Buchrezensionen, Rezensionen

Die Dämonenfängerin – Aller Anfang ist Hölle von Jana Oliver [Rezension]

„Hallo? Ich bin siebzehn. Ich bin noch nicht einmal mit der Schule fertig, und Sie glauben, ich könnte das Ende der Welt verhindern? Was raucht ihr da oben eigentlich für ein Zeug?“
Der Engel hob eine Braue. „Jeanne d’Arc war genauso alt wie du, als sie in Frankreich die Schlacht führte.“
„Warten Sie, sagen Sie nichts. Ich weiß, wie die Geschichte endet. Sie wurde zu Tode gemartert und starb als Märtyrerin. Super, das war schon immer mein Traumjob.“

S. 532

Inhalt:
Riley ist am Boden zerstört. In einem Moment ist die größte Katastrophe in ihrem Leben, dass ihr misslungener Einsatz als Dämonenfängerin aufgenommen und im Internet veröffentlicht wurde, im nächsten der Tod ihres Dads. Seitdem ihre Mutter an Krebs starb, hatte sie nur noch ihn und jetzt ist er weg. Doch damit nicht genug! Sein Leichnam ist noch intakt, so dass die Nekromanten sehr viel Interesse daran haben, seinen Korpus zu erwecken. Aber Riley gibt nicht auf und setzt alles daran, ihn davor zu beschützen, denn nach cirka einem Jahr würde die wandelnde Hülle, die einmal ihr Dad war, sowieso nur zerfallen. Wenn er schon tot ist, dann richtig. Doch auch in ihrem Leben hat sie einige Probleme. Sie muss von irgendetwas leben, die Miete bezahlen und die Zunft davon überzeugen, weiter als Dämonenfängerin ausgebildet zu werden. Doch ihr bleibt nur Beck. Der Partner ihres Vaters, den sie nicht leiden kann, seit sie vor einigen Jahren in ihn verliebt war. Doch Beck erweist sich als größere Stütze und Hilfe, als sie erwartete. Dies hat Riley aber auch bitter nötig, denn die Dämonen scheinen sich zum ersten Mal überhaupt zusammengetan und gegen die Dämonenfänger verschworen zu haben und nur sie könnte sie noch stoppen…

Meine Meinung:

„Die Dämonenfängerin – Aller Anfang ist Hölle“ hat mich überraschen können. Das Cover und der Klappentext konnten meine Begeisterung nicht wecken und ich erwartete sehr wenig von dieser Geschichte. Letztlich ist sie viel besser, als meine niedrigen Erwartungen. Zwar kein Highlight in diesem Lesejahr, doch absolut lesenswert. Jana Olivers Geschichte amüsiert eher auf einer humorvollen Ebene mit einem Kick Tod in der Nähe. So ist Riley das erste Mädchen, das nicht nur Dämonenfängerin werden möchte, sondern dazu auch die Chance erhält und das führt zwangsläufig zu einigen Komplikationen. Besonders als ihr Dad bei einem Einsatz stirbt und ihr nur noch Beck bleibt. Ein 21 – jähriger Mann, in den sie einmal extrem verschossen war und der seine eigenen Gefühle leugnet. Was mich teilweise zur Weißglut trieb. Immer redete er sich ein, es sei besser, wenn Riley ihn hasste, dabei verstehe ich echt nicht, warum. Außer dass die Autorin dadurch eine Spannung aufbauen wollte, doch mich hat dies eher genervt. Auch die ganzen „Yeahs“ im Buch. Bei Riley und ihrer Generation habe ich es halbwegs verstanden, aber wenn auf einmal ganz alte, zuvor gesittete Menschen „Yeah“ sagen und das immer wieder, erscheint mir das ein wenig merkwürdig.
Ansonsten aber schuf Jana Oliver eine Welt, in der ich nicht unbedingt leben wollte. Denn Schulunterricht gibt es zwar, doch kein Vergleich zu unserem gegenwärtigen.
Die Geschichte entwickelt sich recht rasant und so passieren auf diesen 500 Seiten eine Menge Sachen. Manche fand ich richtig toll, andere nur dämlich und so stufe ich „Die Dämonenfängerin“ als ein Buch zur guten Unterhaltung ein, was im Großen und Ganzen jedoch wenig Tiefsinn besitzt und mal auf mehr und dann auf weniger große Begeisterungen stoßen wird, denn ich bin überzeugt, dass einige es total toll finden könnten.

Mein Fazit:
Ginge es nach mir, könnte man auf 500 Seiten weit mehr Geheimnisse und Rätsel klären, denn viele wichtige Aspekte bleiben noch im Verborgenen. Ich finde das schade, denn so habe ich das Gefühl, die Fortsetzung lesen zu müssen.
„Die Dämonenfängerin“ bleibt aber ein witziges Buch, welches auch biestige Seiten zeigt und die Welt durch nichts beschönigt. Himmel und Hölle sind dort nicht nur ein Begriff, sondern etwas real existierendes, womit die Menschen in Form von Dämonen und (seltener) Engeln in direkten Kontakt treten. Dabei nimmt Luzifer eine interessante Position ein und irgendwie bin ich dann doch gespannt, wie Riley sich weiterhin durchschlagen wird, denn sie ist eine Person mit viel Durchhaltevermögen und dem absoluten Willen, etwas zu tun.

Bewertung

Trailer:

Allgemeine Buchinformationen:
Jana Oliver
Aller Anfang ist Hölle
Roman
Hardcover
Preis € (D) 16,95 | € (A) 17,50 | SFR 24,50
ISBN: 978-3-8414-2110-4
Zum Buch: Klick!

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6 thoughts on “Die Dämonenfängerin – Aller Anfang ist Hölle von Jana Oliver [Rezension]”

  1. hihi, die Fortsetzung lesen zu müssen? 😉 Ist das nicht SInn und Zweck? Ich habe „Soul Thief“ schon hier liegen und freue mich total darauf es bald zu lesen.
    Nichts desto trotz ist es eben ein Jugendbuch, ich glaube manchmal, wie lesen zu anspruchsvoll, und als Jugendlicher wäre ich mehr als begeistert gewesen 🙂 Daher kann ich es dem Buch ganz gut verziehen, dass weniger geheimnisse aufgedeckt werden, als man sich das als Erwachsener wünschen würde.

    Tolle Rezension! 🙂

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    1. Hi! 🙂
      Jaaaa, dass kann wirklich gut sein. Ich denke mir bei vielen Büchern, wenn DAS eines meiner ersten gewesen wäre, hätte ich es vermutlich abgrundtief geliebt, aber man kann ja nicht immer unbelesen bleiben^^ 😉
      Gut, dass man die Fortsetzung auch liest ist vermutlich Sinn und Zweck der Sache, aber dennoch fand ich es hier nicht gaaaaaaaaaaanz so schön! 😀

      Schönen Sonntag noch,
      Charlousie

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  2. Also ich bin 15 Jahre alt also wahrscheinlich das alter von dem ihr sprecht aber auf jeden Fall fande ich das Buch verdammt spannend und in meinen Augen war es der Wahnsinn ;D
    Ich hoffe der 2 Teil erscheint bald auf Deutsch!

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    1. Hi, Josi, das freut mich zu hören! 🙂
      Ich mochte es allem in allem ja auch, nur war es eben bei mir kein WAHNSINN!! xD
      Danke für den Kommentar,
      ein schönes Wochenende wünsche ich dir,
      Charlousie

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Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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