Buchrezensionen, Favoriten

Zoë von Clay Carmichael [Rezension]

Inhalt:
Zoës Mutter hat sich mehr um sich selbst gekümmert und um ihren aktuellen Freund, als um Zoë selbst. Doch Zoë ist ein schlaues Mädchen und hat gelernt, sich die Erwachsenen genau anzuschauen und alles von ihnen zu übernehmen, was sie als eigenständige Person benötigt. So ist ihr Onkel Henry auch sehr überrascht, als er merkt, dass Zoë gar nicht so sehr auf ihn angewiesen ist, wie er es bei einem 11-jährigen Mädchen erwartete. Doch es gibt etwas, was Zoë noch nicht gelernt hat. Sie weiß nicht, wie es ist, sich auf jemanden verlassen zu können und sie ist nichts willens, den Erwachsenen zu vertrauen. So sympathisch ihr dieser eindrucksvolle Künstler von Onkel auch ist, Zoë weiß direkt, dass er sie irgendwann abschieben wird. Das ist der Grund, warum sie so viel im Wald herumstreift, das Vertrauen des wilden Katers zu gewinnen versucht und am Ende feststellen muss, dass die Welt nicht immer grausam ist und auch mal zu wilden und freiheitsliebenden Mädchen nett sein kann.

Meine Meinung:
Der Roman „Zoë“ spiegelt in meinen Augen etwas sehr besonderes wieder und hat nicht umsonst einige Auszeichnungen und Preise erhalten.
Auf den ersten Blick mag die Geschichte um ein vernachlässigtes, aber sehr lebenstüchtiges Mädchen schlicht erscheinen, doch Clay Carmichael hat unglaublich viele zwischenmenschliche Aspekte berücksichtigt, Signale erkannt, gedeutet und eingesetzt, so dass aus der fiktiven Person Zoë eine atmende Romanheldin wurde. Dabei ist der Begriff Heldin als relativ zu sehen. „Zoë“ muss gegen keine Feuerspeienden Drachen kämpfen, zwielichtigen Feen widerstehen oder anderes. Sie hat sie eine viel schwierigere Situation zu meistern. Sie muss als Kind in der Welt der Erwachsenen zurechtkommen, ohne Wegweiser oder Hilfestellungen, die einem Kind dieses Alters normalerweise mitgegeben werden. Dabei stellt sie sich so unglaublich geschickt an, dass sie sich großartig entwickelt und ich Zeugin einer anmutigen und wirklich nahe gehenden Geschichte wurde.
In diesem Debüt kommt vieles zum Tragen, aber am meisten wohl die Stimmung und dichte Atmosphäre, die Clay Carmichael durch ihre intensiven Schilderungen auf die Spitze treibt und die mich zum Schmunzeln bringen konnten, aber auch ebenso gut zur Wut trieben oder zum Traurig sein brachten.
Es ist erstaunlich wie gut oder eigen manche Kinder die Welt wahrzunehmen wissen und ich habe mit großem Erschrecken festgestellt, dass ich selbst beinahe schon vergessen hätte, wie es ist, ein Kind zu sein.

Mein Fazit:
„Zoë“ ist definitiv ein Roman mit Identifzierungscharakter, Erinnerungswert, Begeisterung und voller Leben. Dieses wilde und freie Kind werde ich so schnell nicht vergessen und denke bei mir, wenn wir alle nur so unbeschwert handeln und denken könnten wie Zoë, sähe diese Welt sicherlich ein wenig anders und freundlicher aus.
Selbst KatzenliebhaberInnen werden hier auf ihre Kosten kommen, doch wie genau, werde ich nicht verraten. Lediglich so viel:
„Zoë“ ist ein Buch mit ungeahnten Qualitäten und gleicht einer Schatztruhe angefüllt mit Erinnerungen und Schätzen der etwas anderen Art, die es zu entdecken sich lohnt!!

Bewertung
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8 thoughts on “Zoë von Clay Carmichael [Rezension]”

  1. Schöne Rezi! Da bekommt man richtig Lust das Buch zu lesen! 🙂 Habe „Zoe“ erst heute Mittag entdeckt und nach so einer begeisterten Rezi wandert es direkt auf den Wunschzettel.

    lg, Steffi

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    1. Genauso habe ich mir das vorgestellt^^
      Das Buch hat es echt in sich und ich bin richtig froh, dass ich es über die Leserunde bei Lovelybooks gewann und lesen konnte, denn sonst hätten meine bestehenden Zweifel sicherlich überwogen. Bzw. auf meiner WL warten schließlich soooo viele andere schöne Bücher und denen hätte ich wohl (leider) den Vorzug gegeben ;).
      Gruß,
      Charlousie

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  2. Du beschreibst das Buch richtig interessant. Ich hatte echt schon mal überlegt und es dann doch sein lassen. Aber ich behalte das Buch jetzt mal im Auge, denn wie gesagt, deine Worte machen mir „Zoë“ sehr schmackhaft. 🙂

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    1. Du bist schon die Zweite! 😀
      Das ist aber echt super, denn „Zoë“ hat es sehr verdient gelesen zu werden!!
      Nur der Name ist so kompliziert zu schreiben mit diesen doppelten Punkten über dem „e“.

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Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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