Archiv für den Monat Februar 2011

Der Schrei des Löwen von Ortwin Ramadan [Rezension]

Inhalt:
Yoba flieht mit seinem kranken und autistischen Bruder Chioke aus seiner Heimat Nigeria mit Ziel Europa, weil er den Zorn eines üblen Mafia-Boss‘ auf sich gelenkt hat. Doch solch eine Reise birgt viele Gefahren und während sich Yoba mit seinem Bruder immer irgendwie retten kann, säumen viele, viele Tote ihren Weg, die sie hinter sich lassen müssen.

Meine Meinung:
Ortwin Ramadan hat einen Roman geschrieben, den ich auf den ersten Blick niemals lesen würde. Das liegt daran, dass ich zwar um Flüchtlinge weiß, doch mich nicht konkreter damit auseinander setzen wollte, nachdem ich in der Schule ein umfassendes Projekt dazu bearbeitet habe.

Doch diese Geschichte bringt einem die Realität und einige Eckpfeiler auf eine ganz andere Art und Weise näher. So bin ich in dieser Geschichte vollkommen aufgegangen und so traurig sie auch sein mag, habe ich mich ihr nicht entziehen können und immer weiter gelesen und dem Ende entgegen gefiebert. Die Seiten flogen vor meinen Augen dahin, denn Ortwin Ramadans Sprache ist dem Inhalt angemessen und lässt sich sehr gut lesen.

Die Charaktere der Beiden flüchtenden Jungen wirkten sehr echt und ihre Geschichte bescherte mir eine Gänsehaut. Dieses Buch ist ein großer Schatz, denn er vermag uns in die richtige Richtung zu lenken, damit wir endlich unsere Augen öffnen und eingreifen.

Mein Fazit:
Packend und rasant hat Ortwin Ramadan die Geschichte zweier Jungen aufgeschrieben, die noch die vergebene Hoffnung der Flüchtlinge in sich tragen und den Luxus besitzen zu träumen.

Denn die bittere Realität zeigt, dass Flüchtlinge in anderen Ländern unwillkommen sind, dass es viele Fallstricke auf dem langen Fluchtweg gibt, die meistens im Tod enden. Solange die Flüchtlinge namenlose und gesichtslose Menschen bleiben, interessiert sich niemand für sie, doch sobald sie eine Vergangenheit, eine mögliche Zukunft, eine Perspektive, ja sogar Identität erhalten, erweichen ihre Schicksale Menschenherzen und Ortwin Ramadan hat mit seinem Buch genau dies erreicht und wird hoffentlich vielen Menschen die Augen öffnen, damit sie anfangen, sich an richtiger Stelle zu engagieren.
Mit einer sprachlichen Brillanz und prickelnden Emotionalität, die mich zutiefst berührte und auch andere nicht kaltlassen wird, ist hier ein wahres Meisterwerk über unsere Zeit entstanden, deren Realität an einigen Stellen erschreckend hässlich und grausam ist. Unbedingt lesen!

Bewertung

Meine Anmerkung, hat nicht direkt mit dem Inhalt zu tun: Ich weiß, dass wir von Flüchtlingen überschwemmt werden und es zu viele sind, doch die Zustände in den Ländern aus denen sie stammen lassen ihnen keine andere Wahl und anstatt dass Regierungen Organisationen wie Frontex dafür bezahlen, dass sie die Flüchtenden unter allen Mitteln zurückhalten oder zurückbringen, sollte man lieber im Sinne der Flüchtenden Menschenleben handeln und nicht gegen sie!

Buchinformationen:

Klappenbroschur
13,3 x 19,8 cm
288 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN 978-3-551-31017-0

€ (D) 9,95
€ (A) 10,30 / sFr 15,90

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Weitere Informationen über Flüchtlinge hier: KLICK!

Vielen Dank an die Mayersche Buchhandlung für diese Aktion!


Das Blut der Lilie von Jennifer Donnelly [Rezension]

Musik die verzaubert und berührt…

Inhalt:
Die 17- jährige Diandra Xenia Alpers, genannt Andie,  ist des Lebens überdrüssig. Seit dem Tod ihres Bruders
Truman empfindet sie ihr Leben als wertlos und lässt alles schleifen. Alleine die Musik hält sie am Leben, denn dort spürt sie noch etwas und besitzt echte Gefühle. Andies Vater lebt nicht mehr bei ihnen und so versinkt auch Andies Mutter in ihrer eigenen Welt. Doch dann lässt Andies Vater ihre Mutter einweisen und nimmt Andie mit nach Paris, weil ihn ein Forschungsauftrag dorthin führt. Dort findet Andie ein Porträt des kleinen Prinzen Louis Charles, der ihrem verstorbenen Bruder ähnlich sieht und ein Tagebuch aus der Zeit der französischen Revolution.

Sie beginnt das Tagebuch einer jungen Frau, Alexandrine,  zu lesen, die sich um ebenjenen Louis Charles kümmerte und deren Schicksal Andie zu berühren beginnt. Gebannt und bedrückt liest sie Seite um Seite und beginnt sich in den Worten und der anderen Zeit zu verlieren. Lediglich der junge Mann, den sie eines Nachts in Paris kennenlernt und der sie auf Anhieb anzog, wie das Tagebuch wecken noch Gefühle in ihr und so findet Andie sich in einem Machtspiel zwischen den Zeiten wider, in dem es nur darum geht zu überleben. Erst da merkt sie, was das Leben wert ist, was ihr Bruder wirklich für sie gewollt hätte und dass kämpfen ein Ausweg sein kann.

Meine Meinung:
„Das Blut der Lilie“ ist in meinen Augen ein vollkommenes Buch. Es vermag so vieles auszudrücken und ich denke, dass es für alle LeserInnen etwas anderes darstellen kann.

Jennifer Donnelly beschreibt eine Welt der vielschichtigen Klänge zwischen zwei Zeiten. Beide Elemente verknüpft sie miteinander. Die Musik spielt in unserer Zeit eine Rolle, sowie während der französischen Revolution, die in dem Tagebuch, was Andie findet, beschrieben ist. So bilden sich immer mehr Parallelen, denn Alexandrine, die Verfasserin des Tagebuchs war für den kleinen Prinzen zuständig, wie auch Andie für ihren Truman. Andie hat versagt, wie sie selbst denkt, doch welches Ende Alexandrine nimmt erfährt man erst im Laufe der Handlung.

So konnte ich mich den bannenden Worten überhaupt nicht entziehen und fand mich einerseits in einer bedrückenden Atmosphäre wieder, weil Andie sehr depressiv ist und andererseits in einer sehr klangvollen, weil die Musik belebt und lebendig ist.

Der Balanceakt zwischen der Handlung, den Gefühlen der Figuren und der Musik ist nicht einfach zu bewältigen, doch Jennifer Donnelly hat es geschafft und für mich sehr gut umgesetzt. So wurde mir nie langweilig und so sehr mich die Tagebucheinträge auch bedrückten, war die Echtheit des gesamten Werkes zum Greifen nahe.

„Das Blut der Lilie“ bedarf besonderer Worte, denn es ist ein einmaliges Buch der Gefühle, was vieles in den Schatten zu stellen vermag.

Mir war der Stil der Autorin nach „Die Teerose“ und „Die Winterrose“ sehr vertraut und so erwartete ich ein ähnliches Werk, doch „Das Blut der Lilie“ hebt sich gänzlich von ihren anderen Romanen ab und setzt einen viel höheren Maßstab und ist ganz anders, als ich annahm. Besser zwar, doch anders.

Dieser Roman wirkt sehr zerbrechlich und das Gebilde, indem er sich entfaltet ist wie der schönste Moment eines Lebens, der nur einmal auftritt und das auch nur ganz kurz, der einem so bedeutend erscheint, dass er im Nachhinein nur noch eine flüchtige Erinnerung, niemals Realität gewesen sein kann. So habe ich „Das Blut der Lilie“ empfunden; Als ein Buch der großen Gefühle, der noch größeren Taten, die alle umeinanderschweben und auf einem Teppich der Musik einen Einklang finden.

Die Verknüpfung der beiden Zeitepochen war eine sehr gute Idee und spielte eine tragende Rolle für die Geschichte. Denn es hilft Andie über ihre Depressionen, weil sie Ähnlichkeiten wiederfindet und bildet gleichzeitig eine parallele eigene Geschichte mit eigenen Spannungen und Verwicklungen.
Mein Fazit:
„Das Blut der Lilie“ ist ein historischer Roman, dessen Grenze zwischen Realität und Fiktion oft zu verwischen scheinen.
Er hat mich hinabgezogen in eine anmutende Welt der illustren Klänge, die schöne Seiten zeigt, aber auch ihre wahre und hässliche Seite.

So habe ich mit den Charakteren vollauf identifizieren können und bin im Netz der Intrigen und Geheimnisse gefangen genommen worden.

Jennifer Donnellys Roman ist für mich ein absolutes Highlight, was mir so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen wird und deren Geschichte tief ins Herz geht, dorthin, wo unsere Gefühle wohnen.

 

Bewertung

Buchinformationen:
Aus dem Englischen von Angelika Felender
Originaltitel: Revolution
448 Seiten
Gebunden
€ 19,95 [D], € 20,60 [A], sFr 30,50
ISBN: 9783866122888

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Juhu, Packstation und Post waren da mit einer Überraschung! #11

Am Freitag bekam ich gleich zwei tolle Sachen zugeschickt:
Einmal von Tinesbücherwelt der Gewinn. Von der Autorin höchstpersönlich signiert und losgeschickt, datiert auf den 21.Februar 2011. Ein gutes Zeichen für mich, denn 21 ist meine absolute Glücks- und Lieblingszahl!

Hier seht ihr, wie es verpackt war:

und hier ausgepackt:

und dort die Signierung!:

An dieser Stelle noch einmal: Danke an Tine, ich habe mich riesig gefreut!

Dann erreichte mich noch eine Besonderheit.

Ich habe schon oft von Druckfahnen gehört und in meinem Kopf ein dazugehöriges Bild gehabt, doch jetzt… halte ich meine erste Druckfahne in den Händen, von einem Buch, das erst im Mai erscheint.

Wie ihr hier seht, ist das eine ganz schöne Zettelwirtschaft und wenn die einmal herunterfallen sollte, kann ich das mit dem Lesen echt vergessen! (Über 300 Buchseiten Vorder- und Rückseite bedruckt):

Ihr fragt euch bestimmt, zu welchem Buch diese durchaus beeindruckende Fahne gehört? (Man sieht zwar den Titel, doch unter Bildern kann man sich mehr vorstellen.
Ich verrate es euch:
„Nightshade 01 – Die Wächter“ von Andrea Cremer. Sieht schön aus, oder?

Klappentext:

“Verführerisch, spannend und voller Action! Macht absolut süchtig!“ Romantic Times

Eine Liebe, die nicht sein darf – ein Geheimnis, das ihre Welt erschüttern wird

Callas Lebensweg steht schon von Geburt an fest: Nach ihrem Schulabschluss soll die Wolfskriegerin den gleichaltrigen Alphawolf Ren Laroche heiraten, um mit ihm gemeinsam ein neues Rudel anzuführen. Doch als Calla den gut aussehenden Menschenjungen Shay rettet und sich in ihn verliebt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Gemeinsam mit Shay kommt sie einer Wahrheit auf die Spur, die sie an ihrer Bestimmung zweifeln lässt. Ist ihre Liebe stark genug, um dafür alles aufs Spiel zu setzen, was sie bisher kannte?

Ich finde, es sieht nicht nur schön aus, sondern hört sich auch toll an!

Jetzt komme ich zur Überraschung, die mich gestern Mittag ereilte:

Eigentlich erwartete ich vom Coppenrath ein ganz anderes Buch und zwar „Dunkle Wasser“ von Jane Beaufrand. Stattdessen fand ich dann aber dieses hier vor:

„Holundermond“ von Jutta Wilke, ein liebes Brieflein, einen Jugendroman, bei dem ich schon mehrmals überlegte, ob ich ihn lesen möchte oder nicht und ein dazu passendes Notizbüchlein, indem sich…:

…diese Zettelchen befanden. Ich denke mal, dass das Hinweise auf den Inhalt sind und bin schon ganz gespannt, was das Lesen dieses Buches bringen wird und bedanke mich außerdem ganz doll beim Coppenrath-Verlag für diese gelungene Überraschung.

Klappentext: (Holundermond)

Wie verwunschen wirkt das alte Kloster im sanften Licht des Mondes. Doch Nele ahnt, dass hinter seinen dicken Mauern ein Geheimnis lauert, das eng mit dem plötzlichen Verschwinden ihres Vaters verknüpft ist. Entschlossen, das Rätsel zu lösen, stellt sie sich zusammen mit ihrem Freund Flavio den dunklen Kräften des Klosters entgegen.

Außerdem habe ich gestern die Buchhandlung unsicher gemacht und mir ein Buch gegönnt, auf das ich schon lange warte. Es gibt dieses Buch und seine Folgebände schon von einem anderen Verlag, doch die LYX Ausgabe ist so schön!:

„Succubus Blues – Komm ihr nicht zu nah“ von Richelle Mead! Ich werde zwar warten mit dem Lesen, bis alle Teile erschienen sind, weil ich gehört habe, dass diese Reihe die extremsten Cliffhanger hat, aber bei der Schönheit, muss man es doch einfach besitzen, oder?

Klappentext:

EIN HÖLLISCHES DILEMMA!
Für einen Dämon hat es Georgina nicht schlecht getroffen. Als Sukkubus liegen ihr alle Männer zu Füßen. Dumm nur, dass sie jedem, der sich von ihr verführen lässt, die Lebensenergie aussaugt. Georgie hat ihr dämonisches Dasein deshalb ziemlich satt. Sie wünscht sich sehnlichst einen festen Freund. Als ihr Lieblingsautor Seth Mortensen in die Stadt kommt, ist Georgie absolut hingerissen von ihm. Aber wie kann sie sich ihm nähern, ohne ihn in Gefahr zu bringen?

Und, was habt ihr so für Post bekommen oder gekauft oder geschenkt bekommen? Ich habe jetzt erst einmal einiges zum Lesen! 😀

October Daye 01 – Winterfluch von Seanan McGuire [Rezension]

Inhalt:
October Daye, genannt Toby, ist ein Wechselbalg mit beschränkt magischen Fähigkeiten. Nachdem sie vierzehn Jahre aus dem Verkehr gezogen, indem sie in einen Fisch verwandelt wurde, hat sie Mühen in ihr altes Leben zurückzufinden. Früher war sie Detektivin, doch daran wagt sie nicht einmal mehr zu denken.
Dann bekommt sie von ihrer Freundin Evening einen Anruf, die ihr kurz vor ihrer Ermordung eine Fessel auferlegt. Diese Fessel besagt, dass Toby verpflichtet ist Evenings Mörder zu offenbaren und zu finden, bis zu ihrem eigenen Tod.
Toby muss also um jeden Preis den Mörder finden, ansonsten stirbt auch sie, doch wenn der Mörder nicht gefunden werden will und Anschläge auf sie verübt werden, kann sich das als sehr schwierig gestalten.

Meine Meinung:
Seanan McGuires Roman hat mich nicht besonders fesseln oder faszinieren können. Die Geschichte versprach vielversprechend zu werden, doch nach über 200 Seiten war ich immer noch gelangweilt.
Ich kam mit dem Schreibstil der Autorin nicht zurecht, der sehr nüchtern und Emotionslos ausfällt. Außerdem war Toby, die Protagonistin so lieblos- und scheinbar gefühllos. Sie wird angeschossen und stirbt beinahe. – Na und? Interessiert sie nicht sonderlich. Sie erfährt, wie ihre Freundin ermordet wird und bewahrt noch immer einen kühlen Kopf. Das kann durchaus ein Charakterzug sein, da ich ihn ihr nicht abkaufen konnte, wirkte das ganze Geschehen sehr unecht und ich hatte kein gutes Gefühl beim Lesen. Das ist recht erstaunlich, denn die Elemente, die die Autorin eingeflochten hat, haben mir sehr gut gefallen. Einige Passagen sind so schön und so eigen, dass ich mich sehr wunderte, warum der Rest so abfällt und wenig überzeugen kann.
Gegen Ende des Geschehens wurde endlich einmal ein wenig mein Interesse geweckt und ich habe mich nicht durch die Handlung quälen müssen. Leider war die Auflösung ebenfalls nicht nach meinem Geschmack, beziehungsweise kam sie sehr plötzlich und abrupt und ich habe sie nicht geglaubt.
Ich sehe „October Daye“ als ein typisches „kann man lesen, muss man aber nicht“ Buch an. Ich möchte dennoch gerne die Fortsetzung lesen, weil ich denke, dass die Autorin erst auf den letzten Seiten warm geworden ist und ich deswegen ebenfalls erst so spät hineinfinden konnte.
So bleibt die Hoffnung, dass mich im neuen Band sofort die Handlung mitreißen kann und es keinen langen Anlauf bedarf.

Mein Fazit:
„October Daye 01 – Winterfluch“ ist ein Fantasy Roman mit richtig guten Ansätzen und tollen Ideen, die durch eine schlechte Umsetzung leider oft in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Charaktere und besonders die Protagonistin haben mich nicht erreicht. Somit fehlte mir das Gefühl und es konnte keine Spannung bei mir aufkommen. Am Ende steigert sich Seanan McGuire enorm, doch das reicht auch nicht mehr aus, um dem Gesamtwerk Leben und Magie einzuhauchen. Somit beläuft sich mein Fazit auf 3 Sterne.

Bewertung

Buchinformationen:
Ausgabe: broschiert, Trade Paperback, Klappbroschur
Seiten: 352
Originaltitel: Rosemary & Rue
ISBN: 978-3-8025-8288-2
12,95€ [DE] 13,40€ [AT]

Vielen Dank an den Egmont-Lyx-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

Auf in die dritte Runde…

…Alera diese Woche.

Ja, ich weiß, erst habe ich eine Rezension geschrieben und dann meinen „Im Rausch“ Artikel, weil ich nicht genug bekommen kann von diesem Roman und dann habe ich laaaaaange auf der Autorinnenwebsite gestöbert! 🙂
Das hat mir riesige Freude bereitet und irgendwie habe ich mir dann gedacht, wenn ich schon einmal so ein Fan bin, würde ich gerne ein Interview mit der Dame führen, wenn sie denn Lust/Zeit hat und möchte.

Also habe ich gestern eine E-Mail verfasst und mein Anliegen vorgetragen. Noch am selben Tag!! (Das muss man sich mal vorstellen. Ich finde das unglaublich nett!) erhielt ich die Antwort! Und sie ist… positiv! Juchu! Ich habe erst einmal einen Freudenschrei ausgestoßen und bin durchs Zimmer gehüpft!

Das Interview gibt es aber erst im April, weil ich vorher noch den zweiten Teil lesen möchte und da der leider erst im März erscheint… müssen wir uns alle eben noch eine Runde gedulden.

Vielen Dank Cayla Kluver, dass du eine so gute Autorin und freundliche Person bist, die gerne ein Interview führen möchte, worauf ich mich schon riesig freue! Könnte mein Glück noch etwas toppen? Nein, ich glaube nicht!

PS: Wer eine Frage oder auch zwei an die liebe Cayla Kluver hat, kann sie mir gerne senden. Bestimmt kann ich sie in dem Interview unterbringen.

Dann habe ich gestern ein Buch gelesen, was mich sehr fesseln und begeistern konnte. Leider ist es aber so gut, dass ich zurzeit nicht die richtigen Worte finde, um diesem Werk gerecht zu werden und es zu beschreiben. Also zeige ich euch einfach zwei Bilder von der Schönheit dieses Buches und die Rezension wird noch folgen.

Jetzt eines ohne Schutzumschlag. Bei Amazon lautet die Beschreibung, dies sei ein Sondereinband und so schön und gut wie der gemacht ist. (Fühlt sich so… griffig an), glaube ich das gerne:

Habe ich euch schon einmal ein Bild einer meiner Katzen gezeigt? Ich glaube nicht. Man sieht zwar nichts vom Gesicht, doch das ist im Januar, wie sie neben einem Bücherstapel schläft 🙂 (Sie heißt übrigens Filou und den Felix, den zeige ich euch auch noch):

Einen schönen Samstagabend wünsche ich euch noch!

Im Rausch

Nachdem ich meine euphorische Rezension zu „Alera – Geliebter Feind“ verfasst hatte, haben mich meine Gefühle zu diesem Buch schon wieder übermannt und deswegen habe ich ein wenig auf der Verlagsseite von Piper gestöbert bis ich auf eine Leseprobe zum zweiten Teil der Trilogie um Alera von Cayla Kluver stieß.

Meine Freude war so groß, dass ich zu explodieren drohte  und so sog ich begierig  die paar Brocken auf, die einem in der kurzen Leseprope zu „Alera – Zeit der Rache“ zugeworfen wurden. Leider geht es mir jetzt nur noch schlechter im Hinblick auf das Warten der Fortsetzung, weil das Ganze noch spannender und schlimmer ist, als das Ende vom ersten Teil. Für alle, die den ersten Band gelesen haben und auf den zweiten warten, überlegt es euch gut, ob ihr diese Probe lest, denn es sind zwar „nur“ noch 13 Tage bis zum Erscheinen, doch ich habe das Gefühl, keine Minute länger mehr durchzuhalten und befinde mich in einem einzigen Rausch. Ahhhhhh, ich bin so ungeduldig, wenn es darum geht auf Fortsetzungen zu warten, das ist so unfair!!!!

—>  Leseprobe

—> Zum Buch: KLICK!

—> Autorenwebsite

Ansonsten geht es mir aber gut und ich freue mich riesig auf dieses Wochende, indem ich wohl leider viel lernen muss und weniger Zeit zum Lesen haben werde. 😦
Aber Wochenende ist und bleibt Wochenende und so kann mich nichts von meiner ansonsten guten Stimmung mehr abhalten!

Ach ja, hier einmal der Klappentext des Buches:

»Zeit der Rache« ist die Fortsetzung der fesselnden Saga um die junge Königin Alera. Angetrieben von ihrer unerfüllten Liebe zu Narian, ihrem ärgsten Feind, muss Alera eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Auf Drängen ihres Vaters hat Prinzessin Alera den arroganten Steldor geheiratet und herrscht nun gemeinsam mit ihrem aufbrausenden Mann über Hytanica. Die Ehe steht jedoch unter keinem guten Stern, denn die junge Frau liebt noch immer den geheimnisvollen Narian – ihren ärgsten Feind. Narian hat die Seiten gewechselt und unterstützt den Herrscher von Cokyri im Kampf gegen Aleras Königreich. Ein grausamer Krieg entbrennt zwischen den beiden Völkern, und hilflos muss Alera mit ansehen, wie ihr Volk, ihre Freunde und ihre Familie in höchste Not geraten. In der Zeit der größten Gefahr muss Alera ihre eigene innere Stärke finden, um alle, die sie liebt, zu retten.

Alera – Geliebter Feind von Cayla Kluver [Rezension]

Inhalt:
Alera ist die 17-jährige Prinzessin von Hytanica. Mit ihrem 18 Geburtstag soll sie heiraten und Königin werden. Leider hat ihr Vater Lord Steldon vorgeschlagen, den sie arrogant, ungezogen und unausstehlich findet.
Als aus Cokyri, ihrem feindlichen Nachbarland, ein Unbekannter in ihrem Reich gefunden wird, klärt sich schnell seine mysteriöse Identität. Als Baby ist er entführt worden und nun zurückgekehrt. Doch er ist anders, als alle Bewohner oder Krieger Hytanicas. Er ist schnell, präzise, geschmeidig und vor allen Dingen tödlich.
Aber man möchte ihn in seiner ehemaligen Familie integrieren und so kommt es, dass auch Alera häufiger auf ihn trifft und langsam entwickeln sich zwischen den beiden Gefühle.
Im Hintergrund drängt ihr Vater immer noch darauf, sie möge Lord Steldon ehelichen. So lange Alera es kann, zögert sie die Entscheidung hinaus, denn ihr Leibwächter London verdeutlicht ihr, dass Narian vielleicht nicht umsonst nach Hytanica zurückkehrte und eine böse Absicht verfolgt. Auch wenn Alera dies nicht glauben mag und von seiner unschuldigen, sowie treuen Seele überzeugt ist, versucht sie mehr über ihn herauszufinden, ein Unterfangen, was ihnen beiden den Kopf verdreht und am Ende wird Alera an ihre Pflicht erinnert und sie hat die wichtigste Entscheidung ihres Lebens zu fällen.

Meine Meinung:
„Alera – Geliebter Feind“ ist der erste Teil einer Trilogie, geschrieben von einer 17-jährigen Autorin, die für dieses Alter und für ihren Debütroman, ein wahres Meisterwerk erschaffen hat. Sieht man erst einmal davon ab, dass ziemlich häufig die Wörter „konsterniert“ und „konstatiert“ verwendet werden, außerdem die Kleidung der Prinzessinnen immer im selben Schema beschrieben werden und ich einige Dinge sehr leicht vorausahnte, hat mich dieser Fantastisch/Historische-Roman einfach nur sprachlos zurückgelassen.
Ich liebe Geschichten in diesem Stil, in denen eine adelige ihren eigenen Kopf hat, sich allem und jedem widersetzt und dennoch zwischen ihrer Pflicht und ihrem Herzen abwägen muss.
Cayla Kluver hat meinen Geschmack also vollkommen getroffen, denn mit ihrer Protagonistin Alera hat sie einen authentischen und schönen Charakter geschaffen, deren Geschichte mich mitriss und begeisterte.
Die verschiedensten Verwicklungen sind bis zum Ende spannend geworden und lose Fäden traten an allen Ecken und Enden auf, um erst im Finale miteinander verwoben zu werden.
Ich wusste nie zu sagen, was als nächstes passierte, wer nun Freund oder Feind war und wer sich in einem Netz aus Lügen verstrickte oder wer Ehrlichkeit an den Tag legte.
Was ich oft voraus ahnen konnte, waren Geschehnisse in kleinen Situationen. Wenn die Szene sich beispielsweise am Fluss abspielte wusste ich, dass Alera bestimmt hineinfallen würde und sie irgendwer rettete. Wer das sein würde, wusste ich nicht, doch tatsächlich fiel sie hinein und wurde wieder hinausgefischt. Ähnliche Vorausahnungen hatte ich noch einige Male, doch da dies nichts ausschlaggebendes ist, hat es mich nicht weiter gestört.
Der Anfang dieses Romans ist sehr rasant und legt einiges vor. Der Mittelteil wird etwas seichter und entspannter. Nicht unbedingt langweilig, auch wenn ich mir mehr Aktivitäten gewünscht hätte, aber schon interessant.
Ich besaß vorm Lesen ziemlich genaue Vorstellungen vom Inhalt. Ich nahm an, hier eine insgesamt dunklere Atmosphäre und mehr Krieg oder Blut vorzufinden. Tatsächlich konzentriert sich die Handlung aber auf Alera, die versucht an allen politischen Machenschaften teilzuhaben, allerdings wird ihr das oft verwehrt, weswegen sie auch nicht immer alles weiß oder auf dem neuesten Stand ist. Manchmal war sie mir leider zu naiv. Wo sie an einigen Stellen Kalkül und Reife bewies und sich nichts vorschreiben ließ, war sie in anderen Situationen viel zu unbedarft.
Das hört sich teilweise sehr schlecht an, dennoch habe ich das Lesen einfach nur genossen und mich voll und ganz in „Alera – Geliebter Feind“ hineingesteigert.
Dann kam das Ende und für eventuelle, etwas nachlassende Passagen im Mittelteil, wurde ich stark entschädigt. Ich hasse Cliffhanger! – normalerweise!
Doch hier hat es dem ganzen ein ganz neues Flair verliehen. Ich bin atemlos zurückgelassen worden, mehr als aufgewühlt und ich wusste gar nicht mehr, wohin mit meinen Gefühlen, weil ich mir so Trunken und berauscht von dieser Geschichte vorkam. Ich war ein überlaufendes Fass voller Freude, über einen Roman, der mich richtig tief berührt hat, aufgedreht, weil ich wusste, der zweite Teil erscheint irgendwann im März. Eigentlich ziemlich nah, doch auch das erschien mir gestern noch so weit weg. Und benommen, so wie aufgeregt, weil mir Cayla Kluver den größten, aber auch den am wirkungsvollsten platzierten Cliffhanger aller Zeiten präsentierte. Zum ersten Mal, konnte ich einigermaßen damit leben und dieses offene und abrupte Ende hat „Alera – Geliebter Feind“ einen extremen Kick beschert.

Mein Fazit:
Die Autorin hat mich mit ihrem Werk tief beeindruckt. In diesen jungen Jahren, eine so schöne und echt wirkende Welt zu kreieren, grenzt schon beinahe an Zauberei und wenn es dann auch noch so unverschämt gut ist, sollte es verboten werden. 😉
Nein, im Ernst: Ich bin froh, dass diese Frau sich ans Schreiben gemacht hat, denn wenn man über kleinere Makel, über die ich hier großzügig hinwegsehe, weil der Gesamteindruck so unbeschreiblich ist, bekommt man hier ein Überraschungspaket präsentiert, welches, wenn man es langsam öffnet, eine farbenfrohe und facettenreiche Geschichte offen legt, die für mich genau das richtige Maß an Eindrücken, Spannungen, Gefühlen und Abenteuern besaß. Wer keine offenen Enden ertragen kann, sollte vielleicht dennoch einen Versuch wagen, normalerweise falle ich nämlich auch in diese Kategorie und bin dennoch von diesem Werk überzeugt.
Ich fiebere nun mehr als sehnsüchtig dem zweiten Teil entgegen und werde meinen eigenen Countdown eröffnen, denn bis zum 10. März ist es immer noch ein Stückchen! Wer Fantasy-Romane liebt, die mit einem Hauch Historik gespickt sind, sollte dieses Ereignis nicht verpassen, denn es passt für jung und alt und männliche oder weibliche LeserInnen.
Ich habe es geliebt und fürchte schon jetzt, dass der zweite Teil ebenso spannend enden wird. Wenn ich aber mit einer so brillierenden Geschichte entlohnt werde, nehme ich das gerne in Kauf!

Bewertung

Buchinformationen:
Erschienen: August 2010
Aus dem Amerikanischen von Henriette Zeltner
Originaltitel: Legacy
560 Seiten
Gebunden
€ 19,95 [D], € 20,60 [A], sFr 30,50
ISBN: 9783492702164

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Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das Cover des nächsten Bandes:

 

Buuuuuuuuchpost!! #10

Juhu!
Heute ging es mir nicht so gut und ich musste zu Hause bleiben. Dafür, quasi als Entschädigung, kam heute eine schöne Buchpost für mich an.
Schon länger warte ich auf dieses (wunderschöne) Buch und heute hielt ich es zum ersten Mal, endlich in meinen Händen! – Ein wahres Schätzchen! 😀
Findet ihr nicht auch, dass es wunderschön aussieht? „Please don’t hate me“ von A. S. King

Please don't hate me von A. S. King

Klappentext:

Kann man vergessen, was war? Muss man verzeihen, um den anderen zu retten? Wie viel Mut braucht die Wahrheit? Vera hasst Charlie. Aus tiefstem Herzen. Obwohl er einmal ihr bester Freund war. Obwohl sie seine dunkelsten Geheimnisse kannte. Obwohl sie ihn so geliebt hat. Und doch ist sie die Einzige, die weiß, was in jener Nacht wirklich geschah. Der Nacht, in der Charlie starb.

Ich finde es toll, dass in diesem Buch jemand Charlie heißt, denn das ist einer meiner am meisten verwendeten Spitznamen. 😉

Außerdem erhielt ich diese Woche noch ein weiteres schmuckes Büchlein:

„Elf Leben“ von Mark Watson.

Klappentext:

Ein Augenblick. Eine unterlassene Tat. Unendliche Konsequenzen

Elf Menschen, die sich niemals begegnen werden. Elf Schicksale, die unabänderlich miteinander verknüpft sind. Und ein Mann, dessen Leben aus den Fugen geraten ist.

Xavier Ireland ist Mitte dreißig, Turnier-Scrabble-Spieler und ein guter Mensch. Nachts moderiert er eine Radiosendung, in der die Schlaflosen anrufen, um zu reden, ihre Geschichten zu erzählen, anonyme Geschichten aus der Millionenstadt London. Doch was ist mit Xaviers eigener Geschichte? Er ist in Australien aufgewachsen, hatte dort Freunde, seine große Liebe – doch dann ging er fort, änderte seinen Namen, fing noch mal ganz von vorn an. Etwas ist damals passiert, doch Xavier gibt nichts von sich preis – bis er sich unerwartet in Pippa verliebt, seine exzentrische, vor Leben sprudelnde Putzfrau. Sie hat ihre eigene Vergangenheit im Gepäck, und sie bringt Xavier dazu, sich seiner endlich zu stellen. Und während er sich entscheiden muss, was er mit seinem Leben anfängt, bleibt seine Existenz nicht ohne Einfluss auf die Menschen, deren Wege er kreuzt – im Gegenteil …

Nach dem Muster des Gleichnisses vom Schmetterling, dessen Flügelschlag auf der anderen Seite des Planeten einen Hurrikan auslöst, entwickelt Mark Watson in Elf Leben eine mitreißende und tief berührende Geschichte.

Einen schönen Tag wünsche ich euch noch!!

Euphoria – Das Spiel der Götter von Nina Nell [Rezension]

Stell dir vor, du kannst dir deine Welt erträumen, wie du nur willst und das durch die bloße Kraft deiner Gedanken…

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Kennt ihr das auch, wenn ihr nach den ersten Sätzen spürt, dass eine Geschichte wunderbar werden wird und sich das dann auch erfüllt, ja sogar noch deine kühnsten Erwartungen übertroffen werden?

Inhalt:
Lucy ist krank und das permanent. Sie hat sämtliche Allergien und Beschwerden, die ein Mensch nur mit sich herumschleppen kann. Doch dann wird sie bei einem Auftritt ihrer Freundin von einem Gegenstand in der Hand getroffen und ihre Krankheiten sind mysteriöserweise genesen.
Schnell bekommt sie ungewollten Besuch von Menschen, die ihr den „Gegenstand“ in ihrer Hand abspenstig machen wollen, denn es ist unbestreitbar, dass dieser übernatürliche Kräfte besitzt. Ihr einziger Anker ist Nikolas, der Fremde, der sie scheinbar beschützen will. Lucy muss schon bald lernen, dass Gefühle und Gedanken das Wichtigste Gut der Menschen überhaupt sind. Doch bevor es soweit ist, wird sie in ein gefährliches Gespiel der Gier und Begehren gezogen, kann sie dem entkommen und steht Nikolas wirklich auf ihrer Seite?

Meine Meinung:
Ich habe ohne große Erwartungen „Euphoria – Das Spiel der Götter“ von Nina Nell aufgeschlagen und begonnen die erste Seite zu lesen. (Welche auch sonst? ;))
Jedenfalls versank ich sofort in der Geschichte, denn der Schreibstil der Autorin war sofort im Einklang mit meinen eigenen Gedanken und hat mich förmlich in die Geschichte hineingesogen. Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen und meine Gefühle, Gedanken angesprochen, doch alleine die Sprache der Autorin hat mich so glücklich gestimmt, dass die Handlung nicht einmal alle Geschütze aufzufahren brauchte, um mir zu gefallen. Anfangs hegte ich noch Befürchtungen, dass sich die Handlung unvorteilhaft entwickeln würde oder mich sogar enttäuschen, aber das Gegenteil war der Fall. Die Geschichte hat es in sich und überzeugt eher mit schlichteren Mitteln, die den Geist berühren und die Seele ansprechen.
Erfrischend anders und mit wirklich interessanten Aspekten hat die Autorin eine einzigartige Welt erschaffen, in der alles möglich ist und wir Menschen uns durch unsere unkontrolllierten Gedanken und Gefühlen knechten lassen. Hätten wir diese unter Kontrolle, wären wir glücklicher und führten alle ein besseres Leben. Es ist schwer, diese komplexen Denkweisen aufzurollen, denn gekonnt wurden diese Denkansätze von der Autorin in eine verführerische und unvergleichbare Geschichte mit Sog eingebunden. Ich kann gar nicht anders, als mich schnellstmöglich auf den zweiten Teil zu stürzen, denn dieses Werk hat mich mehr als überrascht.
Es liest sich sehr schnell und ich flog mit den symphatischen und zum lieb habenden Charakteren auf einer Gefühlswolke der Glückseligkeit durch Spannungen, Überraschungen und fesselnden Inhalten. Ich  weiß nicht, ob sich alle so mit diesem Werk anfreunden können wie ich, doch mich hat es allemal überzeugt.

Mein Fazit:
„Euphoria – Das Spiel der Götter“ ist der erste Band einer Serie, den ich unbedingt empfehlen muss und der viele Sachen in einem neuen Licht erscheinen lässt und außerdem etwas ganz Neues, freches und Verführerisches in sich trägt. Ich würde es bereuen, wenn ich diesen Roman nicht gelesen hätte, weswegen ich mit bestem Gewissen die volle Punktzahl vergebe und hoffe, dass ihr Nina Nells Schreibstil und Geschichte, sowie ihre strahlenden Charaktere genauso lieb gewinnen werdet, wie ich, denn die Autorin, samt Werk, haben es einfach verdient!

Bewertung

Buchinformationen:
Verlag: Books on Demand
Preis: 13,95 €
ISBN: ISBN 978-3-8423-1961-5,
Format: Paperback, 188 Seiten

Autorenwebsite: KLICK!
Verlagsseite direkt zum Buch: KLICK!

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das Cover des zweiten Bandes, gefällt mir wieder einmal sehr gut, auch wenn ich das erste ansprechender finde!

Weißer Fluch von Holly Black [Rezension]

»Halte deine Freunde nahe bei dir, aber deine Feinde noch näher.«

Inhalt:
Der 17-jährige Cassel Sharpe ist anders, als andere Teenager. Er hat seine beste Freundin Lila auf dem Gewissen und kommt aus einer Familie mit Fluchmagiern. Verpönte sind sie, die Fluchmagier, denn sie können Menschen nach ihrem Belieben beeinflussen, je nachdem, welche Gabe sie besitzen. Doch als Cassel in seinem Internat beim Schlafwandeln erwischt wird, fangen seine Probleme erst richtig an. Irgendwie hat er das Gefühl, dass seine Familie etwas vor ihm verschweigt. Schwer lastet der Tod seiner ehemals besten Freundin auf seinem Gewissen, aber die Erinnerung an die Mordzeit sind bestenfalls nebulös und nur verschwommen. Deswegen schleicht sich ein Verdacht in Cassels Gedanken. Ist er von jemandem manipuliert worden? Ist vielleicht etwas ganz anderes, als ein Mord geschehen? Was ist dann Wirklichkeit und was könnte mit Lila passiert sein?
Auf der Suche nach Wahrheit verstrickt sich Cassel immer mehr in den Lügen anderer und das Netz des Bösen zieht sich enger um ihn zusammen.

Meine Meinung:
„Weißer Fluch“ von Holly Black ist der Auftakt zu einer, wie ich finde, bisher gelungenen Trilogie. Die Autorin hat ein alternatives New York kreiert, indem nicht normale Mafiosi Bosse den Untergrund beherrschen, sondern die Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die sich Fluchmagier nennen. Dieses fantastische Element ist etwas ganz neues, was mir außerordentlich gut gefiel und welches Holly Black kunstvoll in eine nervenaufreibende Geschichte eingeflochten hat.
Cassel ist zunächst ein unsympathischer Charakter, denn er erzählt den LeserInnen direkt zu Beginn, dass er ein Mädchen umgebracht hat. Er kann kein Motiv angeben, nur dass er es einfach getan habe. Ich denke, aus diesem Mord und dem einhergehenden schlechten Gewissen, resultiert seine ironische und zynische Wesensart. Cassel ist in jeder Hinsicht kein normaler Teenager. Er beging nicht nur einen Mord und er stammt nicht nur aus einer Familie mit Fluchmagiern, nein, er ist ein abgebrühter Junge, der jede Taschenspielerei kennt und versiert im Lügen, Tarnen, Fälschen, Betrügen und Schwindeln ist. Vielleicht kein Wunder, wenn man sich das Metier ansieht, indem er aufgewachsen ist. Ein Haufen voller Krimineller, die er seine Familie nennen muss.
Jedenfalls bringt dieser Protagonist eine ganz andere Atmosphäre in die Handlung, als es normalerweise der Fall ist.
Das alleine reicht schon aus, um diesen Jugendthriller zu etwas ganz besonderem zu krönen. Wenn da nicht noch zusätzlich weitere Spannungen, überraschende Wendungen, neue Ideen und ein herausragender Schreibstil wären.
Höhepunkte hat die Autorin hier viele geschaffen und obgleich „Weißer Fluch“ eine Trilogie ist, ist die Handlung abgeschlossen, schlüssig und für mich zufriedenstellend. Wer Cliffhanger abschreckend findet, kann sich mit diesem Thriller getrost vergnügen, denn der bleibt hier glücklicherweise aus.
Das Cover sieht sehr hübsch aus und bietet einen ordentlichen Blickfang. Allerdings habe ich das Gefühl, dass es lediglich die richtige Zielgruppe ansprechen soll, denn mit dem Inhalt hat es wenig zu tun, was ich sehr schade finde. Dennoch ist die Gestaltung wunderschön und ich habe es sehr gerne in meiner Büchersammlung.
Blutige Ereignisse bleiben hier aus, die interessanten Dinge geschehen auf einer psychischen Ebene, die absolut packend und fesselnd ist.
Mit hochsensiblen Mitteln und neuen Ideen habe ich hier eine prickelnde Geschichte zum Eintauchen gefunden, die mich begeistern konnte. Ich bin schon gespannt, was der zweite Teil bieten wird, denn New York, wie wir es kannten, hat Holly Black vollkommen umgekrempelt und ihren eigenen Stempel auf diese Stadt draufgedrückt!

Mein Fazit:
„Weißer Fluch“ besitzt eine rasante Mischung aus Spannung, Überraschungen, fantastischen und neuen Elementen, die das besondere etwas bei Jugendbüchern ausmachen.
Über das nicht zum Inhalt passende Cover kann ich großzügig hinwegsehen, denn bei solch gelungenen und authentischen Charakteren, sowie überzeugenden Inhalten bin ich dazu gezwungen die volle Punktzahl zu verleihen. Gegensätze ziehen sich an und so ist auch in „Weißer Fluch“ nichts so, wie es zu sein scheint. Deswegen lohnt es sich wirklich, einen Blick oder auch zwei zu riskieren.
Denn beim Lesen dieses Jugendthrillers ist mir der eine oder andere Schauer über den Rücken gelaufen und ich habe eine besondere Intensität gespürt, die nicht viele Bücher besitzen. Leute, lest es einfach! 😉

Bewertung

Buchinformationen:
Originaltitel: The Curse Workers Trilogy 1 – The White Cat
Originalverlag: Simon & Schuster US
Aus dem Englischen von Anne Brauner
Deutsche Erstausgabe
Ab 13 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16107-4
€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 27,90*

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Vielen Dank an den cbt-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

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