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Lucy und die Jungs – TraumRaumWohnung von Alexa Hennig von Lange [Rezension]

Inhalt:
Der Roman „Lucy und die Jungs – TraumRaumWohnung“ von Alexa Hennig von Lange handelt von der 16-jährigen Cecilia, genannt Lucy, die als Wunderkind und Genie verschrien ist und endlich einmal anfangen will zu leben. Damit beginnt sie, indem sie ihre teure Geige, eine Stradivari, zerstört, ihre braven Kleinmädchen Zöpfe radikal abschneidet und in eine Wohngemeinschaft mit vier anderen Jungen zieht.
Sie hat es satt, nach der Pfeife ihrer Mutter zu tanzen, die bereits die große Geigenkarriere ihrer Tochter geplant hatte.
In der WG probiert Lucy zum ersten Mal aus, wie sie bei Jungen ankommt und flirtet dafür mit Ruben, ihrem Versuchsobjekt. Sie ist erstaunt, dass er sie scheinbar sehr attraktiv findet.
Doch außer Ruben zeigt auch Tom an ihr Interesse und den kann sie auch besonders gut leiden und versucht sich bei ihm ebenfalls im flirten. Die richtig großen Gefühle sind es zwar nicht, doch sie will Erfahrungen sammeln. Andie ist ein wenig alternativ angehaucht und filmt die Abenteuer der WG Mitbewohner.
Zum Schluss kommt Lucy Jeremy näher und sie fühlt sofort, dass das Liebe sein muss, was sie für ihn empfindet.
Doch darum geht es eigentlich gar nicht mehr, denn Lucy wird klar, dass sie nicht die einzige ist, die Probleme mit ihren Eltern hat und dass sie es vielleicht doch nie so schlecht gehabt hat, wie sie immer dachte.

Meine Meinung:
„Lucy und die Jungs – TraumRaumWohnung“ ist zwar nicht das große Buch der Offenbarung, doch es hat einen hohen Unterhaltungswert, vermischt mit realistischen Elementen aus dem Alltag, weswegen es auch einiges an Potenzial zum Nachdenken besitzt. Denn eigentlich ist es nichts anderes als die Suche von einem bisher überbehüteten Mädchen, das endlich die Kraft findet auszubrechen; auch wenn dafür einige Opfer wie die Geige erbracht werden müssen. Lucy ist ein Mädchen, das es endlich schafft, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen und mitzubestimmen.
Einerseits ist sie hochintelligent, so hat sie in der Schule beispielweise keine Probleme und ist beinahe schon überfliegermäßig gut, doch gleichzeitig ist sie sehr naiv, weil sie keine Ahnung hat, was sie im wahren Leben erwartet und wie sie dies zu bewerkstelligen hat.
Alexa Hennig von Lange hat eine witzige, kreative und sehr lesenswerte Geschichte geschrieben, die ich sehr genießen konnte.
Leider mag das Cover und auch der Titel auf viele abschreckend wirken, hat es auf mich anfangs auch, denn so kitschig und jugendlich das Cover auch sein mag, der Inhalt ist um vieles besser, als das Äußere den Anschein erwecken mag.
Aufgelockert wird die Handlung durch Bilder und besonders gestaltete Textseiten. Bei einigen habe ich lachen müssen, weil die Sätze und Bilder so gelegt worden sind, dass sie mit dem ersten Gedanken einen etwas anderen Sinn ergaben, als der ausgeschriebene Satz letztlich ist. Das war eine sehr gute Idee, die bei manchen Büchern den Lesefluss stört, hier aber den Charakter von Lucy gut unterstreicht und ebenso den Schreibstil der Autorin.
Das Buch an sich liegt sehr gut in der Hand und fühlt sich toll an, so dass ich das Lesen nochmals um einiges besser fand. Ich würde mir wirklich wünschen, dass sich zukünftig mehr Bücher so griffig anfassen lassen würden.
Die verschiedenen Charaktere, die Alexa Hennig von Lange in Szene setzt sind sehr gut beschrieben und nachvollziehbar. So ist es beispielweise sehr verständlich, warum scheinbar alle Mitbewohner der WG einen Narren an Lucy gefressen haben.
Ebenso deutlich werden ihre Gefühle und Beweggründe, warum sie so jung ausgezogen sind und nun in dieser mehr oder weniger großen Bruchbude ohne Eltern hausen.

Mein Fazit:
Ich bin richtig begeistert von dieser leichten Lektüre und habe mehr bekommen, als ich erwartet hatte. Die Autorin hat einen gelungenen Roman über die Probleme des Erwachsenwerdens und der Suche nach der eigenen Identität geschaffen.
In einem angemessenen Rahmen, in dem nichts zu kurz kommt, ist Lucys Geschichte umgesetzt worden und hat mich zum Lachen, Schmunzeln und Nachdenken gebracht.
Jungen würden sich mit dieser Geschichte eventuell nicht so sehr anfreunden können, weil Lucy schon einige typische Mädchenprobleme hat, doch ich hatte einen großen Spaß und das ist die Hauptsache.
Ich vergebe die volle Punktzahl, denn auch wenn Alexa Hennig von Langes Werk nicht hoch intellektuell sein mag, Bücher wie ihre, die muss es auch geben und sind mindestens genauso wichtig. Was einer der Gründe war, warum ich es trotz fragwürdigem Aussehen und Titel lesen wollte.
Ich bin gespannt, wie es mit Lucy weiter gehen wird und erwarte sehnsuchtsvoll die Fortsetzung.

Bewertung

 

ORIGINALAUSGABE
Ab 13 Jahren
Gebundenes Buch,
Pappband, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
30 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-570-16073-2
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 26,90*

Direkt zum Buch auf das Emblem klicken!

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1 thought on “Lucy und die Jungs – TraumRaumWohnung von Alexa Hennig von Lange [Rezension]”

Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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