Archiv für den Monat März 2011

Die Chroniken der Schattenjäger – Clockwork Angel von Cassandra Clare [Rezension]

Inhalt:
Tessa hat bis auf ihren Bruder Nate keine Familie mehr. Der ist in London und sie in Amerika, wo kürzlich ihre Tante verstarb. Doch dann schickt er ihr eine Karte für die Überfahrt nach London.
Sie freut sich auf ihn, aber anstatt ihn vorzufinden, holen sie die dunklen Schwestern ab und übergeben ihr eine Nachricht von Nate. Die dunklen Schwestern sind böse Hexen, die eine verborgene Macht in Tessa entfesseln und ihr beibringen, ihre Kräfte zu nutzen.
Sie soll vorbereitet werden, um den Magister zu heiraten, der ihre Ausbildung in die Wege leitete und Nate in seine Gewalt gebracht hat.
Glücklicherweise gelingt es Tessa im letzten Moment zu fliehen. Dabei lernt sie den jungen Schattenjäger Will, einen Nephilim kennen. Er bringt sie verletzt ins Institut, wo sie vorerst bleiben kann.
Doch die Schlacht ist noch nicht ausgefochten. Der Magister verfolgt ehrgeizige, mächtige und gefährliche Pläne.
Derweil entwickelt sich zwischen Tessa und Will etwas, was keiner von ihnen bereit ist, zuzugeben.
Der Magister ist bereit und schlägt zu, während die Freunde einer falschen Fährte folgen und in die Falle tappen.

Meine Meinung:
Anfangs hatte ich ein wenig Mühe in die Geschichte hineinzufinden. Vielmehr fand ich den Anfang sehr gut, doch das ließ schnell nach und ich musste mich ein wenig durch die Handlung kämpfen. Nach bekanntem Muster erzählt Cassandra Clare in einer schönen Sprache, was passiert. Da die Geschehnisse aber nur mühsam vorankamen, hatte ich keinen großen Elan weiterzulesen.
Irgendwann kam dann jedoch der Punkt, an dem sich ein Schalter umlegte und die erste Spannung aufkam. Von da an ging es glücklicherweise nur noch bergauf und ich begann Begeisterung zu empfinden.
„Clockwork Angel“ ist eine Nebenreihe der bekannten Reihe von Cassandra Clare namens „Die Chroniken der Unterwelt“ in der neuen Chronik um die Schattenjäger erzählt die Autorin die Vorgeschichte des Instituts, dass man schon durch die anderen Bände kennt.
Ich fand es schön, die Vergangenheit zu ergründen und einige Vorfahren der mir bereits vertrauten Personen kennenzulernen.
Am besten gefiel mir die Rolle des Hexenmeisters Magnus Bane. Da er sehr alt werden kann, lebt er schon in „Clockwork Angel“ und tut es später auch noch. Seine Rolle dort kenne ich, aber die Seite, die er in dieser Handlung einnahm hat mich überrascht, aber auch fesseln können.
Verärgert bin ich ein wenig über die Hinhaltetaktik der Autorin, wenn es um die Beziehung zwischen Will und Tessa geht. Andauernd nur Andeutungen, wenn überhaupt und dann ein sehr unbefriedigendes Ende.
Die Ideen, die Cassandra Clare in ihrer Geschichte verarbeitet hat, waren originell und nahmen Wendungen, die ich nicht erahnte.
Insgesamt hat mir „Clockwork Angel“ dann doch noch sehr gefallen und ich bin froh, dass die Autorin es geschrieben hat.
Blöd, dass ich jetzt parallel auf zwei Fortsetzungen von ihr warten muss.

Mein Fazit:
Nachdem der zähe Anfang erst einmal überstanden war, konnte mich die Handlung überzeugen. Allerdings muss ich einen Stern weniger vergeben, als den restlichen Teilen, weil dieser Band mit den vorherigen gar nicht mithalten kann. Im Vergleich fehlte es „Clockwork Angel“ an einigen entscheidenden Dingen, aber besonders an der Faszination, mich vollkommen Atem – und Sprachlos zurückzulassen. Das ist der Nachteil, wenn man schon so verwöhnt ist und große Erwartungen hegt, die sich dann nicht erfüllen. Ein schönes Leseabenteuer war es trotzdem und ich kann es auch sehr gutweiterempfehlen!

Bewertung

Buchinformationen:

Cassandra Clare
Chroniken der Schattenjäger – Clockwork Angel
580
gebunden
18,99 EUR [D]
ISBN 978-3-401-06474-1

Lügnerin von Justine Larbalestier [Rezension]

Inhalt:
Micahs Freund Zach ist tot aufgefunden worden. Doch ihre Beziehung zueinander war kompliziert, denn eigentlich war er mit Sarah zusammen und Micah war die geheime Freundin, von der niemand etwas wusste.
Aber Micah hat das nicht weiter gestört, denn Micah ist anders als alle anderen. Sie lügt. Viel und oft. Sie kann gar nicht anders, denn sie hütet ein Geheimnis, so groß und so schwer, dass sie es vor sich selbst am Liebsten verstecken würde. So belügt sie nicht nur andere Menschen, sondern auch sich selbst. Sie droht sich in den Lügen zu verlieren und selbst nicht mehr zu wissen, was eigentlich wahr ist, von dem, was sie erzählt und was nur frei erfunden.
Trägt aber nicht jede Lüge auch ein Körnchen Wahrheit in sich?

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext zu „Lügnerin“ las und das Cover sah, war ich hellauf begeistert und hegte hohe Erwartungen. Leider wurden sie nicht vollkommen erfüllt.
Micah lügt ständig und obwohl sie den LeserInnen weiß machen will, ab jetzt nur noch die Wahrheit zu erzählen, lügt sie munter weiter. Je weiter ich in die Geschichte vordrang, desto klarer wurde diese und einige wahre Aspekte wurden zum Ende hin endlich einmal angesprochen. Doch wieviel davon letztlich wahr ist, weiß ich auch nicht. Insgesamt hat mich diese Geschichte überhaupt nicht begeistern können. Ich habe nur weitergelesen, weil ich hoffte, irgendwann auf eine Spannung zu stoßen oder vom Geschehen mitgerissen zu werden.
Das blieb leider aus.
Vielleicht lag es am Erzählstil der Autorin oder am Aufbau der Handlung?
Die Handlung selbst ist in drei Teile unterteilt. In jedem erzählt Micah auf eine andere Art und Weise etwas von der Wahrheit, die sie immer noch von Lügen durchzieht. So kam ich dem Kern immer näher, interessieren tat er mich aber nicht sonderlich, da Micah mich total kalt ließ.
Scheinbar war sie mir nicht sympathisch und ich empfand sie als sehr unglaubwürdig. Auch gefielen mir die anderen Charaktere nicht und irgendwie erschien mir alles sehr an den Haaren herbeigezogen.
Ein Pluspunkt war der Ort des Geschehens: New York. Mit das einzig Interessante, was ich in „Lügnerin“ finden konnte. Justine Larbalestier hat eine weitere gute Idee eingebracht, die ich nicht preisgeben kann und die leider nicht gut umgesetzt wurde.
Ich kann mir schon vorstellen, dass viele von „Lügnerin“ begeistert sein werden, weil ich mit diesem Roman einfach nicht auf einer Wellenlänge schwamm und es also „an mir“ liegen kann.
„Lügnerin“ ist laut Angaben des Verlages ein Psychothriller. Nun gut, ein Psychothriller für Jugendliche, aber ein wenig mehr Nervenkitzel kann ich dann schon erwarten, oder?
Die Geschichte versprach, Spannung, sie versprach Grusel und auch mehr Tempo. Stattdessen kam sie mir wie eine lange Floßfahrt auf dem Nil vor und gerne wäre ich vom Floß abgestiegen und alleine weitergeschwommen.
Außerdem soll hier ein Mord aufgeklärt werden. Die Aufklärung habe ich nicht mitbekommen. Ich bin wahrlich offen für Übersinnliches, doch die Auflösung des Mordes erschien mir hier zu haarsträubend. Das Cover allerdings passt gut zuer Geschichte und hat mir extrem zugesagt.

Mein Fazit:
Ich konnte „Lügnerin“ wenig abgewinnen. Dennoch war es nicht so schlecht, dass ich mich beim Lesen gequält hätte. Dieses Buch ist ein wenig farblos und nichtssagend. In Amerika hat es einige Auszeichnungen bekommen, vielleicht lag es also an der Übersetzung, dass mich dieses Buch nicht überzeugte? Ich weiß es nicht und solange ich auch überlege, irgendwie fallen mir keine guten Gründe ein, weshalb „Lügnerin“ in mir kein Kribbeln hervorrief.
Empfehlen kann ich es nicht besonders. Eventuell werden sich Thriller-Liebhaber hier wohler fühlen und eine Spannung wahrnehmen, die ich nicht finden konnte und mir fehlte einfach nur der Bezug oder der Einstieg in die Handlung.

Bewertung

 

Buchinformationen:
Originaltitel: Liar
Originalverlag: Bloomsbury
Aus dem Englischen von Kattrin Stier
Deutsche Erstausgabe
Ab 14 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16077-0
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 26,90*

Direkt zum Buch auf das Emblem klicken!

Vielen Dank an den cbt-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

Die Auswertung für das Buch des Jahres 2010

Es hat ein wenig gedauert, doch endlich kann ich euch die Auswertung zu diesem Thema präsentieren.

Natürlich kann ich hier nicht für alle sprechen, aber für mich und all diejenigen, die abgestimmt haben. Das sind immerhin 50 Leute und bei denen möchte mich ganz herzlich bedanken. Die Ergebnisse, soviel kann ich euch verraten, sind sehr interessant ausgefallen. Zunächt möchte ich die Titel vorstellen, die unter „Other:“ von euch genannt worden sind. Außer dem beliebten Roman „Splitterherz“, ist jeder Titel einmal genannt worden. Was war also euer persönliches Lieblingsbuch 2010? Da ich leider versäumt habe zu sagen, dass man doch bitte Titel und Autor nennen möge, habe ich nun ein paar Titel, deren AutorIn mir unbekannt ist. Deswegen habe ich eure Vorschläge einfach einmal mit einem Bildschirmfoto fotografiert und mit einem Klick könnt ihr alles vergrößert sehen.

Jetzt zu euren Abstimmungen von den mir vorgeschlagenen Titeln.

Ich habe die Cover eingebunden und wenn ihr mit der Maus über das Buch drüber fahrt, seht ihr die Anzahl der Klicks und die Platzierung. (Soll ja spannend bleiben! ;))

Damit habt ihr gewählt und „Arkadien brennt“ mit Abstand zu eurem Buch des Jahres 2010 gekürt!

Meine Rangliste allerdings sieht etwas anders aus…

Ich nenne euch meine Top 3.

3. Platz geht an „Ascheherz“ von Nina Blazon.

2. Platz wandert zu „Arkadien brennt“ von Kai Meyer

1. Gold hat bei mir mit Abstand dieses Buch gewonnen:

In meinen Augen hat das „Schattengesicht“ ein Gesicht bekommen. Dieser Thriller ist wie lebendig, die pure Energie, die ich unbedingt spüren wollte.
Antje Wagners Geschichte hat mir einmal mehr gezeigt, warum ich überhaupt lese. Ich suche nun nicht mehr das eine oder das perfekte Buch.
Nein! – denn ich habe es gefunden. „Schattengesicht“ hat das Gesicht meines perfekten Buches angenommen und ist aus den Schatten ins Licht getreten. Noch immer meine ich eine Prise gemischt aus Mystik, Wahrheit und Glanz wie einen Glorienschein um mich herum schweben zu sehen.
Wer nach meinen Worten nicht wenigstens versuchen will das Geheimnis von „Schattengesicht“ zu erspüren, sollte sich darüber im Klaren sein, Einzigartiges verpasst zu haben!

weiterlesen

Das ist „Schattengesicht“ von Antje Wagner.

Das Fazit also:

Ihr habt „Arkadien brennt“ zu eurem Favoriten 2010 erklärt und ich „Schattengesicht“ von Antje Wagner. Vielen Dank für eure Teilnahme!!

Ein Interview mit der Autorin von Schattengesicht ist außerdem in Arbeit! 🙂

Na? – Ist euer Highlight aus 2010 dabei?? 😀

Nachtlilien von Siri Lindberg [Rezension]

Eine harmonische Geschichte über die Kraft der Liebe zwischen dem Wandel der Welt und magischen Kräften.

Inhalt:
Auf Jerushas Familie lastet ein Fluch. Alle weiblichen Mitglieder sind dazu verdammt ihren Liebsten zu verraten. Jerusha ahnt davon nichts, als ihre Hochzeit mit Dario kurz bevor steht. Als ihre Mutter ihr davon erzählt, ist sie fest entschlossen, denjenigen zu finden, der sie verfluchte und ihn aufheben zu lassen. Doch ihr Abenteuer bringt sie viel weiter, als geplant und sie lernt jemanden kennen. Den blinden Krieger Kieran. Sie fühlt sich sofort von ihm angezogen und merkt, dass Kieran und sie etwas verbindet. Sie bekommt ein schlechtes Gewissen Dario gegenüber, als ihre Gefühle immer eindeutiger werden. Ihre Rechnung hat sie aber nicht mit den höheren Mächten gemacht, denn lange geht es in ihrer Reise schon um mehr als einen Fluch. Getrieben bis an die Grenzen ihres Landes und noch viel weiter, wird Jerusha gemeinsam mit Kieran zu einem Spielball, der zwischen Leben und Tod zu entscheiden hat.

Meine Meinung:
Siri Lindberg hat ein Debüt geschrieben, das mich maßlos verzaubert hat. „Nachtlilien“ ist ein fantasievoller Roman mit viel Niveau und Anspruch, der viele Dinge einmal in einem anderen Licht zeigt. Die Schrift dieses Romans war zwar sehr klein und dadurch ein wenig mühsam zu lesen, doch die Handlung und hauchzarten Entwicklungen der Figuren entschädigen das um das zig fache.
Als ich den Klappentext las, erwartete ich eine Geschichte wie jede andere. Klischeehaft, nach „Schema F“ ablaufend und vielleicht noch gut verpackt.
In dieser Hinsicht stellte sich „Nachtlilien“ als eine Offenbarung heraus.
Die Gedanken, Taten und Gefühle der Personen sind sehr präzise und detailliert beschrieben, ohne dass es jemals zu viel ist und eine enorme Spannung zog sich durch das ganze Buch.
Ich habe nichts vorhersehen können, so dass ich an einigen Stellen richtig empört wurde, wenn es nicht so ablief, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte.
Zunächst beginnt Siri Lindberg die Geschichte zweier Menschen zu erzählen, die unabhängig voneinander stattfindet. Jerusha ist Bildhauerin und verlobt und zieht nur in die Welt, weil ein Fluch sie dazu antreibt.
Kieran ist ein Elitekrieger, der in einem Gefecht schwer verletzt wurde und in einem Kloster Zuflucht gesucht hat, wo man versucht, sein Augenlicht wiederherzustellen.
Irgendwann treffen sich diese beiden Figuren und damit fängt das ganze eigentlich erst so richtig an, dachte ich zumindest. Bis die beiden sich wieder trennen und jeder seiner eigenen Wege geht. Solche Überraschungen ließen mich ahnen, dass Siri Lindberg immer noch ein Ass im Ärmel hat und bis zum letzten Moment konnte ich mir über den Ausgang der Geschichte nicht im klaren sein.
Dabei ist der Sog dieses Romans, hervorgerufen durch einen fantastischen Erzählstil, unbeschreiblich. Ich konnte mich kaum der Handlung entziehen. Mein Plan sah vor, kurz vor dem Einschlafen ein bis zwei Kapitel zu lesen. Das Ganze lief auf ca. 200 Seiten hinaus. Wenn ich nicht las, dachte ich permanent an „Nachtlilien“ und rätselte, wie es weitergehen mochte, dachte über vergangene Passagen nach und versuchte die allgemeine Stimmung dieses Romans zu deuten.
Kurzum:
Ich habe mich richtig verliebt in diese Geschichte und bin sehr überrascht, welche tollen Elemente die Autorin eingebaut hat, ohne dass es zuviel wurde oder unecht wirkte. Alles hat seinen Sinn.
Leider ist es schwer hier weiter ins Detail zu gehen, da man diesen Roman nur genießen kann, wenn alles eine Überraschung bleibt und sich erst mit der Zeit entfalten und seine Wirkung zeigen kann. Allerdings kann und muss ich noch anmerken, dass Siri Lindberg die Begebenheiten des Blindseins von Kieran extrem gut dargestellt hat. Im Kloster bekommt er zwar nicht sein normales Augenlicht wieder, aber eine andere Perspektive des Sehens.  Das hat mit Auren und Farben, Gefühlen und Stimmungen zu tun, die sehr gut transportiert und an mich weitergeleitet wurden.
Sehr schlau war das Wechseln der Perspektiven, vordergründig zwischen Jerusha und Kieran. So bekam ich zu den beiden einen intensiveren Zugang, was dem Lesefluss sehr zuträglich war und wodurch nicht zuletzt auch dieser unheimlich starke Sog entstand.

Mein Fazit:
„Nachtlilien“ ist ein tolles Werk, was für Fantasy-Fans ein absolutes „Muss“ bedeutet. Diese Geschichte hat es in sich und verbirgt tiefe Schatten, ausgereifte Handlungen und spannungsgeladene Seiten. Dabei kommt die Romantik, das Abenteuerlustige und noch vieles mehr nicht zu kurz, so dass LeserInnen hier viele Facetten geboten werden.
Zur Zeit wird über eine mögliche Fortsetzung von „Nachtlilien“ gemunkelt, die ich sehr begrüßen würde, denn was ich gelesen habe, kann ich nur mit „magisch„, „anziehend“ und „fesselnd“ bezeichnen.

Bewertung

Buchinformationen:
Roman
Erschienen: September 2010
594 Seiten
Gebunden
€ 19,95 [D], € 20,60 [A], sFr 30,50
ISBN: 9783492702157
Zum Buch: Klick!

Kalenderwoche 11 Neuzugänge #15

Diese Woche erreichten mich einige, schöne Bücher. Hier zwei Bilder für euch!:

Besonders gefreut habe ich mich über „Lucy und die Jungs – Herzverrückt“ von Alexa Hennig von Lange, weil es noch von einem Gewinnspiel im Januar war. Dazu wird aber noch ein kleiner Artikel folgen, denn da war noch mehr, als dieses eine Buch! 😉 Diese Bücher sehen zwar ein wenig kitschig aus, aber der erste Band war soooo cool und schön geschrieben und genial und einfach einmal etwas anderes! 😉 Bin also gespannt, was Teil 2 mir bringt!

Klappentext:

Lucy ist total glücklich. Endlich hat sie ihre große Liebe gefunden: ihren süßen Mitbewohner Jeremy! Dass da Ärger vorprogrammiert ist, ist klar. Tom hat nämlich ganz schön dran zu knabbern, weil er auch in Lucy verliebt war. Doch gemeinsam mit Ruben und Andie rauft sich die WG zusammen und sie versuchen, das Leben so wild, schön und verrückt wie möglich zu gestalten. Eigentlich genau das, was Lucy wollte – nur manchmal fragt sie sich schon, wo sie da gelandet ist. Denn die Jungs verbergen ein Geheimnis vor ihr: Was hat es mit dem Jungen zu tun, der vor Lucy ins Dachgeschoss einziehen sollte und spurlos verschwunden ist?

Ein weiterer zweiter Teil einer Serie (Trilogie?) von der Autorin Aprilynne Pike. Teil 1 kam mir am Anfang etwas langatmig vor, doch am Ende gefiel es mir sogar richtig gut, so dass ich nun voller Vorfreude auf „Elfenliebe“ schiele.

Klappentext:

Ein Mädchen zwischen Schulalltag und Elfenwelt, irdischer Liebe und übernatürlicher Romanze

Als Laurel den Sommer in Avalon verbringt, wo sie die Lebensweise der Elfen kennenlernen soll, rückt die Menschenwelt für sie in weite Ferne. Dabei konnte Laurel sich die Zeit ohne ihren Freund David erst gar nicht vorstellen. Aber jetzt, in der Elfenwelt, ist alles neu, alles so wundersam – und da ist der attraktive, geheimnisvolle Frühlingself Tamani, der ihr zur Seite steht und der sie liebt, wie noch nie ein Mensch sie geliebt hat … nach ihrer Rückkehr merkt Laurel, wie sehr ihr der Alltag in der Menschenwelt und vor allem David gefehlt haben. Sie spürt: Schon bald wird sie eine schwere Entscheidung treffen müssen …

Außerdem bekam ich „Portal des Vergessens“ von Stephan R. Bellam.

Klappentext:

Jede Nacht wird Peter von Albträumen aus dem Schlaf gerissen. Träume, in denen das Schicksal einer fremden Welt auf dem Spiel steht. Und mit jedem neuen Traumbild verblasst die Erinnerung an seine tote Familie mehr und mehr. Als die Grenzen zwischen Traumwelt und Realität immer weiter verwischen, vertraut Peter sich seiner Therapeutin, Dr. Wünschler, an. Doch kann sie ihn jetzt noch retten? Der Kampf um Peters Wirklichkeit hat begonnen.

Dann zog noch Siri Lindbergs „Nachtlilien“ bei mir ein.

Klappentext:

Für Jerusha liegen Liebe und Tod nahe beieinander: Denn ein Fluch zwingt sie dazu, jeden zu verraten, in den sie sich verliebt. Doch als sie auf Kiéran trifft, fällt sie die Entscheidung, den Bann zu brechen. Auch wenn es sie das Leben kosten könnte …

Seit Generationen lastet auf der Familie der jungen Jerusha ein schrecklicher Fluch: Alle Frauen sind dazu verdammt, den Menschen zu verraten, den sie am meisten lieben. Jerusha droht das gleiche Schicksal, als sie Kiéran begegnet, einem Krieger, der nach einer schweren Schlacht erblindet ist. Jerusha verliebt sich in ihn, doch sie will ihn auf keinen Fall ins Unglück stürzen. Aber ist es richtig, der wahren Liebe für immer zu entsagen? Oder ist es Zeit, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn es die mutigste und gefährlichste ihres Lebens sein wird? Siri Lindbergs Debüt »Nachtlilien« lässt einen nicht mehr los – romantisch, spannend und fesselnd wie ein gefährlicher Liebesbann.

Bei Sarah Lukas‘ Roman „Der Kuss des Engels“ spalten sich die Meinungen, mal sehen, was ich am Ende davon denken werde. Es sieht schon einmal sehr schön aus und ich hoffe, dass der Inhalt mit der Gestaltung mithalten kann.

Klappentext:

Was würdest du empfinden, wenn die Liebe deines Lebens stirbt und plötzlich als gefallener Engel wieder vor dir steht? Für Sophie zumindest bricht eine Welt zusammen, als sie ihren Verlobten Rafael verliert. In Paris versucht sie Abstand zu gewinnen, doch dort entdeckt sie das Unglaubliche: Rafael lebt, aber er hat sich verändert. Warum kann er sich nicht an Sophie erinnern? Und welche Rolle spielt der geheimnisvolle Jean, der sie vor ihrem Geliebten warnt? Schon bald muss Sophie erfahren, dass weit mehr auf dem Spiel steht als ihr eigenes Schicksal.

„Glut“ von Lori Handeland wollte scheinbar auch noch ganz dringend zu mir und hier ist nochmals der

Klappentext:

Am Rand des Abgrunds

Elizabeth Phoenix gehört zu den wenigen Geschöpfen auf Erden, die die Fähigkeit besitzen, gegen die Mächte der Finsternis zu kämpfen. Schon einmal ist es ihr gelungen, den Jüngsten Tag zu verhindern, doch jetzt droht neue Gefahr: Eine Hexe der Navajo hat es auf Liz’ Leben abgesehen. Liz bittet ihren Ex-Geliebten Jimmy Sanducci um Hilfe, für den sie insgeheim immer noch tiefe Gefühle hegt. Liebend gerne würde sie ihrem Verlangen nachgeben, doch gleichzeitig ist die ganze Welt vom Untergang bedroht …

Portal des Vergessens“ und „Glut“ habe ich bereits gelesen und rezensiert! 😉
„Nachtlilien“ ist meine aktuelle Lektüre und ich liebe es!

Übrigens: „Nightshade 01 – Die Wächter“ von Andrea Cremer habe ich am Wochenende gelesen. Es erscheint zwar erst im Mai, doch ihr solltet euch das unbedingt merken, denn es ist ein gigantisches Buch!!!

Die Phoenix-Chroniken 02 – Glut von Lori Handeland [Rezension]

Inhalt:
Elizabeth Phoenix ist die Anführerin der guten, lichten Seite, um die Welt vor der drohenden Dunkelheit zu schützen. Doch nach den letzten Ereignissen sind ihre Reihen stark geschwächt und ein böser Geist, Sawyers Mutter, den sie nicht zu töten vermag, versucht mit allen Mitteln sie zu töten.
Außerdem ist da auch noch Jimmy, der verschwunden ist. Um ihn zu finden, ist Elizabeth auf Summer, die Fee angewiesen, mit der er sie vor einigen Jahren betrogen hat.
In dem Versuch sich neu zu formieren, gewinnen die Dämonen an Stärke und drohen sie zu überrollen. Dann ist da auch noch das Chaos zwischen ihr und Sawyer. Sie liebt ihn nicht, dennoch fühlt sie sich von ihm angezogen. Was fühlt sie aber für Jimmy, der selbst als Dhampir auf die Seite des Bösen gezogen zu werden droht?
Das Leben von Elizabeth, ihren Mitstreitern und der ganzen Menschheit hängt von Elizabeth selbst ab. Sie muss über ihren Schatten springen und selbst zur Dunkelheit werden, um dem Bösen beikommen zu können. Wird sie sich darin verlieren oder zu sich selbst zurückfinden? Wird die Apokalypse unabwendbar sein?

Meine Meinung:
„Glut“ ist der zweite Teil der Phoenix-Chroniken.
Die Autorin spinnt die Geschichte ab dem Moment weiter, andem er in „Asche“ aufhörte. „Glut“ bringt einige Lösungen und klärt viele meiner Fragen aus dem ersten Teil, gleichzeitig entstehen fortlaufend neue Rätsel. Noch immer weiß ich nicht, was es mit dem großen Ganzen auf sich haben wird. Immer wieder fügt Lori Handeland neue Elemente in die Handlung, mit denen ich nicht rechnete und die ich auch gar nicht kennen konnte.
Dies wirkte auf mich nie an den Haaren herbeigezogen, weil die Figuren jenes fantastische Artefakt und dieses übernatürliche Wesen begründen konnten, so als existierte es schon immer und nicht erst seitdem Augenblick, indem ich davon erfuhr.
So bekam die Geschichte einen glaubwürdigen Faktor und ich fühlte mich vom ersten, bis zum letzten Moment in der Handlung zu Hause.
Die Figuren entwickeln sich weiter und ich lernte einige besser zu verstehen. Beispielweise wurde mir der Fellläufer Sawyer sympathischer und stieg zu meiner Lieblingsfigur auf. Dementsprechend litt ich mit ihm, wenn die Dinge anders verliefen, als geplant, was oft der Fall ist.
Mir gefällt, dass Lori Handeland die Bedrohung des Bösen auf eine bestimmte Person projiziert. So bleibt es nicht beim namenlosen Bösen, sondern man bekommt einen stärkeren Bezug zur anderen Seite. Im ersten Teil war es der Stragos, Jimmys Vater, der selbst nach seinem Tod die Taten der Charaktere beeinflusst. In diesem Teil ist es Sawyers Mutter, die eine Spur stärker, bösartiger und skrupelloser ist. Dass diese beiden direkte Verwandte von den Wesen sind, die Elizabeth am nächsten stehen, vereinfacht die Situation nicht gerade. Komplikationen warten an jeder Ecke auf die Protagonisten. Obwohl ich damit rechnete, wusste ich nie auf welche Art und Weise. Dieses Gefühl prickelte und hob die Spannung enorm an.
Erneut verflicht Lori Handeland die Handlung mit einem Hauch Erotik und schafft damit überall Probleme statt Lösungen.
Umso gespannter bin ich auf den nächsten Teil, ob die Geschichte und ihre Bewohner ein wenig mehr Luft zum Atmen bekommen oder ob sich die Lage weiterhin verschlechtern wird.

Mein Fazit:
Lori Handeland schreibt halsbrecherische Urban-Fantasy, die mich total bannt und gefangen hält. „Glut“ beweist erneut, dass diese Frau weiß, wovon sie in ihren Romanen erzählt.
Spannungsgeladene Seiten boten mir eine unvergessliche Geschichte, die man gut einmal so zwischendurch lesen kann. Die Schöpfungsgeschichte wird hier neu aufgegriffen und überzeugend in eine manchmal humorvolle, meist spannende und einfach andere Geschichte eingewoben.

Bewertung

Buchinformationen:
Ausgabe: broschiert, Trade Paperback, Klappbroschur
Seiten: 336
Originaltitel: Phoenix Chronicles: Doomsday can wait
ISBN: 978-3-8025-8235-6
Zum Buch: Klick!

Portal des Vergessens von Stephan R. Bellem [Rezension]

Inhalt:
Peter ist ein gut betuchter Student ohne Eltern. Seit einem Autounfall hat er keine Erinnerungen mehr an sein früheres Leben. Gemeinsam mit seinem Freund engagiert er sich politisch und besucht regelmäßig eine Psychologin.
Doch dann beginnen seine Träume über Vryn und Vorlokk aus einer anderen Welt. Sie sind Brüder und werden in einem gewaltigen Krieg entzweit, entfremdet und müssen nun einander töten, um den Sieg davon zu tragen. Doch im Gegensatz zu Vorlokk wäre Vryn ein guter Herrscher und will nur das Beste für sein Volk. Vorlokk hingegen ergötzt sich an Quälereien, ist roh, wild und brutal.
Peter träumt jede Nacht von den Brüdern und fühlt so, als sei er selbst Vryn. Seine Psychologin verschreibt ihm Tabletten gegen seine Träume, damit er den Bezug zur Realität nicht verliert. Aber warum fühlt Peter sich in seiner Welt wie ein fremder? Kann sich mit modernen Technologien schwer anfreunden, hat das Gefühl ihm entginge etwas?
Hingegen der Anweisungen setzt er die Tabletten ab und entfacht damit eine schreckliche Wahrheit, die die Welt verändern könnte…

Meine Meinung:
Es ist doch erstaunlich, wie überraschend der Inhalt eines Buches ist, wenn man es ahnungslos vor sich liegen hat und keine großen Erwartungen hegt. Ich las dieses Werk auf der Zugfahrt zur Buchmesse und meine, dass ich keine schönere Lektüre hätte mitnehmen können.
Ich habe zuvor noch nie ein Buch von Stephan R. Bellem gelesen, was ich schleunigst nachholen sollte, denn „Portal des Vergessens“ ist ein magisches, mystisches und wunderbares Buch. Es ist perfekt. Kurz, knackig, fesselnd, überraschend und mehr als überzeugend.
Der Autor lässt die Geschichte langsam angehen und beginnt mit der letzten Schlacht zwischen Vryn und Vorlokk in einer Art Prolog. Dadurch nimmt er scheinbar etwas vorweg und ich erwartete im weiteren Verlauf den bekannten Moment. Dass der völlig anders ablaufen würde, ahnte ich nicht.
Nun beginnt sich das feingliedrige Netz zwischen Traum und Realität zu entspinnen. Oft habe ich bei diesen parallel zueinander verlaufenden Erzählsträngen ein wenig Mühe, weil ich die eine langweilig finde und die andere spannend. Doch Stephan R. Bellem erweist derartiges Erzähltalent, dass ich selbst Nichtigkeiten als atemberaubend empfand und mich nicht vom Plot lösen konnte. Während alle um mich herum um 06:00 Uhr im Zug schliefen und ich eigentlich auch hundemüde war, belebte mich die Handlung, gepaart mit diesen ergreifenden Worten und führte mich in ein Abenteuer der ganz besonderen und einzigartigen Art. „Portal des Vergessens“ ist ein großartiger Roman, an dem mich nichts störte. Das Gleichgewicht zwischen Peters Träumen und seinen realen Erlebnissen ist ausgewogen und beide „Welten“ sind tief ausgearbeitet und verfeinert worden.
Die innere Zerrissenheit Peters begleitete mich durch die Handlung und erzeugte in mir ebenfalls ein Gefühl der Zerrissenheit. Ich fieberte gnadenlos mit und wusste selbst nicht, ob Peters Träume einer Einbildung entspringen und er den Verstand zu verlieren droht oder ob sie eine tiefere Bedeutung haben und er letztlich doch Vryn ist.
Die verschiedenen Figuren bleiben zunächst unter einem undurchsichtigen Schleier bedeckt und dieser lüftete sich erst, wenn ich am wenigsten damit rechnete.
Stephan R. Bellem brachte eine weitere Komponente ins Spiel. Im Hintergrund bekam ich als Leserin mit, dass eine Organisation ihre Fäden zog und über Leichen ging. Allerdings war mir nicht klar, in welchem Zusammenhang dies mit Peter, Vryn, dem Realitätsverlust und den Träumen zu tun hatte.
Verraten werde ich es euch nicht, nur so viel:
Nehmt euch Zeit, wenn ihr dieses Buch beginnt, denn wenn ihr einmal begonnen habt, werdet ihr euch nicht mehr losreißen können. „Portal des Vergessens“ lässt euch die Welt vergessen, zieht euch in einen rasanten Abgrund, den ihr erst wieder erklimmen könnt, wenn ihr die Geheimnisse gelöst und den Roman durchgelesen habt.

Mein Fazit:
Dieser Roman ist wie ein zu Hause für mich gewesen und ich bin vollkommen mit ihm verschmolzen. Ich war voller Euphorie und ein warmes Gefühl durchströmte mich, als ich „Portal des Vergessens“ zuklappte. Ich bin maßlos begeistert, umgehauen und kann gar nicht so recht sagen, wie schön das ist, was mir mit diesem Buch widerfuhr. Es strahlt in vollkommenem Glanze und ich wünsche mir, dass dieser auf euch übergehen möge, wenn ihr es nach dieser hoffentlich überzeugenden Rezension kauft und lest!

Bewertung

Buchinformationen:
13,5 x 21,5 cm
288 Seiten
EUR: 14,95 CHF: 23,50
ISBN: 978-3-8000-9533-9
Zum  Buch: Klick!

 

Die Leipziger Buchmesse und ich – Mein Plan!

Jetzt habe ich ein wenig gesucht und gesucht und recherchiert, bis ich mir mal einige, interessante Veranstaltungen für morgen herausgeschrieben habe.

Der Plan sieht bisher folgendermaßen aus:

Aufstehen cirka 05:15 Uhr, weil wir uns um 05:45 Uhr am Bahnhof treffen, Wir fahren glaube ich zwischen 3 – 4 Stunden (BOAH!, da brauche ich Lesefutter und die richtige Musik!!) und sind dann gegen 10:00 Uhr dort, wenn alles gut läuft und klappt!

Ansonsten habe ich diese Termine gefunden. Ausnahmsweise ist mein Plan mal nicht so voll, aber auf der Messe selbst finde ich immer noch viele interessante Veranstaltungen, so dass mir sicherlich NICHT langweilig werden wird und wenn jemand von euch noch einen schönen Tipp hat, bitte immer her damit! 😉 und? – Wo geht ihr so hin, wenn ihr noch morgen oder übermorgen die Messe besucht?

Samstag 15:00 Uhr Ueberreuter Stand Corinna Bomann
Samstag 13:00 Uhr Carlsen Kristin Cashore Die Flammende Fantasy Leseinsel Halle 2

Samstag 12:00 Uhr Kai Meyer Arkadien brennt –
Kai Meyer Fantasy Leseinsel Halle 2

Signierstunde mit Isabel Abedi

Loewe Stand, Halle 2 D 201

14:00-15:00 Uhr

11:00 – 11:30 Uhr Bettina Belitz liest
Scherbenmond
Fantasy-Leseinsel,
Halle 2 G 303/H 308

11:30 – 12:00 SIGNIERSTUNDE Belitz

Und falls wir unseren letzten Anschlusszug in Halle nicht bekommen, müssen wir dort die Nacht verbringen! 😉

Euphoria – Der Tanz der Götter von Nina Nell [Rezension]

Inhalt:
Dieses Mal steckt Lucys beste Freundin Miriam in großen Schwierigkeiten. Nicht nur, dass sie Lucy für verrückt hält mit einem beinahe fremden zusammenzuziehen, nein, sie wird auch noch furchtbar krank. An sich kein Problem, mit dem eigenen Glauben würde das für sie kaum eine Bedrohung darstellen, doch Miriam ist des vielen Kämpfens müde und hat bereits aufgegeben. Im Gegensatz zu Lucy, die nach einem Weg sucht, ihre Freundin zu retten. Dabei kann sie Nikolas nicht immer ins Vertrauen ziehen und ehe sie es sich versieht, steckt sie mitten in einem gefährlichen Komplott, deren Machthaber gefährlicher und undurchsichtiger sind, als Lucy es begreifen kann. Ihre Welt ist dem Untergang geweiht…

Meine Meinung:
Ich ging ziemlich skeptisch an „Euphoria 2“ heran, weil mich der erste Teil so sehr berühren konnte und ich fürchtete, dass die Autorin das unmöglich ein zweites Mal schaffen könnte. Doch „Euphoria 2“ hat mir noch besser gefallen als der Einstieg in die Geschichte. Ich dachte, ich wüsste schon alles erwähnenswertes, was es in der Welt von Nina Nell so gäbe, aber da habe ich mich gründlich geirrt. Alles ist wesentlich vielschichter und noch facettenreicher als es auf den ersten Blick scheint.
Warum habe ich diesen Band als eine deutliche Steigerung empfunden? Weil die Charaktere noch mehr an Tiefgang bekommen und Nina Nell ihnen ihr eigenes Leben einhaucht und ich ihre Erlebnisse wahrnahm, als wären es meine eigenen.
Ich begann dieses Werk mit dem Gedanken, was denn da noch kommen sollte?- und die Autorin hat mich mit kreativen und überzeugenden Worten überrant. Stich – und Hiebfest baute sie auf den Geschehnissen des ersten Bandes auf, knüpfte einen engen Bezug zwischeneinander und erweiterte die Spannungen.
Damit ist es also bewiesen: Nina Nell hat bei mir keinen Glückstreffer gelandet. Ihre Bücher zeugen von richtiger Schreibkunst und einem Talent, von dem man gerne träumen möchte.
Wieder einmal weckte sie in mir Sehnsüchte und Gefühle, die ich kaum ausdrücken  kann und meine Perspektive auf die Dinge wurden erneut umgekrempelt. Ich versuche wirklich alles positiv zu sehen und nicht zu kämpfen, sondern zu akzeptieren, doch ohne einen anbetungswürdigen Nikolas an meiner Seite, der einen leitet, ist das wirklich schwer!
Die „zweite“ Welt namens Lumenia bleibt zwar immer noch ein kleines Geheimnis für sich, doch rückt auch sie unmittelbar stärker in den Fokus der Geschehnisse. Denn ihre Bewohner sind auch nicht fehlerfrei wie Götter, auch wenn man das gerne glauben mag und so entwickelt sich langsam, aber fein und unterschwellig eine Bedrohung, deren Lösung wohl erst im finalen (?) Band offenbart wird.
Besonders überzeugt hat mich die Erweiterung der Figuren in Band 2. Zunächst unwichtig erscheinende Charakter könnten inzwischen zu Schlüsselfiguren aufsteigen und insgesamt erscheint dieser Plot einfach noch authentischer und lebendiger, weil er immer greifbarer und besser ausgebaut wurde.

Mein Fazit:
Mir bleibt nur zu sagen, dass diese Autorin einen brennenden Kometen vom Himmel holen könnte, sie würde mich damit nicht weniger überraschen, als es ihre beiden Bücher „Euphoria“ bisher taten.
Gefühle, die beim Lesen knistern, Intrigen, die man nicht beenden und Wirrungen, die so verschlungen, das Herz zum Pochen bringen. Wer weder Teil 1, noch Teil 2 kennt, hat hier vieles verpasst und sollte sich am ersten Band definitiv mal versuchen. Denn von diesen Geschichten und ihren Charakteren können wir noch sehr viel lernen und ich bin gespannt, wohin Nina Nell uns in Band 3 führen wird. („Euphoria 3 – Die Welt der Götter“)

Bewertung

Buchinformationen:
Autorinnenwebsite.
Books on Demand
ISBN 978-3-8423-4515-7,
Paperback,
216 Seiten
14,95 €

Elf Leben von Mark Watson [Rezension]

Inhalt:
Xavier kommt ursprünglich aus Australien mit einer bewegenden Vergangenheit, die er hinter sich zu lassen versucht.
In London hat er sich ein neues Leben aufgebaut und ist Moderator einer recht erfolgreichen Nachtradiosendung. Was Xavier nicht ahnt, dass er bald etwas erleben wird, was weitreichende Folgen haben wird. Eine Kette von Reaktionen wird ausgelöst, die von einem zum nächsten führen und am Ende schließt sich der Kreis und alles kommt auf Xavier zurück.
Vorher jedoch nimmt sein Mitarbeiter und Freund Murray ihn mit auf einen Speeddatingabend. Dort engagiert er sogleich eine Putzfrau, die noch ganz andere Ausmaße annehmen wird.
Wird er triumphieren oder von den Ereignissen und seiner bitteren Vergangenheit überrollt werden?

Meine Meinung:
„Elf Leben“ ist ein ganz besonderes Buch! Das Lesen war ein wenig wie Schicksal spielen. Im Gegensatz zu den Charakteren im Buch sah ich als Leserin die Auswirkungen einzelner Handlungen und wie somit eine Lawine ins Rollen gerät, die man nicht mehr aufhalten kann.
Die Entwicklungen waren sehr spannend und ich konnte sie nie vorausahnen. Mit beschwingenden Worten hat Mark Watson mich in seine Materie eingewebt und ich konnte mich der bestechenden Geschichte nicht mehr entziehen.
Das wirklich spannende waren die Gedanken des Protagonists Xavier. Schon am Anfang deutet der Autor an, dass Xavier auf ein dunkles Geschehnis in seiner Vergangenheit blickt. Ab und zu holt er es wieder hervor und lässt es aufblitzen, enthüllt es jedoch nie. Ich habe mir schon das Schlimmste vorgestellt und Horrorszenarien vor mir gesehen. Was es im Endeffekt ist, musst du schon selbst herausfinden, ich kann nur sagen, dass es sich lohnt dass Geheimnis zu ergründen. Denn es ist nicht nur Xavier Leben, das fesselt. Noch zehn andere hängen daran, die sich nicht kennen, nicht unbedingt begegnen und dennoch entscheidende Meilensteine legen, die alle auf einer Handlung Xaviers basieren.
Die Perspektivwechsel aus der personalen Erzählsituation haben mir sehr gefallen und waren notwendig um die verschiedenen Schicksale aneinanderzuknüpfen und die richtige Atmosphäre zu transportieren.
Obwohl nicht alle Figuren in „Elf Leben“ näher erläutert werden, war mir keine zu oberflächlich. Mit den richtigen Worten hat Mark Watson ihre Beweggründe und Motivationen sofort transparent durchleuchtet oder später aufgelöst, so dass alles abgerundet und schlüssig erschien.
Der Handlungsablauf war messerscharf und hat mich gefährlich mit sich gerissen. Am Ende erlebte ich eine Achterbahn der Gefühle und Mark Watson kann die Gefühle der Figuren und der gesamten Situationen so gut vermitteln, dass ich oft kurz vorm Weinen war. Entweder, weil ich dachte, gleich passiert etwas schlimmes oder ich meinte zu ahnen, es gab einmal etwas schlimmes.

Mein Fazit:
„Elf Leben“ ist ein absolut lesenswertes Buch, dass sich flüssig lesen ließ. Die Beziehungen der Personen, das Aneinandervorbeileben der anderen stellten zwei schöne Kontraste da. Insgesamt bin ich einfach nur begeistert und überzeugt von diesem herausragenden Werk, das ein Diamant unter den Büchern sein wird und das hoffentlich viele Menschen überzeugen und so wie mir, ein paar besondere Augenblicke bescheren wird!

Bewertung

Buchinformationen:
Roman
Übersetzt von Stefanie Jacobs
272 Seiten
19.95 Euro, 30.50 sFr
März 2011
ISBN:9783821861241
Zum Buch: Klick!

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