Archiv für den Monat Juni 2011

Bibliophil Stöckchen ~ wie bibliophil bist du?

Dieses Stöckchen entstammt von  Ophelia-Unfugfabrik und geschnappt habe ich es mir mal bei: NieOhneBuch

Dann wollen wir mal sehen, wie bibliophil und süchtig ich WIRKLICH bin!

Aussagen:

[x] Du gehst nie ohne Buch aus dem Haus.

[x] Dein Bücherregal nimmt den größten Teils deines Zimmers ein.

[x] Du teilst dein Bett mit Büchern.

[x] Du inhalierst den Geruch von Büchern.

[ ] Du streichelst Bücher.

[ ] Du kaufst jedes Mal etwas, wenn du in eine Buchhandlung gehst.

[ ] Dein SuB ist dreistellig und tendiert zur Vierstelligkeit.

[ ] Du unterhältst dich mit den Buchcharakteren.

[ ] Du gibst im Monat mehr Geld für Bücher, als für Lebensmittel aus.

[ ] Du bereist die Orte, die in deinen Büchern genannt werden.

[x] Du hälst Bücher für eine bessere Altervorsorge, als Aktien etc. .

[ ] Du zeltest am Tag der neuen Bucherscheinung deines Lieblingsautor vor der Buchhandlung deines Vertrauens, um als erste/r ein Exemplar zu ergattern.

[x] Deine Familie und Freunde wisse nicht mehr, welches Buch sie dir zum Geburtstag schenken sollen, weil du schon alles hast.

[x] Du verbindest mit mindestens ¼ deiner Bücher im Regal ein Ereignis, an das du dich gerne zurück erinnerst.

[x] Bei dem Wort Buch, wirst du sofort aufmerksam.

[x] Deine Familie und Freunde wissen nicht mehr wie du aussiehst, weil du ständig ein Buch vor der Nase hast.

[ ] Menschen, die Bücher nicht mögen, magst du nicht. —> wäre ein wenig zu krass!

[ ] Du gehst auf die Lesung jedes Autors, dessen Buch du im Regal stehen hast.

[x] Du benutzt Bücher als (Kuschel-) Kissen. —> Teilweise, weil so kuschelig ist es leider nicht 😦

[x] Du vergleichst deine Freunde mit Buchcharakteren. —> Leider!

[ ] Deine besten Freunde heißen Bertelsmann, Carlsen, Heyne, Lyx &Co. und heißen alle „Verlag“ mit Nachnamen.

[x] Dein SuB weigert sich vehement dagegen kleiner zu werden.

[ ] Du versuchst Buch-Flatrates mit den Verlagen auszuhandeln.

[x] Du lernst eine neue Sprache, damit du nicht warten musst, bis das Buch endlich auf Deutsch erscheint. —> Wenn Englisch dazugehört schon. Habe ich nämlich damals nur wegen Stephenie Meyer getan! 😉

[x] Wenn du einmal ein Buch angefangen hast, legst du es bis zum Schluss nicht mehr weg. —>Nur, wenn es spannend ist!

[x] Du verleihst keine Bücher, weil du Angst hast, dass jemand deinen Lieblingen Schaden zufügen könnte.

[x] Man könnte meinen, du besitzt eine eigene Bücherei oder Buchhandlung.

[x] Deine besonderes Schätze bekommen einen Platz in deiner (gesicherten) Vitrine. —> Keine Vitrine, aber einen gesicherteren Ort schon.

[x] Wenn dich dein Partner vor die Wahl stellt „Ich oder das Buch“, antwortest du „Von welchem Buch reden wir denn?“ —>:-) (Männekickens kommen und gehen im Leben, Bücher nicht…)

[x] Du verbringst mehr Zeit mit Lesen als mit anderen Dingen (Job, Schlafen, Freunde und Familie).

[x] Du magst keine eBooks.

[ ] Buchverfilmungen findest du in der Regel schlecht und du hättest es viel besser umgesetzt.

[ ] Du schreibst ein Buch darüber, wie es mit deinen Buchlieblingen weitergeht.

[x] Du besitzt immer noch das Buch, welches du als erstes gelesen hast.

[ ] Du kennst dich besser mit der aktuellen Beststellerliste aus als die meisten Buchhändler/innen.

Auswertung:

0-5 Antworten: Du brauchst dir keine Sorgen machen. Mit dir ist alles in Ordnung. Vielleicht solltest du aber mal öfter ein Buch in die Hand nehmen.

6-10 Antworten: Mit dir ist noch alles in Ordnung. Du bist ein ausgeglichener Viel-Leser, der neben Büchern noch viele andere Hobbies hat.

11-15 Antworten: Dein Zustand ist kritisch. Aber du kannst immer noch damit umgehen, wenn du mal kein Buch zur Hand hast.

Ab 16 Antworten: Bitte besuche sofort ein Treffen der anonymen Bibliophilen!

Ich bin weit über 16 Antworten hinaus. Sogar über die 20!! Aber soll ich ehrlich sein? Besonders schockiert hat mich das jetzt nicht und diese Fragen haben ein kleines bisschen was von BRAVOTests, zu welchem Typ man passen würde o.Ä. 😉

Ich wäre überrascht gewesen, wenn ich weit unter 16 Treffer gelandet wäre,denn wäre ich nicht so „Lesesüchtig“ (oder wie ich schon beschimpft wurde (Buchbesessen :P) gäbe es

LeseLust & LeseLiebe gar nicht. Traurig, oder? So ist es mir dann doch lieber! 😀

Wer mag, darf sich dieses Stöckchen gerne abgreifen, verteile es großzügig in der Gegend!

Davon, wie schön das Leben manchmal sein kann…

Gestern war ein schöner Tag. Warum? Ich kann es mir gar nicht so genau erklären, denn eigentlich fing er gar nicht so super an. Oft merkt man schon beim Aufstehen, wie einen plötzlich die Euphorie überkommt und man einfach spürt, dass heute schöne Sachen passieren würden. So fing es aber gar nicht an. Und es ging genauso unspektakulär weiter. Der Gang zum Briefkasten hat mich nämlich ziemlich enttäuscht. Ich wartete eigentlich auf schöne Buchpost und eine CD, doch er war leer. Gähnend leer! 😦

Desweiteren passierte auch nichts großartiges. Im Grunde genommen war mir eigentlich nur zu heiß. Deswegen schrieb ich meine Rezension zu „Seven Souls“, so etwas bedarf keiner großen Anstrengungen und danach las ich „Dead Beautiful – Deine Seele in mir“ zu Ende und war so begeistert, dass ich auch dazu meine Rezension schrieb. (Dieses Buch ist mein kleiner Geheimtipp, merkt euch das Buch mal vor, erscheint diesen Herbst! Deswegen dauert es leider auch noch, bis ich die Rezension posten darf -.-).

Dann entdeckte ich einen super schönen Link auf meinem Blog, der hier hinführte: >>>>>KLICK MICH, ich bin ein Link ;)<<<<<

Meine Begeisterung war sofort geweckt und an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzliche für die Mühe und die gelungene Vorstellung meines Blogs bei ThrillerOnline bedanken!!

Ab diesem Moment hatte ich Hummeln im Hintern. (*hrhrm*). Irgendwie kam mir auf einmal alles zu stickig vor, zu eng und zu heiß und so nah…

Also zog ich mir bequeme Klamotten zum Mountainbiking an und schwang mich voller guter Laune aufs Fahrrad mit Ziel IKEA. Nachdem ich die neue (DOOFE) Baustelle mit Trick 17 überstanden hatte und am (brechend vollen) Schwimmbad vorbeigekommen war und IKEA voller Glücksgefühle und riesenglücklicher Gedanken erreichte, machte ich mich auf zum Restaurant und holte mir eine Tasse für den Kakao. Der beste der Welt, ich schwöre es euch, der ist so lecker. Nach der ersten Tasse holte ich mir noch eine und dann noch eine und sogar noch eine dritte und wie viele es noch wurden bleibt mal mein Geheimnis ;).

Ich habe keine Ahnung, warum ich wie ein Fass ohne Boden vollgestopft mit Glück war, was sogar überlief, aber irgendwie war ich es. Auf dem Rückweg sah ich mir beim nahegelegenen Baumarkt und Gartencenter die Grünpflanzen an und habe zum ersten Mal in meinem Leben einen BonsaiGinkgoBaum gesehen. Das war voll irre, ich sag’s euch!

Wieder zu Hause wollte ich meine „Seven Soul“ Rezension veröffentlichen. Deswegen loggte ich mich auch mal in meinem E-Mail Konto ein. Als ich dann diese bestimmte E-Mail sah, wusste ich ziemlich sofort, was sie bedeuten musste und konnte mich kaum bremsen, während ich sie öffnete und dieses las:

Hallo und herzlichen Glückwunsch!

Wir haben Deinen Namen bei der Vorablesen.de-Verlosung zu Lisa Desrochers: „Angel Eyes. Zwischen Himmel und Hölle“ aus dem Lostopf gezogen, d.h. Du bekommst demnächst ein Vorab-Exemplar des Buches zur Rezension zugeschickt.

Merke: Diese Mail stammte von Vorablesen.de. Am Sonntag hatte ich auf den letzten Drücker meinen Leseeindruck zu „Angel Eyes – Zwischen Himmel und Hölle“ von Lisa Desrochers verfasst, welches im August erscheint und war den ganzen Montag schon aufgeregt, weil ich alleine nach dieser Leseprobe so unglaublich doll auf dieses Buch stand!!

Vielleicht war das der Grund für meine unverwüstliche Freude den ganzen Tag? Die Spannung, ob ich Losglück haben würde! Oder beim Frühstück hatte ich was im Nutellaglas!? 😛 Oder mein Körper fühlt sich so befreit, weil ich diese 6 langen Wochen Ferien vor mir sehe?! 😀 ODER ich hatte die richtige Musik aufgelegt? Wenn ich noch ein Weilchen überlege, würden mir sicherlich noch 1000 andere mögliche Ursachen einfallen. Doch ich genieße es einfach mal und nehme hin, dass es so ist wie es ist!

Wie auch immer. Hier ist ein Bild für euch vom Cover und eine Leseprobe und der Klappentext. (DIE hat mich wahrlich angefixt.) Quelle: Beides Vorablesen!

«Sollte es eine Hölle auf Erden geben, dann ist es mit Sicherheit die Highschool. Und wenn jemand das beurteilen kann, dann ich!» Als Frannie zum ersten Mal Luc begegnet, fehlen ihr die Worte. Dabei ist sie sonst nicht auf den Mund gefallen. Doch der Neue sieht einfach unverschämt gut aus: ein echter Draufgänger mit dunkler Aura – genau ihr Typ.

Was Frannie nicht weiß: Luc ist ein Dämon mit besonderer Mission. Er soll ihre Seele für die Hölle sichern. Denn Frannie hat eine wertvolle Gabe, von der sie selbst nichts ahnt. Doch auch die himmlischen Mächte schicken einen Kandidaten ins Rennen: Gabe, einen attraktiven jungen Engel. Und ehe sie sich versieht, steht Frannie nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch im Zentrum eines uralten Kampfes …

Mal sehen, was die Tage noch so bringen werden und ob ich heute meine ersehnte Post im Briefkasten finde! Ich wünsche euch was,

Charlousie 🙂

Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen von Autorenduo Barnabas Miller und Jordan Orlando [Rezension]

„Amy!“, kreischte Mary und stürmte schluchzend die Stufen hinauf, durch den brüchigen Türrahmen ins Haus hinein. „Amy!“
Nichts.
Das ist alles gar nicht wahr … das geschieht nicht wirklich, wiederholte ein Teil von Marys Verstand ununterbrochen. Nein, nein, nein, das geschieht gar nicht…
Amy!“, schrie Mary mit sich überschlagender Stimme. „Amy, wo bist du?“ Nichts. Keine Antwort. Nichts außer dem Trommeln des Regens.
Amy war spurlos verschwunden. S. 154

Inhalt:
Heute ist Mary Shaynes großer Tag. Sie hat Geburtstag. Und Mary Shayne wäre nicht sie selbst, wenn das nicht das große Event werden würde. Denn sie sieht gut aus, hat viele Freunde, ist beliebt und hat eine Modellfigur, von der viele nur träumen.
Doch warum benehmen sich auf einmal alle so sonderlich? Ihr Freund Patrick ist der erste, in einer ganzen Reihe von Ereignissen, die einer geraden, festgelegten Kette folgen, die ihr Leben zerstört. Mary Shayne muss feststellen, dass sie doch nicht so beliebt war, wie sie dachte. Sie bemerkt, dass manche Fallen tödlich enden können, wenn man bisher egoistisch durchs Leben wanderte.

Meine Meinung:
Bei dem in drei Teile gegliederten „Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ kam es mir so vor, als ob es einen Code zu knacken gilt. Dieses Werk sprudelte über von merkwürdigen Ereignissen und ungeklärten, zusammenhangslosen Taten.
Die Protagonistin Mary Shayne ist genauso ahnungslos wie ich es als Leserin war. Ziemlich ratlos ließ ich mich mit dem fesselnden Schreibstil mitreißen und es gefiel mir, was ich da las, auch wenn ich nur Bahnhof verstand. Als ich meinte, den Code geknackt zu haben und mir schon dachte, immer ist es doch dasselbe, wie langweilig, wurde es aber ganz anders.
Bücher wie „Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ kann man nämlich schwer vorhersehen. Sie sind immer für eine Überraschung gut, ohne dass es aus der Luft gegriffen wirkt.
Die einzelnen Akteure in diesem Stück werden erst mit der Zeit ersichtlich und die beiden Autoren haben mich dazu angehalten, vielleicht ein wenig kritischer zu werden, denn es ist so leicht einen Menschen an der Nase herumzuführen.
Es ist schwer weiter auf den Inhalt einzugehen, ohne etwas zu verraten, denn die kleinsten Nichtigkeiten können am Ende entscheidend werden.
Doch so viel muss gesagt werden.
„Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ ist spannend. Beinahe schon auf eine nervtötende Art und Weise drängte es mich, endlich mal hinter die Fassade zu blicken und die ganzen Motive hinter all den Rätseln aufzudecken.
„Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ kostete mich einige Nerven und ungläubige Gedanken, als nach und nach die ganze Tragweite entblättert wurde.
An einer Stelle hätte ich am Liebsten losgeheult.
Das Autorenduo Barnabas Miller und Jordan Orlando hat verschiedene, sehr schlichte Mittel ganz raffiniert eingesetzt und meiner Meinung nach etwas leicht magisches ins Geschehen gemischt, was entfernt der Fantasy ähnelt.
Doch am Ende war ich leider nicht komplett erleuchtet. Einiges verstand ich und war von der Genialität, die hinter allem steckte begeistert, doch andere Aspekte schienen mir wirklich eine Spur zu obskur.
Außerdem fand ich die Charaktere mit einer Ausnahme sehr unsympathisch, weshalb ich teilweise Schwierigkeiten hatte, mich in die jeweiligen Situationen und ihre Beweggründe einzufinden. Manchmal hätte ich mir im Schreibstil mehr Struktur gewünscht. Ab und zu verlangsamte dieses ungeordnete sehr meinen Lesefluss.

Mein Fazit:
Ich empfehle „Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen“ besonders Thrillerliebhabern. Ohne Blut wurde hier eine intensive, atemlose Spannung aufgebaut, die mit der menschlichen Psyche spielt. Denn wer eher nur ab und zu einen Thriller liest, könnte am Ende genauso wie ich ein wenig unzufrieden und unbefriedigt sein, da für mich einiges sehr schwammig und unnachvollziehbar blieb.
Am Ende zeigt es mir jedoch vor allen Dingen eines: Wir sind alle nur Menschen und es mögen in unseren Augen die größten Nichtigkeiten sein, doch gerade die nehmen sich andere sehr zu Herzen und verletzen sie so tief, wie wir niemals erahnen könnten.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Arena (Juni 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401064487
ISBN-13: 978-3401064482
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 14,9 x 4,8 cm
Zum Buch: Klick!

Vielen Dank an den Arena-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

Davon, wie ich mich verliebte… [„Dichtkunst“] ?

Im Internet stolperte ich zum ersten Mal über dich,

erschrocken über deine Schönheit

versank in Träumen…

Der Kopf vernebelt, verrückt nach diesem einen Werk,

wagte zu suchen und zu suchen und zu suchen,

bis ich  fand, was ich begehrte.

Obgleich die Hoffnung doch eigentlich schon verloren war.

Eine Verbotene Hoffnung, dennoch überlebte,

denn es ist und bleibt nun einmal „Forbidden“

[Übersetzung für die miserable „Dichtkunst“]:

Seitdem ich dieses eine Buch zum ersten Mal gesehen habe, hat mich irgendetwas daran berührt und ich bekam es nicht mehr aus dem Kopf.

Die „Zeit des Wartens“ hatte begonnen. Täglich sah ich mir das Cover an, durchstöberte den Klappentext in der Hoffnung, er würde endlich ein wenig mehr preisgeben. Immer enthielt er dasselbe, doch ich gab nicht auf.

Gefangen in einer Faszination und Bewunderung für ein Buch, dass ich noch nie in der Realität gesehen hatte und was erst im August erscheinen sollte.

Bis ich über die englische Fassung stolperte. Zwar lange nicht so schön, wie die deutsche Gestaltung, dafür aber umso greifbarer für mich. Die Tagträume durften enden und so habe ich heute dieses Buch bestellt und kann es gar nicht mehr erwarten, bis es bei mir ankommt!

Eine große Liebe voller Leidenschaft und gegen alle Vernunft Die sechzehnjährige Maya und ihr ein Jahr älterer Bruder Lochan kümmern sich um ihre drei jüngeren Geschwister, während ihre Mutter sich dem Alkohol und ihrem Liebhaber zuwendet. Verzweifelt versuchen die beiden, ihre Familie zu erhalten und kommen sich dabei immer näher. Sie wissen, was der andere denkt und fühlt, geben sich Halt und sind sich gegenseitig Trost. Eines Tages wird mehr aus ihrer Beziehung. Maya und Lochan wissen, dass sie etwas Verbotenes tun, aber ihre Gefühle sind stärker und sie können nicht mehr ohne den anderen sein. Denn: Wie kann sich etwas Falsches so richtig anfühlen? Sensibel und eindringlich erzählt Tabitha Suzuma von einer bedingungslosen Liebe über alle Grenzen hinweg. Ein Tabuthema, dass bewegt, fesselt und lange nachklingt.

Seventeen-year-old Lochan and sixteen-year-old Maya have always felt more like friends than siblings. Together they have stepped in for their alcoholic, wayward mother to take care of their three younger siblings. As defacto parents to the little ones, Lochan and Maya have had to grow up fast. And the stress of their lives–and the way they understand each other so completely–has also also brought them closer than two siblings would ordinarily be. So close, in fact, that they have fallen in love. Their clandestine romance quickly blooms into deep, desperate love. They know their relationship is wrong and cannot possibly continue. And yet, they cannot stop what feels so incredibly right. As the novel careens toward an explosive and shocking finale, only one thing is certain: a love this devastating has no happy ending.

Und ja, ich weiß selbst, dass ich nicht dichten kann und vielleicht versteht es außer mir auch keiner, aber die Zeilen vom Anfang wollten einfach mal „raus“ 😉 und dieses Buch hat einfach etwas in mir entfacht…

Ich bin schon so G.E.S.P.A.N.N.T auf dieses WERK!!!!!

Totenmädchen von Mary Hooper [Rezension]

Ich warte und warte. Ich fühle gar nichts, weder Kälte noch Wärme, weder Hunger noch Sättigung. Ich empfinde nur die Schwärze und eine schwebende Leere […] S.9

Inhalt:
Oxford, im Jahre 1650: Sie ist nur ein Dienstmädchen. Jung, hübsch, voller Tatendrang und naiv, als der Enkel ihres Dienstherren ihr schöne Augen macht. Sie versucht ihm zu widerstehen, denn eigentlich hängt sie an John Taylor. Der Schmied, mit dem sie zur Kirche geht und mit dem sie reden kann und von dem sie einmal glaubte, ihn zu heiraten. Doch inzwischen ist alles anders. Inzwischen liegt sie in einem Sarg. Sie ist gehenkt worden. Sie hat ihre Schönheit verloren. Ihre Unbeschwertheit, aber auch ihre Naivität und Unschuld. Doch vor allen Dingen musste sie eines einbüßen: Ihr Leben. Wofür? Für einen Kerl, der seine Lust befriedigen wollte. Das ist das Leben der Anne Green! – Nein, dies war das Leben der Anne Green. Denn jetzt ist es vorbei. Sie liegt im Sarg und wird sterben, doch vorher wird sie noch ihre Geschichte erzählen, denn es ist wahr. Alles, was sie sagt, ist wahr, auch wenn ihr keiner mehr glauben wollte.

Meine Meinung:
Bei manchen Büchern lese ich nicht den Klappentext, da er oft zu viel des Guten verrät. Bei „Totenmädchen“ verhält es sich genauso, wie ich später feststellen musste. Mary Hooper wird von einigen als brillante Jugendbuchautorin im historischen Genre angesehen. Doch mit ihren bisherigen Werken konnte ich mich kaum anfreunden. Zu naiv, zu blass, zu langweilig. Bei „Totenmädchen“ gestaltete es sich ganz anders. Vielleicht liegt es daran, dass Mary Hooper ihre fiktive Geschichte auf der Grundlage einer wahren Begebenheit aufbaute? Oder auch daran, dass das Schicksal von Anne Green grausamer nicht sein konnte und ich mich außerstande sah, dass Lesen zu unterbrechen. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich beim Lesen litt. Ich meinte, jeden Moment in Tränen ausbrechen zu müssen. Jedes Wort traf mich und ich bangte, wie dieses Werk ausgehen würde. Was jedoch dieses schreckliche Gefühl in meiner Magengrube auslöste war die Erkenntnis, dass unabhängig vom Ende dieses Buches oder dem Ende von der wirklichen Anne Green, es vielen Mädchen wirklich so ging, wie es dort geschildert wurde. Dienstmädchen wurden von ihren Herren ausgenutzt und durften am Schluss mit der Schande leben oder wurden zum Dank und um aus dem Weg zu sein, sogar hingerichtet. Anne Green hatte das Pech eine zu frühe Fehlgeburt zu erleiden und dennoch wurde sie wegen Kindestötung hingerichtet. Wir wissen alle, dass die Welt nicht gerecht ist und es früher noch schlimmer zuging. Die Mehrheit der Bevölkerung musste sich der herrschenden Minderheit unterwerfen und für deren Genuss den Buckel krumm machen. Mary Hooper hat es geschafft, mit einer zentralen Geschichte über ein einzelnes Schicksal, mir dass von vielen vor Augen zu führen und mich daran zu erinnern, dass man mehr als glücklich sein kann, in unsere Zeit hineingeboren zu sein. Trotz der Umweltprobleme und diverser anderer Krisen. „Totenmädchen“ ist ein Roman, von dem ich nicht viel sagen kann, weil es niemals genug Bezeichnungen geben könnte. Nur eines: Mit wenig, sprachlich, bravourösen Worten bewirkte Mary Hooper viel und brachte mein Herz zum Rasen.

Mein Fazit:
Für diesen sehr bewegenden Roman vergebe ich die volle Punktzahl, denn er ist das, was ein gutes Buch für mich ausmacht. Er hat mich mit sich fort genommen, in eine Welt, die von Grauen und der Härte des Lebens gezeichnet ist und lediglich das noch einmal offen legt, was die meisten schon wussten. Ich hoffe, dass Mary Hooper noch einmal ein so berührendes Werk schreiben wird, denn obwohl ich mit ihren Geschichten nicht immer sympathisierte zeigt es doch, dass sie Schreiben kann und mit ihrer Geschichte Großes zu erreichen vermag.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Mary Hooper
Totenmädchen
Originaltitel: Newes from the Dead
Originalverlag: Random UK
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
Deutsche Erstausgabe
Ab 12 Jahren
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
ISBN: 978-3-570-40072-2
€ 7,99 [D] | € 8,30 [A] | CHF 13,90* (empf. VK-Preis)
Verlag: cbj
Leseprobe!
[Anmerkung: Ein wunderschönes Cover, das man auf sich einwirken lassen kann!]

Direkt zum Buch auf das Emblem klicken!

Vielen Dank an den cbj-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

Der Fluch der Abendröte von Leah Cohn [Rezension]

Inhalt:
Sophie hat endlich ihr Glück und ihre Familie gefunden. Fünf Jahre sind seit den schrecklichen Ereignissen vergangen und nur noch zwei müssen vergehen, um sicherzustellen, dass Aurora ein normales Menschenmädchen bleibt.
Doch auf einmal überschlagen sich die Ereignisse. Während Nathan verschwindet und jemand Auroras Kräfte freisetzt, erfüllen sie alle in ihrer Furcht eine vorherbestimmte Rolle, die einem großen Masterplan dient. Puzzlestück für Puzzlestück wird zusammengesetzt, ohne dass es jemand durchschauen kann.
Bis Sophie sich ihrem schlimmsten Feind gegenüber steht und ihr ehemaliger Widersacher Caspar mit einem Mal ihr wichtigster Verbündeter wird.


Meine Meinung:

Mit „Der Fluch der Abendröte“ hat Leah Cohn eine würdige Fortsetzung geschaffen. Es gibt zwar einige Schwachstellen, doch von diesen abgesehen, erwartet einem hier ein großes Erlebnis um die Kräfte der Unsterblichen.
Leah Cohn hat scheinbar von jeder gerade angesagten Richtung ein kleines Stückchen herausgepickt und dann neu zusammengewürfelt in ihrer Geschichte verarbeitet.
So ist „Der Fluch der Abendröte“ im weitesten Sinne ein Roman über Engel, gleichzeitig über Unsterbliche und noch viele andere mythische Wesen und traditionelle Gestalten.
Die Handlung bestach vor allen Dingen durch ihre vielen Wendungen und Überraschungen. Diese wiederum konnten durch die Perspektivenwechsel entstehen, die Leah Cohn mit geschickten Mitteln extrem anreicherte und zum nervenaufreibenden Hochseilakt werden ließ.
Manchmal wünschte ich mir jedoch, die Handlung würde ein wenig zügiger voranschreiten. So viel Einzigartigkeiten und Highlights sie zwar besitzt, artete sie viel zu oft in zu detaillierten Beschreibungen und Schilderungen der jeweiligen emotionalen Gefühlszustände aus.
Sophie ist eine starke Protagonistin, die manchmal ein wenig naiv ist und ihre schwachen Momente erleben muss. Ihre Glaubwürdigkeit litt bei mir sehr, da sie einfach zu oft aus heiterem Himmel in Ohnmacht viel und die „wichtigen“ Dinge zu gerne ihrem Partner Nathan überlassen hätte.
Auroras Wesen ist ein einziges Geheimnis und das Rätselraten hat mich beschwingt dieses Buch bis zum Ende zu lesen. Denn die Rolle der Unsterblichen, die in feindliche Lager unterteilt sind, welche wiederum verschiedene Stufen und Abspaltungen haben, boten viele Möglichkeiten einzelne Handlungsfäden zu vertiefen und Spekulationen anzustellen.
Das Cover ist wie schon sein Vorgänger wunderschön gestaltet und passt sich dem Inhalt wunderbar an. Die Farben sind stimmig und ließen mich voller Vorfreude kribbelig an dieses Buch denken.
Leah Cohns Schreibstil schildert ereignisreich, was passiert. Manchmal ist es zu viel des Guten. Dennoch verliert sie das eigentliche Ziel nie aus den Augen. Somit hat mich ihre Fortsetzung nicht enttäuscht und obgleich mir Nathan zu wenig beleuchtet und blass im Hintergrund schien, nahm ein anderer eine größere Rolle ein und wandelte seine gesamte Gesinnung. So bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge in der Fortsetzung entwickeln, auf die ich mich nun unheimlich freue.

Mein Fazit:
„Der Fluch der Abendröte“ ist ein Roman, den es kein zweites Mal zu finden gibt. Denn trotz einiger Unstimmigkeiten beweist er großes Potenzial und besaß immerhin soviel Magie meine Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken und mich bis zum Schluss mitfiebernd jeden Satz zu lesen.
Allerdings sollte man unter Umständen eine LeserIn mit Durchhaltevermögen sein, denn bei einigen Durstrecken ist Ausdauer gefragt.
Wer sich davon nicht abschrecken lässt, kann es mit diesem Werk definitiv versuchen, denn er ist eine großartige Lektüre, auch ohne „Der Kuss des Morgenlichts“ vorher gelesen zu haben. Es fehlen dann zwar einige Vorkenntnisse, doch den Plot kann man mühelos verstehen und sich ins Geschehen hineinsteigern.
„Der Fluch der Abendröte“ ist ein Roman, der es in sich hat. Obwohl mir der letzte Kick noch fehlte, sind die Weichen für einen finalen, dritten Band gelegt und ich weiß, dass dieser Roman irgendetwas in sich trägt, was gelesen werden möchte.
Deswegen vergebe ich verdiente 4 Sterne, denn Leah Cohn hat eine verzaubernde Atmosphäre geschaffen.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Leah Cohn
Der Fluch der Abendröte
Roman
Hardcover
Preis € (D) 18,95 | € (A) 19,50 | SFR 28,90
ISBN: 978-3-8105-1075-4
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Leseprobe

Vielen Dank an den Fischer-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

Flames ’n‘ Roses – Lebe lieber übersinnlich von Kiersten White [Rezension]

Inhalt:
Evie jagt Vampire und alle möglichen paranormalen Wesen. Denn sie hat eine einzigartige Gabe, die sie zu etwas besonderem macht. Sie kann hinter die Fassade eines jeden einzelnen paranormalen Wesens schauen und sie somit alle enttarnen und leichter einfangen. Denn sie arbeitet für die IBKP.
Nachdem sie in verschiedenen Pflegefamilien und Kinderheimen aufwuchs, hat sie nun im Teenageralter so eine Art Ersatz-zuhause gefunden und fühlt sich akzeptiert.
Wenn da nicht die Fee Reth wäre, der sie mit seinen scheinbar leidenschaftlichen Blicken zu verschlingen droht und ihr näher kommt, als sie es eigentlich möchte, auch wenn ihr Körper etwas anderes zu wollen scheint.
Sie spürt eine seltsame Wärme in sich aufsteigen, wenn er sie berührt, die sich immer weiter hocharbeitet, bis zu ihrem Herzen. Doch noch hat diese Wärme ihr Herz nicht erreicht und sie will gar nicht herausfinden, was passiert, wenn.
Dann geht der Alarm in der Zentrale los und eine beinahe durchsichtige Gestalt, nur für Evelyns Augen in ihrer wahren Gestalt erkennbar, schleicht sich in ihr Leben ein und Eveyln weiß noch nicht, dass diese Begegnung ihr Leben verändern wird und sie sich irgendwann entscheiden muss.

Meine Meinung:
Auf den ersten Blick kam mir „Flames ’n‘ Roses“ ein wenig kitschig vor. Das Pink, die Rose auf dem Cover mit dem Mädchen, selbst wenn der Schutzumschlag abgenommen wird. Im Buch selbst setzt sich dieses Muster fort. Die Seitenzahlen sind pink, so auch jede Kapitelüberschrift. Nach einigen Seiten merkte ich, dass Design perfekt zum Inhalt passt, beziehungsweise zur Protagonistin Evelyn.

Insgesamt kann ich schon einmal zusammenfassen, dass „Flames ’n‘ Roses“ ein wirklich liebevolles und süßes Buch ist. Die Geschichte ist überzeugend und beinhaltet viele witzige und neue Elemente.
Leider fand ich die Protagonistin Evelyn dermaßen nervig, dass ich mich immer wieder über ihr Naivität ärgerte. Ständig sieht sie alles durch eine rosarote Brille, ob sie nun verliebt ist oder nicht und stellt sich oft so selten dämlich an, dass ich mich fragen muss, wie sie es in ihrer Welt geschafft hat zu überleben. Aber das ist schließlich „nur“ Evie. Ich bin der Meinung, dass sie sich nicht wie eine fast erwachsene Frau benimmt, sondern wie höchstens 12 oder 13 und selbst da habe ich schon reifere Menschen kennen gelernt.
Besser fand ich die Rolle der Feen, die eine sehr wichtige ist und die hauptsächlich durch die Figur Reth sehr gut verkörpert wurde.
Ich bin ein großer Fan von Feen. Oft kommen sie nicht so herüber, wie ich es mir wünschen würde, doch Kiersten White hat meine Wünsche in diesem Punkt sogar übertroffen.
Auch der Charakter Lend, der so heißt von „to lend“ = leihen, weil er sich das Aussehen der anderen aneignet, ist nicht mehr zu übertreffen. Menschen spielen in „Flames ’n‘ Roses“ eine untergeordnete Rolle, auch wenn sämtliche Lebewesen auf dem Planeten Erde und somit unter der Menschheit hausen. Toll war, dass mich auf jeder Seite eine Überraschung erwartete und die Stimmung sich grundsätzlich verändern konnte. Allerdings war mir der Plot nicht ausgereift genug und ich glaube, dass jüngere Leserinnen sich definitiv besser mit Evie identifizieren können und in „Flames ’n‘ Roses“ ihr Highlight und eigenes kleines Spektakel entdecken können.
Denn die Kontraste zwischen der bösen Welt und der gutmütigen, vertrauensseligen Evelyn ließen sich in meinen Augen einfach nicht vereinbaren. Immer sah ich eine wulstige, rote Narbe zwischen diesen Stellen und spürte die Unausgeglichenheit. Es ergab keine perfekte Einheit zwischen diesen beiden Elementen, so schöne Stellen sich in diesem Buch auch finden lassen und wie gerne ich es letztlich auch gelesen habe.
Ich habe sehr gehofft, dass sich Evelyns Naivität und nervige Art irgendwann noch legen würde, wurde in diesem Punkt enttäuscht. Sie veränderte sich nicht zum Positiven und so fieberte ich auch nicht immer 100% mit, weil ich mich für sie so wenig erwärmen konnte.

Mein Fazit:
Ich empfehle „Flames ’n‘ Roses“ weiter, denn wenn man keine Schwierigkeiten mit der Protagonistin hat, wird man es lieben lernen und sich denken, es gäbe zurzeit kaum ein spannenderes, besseres und witzigeres Buch.
Ich fand die Gestaltung insgesamt sehr aufwendig und hochwertig und sehr passend, denn es trifft ohne Abweichungen die Atmosphäre des gesamten Werkes.
Kiersten White überraschte mich mit unvorhersehbaren Verwicklungen und wirklich überragenden Fantasy-Elementen, die teilweise Schwachstellen aufweisen, in einer Fortsetzung jedoch sicherlich extrem verbessert werden könnten.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Kiersten White
» Flames ’n‘ Roses «
Lebe lieber übersinnlich
Aus dem Amerikanischen von Sandra Knuffinke, Jessika Komina
ab 12, 1. Auflage 2011
384 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-7855-7238-2
Hardcover
17,95 € (D)
18,50 € (A)
Zum Buch: Klick!
Leseprobe!

Vielen Dank an den Loewe-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

Der Kuss des Engels von Sarah Lukas [Rezension]

Inhalt:
Sophies Verlobter Rafael war angehender Arzt und freiwillig in Kolumbien tätig, um den Menschen dort zu helfen, als er von Guerillagruppen angeschossen und tödlich verwundet wird. Zurückgeblieben ist eine trauernde Familie und Sophie, die nicht weiß, wie sie diesen Verlust ertragen oder gar verarbeiten soll. Also fährt sie nach Paris, um in einem Sprachkurs und einem Job Ablenkung zu finden. Doch kann das gut gehen, wo Paris als Stadt der Liebe diejenige ist, in der Rafael ihr damals den Antrag machte?
Während Sophie düsteren Gedanken nachhängt und versucht ist, ihrem inzwischen sinnlos scheinenden Leben ein Ende zu setzen, sieht sie in der Ferne plötzlich Rafael. Aber er ist tot, oder nicht? Doch es war dunkel und weit entfernt und sie könnte sich getäuscht haben, muss sie aber nicht. Sophie setzt alles daran herauszufinden, ob er noch lebt und ahnt nicht, dass sie sich in ein Machtspiel zwischen höheren Mächten einmischt.
In einen Krieg zwischen Himmel und Hölle. In die Belange von Gott und dem Teufel.

Meine Meinung:
Ich habe „Der Kuss des Engels“ bereits vor einigen Wochen begonnen. Doch irgendwie begann ich mich durch die detaillierten Ortsbeschreibungen von Paris schnell zu langweilen. Da ich aber zu spüren glaubte, dass die Geschichte sicherlich noch einiges zu bieten hat, wollte ich es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen. Nämlich dann, wenn ich selbst in Paris gewesen wäre und mehr mit solchen Beschreibungen anfangen könnte.
Genauso gestaltete es sich letztlich.
Ich las das Buch von neuem und war sofort begeisterter, als beim ersten Anlauf, denn viele Straßennamen und Plätze hatten jetzt richtige Gesichter und Formen in meinem Kopf und ich konnte meine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen mit denen von Sophie in Paris verknüpfen.
„Der Kuss des Engels“ braucht eine Weile, bis er seine Wirkung entfaltet und ich den Handlungsfaden erkennen konnte. Er ist eher zartbesaitet. Denn Sophie ist eine zurückhaltendere Person, die sich schnell in ihren idealisierten Vorstellungen von Liebe und dem Leben verliert und Träumen nachhängt. Gleichzeitig ist sie bereit für ihre Ziele zu kämpfen. Mir kam es dennoch so vor, als täte sie dies eher zaghaft und genauso wie Sophie ist, ist auch diese Geschichte. Meistens zumindest, denn manchmal schleicht sich etwas gefährliches in die Gedankengänge von Sophie, die aus der Ich-Perspektive sämtlichen Geschehnisse schildert.
Dämonen und Engel kommen ins Spiel und Sophie wird in Machenschaften verwickelt, die gar nicht ihrem Naturell entsprechen. Lange bevor sie dies ahnt oder es auch nur wahrhaben will, lässt Sarah Lukas ihre LeserInnen einen Blick voraus werfen, indem sie gelegentlich eine andere Person erzählen lässt, die auf diesem Gebiet erfahren ist und Sophie gerne warnen möchte.
In diesem Zusammenhang ist Jean (die andere Perspektive) sehr wichtig und nimmt eine recht wichtige Rolle in diesem Spektakel ein. Er kämpft nicht nur gegen die Seite, in die Sophie sich nun scheinbar verliebt, nein, er ist auch noch der direkte Gegenspieler von Rafael, also sein Antagonist. So entstehen erneute Spannungen und ich meinte beinahe zu fühlen, wie sich die Luft um die beiden herum anstaute und darauf wartete, entladen zu werden.
Der französische Charme nimmt mich immer wieder für sich ein. Ich finde es höchst erheiternd gelegentliche französische Parts aufzuschnappen und mir vorzustellen, wie es wohl wäre, selbst noch einmal dort in Frankreich zu sein und das zu erleben, was die jeweilige Person zurzeit durchmacht.
„Der Kuss des Engels“ sucht vor allen Dingen nach Antworten, die viele Menschen sich stellen. Nach dem Grund für das Böse in der Welt und was überhaupt als gut und was als böse zu definieren ist.

Mein Fazit:
Ich bin richtig froh, dass ich diesem Werk eine zweite Chance gab und kann gar nicht mehr nachvollziehen, was mich genau anfangs störte. Denn ich liebe Geschichten dieser Art, in denen die Schöpfungsgeschichte auf die moderne Zeit übertragen wird und in einer bestimmten Interpretation Auswirkungen auf die Hauptcharaktere ausübt.
So entdecke ich immer noch etwas neues und kann eine weitere Theorie zu meinem Interesse hinzufügen, die sich individuell erweitern und eigens interpretieren lässt.
Ich danke dieser Autorin für diesen elegant, anmutenden Roman, der mich positiv überraschte und genauso „rein“ ist, wie seine äußere Gestaltung und einfach nur wunderschön!

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Der Kuss des Engels
Roman
Erschienen: März 2010
416 Seiten
Gebunden
€ 19,95 [D], € 20,60 [A], sFr 33,90
ISBN: 9783492702058
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Lesefazit des Monats Mai 2011

Nun kommen wir mal zum Mai und schauen, was der mir so schönes, buchiges brachte! (Es sind relativ wenige Bücher, dafür dickere).

001 Deadline 24, John Annette S. 375
002 Die Flammende, Cashore Kristin  S. 508
003 Der Zauber eines Augenblicks, Lankers Katrin S. 235
004 The Haunted – Wahre Liebe ist unsterblich, Verday Jessica S. 422
005 Bis unter die Haut, Hoban Julia S. 347
006 Vom anderen Ende der Welt, Winterberg Liv S. 443
007 Die Leiden des jungen Werthers, Goethe S. 207
008 Wie man einen Prinzen heiratet, Page Sophie S. 381
009 Finsteres Gold, Jones Carrie S. 348
010 Die Dämonenseherin, Melzer Brigitte S. 379
Das ergeben viele Seiten und zwar: 3645 (deutlich weniger als im Monat zuvor, doch mir reicht es, denn wenn ich bedenke, wieviele Klausuren ich in diesem Monat zu schreiben hatte!! ;))

Durchschnitt meiner Bewertungen:

Ø  4,6

Ist also wieder minimal angestiegen! 🙂

Auch in diesem Fall gibt es das Buch des Monats noch einmal extra, doch was ist mein Flop? Den gibt es im Mai gar nicht, denn alle Bücher bekamen entweder 4 oder 5 Sternchen. Ist doch super, oder??

Jetzt bin ich mit meinen Statistiken glücklicherweise nicht mehr im Rückstand und soviel kann ich sagen: Im Juni habe ich schon wieder einiges gelesen! 😀

Die Messertänzerin von Susanne Rauchhaus [Rezension]

Als sie ein paar Bänder löste und sich zum ersten Mal drehte, spürte sie die Luft, die unter die Schleier der Vesséla drang und sie anhob. Die empörten Stimmen der Frauen und das amüsierte Raunen der Männer hörte sie allerdings nur noch wie aus weiter Ferne. Der Rhythmus, der Tanz, der Rausch trugen sie davon und wirbelten in ihrem Kopf weiter wie ein ewiger Disput. […]
Innerhalb eines Herzschlages spürte sie, dass er wusste, wer sie war und wohin dieser Tanz führen musste. Er hatte ihre Bewegung, mit der sie das Messer gegriffen hatte, sicherlich gesehen. Seine Augen schienen sie anzuflehen. Ohne einen weiteren Herzschlag Zeit zu haben für irgendeine Überlegung, schleuderte sie ihr Messer nach vorn.

S. 174-175

Inhalt:
Divya gehört der beinahe untersten Kaste an. Ohne Wurzeln und Heimat arbeitet sie als Dienerin und Sklavin an einer Schule, an der die Mädchen zu Tanas ausgebildet werden. Tanas sollen ihren Ehemann unterhalten und alles tun, um ihm zu gefallen. Dafür genießen sie hohes gesellschaftliches Ansehen und meistens ein Leben in Wohlstand.
Divya sieht den Mädchen beim Unterricht zu und besonders die Tanzstunden faszinieren sie. Doch mit 12 Jahren muss sie erfahren, dass diese Welt, obwohl so nah, so fern ist, wie es für jemanden nur sein kann. Dennoch übt sie all das, was sie beim Arbeiten und Putzen aus den verschiedensten Unterrichtstunden aufschnappen kann.
Eines Tages wird in der Schule eingebrochen und Regent Warkan befiehlt den Schutz durch seine eigenen Truppen. Von diesem Moment an sind um sie herum Männer. So lernt Divya Taran kennen, einen Sujim, der zu Warkans Elitetruppe zählt und den sie mit der Zeit dazu überreden kann, sie in seine Kampfkünste einzuweisen. Bald schon tanzt sie nicht mehr länger mit einem Schleier, sondern mit Messern und wird für die Politik zum wertvollen Spielball, etwas grundlegendes in diesem Land zu verändern; denn Divya ist etwas besonders, sie kann die magischen Lichter sehen, die den Menschen eigentlich helfen sollen, doch inzwischen zu einem gefährlichen Druckmittel wurden.

Meine Meinung:

Wollt ihr einmal in eine andere Welt eintauchen? In eine Welt, die alle Farben des Regenbogens und noch mehr zu enthalten scheint und gleichzeitig doch so trostlos und schwarz wirkt, dass sie dem Tode geweiht ist?
Doch solch eine Reise hat ihren Preis. Nichts ist kostenlos, das versteht sich und welchen Tribut diese Reise von euch fordern wird, müsst ihr selbst und individuell herausfinden.

„Die Messertänzerin“ ist ein Buch, was bei mir Einschlug wie eine Bombe und ein Blitz gleichzeitig. Ein Roman, der bravourös und grazil alles in sich vereinte, was ich mir wünschte und in einer tragisch, packenden Perfektion Spannung säte, die dem Plot Leben einhauchte und den Figuren erlaubte, realistische Gestalten anzulegen.
Kleine Vorgeschichten besitzen die Kraft, etwas sehr spannendes zu beschreiben, nur um mittendrin abzubrechen und die Geschichte dann von vorne zu beginnen. Somit wusste ich einerseits schon ganz schön viel, andererseits wiederum gar nichts, denn außer wilden Spekulationen, hatte Susanne Rauchhaus lediglich geschickte Andeutungen fallen gelassen.
Divya ist eine Protagonistin, die das richtige Maß an Verruchtheit, Intelligenz, Willenskraft und Herkunft an den Tag legt, um sich entweder mit ihr zu identifizieren oder ihr zumindest zu Füßen zu liegen.
Susanne Rauchhaus hat um Divya ein komplexes Gebilde entstehen lassen, was mit jeder Seite schwerer wog und neue Ebenen und Verschachtelungen dazu erhielt.
Jeden Moment glaubte ich es über Divya zusammenbrechen zu sehen. Doch stattdessen schafft sie es, dieses erdrückende Gerüst eigenhändig zu zerstören und den Weg in ihre vermeintliche Freiheit zu finden.
Der Titel beschreibt gut, worauf diese Geschichte hinausläuft, doch auf diesem Weg bestehen so viele Möglichkeiten, dass alle meine Vermutungen nicht zutrafen und „Die Messertänzerin“ viel wunderbarer war, als ich jemals glaubte.
Susanne Rauchhaus hat keine normale Geschichte geschrieben, die so vielen anderen ähneln würde. Sie hat es irgendwie geschafft, dass jedes einzelne Element wichtig wurde und nichts auf der Strecke blieb. Alles findet seinen gerechten Platz. Ein ausgewogenes Verhältnis, was manchmal kippte, um die Spannung nicht zu verlieren.
So hält sich Frau Rauchhaus komplett an die physikalischen Gesetze, dichtet eher unterschwellig und zaghaft etwas fantastisches hinzu. Dadurch entfalten sich einzelne Stränge eher zart und mir kam die Geschwindigkeit einzelner Begebenheit so bedächtig und ehrfürchtig vor, dass ich nicht wagte, beim Lesen auch nur irgendeinen Laut von mir zu geben, da ich sonst Gefahr lief, dieses komplexe, ideale Traumgebilde von mir über diesen Roman zu zerstören. Die Lichter, die immer wieder auftauchen und als einziges nicht durch Rationalität erklärt werden könnten, behalten jedoch soweit ihre Freiheit, dass ich als Leserin für mich selbst entscheiden konnte, welche Bestimmung ich ihnen zugestehe.
Und ich schwöre, dass ich mit jedem Herzschlag, der verging beinahe starb, wenn Divya und Taran zusammen waren und sich nicht das zeigen konnten, was sie vielleicht füreinander empfanden, da sie in feindlichen Lagern standen. Von welcher Seite ich diese Geschichte auch betrachte, sie ist komplett und perfekt. Es gibt nicht eine Ungereimtheit und nichts hat mich gestört.

Mein Fazit:
Sicherlich befindet sich auf meinem Gesicht noch immer ein dümmliches Grinsen, wenn ich an Susanne Rauchaus‘ Roman denke, der für viele Altersklassen geeignet ist.
Ihr Roman ist etwas besonderes, denn selbst, wenn er sich dem Mainstream anschließen würde, liegt die Lebendigkeit in dieser sprachlichen und poetischen Schönheit, die untermalt von der gewaltigsten Handlung aller Zeiten auf die Spitze getrieben wird und somit alle anderen Werke in seiner Klasse überholt hat.
Ein Roman, der gelesen werden muss, da Messer eine unwiderstehliche Tödlichkeit besitzen können und Susanne Rauchhau euch beweist, dass nicht immer alles vergebens ist und dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Die Messertänzerin
Verfasser: Susanne Rauchhaus
ab 14 Jahren
12,5 x 20,0 cm
367 Seiten
EUR: 14,95 CHF: 23,50
ISBN: 978-3-8000-5603-3
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Herzlichen Dank an den Ueberreuter-Verlag für die Zusendung dieses bombastischen Rezensionsexemplars!

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