Buchrezensionen

Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen von Autorenduo Barnabas Miller und Jordan Orlando [Rezension]

„Amy!“, kreischte Mary und stürmte schluchzend die Stufen hinauf, durch den brüchigen Türrahmen ins Haus hinein. „Amy!“
Nichts.
Das ist alles gar nicht wahr … das geschieht nicht wirklich, wiederholte ein Teil von Marys Verstand ununterbrochen. Nein, nein, nein, das geschieht gar nicht…
Amy!“, schrie Mary mit sich überschlagender Stimme. „Amy, wo bist du?“ Nichts. Keine Antwort. Nichts außer dem Trommeln des Regens.
Amy war spurlos verschwunden. S. 154

Inhalt:
Heute ist Mary Shaynes großer Tag. Sie hat Geburtstag. Und Mary Shayne wäre nicht sie selbst, wenn das nicht das große Event werden würde. Denn sie sieht gut aus, hat viele Freunde, ist beliebt und hat eine Modellfigur, von der viele nur träumen.
Doch warum benehmen sich auf einmal alle so sonderlich? Ihr Freund Patrick ist der erste, in einer ganzen Reihe von Ereignissen, die einer geraden, festgelegten Kette folgen, die ihr Leben zerstört. Mary Shayne muss feststellen, dass sie doch nicht so beliebt war, wie sie dachte. Sie bemerkt, dass manche Fallen tödlich enden können, wenn man bisher egoistisch durchs Leben wanderte.

Meine Meinung:
Bei dem in drei Teile gegliederten „Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ kam es mir so vor, als ob es einen Code zu knacken gilt. Dieses Werk sprudelte über von merkwürdigen Ereignissen und ungeklärten, zusammenhangslosen Taten.
Die Protagonistin Mary Shayne ist genauso ahnungslos wie ich es als Leserin war. Ziemlich ratlos ließ ich mich mit dem fesselnden Schreibstil mitreißen und es gefiel mir, was ich da las, auch wenn ich nur Bahnhof verstand. Als ich meinte, den Code geknackt zu haben und mir schon dachte, immer ist es doch dasselbe, wie langweilig, wurde es aber ganz anders.
Bücher wie „Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ kann man nämlich schwer vorhersehen. Sie sind immer für eine Überraschung gut, ohne dass es aus der Luft gegriffen wirkt.
Die einzelnen Akteure in diesem Stück werden erst mit der Zeit ersichtlich und die beiden Autoren haben mich dazu angehalten, vielleicht ein wenig kritischer zu werden, denn es ist so leicht einen Menschen an der Nase herumzuführen.
Es ist schwer weiter auf den Inhalt einzugehen, ohne etwas zu verraten, denn die kleinsten Nichtigkeiten können am Ende entscheidend werden.
Doch so viel muss gesagt werden.
„Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ ist spannend. Beinahe schon auf eine nervtötende Art und Weise drängte es mich, endlich mal hinter die Fassade zu blicken und die ganzen Motive hinter all den Rätseln aufzudecken.
„Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ kostete mich einige Nerven und ungläubige Gedanken, als nach und nach die ganze Tragweite entblättert wurde.
An einer Stelle hätte ich am Liebsten losgeheult.
Das Autorenduo Barnabas Miller und Jordan Orlando hat verschiedene, sehr schlichte Mittel ganz raffiniert eingesetzt und meiner Meinung nach etwas leicht magisches ins Geschehen gemischt, was entfernt der Fantasy ähnelt.
Doch am Ende war ich leider nicht komplett erleuchtet. Einiges verstand ich und war von der Genialität, die hinter allem steckte begeistert, doch andere Aspekte schienen mir wirklich eine Spur zu obskur.
Außerdem fand ich die Charaktere mit einer Ausnahme sehr unsympathisch, weshalb ich teilweise Schwierigkeiten hatte, mich in die jeweiligen Situationen und ihre Beweggründe einzufinden. Manchmal hätte ich mir im Schreibstil mehr Struktur gewünscht. Ab und zu verlangsamte dieses ungeordnete sehr meinen Lesefluss.

Mein Fazit:
Ich empfehle „Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ besonders Thrillerliebhabern. Ohne Blut wurde hier eine intensive, atemlose Spannung aufgebaut, die mit der menschlichen Psyche spielt. Denn wer eher nur ab und zu einen Thriller liest, könnte am Ende genauso wie ich ein wenig unzufrieden und unbefriedigt sein, da für mich einiges sehr schwammig und unnachvollziehbar blieb.
Am Ende zeigt es mir jedoch vor allen Dingen eines: Wir sind alle nur Menschen und es mögen in unseren Augen die größten Nichtigkeiten sein, doch gerade die nehmen sich andere sehr zu Herzen und verletzen sie so tief, wie wir niemals erahnen könnten.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Arena (Juni 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401064487
ISBN-13: 978-3401064482
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 14,9 x 4,8 cm
Zum Buch: Klick!

Vielen Dank an den Arena-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

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6 Gedanken zu „Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen von Autorenduo Barnabas Miller und Jordan Orlando [Rezension]“

      1. Hi! Das habe ich auch gelesen. Anfangs (finde ich) mag es so wirken, doch ich fand es ganz anders und möchte es auch ungern vergleichen. Denn „Wenn du stirbst […]“ hat mir sooooooooooooooooooo gut gefallen und „Seven Souls“ ging halt so…
        😀
        Aber Danke für die Anregung! Freut mich immer, wenn neue Kommentare dazu kommen und sich vll sogar eine Mini-Diskussion hier entwickelt! 😉

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Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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