Buchrezensionen

Lügnerin von Justine Larbalestier [Rezension]

Inhalt:
Micahs Freund Zach ist tot aufgefunden worden. Doch ihre Beziehung zueinander war kompliziert, denn eigentlich war er mit Sarah zusammen und Micah war die geheime Freundin, von der niemand etwas wusste.
Aber Micah hat das nicht weiter gestört, denn Micah ist anders als alle anderen. Sie lügt. Viel und oft. Sie kann gar nicht anders, denn sie hütet ein Geheimnis, so groß und so schwer, dass sie es vor sich selbst am Liebsten verstecken würde. So belügt sie nicht nur andere Menschen, sondern auch sich selbst. Sie droht sich in den Lügen zu verlieren und selbst nicht mehr zu wissen, was eigentlich wahr ist, von dem, was sie erzählt und was nur frei erfunden.
Trägt aber nicht jede Lüge auch ein Körnchen Wahrheit in sich?

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext zu „Lügnerin“ las und das Cover sah, war ich hellauf begeistert und hegte hohe Erwartungen. Leider wurden sie nicht vollkommen erfüllt.
Micah lügt ständig und obwohl sie den LeserInnen weiß machen will, ab jetzt nur noch die Wahrheit zu erzählen, lügt sie munter weiter. Je weiter ich in die Geschichte vordrang, desto klarer wurde diese und einige wahre Aspekte wurden zum Ende hin endlich einmal angesprochen. Doch wieviel davon letztlich wahr ist, weiß ich auch nicht. Insgesamt hat mich diese Geschichte überhaupt nicht begeistern können. Ich habe nur weitergelesen, weil ich hoffte, irgendwann auf eine Spannung zu stoßen oder vom Geschehen mitgerissen zu werden.
Das blieb leider aus.
Vielleicht lag es am Erzählstil der Autorin oder am Aufbau der Handlung?
Die Handlung selbst ist in drei Teile unterteilt. In jedem erzählt Micah auf eine andere Art und Weise etwas von der Wahrheit, die sie immer noch von Lügen durchzieht. So kam ich dem Kern immer näher, interessieren tat er mich aber nicht sonderlich, da Micah mich total kalt ließ.
Scheinbar war sie mir nicht sympathisch und ich empfand sie als sehr unglaubwürdig. Auch gefielen mir die anderen Charaktere nicht und irgendwie erschien mir alles sehr an den Haaren herbeigezogen.
Ein Pluspunkt war der Ort des Geschehens: New York. Mit das einzig Interessante, was ich in „Lügnerin“ finden konnte. Justine Larbalestier hat eine weitere gute Idee eingebracht, die ich nicht preisgeben kann und die leider nicht gut umgesetzt wurde.
Ich kann mir schon vorstellen, dass viele von „Lügnerin“ begeistert sein werden, weil ich mit diesem Roman einfach nicht auf einer Wellenlänge schwamm und es also „an mir“ liegen kann.
„Lügnerin“ ist laut Angaben des Verlages ein Psychothriller. Nun gut, ein Psychothriller für Jugendliche, aber ein wenig mehr Nervenkitzel kann ich dann schon erwarten, oder?
Die Geschichte versprach, Spannung, sie versprach Grusel und auch mehr Tempo. Stattdessen kam sie mir wie eine lange Floßfahrt auf dem Nil vor und gerne wäre ich vom Floß abgestiegen und alleine weitergeschwommen.
Außerdem soll hier ein Mord aufgeklärt werden. Die Aufklärung habe ich nicht mitbekommen. Ich bin wahrlich offen für Übersinnliches, doch die Auflösung des Mordes erschien mir hier zu haarsträubend. Das Cover allerdings passt gut zuer Geschichte und hat mir extrem zugesagt.

Mein Fazit:
Ich konnte „Lügnerin“ wenig abgewinnen. Dennoch war es nicht so schlecht, dass ich mich beim Lesen gequält hätte. Dieses Buch ist ein wenig farblos und nichtssagend. In Amerika hat es einige Auszeichnungen bekommen, vielleicht lag es also an der Übersetzung, dass mich dieses Buch nicht überzeugte? Ich weiß es nicht und solange ich auch überlege, irgendwie fallen mir keine guten Gründe ein, weshalb „Lügnerin“ in mir kein Kribbeln hervorrief.
Empfehlen kann ich es nicht besonders. Eventuell werden sich Thriller-Liebhaber hier wohler fühlen und eine Spannung wahrnehmen, die ich nicht finden konnte und mir fehlte einfach nur der Bezug oder der Einstieg in die Handlung.

Bewertung

 

Buchinformationen:
Originaltitel: Liar
Originalverlag: Bloomsbury
Aus dem Englischen von Kattrin Stier
Deutsche Erstausgabe
Ab 14 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16077-0
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 26,90*

Direkt zum Buch auf das Emblem klicken!

Vielen Dank an den cbt-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

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3 thoughts on “Lügnerin von Justine Larbalestier [Rezension]”

  1. Nein, 4 Sterne, gebe ich oft, wenn ich mich nicht durch die Handlung quälen muss und denke, dies ist ein Buch, was man lesen kann, aber nicht muss. Doch „Lügnerin“ war noch einen Ticken besser, für die originelle Idee, auch wenn es nicht nach meinem Geschmack umgesetzt war! 😉
    Deswegen sind es immerhin noch 4 Sterne. Wenn ich 0,5 Werte vergeben würde, wären es 3,5, aber diese Wertung will ich nicht und so runde ich auf.
    Ist die Erklärung für dich nachvollziehbar? Ich hoffe doch! 😀
    Gute Nacht!

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