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Jolande – Der Sommer meines Lebens von Patricia Schröder [Rezension]

Hannah war ein Mädchen, das ich unter normalen Umständen niemals kennengelernt hätte, denn sie war mir zu verrückt und vor allem natürlich viel zu direkt. Hätte es Belindas Brief nicht gegeben, hätte ich sie ganz bestimmt nicht angesprochen. Sie wäre auf Händen an mir vorbeispaziert und wahrscheinlich für den Rest des Tages auf ihrer Überkopfwelt geblieben.

S. 136

Inhalt:
Die organisierte und durchgeplante Johanna Jolande Konrady wohnt bei ihrem Vater, denn mit ihrer quirligen und unberechenbaren Mutter kommt sie nicht so gut klar. Als die Ferien anstehen, muss sie wie jedes Jahr für eine Woche zu ihr ziehen und ist nicht sehr begeistert davon, zumal ihr Schwarm Mika verreist und sie ihn erst nach den langen Wochen wiedersehen wird.
Als plötzlich ein Brief für Jolande von einer Belinda auftaucht und sie zu einem Abenteuer auffordert, zögert sie nur kurz und folgt der Spur. Sie findet sich an der Ostsee wieder und versucht nun herauszufinden, wer ihr die anonymen Botschaften schickt, denn sie kennt keine Belinda. Schnell verliert sie ihr eigentliches Ziel aus den Augen, denn auf der kleinen Insel im Meer lernt sie endlich mal, wie es ist, die Kontrolle zu verlieren und das Leben so zu nehmen, wie es auf einen zukommt und am Ende, wird alles ganz anders als gedacht und Jolande wird das glücklichste Mädchen der ganzen Welt sein.

Meine Meinung:
Nach den ersten Kapiteln war ich etwas traurig, dass sich hinter einem so schönen Cover eine langweilige und vorhersehbare Teeniegeschichte verbergen sollte. Dieser Eindruck verflüchtigte sich jedoch sehr schnell und am Ende bin ich total begeistert und hocherfreut, in den Genuss eines solch köstlichen Romans gekommen zu sein, der für heiße Sommertage und ferne Träumereien genau das richtige ist.
Ich habe schon das eine oder andere Buch von Patricia Schröder gelesen, doch „Jolande – Der Sommer meines Lebens“ gefällt mir mit Abstand am Besten.
Anfangs wird das Umfeld der Protagonistin Johanna geklärt und die verschiedenen Personen eingeführt.
Irgendwann erhält Johanna einen mysteriösen Brief von Belinda für Jolande, die sie auffordert, an die Ostsee zu fahren, wo sie in einer Pension erwartet wird.
Normalerweise plant Johanna alles durch, ist voller Kalkül und lässt sich niemals fallen und solchen spontanen Abenteuern geht sie aus dem Weg.
Doch dieser Brief macht sie neugierig und sie würde gerne wissen, wie es weitergeht, also folgt sie diesem Befehl, ohne zu ahnen, zu welch großem Abenteuer sie sich aufgemacht hat.
Dabei entwickelt sie sich ungemein weiter und auch ihr Zweitname Jolande, den sie eigentlich nicht mag, bekommt eine größere Bedeutung für sie.
Die Spannung darum, wer hinter diesen Briefen wohl steckte, brachte mich bald um, denn es kamen so viele Figuren dafür in Frage. Außerdem liefen nebenher noch einige interessante Sachen ab und in jeder einzelnen wollte ich unbedingt ganz schnell, alles wissen, weil es so schön zu lesen war.
Patricia Schröder entwickelte eine regelrechte Schnitzeljagd und der Titel: „Jolande – Der Sommer meines Lebens“ passt zu 100 % zu dieser Geschichte, diesen Figuren, dem aufheiternden Schreibstil und der Kulisse. Ein Roman, der mich dazu anhält, dass Leben mehr zu genießen und auch sich auch mal spontan in aufregende Momente zu stürzen.
Teenager werden ihre Freude finden, doch auch ältere Menschen werden mit Sicherheit den Zauber dieser Geschichte spüren und sich in „Jolande – Der Sommes meines Lebens“ verlieben.
Am Ende war das ganze Buch perfekt. Jede Kleinigkeit passte und zu keinem Moment konnte ich ahnen, wohin die vielen Stränge sich entwickeln würden.
Denn wie beim Backen oder Kochen, verändert eine einzige Zutat, das ganze Ergebnis und die Rezeptur ist anders. So nahm ich ganz zu Anfang noch an, eine mir nicht schmeckende Schwarzwälderkirschtorte zu erhalten und durfte mich dann über die feinste und tollste Schokoladentorte à la Mousse aus Chocolat freuen und bin irgendwie total glücklich über dieses schöne Schmuckstück von Buch!

Mein Fazit:
Das Cover hat mich davon überzeugt „Jolande – Der Sommer meines Lebens“ lesen zu wollen.
Es vermittelt sofort die richtige Stimmung und so wie der Schriftaufzug Jolande funkelt, funkelt auch der Inhalt dieser begeisternden Geschichte. Ich kann sie nur empfehlen, denn ich habe mich einmal so richtig fallengelassen und bin verblüfft, dass Patricia Schröder mich mit dieser aufregenden Schnitzeljagd dermaßen überraschen und für sich einnnehmen konnte.
Ein Buch, für den Sommer oder aber auch ein Buch für den Winter, wenn man verlernt hat, wie es ist, vom Sommer zu träumen.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Coppenrath-Verlag
Jolande
Der Sommer meines Lebens
von Patricia Schröder
ISBN: 978-3-8157-5527-3
Bestellnr.: 5527
272 Seiten
Format: 14,2 cm x 21 cm
ab 12 Jahre
Hardcover / Glimmer / innen 1-fbg. / Lesebändchen
€ 12,95
Zum Buch: Klick!

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5 thoughts on “Jolande – Der Sommer meines Lebens von Patricia Schröder [Rezension]”

  1. huhu, ich habe gerade deine Jolande-Rezi auf Amazon gelesen – wirklich schön, besonders der Schluss mit der Schwarzwälder Kirschtorte. 🙂

    Mir ging es übrigens ähnlich – ich habe das Buch gerade ausgelesen. Erst dachte ich; och nö, nicht so ein Teenieangeschmachte, wo von vornherein klar ist, was passiert. Die Briefe und das Rätsel um Belinda haben mich dann aber auch gepackt. Zwar war „Jolande“ für mich nicht perfekt (da mir einiges zu ungenau bzw. Jolandas Entwicklung manchmal zu selbstversändlich war, zudem kenne sie Mika kaum), aber dennoch sehr lesenswert. Vor 10-12 Jahren wäre ich wahrscheinlich restlos begeistert gewesen. So, dass musste jetzt mal raus, weil ich deine Rezi einfach so toll fand (es stand ja zum Glück der mir bekannte, passende Blog anbei). 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Reni

    Gefällt mir

    1. Ach Reni, es ist doch immer wieder schön von dir zu lesen!!
      Ich weiß noch, wie es war, „Jolande“ zu lesen, dieses Buch hat so diese Wirkung…
      Deine lieben Worte sind die reinste Wonne für mich. Erstens, da du so ähnlich empfunden hast wie ich (ein wenig kritischer warst du dann ja doch ;)) und zweitens, dass meine Rezension dir recht gut gefällt. Genau so meinte ich das, wenn ich jünger gewesen wäre, wäre „Jolande“ sicherlich das Buch für mich geworden!!

      (es stand ja zum Glück der mir bekannte, passende Blog anbei)

      Wie meinst du denn das? – Verstehe den Zusammenhang leider nicht…
      Gutes Nächtle und nochmals Danke für die Blumen,
      Charlousie

      Gefällt mir

  2. Huhuuu,

    „Forgotten“ ist heute bzw. gestern (auf die Uhr schaue) bei mir angekommen… und bitte! Ich finde deine Rezi wirklich gut, dabei hatte ich anfangs gar nicht gesehen, dass sie von dir ist.

    „(es stand ja zum Glück der mir bekannte, passende Blog anbei)“

    Ich hatte die Rezi doch zuerst auf Amazon gelesen, das meinte ich damit. Praktisch, dass du deinen Blog dort angegeben hast (bei mir ist es nicht der Fall).

    Bis denne. 🙂

    Gefällt mir

    1. Aaaaaaaaaaaaaach so!!! Jetzt verstehe ich das! 🙂
      Ja, ich überlege auch noch manchmal, ob ich bei Amazon die Blogbezeichnung wieder rausnehme, weil manchmal finde ich es affig, dann wieder praktisch…. Mal sehen, bisher habe ich es stehen gelassen, weil ich mich noch nicht entschieden habe!
      „Forgotten“ ist inzwischen auch bei mir gelandet!!!! *Hurray* und es sieht wirklich schön aus, nicht? 😀
      Eine schöne Woche und viele, tolle Bücher für Dich!

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Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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