Rezensionen

Verboten oder nicht? Eine Frage der Perspektive?

Ich habe gestern Abend ein Buch beendet, was mich… nun ja, ich sage mal: „Überwältigt“ hat. Ehrlich gesagt war ich sogar mehr als überfordert mit dem Inhalt und das ist mir noch nie passiert. Doch vor allen Dingen wie am Boden zerstört und so todtraurig. Gestern Abend sah die Welt irgendwie so schlimm aus, dass ich in diesem Moment nie wieder ein Buch lesen wollte. Mir war klar, dass das „nur eine Laune“ ist und am nächsten Tag oder auch am Tag danach alles wieder in Ordnung wäre, doch dass mich ein Buch überhaupt so treffen konnte… Ja, ich weiß, ich mache euch bestimmt neugierig. Ich rede von „Forbidden“ geschrieben von Tabitha Suzuma. Ich kann mir nicht erklären, was da genau der Auslöser war, doch ich denke, es war diese so verdammt gute, verdammt traurige Geschichte!!!!

Jetzt habe ich eine Frage an euch. Eigentlich sogar viele. Viele, viele, viele, zu viele!

(Das klingt jetzt doof, aber mir fällt keine bessere Formulierung ein 😦 )

Was haltet ihr von Inzest? Dabei bitte ich verschiedene Möglichkeiten zu berücksichtigen. Nicht etwa, wenn ein Vater seine Tochter missbraucht oder ein Bruder seine Schwester. Sondern Geschwister, die es beide „wollen“ (man nennt dies konsensual) und sich wirklich lieben. Ist das moralisch oder ethisch verwerflich oder wie vieles letztlich doch nur eine Frage der Perspektive?

Findet ihr es in Ordnung, wenn sie zusammen sind? Findet ihr es eklig, wiederwärtig? Oder soll/muss es bestraft werden?

Ich habe mir gedacht, dass der Grund einer Bestrafung immer die Gene waren. Also die Gefahr, dass bei Geschwistern die Kinder ziemlich wahrscheinlich behindert werden und dass es deswegen verboten ist. Nach „Forbidden“ werde ich mich jetzt mal ein wenig informieren und googeln, weil ich einfach nicht mehr aufhören kann, an dieses Thema zu denken. Für euch noch einmal eine Deifinition, was der Begriff „Inzest“ eigentlich genau/ursprünglich bedeutet und dann würde ich mich wirklich über ein paar Antworten freuen, da mich dieses Buch wirklich aus der Bahn wirft.

Definition Nr. 1: (Quelle: Wikipedia)

Inzest (auch Blutschande, von lat.: incestus „unkeusch“) ist ein Begriff kultureller, moralischer und juristischer Art, der Geschlechtsverkehr zwischen verwandten Personen beschreibt.

Kulturen, Gesellschaften und Religion haben oft sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was ein zu ächtender Inzest ist bzw. welcher Inzest von den Mitgliedern gewünscht oder sogar gefordert wird. Das Inzesttabu richtet sich in allen Kulturen nach der verwandtschaftlichen Nähe, und es ist unterschiedlich, welcher Verwandtschaftsgrad negativ bewertet wird. Bei vielen Fällen von sexuellem Missbrauch von Kindern in der Familie handelt es sich um Inzest, aber unter Inzest fallen auch konsensuale sexuelle Beziehungen zwischen erwachsenen Geschwistern. 

Das rot Unterstrichene ist von mir, weil ich genau darauf abziele!

Definition Nr. 2: (Quelle: BR-Online)

Inzest Aus dem Lateinischen (incestus) = Blutschande durch engste Inzucht. Gemeint ist damit die sexuelle Beziehung zwischen Menschen, denen aufgrund ihrer engen (Bluts-)Verwandtschaft die Heirat verboten ist: z.B. Geschwistern, Mutter und Sohn, Vater und Tochter. In den meisten Kulturen und Gesellschaften aus ethischen und medizinischen Gründen verboten: Kinder, die aus einem engen Inzuchtverhältnis hervorgehen, können gehäuft Erbkrankheiten aufweisen.

Habe auch schon eine Rezension geschrieben, von der ich nicht weiß, ob ich sie überhaupt veröffentlichen will. Nicht, weil ich mich nicht trauen würde, sondern weil sie mich so traurig macht!

Zum Abschluss gibt es noch einmal zwei Links zu einem Forum, indem schon ordentlich diskutiert wurde, für mich schlägt das aber vollkommen in die falsche Richtung:

>>>Forumslink<<<

und eine >>>Rechtssprechung<<<

PS: Um mal einigen Gedanken eventuell vorzubeugen: Stellt euch vor, JA ich habe einen Bruder, doch das ist nicht mein Grund weswegen ich frage, weil ich so empfinden würde, wie die Personen in „Forbidden“. Motivation dahinter ist wirklich ausschließlich dieses Werk!

Advertisements

18 thoughts on “Verboten oder nicht? Eine Frage der Perspektive?”

  1. Hallo,

    dieses Buch steht auch auf meiner Wunschliste, weil ich die Thematik spannend finde und darauf gespannt bin, wie die Autorin mit diesem Tabu-Thema umgeht.

    Vor ein paar Jahren habe ich mal „Ludvig meine Liebe“ von Katharina von Bredow gelesen. In dem Buch geht es auch um Liebe unter Geschwistern und es hat mich sehr berührt. Vorher hatte ich gar keine Meinung zu der Thematik, aber dieses Buch hat mir die Thematik gut näher gebracht.

    Ich finde das Thema schwer und es ist sehr schwer darüber zu urteilen. Das Missbrauch und Unfreiwilligkeit absolut indiskutabel sind brauche ich wohl im Grunde nicht zu sagen. Aber bei gegenseitigem Einverständnis auf beiden Seiten ist es schon schwerer. Wenn beide sich wohl fühlen und es ihnen psychisch gut geht dann finde ich es nicht so schlimm. Schwieriger wird es allerdings wenn es dann ums Thema Kinder geht. Ich finde es muss nicht sein, bewusst das Risiko schwerer Behinderungen einzugehen. (Was schon wieder die nächste Frage aufwirft, darf der Mensch sich in sowas einmischen? Darf der Mensch „Gott“ spielen?…) Da wäre eine Adoption dann besser, was in dieser Konstelation zumindest in Deutschland und den meisten Ländern wohl nicht möglich ist.

    Das war meine Meinung in Kürze, ich denke um alle Aspekte des Themas zu beleuchten reicht so ein Kommentar nicht aus.

    Ich lasse dir mal eine virtuelle Tasse Ikea-Kakao hier, damit du nicht mehr so traurig bist.

    Liebe Grüße,
    Jai

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Jai!
      Ich kann dem nur zustimmen. Missbrauch ist indiskutabel! Die Sache, wie weit ein Mensch sich beim Thema Kinder kriegen, Genmanipulation etc. einmischen darf, ist wieder eine Frage, die man in Ethik endlos diskutieren kann. (Haben wir auch.) Ich denke auch, man kann gar nicht urteilen. Denn jede Situation oder jeder Moment in solch einem Fall ist einzigartig und kann schwer abgewogen werden… Hmm, jetzt hast du (in solch einem kleinen Kommentar ;)) schon alles gesagt, was mir auch noch eingefallen wäre, da kann ich mich nur für deine Worte bedanken und auch deine Meinung, die ich vollkommen teile und nicht zu vergessen, dass mich die virtuelle Ikea-Kakao Tasse aufmuntern konnte!
      Nachdem ich drüber schlief, ist die Traurigkeit glücklicherweise wieder weg. Nur wenn ich länger wieder an dieses Buch denke, könnte ich am Liebsten schon wieder…
      Wünsche dir noch ein schönes Wochenende,
      Charlousie

      Gefällt mir

  2. Uff, kein einfaches Thema, nicht weil ich es schwierig finde sonder weils Gesellschaftlich ein heisses Thema ist.

    Wie gesagt, auch ich rede jetzt nicht von Gewalt. Da gibt es nichts zu diskutieren. Was aber die Liebe angeht, die liebe zweier Menschen, da nehm ich mir sicher nicht das Recht heraus zu urteilen. Wenn es dann gegenseitig ist. Der Mensch will immer über alles die Kontrolle haben, aber sind wir ehrlich, wir haben sie nicht und bei der Liebe auch nicht. Wenn es nämlich so wäre, könnte man mit organisierten Heiraten klar kommen denn man könnte sich entscheiden den Menschen dann zu lieben. Dann würde es nicht passieren das man sich in eine weitere Person verliebt obwohl man schon vergeben ist und schon einer anderen Person das „Herz“ verschenkt hat. Aber so ist es nicht!

    Und wenn wir geschichtlich mal zurück gucken dann gabs die Geschwister-Liebe und Ehe und diese war völlig legitim. Bis das Christentum kam.

    Ich finde allerdings das die Selbstverantwortung der betreffenden Geschwister da sein sollte, keine Kinder zu bekommen, da das Risiko doch hoch ist ein behindertes Kind zu bekommen.

    Ansonsten, jeder hat das recht auf Liebe. Oder nicht? Woher nehmen wir uns das Recht solche Menschen zu verurteilen?

    Liebe Grüsse
    Alexandra

    Gefällt 1 Person

    1. Das hört sich nach Worten an, die mit Herz geschrieben wurden und deswegen kann ich mich auch diesen vollkommen anschließen. Ich habe wirklich auch ein wenig gezögert, ob ich das überhaupt ansprechen soll, doch ich denke, es war nötig und jetzt bin ich erleichtert, denn mir hat es sehr geholfen. Ich danke dir für deine Meinung!

      Ich finde allerdings das die Selbstverantwortung der betreffenden Geschwister da sein sollte, keine Kinder zu bekommen, da das Risiko doch hoch ist ein behindertes Kind zu bekommen.

      So sehe ich das auch!
      Schönen Abend noch,
      Charlousie

      Gefällt mir

      1. Es ist für mich ein nicht ganz leichtes Thema, aber darauf mag ich jetzt hier nicht eingehen. Aber eben, Mann muss unterscheiden zwischen Gewalt / Zwang und Liebe die gegenseitig passiert. Und daher kann ich hier voll dahinter stehen was meine Antwort angeht 😉 Und ja, es ist mit Herz geschrieben 😉

        Auch dir einen schönen Abend
        Alexandra

        Gefällt 1 Person

        1. Das ist gut und ich akzeptiere es auch. Zumal ich es genauso sehe.
          Hmpf. Ich bin immer noch ein wenig durcheinander nach Forbidden.
          Danke fürs schönen Abend wünschen! 😉
          Dann wünsche ich dir noch einen schönen Sonntag dazu! 😛

          Gefällt mir

  3. Das Buch steht hier bei mir auch seit ein paar Monaten und ich wollte es demnächst auch lesen (nach dem Prüfungsstress).
    Jetzt hast du mich natürlich nur noch mehr angefixt, weil ich solche Tabu-Themen prinzipiell spannend finde, eben weil keiner darüber spricht oder sprechen will.

    Ich glaube, Geschwister, die zusammen groß geworden sind, werden sich eher weniger vorstellen können, wie es ist eine tiefere (und intime) Beziehung zum eigenen Bruder/eigener Schwester zu führen. Und ja, ich hab auch einen Bruder und kann mir das demnach eben nicht vorstellen.
    Es ist ja auch eine andere Sachen, wenn Geschwister getrennt wurden. Sie kennen sich nicht, wissen vielleicht nicht mal voneinander, treffen sich, lernen sich kennen, verlieben sich… Und? Dürfen sie deswegen nicht zusammen sein? Nur weil sie blutsverwandt sind?
    Es gibt ja auch „Geschwister“, die keine richtigen sind, sich verlieben und trotzdem von der Gesellschaft – hm – missbilligt werden, wenn sie ein Paar werden oder sind, weil sie eben wie Geschwister aufgewachsen sind.

    An sich bin ich immer der Meinung, dass jeder selbst wissen muss, mit wem er sein Leben/Leidenschaft/was-auch-immer teilen möchte. Aber gerade beim Thema Inzest finde ich es wichtig, dass die „Betroffenen“ sich noch mehr Gedanken über Verhütung oder zukünftige Kinder machen. Ob man dann nicht lieber auf leibliche Kinder verzichten sollte.
    Klar, wenn Geschwister ein Paar werden, ist das seltsam, komisch. Aber letzten Endes ist es ja nicht meine Entscheidung und ich MUSS es ja auch nicht nachvollziehen können. Wer sind wir also, dass wir darüber urteilen wollen/können/sollen, wenn sich zwei Menschen lieben (mal den Aspekt mit leiblichen Kindern außer Acht gelassen)?

    Ich bin jetzt auch von einer rein freiwilligen Beziehung und unabhängigen Gefühlslage ausgegangen.
    Mal sehen, was ich nach der Forbidden-Lektüre denken werde.

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Ami Li Misaki!
      Wow, das habe ich gar nicht in Betracht bezogen, weil ich schon einen „Tunnelblick“ nach Forbidden hatte. Stimmt, es kann natürlich sein, dass Geschwister/Halbgeschwister nicht einmal voneinander wussten und dann irgendwie erfahren, dass sie in Wirklichkeit Geschwister sind… Ein guter Gedanke! Ich könnte mir auch nie vorstellen, mit meinem Bruder etwas anzufangen. Das ist viel zu komisch, um wirklich auch nur näher darüber nachzudenken. Ich denke, dass bei leiblichen Geschwistern, wenn sie dich denn lieben und zusammensein wollen, sie niemals auch nur über Kinder nachdenken sollten. Zumindest nicht über eigene. Da ist das Risiko zu groß. Finde ich. Hmmm, lass dich mal von Forbidden überraschen! Wenn ich deinen Kommentar lese, bin ich mir sicher, dass du da evtl. ein wenig staunen könntest…
      Du sagst es. Mich hat es auch vor allen Dingen deswegen interessant, weil es ein TabuThema ist. Eigentlich finde ich es generell komisch, dass es überhaupt TabuThemen gibt. Verständlich schon, aber irgendwo auch unnötig. Als ob wir alle nur Theater spielen würden.

      Klar, wenn Geschwister ein Paar werden, ist das seltsam, komisch. Aber letzten Endes ist es ja nicht meine Entscheidung und ich MUSS es ja auch nicht nachvollziehen können. Wer sind wir also, dass wir darüber urteilen wollen/können/sollen, wenn sich zwei Menschen lieben (mal den Aspekt mit leiblichen Kindern außer Acht gelassen)?

      Dabei denke ich gerade, wie gut ich es im Grunde habe, dass ich mich nicht in dieser schwierigen Situation befinde. Dennoch ist es irgendwie wichtig, darüber nachzudenken. Zumindest für mich und zumindest nach diesem Buch. Puh, hätte nie gedacht, dass ein Buch so deprimierend sein kann.
      Lieben Gruß,
      Charlousie
      PS: Wann ist er denn vorbei, dein Prüfungsstress? 🙂

      Gefällt mir

      1. Ehrlich gesagt, musste ich da an eine Epsiode von Dr. House denken, in der auch zwei (Halb)Geschwister geheiratet hatten und nicht wussten, dass sie überhaupt verwandt sind. 😉 Aber generell KANN es ja passieren.

        Ich persönlich kann mich jetzt auch nicht in die Lage versetzen wie es wäre, wenn ich meinen Bruder als „Mann“ sehen würde. *brr* Aber was für mich gilt, muss ja nicht auch gleich für andere gelten.

        Dann werde ich mich mal überraschen lassen. 😉

        Wie Alexandra ja schon schrieb, gab es früher dieses Tabu-Thema nicht. Ich mein, ich verstehe durchaus, dass es prinzipiell nicht so sein sollte (so von wegen Fortbestand der Menschheit 😉 ), aber man sollte sich halt auch immer die näheren Umstände anschauen, warum, wieso, weshalb die Geschwister ggf. zueinander gefunden haben!

        Ich stimm dir zu: Ich bin auch froh, dass ich nicht in so einer Situation stecke.

        Prüfungsstress ist spätestens nächsten Freitag gegessen. 😉

        Gefällt mir

        1. Pft, immer diese Serien! 😉 Da passieren tatsächlich immer die dollsten und wunderlichsten Sachen…
          Dann drücke ich dir noch bis Freitag die Daumen für alle Prüfungen und was sonst noch so ansteht!
          Ganz viel Erfolg und gute Ergebnisse dabei!

          Gefällt mir

  4. Inzest ist nicht umsonst strafbar. Die Rechtslage schützt sowohl das ungeborene Leben vor Genschäden, als auch Menschen mit gegengeschlechtlichen Geschwistern vor sexueller Ausbeutung (das wird viel zu selten erwähnt).
    Ich bin froh, dass es ein solches Gesetz gibt, das die Integrität der Familie schützt und die Sicherheit ihrer Mitglieder gewährleistet.
    Toleranz in allen Ehren, aber in diesem Bereich ist sie vollkommen fehl am Platz.

    Das Buch hört sich interessant an, vielleicht lese ich es auch mal. LG, Katarina 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Huhu.
      Sicherlich ist es richtig, dass dieses Verbot generell dem Schutze dient und auch vor sexuellem Missbrauch. Vor allen Dingen diesem. Allerdings meinte ich ja eben auch keinen Zwang oder einseitiges Verlangen etc., sondern eine Liebe von zwei Menschen, die sich so sehr „wollen“ wie nichts anderes auf der Welt und zufällig dieselbe Mutter oder denselben Vater haben. Richtig ist es, dass man Ungeborene schützen will, aber wie auch schon gesagt wurde, da sollte die Selbstverantwortung von diesen Menschen so hoch sein, dass sie wissen, dass es einem Kind, was sie zeugen könnten und auch ihnen somit nur schaden würde.
      Also, sie lieben sich „einvernehmlich“ oder wie es heißt „konsensual“ und niemand wird gezwungen und anderen Menschen tut es ja auch nicht weh. Sollten sie sich dann daran halten und keine Kinder bekommen, ist die Welt doch prinzipell in Ordnung!? So empfinde ich es zumindest. Aber wie man es auc dreht und wendet. Komisch wird es wohl immer wirken und du sagtest ja auch selbst, es ist nicht umsonst verboten, denn vermutlich könnte es immer passieren, dass eine ungewollte Schwangerschaft eintritt. Und ob eine Geschwisterliebe Zukunft hat, ist die andere Seite. Denn wenn die Menschen im Umfeld es wissen, wird man sicherlich ausgegrenzt und kann man so glücklich werden? Naja, das ist die andere Seite und dennoch sollte man nicht darüber urteilen dürfen.
      Lg,
      Charlousie

      Gefällt mir

  5. Ach ja, ein sehr schwieriges Thema! Da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das Buch dich so stark berührt hat. Es steht auf meiner Wunschliste schon ganz weit oben, weil es mich sehr sehr neugierig macht, wie die Autorin den Lesern ein solches NO-Go!-Thema näher bringen will.

    Mhhhhh… schwer schwer. An sich, denke ich, dass man es sich nicht aussuchen kann, in wen man sich verliebt – es passiert einfach. Da ist es schon blöd, wenn es der eigene Bruder/die eigene Schwester ist. Aber sollte man solche Gefühle verbieten, die einfach vorhanden sind? Sieht man sich die Konsequenzen an (behinderter Nachwucht etc.) dann denke ich schon. Aber wiederum, sind es auch nur Menschen, die sich eben ineinander verliebt haben und mit der Situation wahrscheinlich selbst überfordert sind. Da ist es bestimmt schwierig zu erkennen, was richtig oder falsch ist. Ich selbt habe keinen Bruder, sondern eine Schwester, deshalb kann ich es mir persönlich nur schwer vorstellen… Also an sich bin ich bei der Thematik etwas zwiegepalten. Einerseits denke ich: das geht gar nicht. Andererseits: Was kann man schon gegen die Liebe tun?

    LG Reni

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, ich habe auch festgestellt, es ist einfach nicht zu beurteilen und ich kann für mich nicht zu einer einzigen Meinung finden. Es gibt so viele Aspekte und Möglichkeiten zu berücksichtigen!
      Es ist so oder so schwer, sich die Sache vorzustellen. Selbst ich, die einen Bruder hat, habe Probleme dabei. Doch Liebe ist Liebe und die fällt dahin, wo sie eben hinfallen will. Kann man ja leider nicht beeinflussen. Was auf der anderen Seite auch wiederum wieder gut ist, denn sonst wäre das Leben doch auch langweiliger, oder?
      Nur, es ist und bleibt für Pärchen, die Geschwister sind, niemals leicht, wenn sie sich beide lieben.
      Nur Cousinen und Cousins dürfen glaube ich auch heiraten? (oder ich bin falsch informiert, was gut möglich ist ;)) Dort ist es erlaubt, weil das Risiko eines behinderten Kindes geringer ist. Bzw. genauso hoch oder niedrig, wie bei anderen und dort sind sie ja auch verwandt und es ist nichts verwerfliches daran (aus offizieller Sicht), wenn sie zusammen sind.
      GLG,
      Charlousie

      Gefällt mir

  6. Was mir noch in den Sinn gekommen ist…

    Ist nicht Liebe Liebe? Gibt es solche die schlechter sind oder besser? Wenn man jetzt von gesunder Liebe ausgeht natürlich?

    Dir Charlousie wünsch ich in dem Fall auch noch einen schönen entspannten Sonntag ;-P mir viel Ruhe zum lesen *gg*

    Gefällt mir

    1. Ein kluger Gedanke!
      Ich frage mich auch nicht selten: Sind nicht alle Menschen gleich auf dieser Welt und vor dem Gesetz? Warum sind dann manche scheinbar „gleicher“ auch wenn es heißt, es sei nicht so? (wie bei „Animalfarm“ von George Orwell). nun gut, das ist eine ganz andere Schiene, doch es zielt auf ein gleiches Ergebnis ab. Im Prinzip gibt es von Liebe (gesunder Liebe, wie du es nennst), keine Steigerung oder eine Unterteilung von schwarz und weiß…
      Na, wer mir so schöne Sachen wünscht, da kann ich nun wirklich nicht mehr mithalten und muss mich geschlagen geben!!! 😉 Aber ich kann dich noch einmal dafür bedanken, dass du deine Gedanken hier mitgeteilt hast!!
      Gruß,
      Charlousie

      Gefällt mir

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s