meine Meinung zum Film kundtun 😉 !

BibliografischeDaten

TASCHENBUCH AUSGABE
Euro 8,95 [D] 9,20 [A] SFR 12,90
Reihe Hanser
Aus dem Englischen von Sophie Zeitz
336 Seiten
Ab 14
ISBN 978-3-423-62499-2
1. Auflage, November 2011
Zum Buch: 
Klick!

  • Ausgezeichnet mit der Corine 2010

  • Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 (Jugendjury)

Das also ist mein Leben von Stephen Chbosky [Rezension]

„Ich fühle mich grenzenlos“, sagte ich.
Und Sam und Patrick sahen mich an, als hätte ich gerade das Beste gesagt, was sie jemals gehört hatten. Weil der Song großartig war und wir alle ganz genau zugehört hatten. Fünf Minuten unseres Lebens waren wirklich gelebt worden und wir fühlten uns auf eine gute Art und Weise jung.

S. 49-50

Inhalt:
Charlie ist fünfzehn und verbringt sein erstes Jahr auf der Highschool. Er freundet sich mit den Geschwistern Patrick und Sam an und lernt zum ersten Mal das Leben der Erwachsenen kennen, was ihm bisher fremd war. Charlie verliebt sich, Charlie betrinkt und bekifft sich, er besucht Partys und versucht in all seinem pubertären Gefühlschaos herauszufinden, was der Sinn seines Lebens ist.
Deswegen schreibt er gelegentlich in Tagebuchform Briefe an einen „lieben Freund“.
Doch damit Charlies Leben einen Sinn ergibt und er endlich die unzähligen Antworten auf all seine Fragen erhält, muss er ganz tief in sich eine dunkle Wahrheit ausgraben, die er so gut verborgen hielt, dass er selbst sie schon erfolgreich verdrängt hatte.

Meine Meinung:
Auf den ersten Blick mag dieser Roman, der sich durch seinen besonderen Stil der Brieftagebuchform auszeichnet, nicht besonders bestechend wirken. Doch ich versichere euch, dass er so einiges toppen wird, was ihr bisher gelesen habt.
Im Jahre 1991 berichtet der Protagonist Charlie von seinem ersten Jahr an der Highschool, welche Tücken damit verbunden sind und welche Erfahrungen er durchleben musste, um dem Erwachsensein ein Stückchen näher zu kommen und die Welt als gesamtes zu begreifen.
„Das also ist mein Leben“ ist ein besonderes Buch mit viel Sensibilität, feinen, kaum wahrnehmbaren Spannungen und ich weiß, dass ich unter anderem deswegen lese, um eines Tages auf diesen schönsten aller literarischen Schätze zu stoßen. In diesem Roman stieß ich auf eine riesige Schatzhöhle. Stephen Chbosky schreibt mit einer unvergleichlichen Kraft. Ich möchte meinen, dass dieser Roman eine vergangene Realität behandelt und nicht ausschließlich Fiktion ist. Da sich Charlie als Figur direkt an seine LeserInnen wendet, die er explizit durch seine Briefe anspricht, entstand so etwas wie eine Kommunikation zwischen mir, dem Roman, der Handlung und natürlich Charlie.
In Charlie habe ich einiges von mir selbst wiedergefunden. Denn wenn ich Tagebuch geschrieben habe, lief es in demselben Schema ab wie bei Charlie.
Dieser Roman zeugt nicht nur von einer enormen Authentizität und Intensität, sondern strotzt vor Weisheiten, gut vermittelten Gefühlen und einem absolut bestechenden Plot.
„Das also ist mein Leben“ hat mich maßlos fasziniert.
Würde ich sagen, dieser Roman steckt voller wunderbarer Momente, müsste ich lügen, denn diese Geschichte formt mit jedem Satz ein Highlight, verkörpert ein wahres Glanzstück und es gab keine Seite, in der ich nicht voll Ehrfurcht zu „Das also ist mein Leben“ erbebte. Dieser Roman ist einfach ein großer, kaum vorstellbarer wunderbarer Moment. Stephen Chbosky hat etwas geschrieben, was in diesem Jahr mein liebstes Jugendbuch ohne Fantasy ist.
Wenn ich jetzt an die Tiefe und Unberechenbarkeit der Handlung und in ihr wohnenden Charaktere zurückdenke, läuft mir ein wohliger Schauer nach dem anderen über den Rücken. Niemals könnte ich diesem Erlebnis nur mit Worten gerecht werden.

Mein Fazit:
Lasst euch auf das Schmuckstück „Das also ist mein Leben“ ein, denn es kann euch so viel geben. Ihr müsst nicht selber ein Tagebuch führen, um die Botschaft vom Autor und seiner Figur Charlie zu verstehen.
Vermutlich war Stephen Chbosky einfach nur ehrlich und hat damit in jeder, normalerweise banalen Situation, Spannung eingewoben und mich mit in das schönste Leseabenteuer meines Lebens mitgenommen.
Nach „Das also ist mein Leben“ ist mir klar geworden, dass es sie noch gibt, die betörenden und verzaubernden Romane, die unbedingt gelesen werden sollten, weil man so etwas in dieser Form nur einmal im Leben lesen wird.
Meine absolute Leseempfehlung!

Sam setzte sich wieder hin und fing an zu lachen. Patrick fing an zu lachen. Ich fing an zu lachen.
Und ich schwöre, in diesem Moment waren wir grenzenlos.

Alles Liebe,
Charlie

S. 57

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Stephen Chbosky
Das also ist mein Leben
Roman
Originaltitel: The Perks of Being a Wallflower
Aus dem Amerikanischen von Oliver Plaschka
Paperback, Klappenbroschur,
288 Seiten,13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-26751-0
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90
Verlag: Heyne
Zum Buch: Klick!

Es wird schon nicht das Ende der Welt sein von Ali Lewis [Rezension]

Als ich zum Kälberpferch kam, beachteten die Kälbchen das Kamel gar nicht – so als ob sie wüssten, dass es nicht so war wie sie. Das Kamel war ganz allein, abgesehen von einem großen Schwarm Fliegen, die wie eine Wolke um seinen Kopf schwirrten. Da beschloss ich, dass es Buzz heißen würde.

S.38

Inhalt:
In Dannys Familie hat sich seit dem tödlichen Unfall seines Bruders etwas verschoben. Gerne würde er über seinen älteren Bruder reden, doch es ist so, als hätte er niemals existiert.
Dannys Tagesinhalt besteht aus Schulunterricht auf ihrem Farmgelände, dem Versorgen ihrer Tiere und neuerdings ist er verantwortlich für ein kleines Kamel, das er Buzz taufte.
Bald ist Viehtrieb auf ihrer Farm, die schönste, aber auch anstrengendste Zeit im Jahr. Doch als kurz zuvor das neue Hausmädchen Liz eintrifft, ahnt die Familie Dawson nicht, dass ihnen einige Probleme bevorstehen. Schmerzhafte Ereignisse und Wahrheiten, die alle am Ende zum Unvermeidlichen führen, einer Explosion, die ihr Leben verändern wird.

Meine Meinung:

Ali Lewis hat dieses Debüt auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen im Outback aufgebaut.
Dadurch ist es ihr auf jeden Fall gelungen einen authentischen Einblick in das dortige Leben zu vermitteln. Durch ihre Beschreibungen konnte ich gut die Lebensverhältnisse verstehen, aber auch die Schwierigkeiten, die dieses Leben birgt. Wenn man dort aufwächst, kennt man es nicht anders und genau das hat Ali Lewis so treffend durch ihren Charakter Danny zu erzählen gewusst. Für mich wirkte einiges abstoßend, fremd und eigenartig, dabei waren das lediglich Worte, die alles beschrieben. Ich mag mir nicht vorstellen, wie diese sengende Hitze, unendlich viele rennende Rinder und das recht karge und harte Leben auf einem Hof mitten in der Wüste sein mag.
Die beschriebenen Orte existieren – soweit ich das verstanden habe – wohl in Wirklichkeit.
Die Autorin hat die Tagesabläufe der Australier und ihre routinierte Griffe in das Schicksal einer Familie eingebaut, wodurch sowohl Spannungen entstanden, ich neues erfuhr und mir die gesamte Kultur näher gebracht wurde.
Sehr gerne habe ich diesem Abenteuer beigewohnt, doch einen regelrechten Sog habe ich niemals verspürt. Sicherlich können sich Menschen, die schon einmal in Australien waren oder davon träumen, wesentlich besser mit „Es wird schon nicht das Ende der Welt sein“ identifizieren, doch mir fehlte der letzte Schliff.
Allerdings gibt es nichts, was mir nicht gefallen hätte. Die Erzählperspektive von Danny hatte etwas sehr persönliches und emotionales an sich und ich muss sagen, dass Ali Lewis einen dreizenjährigen Jungen wirklich glaubhaft formte. Dasselbe gilt für die anderen Figuren, die mehr im Hintergrund bleiben.
Einen eindeutigen Höhepunkt in dieser Geschichte gab es für mich nicht, was nicht weiter störend war, da die Autorin ihrer Geschichte mit einer gleichförmigen Handlungskette etwas lesenswertes verlieh.

Mein Fazit:
„Es wird schon nicht das Ende der Welt sein“ hat mir sehr gut gefallen.
Ich gebe zu, dass ich mir vorher keine rechten Vorstellungen über das Leben auf einer Rinderfarm in Australien gemacht habe und werde an diese Thematik zukünftig mit ganz anderen Augen herangehen.
Ich kann dieses Abenteuer empfehlen, große Begeisterungsstürme bleiben (bei mir zumindest) aus und man muss auch mit ekligeren Situationen in Büchern zurechtkommen können, dann sollte man sich diese Lektüre vielleicht einmal merken und selbst lesen.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Ali Lewis
Es wird schon nicht das Ende der Welt sein
Originaltitel: Everybody Jam
Originalverlag: Anderson Press
Aus dem Englischen von Catrin Frischer
Deutsche Erstausgabe
Ab 12 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
320 Seiten,
13,5 x 21,5 cm,
2 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-570-15365-9
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90
Zum Buch: Klick!

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