Archiv für den Monat August 2011

Wenn du mich brauchst von Jana Frey [Rezension]

Inhalt:
Sie sind zwei Familien. Die eine lebt ihr Leben relativ streng nach den jüdischen Regeln und

ist fest im Alltag verankert und sehr bodenständig, während die andere Familie von einer Krise in die nächste schlittert, um ihre persönliche Gefühlswelt kämpft und alle in Abhängigkeit voneinander unfähig sind, etwas zu verändern.
Was verbindet diese Menschen? Die jüdischen Greenbergs und die aus ursprünglich Deutschland kommenden Lovells? Vielleicht die Vergangenheit des zweiten Weltkrieges? – Sicherlich auch das, doch da ist noch mehr. Ein einschneidende Offenbarung, die beide Familie kräftig durchrütteln wird und so verschieden sie auch sind, am Ende müssen sie alle mit demselben Problem fertig werden und finden dafür nur eine Lösung: Sie brauchen einander.

Meine Meinung:

Jana Frey hat ein hochsensibles und mitreißendes Jugendbuch geschrieben, das auf vielen, verschiedenen Ebenen wirkt und ganz viele Dinge miteinander vermischt. So spielt einmal der Nationalsozialismus und die Judenverfolgung eine Rolle und die damit einhergehenden Vorurteile auf beiden Seiten und eine weitere Komponente, die ich unter keinen Umständen verraten kann, denn dann würde dieses geniale Werk seine enorme Wirkung nicht mehr vorbehaltlos entfalten können.
Jeder Mensch geht an ein Buch mit gewissen Erwartungen und seiner eigenen Vorgeschichte heran. So erwartete ich hier etwas ganz anderes, da der Klappentext relativ wage bleibt. Doch das ist das Beste, was diesem Buch passieren konnte. Denn erstens hätte ich es nicht gelesen, wenn ich um die nationalsozialistische Thematik gewusst hätte und zweitens wurde ich so in etwas ganz Neues hineingestoßen und ich sage euch, wenn ihr eines wollt, dann in „Wenn du  mich brauchst“ hineingestoßen zu werden! Versteht es nicht falsch, wenn ich so auf den Nationalsozialismus eingehe, dieser macht in etwa nur 25 Prozent des ganzen Zusammenspiels aus, auch wenn er dauerhaft zumindest unterschwellig wirkt, doch die restlichen 75 Prozent müssen und wollen einfach selbst entdeckt werden.
„Wenn du mich brauchst“ ist ein Buch, mit dem man fliegen kann. Es hat viel von Selbstfindung und davon, was einen eigentlich ausmacht und ob es wichtig ist, seine Wurzeln zu kennen oder wie man seine eigene Identität definiert.
Jana Frey hat dafür authentische Charaktere in ein komplexes Gebilde gesetzt, viele Konflikte eingebaut und dies sehr emotional, mitreißend und äußerst lesenswert umgesetzt.
Ich bin so begeistert, dass ich es kaum fassen kann und mir die Worte fehlen euch begreiflich zu machen, wie wunderschön dieser Roman ist.
Anfangs mag es verwirrend sein, den wechselnden Perspektiven von Sky Lovell und Hannah Greenberg zu folgen, doch relativ schnell entdeckte ich das Muster dahinter.
„Wenn du mich brauchst“ hat mir viele wertvolle Einblicke gewährt und festgefahrene Denkmuster auf beiden Seiten nähergebracht.

Mein Fazit:

Ich wünschte, dieser Roman wäre noch nicht zu Ende. Ich wünschte, „Wenn du mich brauchst“ wäre ein nie endendes Buch, doch am allermeisten wünsche ich mir, dass viele Menschen diesen strahlenden Diamanten in der Mitte des Buches finden werden und vom Lesen dieses gigantischen Buches ebenso erfüllt und glücklich werden wie ich.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Jana Frey
Wenn du mich brauchst
Gebundene Ausgabe
365 Seiten
Arena
15,99 €
Zum Buch: Klick!

Nachgefragt bei Nina Nell [Interview]

Hallo meine lieben Leserinnen und Leser. Heute gibt es eine Premiere! Und zwar in Sachen Interview. Ich hatte die große Ehre, folgende Autorin zu interviewen und dies euch nun zu präsentieren:

Nina Nell, eine unabhängige Frau und Autorin, die neben dem Schreiben und kreativem Ausleben ihrer Kunst einen Weg zum Glücklichsein suchte und fand. In jedem ihrer Worte schwingt etwas positives mit und ich finde, man spürt, dass sie den Euphoria-Pfad verinnerlicht hat. Zu finden ist sie, wie jeder andere buchbegeisterte Mensch wohl auch, in Buchhandlungen, Bibliotheken und anderen Orten, wo die Inspiration und Muse zu Hause ist. Als Schöpferin der „Euphoria“-Werke hat sie mich tief beeindruckt und sicherlich dem einen oder anderen Menschen sehr damit geholfen. Doch dieser kreative Kopf steht niemals still, so ist auch die ursprüngliche Trilogie doch noch nicht beendet und es stehen weitere, fantastische Projekte vor der Tür. Welche? Lest es in diesem Interview nach ich finde es sehr aufschlussreich und bedanke mich ganz herzlich bei dir, Nina, dass du dir die ganze Zeit dafür genommen hast!

Liebe Nina, wenn du dich bitte kurz einmal vorstellen würdest:

Gern. Mein Name ist Nina Nell, wobei Nell aber ein Künstlername ist, den ich mir schon früh als Modellierkünstlerin zugelegt habe. Diesen Namen habe ich dann auch als Autorin übernommen. Ich bin schon sehr lange als Künstlerin tätig, aber mein Traumberuf war immer die Schriftstellerei. Ich habe mir schon als Kind fantastische Geschichten ausgedacht und diese aufgemalt oder aufgeschrieben. Die Kunst war zunächst eine Möglichkeit einen Teil dieser Geschichten in die Wirklichkeit zu holen, aber erst das Schreiben hat mich wirklich erfüllt, denn hier konnte ich meiner Fantasie wirklich freien Lauf lassen und jedes Detail einbringen, wohingegen ich beim Modellieren nur eine Figur, also einen Charakter Wirklichkeit werden lassen konnte.

Was ist das überhaupt? „Das Gesetz der Anziehung“? (Kurzform) – Welches Ziel wird damit verfolgt?

Das Gesetz der Anziehung ist kurz erklärt nichts Anderes, als eine natürliche Gesetzmäßigkeit im Leben, die besagt, dass man das anzieht und erlebt, worauf man seine Aufmerksamkeit richtet. Es ist nichts Magisches und meiner Meinung nach auch nichts Spirituelles, sondern ganz normal. Richtet man seine Aufmerksamkeit ständig auf das Negative, wird man auch ständig Negatives erleben. Seit Büchern wie »The Secret« und diversen anderen, versucht man dieses Gesetz bewusst zu nutzen, indem man seine Aufmerksamkeit auf das richtet, was man sich wünscht, um es schließlich anzuziehen. Bei der Umsetzung gibt es aber diverse Stolpersteine, weil dieses Gesetz viel präziser wirkt, als man gemeinhin annimmt. So zieht man z.B. nur wieder Wünsche an und nicht deren Erfüllung, wenn man sich auf seine Wünsche konzentriert. Deshalb wünscht man bei »Euphoria« nicht, sondern nutzt dieses Gesetz spielerisch, weil erfahrungsgemäß durch diese spielerische Leichtigkeit die Wirkung viel schneller einsetzt.
Ich denke, man kann das Gesetz der Anziehung mit einem einfachen Satz auf den Punkt bringen: Gleiches zieht Gleiches an.

Wie bist du darauf gestoßen? Gab es ein konkretes Ereignis, wie du es entdecktest?

Wie jeder Mensch hatte ich natürlich auch Wünsche und habe nach Wegen gesucht, mir diese zu erfüllen. So bin ich als Teenager auf Bücher von Bärbel Mohr, Joseph Murphy, Kurt Tepperwein usw. gestoßen und habe das Thema seit dem intensiv studiert, weil es mich einfach fasziniert hat, dass man über sein Leben selbst bestimmen kann – es also allein mit seinen Gedanken in gewünschte Bahnen lenken kann. Ich habe seither die unterschiedlichsten Methoden ausprobiert, bin tief in die Materie eingetaucht und bin vor ein paar Jahren schließlich zu dem Schluss gekommen, dass es viel einfacher ist, als ich angenommen hatte. Aber ich habe auf diesem Weg sehr viel gelernt. Über mich und über das Leben. Und ich bin sehr froh, dass ich dieses Studium angetreten habe, weil ich jetzt Vieles besser verstehe und mit Dingen anders und besser umgehen kann. Es hat mich also nicht nur meinen Wünschen näher gebracht, sondern (und das finde ich viel wichtiger) es hat mich als Mensch glücklicher gemacht. Und das war auch meine Intention (und ist meiner Meinung nach auch die Intention aller Menschen), als ich mich auf die Suche gemacht habe: Ich wollte glücklich sein.

Wie kamst du zum Schreiben? Ein spontaner Versuch oder von langer Hand geplant?

Das Schreiben war schon immer eine Leidenschaft von mir. Schon in der Grundschule habe ich mich in den Aufsätzen verloren und ganze Welten erschaffen. In meinem Kopf spielen sich immer irgendwelche Handlungen ab, verweben sich mit verschiedenen Charakteren, Orten und Abenteuern und fügen sich schließlich zu einer vollständigen Geschichte zusammen. So war es schon immer und deshalb musste es irgendwann so kommen, dass ich mich zu den Schriftstellern geselle – zumal es schon als Kind mein Traumberuf war und ich an der Schreibmaschine getippt habe, während die anderen Kinder draußen gespielt haben.

Wie entstand die Idee aus dem Gesetz der Anziehung einen Roman zu schreiben? – War von Anfang an eine Trilogie/Serie geplant?

Geplant war eigentlich zunächst nur ein Sachbuch, in dem ich meine Erkenntnisse zum Gesetz der Anziehung kundtun wollte, weil ich der Meinung war, dass die Methode, die ich für mich entdeckt hatte, auch anderen Menschen helfen könnte.
Da ich aber an lebensnahen Beispielen die Umsetzung viel besser erklären kann, kam ich auf die Idee, das ganze Prinzip auch noch in eine Geschichte zu verpacken. Hierfür habe ich mir eine Geschichte ausgesucht, die ich schon sehr lange im Kopf hatte. Wie gesagt, spielen sich ständig Geschichten in meinem Kopf ab und viele davon schreibe ich mir in Kurzform auf, um die Idee vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt aufzugreifen. Die Geschichte rund um Lucy und Nikolas ist also schon viel früher entstanden. Ich glaube, es war 2000 oder 2001. Diese Geschichte passte einfach perfekt zu dem Thema »Gesetz der Anziehung« und so habe ich sie damit verknüpft. Auch hier war zunächst nur ein einziges Buch geplant. Aber die Geschichte hat sich in meinem Kopf weitergesponnen und so kam dann das zweite und schließlich das dritte Buch. Und es spielen sich auch weiterhin Euphoria-Handlungen in meinem Kopf ab. Vermutlich bin ich eine von den Schriftstellern, die nicht aufhören können. 🙂 Wie viele Bücher es noch werden, kann ich wirklich nicht sagen. Ich lasse mich überraschen.

Arbeitest du vorm eigentlichen Schreibprozess ein Konzept aus, an dass du dich hältst oder lässt du dich von Augenblick zu Augenblick inspirieren?

Bevor ich schreibe, habe ich eine grobe Handlung im Kopf und weiß ungefähr in welche Richtung es geht. Ich arbeite kein Konzept aus, sondern lasse es einfach geschehen, während ich schreibe. Manchmal mache ich mir Notizen, was im nächsten Kapitel geschehen soll, oder welche Ereignisse noch unbedingt in die Geschichte eingebunden werden müssen. Um diese Eckpfeiler herum entsteht dann die Geschichte quasi von allein. Wenn ich eine Schreibpause einlege, spielen sich die Handlungen weiter in meinem Kopf ab und ich gehe gedanklich verschiedene Möglichkeiten durch. Das heißt, ich brauche immer und überall einen Notizblock, damit ich nichts vergesse. Meistens kann ich es dann gar nicht mehr abwarten, mich wieder an den Computer zu setzen und weiterzuschreiben.

Gibt es inzwischen ein weiteres Schreibprojekt von dir?

Ja, es gibt mehrere Schreibprojekte. Zur Zeit arbeite ich an einem zweiten Sachbuch zu Euphoria, das hauptsächlich auf die Umsetzung des Spiels eingeht. Dann wird es bald noch ein Kinderbuch geben, das sich zu 99%iger Wahrscheinlichkeit auch zu einer Serie ausweiten wird.
Und dann gibt es noch ein ganz großes Projekt, an dem ich schon seit ca. 10 Jahren arbeite. Das heißt, dass ich schon sehr lange an der Handlung feile, nicht, dass ich schon so lange daran schreibe. Das ist wohl das erste Mal, dass ich eine Geschichte gründlich vorbereite, Informationen sammle und den Ablauf komplett im Kopf habe. Das Buchprojekt wird wieder mehrere Teile haben, denn die Handlung ist im Laufe der Jahre sehr komplex geworden. Es wird ein actionreicher Abenteuerroman, eine Mischung aus Fantasy und Realität, aber dieses Mal mit mehr Fantasyelementen, wie Vampiren und Dämonen. Allerdings werden auch hier Erkenntnisse aus dem LOA-Bereich verpackt sein. Das Buch wird hoffentlich noch vor Weihnachten erscheinen, da ich aber auch noch an anderen Buchprojekten schreibe, kann ich das nicht mit Sicherheit sagen. Mehr Informationen dazu wird es auf jeden Fall bald auf meiner Webseite geben.

Hast du ein Vorbild oder eine/n LieblingsschriftstellerIn?

Ich habe sehr gern die Bücher von J.K. Rowling und Cornelia Funke gelesen. Aber ich lese auch gern Andreas Eschbach und Stephenie Meyer. Allgemein lese ich überaus gern Phantastik-Romane und in diesem Bereich gibt es sehr viele gute Schriftsteller. Deshalb fällt es mir schwer einen einzigen herauszupicken. Aber die oben genannten gehören auf jeden Fall zu meinen Vorbildern.

Gibt es etwas was du total liebst oder im Gegenteil verabscheust? (Bsp: Essen, Jahreszeiten, Film, Mode oder etwas ganz, ganz anderes…)

Ich liebe natürlich gute Geschichten. Ob in Form von gut gemachten Filmen, Büchern oder Musicals … darin gehe ich total auf. Ich kann mich im Kino, im Theater oder in einem guten Buch völlig verlieren und vor Begeisterung regelrecht abheben, stundenlang darüber reden und mich in diese Freude richtig hineinsteigern.
Ansonsten liebe ich die Natur sehr und halte mich dort auch am liebsten auf. Was ich gar nicht leiden kann, sind überfüllte, laute Städte und Hektik.

Wie sieht dein Alltag neben dem Schreiben aus?

Neben dem Schreiben ist die Kunst mein Beruf und so modelliere ich viel. Ansonsten bin ich viel für meine Bücher unterwegs, um mir z.B. Inspiration zu suchen oder zu recherchieren. Ansonsten findet man mich oft in Büchereien, Buchläden, im Kino, im Theater oder wo es sonst noch gute Geschichten gibt. 😉

Hast du einen Tipp für deine LeserInnen? – Wie eine Lebensweisheit, einen Spruch oder gar etwas hilfreiches zum Thema Schreiben?

Zum Thema Schreiben kann ich sagen: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man seinen eigenen Schreibrhythmus, seinen eigenen Stil und seine eigenen Schreibrituale finden muss. Es hilft nicht, sich nach Anderen zu richten oder sich an Vorgaben zu halten. Es gibt viel hilfreiche Literatur zum Thema Schreiben, aber letzten Endes muss man seinen eigenen Flow finden. Erst dann macht das Schreiben erst richtig Spaß.

Magst du noch ein abschließendes Wort aussprechen oder gibt es etwas, was du gerne loswerden möchtest?

Ja. Glaubt an euch selbst! Egal, wie die Situation aussieht, oder was die anderen Leute sagen. Wichtig ist immer, was man selbst über sich, seine Träume und sein Leben glaubt. Das musste ich in meinem Werdegang auch lernen. Hätte ich auf so manches Wort gehört, hätte ich mich nie getraut, meinen Traum wahr zu machen, oder meinen eigenen ungewöhnlichen Weg zu gehen.

Dann bedanke ich mich zum Schluss ganz doll bei dir für deine Geduld und ich bin jetzt schon sehr auf weitere Abenteuer von Lucy und Nick gespannt, sowie auf das schon so lange vor sich hin reifende Fantasybuch und bis dahin könnt ihr euch ja die Zeit mit ihrer Trilogie und ihrer Euphoria – Spielanleitung vertreiben! Eine sehr schön gestaltete Website hat die Autorin außerdem zu bieten, schaut doch mal rein!!

Euphoria -Das Spiel der Götter

Euphoria – Der Tanz der Götter

Euphoria – Die Welt der Götter

Euphoria – Die Spielanleitung

Firelight 01 – Brennender Kuss von Sophie Jordan, gelesen von Stephanie Kellner [HörBuchRezension]

Inhalt:
Das Hörbuch „Firelight – Brennender Kuss“ von Sophie Jordan, gesprochen von Stephanie Kellner handelt von Will dem Drakijäger, der sich in die menschliche Gestalt einer Draki verliebt, nichts ahnend, dass sie normalerweise ein Drache ist; ausgerechnet auch noch ein sehr wichtiger, denn sie kann Feuer speien, eine sehr seltene Gabe in ihrem Rudel. Durch diese Fähigkeit wird sie zum Favoriten für den potenziellen Nachfolger des Rudels und zwar Cassian.
Doch bevor es so weit ist, begegnen sich Will und Jacinda in einem schicksalhaften Moment und die Entscheidung der beiden wird über die Zukunft vieler Leben aus beiden Lagern entscheiden. Den Jägern und ihrer Beute, den Draki.
Eine gefährliche, sengende Liebe, die sie am Ende entweder verschlingen oder emporheben wird.

Meine Meinung:

Ich sollte denken, dass mich eine bereits bekannte Geschichte nicht mehr so fesseln würde! – Falsch gedacht!
Das zweite Mal war sogar noch besser, als das erste. Zum Einen kam ich in den Genuss einer wundervollen, weiblichen und klangvollen Stimme, die jeglichen Situationen gewachsen war und die Liebe zwischen Will und Jacinda so charmant und einfach nur perfekt betonte. Zum Anderen liegt es an der Geschichte selbst, die wirklich jedes Eis zum Schmelzen bringt.
Das zweite Eintauchen in „Firelight – Brennender Kuss“ war außerdem so viel besser, da mich das Hörbuch in seinem vorgegebenen Tempo, zwang, zu genießen. Vorher war es ein Aufsaugen, ein Verschlingen dieser Geschichte, mit dem Bewusstsein, möglichst schnell, möglichst alles zu wissen.

Das Hörbuch von innen und aufgeklappt

Beim Hörbuch habe ich viel mehr Details wahrnehmen können und bin ein zweites Mal so tief in „Firelight – Brennender Kuss“ hineingefallen, wie es nur geht.
Die Hörfassung ist zwar gekürzt, doch bis auf wenige Ausnahmen fiel mir das überhaupt nicht auf. Die einzelnen Elemente kommen gut zum Tragen und eine glorienreiche Geschichte zwischen einer Draki und einem Drakijäger, die sich verlieben, obwohl es nicht sein darf, hat mich ein zweites Mal sehr berührt.
Es ist ein großes Kompliment an die Sprecherin Stephanie Kellner, wenn ich schreibe, dass ich mich bei ihrer Stimme absolut entspannen konnte. Bisher fehlte mir bei weiblichen Sprecherinnen immer etwas. Ob nun die falsche Betonung, eine komische Artikulation oder einfach nur dieser tiefe Bariton, den eben nun einmal nur ein Mann haben kann, nie war ich glücklich dabei.
Doch Stephanie Kellner ist wirklich die bisher Einzige, bei der ich nichts auszusetzen habe und der ich bis ins Endlose lauschen könnte.
Während der Konflikt zwischen den beiden Protagonisten entbrennt, staunte ich ein zweites Mal über die so toll umgesetzte Idee der Autorin Sophie Jordan.
Ihre fabulöse Geschichte hält dermaßen viel Brisanz, Feuer, Leidenschaft und eine ausgewogene Balance von allem bereit, dass man schon ein Eisblock sein müsste, um da nicht in Flammen aufzugehen.
Sagt, was ihr wollt, aber ich liebe diese Geschichte und bin der Überzeugung, dass dieses Feuer noch viele in ein Fieber versetzen wird!

Mein Fazit:
Das Hörbuch kann es mit der gedruckten Form locker aufnehmen. Alles hat seine Vor- und Nachteile beim Buch, als auch beim

Die Rückseite des Hörbuchs

Hörbuch, sowie jeder Mensch seine Vor- und Nachlieben hat. So bin ich mir sicher, dass routinierte HörbuchhörerInnen die gelungene Umsetzung dieser Geschichte zu schätzen wissen. Doch auch bei NeueinsteigerInnen wird es sicherlich nicht lange dauern, bis der Funke über gesprungen ist.
Vermisst habe ich ein wenig die instrumentale Begleitung. So etwas lockert Hörbücher immer ungemein auf, ist aber auch kein Muss und wenn ich dafür eine solch hitzige Handlung habe, ist mir das recht. Im Gegensatz zum Buch schimmert das Hörbuch nicht, glänzt aber ebenfalls durch seine aufwendige Gestaltung raffinierte CD-Verpackung. Ganz schön trickreich und eines meiner Favoriten-Hörbücher! Ein schönes Wunderwerk des Hörens.

Bewertung

Trailer:

Allgemeine Hörbuchinformationen:

Der Roman und das Hörbuch im Vergleich

Sprecherin: Kellner, Stephanie
Anzahl der CD’s: 5
Laufzeit: 325 min
Genre: Kids
ISBN: 978-3-86231-094-4
Preis: EUR 19,99 (D) / SFr 30,50
Zum Hörbuch bei Der Audio-Verlag!
Leseprobe!
Zur offiziellen Website mit vielen Extras, darunter auch eine Hörprobe!

Meine Rezension zur Buchausgabe von „Firelight 01 – Brennender Kuss„!

Festschmaus für den SuB und mein Leserherz!

Ein wahres Feuerwerk und mindestens ein 4 Sterne Menü für meinen Stapel ungelesener Bücher, dabei ist der eigentlich schon mehr als übersättigt. Ach nein, was muss das Leserinnenherz nicht alles über sich ergehen lassen… 😉

Also, nun ein paar Neuzugänge. Nun gut „ein paar“ ist relativ, aber manchmal kommt man an so vielen Schnäppchen vorbei, die locken und gurren, wie KÖNNTE ich denn da auf Dauer widerstehen? – Eben, nämlich gar nicht! Ein paar Bilder:

  • „0.4 – Eine perfekte neue Welt“ von Mike A. Lancaster
  • „Der eiserne König – Ein Abenteuer“ von John Henry Eagle
  • „Wired“ von Robin Wasserman —> WAHH, endlich der Abschluss dieser obercoolen Trilogie!!!! 🙂
  • Das Hörbuch „Die Chroniken der Weltensucher 02 – Der Palast des Poseidon“ von Thomas Thiemeyer —> Nach Teil 1 bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!
  • „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ von Oliver Uschmann

  • Das Hörbuch „Firelight – Brennender Kuss“ von Sophie Jordan —>und ehrlich, das hört sich sehr, sehr gut! 😉 Mal eine weibliche Leserin, die ich gut finde und die mich nicht nervt und die Geschichte ist beim zweiten Mal immer noch so… Herzschmerzend!

  • „Kuckuckskind“ von Patricia Schröder
  • „Das zweite Zeichen des Zodiac“ von Vicki Petterson —> Eigentlich wollte ich die Fortsetzung von „Das erste Zeichen des Zodiac“ nicht mehr lesen, aber bei dem günstigen Preis…. Da habe ich es doch sofort mitgenommen…

Wisst ihr, was mit das Coolste ist? Die Tasche, die ich als Untergrund zum Fotografieren verwendete, habe ich gestern gewonnen! Das war so:

Ich bin ein wenig in der Stadt (seit Ewigkeiten mal zum „Bummeln“ und nicht zur Schule hin- und zurückhetzen) und ich glaube, alle coolen Sachen haben sich die Läden extra für den Samstag aufgespart. Da gabs Sachen…, einfach unglaublich. Stände, über Stände, Aktionen über Aktionen, gedauert hat das, bis ich mit allem, was ich sehen wollte/musste, durch war! 😉 Irgendwann stieß ich dann auf die Weltbildfiliale, die neu eröffnet hatte. Zu diesem Anlass gab es natürlich – was sonst? – einige (!) Aktionen. Von Schnäppchen, bis zu extrem reduzierten Büchern, Luftballons für Kinder und natürlich dieses Rubbellosgewinnspiel. Ich habe mein Glück versucht und noch gedacht, dass so eine Tasche echt toll wäre, zumal ich die mir vor Monaten schon einmal beinahe gekauft hätte. Was soll ich sagen? Vier Felder gab es, ich rubbelte das richtige frei und war neue, stolze Besitzerin dieser Tasche. Ich freue mich immer noch wie wahnsinnig. (Man könnte fast meinen, mehr, als über die Bücher! ;)) Dem ist nicht so, aber die Tasche ist dennoch eine nette Überraschung gewesen.

Ashes 01 – Brennendes Herz von Ilsa J. Bick [Rezension]

Inhalt:
Alex ist in die Wildnis gefahren, um sich über einige Dinge klar zu werden. Das erzählt sie zumindest ihrem Gewissen zur Beruhigung. Denn in Wahrheit weiß sie, dass sie schon lange verloren ist.
Denn seit cirka zwei Jahren wächst ein Tumor in ihrem Kopf, den die Ärzte einfach mit nichts besiegen können und inzwischen ist es nur noch eine Frage der Zeit. Die Zeit, die sie nicht mehr hat, um ein langes Leben zu führen und einer Normalität nachzugehen. Doch ihre letzte Zeit will sie nicht in einem Krankenhaus vor sich hin siechend verbringen. Alex‘ Drang nach Leben und Selbstständigkeit ist immer noch so groß, dass sie sich alleine in die Wildnis begibt. Alles verläuft nach ihrem Plan. Bis sie dem alten Mann, seiner Hündin und seiner 8-jährigen Enkelin Ellie über den Weg läuft. Sie tauschen einige Sätze miteinander und bevor Alex ihren Weg fortsetzen kann, passiert bereits das Unvorstellbare. Eine Druckwelle wirft sie alle zu Boden, in ihrem Kopf hämmert es, eine urzeitliche Kraft setzt alle Lebewesen in ihrem Umkreis außer gefecht. Da ahnt Alex noch nicht, dass dies das Ende war. Das Ende von dem, was sie kannte, denn für sie ist es gleichzeitig ein neuer Anfang. Doch bevor sie das erkennen kann, muss sie sich mit Ellie durchschlagen, denn die Welt, wie sie sie kannte, existiert nicht mehr.

Meine Meinung:
Ilsa J. Bick hat mir wirklich den Boden unter den Füßen weggerissen. Eine so raffinierte Taktik habe ich selten erlebt. Mein Plan sah vor, das erste Kapitel dieses Buches zu lesen. Dieses war jedoch so kurz, die Geschichte direkt so interessant und der Schreibstil fesselnd, dass ein weiteres Kapitel dem ersten folgte, bis ich gar nicht mehr an Kapitel dachte und gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte.
„Ashes – Brennendes Herz“ ist der erste Teil einer dystopischen Trilogie und obwohl ich von Trilogien lieber Abstand nehme und die Bezeichnung „Brennendes Herz“ im Titel eher überflüssig finde, gefiel mir dieses Werk außerordentlich gut.
Zum Einen wird einmal ein anderer Aspekt einer möglichen Katastrophe, die die Menschen aus der Bahn wirft angesprochen und zum Anderen spielten die einzelnen Elemente auf atmosphärisch dichte Art unwiderstehlich zusammen. Irgendwie stimmte alles.
Von der Protagonistin Alex, die eigentlich schon alles aufgegeben hatte und dann makabrerweise als eine der wenigen ihres Alters die Chance erhält weiterzuleben, dem temporeichen Handlungsverlauf, der Balance zwischen spannenden Abenteuern, endzeitlichen Stellen, romantischen Passagen und persönlichen Schicksalen. Dabei gelang es Ilsa J . Bick noch irgendwie mich als LeserIn direkt anzusprechen und das alles gemeinsam vereint ist schon eine ziemliche Meisterleistung.
Gegen Ende ließ der Roman für kurze Zeit nach, jedoch nicht lange. Allerdings verlor Alex in meinen Augen etwas an Glaubwürdigkeit und es erschien mir ein wenig billig, auf einmal so etwas wie eine künftige Dreiecksbeziehung für die Fortsetzung vorzubereiten. Das war so ziemlich die einzige Unstimmigkeit, die mich wirklich störte, aber das ist wie ein Staubkorn im Universum im Vergleich zu der sonst wirklich soliden Geschichte. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich am Liebsten etwas ganz doofes anstellen würde, weil das Ende so endgültig spannend ist und so viel Spielraum für alle möglichen Geschehnisse lässt. Doch das würde auch nichts daran ändern, dass ich mich gedulden muss, wie all die anderen begeisterten LeserInnen vermutlich auch.

Mein Fazit:
Ilsa J. Bick hat sich ziemlich schnell, ziemlich tief in mein Herz geschrieben. Sie vermittelte tiefe Bilder, setzte gekonnte Zusammenhänge und gab mir einen Roman, der mich dermaßen überzeugte, dass es mich regelrecht überraschte und ich mich überrannt fühlte. Auch das Cover konnte meiner anfänglichen Skepsis den Gar ausmachen.
Ich bin angefüttert und empfehle es uneingeschränkt weiter. Dennoch zwei kleine Tipps:
Wenn ihr fiese, etwas ekelerregende Situationen in einem Roman nicht verkraftet, überlegt euch das Lesen dieser Lektüre noch einmal und am Besten überlegt ihr so lange, bis Band 2 erscheint, denn dann habt ihr der langen Wartezeit nebenher noch ein Schnippchen geschlagen und ich wünschte, diese Option stünde mir noch offen. Denn glaubt mir, diesen Cliffhanger wollt ihr nicht erleben, nur wenn es gar nicht anders geht!

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Ashes – Brennendes Herz, Band 1
Autor: Ilsa J. Bick
Verlag: EGMONT INK
ISBN: 978-3-86396-005-6
Preis: € 19,99
Zum Buch: Klick!
Leseprobe!

Euphoria – Die Spielanleitung von Nina Nell [Rezension]

In „Euphoria – Die Spielanleitung“ erklärt Nina Nell das Gesetz der Anziehung, das anhand von aufgeführten Beispielen und eigener Mitwirkung den Pfad zum Glücklichsein ebnen kann. Dabei geht es darum, mit glücklichen Gedanken, vor allen Dingen jedoch Gefühlen, ebenso glückliche Ereignisse anzuziehen, so dass die eigene Perspektive auf die Sicht der Dinge generell einfach glücklicher werden kann. Wenn man so will: Das Buch für „ein besseres“ Leben!

Nina Nell vermittelt in „Euphoria – Die Spielanleitung“ die grundlegenden Wesenszüge zum Gesetz der Anziehung. Spielerisch und mit biblischen Zitaten unterstützt nähert sie sich von der Definition immer mehr dem eigentliche Spiel an. Dabei fordert sie ihre LeserInnen an einigen Stellen zum Selbstversuch auf und ich kann sagen (das wusste ich vorher schon ;)), dass viele Tipps bei richtiger Umsetzung fruchten und das Leben in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.
Dieses zu ihrer „Euphoria“-Trilogie erschienene Begleitbuch birgt eine gute Hilfestellung für diejenigen, die sich mit dem Gesetz der Anziehung noch nicht so gut auskennen, aber auch für diese, die erste Versuche gerne vertiefen und weiter erproben möchten.
Nach wie vor finde ich es extrem schwer, ein solches Thema in Worte zu fassen, doch Nina Nell beweist erneut, dass es sich lohnt, ihre Bücher zu lesen.
Ihre Trilogie ist für die Spielanleitung kein muss, ich jedoch fand es schöner, die Geschichte rund um Lucy, Nick und den anderen im Hinterkopf zu haben. So fiel mir manches Mal die Umsetzung dieses Spiels leichter und ich hatte einen direkteren Bezug zum Ganzen, zumal Nina Nell sich manchmal auf Nick und Lucy bezieht.

Ich empfehle diese Spieleanleitung unbedingt weiter, denn ehrlich:
Man hat doch nichts zu verlieren, oder? – Und ich kann nur immer wieder betonen, dass es sich lohnt, wenn ihr euch ehrlich darauf einlasst. Ich bin ganz euphorisch von diesem Buch geworden (welch Wunder ;)) und übe mich derweil weiter im Spiel der Götter!

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Books on Demand
ISBN 978-3-8391-8467-7,
Paperback,
€ 5,95,
60 Seiten,
Zum Buch: Klick!

Band 01: Euphoria – Das Spiel der Götter
Band 02: Euphoria – Der Tanz der Götter
Band 03: Euphoria – Die Welt der Götter

Dankeschön! [Buchpost]

Ich sage Dankeschön an Bettina von Stories48, weil sie mir gestern eine riesige Freude bereitete und die Bücher so toll sind!

Überraschend wollte sie mir ein Buch zusenden und dann wurde irgendwie ein spontaner, etwas verquerer Tausch daraus und meine kamen gestern an. Ihre gehen noch diese Woche in die Post! 🙂

Aber hier nun einmal das, was so TOLLES in dem Paket war, dass ich gestern direkt nach der Schule aus der Packstation holen durfte. 😀  Der dicke Stapel in der Mitte ist von Bettina. Das „Alles über Lulu“ ist für eine Lovelybooks-Leserunde und das hintere „Schnee im April“, sowie das linke Büchlein kamen auch in der letzten Zeit bei mir an! 😀

Die Bücher von der lieben Bettina!! 🙂

Von unten nach oben:

  • „Göttlich Verdammt“ von Josephine Angelini
  • „Über mir der Himmel“ von Jandy Nelson
  • „Der verbotene Kuss“ von Laini Taylor

Die gesamte Buchpost

 

  • „Wenn du mich brauchst“ von Jana Frey
  • „Schnee im April“ Aly Cha
  • „Alles über Lulu“ von Jonathan Evison

Ja, nochmals Danke an Bettina, übrigens hat sie eine tolle und wirklich lesenswerte Seite mit schönen Rezensionen, die ihr euch gerne mal durchlesen und anschauen könnt! 😉

Schönen Tag noch, ich habe heute (leider) viel Schule, aber aufs Rudern heute Nachmittag freue ich mich schon megamäßig!

Boys Don’t Cry von Malorie Blackman [Rezension]

Inhalt:
Dante ist 17 und hat endlich die Ergebnisse seiner Abschlussprüfungen in der Hand. Er hat bestanden. Nun kann sein Traum von einem neuen Leben weit weg an der Universität und einer besseren Zukunft beginnen. Doch schnell hat ihn die Realität eingeholt, als seine Ex Melanie bei ihm auftaucht und dem total verwirrten Dante seine kleine Tochter Emma dalässt. Anfangs kann er mit diesem kleinen, so wenig zur Kommunikation bereiten Menschen, nichts anfangen und sucht verzweifelt einen Ausweg, seine ursprünglichen Pläne wiederaufzunehmen. Doch je mehr er sich um Emma kümmert, desto stärker werden seine Gefühle für sie. Und Emma betört nicht nur ihn. Dante muss sich fragen, was genau ihn so an seinem zu Hause störte, warum er unbedingt wegwollte. Er erkennt, dass es gar nicht so schlecht ist. Zu spät merkt er, in welch großen Schwierigkeiten sich sein Bruder Adam befindet. Und dann werden sie alle von einem riesigen Schicksalsschlag eingeholt und Dante kann nur noch beten, dass ihre Familie nicht auseinander bricht.

Meine Meinung:
Zuerst fand ich den Titel „Boys don’t cry“ und die Covergestaltung nicht besonders toll. Auch der Klappentext konnte mich nicht überzeugen und ich muss zugeben, dass ich dieses Buch normalerweise niemals gelesen hätte. Doch da ich bereits eine sagenumwobene Trilogie von Malorie Blackman gelesen habe, hoffte ich auf das Beste.
Ich wurde reicher belohnt, als es mir nach meinen Vorurteilen zugestanden hätte.
Voller Skepsis war ich mir sicher, mich niemals mit einem 17-jährigen Vater identifizieren zu können. Letztlich konnte ich es doch, viel besser als sonst, doch darum geht es auch gar nicht vordergründig. Es geht um den Rausch dieser beeindruckend gefühlvollen Geschichte, um die so alle Illusionen beiseite wischenden Worte und die bebenden Gefühle, die mich beim Lesen übermannten.
Eine sehr intensive Geschichte über das Leben. Genauso könnte es sich zugetragen haben. Es ist nicht nur das Problem eines Teenagervaters, das Malorie Blackman in ihrem wirklich besonderen Jugendbuch anspricht. Sie webt einen weiteren Konflikt in die Geschichte ein: Homosexualität. Dante und Adam sind Brüder und liegen nur ein Jahr auseinander, dennoch sind sie extrem unterschiedlich und haben beide ihre eigenen Probleme und Sorgen, mit denen sie sich durch ihr Leben mühen. „Boys don’t cry“ hat mich total berührt. Es gibt so einige emotionale Momente, bei denen mir das Wasser in die Augen schoss und irgendwann ist das Fass wohl übergelaufen.
Doch noch mehr habe ich lächeln müssen. Denn Malorie Blackman beschreibt auch, wie magisch und kostbar die Liebe zu einem Kind und wie einzigartig so ein Kind sein kann.
Dieses Werk war wirklich auf eine ehrliche, sich auf mehreren Ebenen abspielende Weise, eine Geschichte, die ich mir am Liebsten unters Kopfkissen legen würde, um von ihr zu träumen. So wenig dort alles rosarot ist, ist es echt, denn das Leben ist nicht nur fair und bunt und schön. Die hässlichen Seiten braucht es ebenso, denn wie sagt man?: „Wo Licht ist, ist auch Schatten“. Genau das trifft auf „Boys don’t cry“ zu und am Ende habe ich etwas wunderschönes aus diesem Buch mitgenommen: Die Hoffnung!

Mein Fazit:
Ein tolles Buch über eine herzzerreißende Familie, die es in sich hat. Zwei Brüder zwischen dem Wunsch nach Selbstverwirklichung und den Konfliktkonfrontationen im wahren Leben. Ein junger Mann, der den Schock überwinden muss, plötzlich eine beinahe einjährige Tochter zu haben und ein anderer junger Mann, der seine Homosexualität zwar selbst akzeptiert hat, doch in seinem Umfeld keine Unterstützung in diesem Punkt erfährt.
Ich bin richtig vernarrt in diese Geschichte und auch der Titel „Boys don’t cry“ ist nicht mehr nur einfach ein Titel. Da steht ein tragender Sinn dahinter und so wünsche ich diesem Buch so viele LeserInnen wie nur möglich.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
EUR 14,99
Boje Verlag
Hardcover, 302 Seiten
Ersterscheinung: 19.08.2011
ISBN: 978-3-414-82298-7
Zum Buch: Klick!
Leseprobe!

Die Drachenjägerin 01 – Das hohe Spiel von Maja Winter [Rezension]

Inhalt:
Sie träumt von ihnen. Den tyrannischen Drachen, die das Land unsicher machen und Menschen immer wieder ihrer Mordlust zum Opfer fallen. Sie träumt und sieht jedoch noch vielmehr. Sie sieht die Drachen, wie sie sie suchen und finden. Aber es sind nicht alle. Nur der eine. Der rote Drache und Linnia spürt ihre gesamte Kindheit hindurch, dass er kommen wird. Denn sie ist nicht vor ihm sicher, nie.
Als sie ihm dann Auge in Auge gegenüber steht, kann er sich ihrer nicht bemächtigen und gibt auf, fürs Erste. Linnia weiß, dass es noch nicht vorbei ist und niemals sein wird, wenn sie ihn nicht tötet und so fasst sie den einzigen Plan, der ihr Leben retten kann: Sie muss in die Drachengarde, um ihn zu töten und ihre Heimat beschützen zu können. Dabei ahnt sie nicht, welch verfluchtes Erbe in ihr ruht. Sie ist die Tochter eines ehemals berühmten und sehr erfolgreichen Drachenjägers, der irgendwann zum Abtrünnigen wurde. Linnia ist eine Harlon und dieser Name könnte in vielerlei Hinsicht ihren Untergang besiegeln…

Meine Meinung:
Maja Winter ist ein Pseudonym der Autorin Lena Klassen, von der ich durch die „Sehnsucht nach Rinland“-Trilogie weiß, welche Meisterleistungen sie vollbringen kann.
In „Die Drachenjägerin – Das Hohe Spiel“ wurde das Tempo nicht immer vollkommen eingehalten, doch hauptsächlich bot sich mir solide Fantasy und ein wirklich toller, toller Auftakt einer Trilogie. Drachen, die nicht so sind, wie wir es gewöhnt sind und die noch immer voller Geheimnisse stecken. Eine Welt voller Magie, in der Magie dennoch verboten ist und darin eine mutige, junge Heldin, die noch nicht weiß, welche Kraft ihr innewohnt.
Zusammen mit unzähligen Wendungen, herrlichen Ereignissen und der größten Krönung am Schluss, kann hier ein Fantasy-Fan nichts falsch machen.
Liebe ist am Ende auch noch im Spiel und zwar ganz anders, als ich vermutete.
Spannung pur, ein leidenschaftliches Feuer zwischen dem Wunsch der Protagonistin Linnia ihren Namen reinzuwaschen, ihre Heimat zu beschützen, ihren neuen Verpflichtungen gegenüber Freunden gerecht zu werden und die eigenen Träume auszuleben.
„Die Drachenjägerin – Das Hohe Spiel“ ist ein kompliziert verflochtenes Werk aus scheinbar willkürlich aufeinander treffenden Zufällen, die jedoch einen gigantischen Sinn ergeben werden.
Für 13 € erhalten LeserInnen bei diesem Werk gute 500 prickelnde Seiten, die ich um nichts in der Welt verpassen wollte.
Ausnahmsweise freue ich mich über die zwei folgenden Fortsetzungen, denn im Gegensatz zu anderen Geschichten möchte dieses Buch tatsächlich weitererzählt werden und verbirgt unter seinem dichten Schleier noch so manches Geheimnis.

Mein Fazit:
Diese rasante Geschichte hätte mich nicht so sehr verwundern sollen, wie sie es tat. Denn ich bin inzwischen mehr als einmal in die hohe, beinahe schon geniereife Meisterleistung dieser Autorin gekommen. Doch meine Erwartungen sind bei ihr inzwischen so hoch, dass ich überzeugt war, sie könne ihre Glanzstück niemals wiederholen. Das hat sie auch nicht, das braucht sie aber auch nicht.
„Die Drachenjägerin – Das Hohe Spiel“ hebt sich sowohl von ihren anderen Werken, als auch von denen der Mainstreamfantasy ab. Eine flockige Geschichte, die einen ernsten Charakter besitzt, die wesentlichen Punkte jedoch nie aus den Augen verliert! – So rate ich euch, verliert dieses Buch unter gar keinen Umständen aus den Augen und lest es!

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Maja Winter
Die Drachenjägerin 1
Das Hohe Spiel
Originalausgabe
Paperback, Klappenbroschur,
544 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-26813-9
€ 13,00 [D] | € 13,40 [A] | CHF 21,90
Zum Buch: Klick!

Leseprobe!

Chroniken der Weltensucher 01 – Die Stadt der Regenfresser von Thomas Thiemeyer, gelesen von Dietmar Wunder [HörBuchRezension]

Inhalt:
1893:
Oskar Wegener ist ein einfacher Straßendieb und als er dem mürrischen „alten“ Mann die Geldbörse klaut, die so aus dessen Mantel ragt, dass sie schon beinahe dazu einlädt, ahnt er nicht, dass dies die Beste Entscheidung seines Lebens gewesen sein könnte. Zwar schnappt ihn Carl Friedrich von Humboldt nach einer kleinen Flucht durch die Stadt und über die Dächer, doch Humboldt sieht in Oskars geschicktem Vorgehen möglicherweise eine sehr hilfreiche Fähigkeit und bietet Oskar an, ihn auf seiner nächsten Expedition zu begleiten. Gemeinsam mit Humboldts Nichte Charlotte Riethmüller und weiteren Gefährten machen sie sich auf und werden schon bald verfolgt. Von Humboldts ehemaliger Freundin, die er einst versetzte und die nun endlich ihre Chance gekommen sieht, sich zu rächen. Mit der Zeit wird Valkrys Stone ihre geringste Sorge sein, denn in der Stadt der Regenfresser, Xi’mal, in der sie den verschollenen Journalisten Harry Boswell zu entdecken suchen, lauern ihnen Gefahren jenseits ihrer Vorstellungskraft auf.

Meine Meinung:

Nach nur wenigen Minuten dachte ich an lauwarmen Regen, der mir den Rücken hinunterläuft, ohne dass mir zunächst bewusst war, dass Regen bereits im Titel enthalten ist.
Alles steht und fällt bei einem Hörbuch mit dem Sprecher und bei Dietmar Wunder wollte ich am Liebsten in die Stimme hineinkriechen, die diesen berauschenden, erfrischenden Regen bereitzuhalten schien. Die Geschichte trägt dazu enorm bei. Sofort hatte Thomas Thiemeyer mich am Schopf erwischt und nicht mehr losgelassen. Auf mehreren Ebenen entwickelt sich beinahe bedächtig eine Geschichte von den verschiedensten Charakteren, die alle ein gemeinsames Ziel oder auch Schicksal teilen, nur dass sie es noch nicht wissen.

Die Rückseite der Hör-CD

Ich ahnte zwar, dass alles miteinander verbunden sei, doch auf welche Art und Weise, sollte erst später transparent werden.
Thomas Thiemeyer hat mit seinen Worten eine sehr lebendige Geschichte geschrieben, die den Auftakt zu einer Trilogie formt. Jede einzelne Figur hat ihren wichtigen Platz und zeichnet sich durch ihre Tiefe aus. Selten habe ich mich bei einem Hörbuch dermaßen entspannen können und ich wollte auch nicht, dass es jemals endete. Und so zog ich das Hören in die Länge, um möglichst lange etwas von diesem abenteuerlichen Kick verspüren zu können.
Freundschaften entstehen zwischen den Entdeckern und Forschern oder auch einfach nur Neugierigen, die noch ihren Platz im Leben suchen. So begegnet Oskar dem Forscher Humboldt, der in diesem Fall eine rein erfundene Figur des Autors ist, in der Geschichte jedoch behauptet der Nachfahre des berühmten Alexander von Humboldt zu sein. Für den richtigen Spritzer Spannung anhand von Gefahr, die von mehreren Stellen gleichzeitig ausgeht, ist gesorgt: Einmal die Ungewissheit über die Regenfresser und dem verschwundenen Harry Boswell, der sie alle erst auf dieses Abenteuer brachte und dann von Valkrys, der tödlichen Söldnerin, die noch eine alte Rechnung zu begleichen hat.
Diese Schnitzeljagdelemente, die sich über mehrere Kontinente erstrecken und immer weiter ausdehnten, erhöhten den Reiz des Hörens immer mehr und ich bin wirklich beeindruckt von dieser komplexen, so gut verständlichen Geschichte Thomas Thiemeyers. Es gibt so viel Gutes darin, dass ich niemals alles aufzählen könnte. Gegipfelt wird dies alles noch von Dietmar Wunder und seiner faszinierenden Art diesem famosen Inhalt die Lebendigkeit auf den Leib zu sprechen. Bilder entstanden in meinem Kopf, so realistisch scheinend wie ein Film. Zeitweise vergaß ich sogar, dass ich ein Hörbuch hörte und wähnte mich direkt in den Abenteuern meiner „Freunde“ aus dieser schönen Geschichte.

Mein Fazit:

Die Hör-CD von innen

Wäre es möglich, ich würde vor Wonne zergehen und wie Schokolade in der Sonne schmelzen, denn so ist „Die Stadt der Regenfresser“: Wie pure, gut schmeckende Schokolade. Man braucht nur diesen Namen zu erwähnen und die meisten haben sofort ein Verlangen in sich oder wissen um das
explodierende Gefühl der Geschmacksnerven, das ein Stück Schokolade im Gaumen auslösen kann. Unvergleichlich, köstlich und dabei doch so einfach hervorzurufen. Oder möchte mir jemand erzählen, es sei schwer die Schokolade zu öffnen? 😉
„Die Stadt der Regenfresser“ würde ich jederzeit wieder „schmecken“ wollen, denn im Grunde genommen kann und möchte ich zukünftig weder auf Schokolade, noch auf Regen verzichten. Ich bin absolut verzückt!

Bewertung

Allgemeine Hörbuchinformationen:
6 CD’s
ISBN 978-3-8337-2437-4
€ 22,99
Gesamtspielzeit 06:59:55 Stunden
Hörprobe!
Zur Hör-CD!

Die Website zum Buch

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