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Damian – Stadt der gefallenen Engel von Rainer Wekwerth [Rezension]

„Damian“ ist wie das Leuchten der Sterne, wenn du suchend in den Himmel schaust, weißt du nicht, wo du zuerst hinsehen sollst.“

Inhalt:
Seit Jahrtausenden wütet im Verborgenen ein Krieg zwischen Himmel und Hölle.
damian1Doch seit Jahrzehnten beginnt Satans Macht und Kontrolle über seine unzähligen Dämonen zu schwinden; diese begehren auf und wollen die Erde in ein Schlachtfeld verwandeln.
Inmitten dieses Krieges finden sich Lara und Damian. Zwischen ihnen entsteht langsam aber stetig eine zerbrechliche Verbindung.
Lara, eine ahnungslose und unwissende junge Frau, die die Schlüsselfigur dieses Krieges zu sein scheint und Damian, ein Engel, bei dem unklar ist für wessen Seite er kämpft.
Lara verbringt einige Tage in Berlin bei ihren Großeltern, doch diese Tage reichen aus, um ihr Leben unwiderbringlich zu verändern.
Sie lüftet die Geheimnisse ihrer Vergangenheit, die alle mit ihren Großeltern in Verbindung stehen, die etwas Unsagbares vor ihr verheimlichen.
Lara ist nicht die Person, für die sie sich immer hielt. Etwas Böses brodelt unterschwellig in ihr und drängt mit aller Macht an die Oberfläche.
Damian scheint nicht nur Laras Vergangenheit zu kennen, sondern direkt etwas damit zu tun zu haben.
Während Lara sich immer tiefer im Netz ihrer eigenen Gefühle verfängt, auf der Suche nach sich selbst, erreicht der Krieg seinen Höhepunkt und es heißt alles oder nichts. Zu guter letzt hängt alles an Damian, sein Handeln wird die Entscheidung bringen.
Ist seine Liebe zu Lara stark genug oder wird er seinem Auftrag nachgeben? – Auf die Erde gesandt, Lara zu holen, um die Hölle zu retten.
Wird Damian seinen Herrn, den Herrscher der Hölle oder Lara, seine große Liebe verraten?
Dann geschieht etwas, was keine der beiden Feinde einkalkuliert hat. Laras Kräfte brechen impulsiv aus. Sie wandelt durch Berlin, in dem Glauben, Damian habe sie verraten.
Wird sich das Schicksal der Liebenden erbarmen und die Beiden zusammenführen?
Können die Dämonen aufgehalten werden?- oder wird die Welt für immer in Dunkelheit versinken?

Meine Meinung:
Dieses Buch ist dermaßen Vollkommen, dass es schwer ist, alle Aspekte so zu beschreiben, dass sie diesem Werk gerecht werden. „Damian“ zeugt von einer unglaublichen Geschichte der Liebe, die anfangs zerbrechlich ihren Weg der Entfaltung sucht, während die Welt allmählich im Chaos und einem Krieg zwischen Himmel und Hölle vergeht.
Es ist ein Krieg zwischen Dämonen und Engeln. Ein Krieg zwischen Gut und Böse, der ungeahnte Dimensionen anzunehmen droht. Es gibt Bücher, von denen will man träumen, es gibt Bücher bei denen man sich am Gedanken daran beim Lächeln ertappt und es gibt Bücher, die einen in ihren dunklen, unwiderstehlichen Sog ziehen und nicht mehr loslassen… dann gibt es noch Bücher, durch die man sich frei fühlt, frei und vollständig. „Damian“ kann für jeden individuell eines von diesen Büchern werden, man muss sich lediglich auf die Geschichte einlassen.
Ich habe noch nie erlebt, dass ein Buch fesselt, derart komplex und verschlungen aufgebaut scheint und dann rasant vorwärts schreitet, ohne dass ich das Gefühl hätte, da fehlt etwas.
„Damian“ ist in einem Moment schlicht, dann anspruchsvoll, dann betörend, dann wieder raffiniert, wechselt wieder zum Schlichten, um dann zu explodieren.
Durch die häufigen und gut platzierten Perspektivwechsel wird hauptsächlich der Protagonistin Lara gefolgt, deren Handeln, Gefühle und Gedankengänge, vergleichbar mit einem roten Faden sind, der sich durch das ganze Buch zieht. So brodelt unterschwellig dieser Hauch von Gefahr, der Aufregung, der einen ganz kribbelig werden lässt.
Die Charaktere und verschiedenen Wesen, wie Dämonen, Engel und Menschen sind wunderschön ausgearbeitet, so dass ich den jeweiligen Personen ihr Sein und Handeln vollkommen abkaufte.
Doch die Perlen dieses Buches sind mit Abstand Lara und Damian. Ein Liebespaar, die in allen Farben des Regenbogens schillern. Die Anziehung zwischen den Beiden ist nachvollziehbar gestaltet worden und nicht so überzogen und extrem, wie in anderen Romanen.
Normalerweise verlieren LeserInnen und Autor bei vielen Handlungssträngen früher oder später den Überblick und das Buch wird unlogisch; doch nicht so „Damian“. „Damian“ zeichnet sich durch die Abwechslung aus und hebt sich damit von gewöhnlichen Büchern ab. Mit Geschick und Raffinesse verspinnt Rainer Wekwerth Gut und Böse miteinander, bis die LeserInnen das Eine nicht mehr vom Anderen unterscheiden können und der Spannungsbogen zunimmt und zunimmt. Der Roman lässt sich flüssig lesen, so dass die Zeit verfliegt und mit einem Mal ist die Geschichte zu Ende. Zurückgelassen hat sie diese Sehnsucht nach mehr. „Damian“ hat mich gefangen genommen und deswegen kann ich das Buch Jedem empfehlen. Ob Fantasy-Freund oder nicht, ob jung oder alt, das spielt keine Rolle.

Mein Fazit:
„Damian“ ist ein wahrer Diamant für den derzeitigen Buchmarkt und wird sich durch seinen unbestechlichen Charme direkt ins Herz der Menschen katapultieren. Es gehört nicht zu diesen Allerweltsbüchern. „Damian“ ist etwas besonderes; ein Werk, bei dessen Entstehung sein Schöpfer sich selbst übertraf.

Bewertung

Allgemeine Buchinformationen:
Broschiert: 418 Seiten
Verlag: Arena (Mai 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3401065137
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 21,3 x 13,5 x 4,6 cm

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22 thoughts on “Damian – Stadt der gefallenen Engel von Rainer Wekwerth [Rezension]”

    1. Ja, ich glaube, das habe ich auch gesehen! 😉 PEEPS ist übrigens toll. Anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, dann aber lustig. Allerdings fehlt mir der zweite Teil noch, denn den hatte NIE auch nur eine Buchhandlung bei uns, so dass ich das Erscheinen erst gar nicht mitbekam 🙂

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        1. Ich weiß, aber damals hatten wir noch kein Internet^^ Da WUSSTE ich noch nicht um die tollen und vielen Möglichkeiten! 😉
          Da musste ich mir das wesentlich mühsamer zusammensuchen alles…

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  1. Was? Kein Internet? Schock!! Also ganz früher (ohne Internet) kannte ich kaum Bücher und habe auch immer nur Schrott geschenkt bekommen. Wenn es heute kein Internet gäbe … 😉

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    1. Nee, ich habe NUR gelesen damals! 🙂 Und hatte viel Zeit dafür. Ich glaube, wenn wir es schon früh gehabt hätten, würde ich gar nicht lesen o. nicht so viel…
      Außerdem wurde ich mit Büchern viel unterstützt und bin viel in die Bücherei gegangen 😀 Das ging sehr, sehr gut! Mit ist aber dennoch besser!

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      1. Auf jeden Fall! 😉 Aber ich kann mit Büchereien ja gar nichts anfangen … Da bin ich ein kleines Pingelchen! Die paar Bücher, die ich mal ausleihen wollte oder ausgeliehen habe, waren entweder verdreckt, zerknittert, durchnässt oder noch besser: voller Essensreste. Ich war ja so begeistert.
        😉

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        1. Inzwischen kann ich das auch nicht mehr so gut, weil ich anderes gewöhnt bin, aber früher war das dort richtig schön und gemütlich und ich habe stundenlang neue Bücher angesehen und mir neue herausgesucht!

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    1. Nein, das ist doch gar nicht schlimm! 🙂 Dafür ist das doch unter anderem doch auch gedacht, oder? Das „Austausche“ etc. stattfinden. Eher müsste ich ein schlechtes Gewissen habe, weil du so fleißig und nett hier herumschwirrst und ich mich so selten bei dir blicken lasse…

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Danke für deinen Besuch! Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ♥ Leselustige Grüße von Charlousie

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