Archiv für den Monat September 2011

Soul Screamers 01 – Mit ganzer Seele von Rachel Vincent [Rezension]

Er küsste mich kurz über dem Kinn, dann höher und höher, bis sich unsere Lippen trafen. Sanft zog er an meiner Unterlippe. Sein Kuss war spielerisch, er berührte meinen Mund nur flüchtig. meine Brust hob und senkte sich, mein Puls stieg, mein Atem wurde flach.
Mehr…

S. 66

Inhalt:
Sie ist kein normales Mädchen. Das war wohl auch ihrem Vater klar, weswegen er sie seit dem Tod ihrer Mutter bei der Familie ihres Onkels parkte. Auf Kaylee lastet so etwas wie ein Fluch. Manchmal begegnet sie wildfremden Menschen und weiß plötzlich, dass sie sterben müssen und dann kann sie nur noch schreien. Natürlich stößt das in ihrer Umgebung auf alles andere als Verständnis.
Bis sie auf Nash trifft. Nash, der einen ihrer „Anfälle“ hautnah miterlebt, doch statt sich aus dem Staub zu machen, bleibt er an ihrer Seite und versucht ihr zu helfen. Sie kann es nicht glauben. Nash, der super beliebt ist, gut aussieht und vermutlich schon jedes Mädchen an der Schule hatte, soll sich für sie interessieren?
Aber mit der Zeit wird Kaylee klar, dass Nash mehr weiß, als er zugibt und dass auch er ein dunkles Geheimnis hütet, das mit Kaylees in Verbindung steht.
Schwere Zeiten stehen den beiden bevor.

Meine Meinung:
Es gibt beinahe nichts negatives, was ich über diesen Roman sagen kann, außer dass die Leidenschaft beim Lesen ausblieb. Ich habe ihn ohne Frage extrem gerne gelesen, hatte auch meinen Spaß und wollte immer wissen, wie es weitergeht, doch der letzte Funke, der alles in Brand setzte, fehlte mir immer.
Zunächst einmal finde ich die Idee von der Autorin Rachel Vincent total raffiniert umgesetzt. Sicherlich haben einige beim Lesen direkt erraten, was Kaylee ist, doch ich habe mich bis zur Auflösung an der Nase herumführen lassen und nichts gemerkt. Dementsprechend überrascht war ich, doch es passte alles zusammen und ergab Sinn und das gefiel mir gut.
Die Charaktere besaßen alle ihre eigene Note und Würze. Implizit ergaben sich ganz viele „Beziehungsnetze“ unter den einzelnen Personen, die nur manchmal aufblitzten, teilweise gar nicht richtig aufgelöst wurden und auf die ich mich schon in der Fortsetzung freue.
Manche Ereignisse waren wiederum so ersichtlich, dass sie mich beinahe schon ansprangen und bis zum letzten Moment hoffte ich, dass Rachel Vincent diesen Konflikt doch noch anders auflösen würde, was ihr nicht immer gelang.
Sehr anspruchsvoll ist „Soul Screamers 01 – Mit ganzer Seele“ zwar nicht, aber super gut zur Unterhaltung.
Es bietet einem die Entführung in ein ganz anderes Reich, das parallel zur unserer normalen Welt existiert und nur für die wenigsten und die Betroffenen sichtbar ist.
Die sich entwickelnde Liebe zwischen Nash und Kaylee war voller Gefühl und kam gut bei mir an. Die beiden gaben ein gutes Paar ab, doch einige Zweifel zu seinen Bweggründen blieben mir, bis Rachel Vincent ihrer beschriebenen Welt mehr und mehr Magie einhauchte, die alles ermöglichen konnte.
Das Finale am Ende konnte sich sehen lassen und das Motiv war so ureigen und simpel, dass ich wirklich lachen musste, als ich das las. Gelegentlich hatte die Autorin sogar ganz leichte Brotkrumen in dieser Richtung hinterlassen, jedoch so wenige, dass ich ihnen keine weitere Beachtung schenkte, vermutlich wirklich ein Fehler und letztendlich habe ich diesen Roman ein wenig unterschätzt. Lasst euch über den Ausgang überraschen. Manche Charaktere sind zum Identifizieren geeignet, andere wiederum so gar nicht, was vermutlich auch so gedacht war.

Mein Fazit:
Alles in allem verursachte dieses Werk eine gute Stimmung bei mir, bot eine abwechslungsreiche Geschichte, die mal tiefere, mal flacherer Inhalte vermitteln konnte und ich bin mir sicher, dass man hier auf irgend einer Art und Weise auf seine Kosten kommen kann.
Ein fantastisches Werk mit romantischen Gefühlen, einem ordentlichen Schuss Humor und dem ganz fiesen Bösewicht, beinahe wie im Märchen. Nur moderner und unvorhersehbarer.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
RACHEL VINCENT
Soul Screamers 1: Mit ganzer Seele
ISBN 978-3-89941-946-7
9,99 EUR [D]10,30 EUR [AT]14,90 sFr [Ch]
304 Seiten
Zum Buch: Klick!
Leseprobe!

Zoë von Clay Carmichael [Rezension]

Inhalt:
Zoës Mutter hat sich mehr um sich selbst gekümmert und um ihren aktuellen Freund, als um Zoë selbst. Doch Zoë ist ein schlaues Mädchen und hat gelernt, sich die Erwachsenen genau anzuschauen und alles von ihnen zu übernehmen, was sie als eigenständige Person benötigt. So ist ihr Onkel Henry auch sehr überrascht, als er merkt, dass Zoë gar nicht so sehr auf ihn angewiesen ist, wie er es bei einem 11-jährigen Mädchen erwartete. Doch es gibt etwas, was Zoë noch nicht gelernt hat. Sie weiß nicht, wie es ist, sich auf jemanden verlassen zu können und sie ist nichts willens, den Erwachsenen zu vertrauen. So sympathisch ihr dieser eindrucksvolle Künstler von Onkel auch ist, Zoë weiß direkt, dass er sie irgendwann abschieben wird. Das ist der Grund, warum sie so viel im Wald herumstreift, das Vertrauen des wilden Katers zu gewinnen versucht und am Ende feststellen muss, dass die Welt nicht immer grausam ist und auch mal zu wilden und freiheitsliebenden Mädchen nett sein kann.

Meine Meinung:
Der Roman „Zoë“ spiegelt in meinen Augen etwas sehr besonderes wieder und hat nicht umsonst einige Auszeichnungen und Preise erhalten.
Auf den ersten Blick mag die Geschichte um ein vernachlässigtes, aber sehr lebenstüchtiges Mädchen schlicht erscheinen, doch Clay Carmichael hat unglaublich viele zwischenmenschliche Aspekte berücksichtigt, Signale erkannt, gedeutet und eingesetzt, so dass aus der fiktiven Person Zoë eine atmende Romanheldin wurde. Dabei ist der Begriff Heldin als relativ zu sehen. „Zoë“ muss gegen keine Feuerspeienden Drachen kämpfen, zwielichtigen Feen widerstehen oder anderes. Sie hat sie eine viel schwierigere Situation zu meistern. Sie muss als Kind in der Welt der Erwachsenen zurechtkommen, ohne Wegweiser oder Hilfestellungen, die einem Kind dieses Alters normalerweise mitgegeben werden. Dabei stellt sie sich so unglaublich geschickt an, dass sie sich großartig entwickelt und ich Zeugin einer anmutigen und wirklich nahe gehenden Geschichte wurde.
In diesem Debüt kommt vieles zum Tragen, aber am meisten wohl die Stimmung und dichte Atmosphäre, die Clay Carmichael durch ihre intensiven Schilderungen auf die Spitze treibt und die mich zum Schmunzeln bringen konnten, aber auch ebenso gut zur Wut trieben oder zum Traurig sein brachten.
Es ist erstaunlich wie gut oder eigen manche Kinder die Welt wahrzunehmen wissen und ich habe mit großem Erschrecken festgestellt, dass ich selbst beinahe schon vergessen hätte, wie es ist, ein Kind zu sein.

Mein Fazit:
„Zoë“ ist definitiv ein Roman mit Identifzierungscharakter, Erinnerungswert, Begeisterung und voller Leben. Dieses wilde und freie Kind werde ich so schnell nicht vergessen und denke bei mir, wenn wir alle nur so unbeschwert handeln und denken könnten wie Zoë, sähe diese Welt sicherlich ein wenig anders und freundlicher aus.
Selbst KatzenliebhaberInnen werden hier auf ihre Kosten kommen, doch wie genau, werde ich nicht verraten. Lediglich so viel:
„Zoë“ ist ein Buch mit ungeahnten Qualitäten und gleicht einer Schatztruhe angefüllt mit Erinnerungen und Schätzen der etwas anderen Art, die es zu entdecken sich lohnt!!

Bewertung

Die Rebellion der Maddie Freeman von Katie Kacvinsky [Rezension]

Inhalt:
Willkommen in der virtuellen Welt!
Nie wieder Mobbing in Schulen.
Nie wieder soziale Ausgrenzungen, Cliquenbildungen oder langweilige und inkompetente Lehrer.
Kein Streit mehr über Fördergelder, Schulgelder, Schuluniformen, Mahlzeiten in Schulen, Sicherheitsvorkehrungen oder Personalprobleme.
Keine verschwendeten Freistunden oder zu große Klassen!
Träumen wir nicht alle davon?
Doch dies ist kein Traum mehr. Es ist unsere Realität. In der „Digital School“ lernst du ganz leicht und bequem vom heimischen Computer aus.
Doch was ist der Preis dafür? Ein komplett selbst gestaltetes Leben in der digitalen Welt, basierend auf Lug, Trug und dem Schein, all das zu sein, was in der Normalität nicht möglich wäre. Doch willst du das wirklich? Denk ganz scharf darüber nach, denn die Schattenseite dieses Systems könnte dir ganz und gar nicht gefallen. Das findet auch Maddie heraus und auch, was mit Fehlern im System passiert…

Meine Meinung:
Ich bin weder Pink-Fan noch Hasser, doch bei diesem Cover muss ich zugeben, dass es mich absolut den Atem anhalten ließ. Besonders da es wunderbar auf den Inhalt eingeht. Doch alles der Reihe nach.
Zunächst einmal schuf Katie Kacvinsky das Modell eines Gesellschaftssystems, das auf den ersten Blick wunderbar erscheinen muss. Durch ein digitales Schulsystem sank die Teenagersterberate, die Anzahl der Schulversager und weitere Dinge. Aber das wichtige und richtige Leben spielt sich hauptsächlich in virtueller Form zu Hause ab. In „Die Rebellion der Maddie Freeman“ kochen die Menschen nicht einmal mehr selbst!
Soziale Kontakte sind eine Seltenheit und die Regierung kann ihr Volk durch dieses verknüpfte, virtuelle Netzwerk wunderbar lenken und nur das sehen lassen, was sie sehen sollen.
Katie Kacvinsky schildert dies alles aus der Ich-Perspektive der 17-jährigen Maddie Freeman, die durch ihren Vater, den Erfinder und Begründer der „Digital School“ einerseits direkt an der Quelle sitzt und andererseits rebellisch veranlagt ist, weil sie merkt, dass dieses System vielleicht doch nicht so toll ist. So wie Maddie mit jedem voranschreitenden Kapitel mehr und mehr hinter die Fassade des Online-Lebens schaut, erfuhr auch ich, welche Auswirkungen und Nachteile diese Lebensweise birgt.
An irgendeinem dieser Punkte kommt dann das pinkfarbene Cover zum Tragen. Angeleitet durch den geheimnisvollen und (natürlich, was sonst?) sexy Justin, sieht Maddie die Welt zunächst durch eine rosarote Brille. Diese Brille bekommt – genauso wie das Cover sie bereits hat – erste Schlieren, da Justin sie mehr und mehr in das richtige Leben einführt, bis sie sich komplett aufgelöst hat. Das bedeutet, dass ich als Leserin sowohl die Vorteile als auch die Nachteile eingepackt in einer schmackhaften Geschichte serviert bekam. Dieser Punkt ist vom Verlag einfach so super gelöst worden und beinhaltet tolle Anspielungen und Parallelen.
Allerdings gefiel mir „Die Rebellion der Maddie Freeman“ dennoch nicht zu hundert Prozent.
Manchmal fehlten logische Hintergründe, einzelne Figuren streiften teilweise lediglich die Oberfläche und waren zu sehr Stereotypen, Überleitungen fehlten und Klischees reichten sich die Hände.
Dennoch besitzt dieser Roman eine wunderbare und positive Energie.
Er regt Jugendliche und all die anderen Menschen, die ihn lesen, zum kritischen Nachdenken an und weist auf die Gefahr der zunehmenden Digitalisierung hin.
Denn mal ehrlich, wie abwegig ist das von Katie Kacvinsky geschilderte Szenario denn? Zurzeit noch unvorstellbar, doch was wird in zehn Jahren, in fünfzig oder in hundert Jahren sein?

Mein Fazit:
„Die Rebellion der Maddie Freeman“ mag inhaltlich ein paar Lücken und Fehler haben, von denen ich hoffe, dass zumindest einige in der Fortsetzung ausgeräumt werden. Die Intention der Autorin ist jedoch sehr deutlich und neben dem Gefahrenpotenzial unserer Zukunft konnte ich in romantischen, rebellischen, aktionreichen und lustigen Passagen versinken.
Ich weiß nun außerdem, dass die Welt nicht nur schwarz, weiß oder in grauschattierungen existiert, sondern manchmal auch rosarot sein kann und dass man diese rosarote Brille nicht zwangsläufig registriert.
Ein Roman, der zur Selbstreflexion und zum Nachdenken anregt.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
ISBN 9783414823007
Fester Einband
366 Seiten
Boje-Verlag
Katie Kacvinsky
Übersetzung: Ulrike Nolte
15,99 €

Danke an Bücherkinder für die Unterstützung!
Zum BücherkinderBlog!

Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater, gelesen von Annina Braunmiller und Max Felder [HörBuchRezension]

Inhalt:
Grace ist gebannt von ihrem Wolf, den sie jeden Winter in ihrer Nähe spürt. Seine menschlichen Augen lassen sie nicht mehr in Ruhe und als sie ihm im Sommer in menschlicher Gestalt gegenübersteht, weiß sie nicht, wie die Existenz dieser Werwölfe wirklich ist, wie ausschlaggebend manchmal nur ein paar Veränderungen der Temperatur sein können und wie stark die Liebe zweier Wesen aneinander bindet; wobei es keine Rolle spielt, ob nun in menschlicher oder wölfischer Gestalt. Außerdem, dass ihr Wolf Sam für sie sogar durch den Tod wandeln würde, um auf ewig für sie da zu sein und nicht als Wolf dem Vergessen anheim zu fallen.

Meine Meinung:
Als ich „Nach dem Sommer“ vor etwa einem Jahr zu lesen begann, musste ich es abbrechen. Nun wollte ich es gerne noch einmal versuchen, doch dieses Mal mit dem Hörbuch. Was ich nicht wusste, dass die beiden Sprecher Annina Braunmiller und Max Felder auch die sind, die Jacob und Bella in „Twilight“ synchronisieren. Da mir die Stimmen im Film gar nicht gefallen haben, war ich überrascht, wie schön und toll sie aber zu dieser Geschichte rund um Grace, ihrem Wolf Sam und einem verschlafenen Nest namens Mercy Falls passten.
„Nach dem Sommer“ ist nicht explosiv, auch nicht furchtbar aufregend oder voll leidenschaftlichem Verlangen. Es ist eher die ruhigere und sanftere Art, die das Unterbewusstsein beeinflusst. Eine Geschichte die mit Harmonien, Trauer und rohen, ehrlichen Gefühlen spielt.
Ich muss dazu sagen, dass ein Großteil der von mir empfundenen Magie wirklich von den beiden Sprechern ausging. Noch nie hörte ich ein Hörbuch mit verteilten Rollen und diese Premiere stellte sich für mich als sehr gelungen heraus. „Nach dem Sommer“ wurde von Max Felder und Annina Braunmiller wirklich zum Leben erweckt und ich hatte riesige Freude beim Hören und war erstaunt wie schnell eine Stunde mit der ersten CD verging, dann die zweite Stunde mit der nächsten, bis ich schon voll Wehmut bei der letzten angelangt war.
Maggie Stiefvaters bildlicher Schreibstil gepaart mit diesen beiden Wundern von Sprechern ergaben ein einmaliges Hörerlebnis, mit dem ich niemals gerechnet habe. Bilder, Gefühle und das Versinken in eine andere Welt entstanden.
Während Grace und Sam als Charaktere mit dem Verlauf der Geschichte eine immer größere Tiefe erhielten und sich erst aus dem Kontext einzelne Konflikte und Spannungen

Das Hörbuch von innen und aufgeklappt

herauskristallisierten, war es schon lange um mich geschehen.
Allerdings kann ich sagen, dass „Nach dem Sommer“ rein als Buch niemals mein Favorit werden könnte, weil ich diesen Schreibstil einfach nicht gut lesen kann. Gehört ist es jedoch mein Highlight und ich bin richtig froh, mich noch einmal an Maggie Stiefvater und ihre Wölfe herangewagt zu haben.

Mein Fazit:

Inzwischen bin ich ein heimlicher Fan dieser melancholischen Geschichte rund um Liebe, Wölfe, dem Winter und anderen Detailverliebtheiten geworden. Es war unerträglich schön mich mit den Stimmen dieser beiden Sprecher tragen zu lassen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung „Ruht das Licht“, während ich „Nach dem Sommer“ als Hörbuch unbedingt empfehlen kann!

Bewertung



Allgemeine Hörbuchinformationen:

Lesung mit Annina Braunmiller und Max Felder
Buchausgabe: Script5
Hörspiellänge: 6 CD’s
ca. 474 Minuten
22,99 € , CH 40,50 Sfr
ISBN: 9783-89813-979-3
Zum Hörbuch bei der Audio-Verlag
Leseprobe!

In Liebe, Brooklyn

Dieses Buch habe ich jetzt erst entdeckt und irgendwie hat es mich sofort angesprochen und fasziniert. Was haltet ihr davon auf den ersten Blick??

Klappentext:

Lieber Lucca,

ich vermisse dich.
Ich vermisse deine Augen und
die Liebe darin.
Ich vermisse deine Arme um mich.
Ich vermisse, wie geborgen
ich mich gefühlt habe bei dir.
Ich vermisse dich, Lucca.
Ich werde dich vermissen,
mein Leben lang.

In Liebe,
Brooklyn

Eine ergreifende und dramatische Liebesgeschichte mit Sogwirkung, fesselnd und einfühlsam geschrieben. Durch die freie Versform schafft es die Autorin, die Emotionalität der Geschichte noch zu verstärken.

Leider erscheint es erst im November, doch wenigstens habe ich eine Leseprobe gefunden!

Die Drachenjägerin 02 – Das geheime Bündnis von Maja Winter [Rezension]

Inhalt:
Linn ist nun die berühmteste und erfolgreichste Drachenjägerin des Landes. Sie hat den Namen ihres Vaters reingewaschen, dennoch verläuft ihr Leben so kompliziert wie nie. Sie und Nival gehen sich aus dem Weg, denn seinen Verrat kann sie ihm nicht so leicht verzeihen und das Schloss in Lanhannat ist den Einflüsterungen einer lockenden und versteckten Intrigantin hörig und droht, ein altes Erbe zu zerstören.
Auch Arian der Prinz schenkt mehr und mehr seiner Aufmerksamkeit Linn, die sich hüten muss, damit er ihr Geheimnis nicht enthüllt.
Doch letztlich geht es um die Drachen und Linn spürt, dass es da etwas gibt, was man ihr verschweigt, etwas, das auch ihren Vater dazu veranlasste einst mit einem Drachen zu paktieren…

Meine Meinung:
„Die Drachenjägerin 02“ ist eine jener Geschichten, die für immer im Kopf, vor allen Dingen aber im Herzen zurückbleibt.
Maja Winter kreierte bittersüße Worte, die einerseits Qual ausdrückten, voller unerträglich vollkommener Schönheit und andererseits ein großes Geschenk an alle LeserIn darstellt, die in den Genuss kommen, diese geniale Fantasy zu lesen!
Eine Geschichte so betörend, dass es mich in die Lüfte erhob und auf dem Rücken des Windes in ferne Abenteuer reiten ließ.
„Drachenjägerin 02“ besitzt so unendlich viele Seiten und dennoch sind es niemals genug. Obwohl die Wartezeit auf den finalen dritten Band lediglich einen Monat beträgt, fühle ich mich so unendlich verloren. Maja Winter webt magische Klänge und zauberhafte Wesen in ihre Worte ein, nur so kann ich mir dieses tiefe, aufwühlend und tosende Meer erklären, was während des Lesens unterschwellig in mir brodelte und auf seinen Ausbruch wartete.
Die Ereignisse im ersten Band überschlugen sich bereits, doch hier baut alles aufeinander auf und Maja Winter fügt dem Ganzen neue Komponenten, Elemente, ja ganze Symphonien hinzu.
Locker und leicht scheint ihr das Schreiben von der Hand zu gehen und noch nie erschien mir die Figur der Drachen so glaubwürdig und urgewaltig wie hier. Es sind keine Zahmen Kampftiere für Menschen, sie sind intelligent, besitzen einen eigenen Kopf und irgendwo sind sie den Menschen in ihren magischen und physischen Fähigkeiten überlegen.
In „Die Drachenjägerin 02“ treffen sich so einige Gestalten der Fantasy-Welt. Schillernd, spannend, atemberaubend und pompös, ein Festival, zudem wir Kraft unserer Gedanken alle Zutritt bekommen können.
Linn ist eine Protagonistin, mit der ich mich identifizieren konnte und wer Heldinnen der etwas anderen Art mag, sollte zugreifen. Denn letztlich wissen wir doch, wer im Endeffekt die Fäden spinnt: wir Frauen. Wir lassen die Männer nur glauben, es wären ihre Gedanken, ihre Taten und ihr Sieg, aber errungen haben wir ihn! 😉
Charaktere voller Farben, die diesen Geniestreich von Geschichte ausfüllen und eine Handlung, die niemals still steht. Ich liebe auch diesen Band und freue mich nun auf das Finale! Letztlich klingen alle Worte im Vergleich zu dieser Schönheit hohl. Dieses Buch ist für die Sinne und das muss man selbst erfahren!

Mein Fazit:
Die Fortsetzung steht seinem Vorgänger in nichts nach und wer eines der besten Bücher aller Zeiten lesen möchte, sollte diesen an Träume heranreichenden Roman sofort kaufen!
Ich bin immer noch wie verzaubert von der glorreichen Drachenjägerin und sogar die anfangs meine Abneigung erfahrende Gestaltung ergibt einen Sinn und gefällt mir nun wesentlich besser!

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Maja Winter
Die Drachenjägerin 2
Das geheime Bündnis
Redaktion: Angela Troni
Originalausgabe
Paperback, Klappenbroschur, 544 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-26818-4
€ 13,00 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90
Zum Buch: Klick!
Leseprobe!

Band 01:Die Drachenjägerin 01 – Das hohe Spiel
Band 02: Die Drachenjägerin 02 – Das geheime Bündnis
Band 03: Die Drachenjägerin 03 – Das unterirdische Reich

Rettet die Unsterblichen – Eine Rettungsaktion zu den „Sephira“ – Büchern

Schnee im April von Aly Cha [Rezension]

Inhalt:
Das kleine Mädchen möchte gerne mit ihrem Regenschirm fliegen lernen. Das hat sie im Fernsehen bei einer Frau gesehen. Doch von ihrer Mutter, Miho, die dem amerikanischen Ruf der Freiheit nicht widerstehen konnte, bei ihrer Großmutter abgeladen, versteht das kleine Mädchen noch nicht, dass Fliegen eines jener Dinge ist, welches sie ohne technische Hilfsmittel niemals erlernen kann. Ebenso wenig versteht sie, warum ihre Großmutter Asako manchmal so traurig wird und an ihren konservativen Bräuchen und Lebensweisen festhält. Yuki ist die Urenkelin von Michiko, die ihr eigenes Schicksal zu erzählen hat und Japans Wandel am eigenen Leib erfährt. Wäre dieser Wandel nur einige Jahre vorher in die Köpfe der Menschen gedrungen, hätte ihr Leben vielleicht schöner verlaufen können, doch so muss sie sich damit abfinden und für ihr Kind Asako so gut sorgen wie sie kann. Und auch Asako wäre ihrer Tochter Miho gerne eine bessere Mutter gewesen. Von all dem Vergangenen ahnt Yuki nichts. Sie träumt noch immer von ihrem Regenschirm und ist davon überzeugt, irgendwann durch die Luft zu fliegen und vielleicht hat sie zumindest in soweit recht, dass sie noch die Chance ergreifen kann, ihr Leben eigenmächtiger zu gestalten, als ihre mütterliche Ahnenreihe es vermochte.

Meine Meinung:
„Schnee im April“ ist ein Roman, der mich besonders durch seinen etwas anderen Aufbau fesseln konnte. Aly Cha begleitet Japan in einer aufbruchsbereiten Stimmung und dem Weg in die moderne, westliche Kultur. Die traditionsbewussten Einwohner und Einwohnerinnen leiden zum Teil sehr unter dem rasanten Aufschwung und den Auswirkungen der Industrialisierung. Geschildert wird dies durch die Porträts von vier Frauen. Vier Generationen, viele Jahrzehnte, gewandelte Sitten und riesige Schritte in eine andere, neue Welt, an der einige zerbrechen.
Aly Cha bewies mir durch ihre Beschreibungen großes erzählerisches Talent und obgleich dies nicht mein erstes in Japan spielendes Buch war, verstehe ich die Entwicklung und Bräuche dieses Landes nun deutlich besser.
Um zu diesem außergewöhnlichen Aufbau zurückzukommen:  Sie legte diesen wie einen Kreis an. Es begann mit der jüngsten Figur und machte die Runde über ihre Urgroßmutter, ihre Großmutter, Mutter, um am Schluss wieder bei ihr zu landen. So als ob ein Ereignis vorweg gegriffen, welches von hinten aufgerollt wird und erst am Ende Sinn ergibt. So wandelte ich teilweise auf sehr mysteriösen Pfaden und einiges wirkte auf mich ziemlich zusammenhangslos. Glücklicherweise erschließt sich die Bedeutung früher oder später bei jedem von Aly Chas Rätseln und ich erlag wirklich dem Gefühl, dass sie in ihrer Geschichte keine Eile hatte und all das sagte, was lange schon einmal jemand hätte sagen müssen.
Mit einem Ereignis konnte ich mich leider so gar nicht anfreunden. Im Gegenteil, ich war dermaßen sauer und frustriert über die Wendungen, dass ich das Buch beinahe schon mit Gewalt zuklappte und einige Zeit nicht mehr anrührte. Zu sehr hatte ich mich gefühlsmäßig an eine Person gekettet, die mir dann plötzlich genommen wurde.
Irgendwann siegte meine Neugier und ich beendete „Schnee im April“.

Mein Fazit:
Dieses poetische Werk hat mir sehr gut gefallen und die verschiedenen Perspektiven und Charaktere der einzelnen Frauen gut herausgestellt. Der letzte Funke ist bei mir jedoch nie übergesprungen und so viele Weisheiten ich auch für mich mitnahm, ist es keines jener Werke, bei denen mein Herz zu tanzen anfängt, wenn ich es nur ansehe.
Empfehlen kann ich es allemal, besonders für Japan interessierte Menschen oder diese, die es werden wollen. Wer den Film „Die Geisha“ geguckt und gemocht hat, wird in „Schnee im April“ einen wahren Freund finden und vielleicht sogar den Wunsch verspüren von all diesen beschriebenen Sehnsüchten selbst einmal zu kosten.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Aly Cha
SCHNEE IM APRIL
Roman
aus dem Amerikanischen
von Ursula Gräfe
gebunden, 432 Seiten
ISBN: 978-3-0369-5602-2
22.90 €, 32.90 CHF
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Alles über Lulu von Jonathan Evison [Rezension]

Inhalt:
William Miller fühlt sich als Vegetarier in einer Fleisch fröhnenden und ins Fitnessstudio gehenden Familie zumeist wie das heimliche Kuckuckskind.
Seine jüngeren Zwillingsbrüder überholen ihn im Wachstum und Will steht ziemlich alleine da, bis sein Vater, Big Bill eine neue Frau, Willow, samt Tochter, Lulu anschleppt.
Will und Lulu werden die besten Freunde.
Will und Lulu leben in derselben Familie und fühlen sich dennoch wie die zwei einzigen, existierenden Planeten im Weltall, die umeinander kreisen.
Doch nach einem Sommer lässt Lulu Will plötzlich links liegen. Und was als Freundschaft für Will begann, endet in einer Obsession.
Will kann Lulu nicht vergessen und lässt sie nicht kampflos gehen. Dabei lässt er außer Acht, dass er alles über Lulu zu wissen glaubt, bis auf ihr größtes und vielleicht wichtigstes Geheimnis und darauf wird am Ende alles hinauslaufen.
Kann er sich dann von ihr lösen?

Meine Meinung:

„Alles über Lulu“ ist ein recht vergnügliches Werk, das mich durch seinen unverwechselbaren, humorvollen Schreibstil begeisterte. Des Weiteren fand Jonathan Evison die buntesten, abstraktesten und schönsten Metaphern für diesen Inhalt, bzw. für sein Buch selbst. Ich bin hin und weg von dieser Lektüre.
Hier passiert so viel, trotz Komplexität scheint manches so einfach. Will ist ein Protagonist, der als Individuum seine Entfaltung in irgendeiner Weise von Lulu in Abhängigkeit stellt.
Er hebt sich ab und das macht einen von vielen der besonderen Punkte dieses Romans aus. Eine Lesereise, die sich lohnt, denn Jonathan Evison band immer wieder reale („historische“) vergangene Momente ein, die diesem sowieso schon authentischen Roman, eine wahre Durchschlagskraft verleiht. Ich war begierig darauf zu erfahren, was nun dieses „alles“ über Lulu im Titel ist. Denn so viel dieser Autor über sein Werk, die Figuren und unser wahres Leben offenbarte, ich spürte und wusste einfach, dass er etwas zurückhielt. Wie ein verschwommener Punkt am Rande meines Gesichtsfelds, das erst mit der Zeit ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit rückte. Die Auflösung dann und ich verspreche euch, dass sich bis dahin jedes einzelne Wort lohnt, war die reinste Erleuchtung. Denn ich wusste dann tatsächlich „alles“ über Lulu. Obwohl sie davor undurchsichtig war und für Will ein Mysterium blieb. Dies war paradox, denn als Kinder im Alter von zehn Jahren wusste ich bereits schon einmal alles über Lulu, genauso wie über Will, aus dessen Perspektive der gesamte Plot geschildert wird. Dann entwickelt sie sich ohne ihn weiter und man weiß im Prinzip nichts über sie, damit man am Ende wieder „allwissend“ ist. Irgendwie hat mich das sehr fasziniert!

Mein Fazit:
Philosophisch, gelassen, voller, Weisheiten und Liebe erzählt Jonathan Evison die Geschichte einer ungewöhnlichen Familie in den 70ern – 80ern, die mir noch lange im Gedächtnis haften wird und die mich tief beeindruckte. Ein absolutes Lesemuss!

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Jonathan Evison
Alles über Lulu
Roman
ISBN: 978-3-462-04333-4
Erscheinungsdatum: 18. August 2011
384 Seiten, gebunden
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Brigitte Jakobeit
Euro (D) 19,99 | sFr 28,90 | Euro (A) 20,60
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Wired von Robin Wasserman [Rezension]

So ist es mit perfekten Küssen.
     Sie sind einen Scheiß wert.
     Machen vielleicht Spaß. Aber deshalb bedeuten sie noch lange nichts. Die ganze Sache, von wegen mit jemand anderem verschmelzen, von Lippen, die sich vereinigen, Seelen, die sich treffen, alles romantischer Quatsch? Glaubt mir, die Seele steckt nicht in der Zunge und wartet darauf, kostenlosen Urlaub im Mund irgendeines Losers zu machen.

S. 38

Inhalt:
Lia Kahn hat das erlebt, was die meisten nicht überleben. Sie ist gestorben, sie hat alles verloren, sie hat gelogen, sie hat gekämpft, sie wurde verraten und hat verraten, am Ende akzeptierte sie ihr neues Leben, ihre neuen „Freunde“ und die neue Version ihrer selbst. Lia Kahn wurde zur Mech, mit Freunden, die ebenfalls Mechs waren, mit einer grausamen Vergangenheit. Doch nun ist sie wieder am Anfang und arbeitet für den Konzern BioMax, der sie zu dem gemacht hat, was sie ist. Ein menschliches Bewusstsein gefangen in einem künstlichen Maschinenkörper. Im Gegensatz zu normalen Menschen, den Orgs, wie sie sie nennen, ist sie nicht organisch und versucht die Unterschiede zwischen ihren beiden Arten in der Gesellschaft auszugleichen. Doch der Integrationsversuch ist schier unmöglich. Lia Kahn erkennt fast zu spät, dass ihre Bemühungen einerseits umsonst waren und andererseits von ihr nicht gewollt sind, denn mithilfe von Jude enthüllt sie ein dunkles Geheimnis, hinter dem eine grausame Wahrheit steckt, das ihre ganze sowieso schon so verkorkste Existenz in Frage stellt

Meine Meinung:
Wer sind wir Menschen? Was ist unsere Realität? Ein Netzwerk, das mit der ganzen Welt verknüpft ist oder ein Planet, indem es um reale, soziale Kontakte geht?
Versklaven wir uns durch unsere ganzen Technologien und Fortschritte am Ende nicht selbst?
Wer bestimmt darüber, was menschlich ist und was nicht? Können Maschinen fühlen, wenn man sie glauben macht, sie könnten es?
So unendlich viele Fragen hat Robin Wasserman aufgeworfen und jede einzelne ist wichtig. Jede einzelne wob ihre eigene Spannung in diesen Klangteppich des Nachdenkens. Wie ein riesiges, tobendes und wogendes Meer fegte „Wired“ über mich hinweg und ich glaube, letztlich bin ich ertrunken.
Zunächst einmal kann diese Autorin einfach unheimlich gut schreiben. Ihre Worte sind immer die richtigen und ihre Sätze voller Sinn, die dieses Buch, sowie ihre gesamte Trilogie so berauschend und fesselnd machten. Außerdem ist ihre Trilogie keine Ansammlung von Geschichten, die zwar miteinander zu tun haben, ansonsten aber keinen Zusammenhang erkennen lassen. Diese Trilogie ist in etwa so stark verknüpft, wie unsere Welt es durch das Internet ist. Robin Wasserman griff auf Grundlagen des ersten und zweiten Teiles zurück, so dass sich alles zusammenfügte und harmonisch abklang. Ich bin mehr als fasziniert von ihrer Erzählkunst, gleichzeitig jedoch sehr durcheinander. Denn leider gibt sie keine eindeutigen Antworten auf all die direkt und indirekt gestellten Fragen. Ich denke, dass das auch gar nicht möglich ist. In „Wired“ vollendet sie lediglich ihr begonnenes Werk einer zukünftigen Gesellschaftsform und weist auf die Fallen und Gefahren unseres gegenwärtigen Systems hin. Sie hat also eine fiktionale Geschichte erschaffen, die sich auf unsere Gegenwart anwenden lässt, beziehungsweise verdeutlicht, wie entscheidend weitere Schritte in der Forschung sein können, die zunächst als umwerfend und Menschenrettend gelten. Für mich ist es wie ein Denkanstoß, der beim Ausgang vielleicht einige Verknüpfungen unter den Charakteren zu kurz kommen ließ, aber letztlich etwas sehr wertvolles beinhaltete!

Mein Fazit:
Ich kann „Skinned“, „Crashed“ und „Wired“ nur ganz eindringlich empfehlen. Der finale Band hat es so richtig in sich und ich bin komplett von dem Ausgang gecrasht.
Ich hoffe, dass Robin Wasserman weitere Romane entwirft, denn solch intelligenten und bewegenden Gedanken in solch einer zum Buch verarbeiteten Perfektion sollte geteilt und gelesen werden.
Tiefe Charaktere, eine bestechende Handlung und eine Thematik, die hochgradig wichtig, aktuell und spannend, lesenswert ist.
Magie beschreibt nicht einmal annähernd das, was ich beim Lesen empfand und ich halte diese Trilogie für genial!

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Robin Wasserman
» Wired «
Aus dem Amerikanischen von Claudia Max
ab 16, 1. Auflage 2011
384 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-8390-0115-8
Hardcover
16,90 € (D)
17,40 € (A)
Zum Buch: Klick!

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