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Yelena und der Mörder von Sitia von Maria V. Snyder [Rezension]

„Mein Name ist Yelena“, antwortete ich.
Ein junger Mann, nur ein paar Jahre älter als ich, bahnte sich einen Weg durch die Menge und blieb neben dem Sippenältesten stehen. Mit seinen jadegrünen Augen musterte er mich durchdringend. In seiner Miene spiegelte sich eine Mischung aus Hass und Abscheu. Ich spürte einen Hauch von Magie an meinem Körper.
„Sie hat getötet“, rief er laut. „Sie stinkt nach Blut.“ S. 19

Inhalt:
Yelena ist in ihrem Geburtsland und lernt ihre Familie kennen, den Clan der Zaltanas. Doch einige scheinen etwas gegen sie zu haben und sehen eine Spionin im Auftrag des Nordens in ihr.
Damit kann Yelena sich nicht lange befassen, als sie mit ihrem Bruder Leif zur Zitadelle der Magier wandert, werden sie überfallen und Yelena wird als Gefangene genommen. Cahil, der im Exil lebende Prinz des Nordens, will Yelena ebenfalls als Spionin überführen und Leif ist wenig hilfreich, denn auch er traut ihr nicht.
Als sie in der Zitadelle ankommen, beginnen erst die richtigen Probleme, denn jemand stiehlt gewaltsam und grausam die Seelen von Mädchen und verfolgt damit einen bösen und mächtigen Plan. Aber am Ende hat er es einzig und allein auf Yelena abgesehen, denn ihre Fähigkeiten übersteigen das normale Maß der Magier und Magierinnen in Sitia.

Meine Meinung:

Manchmal ist es gruselig, wie sehr man sich in eine Geschichte verlieben kann. Ich begann „Yelena“ zu lesen und war sofort und ohne Schwierigkeiten von der Geschichte gefangen. Yelena als Figur erlebt eine höchst interessante und teilweise mysteriöse Weiterentwicklung, deren Folgen und Auswirkungen noch nicht feststehen. Manchmal war Yelena mir in allen Bereichen zu begabt und hatte wirklich immer den Kniff jeder Situation gewachsen zu sein und allen Bedrohungen mehr oder weniger erfolgreich zu entfliehen. In diesem Bereich hätte ich mir mehr Authentizität gewünscht, denn es wirkt auf LeserInnen unrealistisch, wenn eine Person „überfliegermäßig“ durch eine Handlung schwebt.
Das ist aber auch nur ein kleiner und vor allen Dingen nur einer von zwei negativen Kritikpunkten. Ansonsten hätte ich mir mehr Romantik oder zarte, feinfühlige Gefühle in Yelenas Liebesleben gewünscht. Denn dort bieten sich einige Möglichkeiten, die leider nicht immer ausgenutzt wurden, sondern in nebensächlichen Sätzen stecken. Ich bin der Meinung, dass man ein Buch nicht mit Kitsch überziehen muss, aber eine angemessene Liebesbeziehung, wenn schon eine besteht, sollte ausgebaut werden.
Ansonsten entwickeln sich bei mir so starke Gefühle des Mitfieberns, die ich selten spüre. Denn „Yelena“ ist nicht nur irgendeine Fantasy-Trilogie. Es ist eine Trilogie über den Mut einer Frau in einer Welt, die viele Tücken und Grausamkeiten bereithält. Diese Frau ist dabei sich selbst zu entdecken, was mit solch ergreifenden Worten beschrieben ist, dass ich mich nicht mehr halten kann. „Yelena und der Mörder von Sitia“ ist mein absolutes Highlight.
Verwicklungen entstehen, Bande werden geknüpft, daraus resultieren auch Feindschaften und der Plot läuft nun auf ein spektakuläres Finale im dritten Teil hinaus, auf das ich mich schon überschwänglich freue.
Maria V. Snyder ergänzte „Yelena und der Mörder von Sitia“ durch eine, wie ich finde, überraschende Komponente, in der Yelena als verloren geglaubte Tochter zwar willkommen geheißen wird, die meisten zeigen sich ihr gegenüber jedoch misstrauisch und weigern sich, in näheren Kontakt mit ihr zu treten oder sie als eine Zaltana anzusehen.
Wer Valek aus „Yelena und die Magierin des Südens“ schon kennt, darf gespannt sein, was sich in dieser Richtung ergibt oder ob nicht plötzlich eine andere wichtige Person in Yelenas Leben tritt.
Dieses Werk mag zwar 500 Seiten haben, diese vergehen jedoch enorm schnell und ich bin beinahe schon ein wenig traurig, dass die Trilogie schon so schnell und bald ihren Abschluss finden wird.

Mein Fazit:
Der Schreibstil von Maria V. Snyder hat so etwas an sich, dass mich immer weiter und weiter und weiter lesen lässt, bis ich alles erfahren habe, was ich unbedingt noch wissen wollte.
Denn hier webt die Autorin einzigartige Charaktere, die sich weiterentwickeln und viele Facetten besitzen in eine hochspannende und intensive Geschichte ein.
Diese Bücher sollten gelesen werden, denn sie halten eine Welt bereit, die an Vielseitigkeit, Farbenpracht, und dem Tüpfelchen auf dem „i“ nicht mehr zu überbieten ist. Ich hatte Spaß und Liebe es.
Ganz klar, ein Fall für die volle Punktzahl!

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
ISBN 978-3-89941-844-6
7,95 EUR [D]8,20 EUR [AT]12,90 sFr [Ch]
528 Seiten
Zum Buch: KLICK!

Siehe auch meine Rezension zu „Yelena und die Magierin des Südens“: >>>Klick mich, ich bin ein Link!<<<

Cover des ersten und dritten Bandes:

Vielen Dank an den Mira-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

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2 Gedanken zu „Yelena und der Mörder von Sitia von Maria V. Snyder [Rezension]“

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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