Buchrezensionen

Ashes, Ashes von Jo Treggiari [Rezension]

Inhalt:
Lucys Familie und die Welt um sie herum ist tot. Einsam und alleine schlägt sie sich Tag für Tag durchs Leben und hat damit einen weg gefunden, der Natur zu trotzen. Doch irgendwann ist auch der Zeitpunkt gekommen, da kann der menschliche Organismus nicht mehr und die Belastungen werden zu hoch. Jeder Tag ein Kampf ums Überleben und ständig hungrig, müde und voller Angst einschlafen. Da trifft Lucy auf Aidan, den sie sofort sympathisch findet. Lucy wusste vorher schon, dass sie nicht die einzige Überlebende ist, doch sie konnte es sich einreden. Dieser Junge nun hat sie in die Realität gerissen und als sie ihm nach dem Verlust ihres mühsam aufgebauten zu Heimes folgt, ahnt sie noch nicht, dass damit große Gefahren auf sie und alle, die sie lieben lernt, zukommen werden.

Meine Meinung:
Ich habe mir viel von diesem Buch erhofft! Warum? Weil mich die Gestaltung und der Klappentext enorm ansprachen. Konnte ich ahnen, dass in diesem Werk so wenig zusammenpasste wie es nur generell geht? Man stelle sich folgendes Szenario vor:
Die Welt ist durch Umweltkatastrophen und vor allen Dingen Epidemien dahingerafft worden. Lucy hat als einzige aus ihrer Familie überlebt und ist jetzt ach so mutig, weil sie sich vorstellt, die einzige Überlebende auf der Welt zu sein. Dabei stimmt das nicht und sie versteckt sich lediglich vor anderen Überlebenden, da sie Angst hat, doch noch mit Viren etc. angesteckt zu werden.
Plötzlich trifft sie auf diesen Jungen, Aidan und ist ihm – wie sollte es auch anders sein? – völlig verfallen. Das kann sie natürlich nicht zugeben. Den Umständen entsprechend ist es später natürlich bloßer Zufall, dass sie zu seiner Siedlung geht und sich den dortigen Bewohnern anschließt. Nun haben wir es schon mit zwei Heranwachsenden zu tun, deren Glück jedoch durch eine dritte, für mich völlig überflüssige Person namens Del bedroht wird. Ich könnte das noch ewig so weiterführen, deswegen die Kurzfassung:
Letztendlich versuchen die Hormongesteuerten und auch davon mehr als geleiteten Teenager, die Ursache für die Seuchen und Epidemien herauszufinden, denn an Lucys Blut ist irgendetwas besonderes und irgendwie hängt das mit Impfungen zusammen. Einige Menschen haben sich zu den Sweepern zusammengeschlossen, die andere untersuchen und den Schlüssel zu allem im Blut zu finden versuchen. Deren höchstes Ziel ist es, Lucy zu bekommen und im großen Finale läuft alles zusammen: Die Hahnenkämpfe um Aidan zwischen Lucy und Del und die Sache mit der zerstörten Welt und natürlich dem Blut…
Ihr habt das jetzt alles nicht so ganz verstanden? Komisch, ich nämlich auch nicht!
Tut mir ja wirklich leid, aber seitenweise Beschreibungen darüber, wie zerstört alles aussieht und wie kaputt alles ist. Dazu noch die sich selbstbemitleidenden Gedanken der Protagonistin Lucy und die einfältigen Versuche aus Aidan einen verruchten und rätselhaften, sowie charismatischen, attraktiven jungen Mann zu zeichnen. Ich fand es einfach nicht spannend und für mich ergab nichts einen Sinn. Dazu noch der Titel: „Ashes, Ashes“. Was soll der denn ausdrücken? Direkt ankündigen, dass dieser Roman wie Schutt und Asche seine LeserInnen in die Langeweile treibt? Hätte der Titel dieses Werkes wenigstens irgendeinen Bezug zum Inhalt gefunden, würde ich mich nicht so rundum „veräppelt“ vorkommen.
In „Ashes, Ashes“ hat Jo Treggiari entweder versucht den Trend rund um Dystopien nachzuahmen oder eine ganz nette Idee einfach nicht richtig umzusetzen gewusst. Der Schreibstil konnte mich so gar nicht begeistern, die Charaktere waren ziemlich ermüdend und die Gestaltung des Covers finde ich wirklich noch am Besten!

Mein Fazit:
Ich konnte leider so gar nichts schönes an diesem Roman entdecken. Alles war unstimmig, nicht rund und passte nicht. Das finde ich sehr schade, denn gerne hätte ich in dieser Rezension ein paar schöne Worte für dieses Buch gefunden, anstatt dieser „hässlichen“.
Ich kann nicht einmal mehr begründen, warum ich 2 und nicht 1 Stern vergab. Vermutlich, da sich dieses Buch ruckzuck durchlesen ließ und ich mich nicht so lange zu quälen hatte.
Dennoch kann ich mich weder für, noch gegen dieses Buch ansprechen, denn ich bin überzeugt, dass andere von diesem Plot total begeistert sein werden und sich gut in die Charaktere einzufinden wissen.
Ich kann „Ashes, Ashes“ nichts abgewinnen und hoffe diesem Buch nichts desto Trotz noch alles Gute!

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Jo Treggiari
Ashes, Ashes
Ab 12 Jahren / 400 S.
Schutzumschlag mit Prägung
21,4 cm x 15,5 cm
16,95 € [D]
17,50 € [A], CHF 26,90
Zum Buch: Klick!

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5 thoughts on “Ashes, Ashes von Jo Treggiari [Rezension]”

  1. Oh man! Du sprichst mir ja sowas von aus der Seele, zwar nicht in allen Punkten, aber letztendlich stürzte der Schutthaufen auch über mir zusammen. 😉

    Lucy mochte ich anfangs eigentlich … bis sie auf Aiden trifft und sich alles nur noch um ihn dreht. Ja… und alle warten sie auf den Henker, der sie abholen kommt – sogar noch im letzten Kapitel, obwohl sie geflohen sind. Die Charaktere haben aber auch echt nichts dazugelernt und die Autorin meiner Meinung nach nur wenig Ahnung, wie man ein gutes, fesselndes Buch schreibt. Ich fühle mit dir! Das Buch las sich aber auch wirklich sehr schnell durch, richtig spannend (außer vielleicht zum Ende hin) wurde es aber wirklich nie.

    LG Reni

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    1. Da sagst du was!! und mir fiel gerade auf, dass ich schon wieder etwas vergessen habe in dieser Rezension. Naja, ist eh nicht mehr so wichtig, denn es ist lediglich eine weitere, unlogische Stelle. Lucy verstaucht sich ja den Knöchel *HÜSTEL*. Denn im einen Moment, kann sie nicht laufen, dann auf einmal doch und später kommt dann nur so ein Satz wie: „Ihr Fuß war ja verstaucht“, so als ob sich die Autorin selbst gerade wieder daran erinnern würde und es einfach nur vergessen hätte…
      Naja, die Geschichte ist es mir dann auch nicht mehr wert, mich noch mehr darüber aufzuregen! 😉
      GLG,
      Charlousie

      Gefällt mir

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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