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Take me there – Eine Geschichte zum Verlieben von Susane Colasanti [Rezension]

Ich ordne meine Sachen und reiche ihm ein paar Servietten, er beißt ein großes Stück Pizza ab und ich platze fast vor lauter Nervosität. Aber ich platze nicht. Irgendwie schaffe ich es, meine Pizza zu essen, während Mr Farrell redet, und hin und wieder lache ich sogar über manche seiner Witzchen. Als es Zeit wird zu gehen, fühle ich mich großartig. Genau wie Dienstag nach der Schule, als wir wie Freunde zusammenhockten und Spaß miteinander hatten und darüber hinaus  noch dieses aufregende Gefühl der gegenseitigen Anziehung dabei war. Ich habe das Gefühl, dass wir heute unser zweites Date haben. Es fühlt sich jedenfalls genauso an. S. 266

Inhalt:
Rhiannon, Nicole und James sind miteinander befreundet und erleben gerade eine einschneidende Zeit. Denn sie sind Teenager, mit großen Sorgen, Krisen im Liebeseleben und wollen doch eigentlich nur sich selbst und ein Ziel für die Zukunft finden.
Ein und dieselbe Woche wird abwechselnd, unterteilt in zwei Teile, aus den Sichtweisen der Drei erzählt und dabei verlaufen die Ereignisse ganz anders als geplant und irgendwie besser, als sie es sich jemals erträumten.

Meine Meinung:
Anfangs war ich von diesem Roman richtig begeistert. Das Cover gefiel mir außerordentlich gut, denn es glitzert und mit solchen Kleinigkeiten kann man mich immer erfolgreich ködern.
Der erste Teil der Geschichte ließ sich schön lesen und war vielversprechend, denn ich habe voller Elan Seite um Seite gelesen und fand die Verwicklungen der drei Freunde unterhaltsam und abwechslungsreich. Außerdem kamen mir ein und dieselben Tage spannend beschrieben vor, besonders da sie immer aus einer anderen Perspektive geschildert wurden und somit immer noch ein Detail zutage trat was vorher noch nicht auffiel.
Zu Beginn des zweiten Teils war bei mir dann ein wenig die Luft raus. Der erste Teil war aufregend, weil mir nicht bewusst war, welcher der Personen aus dem Plot als nächstes näher beleuchtet werden würde. Im zweiten Teil wusste ich es dann schon und es fehlte ein wenig die aufregende Überraschung. Außerdem dachte ich so etwas wie, nicht schon wieder derselbe Tag drei Mal durchgekaut. Denn an sich bietet das Abwechslung, doch teilweise hat sich die Autorin ein wenig wiederholt, so dass eine Situation öfters vorkam, nur mit leicht veränderten Worten und aus einer männlichen, statt aus einer weiblichen Perspektive. Das war nicht häufig, aber oft genug, dass es mich ein wenig störte.
Am meisten faszinierte mich der Charakter Nicoel und bei ihren Momenten hatte ich sogar leichtes Herzklopfen. In einigen Dingen habe ich mich sehr gut mit ihr identifizieren können, weil sie chaotisch ist und ähnlich denkt wie ich, doch manche ihrer Aktionen habe ich auch nicht nachvollziehen können. Alles in allem war mir ihre Sichtweise doch die Liebste, weil ich sie nahezu immer verstanden habe und ich ihren Part einfach am gelungendsten fand.
Dann wären da noch Rhiannon und James, die eigentlich umeinander kreisen und im Gegensatz zu James bemerkt Rhiannon es nur nicht. Das und noch einiges Anderes hat mich gestört.
Das klingt jetzt alles sehr negativ, doch insgesamt fand ich diesen Roman sehr schön und ansprechend. Bis auf einige Makel und Durstrecken stellt er tatsächlich eine Geschichte zum Verlieben da, in die ich sehr gerne versunken bin. Der Schreibstil war locker und den Charakteren entsprechend, also jugendlich, aber mit Ansätzen der Tiefe und interessanten, sowie klugen Gedankengängen.
Die Auflösung des Romans hat mir sehr gut gefallen, denn sie beweist, wieviel einige Tage verändern können, wenn man nur etwas unternimmt und wenigstens versucht zu leben. Denn die Drei versuchen im Prinzip nur ihren Weg zum Erwachsenwerden zu finden, wobei sie feststellen, dass es dabei mehr Stolpersteine geben kann, wenn man erst einmal mittendrin steckt.

Mein Fazit:
Insgesamt vergebe ich für diesen süßen Roman 4 von 5 Sternen, weil er mich leider nicht vollkommen überzeugen konnte, aber dennoch sehr toll zu lesen war. Die Idee mit den Perspektivwechsel war spannend und hat mir gefallen, hätte an einigen Stellen aber besser ausgearbeitet werden können. Man kann diesen Roman mit „Tage wie diese“ vergleichen, denn beide zeigen eine ähnliche Struktur, wobei hier ein wenig die Magie zu kurz kam, die ich bei „Tage wie diese“ verspürte. Wem aber der andere Roman gut gefiel und wer gerne kleinere Geschichten aus verschiedenen Perspektiven liest, die in einem gemeinsamen und großen Zusammenhand stehen, kann bei diesem Roman nichts verkehrt machen und sollte einen Versuch wagen, denn ich bin absolut froh, diese Geschichte zum Verlieben gelesen zu haben!

Bewertung

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2 thoughts on “Take me there – Eine Geschichte zum Verlieben von Susane Colasanti [Rezension]”

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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