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Deadline 24 von Annette John [Rezension]

Inhalt:
Um vor den bestialischen Hybriden geschützt zu sein, leben die Menschen unter Kuppeln aus Stahldrahtt. Er schützt sie vor den Hybriden und anderen Gefahren und macht ihnen das Leben möglich.
Doch manchmal kommt Sally diese Kuppel wie ein Gefängnis vor. Sie möchte gerne einmal „hinausgehen“ und die Welt kennenlernen.
Dieser Wunsch wird sich schneller erfüllen, als sie erwartete, als Fremde mit einer fliegenden Maschinerie auftauchen und ihre Kuppel vor einem Hybridangriff schützen. Ihr Bruder Paul ist von den Fremden und dieser Maschine sehr fasziniert und als sie wegfliegen, ist Paul auch weg. Doch die Lords wollen sich die Maschine zurückholen und Sally ist klar, dass sie Paul und die anderen suchen und vor den Lords finden muss.
Sie möchte ihn befreien, doch aus einer Befreiung, wird das lebensgefährlichste Abenteuer ihres Lebens, dass die ganze Welt verändern könnte, denn dort draußen lauern mehr Gefahren, als die Hybriden…

Meine Meinung:
Mich haben das schöne Cover und der Titel „Deadline 24“ auf das Buch aufmerksam gemacht. Die Gestaltung des Buches lässt schon so etwas wie eine angedeutete Kuppelform erkennen und auch der Titel ergibt so viel Sinn, wie ein Titel für ein Buch nur haben kann.
Die Deadline 24 (Todeslinie) zieht sich wie ein rotes Tuch durch den gesamten Roman, denn sie stellt das größte Rätsel dar, hinter das die Figuren versuchen zu kommen.
Ich kann gar nicht die richtigen Worte finden, um das auszudrücken, was dieser Roman mit mir tat.
Die Handlung ist zunächst nicht besonders außergewöhnlich, auch die Sprache nicht, die Figuren sind sympathisch. Ich lese das Buch, fühle mich gut unterhalten, möchte unbedingt hinter das Geheimnis der „Deadline 24“ kommen, fange in lebensbedrohlichen Situationen an mitzufiebern und werde mehr und mehr von diesem Werk ergriffen. Doch diese Gefühle sind nichts verglichen mit dem, was dann folgte.
In vielen Romanen arbeitet der Plot auf ein bestimmtes Ziel hin. Das bedeutet, dass gewisse Andeutungen gemacht werden, versteckte Hinweise in die Geschichte integriert sind, die LeserInnen Vorahnungen anstellen, die sich meisten, zumindest teilweise oder so ähnlich, bewahrheiten. Bei „Deadline 24“ war ich nicht nur ziemlich fantasie – und kreativlos; zusätzlich traf mich die Wahrheit wie ein eiskalter Schock. Ich habe es zunächst nicht fassen können, doch als mir die Tragweite dessen, was Annette John da schildert bewusst wurde, bin ich beinahe ausgerastet. „Deadline 24“ ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Todeslinie, denn langsam aber sicher arbeitet es in vielerlei Hinsicht auf einen unweigerlichen „Tod“ hinaus. Ob auf den der Welt, der Protagonisten oder den LeserInnen selbst.
Dieser Zukunftsroman ist der beste, den ich bisher gelesen habe, denn die Botschaft, die er mir brachte, ist für mich unbezahlbar. Wer nach diesem Buch noch nicht aufgewacht ist, wird ewig weiterschlafen.
Wenn man „Deadline 24“ betrachtet, sind wir Menschen eine traurige Rasse. Wir mögen zwar intelligent und an Fortschritte gewöhnt sein, doch unsere eigenen Erfindungen werden uns irgendwann zum Verhängnis. Manchmal muss man wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um etwas zu beenden und ich fürchte, dass wir den niemals entdecken werden. Welches düstere Zukunftsszenario wir uns auch ansehen, unser Untergang scheint immer näher zu kommen und aus Möglichkeiten, könnte bald schon Realität werden.
Annette John hat es geschafft, mich emotional total zu berühren und durcheinander zu bringen. Dafür brauchte es lediglich eine Protagonistin namens Sally, mit einer überschaubaren Gedankenwelt und einem überzeugenden Motiv, die sich gemeinsam mit Freunden auf einen Weg begibt, der ihr Schicksal zu sein scheint, bis alles, was passierte in ein bodenloses Loch fällt und ich hinterher und schon hat man den genialsten und perfektesten Roman aller Zeiten vor sich!

Mein Fazit:
Aufgewühlt, sprachlos, fasziniert und voller Gedanken hat mich „Deadline 24“ zurückgelassen. Dieses Buch ist ein Buch mit einem ganz wichtigen Inhalt, von dem ich glaube, dass jede/r ihn mal gelesen haben sollte. Ich habe rigorose Erkenntnisse gewonnen und Schlüsse gezogen, auf die ich alleine niemals gekommen wäre.
Zunächst mag „Deadline 24“ nicht sehr anspruchsvoll oder gar besonders wirken, wird er aber bis zum Ende gelesen, entfaltet er seine grausame Macht und schlägt erbarmungslos wie eine Fleischfressende Pflanze zu. Unbeschreiblich!

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
EUR 16,95
ISBN 978-3-407-81081-6
1. Auflage 2011. 376 Seiten.
Gebunden.
Ab 12 Jahre
Zum Buch: Klick!

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7 Gedanken zu „Deadline 24 von Annette John [Rezension]“

    1. Oh, Danke sehr! Nein, ich glaube niemand ist dafür zu alt! 😉
      Aber wir denken einfach alle sooo verschieden, dass die Lösung deswegen vielleicht von manchen gefunden wird und von anderen nicht. (Oh, je, muss ich mich jetzt doof fühlen? :()
      Eigentlich wollte ich die Rezension schnell bei Lovelybooks einstellen, stattdessen habe ich gestern lange mit Audible gekämpft, um die Hörbücher irgendwie auf mein Handy zu bekommen! 🙂
      Lg!

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